Beiträge von Hartmut

    Hallo Hana

    Ich hatte nun gestern das Gespräch mit meinem Sohn, mein Mann war dabei, das war gut.

    Finde ich gut. Ich denke bei dem einen oder anderen gehört da auch ein gehöriger Mumm dazu, Sachen anzusprechen die einem selbst wieder den Spiegel der Vergangenheit vorhalten

    Mein Sohn hat nicht viel gesagt, irgendwie habe ich den Eindruck, dass er sich gleich rechtfertigen will und eher genervt ist.

    Ich finde es eine normale Reaktion. Zudem noch als Jugendlicher. Wenn ich etwas an den Kopf geschmissen bekomme, was aus meiner Sicht in Ordnung ist, wäre ich nicht nur genervt.

    Das muss doch erstmal sacken.

    oder ich fühle mich angegriffen, wenn einer eine andere Meinung hat.

    Vielleicht hat dein Sohn das von dir geerbt ;)  Nun, die Angst ein Kind an die Sucht zu verlieren ist das eine. Das eigene Wissen das man da sehr wenig Handlung Spielraum hat das andere. Mal sehen wie es weiter geht.

    Habe aber auch vor, demnächst noch einmal ein Gespräch mit ihm zu führen und ihm noch mehr von mir zu erzählen, damit er mich und meine Reaktionen auch besser verstehen kann.

    genau das wäre mein Weg.

    Ein offenes klärendes Gespräch aus der Ich Sicht und die Ängste dazu. Die Gefahr das er das nur halbherzig ernst nimmt ist gerade bei Kindern zu Eltern da.

    Vielleicht gibt es aber auch noch eine andere Person, die dich und dein Sohn kennt und sich bereit erklärt mit ihm zu sprechen. Am besten noch eine Person, wo dein Sohn heraufschaut.

    Ich weiß das meine Jungs auf „Fremde" anders reagieren als auf die eigenen Eltern.

    Hallo zusammen,

    mal etwas zum Nachdenken. Nun kommt es auch darauf an wo ich meine Trockenheit sehe. Hat es Priorität 1?

    Gehe ich offen mit der Krankheit um? Verstecke ich mich hinter der Krankheit? Weis mein Umfeld, das ein Rückfall mich zum Tod führen kann? Weis mein Umfeld, das alle Sinnen darauf anspringen können, wenn jemand neben mir trinkt und es später zu einen Saufdruck führen kann?

    Auch nach Tagen noch?

    Wenn ein Lungenkranker neben mir sitzt, rauche ich da? Wenn jemand eine Nussallergie hat, backe ich ihm einen Nusskuchen?

    Wenn Gäste / Bekannte Freunde oder auch Partner das Wissen haben und trotzdem auf ihren Suff bestehen, kann ich mich auch fragen, welchen Stellenwert ich bei diesen Menschen habe. Vorausgesetzt sie wissen von dem Ausmaß der Krankheit. Ich verbiete nichts in meinem Haus, ich biete einfach kein Alkohol an.

    Gerade am Anfang des Weges ist es sehr wichtig eine gewisse Stabilität und ein Sicherheits- Raum für sich zu schaffen

    Ich stehe wegen der letzetn Nachricht ein wenig auf dem Schlauch.

    ich helfe dir mal da runter :) Es gibt E-Mail Anbieter die temporär ohne Registrierung eine WegWerf-E-Mail Adresse anbieten. Die hat nur eine kurze Gültigkeit. Mit dieser kann man sich überall anmelden/registrieren. Wenn es jedoch zu Rückfragen nach einen Zeit kommt gibt es sie nicht mehr. Vielleicht googelst du mal was es genau bedeutet.

    Alle andere E Mail Adressen, die man täglich verwendet sind Reale Adressen. Hat nichts mit reale Namen zu tun.

    Ich habe gelesen, dass man sich freischalten lassen muss?! Geschieht das automatisch?

    Hallo und willkommen im Forum,

    bevor dich hier für die Freischaltung offener Bereich bewirbst, habe ich noch eine Frage.

