Beiträge von summerdream

    hi daja

    irgendwie finde ich mich in vielen deiner sätze selbst wieder, hätte es wohl nur selber nicht so gut ausdrücken können.

    warum unsortiert? finde ich etz gar net, hoffe auf jeden fall, dass es dir gut getan hat einfach so draufloszuschreiben...

    ich bin auch der meinung, dass es mir richtig gut geht im gegensatz zu freundinnen oder leuten hier. sei's etz bei dem was sie daheim mit machen oder welche folgeprobleme sie in ihrem leben haben. irgendwie machen wir angehörige aber unsere probleme immer kleiner als sie sind, also mir geht es auf jeden fall so, ich bin mehr der mensch wo viel und gut zuhört (denk i zumindest, sonst würden net gar soviel mit ihren problemen zu mir kommen), als das er selber erzählt.
    vertrauen kann ich aufbauen, aber komischerweise nur zu frauen. bei männern haperts da bei mir gewaltig. bin aber überzeugt, dass das mit der zeit besser wird bzw. vielleicht brauch ich auch einfach nur den richtigen mann dazu :wink:
    das mit den träumen kenn ich auch, aber nicht mit meiner mutter. eher das anderen personen, die mir viel bedeuten was passiert. bin dann immer ganz fertig hinterher. kommt aber gott sei dank net so häufig vor. aber frag mich bitte net, woher die kommen, ich hab null ahnung.

    schön, dass dein vater inzwischen trocken ist, aber wie du schon selber bemerkt hast, ist damit für uns angehörige nicht alles in ordnung. da gibt es noch so viel was man erstmal verarbeiten muss. arbeit mit sich selber, familie, freundinnen, vielleicht auch mit therapeutischer hilfe. fällt es dir eigentlich leicht über deine probleme zu reden oder bist du da eher so wie ich (etz net nur in bezug auf deinen vater, sondern ganz allgemein)?

    liebe grüße

    @paulgess

    ok, das hab ich etz verstanden. problem is, ich hab meiner mutter vertraut (hätt i selber net für möglich gehalten), es war alles bestens, wir haben viel geredet und miteinander gemacht, sie hat auch selber paarmal gesagt, dass ihr das unheimlich gut tut und dann nach drei monaten ohne alkohol wieder so ein schlag ins gesicht. bin etz momentan an dem punkt, wo ich sag, es wird nie besser werden :cry: ich hoffe es zwar, aber irgendwie weiß ich einfach nicht mehr weiter...

    @ sina

    tja wenn das mit dem hilfe holen so einfach wäre. meine jungs wollen ja scho gar net und zwingen möchte ich sie net, glaub auch nicht, dass das dann viel sinn hätte.

    liebe grüße

    hi jenny

    du weißt doch, die hoffnung stirbt zuletzt. mir gehts genauso wie dir, irgendwie hab ich die befürchtung, das es daheim immer so weiter gehn wird, aber doch hoff ich drauf, dass es etz wirklich das letzte mal war. denke da gehts eigentlich jeden von uns so. ich glaube solange noch hoffnung da is, solange hat man den betreffenden (oder sich selber) auch noch nicht aufgegeben. ob das etz gut oder schlecht is, kann ich nicht beurteilen (zumindest beim alkoholiker). hat man sich selber aufgegeben, sollte man sich hilfe suchen, aber ob das da dann immer klappt, is die zweite frage. aber an dem punkt bist du ja nicht oder?

    dumm, dass deine tante so weit weg wohnt. wie kommst denn du mit ihr aus? falls gut, könntest ja mit ihr drüber reden und sie bitten, dass sie's deiner mutter nicht sagt. wer weiß, vielleicht hat sie es ja schon durch die telefongespräche gemerkt, ist sich aber net sicher.

