Beiträge von Jürgen

    Hallo Annika,
    zu deiner frage: war schon beim Hausarzt und dann bei der Caritas, die mir eine Therapie empfohlen haben. Desweiteren gehe ich nächste Woche in eine SHG der Caritas, habe auch noch eine Familie und ein paar Freunde die mir helfen. Ganz so allein bin ich nicht im Entzug. Ist aber schon schwer genug. Aber es tut gut sich mit euch zu kommunizieren.
    Zu mir und mein Alkoholproblem:
    Weiß gar nicht wie ich mich kurzfassen kann, ich versuchs mal.
    Hab eigentlich relativ spät mit dem Saufen angefangen- Ich war 17(1981) und machte eine Auabildung als Koch, lief alles recht gut, hier und da ein Bier, Schnaps. Dann im Freundeskreis, in einer Freizeitfussballmannschafr war ich immer und das über Jahre, derjenige, der am meisten voll war. War auch zu deser Zeit alles noch ganz lustig,
    ich war immer lustig und wenn ich voll war bin ich eingeschlafen. So richtig zur Gewohnheit wurde es bei der Bundeswehr(1986). Ich hatte immer Spätschicht in der Küche, abends saufen morgens ausschlafen. Wochenende weitersaufen zu hause.
    Ein paar Freundinnen zwischen durch, das wars.
    Dann faste ich den Entschluß als Koch auf zuhören und lernte Bierbrauer(1987). Warum sein Hobby nicht zum . Aus meiner Sicht ganz logisch. Am Anfang wenig an der Arbeit getrunken, bis es später so 2 l täglich waren. Zu dieser Zeit habe ich auch meine jetztige Frau kennengelernt und hatte auch noch ab und an ein paar lichte Momente. Dann hat sich mein Bruder umgebracht, was mich ganz schön und heute noch mitgenommen hat.( Das erzähl ich mal lieber ich geschützten Forum, wenn ich es bezahlt habe. Kannst mich ja noch mal erinnern). Haustrunk als Bierbrauer, gutes Geld Wochenende saufen, was will man mehr, so war es damals. 1992 entschloß ich mich Braumeister zu werden. 2 Jahre Vollzeitschule mit 50 Bierbrauern, das da gesoffen wurde, wenn nicht gelernt wur1e, ist klar. Und ich immer bei den letzten die nach Hause sind. Zeitweise hatte ich auch Probleme mit dem Lernen, hab es aber irgendwie geschafft. Dann ein neuer Job 1994 und bei der ersten Geb.feier im Betrieb, Führerscheinentzug 1,8 Promille. Hab keinem was gesagt, den ich konnte mit der Bahn gut auf die Arbeit kommen. Wiedermal wie sooft, Glück gehabt. Hatte eigentlich immer Glück bei meinen Saufeskapaden das keiner geschädigt wurde. Am Anfang ging es auch ohne Führerschein. Konnte saufen und konnte eh nicht Fahren, auch gut. Als meine Frau schwanger wurde änderte sich kurz meine Einstellung, war aber nicht von langer Dauer.
    Als meine Frau das 2. Mal schwanger wurde hat sie mir die Pistole auf die Brust gesetzt wg des Führerscheins. Ich bin in eine SHG und habe, 15 Monate kein Alkohl getrunken, und die MPU bestanden(1998). Aber schon bald bin ich wieder in den alten Trott grfallen. So ging das Jahre lang. Schwüre, nicht gehalten, ein paar Tage ohne Alkohol, dann wieder Saufen bis zum Gedächtnisverlust.
    Als ich 2003 arbeitlos wurde, ging es rapide bergab. Hatte mittlerweile eine kleine Hobbybrauerei, eigens Bier und arbeitslos. Jetzt wurde ich auch mehr und mehr unzufrieden und aggressiver, insbesondere zu meiner Familie und Freunden. Wir krank!!!!! Ohne Vollrausch hab ich nicht aufgehört zu saufen, bis letzte Woche, wo ich ganz tief gefallen bin. Schlimmer gings nicht mehr. Was ein Glück, das ich meine Frau noch habe, was die schon alles mitgemacht hat, ein Wunder. So das wars erstmal zu meiner Saufgeschicht, könnte glaub ich ein ganzes Buch schreiben, vielleicht mach ichs aber erst wenn ich ein paar Jahre trocken bin. Dies ist mein Ziell: ein Leben ohne Alkohol, denn ich bin Alkoholkrank, daß hab ich erkannt, ich kann nach 2 Bier nicht aufhören. Dies ist nicht normal
    Jürgen42

    Hallo,
    bin erst seit 1 Woche trocken und habe mich nach einer ca. 20 jährigen "Saufkarriere" entschlossen trocken zu bleiben und eine Therapie zu machen. Der Entschluß kam, weil mir mehr und mehr meine Familie( Frau und 2 Kinder) aus den Finger glit auch Probleme an der Arbeit.Kann froh sein das ich noch eine Stelle habe. Ich konnte nicht mehr normal denken, das Saufen hat meine ganze Energie gekostet. Das kanns nicht sein. Bin froh das es dieses Forum gibt, es hat mir schon Kraft und Halt gegeben. Hoffe das ich den langen und harten Weg schaffe, zu meinem Wohl und dem meiner Familie. Es wird Zeit sich um die wichtigen Sachen zu kümmern. Problem ist, das ich beruflich mit Bier zu tun habe, das macht die Sache nicht einfacher.
    Jürgen42