Beiträge von Hartmut

    Hallo Mario,

    Gratulation. 500 Tage ist schon was. Nun war es bei mir das ich erst die Tage zählte, dann die Monate und nun muss ich aufpassen das ich den Jahrestag überhaupt bemerke. :) Weiter so!

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    Diese Zeit hat mich gelehrt dass ich meinen eigenen persönlichen Weg finden muss,

    Nie wurde auch was anderes gesagt. Es gibt auch kein übergestülpten Weg, sondern nur den Weg der all möglichen Gefahren aufzeigt.

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    aber persönlich gezeigt dass ein fixes Schema oder aufgestülpter Weg mit allergrosser Wahrscheinlichkeit bei mir zu einem Rückfall geführt hätte.

    Nun halte ich wenig von Glaskugel lesen :wink: Aber Eines ist sicher! Rückfällig wirst nur du und nicht der Weg. Ich laufe lieber auf einer sicheren geteerten Straße als auf einem morschen Untergrund.

    Ich halte es auch für verkehrt das du nicht hin und wieder über deinen Weg schreibst. Hast du Angst wegen dem Gegenwind, der meist von anderen kommt, um Gefahren aufzuzeigen oder ist es dir unangenehm, wenn nicht jeder deiner Meinung ist?

    Eines habe ich auch in den Jahren gelernt. Ich muss es mir recht machen und brauch auch nie eine Rechtfertigung für etwas was mir gut tut. Würde ich mich rechtfertigen, dann hätte ich innerliche Zweifel, doch nicht richtig zu sein.

    Gruß Hartmut

    Hallo Sunshine,

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    Anders sieht es aber bei noch nicht so gefestigten abstinenten Alkoholikern aus !

    Natürlich ist es bei mir auch so gewesen. Ich finde das es gerade ein Impuls für "junge" Abstinenzler sein kann, das eben nach jahrelanger Abstinenz der Alkohol kein Stellenwert mehr hat. (außer dass er mich umbringt) Deswegen finde ich auch das gerade die alten Hasen ihre Erfahrungen auch mit einbringen. So wie wir es eben machen :)

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    Hänge ich denn nicht gedanklich mein restliches Leben am Alkohol?
    Allein mit der Teilnahme an einer SHG wie dieser beschäftige ich mich doch immer wieder mit dem Thema Alkohol und Sauferei.
    Denn genau das ist doch hier Thema und ebenfalls in allen anderen SHG mit dem Thema Alkoholkrankheit.
    Ich werde doch immer wieder mit meiner Krankheit konfrontiert, und sei es nur beim nächsten Einkauf, wo ich etwas kaufe,
    was ich noch nicht kenne und es auf Inhaltsstoffe prüfen muss.

    Nun kommt es bei mir auf die Gedanken an. Betreibe ich gedankliche Prävention, das ich nicht mehr trinken muss oder gehen die Gedanken dahingehend, ob ich wieder trinken kann.

    Gruß Hartmut

    Hallo Mario,

    ja der liebe Schnee. Ich war bei dem Schnee Chaos Anfang Januar gerade im Berchtesgadener Land und musste meinen Aufenthalt um 3 Tage verlängern, damit ich wieder gut heim fahren konnte. Die Ecke wo ich wohne hat keinen oder nur minimalen Schneefall.

    Gruß Hartmut

    Hallo Kamarasow,

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    Ich war ein Entspannungstrinker nach einem anstrengenden Tag.

    hilft es dir dich zu katalogisieren warum du gesoffen hast?

    nun mag es immer Gründe gegeben haben warum ich gesoffen habe aber war nicht der alleinige Grund die Sucht? Nun bin ich ja schon ein paar Tage trocken und jeder Gedanke der aufkommt und mich zum Saufen bringen könnte, breche ich auf die Sucht herunter. Damit habe ich alle Türchen geschlossen.

    Gruß Hartmut

    Hallo zusammen,

    ich verbinde nasses Denken mit sucht orientiertes Denken. Wenn mich Suchtdruck überkommt und ich mir Gedanken mache das nun ein Glas Alkohol die Lösung wäre ist für mich genauso ein nasses Denken sowie auch, wenn ich mir im Vorfeld ausmale, dass mir ein nasses Umfeld nichts ausmacht. Ein Nichtalkoholiker kennt das ja nicht. Ob der eine das als negativ oder positiv einordnet ist seine Sache.

