Beiträge von summerdream

    hallo thessie

    das was du über deinen sohn schreibst, erinnert mich an manche bekannte oder auch freunde. leider laufen für viele das wochenende genauso ab wie bei deinem sohn. verharmlosen möchte ich es dadurch nicht, aber das dein sohn alkoholiker ist möchte ich auch nicht sagen.

    das dein sohn seinen alkoholkonsum daher "normal" findet, kann ich schon irgendwie verstehen. es ist ja bei vielen so...

    könnte mir gut vorstellen, dass dein sohn seinen alkoholkonsum mäßigt, wenn er mal nen job hat, sein studium, er halt einfach ne wirkliche perspektive für sich sieht, erkennt wie sich sein leben zu entwickeln beginnt. da ist es bestimmt gut, wenn er da auch auf sich allein gestellt ist, so lernt er verantwortung zu tragen.
    habe zumindest schon ein paar bekannte erlebt, die man immer voll besoffen auf nem fest erlebt hat und jetzt seitdem sie studium, arbeit ham, teilweise auch das erste mal im leben sich richtig freiwillig hinhocken und lernen, sind diese leute oft diejenigen wo fahrer sind und nix trinken.

    klar könnt ihr mit ihm reden, aber solange er nicht selber etwas ändern will, könnt ihr auch als eltern nix machen.

    liebe grüße

    ich kann dich echt verstehen. meine mom hatte auch schon zwei rückfälle (ich hoffe dabei bleibt es) und für mich war es schlimmer als zu der zeit vor der therapie. ich hatte zwar angst, dass es soweit kommen könnte, aber die hoffnung war halt da. und dann am geburtstag meines kleinen bruders (es wäre für ihn der erste geburtstag gewesen an den er sich erinnern kann an dem die mama nüchtern gewesen wäre) kam der schlag ins gesicht. wahrscheinlich ist es so schwer da man ja schon im vorneherein weiß, was einen alles erwartet. keine ahnung...

    auf jeden fall reden wir seitdem viel miteinander, unternehmen mehr zusammen und bis jetzt hilft das. mir, meinen geschwistern und auch meiner mutter.

    daher ist es ganz wichtig, dass ihr mit deiner mutter redet, wenn ihr weiterhin schweigt, wird es immer schlimmer werden. aber mehr könnt ihr leider nicht machen.

    gut das du nicht mehr daheim wohnst, so hast du abstand, kriegst nicht alles mit, so wird es dir gelingen alles leichter zu verarbeiten. aber dafür solltest auch du dir hilfe suchen. in ner selbsthilfegruppe für angehörige, gespräche bei nem therapeuten. den ersten schritt dafür hast du ja bereits getan, du hast dich hier angemeldet. vielleicht ist dir dieses forum hilfestellung genug, aber wenn du merkst das allein langt dir nicht, schau dich nach weiteren hilfsangeboten um.

    meine mutter hat mir schon mal gesagt, dass sie sterben will. und sie war mit ihrer sauferei auch auf den besten weg dabei, die ärzte haben uns schon gesagt, das sie wenn sie so weiter macht ihr grad noch ein jahr geben. und selber kann man nur danebenstehen und zuschaun, fühlt sich absolut hilflos und von der welt verlassen.

    aber deine mutter kennt eigentlich den weg, den sie gehen muss, damit sie hilfe bekommt und die entscheidung liegt nun mal auch bei ihr. traurig aber wahr. ihr als angehörige könnt bzw. müsst schaun, dass ihr dabei nicht auch auf der strecke bleibt.

    liebe grüße

    im endeffekt muss dein vater nicht für dich oder/und deine mutter trocken werden, sondern für sich selbst, dann hat es auch auf dauer einen zweck.

    schon mal überlegt mit deiner mutter zur suchtberatung (da gibts extra therapeuten für angehörige) oder in eine selbsthilfegruppe für angehörige zu gehn? da lernt ihr was euch selber gut tut, man hört euren problemen zu und gibt euch ratschläge. außerdem hört ihr anderen zu und allein zu wissen, man ist nicht allein tut schon gut.

    grüßle

    hallo ice_ice_baby

    erstmal herzlich willkommen hier, frag was du willst und schau dich gerne mal um, du wirst hier viele ähnliche geschichten wie deine entdecken.

