Beiträge von Hartmut

    Hallo Karsten,

    als ich angefangen hatte trocken zu werden hatte ich mich pragmatisch zwecks der Risikominimierung an die Grundbausteine gehalten, die fast alles beinhalten was erstmal ausreicht stabiler trocken zu werden. Wenn ich in gewissen oder gar allen Situationen damals zur Flasche gegriffen hatte war ich ja schon süchtig und die Lösung "Saufen" war ja suchtgesteuert. Ist jedoch ein anderes Thema.

    Penta , ich war ja am Anfang auch an allen interessiert ob nun Wortklauberei oder nicht und hatte irrsinnige viel Threads eröffnet. Da sind wir ähnlich.


    @ Cadda,
    so ist es , ich spreche aus heutiger Sicht und du bist auf den Weg dahin. Alles was mir helfen konnte nahm ich mit auch wenn es aus heutiger Sicht eventuell gar nicht gebraucht hätte.


    Gruß Hartmut

    Hallo Cadda,

    Zitat

    Aber verstehen, WARUM es dazu kam, kann mir helfen, um einen Rückfall zu vermeiden.

    Nun da sind wir beide unterschiedlich. Ich muss es nicht mal verstehen warum es passiert ist. Ich hatte zuviel gesoffen. Wenn ich lese das ein Umfeld prägt, mag das mit eine Begleiterscheinung sein. Jedoch gab es ja eine lange Spanne bei dem ich mir das Umfeld ausgesucht hatte um zu Saufen. Ich bin da sehr pragmatisch. Risikominimierung reicht heute aus. Das Wühlen in der Vergangehit warum und wieso bringt mir eventuell eine Erkenntinis ist jedoch nicht mehr wichtig.


    Gruß Hartmut

    Hallo

    Zitat

    ch denke, dass es sich zunächst erst einmal um eine Willens- oder Charakterschwäche handeln könnte. Die sich dann aber später zur Krankheit entwickelt. Wobei.... wenn wir Alkoholiker denn tatsächlich so willensschwach sind, weshalb schaffen wir es denn -später sogar trotz dieser Krankheit, die sich entwickelt hat- trocken zu werden? Das hat ja wiederum auch extrem mit Willensstärke zu tun. Ihr seht.. ich bin unsicher.

    Um das geht es mir hier in diesem Thread nicht. Kann es dir denn nicht egal sein was es ist? Bist doch daran erkrankt.

    Es geht ja meist vom Umfeld aus, etwas für sich zu erklären ,was eigentlich nie richtig zun erklären ist. Es werden Antworten gesucht um etwas zu verstehen warum oder wieseo der "Alkoholiker" so handelt oder handeln musste. Verstehen wollen ist meist mit Hoffnung verbunden eine Lösung zu finden, die nicht gefunden werden kann.

    Was kümmert es mich aber, wenn jemand mich Willensschwach, Krank oder eine Charakterschwäche bescheinigt. Es geht ja meist Menschen aus die aus Mutmaßungen heraus etwas kommentieren um selbst nicht als "unwissend" da zustehen.

    Gruß Hartmut

    Hallo zusammen,

    nun wird ja gerne darüber diskutiert ob Alkoholismus eine Krankheit, Charakterschwäche,Willenschwäche oder sowas ist. Da gibt es vieles im Forum.

    Ist es im Endeffekt nicht egal was Alkoholismus für den Einzelnen ist? Außer das sie behandelt werden muss kann doch jeder darüber Denken was er will. Oder nicht?

    Gruß Hartmut

    Hallo Hull#

    Zitat

    gewissermaßen kommst du mir hoffnungslos vor.

    :lol::lol: Der war gut ;) Aber danke für deine Fürsorglichkeit.

    Zitat

    Eine logische oder zumindest vollständige Begründung wurde allerdings noch immer nicht nachgereicht

    nun liegt es an dir ob du was mitnehmen kannst und inwieweit du etwas logisch empfindest. Wenn du das für dich nicht finden kannst dann eben nicht.

    Zitat

    kann ich dir diese Frage weder für meine, noch für deine Ansprüche befriedigend beantworten

    Wenn du es für dich nicht beantworten kannst ist es deine Sache. Für meine Ansprüche (welche das auch immer in deinem Denken sein mögen)musst du dir keine Gedanken machen.

    Wünsche dir weiterhin den Austausch den du dir selbst zugestehst.

