hey nicole
aufgeschrieben wirkt es immer schlimmer, frag mich net warum, is einfach so. und egal wie du's drehst und wendest, es ist schlimm 
wie ich schon in meinem letzten post geschrieben habe, das total verrückte an der ganzen sache ist, dass wir kinder das alles als normal empfinden! wahrscheinlich deswegen, weil wir es nicht anders kennen. und sorry, aber es ist nun mal meine meinung, du bist ein bilderbuchbeispiel dafür. das was du erlebt hast/erlebst ist der absolute wahnsinn und alles andere als normal!
nicht böse sein, aber ich musste erstmal grinsen - hab mir die gesichter deiner eltern vorgestellt, als du einfach gegangen bist. war bestimmt ein bild für die götter. deine eltern sind erwachsen und müssen schaun, dass sie ihre probleme selber in den griff kriegen, das ist nicht deine aufgabe und außerdem kannst du das gar net erfüllen.
Zitat
Hm...ich dachte immer es sei gut, die engste Vertraute seiner Eltern zu sein und dass wäre überall so?!!
ich überlege grad, aber mir fällt da jetzt niemand in meinen freundes- und bekanntenkreis ein, wo es so ist. klar spricht nix dagegen mit den eltern eng vertraut zu sein, deine eltern erwarten aber das du ihre probleme löst - das ist ein unterschied und zwar ein ganz gewaltiger!
außerdem seh ich da noch folgenden knackpunkt:
wenn du die engste vertraute deiner eltern bist, sollten sie auch deine engsten vertrauten sein. heißt das du mit all deinen sorgen, problemen und ängsten zu ihnen kommen kannst, sie dir zuhören, dich ernst nehmen, trösten und helfen, soweit es ihnen möglich ist. und irgendwie befürchte ich, dass dem nicht so ist oder?
sind sie immer für dich da? konntest du zu deiner mutter gehn, wenn du traurig warst weil dein vater getrunken hat oder zu deinem vater, weil es streit mit deiner mutter gab? NEIN!!!
wenn mich mal ein schlechtes gewissen plagt, halt ich mir gerne vor augen, wann mich meine mutter enttäuscht hat und dann wird das geringer. ging nicht von heut auf morgen, aber es geht.
noch ein kleiner tipp am rande: als erstes buch hab ich "helfen oder aufgeben" von Ursula Lambrou gelesen, es ist zwar eigentlich mehr für partner von alkolikern geschrieben, aber da ist ganz toll erklärt, wie das familienleben mit einem alkoholiker so abläuft - da hab ich viele zusammenhänge verstanden. gabs bei mir in der stadtbücherei, vielleicht ja auch bei dir, ansonsten wenn du magst einfach kaufen 
liebe grüße