    ich sehe es nicht so, dass sie sich wie "an den Pranger gestellt" vorkommen wird, ich finde eher es zeigt, dass ihr euch sorgen macht und ich glaube da ist ein gespräch zu dritt besser als wie wenn es jeder einzeln probiert.

    erstmal solltest ihr nur mit ihr reden, wenn sie nüchtern ist, anders hat es gar keinen zweck.
    sagt ihr das ihr euch sorgen um sie macht, angst um sie habt und ihr helfen wollt, aber nur wenn sie wieder trocken werden will. ihr könnt ihr sagen, dass dein vater die flaschen gefunden hat, auch wenn es nur zufall war, wird es deine mutter wahrscheinlich so sehen, dass er ihr hintergeschnüffelt hat. ihr könnt ihr ja auch sagen, dass ihr es schon gerochen habt, genauso wie du ihr die gleichen anzeichen für den alkoholkonsum von früher aufzählen kannst, welche du entdeckt hast. dies halt nur dann, wenn sie es leugnet.

    also es gibt einige möglichkeiten ohne geschlossenen bereich. eine entgiftung kann sie auch im örtlichen krankenhaus machen, so war das bei meiner mom. falls sie danach nicht auf therapie will, hat sie noch die möglichkeit zur suchtberatung zu gehn und/oder eine selbsthilfegruppe zu besuchen, da gibt es viele z.b. die aa's, caritas, diakonie, blaue kreuz usw.

    davor sollte sie aber erstmal mit ihrem hausarzt sprechen, der wird sie auch auf körperliche schäden durch den alkohol untersuchen und kann ihr bestimmt weitere möglichkeiten empfehlen.

    bis auf deinen letzten satz schreibst du nur über deine mutter, wie gehts denn dir eigentlich? ich denke mal nicht gut wird eine untertriebene antwort sein. das mit der sorge wegen des selbstmords kann ich verstehn, aber hast du bisher irgendwelche anzeichen bei ihr entdeckt, dass es soweit kommen könnte oder hat sie schon mal was erwähnt?

    liebe grüße

    klar macht ihr euch sorgen, wer würde das nicht? und es ist ja nicht unbegründet. aber im endeffekt hilft alles gut zureden nix, wenn er nicht will, aber ich glaube das weißt du schon.

    bleibt ihr denn auch bei der stange, wenn er nüchtern ist und meint er schafft das allein? oder gebt ihr da dann auf?

    ihr könntet ja mal nen zettel mit der telefonnummer und adresse von ner selbsthilfegruppe oder der suchtberatung ganz unverbindlich hinlegen. bis ein alkoholiker sich zu einer langzeittherapie entschießt ist es ein langer weg, zu einer selbsthilfegruppe zwar auch, aber er ist lang nicht so schwer. vielleicht überlegt sich dein vater das ja.

    das mit dem reumütigen verhalten hinterher war bei meiner mutter genauso, da konnte man sich bald alles wünschen, was man wollte. aber bringen tut das halt leider gar nix, es macht alles nur noch verwirrender.

    supi das du mit deiner mom reden kannst und auch noch nen besten freund dafür hast. das ist echt wichtig und tut so gut. vielleicht könntest dir ja von nem kumpel ein altes handy besorgen und dir ne sim-karte kaufen, das kannst dann im zimmer verstecken und für notfälle verwenden...

    liebe grüße

    hi kaleigh

    so langsam wird das bild deiner familie klarer, du kannst gut beschreiben, wie alles ist, respekt.

    kann auch verstehen, warum du mit deinem freund nicht so drüber reden kannst, klar wird er wütend, aber andererseits ist es halt deine familie. und sie wird es immer bleiben, selbst wenn du irgendwann vielleicht mal gar keinen kontakt zu ihr haben solltest.

    das du immer als starke der family angesehen wurdest/wirst, kenne ich. bei mir war's genauso. schule ohne probleme und auch ohne viel lernen gemacht, hausaufgabe seit der 3. oder 4. klasse allein gemacht, warum soll da jemand helfen, wenn man's sowieso allein kann. da wird sich mehr auf die geschwister konzentriert, die probleme haben.
    einerseits denke ich das es halt das familienleben prägt, wenn man sich zamhockt und hilft, sei's etz hausaufgabe oder sonstwas, andererseits hab ich gelernt, wie ich meine probleme allein meistern kann ohne gleich aufzugeben.
    das ist jetzt wiederum das negative am helfen, könnt oft die krise kriegen, wenn meine kleinen sich was kurz anschaun und dann kommt gleich, kann ich nicht, hilf mir. bis ich sowas sage, brauchts wesentlich mehr. so sehe ich das zumindest.