    liebe grüße

    wie gut is denn der kontakt zwischen deiner mutter und ihrer schwester? falls sie sich verstehn und öfters mal kontakt haben, kann deine tante ja sagen, ihr ist das selber schon aufgefallen. ein versuch wärs auf jeden fall wert.

    warum naiv? du glaubst an das gute, bei menschen sowie im leben, ich persönlich finde diese einstellung sehr gut. du hast schon viele negativen erfahrungen gemacht und hast dir diese einstellung bewahrt, ich finde das sogar bewunderswert.

    vielleicht könntest du versuchen den üblichen gang zum versteck sein zu lassen? bringen tuts dir ja doch nix und ich denke mal, dass du deiner mutter ansiehst ob sie was getrunken hat oder net. eigentlich kontrollierst du sie ja damit.

    war das letzte mal auch da gestanden und mich hats in den fingern gejuckt anzufangen zu suchen, wo der alkohol is. letztendlich hat mein verstand aber doch gesiegt (ausnahmsweise :wink: ). im endeffekt hab ich aber doch zwei flaschen gefunden, beide aber durch zufall, die eine beim wäschewaschen, die nexte wie ich alufolie gesucht hab. muss anmerken, sie hat ihren alk scho besser versteckt...

    mehr als zuhören? glaub mir, das tut schon mal verdammt gut. er/sie hilft dir deine gedanken in worte auszudrücken, kann dir viel über die krankheit alkohol erklären, was dir helfen könnte, manches zu verstehn; gibt dir tipps und hinweise wie du dich verhalten kannst, was du vermeiden solltest und und und
    aber geh dann, wenn du dich bereit dazu fühlst.

    *grüßle*

    hi jenny

    oje, das mim autofahrn mach i lieber net. meistens bin ich wütend, wenn ich mit meiner mutter gestritten habe, und ich wütend hinterm steuer, nene, das laß ich lieber. viel zu gefährlich für mich und meine mitmenschen :wink: aber is ja net jeder so wie ich (gott sei dank), also wenns dir gut tut, mach das beim nexten mal einfach wieder. und handy am besten abschalten, dann kommst du erst gar nicht in versuchung hinzugehn...

    warum willst denn etz noch nicht zur suchtberatung oder so? nur weils dir im moment einigermaßen gut geht? aber es spukt in deinem kopf rum, sonst wärst du ja wohl nicht hier oder? im endeffekt is da jemand, der tagtäglich mit angehörigen spricht, der oft selber schon erfahrungen mit alkohol oder drogen gemacht hat und er darf auch nix weiterverzählen, nicht mal deinen namen.

    tja, alkoholiker können verdammt kreativ sein, wenns ums verstecken geht. da kommen wir als "normalsterbliche" oft net mal im entferntesten auf die idee. suchst du eigentlich bei deiner mutter nach alkohol? falls ja, was machst du wenn du welchen gefunden hast?

    liebe grüße

    danke für eure antworten.

    war etz den ganzen tag abgelenkt, bin aber irgendwie immer noch verwirrt. weiß auch gar net, warum ich mir überhaupt darum gedanken mache, es ist einfach da in meinem kopf. kennt ihr das auch? nicht zu wissen, warum man über etwas nachdenkt!?!

    hatte vor ca. 2 monaten mit meiner mutter ein gespräch und zwar gings darum, das ich sie gebeten habe, mal mit meinen kleinen brüdern (13 und 15) zu nem therapeuten zu gehn bzw. halt mal nen termin auszumachen. ihre antwort:
    1. wird nicht wieder vorkommen (was sich inzwischen als trugschluß erwiesen hat)
    2. wars ja net schlimm
    3. kanns uns kindern egal sein, wenn sie trinkt
    4. würden wir kinder sie durch den besuch einer therapie zu einem rückfall zwingen
    5. war sie nie süchtig
    6. haben wir ihr viel böses getan (z.b. hausarzt, krankenwagen, polizei etc.)
    sorry, aber für mich ist da null verständnis für uns da, irgendwie auch keinerlei sicht für besserung. auch keinerlei akzeptieren ihrer krankheit. haben da gespräche überhaupt noch sinn? irgendwie seh ich da zur zeit keinen, hab auch gar keine lust sie überhaupt zu sehn, obwohl sie etz wieder nüchtern is (sie zählt unter die gruppe der unter dem volksmund bekannten quartalstrinker).