    Es ist wohl der heutigen Zeit geschuldet, jedes Wort auseinanderzunehmen, es zu dramatisieren oder etwas Schlechtes dran zu finden, ohne sich ansatzweise zu überlegen, dass es auch was Gutes bedeuten kann.

    Gruß Hartmut

    Hallo zusammen

    allgemein meine eigene Erfahrungen zur Diskussion.

    Je länger ich mich mit den Symptomen einer Krankheit auseinandersetze oder darin verweile umso mehr rufe ich sie herbei oder halte die Krankheit am Leben. Behandle ich nur die Symptome und erkenne die Ursachen umso schneller werde ich gesund. Es sei denn ich will krank sein.
    Ich muss akzeptieren das es eben auch unheilbare Krankheiten gibt.

    Wenn ich das auf die Sucht beziehe.
    Ursache: zuviel gesoffen
    Symptome: psychische und physische Auswirkungen
    Behandlung: Akzeptieren, schuchtspezifische Symptome erkennen und behandeln.

    Nun zu meiner Frage, wenn meine Erfahrungen stimmen.

    Warum soll ich dann Suchtgedanken zu Ende denken, wenn es mich darin nur festhält?

    Gruß Hartmut

    Hallo Kamarasow,

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    Ich glaube, wenn man die Gedanken zu sehr zulässt, rückt der Rückfall immer näher


    Für mich ist es ein Unterschied ob die Gedanken von allein kommen oder ich sie bewusst herbeiführe und zu Ende denke. Kommen sie von allein, sind es die klassischen nassen Gedanken und ich kann dagegenwirken, da ich ja weiß das ich nie wieder als Alkoholiker saufen kann. Es bringt mich ja um.

    Hole ich sie bewusst hervor, dann bewege ich mich mit großen Schritten zum Rückfall, da ich noch nicht endgültig vom Alkohol kapituliert habe und im innersten noch denke, das ich eventuell doch kein Alkoholiker bin. Ich habe es noch nicht akzeptiert.

    Gruß Hartmut

    Hallo Caruso,

    willkommen zurück und ja ich erinnre mich auch noch an dich. :) Zu meinem 1/2 Jahr Trocken Geburtstag hast du mir auch nett gratuliert Es fing so an. "So lange muss ich dich schon ertragen" :lol:;) Jedoch auf die nette Art.

    Hier wird gerade vom persönlichen Tiefpunkt gesprochen. Ich bin der Ansicht. Wer erkennt das er Alkoholkrank ist und realisiert das es eine tödliche verlaufende Krankheit ist, hat seinen Tiefpunkt erreicht. Ab der Akzeptanz dreht es sich nur noch wie ich es schaffe da raus zu kommen . Der eine sofort, der andere säuft sich zu Tode.

    Gruß Hartmut

    Hallo Pellebär

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    Woran erkennt du denn, ob ein Argument vorgeschoben ist?

    Wenn ich mir Gedanken mache an einer Festivität teilzunehmen die im Vorfeld schon eine Gefahr sein könnte, anstatt mir Alternativen zu suchen was mich eben nicht in Gefahr bringt.

    Eine Strategien sich zu erarbeiten wenn ich auf Alkohol treffe ist sehr wichtig und war auch immer ein Bestandteil meiner Trockenarbeit. Jedoch muss ich ja nicht auf den Alkohol zu laufen um ihm die Stirn zu bieten.

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    Ich hatte zugelassen, dass der Alkohol für mich entschieden hat, dass er mich um meine Freiheit gebracht hat, mir Panikattacken beschert hat, mich depressiv und lebensmüde gemacht hat.

    Interessante Sichtweise. Ich hatte es nicht zugelassen, die Sucht (Krankheit) hat mich dazu getrieben immer weiter zu saufen. Ich wurde ja nicht bewusst krank obwohl ich im Vorfeld wusste wo es enden kann.

    Nun spreche ich ja auch aus Erfahrungen mit den Argumenten. Da war ich ja nicht anders am Anfang meines Weges. Ich musste jedoch feststellen das es mir eben nicht gut dabei ging und im Nachhinein (Tage danach) noch Auswirkungen hatte.

    Gruß Hartmut

    Hallo Nordmann
    willkommen im Forum.