    schon mal überlegt den kontakt zu deiner familie auf ein minimum zu beschränken? sie nur besuchen, wenn du auch wirklich lust darauf hast, wenn du dich stark genug dafür fühlst. und wieder gehn sobald du merkst es wird dir zuviel. es werden vorwürfe deiner familie deswegen kommen, aber du musst auch an dich und deine zukunft denken.

    liebe grüße (hoff ich bin etz net zu sehr abgeschweift)

    das mit den schlössern austauschen finde ich ne gute idee.

    vielleicht könntest du ja versuchen bis dein mann heimkommt nen termin bei nem guten anwalt zu bekommen, erzähl ihm die ganze geschichte und er kann dir dann zeigen, was du alles genau für möglichkeiten hast. oder du gehst zur polizei, aber die stellen sich manchmal (meine erfahrung und halt erzählungen) auch recht blöd an. aber probieren kannsts auf jeden fall mal, immerhin ist da häusliche gewalt (weiß nicht ob das rechtlich der richtige begriff ist, aber die gefahr ist auf jeden fall verdammt groß) im spiel, das nimmt die polizei inzwischen auch wesentlich ernster.

    liebe grüße & unternimm etwas für dich und deine kinder

    ich erzähl dir jetzt meine geschichte, wie wir's mit unserer frau mama gemacht haben:

    sie hat sich nach langer unterhaltung mit ihrer hausärztin entschlossen, zur entgiftung ins krankenhaus zu gehn, weitere schritte wollte sie aber nicht gehn, außer danach ins blaue kreuz zur shg.
    also sind wir vier kinder ins kkh gegangen, haben ihr nach rücksprache mit unserem vater gesagt, dass der vater sich beim jugendamt erkundigt hätte und er die vorfälle melden wird, falls sie sich nicht zu einer langzeittherapie entschließt. da er die jungs nicht nehmen kann (ist den ganzen tag auf arbeit) würde er sie in ein heim oder zu einer pflegefamilie schicken. sie durfte uns auch nicht berühren oder so, solange sie sich nicht bereit erklärt hatte sich helfen zu lassen. das war verdammt schwer, da sie besonders mit meinem kleinen sehr gerne kuschelt und er auch mit ihr. aber sie hat gemerkt, dass wir das erste mal knallhart waren und keinen zentimenter nachgegeben haben.
    wir haben ihr dann erst während der langzeittherapie gesagt, dass die geschichte von vorne bis hinten erstunken und erlogen war, aber wir haben halt keine andere möglichkeit mehr gesehen, da wir wirklich schon alles mögliche probiert haben.

    auch wenn euch eure mutter dann leid tut, müsst ihr weiterhin hart bleiben und nicht nachgeben. sie weiß ja jetzt schon, dass sie nur anfangen muss zu weinen und dann gebt ihr nach. wäre mal so ein rat von mir, ob es hilft, weiß ich natürlich nicht. denke da ist jeder mensch anders. aber weiterhin einfach zusehen bringt ja wohl auch nichts.

    *grüßle*

    hey kaleigh,

    Zitat

    der Gedanke und die Wut, die ich dabei empfinde, die erschreckt mich schon.

    ja es ist erschreckend, aber eigentlich nur menschlich. jahrelang oder auch sein leben lang zusehen zu müssen, wie sich ein geliebter mensch langsam aber sicher kaputt macht! da stauen sich ein haufen gefühle an, wut, traurigkeit, angst, verzweiflung, hilflosigkeit, hoffnung, aber auch diese wird früher oder später wieder zerschlagen, und und und

    es dauert lange ein eigenes leben aufzubauen und man hat verdammt viel aufzuarbeiten. aber es geht mit viel geduld.

    auch wenn du mit deinem freund nicht darüber kannst (was ich ehrlich gesagt traurig finde), ist es gut, dass du andere menschen hast, die für dich da sind. schön das du jetzt endlich eine familie gefunden hast...

    liebe grüße

    hallo apache

    erstmal: ich bin geschockt. was du schon alles ertragen musstest/musst, das ist hart.