    ich weiß wer und was ich bin, meine stärken und meine schwächen, ziele, nur im moment in bezug auf meine mutter weiß ich überhaupt nix mehr :(

    liebe grüße

    hey sorrow

    also ich wohn auch in nem kaff (wir haben net mal nen laden), bis zur nexten stadt sinds ca. 6 km, die is meine mutter entweder besoffen gfahrn oder gelaufen. deine mutter hätte ja auch mit dem bus oder dem fahrrad fahren können. es ist wirklich so, ein alkoholiker findet da seine mittel und wege um an seine droge ran zu kommen. red dir diesbezüglich bitte keine schuldgefühle ein.

    liebe grüße

    hi @ all

    hatte gestern ein interessantes gespräch mit meinem arbeitskollegen über gott und vergeben. hab dabei ziemlich nachgebohrt, er war glaub letztendlich etwas verwirrt. (hab ihm nicht gesagt, worum's mir genau ging.) und irgendwie grübel ich da heut scho den ganzen tag drüber nach...

    im endeffekt meinte er, dass er durch seinen glauben gelernt hat zu vergeben und dass man alles vergeben kann. auch wenn der andere immer und immer wieder den selben fehler macht. sollte das mit dem vergeben wirklich nicht mehr gehn, soll man den kontakt abbrechen.

    mich würde etz mal interessieren, wie ihr das seht.

    kann man alles vergeben, was einem durch die alkoholkrankheit der eltern angetan wurde?
    meint ihr, ihr könntet das, falls eure eltern (oder ein elternteil) zu euch kommen(t), sich entschuldigt, das dann alles vergessen is und wieder alles im lot?
    wie wäre es, wenn jedesmal ne entschuldigung kommt, einsicht zur besserung da is, aber derjenige dann doch wieder rückfällig wird?
    oder mal ganz anders gefragt, wenn der alkoholiker trocken wird und bleibt, aber nicht über die vergangenheit reden möchte? so nach dem motto ich bin etz trocken, der rest is egal.

    irgendwie a rechts durcheinander (hier auf dem bildschirm sowie in meinem kopf), wär schön, wenn ich a paar antworten mit eurer hilfe finden würde

    hey jenny

    andererseits is wenn man redet und weint jemand da, der einen in arm nimmt und tröstet. nur so als anreiz, aber mach was du für richtig hälst und überstürze nix. einen schritt nach den anderen, vielleicht auch mal einen zurück, aber wenn möglich immer nach vorne schaun.

    wie wärs wenn du beim nexten streit mit deiner mutter einfach mal gehst? so hab ich das früher gemacht, auch wenns mitten in der nacht war. walkman aufgehockt und rumgelaufen, hat mir unheimlich gut getan. vorteil in der nacht dabei is, dass niemand deine tränen sieht.

    liebe grüße

    hi martin

    na wie war der besuch heute bei deiner mutter? hast scho fleißig angefangen zum lesen oder überlegst no mit welchem buch du anfangen sollst? :wink:

    na ich denke der arzt wird sie da haben wollen wegen der selbstmordabsichten. aber rein theoretisch denke ich, dass es eigentlich egal is, in welcher abteilung sie liegt. hauptsache sie is erstmal unter beobachtung. darauf kommt es an. so habt ihr angehörige wenigstens mal ein paar tage um zur ruhe zu kommen und auch zum nachdenken.

    redest du eigentlich mit deinem vater drüber? wie sieht er denn das ganze?