    Gruß Hartmut

    Hallo Hull

    Zitat

    Hallo Hartmut,

    wenn du die vermeintlich falsche Verwendung sehr ähnlicher Wörter bei anderen Benutzern bemängelst, gleichzeitig aber keinen Satz ohne einen Rechtschreibfehler himbekommst, wirkt das grotesk. Gerade deshalb, da deine dann erfolgte Abgrenzung von "darf" und "kann" nicht logisch oder zumindest unvollständig in ihrer Erklärung ist

    himbekommst oder doch hinbekommst? Wie schreibst man das? Ist das auch ein Rechtschreibfehler? :wink:

    Aber genau das ist die kleinkarierte besagte Welt, die sich mehr auf Rechtschreibfehler und Formulierungen oder Satzbau bezieht und in Oberlehrerhaftigkeit bemüht ist es zu korrigieren. Es ist jedoch nur deine Welt die sich nicht auf jeden übertragen lässt.

    Ich denke jedoch das es bei dir auf deine Hochsensivität und die diagnostizierte dissoziale Persönlichkeitsstörung zurück zu führen ist. Du kannst eben nicht anders. Da du desöfteren schon in Frage stellst inwieweit es dir hier etwas bringt frage ich mich welche Motivation dich hier noch hält?
    Das würde mich schon interessieren. Solltest du noch Rechtschreibfehler finden darfst du sie gerne behalten :lol: Solltest du mit dem letzten Satz nichts anfangen können, wovon ich ausgehe, brauchst du es auch nicht weiter kommentieren. Sind dann verschiedene Ebenen des Humors.

    Gruß Hartmut

    Hallo Hull,

    freut mich das du über etwas schmunzeln kannst. In so einer klein karierten Welt,die sich auf Orthographie bezieht, möchte ich jedoch nicht leben wollen.

    Hallo Cadda,
    alles gut. Schön das ich es noch schaffe jemand wahnsinnig zu machen :-)…. Ob ich nun will oder darf ändert nichts daran, das ich es ohne weitreichende Folgen nicht mehr kann. Darauf bezog sich das KANN.


    Gruß Hartmut

    Hallo Quadrat,

    ich denke nicht das dich der Ton oder sonst was dich hier oder wo anderes gestört hatte das du dich nicht vorher gemeldet hast. Du wolltest wieder saufen und suchst insgeheim Rechtfertigungen . Das musst du jedoch nicht. Es geht hier nur um dich.

    Ich halte auch nicht viel von trockenen Alkoholiker oder „Suchtärzte“ die im Nachhinein sagen. "Das habe ich bei dir schon immer gewusst“ oder von Alkoholiker die in Ihrer Welt einen Rückfall ausschließen. Das sind für mich nur leere Worthülsen.

    Zitat

    das ist der entscheidende Punkt, davon hängt es ab, wie rückfallgefährdet man ist. Ob man wirklich davon überzeugt ist, nie wieder im Leben Alkohol trinken zu „dürfen“.

    Ich hole das mal aus dem Kontext. Auch wenn Anführungszeichen gesetzt. Ich darf Saufen. Ist ja kein Verbrechen. Mein entscheidender Punkt ist jedoch das ich es nicht mehr kann.

    Was versprichst du dir eigentlich von der REHA ?

    Gruß Hartmut

    Hallo Poster

    nun habe wir ja meist eine geteilte Meinung dazu und es ist auch gut so. Nur sind mir Erfahrungen lieber. Mach dir mal keinen Kopp, ich freue mich für dich das du weiterhin trocken bist. :D

    Zitat

    Wie schätzt Du denn Deine eigene Rückfallgefahr ein? Wieviel Prozent bist Du sicher ?

    Sowas ist mir noch gar nicht in den Sinn gekommen in Prozente zu rechnen. Ich sehe mich im Moment als stabil an.

    Zitat

    Rechnest Du nochmal mit einem Rückfall und aus welchem Grund sollte einer passieren ?

    Ich rechne nicht damit und schließe ihn jedoch auch nicht aus. Ich lebe im heute hier und jetzt und werde meinen Weg auch dahingehend nicht ändern damit ich diesen Zustand morgen auch noch zu haben. Wenn ich mir heute schon einen Grund ausmale, der mich zum Rückfall führen könnte, wäre das jetzt schon eine Türe, die ich für die Zukunft aufmachen würde.

    Im Moment wäre der Grund. Ich will wieder Saufen.


    Gruß Hartmut

    Hallo Hull

    Zitat

    Ich sehe Selbstüberschätzung als Form falscher - ob bewusst oder unbewusst - Wahrnehmung, nicht als Teil einer Krankheit, und ich sehe keinen Nutzen darin, alle unerwünschten Charakterzüge als "ein Bestandteil der Krankheit" abzustempeln. Zu Selbstüberschätzung neigende Menschen hatten diesen Hang auch vor ihrem Alkoholkonsum. .

    Wenn du das so siehst dann ist es für dich richtig. Für mich ist es mit ein Bestandteil der Krankheit. Wenn ich lese das ein trockener Alkoholiker sich zu 100% sicher ist nie wieder Alkohol zu trinken, neigen diese Menschen nicht nur zur Selbstüberschätzung (bewusst oder unbewusst) sie leben sie aus. Ich frage mich warum haben gerade diese Menschen sich dann in den Alkoholismus gesoffen? Willentlich kann ich mir das nicht vorstellen.