    Zitat

    Außerdem, meinen die Stimmen da draussen, was sei denn daran so schlimm, dass einer N U R alle halbe Jahr mal was trinkt

    puh, dann sollen die netten stimmlein mal alle halbe jahr angst um ihren partner haben, um die gesundheit und sogar um das leben und wenn die saufzeit dann vorbei ist, wissen das der ganze sch... in nem halben jahr wieder losgeht!!!

    wenn ich ehrlich bin, bezweifle ich das du deinen mann zur einsicht bringen kannst. er wird immer das argument bringen, er kann ja ohne probleme ein halbes jahr ohne alk.

    wenn alles gut zureden nichts wirkt, würde ich dir zu einer trennung raten. du schreibst selber, dass du krank bist, ich weiß nicht ob es besser wird, wenn du alleine lernst dein leben (so traurig es auch jetzt ist) zu genießen, aber solange du bei ihm bleibst, wird es dir definitiv immer schlechter gehn.

    Zitat

    Stimmt das? Bin ich ganz einfach überempfindlich? Ist das alles tatsächlich meine Schuld, so wie man mir das Glauben machen will?

    deine fragen kann ich alle nur mit einem glasklaren NEIN beurteilen :!:

    schon mal überlegt in eine selbsthilfegruppe für angehörige oder zur suchtberatung zu gehn? es würde dir bestimmt gut tun...

    liebe grüße

    hey kaleigh, ich glaub ich hab diesen einen satz mindestens dreimal gelesen, bis ich kapiert hab, hey bei ihr war das auch so. und ich bin mir doof vorgekommen, wenn einen der arzt blöd angeredet hat. und ich dachte schon meine mom wäre ein einzelfall.

    super idee mit der shg, es wird dir bestimmt gut tun mit anderen betroffenen erfahrungen austauschen zu dürfen. kann verstehen, dass du deinen bruder mitnehmen willst, die angst mit ihm dasselbe wie mit deiner mutter durchleben zu müssen ist zu groß.

    aber vergess bitte in dem ganzen chaos nicht dich selbst. wenn dir alles zuviel wird, zieh dich zurück, unternimm etwas mit deinen freunden, einfach fortgehn spaß haben, ablenkung halt. gönn dir etwas, sei's etz nen faulen abend mit badewanne und nen guten buch, sport oder was auch immer du gerne machst...

    was ich dich schon im letzten beitrag fragen wollte: hast du einen ansprechpartner in deinem bekanntenkreis mit dem du über alles reden kannst?

    mir tut es verdammt gut, freunde zu haben, die da sind wenn ich sie brauche. auch wenn ich mit meiner arbeitskollegin am offensten drüber reden kann (sie kennt das problem aus eigener erfahrung :( ) weiß ich auch, dass ich mich an meine zwei besten freundinnen wenden kann, sie können mir zwar nicht unbedingt ratschläge geben bzw. ratschläge die -wenn man sich mit der materie auseinandergesetzt hat- recht naiv sind, aber sie können mir zuhören, mich in den arm nehmen und trösten.

    liebe grüße

    hallo kaleigh

    auch wenn es hart klingt, aber ich finde ihr seit auf dem richtigen weg. ich weiß nicht wie ich handeln würde, wenn ich in eurer situation wäre, aber ich glaube ich hätte nicht die kraft "nein" sagen zu können, obwohl ich weiß, dass ich es müsste.
    aber weißt du was, viele antworten gibst du dir eigentlich schon selber.

    Zitat

    Sie hat sich in diese Situation durch die Sauferei gebracht und darf sich nicht darauf verlassen, dass wir sie da jetzt wieder rausboxen.

    genauso ist es. ihr habt es versucht und versucht und es ist kein ende in sicht. auch wenn ihr sie wieder aufnimmt, wird sich rein gar nix bessern.