    liebe grüße

    hallo sorrow

    auch von mir ein herzliches willkommen hier.

    oje da hast du ja scho einiges mitgemacht, wie auch scho viele hier. aber du suchst dir hilfe und das is wichtig. aber es dauert halt immer seine zeit bis man den ganzen sch... vom daheim verarbeitet. und das bedeutet auch viel mut und mühe, aber es lohnt sich.

    meine mutter hat mich nie geschlagen (außer wo ich klein war und was angestellt hab :wink:), aber mit worten verletzt. und die taten ganz besonders weh, wenn sie nüchtern war. war sie betrunken, hab ich's net ernst genommen bzw. an mir abprallen lassen. hinterherspioniert hat sie mir gott sei dank nie, schrecklich wenn man nicht mal mehr seinen eigenen raum hat.

    kann verstehn, dass du dich fragst, warum alles so wurde, aber die antwort wirst du wohl nie erfahren. wahrscheinlich wird sie auch deine mutter nicht mehr wissen, da wird es viele einflußfaktoren geben. und irgendwann steckt sie dann mittendrin in der krankheit alkohol. da muss sie aber selber rauskommen, sie selber hat auch damit angefangen. du trägst keinerlei schuld daran, egal was du gemacht hättest, es hätte nix geändert. auch wenn du dich geweigert hättest ihr den alkohol zu besorgen (ich habs nie gemacht, hat meine mutter auch nie verlangt, aber auf dem angehörigenseminar bei der kur meiner mutter warn auch zwei kinder von anderen müttern dabei und die ham ihrer mutter den alk ebenfalls besorgt), wäre sie eben losgezogen und hätte ihn sich selber geholt, das ist so sicher wie das amen in der kirche.

    liebe grüße

    p.s. ich darf morgen nach nürnberg, aber net zum wohnen sondern um in die schule zu gehn :(

    hey mita

    wieso soll das kompliziert klingen? find das eigentlich auch ganz logisch. aber leider hat das wirkliche leben net so viel mit logik zu tun.

    wär natürlich net schlecht, wenn du mal zu deiner oma ziehst, auch wenn es nur ne übergangslösung is. und red mit deiner mutter über alles. wie das etz mit dem haus läuft, da brauchst dir etz no keinen kopf machen. sollte deine mutter wirklich eine trennung wollen, würde ich ihr eh empfehlen, dass sie mal zum anwalt geht, da kann das dann besprochen werden.

    kann mir vorstellen, dass du bammel vor den nexten tagen und heut abend hast. is doch freitag abend, gehst du da net weg? kannst ja zu ner freundin gehn, wenns dir daham zuviel wird, denk das deine mutter da scho verständnis haben wird, wenn du ihr sagst warum, deine vater musst du das in meinen augen net erklären. etz genieß erstmal den schönen tag (zumindest bei mir scheint noch die sonne), geh bißchen raus bevor es regnet.

    liebe grüße

    hi martin

    oje diese paranoia kenn ich auch, mei mutter is da auf die witzigsten ideen kommen, was wiederum sehr traurig war. da ham wir nur noch den kopf geschüttelt. klar is sie etz sauer auf deinen dad, meine mutter war deswegen auch jedes mal sauer. an dem punkt zu erkennen, dass sie hilfe möchte is sie wohl noch nicht, aber redet mit ihr, wer weiß vielleicht folgt ja noch ne wandlung. bei meiner mutter is das ganz plötzlich gekommen.

    im moment liegt deine mutter zur entgiftung im krankenhaus, da wird nur der körperliche entzug durchgeführt. therapiegespräche gibts da normal net. das muss sie erst selber wollen und das passiert dann danach entweder in form einer langzeittherapie oder sie kanns auch von daham aus machen durch selbsthilfegruppe, regelmäßigen besuch eines therapeuten, suchtberatung etc. aber red mal mit dem behandelnden arzt, er kann dir bestimmt auch wege zeigen und wird wegen des alkoholproblems bestimmt auch scho mit deiner mutter geredet ham.