    Bewerbung - Alkoholiker Forum (alkoholiker-forum.de)

    nun tauschen sich hier nur bekennende Alkoholiker, die eine lebenslange Abstinenz anstreben, aus. Ist das bei dir auch so? Ich lese zwar von deinem Trinkverhalten ansonsten nichts von Alkoholiker. Oder habe ich da was überlesen ?

    Hallo Eismann,

    willkommen in unserer online SHG Gruppe,

    ich finde es gut, dass du nach deiner Therapie gleich etwas suchst, wo dich weiter austauschen kannst. Gerade nach dem Schutz der "Käseglocke" (Therapie Aufenthalt.) ist es wichtig weiter dran zu bleiben. Das Alltagsleben kommt und das theoretisch Erlernte muss ins praktische Leben umgesetzt werden.

    Wie lange bist du nun schon ohne Alkohol?

    Hier tauschen sich bekennende trockene Alkoholiker aus, die eine lebenslange Abstinenz anstreben. Ist es bei dir auch so?

    Ich könnte ihm auch jederzeit sagen, dass es mir gerade nicht gut geht und er würde dann darauf verzichten.

    Nun ist ein Bestandteil der Krankheit illusorische Zustände vorzuspielen. Nass natürlich etwas ausgeprägter als trocken. Wenn es für den / die Anderen nicht sein "muss" warum sollte ich mich dann, aus falsch verstandener Loyalität, dem aussetzen?

    Gerade in der instabilen Anfangszeit und einer Vorgeschichte von Trinkpausen würde ich es nicht machen. Nicht selten, kann es zu einem zeitverzögerten Suchtdruck kommen.

    Der Austausch soll mir helfen, meine Krankheit nicht aus den Augen zu verlieren und am Ball zu bleiben. Ich möchte nicht vergessen wie schlimm die nasse Zeit war.

    Finde ich gut!

    Servus Seeblick

    . Ich frage mich dann, warum ich früher getrunken hätte, was der Auslöser ist.

    Ich hatte gesoffen, weil ich süchtig war und in jeder Situation der Alkohol mir die Lösung angeboten hatte. Das Belohnung System wurde dadurch aktiviert. Ich war auch nicht der Tiefen-Ergründer, warum, weshalb und wieso gerade eine Situation nun etwas in mir ausgelöst hatte.

    Es war die Sucht, die es verlangt, Punkt. Ich hatte einfach dagegen gesteuert, mein Belohnung System langsam umgeschrieben und heute ist es zu 99.9 % verschwunden. Mit den restlichen 0,1 % kann ich umgehen.

    Wie kann ich die Situation an sich für mich verbessern und den Druck rausnehmen? Ursachenbekämpfung sozusagen.

    da hat wohl jeder länger Trocken sein eigenes Rezept gefunden. Von Sport bis Häkeln ist da vieles dabei. Musst es rausfinden.  

    Ich denke die wichtigste Grund- Vorrausetzung, um trocken zu bleiben ist die unerschütterliche Erkenntnis Alkoholiker zu sein. Wenn da nur ein kleiner Zweifel noch besteht, sieht es schlecht aus.

    Hallo Seeblick

    aber einige Situationen die mich getriggert haben. Das waren Momente, in denen ich dachte, früher hättest du jetzt Alkohol getrunken. Ganz oft aber gefolgt von dem Gedanken "gut, dass du das jetzt nicht mehr musst".

    Das "gut , dass du das jetzt nicht mehr musst" reicht nach meinen Erfahrungen nicht aus um dauerhaft davon befreit zu sein. Sind ja "nur" Gedankenspiele. Um da entgegenzuwirken habe ich bei Aufkommen solcher Gedanken die Situation analysiert und anders besetzt. Verstehst du was ich damit meine?

    Servus Ste55

    deine Rückmeldung bedeutet also 10% Hoffnung für Sensual;

    Nein. Das bedeutet es für den Alkoholiker. Er ist derjenige der auf seine Quote Einfluss hat. Nicht der CO mit seiner Hoffnung.

    Und trotzdem, manchmal erfüllt sich Wunschdenken, jeder Zehnte schafft es angeblich von Nass zu Trocken - scheint auch eine Realität zu sein ...