    Zitat

    Nein, das kann ich nicht mehr, ich würd dran kaputt gehen.

    wenn du das schon weißt, dann helf auch nicht. manche mögen es egoismus nennen, ich nenne es gesunden egoismus. du hast ein recht auf leben und zwar auf ein schönes, wenn deine mutter dir das zerstören will (was sie tut, wer weiß vielleicht auch nur unbewußt), dann lebe es ohne sie.

    ziemlich wahrscheinlich wird sie sich geweigert haben im krankenhaus zu bleiben. wenn wir den arzt oder auch den krankenwagen gerufen haben, konnte meine mutter nicht mehr viel reden und verstanden hat man das bißchen dann vor lauter lallen nicht. aber kaum war der arzt oder krankenwagen da, konnte sie klar und deutlich sagen, "nein ich will nicht zum arzt, ja ich such mir hilfe, aber ich schaff das allein." für mich unverständlich diese verwandlung, aber es war so. und die ärzte können sie nicht zwingen im kkh zu bleiben.

    zu dem thema polizei kann ich nur sagen, die haben keine ahnung. wenn ihr das glück gehabt hättet und es wär ein polizist mitgekommen, der dasselbe mitgemacht hat, der hätte deinen bruder wohl eher dazu geraten sie nicht aufzunehmen. ein außenstehender kann sich vorstellen, dass es hart ist, wenn ein angehöriger trinkt, aber eben nicht wie hart. ich kann dazu nur sagen, wir hatten auch einmal die polizei da und das war der pure reinfall. da konnte ich mir dann mal vorstellen, wie sich ein verbrecher fühlt, na herzlichen glückwunsch...

    liebe grüße & weiterhin viel kraft

    p.s. falls du noch fragen hast oder deine gefühle niederschreiben willst, wir lesen hier gerne :)

    hi nofun

    klar kann man versuchen beiden eltern zu helfen, aber wenn der vater nicht will ist es aussichtslos. dann ist es besser sich zurückzuziehen und sich um sich selbst zu kümmern. wenn man weiterhin da bleibt und sich mitansehen muss, wie sich der vater kaputt säuft, zerbricht man irgendwann daran, also lieber schaun, dass man rauskommt aus dieser hölle.

    es kann sein, dass dadurch dem vater klar wird, was er durch die sucht alkohol verloren hat und das er sich dann hilfe sucht. auch das ist ein hintergrundgedanke dabei, an dem man sich aber nicht unbedingt klammern sollte. schön wäre es natürlich, wenn es ihn dann zur einsicht bringt.

    das sie nicht geht, weil sie euch nicht sieht ist nur ne ausrede, sorry wenn ich das etz so sage.

    wie lang das dauert ist unterschiedlich, das kommt ganz einfach auf die patienten an. manche brechen schon nach einer woche ab, aber obs ihnen was geholfen hat, bezweifle ich. grundsätzlich würde ich dir jetzt nen zeitraum von 8-16 wochen sagen. der vater meines ex-freundes war 10 monate auf kur, dafür ist er jetzt seit 8 jahren trocken, also auch wenn 10 monate lang sind, egal hauptsache es hilft aus diesem teufelskreis raus zu kommen.

    außerdem könnt ihr sie auf der kur besuchen (evtl. is die ersten 4 wochen besuchssperre), telefonieren, briefe schreiben könnt ihr aber immer. und ihr habt ja euren vater der für euch da is. meine mutter war 16 wochen auf kur und wir haben die zeit ohne sie rumgebracht, auch wenn kein vater da war. also es geht.

    selber zahlen muss sie es nicht, solange sie selber will und somit auch heilungschancen bestehen. dies zahlt die krankenkasse oder falls deine mutter schon länger hausfrau ist die deutschen rentenversicherung übernommen.

    meine mutter hat auch schon gesagt, dass sie sterben will, aber gott sei dank lebt sie noch und ich hoffe das bleibt noch lange so. aber so einen satz von der eigenen mutter (oder auch vom vater) zu hören ist verdammt schwer und tut tierisch weg. ich hab den ganzen tag nur noch geheult...

    liebe grüße

    hallo nofun

    schön das du hergefunden hast. les dich hier ruhig mal ein bißchen durch, du wirst merken du bist nicht allein mit deinen problemen.

    es sind zwar oft unterschiedliche geschichten, aber sie haben alle auch einiges gemeinsam: die lügen; leeren versprechungen; schuldzuweisungen; hoffnung das alles besser wird; wut; angst, angst den geliebten menschen zu verlieren, angst vor (folge)krankheiten, schon allein die tägliche angst, wenn man heimkommt und sich fragt, was erwartet mich diesmal!?!
    wir können dich auf jeden fall verstehen, also wenn du fragen hast oder einfach nur deine sorgen und gefühle runterschreiben willst, tu das bitte.

