Beiträge von Hartmut

    Wenn ich heute mal in der Stadt oder anderswo mittags oder nachmittags Leute beim Bier sehe, denke ich mir manchmal, wie gut, das ich das nicht mehr brauche und über das Stadium hinweg bin.

    Interessant Carl F. Zwingend ist es nicht aber ist es sinnvoll? (rhetorische Frage)

    Ein Nichtsüchtiger denkt sich sowas jedoch nicht. Ich für meinen Teil hatte sowas auch noch nicht gedacht.

    Hat für mich irgendwie den Touch einer Bestätigung alles richtig gemacht zu haben. Kann ich alles richtig machen bei der Sucht? Was passiert denn wenn mein Suchtgedächtnis mal losschreit. Ich war doch noch nicht über dem Stadium weg?

    Loslösung vom Alkohol heißt für mich nicht nur das Glas wegstellen. Sondern auch jegliche Verbindungen zum Alkohol neutral zu betrachten. Das geht jedoch nicht von heute auf morgen. Ich brauchte Jahre dazu.

    Am Anfang des Weges haben suchtorientierte Gedanken jedoch noch die Überhand ohne das man sie selbst erkennt.

    Sonst kommt noch das Suchtgedächtnis um die Ecke "Siehst du, läuft doch alles gut, dann kannst du ja auch mal wieder was trinken" oder aufkommende Probleme werden verdrängt.

    Es hat ja noch andere Gründe. Jede Post die geschrieben, wird auch gelesen.

    Sei es noch so banal, es können Hinweise enthalten das etwas schiefläuft, was dem „User“ gar nicht für wichtig erachtet.

    Gerade am Anfang des Weges sind den eigenen Gedanken nur begrenzt zu vertrauen. Das „Sucht- Hirn“ ist jahrelang, bei Alkoholiker auf Saufen programmiert.

    Das muss ja erstmal umgeschrieben werden. Genauso bei CO. Sie reagieren auch suchtorientiert. Krankhafte Einprägungen sind da zum Beispiel. „Ich habe oder mache nichts verkehrt, ich will ja nur helfen“

    Mir geht es beim Alkohol ähnlich. Am Strand Bier trinken, bei guter Stimmung auch vielleicht schon am Nachmittag. Wenn ich jetzt andere so sehe frage ich mich: Muss das sein?


    Das sind ganz normale Reaktionen.

    Aber auch ein Zeichen das man damit, für sich, noch nicht ganz abgeschlossen hat. Man will ja irgendwie noch dazugehören aber kann es nicht mehr.

    Dieser Bereich steht für „Hilfe von Außen annehmen“

    Hilfe annehmen heißt für mich auch aktiv dabei zu bleiben.

    Nun gehört ja schon ein gewisser Leidensdruck dazu sich hier für den Ausstauch anzumelden. Schreibt im Vorstellungsbereich lässt sich mit voller Motivation für die zuständige Bereiche freischalten, schreibt die ersten Zeilen, sammelt Erkenntnisse und dann kommt auf einmal weniger. Man weiß nicht mehr was man schreiben soll, bekommt eventuell auch weiniger Resonanz, fühlt sich eventuell auf die Füße getreten.

    Das ist auch „erstmal“ normal. Man lebt weiter und verfällt in den Alltagsstrudel und hält gewisse Situationen nicht mehr erwähnenswert. Jedoch, dass aus meinen jahrelangen Erfahrungen fängt es da an, einen verkehrten Weg einzuschlagen.

    „Nur nicht trinken, reicht nicht“ ist bei Alkoholiker oder "Nur sich vom Partner trennen, reicht nicht" ist auch bei Co keine Floskel.

    Darunter fällt auch sich aktiv und immer wieder über das Thema auszutauschen.

    Welche Erfahrungen habt ihr gemacht? Wo liegen die sonstige Probleme für einen aktiven Austausch?

    Hallo Eismann,

    hab gelernt, das eine unausgewogene Lebenssituation am Anfang der Rückfallkette steht. Also u. U. auch negative Gefühle. Ich hätte meinen Einkauf im Sinne einer Risikominimierung durchaus verschieben können. Darüber habe ich aber gar nicht nachgedacht.

    Jetzt verstehe ich es.

    Ich hatte keine Therapie und kenne die Vorgehensweise, von den Therapeuten angenommene oder vorgebende Kausalitätskette nicht. Ich gehöre zu den Praktiker, die sehr akribisch den Weg der Grundbausteine gegangen ist . Das alleine mit den Erfahrungen von langjährigen trocken Alkoholikern.

    Kommt dir vielleicht übertrieben vor aber es sind halt meine ersten Schritte.

    Nein, nichts was dir bei deiner Trockenheit dient ist übertrieben. Es muss dir helfen nicht mir.

    Wenn es jedoch zu einem innerlichen Druck führt, etwas „falsch" gemacht zu haben, wäre für mich zumindest kontraproduktiv. Es geht auch um ein zufriedenes trockenes Leben.


    Hallo Orboros

    willkommen hier in unserer (unabhängigen ) Online SHG . Und danke für die ausführliche Vorstellung.

    Jetzt bin ich bald seit 3 Jahren trocken, ich hatte nur einen Rückfall vor zwei Jahren und der dauerte nur einen Tag und konnte ohne Hilfe von außen überstanden werden.

    Also bist du 2 Jahren trocken, sonst bescheißt dich ja selbst ;)

    Schaue dich noch ein wenig hier um und wenn es dir zusagt, kannst du dich für den offenen Bereich bewerben .

    Hier der Link für den Zugang offener Bereich.

    Bewerbung - Alkoholiker Forum (alkoholiker-forum.de)


    (Da du schon alles soweit geschrieben hast, reicht es ein kurzes "möchte mich im offenen Bereich austauschen"

    Hallo LeaLux

    Er hat zugegeben, dass er zur Zeit zu viel trinkt und es auch früher oft getan hat

    Und was soll sich nun daran ändern?

    Nun komme ich aus der Alkoholiker Ecke und für mich sind es nicht mehr oder weniger nur Halte oder Rückholversuche den Co wieder ins Boot zu holen. Oder hat er Taten folgen lassen.? Arztbesuch, Beratungsstelle ?

    Wenn nicht dann sind es nur Absichtserklärungen und entpuppen sich zu leere Worthülsen auf der emotionalen Ebene.

    Schaue mal im unteren Link, da hatte ich vor Jahren mal einen Thread eröffnet . Vielleicht findest du da noch mehr Antworten.

    Fragen an einen Alkoholiker - Erste Schritte für EKA, Angehörige und Co Abhängige - Alkoholiker Forum (alkoholiker-forum.de)

    Hallo liebe User,

    dieser Bereich dient zum Austausch für die Umsetzung von unseren Grundbausteine und Veränderungen die unweigerlich auf jeden zukommen.

    Dazu haben wir auch schon gewisse Erfahrungen gesammelt, die Ihr in den Artikel wiederfinden könnt.

    Hier der Link.

    Das Forenteam
    17. Mai 2021 um 16:40