    Manchmal, eventuell, es könnte sein, ist die Realität, die ein Co sich im Kreise drehen lässt. Wo fängt es an und wo hört es auf? Die ganze Hoffnung steht auf dem Fundament eines instabilen Alkoholikers. Das sollte man nicht dabei vergessen.

    Natürlich gibt es auch eine Chance, natürlich gibt es auch immer Hoffnung und jeder kann es schaffen. Ich wünsche es auch jeden, der einen Alkoholiker in seiner Familie oder seinem Umfeld hat. Aber nicht bis zu seiner eigenen Selbstaufgabe.

    Ich werde auch nie einem Co etwas zusprechen, was ich als Alkoholiker nicht halten gekonnt hatte.

    Nun war meine vorherige Post auch nicht spezifisch auf Sensual gemünzt. Da sie sich nicht als CO sieht, also nicht krankhaft handelt .Der Partner entgiftet und nüchtern ist. So wie ich es verstanden habe geht es da mehr um die Zurückgewinnung der Liebe.

    Hallo Elke,

    . Inzwischen kenne ich Deine Art zu schreiben und kann gut damit umgehen,

    das ist schön.

    aber für "Frischlinge" ist das vielleicht nicht immer so einfach.

    dürfen sie selbst entscheiden.

    Ich schreibe mal das "Gejammer" in Anführungszeichen und zum Kontext . Das hatte ich wohl vergessen.

    Zitat

    Es geht doch da noch nicht, um Hilfe annehmen.

    Erst "Jammern" ( auskotzen, sich mitteilen) dann kommt erst das erkennen, das Sie selbst Hilfe brauchen. Wenn die Erkenntnis nicht kommt , verschwinden sie wieder bis die Erkenntnis da ist.

    Das der eine oder andere nicht ganz mit meiner Wortwahl einverstanden ist, ist ja nichts Neues. Das ich dafür keine Goldwaage dabei habe, hat einfach nur einen Grund. Es geht hier um Sucht und nicht um einen Kaffeeklatch.

    Es gibt sehr viele die sich einen Weg raussuchen der einfach ist. Was auch normal erscheint. Nur gibt es aber auch noch sehr viele stille Mit- Leser und Nachahmer. Sei es auf der CO oder Alkoholiker Seite. Dafür haben wir auch ein gewisse Verantwortung.

    Ich denke wir lassen den Thread wieder Cayenne99

    es gibt Unterschiede zwischen Co und Alkoholiker, der Alkoholiker macht zuerst eine Entgiftung und wirft sein Suchtmittel in die Tonne und dann fängt er an an sich zu arbeiten.

    nun ist Entgiftung ja nur körperlich. Ansonsten ist es gleich. Ich konnte meine Flasche in die Tonne treten aber nicht alle Flaschen, die noch überall um mich herumstehen. Der CO kann sein Suchtmittel, in den meisten Fällen den Mann, in die Tonne treten aber es laufen ja noch andere Männer rum .

    Das geht nur über die psychische Ebene.

    Das Schwierigste finde ich immer Jemanden begreiflich zu machen daß er selbst sich ändern muß, das kommt oft lange nicht an

    Viele wollten einfach nur Gleichgesinnte treffen, die ihr Gejammer verstehen (sollen). Es geht doch da noch nicht, um Hilfe annehmen. Sie haben ja im Moment nur das Problem Jammern.

    Wer noch nicht bereit ist das zu tun, was sie selbst von dem Suchtkranken verlangen. Sich der Sucht mit aller Kraft zu stellen der wird zum Spielball seiner eigenen Sucht.

    Hab gelernt, Die Rückfallquote im 1. Jahr beträgt um die 90%

    Im zweiten Jahr sind das dann schon "nur" noch 75%

    ist auf 5 Jahre gerechnet hatte ich mal gelesen. Oder ? Ähnlich wie bei einer Krebs Therapie? In der Gesamtzeit seines trockenen Lebens sieht es jedoch anders aus. Aber jeder hat die Chance auf ein trockenes Leben. Viele leben es ja vor. Nur sollte man zwischen Wunschdenken und Realität die Grenze ziehen können. Sei es bei CO oder Alkoholiker.