hey milla
erstmal schön das du hergefunden hast, respekt vor deinem mut uns hier einen groben umriß aus deiner geschichte zu liefern. besonders da es ja für dich ne art premiere war.
hier sind viele geschichten, schau dich ruhig um, allein zu wissen, dass man net allein is hilft. es mag zwar bei jedem in vielen punkten anders wie bei dir sein, aber eins haben alle gleich, das hast du auch in deinem beitrag erwähnt:
Zitat-wenn man sieht, wie sich seine eigene mutter zerstört -manchmal kann ich einfach nicht mehr und weiß nicht was ich machen soll...
genau so gehts/gings uns allen. hilflos danebenstehn und immer hoffnung, das der elternteil erkennt, dass er hilfe braucht.
deine mutter is krank, sie allein muss auch die entscheidung treffen, trocken werden zu wollen. genauso auch wie sie sich selbst dafür entschieden hat, daran trägst du überhaupt keine schuld, das möchte i etz nur mal gsagt ham.
bitter das dein vater auch net für dich da is, wenns dir dreckig geht, sondern dann sogar no ausflippt, wenn du mal zu ihm kommst. entweder will er es einfach net wahrhaben oder er ist restlos mit der situation überfordert. vielleicht könntest mal nen zeitpunkt abwarten, wo du den eindruck hast, dass er ganz gute laune hat und dann mit deinen sorgen rausrücken. nicht schrein oder so, versuch dabei ruhig zu bleiben, sag ihm wie's dir geht. weinen darfst du dabei natürlich auch
mit deiner mom würd i dir des gleiche vorschlagen, red mal mit ihr, aber nur wenn sie nüchtern is. falls du dich net traust oder angst hast, du könntest bei dem gespräch ausflippen, schreib ihr nen brief, den wird sie bestimmt auch lesen.
ansonsten kann ich dir nur empfehlen, dass du schreibst wenns dir schlecht geht oder vielleicht auch mal mit deiner besten freundin drüber sprichst. sie kann dir auf jeden fall zuhören und dich trösten, verdammen wird sie dich wegen deiner mutter bestimmt net. gibt auch selbsthilfegruppen für kinder von alkoholikern (auch extra für jugendliche), vielleicht gibts ja sowas bei dir in der nähe. euer hausarzt weiß ja normal über die situation bei euch zuhause bescheid. könntest ja mal zu ihm gehn und ihn nach weiteren anlaufstellen für dich fragen, er kennt sich da besser aus, wär auf jeden fall echt net schlecht.
falls dir daham alles zuviel wird, schau das du einfach mal raus gehst. sei's etz zu freunden, schwimmen, joggen oder einfach nur kopfhörer auf und in ne wiese/park legen, da musst dann des ganze elend daham net ertragen und kannst bißchen abschalten. ich persönli hör dann immer gern auch laut musik, meine ohren werden es mir irgendwann danken ![]()
liebe grüße & laß dich etz mal ganz feste drücken