    wahrscheinlich meint sie es ernst, wenn sie sagt, sie will nicht mehr trinken, aber sie kann nicht anders. sie ist süchtig. und um von der sucht loszukommen braucht sie professionelle hilfe und diese muss sie selber wollen. selbst wenn ihr sie zwangseinweisen lassen würdest (in manchen fällen geht das, aber es ist ein langer und sehr schwieriger weg), würde sie über die dauer der therapie nur eine trinkpause einlegen und danach weitermachen, wo sie aufgehört hat.

    versuche dich von ihr abzugrenzen, unternehm viel mit freunden, lenk dich ab, aber rede auch drüber, wenn du das bedürfnis danach hast.

    also falls du nicht den erweiterten forenzugang (d.h. es ist nicht öffentlich im internet lesbar sondern nur von anderen mitgliedern, die ebenfalls den erweiterten forenzugang haben) hast, kostet dich deine anmeldung hier nix.

    bezüglich der suchtberatung und ähnlichem könntest du im telefonbuch nachschaun oder einfach mal deinen hausarzt fragen. er kann dir die nummern und adressen von weiteren anlaufstellen geben.

    liebe grüße

    hallo bessy

    ja jeder will was tun, machts aber nicht. das ist dein eindruck und meiner war es auch bzw. in manchen dingen ist er es auch noch. aber im endeffekt ist es so, dass niemand etwas tun kann außer dein vater selber. deine ganze familie kann nur versuchen mit deinem vater zu reden, sollten aber hauptsächlich für euch als stütze da sein. den ihr könnt ja nichts machen gegen die ganze vertrackte situation. und schuld hat auch keiner, weder du noch deine mutter, er hat sich dafür entschieden, dass er trinkt oder habt ihr ihm etwa die flasche an den mund gesetzt?

    ich würde dir empfehlen aus dem haus rauszukommen. ich wohne schon lang nicht mehr daheim, bin zwar jeden tag bei meiner familie, aber wenn ich es nicht mehr sehen konnte, ging ich zu mir heim und konnte mich zurückziehen. glaub mir das tut gut!

    vielleicht könntest du ja mal mit deiner mutter reden. sie fragen warum sie noch bei ihm bleibt. könntest ihr ja auch dieses forum hier empfehlen. sag ihr das du zu ihr hälst, das du nicht findest, dass sie schuld ist und dass du gerne mit ihr ausziehen würdest.

    hi lizzy

    da du dich ja schon umgehört hast, weißt du ja das du sie nicht zwingen kannst, sich hilfe zu suchen. dass muss sie von selber wollen und erst da kannst du ihr deine hilfe anbieten.

    du könntest ihr ja noch einen brief schicken, im endeffekt kannst du da das gleiche nochmal schreiben, was du ihr im telefonat gesagt hast, aber dann hat sie es schriftlich, sie kann es sich langsam durchlesen, bestimmte sachen mehrmals. sie ist alleine beim lesen, hat also zeit drüber nachzudenken, genauso wie das (auf jeden fall nicht sofort) keine reaktion von ihr erwartet wird. könntest ihr ja evtl. die telefonnr. und adresse der suchtberatung in ihrer stadt dazuschreiben. schon mal als kleine hilfestellung, wer weiß, vielleicht rufst sie ja da einfach mal an.

    ich kann dir nicht sagen, ob ich mit ihrer mutter an deiner stelle reden würde. falls sie ein gutes verhältnis zu ihrer mutter hat (und du auch) könntest du es ja mal probieren, aber ob es was hilft ist die zweite frage. ihre mutter bleibt auch nur die möglichkeit mit ihr zu reden, mehr kann auch sie nicht machen. evtl. könntet ihr auch zusammen zu ihr gehn, aber im endeffekt musst du es selber wissen, wie dein gefühl bei der sache ist.

    liebe grüße

    hey mel, weißt du was ich glaube? du erwartest zuviel von dir!

    ich fang auch schnell an zu weinen, da gibt es viele situationen, aber um so besser es mir geht, umso weniger weine ich. du hättest mich mal erleben sollen, als meine mom noch getrunken hat (ich schreibs jetzt mal so, da sie es für ihre verhältnisse schon lange ohne alkohol ausgehalten hat), da war ich teilweise echt ein wrack und hab über nen überfahrenen regenwurm heulen können. ok, das ist etwas übertrieben, aber arg wirklich nicht. sobald ich mich verletzt fühlte, heulte ich, das war auch schwer für meine freunde, da man mit mir dann auch nie diskutieren konnte.