    liebe grüße & viel glück & kraft

    hi jenny

    weißt was, etz schreib einfach mal den brief an dei freundin. falls du dich doch net traust ihn ihr zu geben, hast du dir wenigstens alles von der seele gschrieben, deine gedanken geordnet.

    laß es einfach auf dich zukommen. vielleicht ergibt sich ja mal die gelegenheit in einem gespräch. könntest ja einfach mal unverfänglich anfangen, dass dir zur zeit net so gut geht, dann siehst ja wie sie reagiert. entweder sie geht drauf ein oder net, falls du dann doch unsicher bist, kannst ja immer noch sagen "ach weiß a net, bin zur zeit einfach net gut drauf, wird scho wieder besser werden" (auch wenn ich dir das etz eigentlich net empfehle).

    machs aber am besten net so wie ich, hab wie's mir besonders dreckig ging, mei freundin angrufen und ihr mailbox vollgheult und dass sie gfälligst ihren allerwertesten herbewegen soll. als sie nach fünf minuten net zurückrief, hab i nochmal angrufen und ihr vorghalten, was sie für ne schlechte freundin is... sie is dann trotzdem gekommen :wink:

    liebe grüße

    hi jessy

    verflixte situation in der du steckst, kenn ich nur allzu gut. bei mir trinkt mei mutter und in etwa so wie dein vater, a paar wochen gar nix, aber dann dafür aufs heftigste.

    du solltest dir auf jeden fall ganz schnell hilfe von außen holen, kannst ja auch mit deiner mutter drüber reden, sie geht bestimmt mit dir zum hausarzt, wenn du sie drum bittest. wäre auf jeden fall wirklich wichtig.

    lavendel hat eigentli scho alles gesagt, was zu sagen is. könntest ja auch mal mit deiner mutter zam zu ner selbsthilfegruppe gehn, bei uns gibts eine von den anonymen alkoholikern und eine vom blauen kreuz.

    im endeffekt ist es eher so, dass dein vater wohl nicht aufhören wird zu trinken, solange daheim alles beim alten bleibt. erst wenn er merkt, dass sein tun konsequenzen hat, wird er vielleicht, aber nur vielleicht drauß lernen und sich hilfe suchen.

    liebe grüße

    hi jenny

    also mich würde das scho ein bißchen depremieren, wenn i ka antworten kriegen würde, aber das schreiben allein tut scho gut, da hast echt recht.

    hm... also wie scho gsagt, mir hilft es ungemein, dass ich meine freunde hab. inzwischen schaff ichs auch, da einfach anzurufen, wenns mich grad tierisch ankotzt, anfangs hab ich da immer auf den richtigen zeitpunkt gewartet. bei mir is aber scho so, dass mei beste freundin im ort wohnt und da weiß eh jeder bescheid. aber meinen anderen vertrauenspersonen hab ichs selber erzählt. wer weiß vielleicht wissens deine freunde ja scho, trauen sich aber net dich anzusprechen. könntest ja bei deiner besten freundin anfangen, falls es dir persönlich zu schwer fällt, schreib ihr nen brief. so hab ichs auch scho mal gmacht. dafür sind freunde da, du bist ja auch für deine freundin da, wenns ihr schlecht geht...

    schade das ihr innerhalb der familie überhaupt nicht miteinander redet. das du mit deinem vater net drüber reden brauchst seh ich ein, aber wie schauts aus mit deinem bruder? so spurlos wird es bestimmt net an ihn vorbeigehn, nur zeigt es sich bei jedem anders. der eine frisst alles in sich rein, der nexte rebelliert, ein anderer is der spaßvogel und macht auf heile welt. so trägt jeder seine eigene maske :(

    liebe grüße

    hallo martin

    Zitat

    Deswegen kann ich mich auch nicht alle Wochenenden um meine Eltern kümmern, da sonst mein Leben auf der Strecke bleibt.