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    Es war eher eine phsychische Abhängigkeit als eine körperliche

    Ist das nicht wurscht wo die Abhängigkeit bestand? Saufen hast ja gemusst oder nicht? Gut das du den Weg erkannt und dich auf den Weg gemacht hast.

    Gruß Hartmut

    Hallo Carpenter

    war paar Tage nicht da dann sehe das du hier nach zig Monate rein kommst, etwas fern des Alkohol Themas schreibst und dich über mangelte Resonanz beschwerst? Was war denn der Anlass? Einfach Dampf ablassen? Eine Rechtfertigung für dein damaliger Abgang? Ein Lob abholen das du nun 6 Jahr trocken bist ? Was hast erwartet? Was ich toll finde das du noch trocken bist!

    Übrigens hatte ich dir da auch eine PN zum Schluss geschrieben die nie gelesen wurde. Soviel zur Resonanz ;)

    Dir weiterhin alles Gute

    Gruß Hartmut

    Hallo Cadda

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    Also haltet ihr es für ausgeschlossen, dass es Menschen gibt, die sich da nichts vormachen, sondern denen es ganz ehrlich nichts aus macht, sich ab und zu solchen Situationen auszusetzen, wenn ihnen danach ist?

    Wenn ich mir im Vorfeld eine Taktik ausmale, wie ich ein Fest mit Alkohol überstehen kann, dann ist das für mich nicht stimmig.
    Stimmig wäre es nur, wenn ich mir keine Gedanken machen müsste. Also brodelt ja was in mir.

    Ich setze mich unweigerlich der Gefahr bewusst aus und stelle meine Krankheit hinten an um nicht verzichten zu müssen. Nicht als Außenseiter dazustehen. Das ist meist der Grund Kompromisse einzugehen.

    Ob es Alkoholiker gibt, denen es nichts ausmacht, kann ich mir auch nicht vorstellen. Sich etwas vorzumachen ist ja auch ein Bestandteil der Krankheit.

    Gruß Hartmut

    Hallo Carl Friedrich,

    bin erst jetzt wieder im Lande deswegen so spät die Antwort. Nun kommt es ja nicht auf die Auslegung an was mir hilft, sondern jemand der mir helfen kann.

    Ein Therapeut unterstützt dich mittlerweile in allen Lebenslagen was auch für den Einzelnen wichtig sein kann. Er kann dir ins Hirn greifen aber nicht wissen wie es ist zu entgiften, trocken zu werden oder zu bleiben. Er beruft sich auf seine Ausbildung und Erfahrungen oder Studien.
    Ich für meinen Teil hatte zuviel gesoffen und den Absprung nicht geschafft. Nicht wegen irgendwelchen theoretischen Umständen in der Kindheit, Verhaltensmuster auf den Weg dahin oder sonst was. Die Beeinflussung Alkoholiker zu werden ist sicherlich auch zu erkennen. Jedoch wird eben nicht jeder dazu.

    Wir schweifen ab. Mir ging es in diesem Thread viel darum das sich Alkoholiker im Vorfeld schon eine Rechtfertigung im Kopf bereitlegen, um an einer „Suff oder Alkohol Veranstaltung“ teilzunehmen. Ich entziehe mich zwar auch nicht jeder Veranstaltung, jedoch macht es für mich einen Unterschied ob es jemand macht, der Jahre schon trocken lebt und das Rüstzeug dazu hat, als jemand der gerade mal paar tage Monate oder gar erst ein Jahr trocken lebt.

    Gruß Hartmut

    Hallo Mario und Carl

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    Ich nehme keine Hilfe eines Psychologen/Psychiaters/Therapeuten in Anspruch, die kann ich nicht ernst nehmen. Wie sollen die denn überhaupt eine Ahnung haben wenn sie nicht selbst Alkoholiker sind und wie sollen die mir überhaupt etwas beibringen.

    Liest man hier auch relativ oft. Oder wurde dieses Argument bewusst weggelassen?

    Ja wurde weggelassen da es nicht direkt was mit dem Kontakt zum Alkohol zu tun hat.

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    Es gibt hier einige Langzeittrockene, die ihren Weg auch ohne professionelle Hilfe gefunden und erfolgreich beschritten haben. Dafür gebührt ihnen mein voller Respekt.