    geh's langsam an, ich denke, dass du das auch leichter in den griff bekommen wirst, wenn du noch einige termine bei deiner therapeutin wahrgenommen hast.

    du bist nicht perfekt, wer ist das schon, nimm dich so wie du bist, denn auch wenn ich dich nicht persönlich kenne, machst du mir den eindruck als wärst du ne klasse frau! du versteckst dich (zur zeit oder vielleicht auch schon immer?) nur vor dir selber. kriech langsam aus deinem schneckenhaus heraus und du wirst lernen dich selber zu akzeptieren. du hast dafür alle zeit der welt, also nimm sie dir auch.

    liebe grüße

    hallo katrin

    nichts von dem was du schreibst, hört sich doof an, mir ging es lange zeit genauso wie dir, auch wenn meine mom erst getrunken hat als ich (ich schätz etz mal) 13 jahre alt war, vielleicht auch länger.

    hm... ob das mit dem krankenhaus was bringt bezweifle ich jetzt mal. wir hatten zweimal den krankenwagen da (ich war jeweils zu der zeit auf arbeit, kann es also nur aus den erzählungen meiner geschwister und großeltern wiedergeben).
    das erstmal war sie besoffen im bad gelegen und hat nicht reagiert, wie sie meine großeltern und meine schwester angesprochen haben, als der krankenwagen da war ist sie aufgewacht und hat sich geweigert mitzugehn. die sanitäter waren ca. 1 1/2 stunden da, ham auf sei eingeredet und meine kleine getröstet (sie musste danach noch abschlußprüfung schreiben, gott sei dank nur irgendwas am computer, war nicht sooo wichtig), dann sind sie wieder gegangen, da sie nichts ausrichten konnten.
    beim zweiten mal ist sie gestürzt, hat sich am kopf verletzt und war total weg. sie ist erst wieder im krankenhaus aufgewacht und hat sich furchtbar geschämt. auch da haben die ärzte sich bemüht, mit ihr geredet, zufällig war ein psychologe bei nem anderen patienten, da is der arzt meiner mom hin und hat ihn gefragt, ob er mal mit meiner mutter reden könnte, das hat der dann auch gemacht, aber war auch wieder alles sinnlos. sie ist am nexten tag auf eigene verantwortung aus dem krankenhaus raus und es ging weiter wie davor.

    vielleicht könntet ihr ja den hausarzt mal anrufen, dass er kommt, er wird zwar wenig ausrichten können, solange deine mutter betrunken ist, aber dann erkennt er wenigstens schon mal den ernst der lage und redet vielleicht dann mal mit ihr, wenn sie nüchtern ist.

    wenn ich ehrlich bin, hat mir das gespräch bei der suchtberatung auch nichts gebracht. aber ich kenn welche, die waren total begeistert. hast du eigentlich den rat angenommen und gehst zu einem psychologen? wär vielleicht gar keine schlechte idee, zumindest probieren könntests ja mal.

    das meine mutter mich oft genug angemault hat, wenn sie nüchtern war, kenne ich nur allzugut. das tat dann immer ganz besonders weh. oft waren es vorwürfe, welche total ungerechtfertigt waren z.b. entscheidungen welche meine eltern für mich getroffen haben, aber mir hinterher vorgehalten wurden, wie ich das nur machen kann und ich hätte das ja so gewollt. oder das mir die sätze total im mund verdreht wurden. als meine mutter noch getrunken hat, hab ich wegen jeder kleinigkeit mit ihr gestritten. bin mit 16 ausgezogen, hab meine familie zwar jeden tag gesehen, aber ich hatte einen rückzugsort, wo ich für mich alleine war und glaub mir, das war das beste was mir passieren konnte.

    wohnst du noch daheim? wenn ja, siehst du eine möglichkeit das zu ändern? wie alt bist du denn eigentlich? 20, 21? arbeitest du oder gehst du noch zur schule?

    du musst darauf nicht antworten, wenn du nicht möchtest, es wäre nur interessant zu wissen.

    liebe grüße