    ganz ehrlich, dass musst und solltest du auch nicht. deine eltern haben ihr leben, du hast deins und deins hat für dich vorrang. das ist richtig so. auch wenn du evtl. ein schlechtes gewissen wegen deines vaters hast, er könnte sich ja auch von deiner mutter trennen, wenn alles gut zureden nix hilft. er macht den sch... ja eigentlich freiwillig mit und du als kind bist nicht verpflichtet immer für ihn da zu sein. hat er denn schon mal über eine trennung nachgedacht? er könnte sich ja auch mal nach ner selbsthilfegruppe für angehörige umsehn, die gibts normal in jeder stadt. vielleicht wäre das auch etwas für dich.

    aber was ich dir bzw. deinem vater ganz dringend empfehlen würde:
    er soll das suchen nach flaschen sein lassen. es wühlt ihn einerseits selber auf und zweitens bringt das überhaupt nix. wenn deine mutter trinken will, trinkt sie, meine mutter fährt dann halt zu jeder tages-und nachtzeit zum einkaufen bzw. wenn wir ihr auto fahruntüchtig gmacht ham, läuft sie halt die 6 km in die stadt, auch in der nacht.

    eins hast du schon mal richtig erkannt und das ist gut so. du und dein vater habt keine schuld an der sucht deiner mutter, sie allein hat sich dafür entschieden zu trinken. sie allein ist es auch die sich dafür entscheiden muss, wieder aufhören zu wollen.

    im moment ist sie etz im bkh, da is sie etz erstmal in sicheren händen. eigentlich heißt es immer bei selbstmordabsicht erfolgt zwangseinweisung, aber das stand bei meiner mutter auch auf der rechnung (sie ist privat versichert), aber sie wurde trotzdem entlassen.

    ich würde dir etz den rat geben, ihr keine vorhaltungen zu machen sondern ruhig mit ihr zu sprechen. das is leichter gesagt als getan, ich weiß das, da möchte man mitunter manchmal einfach nur schreien. aber versuchs doch mal, sag ihr das du dir sorgen machst, das du sie gern hast, aber nur wenn sie nüchtern ist und du nicht willst, dass ihr etwas passiert. es ist fraglich ob es was nützen wird, falls nicht, hast du dir schon mal gutes getan indem du es ausgesprochen hast.

    liebe grüße

    hi mita

    kann verstehn das du deinen vater hasst, aber ganz ehrlich, auf dauer wird dir das nicht helfen. hass zerfrisst einen, schon mal gehört? verstehen wirst du deinen vater nie, aber vielleicht gelingt es dir irgendwann zu akzeptieren dass er krank ist und du kannst dich damit abfinden. wie wärs denn mal wenn DU zu nem therapeuten gehst oder gibt auch selbsthilfegruppen für kindern von alkoholikern. nur mal so als kleinen denkanstoss. vielleicht hilfst dir ja, meiner freundin tuts gut.

    oje, das problem mit dem ausziehn kenn ich auch von ner freundin. is ja wirklich net so einfach, aber glaub mir, es tut verdammt gut (wohn auch nicht mehr daham). angenommen dein vater würde sich keine hilfe suchen, vielleicht wäre deine mutter ja endlich bereit auszuziehn. dann könntet ihr euch zu zweit ne wohnung suchen.
    ja so ein studium kostet ne stange geld. und etz noch die f... studiengebühren. aber evtl. kriegst ja bafög, des is dann auch höher, wenn du alleine wohnst und bei der stadt gibts die möglichkeit wohngeld zu beantragen. keine freundin mit der du ausziehn könntest?