    Mag sein das es sowas gibt. Für mich habe ich in diesem Forum professionelle Hilfe von den Erfahrungsberichten der Langzeit Trockene erhalten. Denn genau diejenigen die die Grundbausteine ins Leben gerufen haben sind ja die Profis. Alles andere was ich dazu in Anspruch nehme ist immer auf den Einzelne abgestimmt.

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    Die Abstinenz ist in der Tat die absolute Priorität, nicht das krampfhafte 100%ige 1:1 Einhalten diverser Grundbausteine

    Wie will ich denn eine absolute Priorität erreichen wenn ich keine Richtlinien habe (Grundbausteine) die es mir ermöglichen? Wer die Grundbausteine als Hindernis ansieht , hat die Grundbausteine nicht verstanden. Grundbausteine sind nichts anderes als den Risiko-ärmsten Weg aufzuzeigen . Ein Aufweichen und weglassen von gewissen Inhalte davon, ist auch ein Stück Risiko für sich zu akzeptieren.

    Mir ist es auch egal wer oder wie ein anderer mit Kompromisse seinen Weg geht. Die Sucht zu stoppen fängt zwar im Kopf an aber das reicht eben aus nicht wenn ein Umsetzen fehlt.

    Gruß Hartmut

    Hallo zusammen,

    nun lese ich ja hin und wieder gerade bei anfänglich trocken werdende Alkoholiker des Öfteren die verschiedensten (vorgeschobene) Argumente.

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    „ich kann doch nicht den anderen verbieten das Andere in meinem Beisein Trinken“
    „ich kenne trockene Alkoholiker, die auch an alkoholisierten Festen teilnehmen“
    „wenn an Silvester um Mitternacht mit Sekt angestoßen wird halte ich mich fern“


    1.Für mich sind das irgendwie Rechtfertigungen für andere.
    2.Man stellt sich selbst ein Freifahrtschein aus, immer Herr der Lage über seine gestoppte Sucht zu sein.

    Wie seht Ihr das?
    Gruß Hartmut

    ps. Da ich mich im Moment im Krankenstand befinde kann es etwas dauern bis ich antworte.

    Hallo und Danke für die Sichtweisen und vor Allem, wo ich am meisten Wert lege, die Erfahrungen.

    Auch in meiner Anfangszeit hatte ich diese Gedanken nicht zu Ende gedacht. Liegt eventuell eventuell daran das ich aus einem absoluten Tiefpunkt heraus trocken werden „musste“.

    Servus NNGNeo,

    ich kann mich erinnern wie es bei dir lief. Nun schreibst du ja auch von

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    es hat mir immer geholfen wenn ich mir vorgestellt habe was passieren würde wenn ich auch nur ein einziges bier trinken würde

    und dann das dein nasses Denken

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    so seine 2 - 3 jahre gedauert hatte bis es ins trocken überging.


    Ich sehe da eventuell einen Zusammenhang mit dem „zu Ende Denken“. Ist eine (meine) These, keine allgemein gültige Vorgehensweise. Wenn ich mich ständig damit befasse, was passieren könnte, schleichen sich da eventuell auch unterbewusst nasse Gedanken ein und ich lasse sie damit länger am Leben.

    Hallo Lunki,

    natürlich hatte ich mich auch mit Büchern informiert, bin in Buchgeschäfte und welche gekauft. Kann mich auch erinnern das ich damals in den Anfängen auch den Verkäufern erzählt hatte, dass diese Bücher für einen Freund wären, der abgerutscht ist.

    Im Nachhinein war ich eben noch nicht soweit, es mir selbst oder anderen gegenüber zuzugestehen. Ich holte mir auch das Buch von Allen Carr und ging diesen Weg. 12 Wochen lang und ich hatte einen massiven Rückfall, der mir fast das Leben gekostet hatte.

    Was ich damit sagen will, soll keine Kritik an dem Buche oder den Weg, der da beschrieben wird sein, sondern vielmehr suchte ich mir einen leichten Weg aus. Es gibt jedoch nur einen Weg für jeden den Einzelnen, der den jeder für sich gehen muss.

    Wenn man dann die Bücher wegstellt und sich auf Wege besinnt, die die Masse von Langzeittrockenen gegangen sind ist es gar nicht mal so schwer es in seinen eigenen Weg einzubauen. Ich fing an zu gehen und das meist sehr kompromisslos.

    Gruß Hartmut