    kann verstehn, dass du dir keine hoffnung machst, dass dein vater sich hilfe sucht. find ich ehrlich gesagt auch besser, für mich wars immer das schlimmste, wenn ich gedacht hab, ja etz wirds besser und dann boom, wieder ne seifenblase zerplatzt und man hockt wieder am anfang :cry:

    mei mutter war auch mal nachdem sie im suff gestürzt is und bewußtlos war im kkh, hat sich aber am nexten tag wieder selbst entlassen. aber die ärzte und schwestern ham echt versucht zu helfen, haben mit ihr und uns geredet, haben zu ihr nen psychologen gschickt, der grad zufällig im haus war, also echt klasse. gebracht hats zwar nix, aber da dein dad länger im kkh is und er damit auch mal viel zeit hat über alles nachzudenken, wer weiß? da heißts nur abwarten. vielleicht keine schlechte idee wenn du nen brief schreibst und den deiner mutter mitgibst. könnt mir vorstellen das er im kkh mehr drüber nachdenkt, wie wenn er daham is.

    liebe grüße

    hi jenny

    naja immerhin hat sie es bemerkt, denke schon das es ihr was ausmacht, sie ist wohl noch nicht bereit, dies wieder ändern zu wollen. der alkohol kommt beim alkoholiker immer an erster stelle, dann erst alles andere.

    was ich dich noch fragen wollte:
    hast du eigentlich freunde mit denen du drüber reden kannst? also mir hilft das ungemein. sie können mir zwar etz net direkt aus der situation raushelfen, aber ich kann mit ihnen reden, wenn ich das bedürfnis danach habe und sie trösten mich.
    warst du denn schon mal bei der suchtberatung, therapeut oder reale selbsthilfegruppe? wär vielleicht auch mal ne idee...

    liebe grüße

    hallo guardi

    erstmal herzlich willkommen hier, schön das du den mut hast, hier deine geschichte zu schreiben. es gibt hier übrigens noch ein tolles forum für kinder von alkoholikern, les dich ruhig mal durch, das hilft dir bestimmt auch schon ein bißchen.

    die therapeutin meiner mutter hat mal nen (für mich) wichtigen satz gesagt: die lüge ist die schwester des alkohols
    also ich kann nur sagen auf meine mutter trifft der 1000%-ig zu. im grunde ein total ehrlicher mensch, sehr genau mit der wahrheit, aber sobald ums trinken geht, kann die lügen wie ein scheunendrescher. auch wenn sie so betrunken war, dass sie net mehr laufen und artikulieren konnte, ein "ich hab nix getrunken" hat se immer auf lager ghabt.

    nun zu deinen frage:
    geredet habt ihr ja scho mehrmals mit ihm. hast du das auch schon mal unter vier augen mit ihm probiert? oder schreib ihm nen brief, da fällt es dir leichter deine ängste und sorgen aufzuzählen und er hat zeit ihn sich zu gemüte zu führen. ihr könntet ja auch ein buch über alkohol kaufen, selber drin lesen und auch immer wieder so, dass er es mitkriegt, da könnt ihr ein bißchen was "lernen" und wer weiß, vielleicht fängt er ja mal heimlich drin an zu blättern und wird neugierig.
    falls aber alles reden nix nützt, bleiben euch als angehörige eigentlich nur zwei möglichkeiten:
    - bei ihm zu bleiben und zusehn wie er sich immer mehr kaputt macht und dabei selber immer mehr leiden oder
    - ihm die konsequenzen aus seinem handeln zu zeigen und auszuziehn.

    Zitat

    Und nun ja, ich habe natürlich nicht die allergrößte Lust zuzuschauen wie meine Mutter auszieht


    kann ich verstehn, meine eltern sind auch getrennt bzw. bald geschieden, aber glaub mir, alles ist besser als tag für tag zuzusehn, wie er sich kaputt macht. auch wenn es etz scho schlimm ist für dich, deine mom und deine geschwister, es wird noch viel schlimmer kommen, solange sich an der situation nix ändert.

    liebe grüße