    Zitat

    und ich sehe keinen Nutzen darin, alle unerwünschten Charakterzüge als "ein Bestandteil der Krankheit" abzustempeln.

    Wie kommst du auf alle ?

    Gruß Hartmut

    Hallo Hull,

    vielleicht solltest du mal hinter dem Vergleich schauen? Da steht ein lachender Smiley. Wenn du nicht in der Lage sein solltest das richtig einzuordnen, wirst du bei deiner Analyse immer auf das Ergebnis „immer hinkender Vergleich“ kommen.
    Solltest du jedoch ernsthaft Interesse haben den Vergleich, ohne deine immer wieder kehrenden von oben herab erhabene Beurteilungen, mal etwas „lockerer“ zu sehen, sagt der Vergleich nichts anderes aus. „Einmal Alkoholiker, immer Alkoholiker“ Ob Nass oder Trocken.

    Jedoch habe ich da die Befürchtung das es dich gar nicht so interessiert, sondern viel mehr, das dein eigener Anspruch gewisser Post einfach zu hoch ist.

    Zitat

    Manche Menschen mögen die Kontrolle im abstinenten Zustand verlieren und deshalb rückfällig werden. Hier nicht. Das ist aber der feine Unterschied, der bislang in keiner Diskussion berücksichtigt wird.

    Nun das kann auch nur der beurteilen der die Kontrolle verloren hat und niemand der denkt es könnte ihm nie passieren. Mit diesem „hypothetische" Denken kann ich wenig mit anfangen, da die Selbstüberschätzung auch ein Bestandteil der Krankheit ist.

    Gruß Hartmut

    Hallo Poster,

    aus dem Thread von Hull
    https://alkoholiker-forum.de/viewtopic.php?…=923440#p923440

    Es mag alles so sein wie du es für dich siehst. Du kannst auch Benennungen oder Begrifflichkeiten so drehen das es auf dich passt. Es geht ja um dich. Du trinkst nicht mehr und hasst den Alkohol und bleibst, solange du bei Verstand bist, auch zu 100% ohne Alkohol. Bist nicht mehr Alkoholkrank.

    Für mich bleibt ein Auto, das mal kaputt war, immer noch ein Auto auch wenn es wieder läuft um das mal mit der Alkoholkrankheit zu vergleichen :lol:

    Gruß Hartmut

    Hallo Poster,

    ich komme mal hier rüber um den anderen Thread nicht off Topic zu führen.

    du schreibst doch das du dich als kein Alkoholiker siehst. Vielleicht habe ich das auch falsch verstanden. Ich hätte da mal eine grundsätzliche Frage.


    Was unterscheidet dich denn von einem Alkoholiker? Wo sind da die Unterschiede die dich annehmen lassen keiner zu sein ?


    Gruß Hartmut

    Hallo Poster,
    wieso fühlst du dich da denn angesprochen?

    Zitat

    Ich spreche hier nicht von „einem trockenen Alkoholiker“ sondern von mir.

    Was bist du dann? Trinken tust du nicht und betonst immer wieder kein Alkoholiker zu sein. Also kannst du schon mal nicht trocken sein, da es diesen Begriff nur als Alkoholiker gibt und kannst also auch nie einen Rückfall erleiden. Den gibt es eben nur unter Suchtkranken.

    Wer als Alkoholiker die Anzahl der Rückfälle von Anderen für sich wertet stellt sich einem Wettbewerb.Den jedoch eine Krankheit aus ausschließt. Alkoholismus ist eben eine Krankheit. Würdest du den selben Maßstab eines „Rückfalles“ auch bei Krebs Kranken anwenden?

    Es ist doch toll das du nicht mehr trinken musst und denkst alles soweit im Griff zu haben. Passt doch alles für dich. Ich bin 11 Jahren trocken

    Gruß Hartmut

    Hallo,

    der eine Kämpft, der andere Kapituliert und ein Weiterer hat einfach aus dem Verstand heraus aufgehört. Irgendwie ist das auch wurscht, wenn am Ende das Trocken sein steht. Wenn jemand zwanghaft trinken musste aber sich am Wort Alkoholiker stört ist das irgendwie auch shit egal. Seine Sache. Die Assoziation ist vielfältig. Jedoch nach ICD-10 gibt es den Alkoholiker ob es nun passt oder nicht.

    Am Anfang meines Weges hielt ich mich auch an gewisse Begriffe fest. Besonders Begriffe die in mir etwas Negatives auslösten. Poster , eine gehaltvolle Predigt muss ja nichts Negatives sein :D

    Wer in einem Alkoholiker Forum schreibt das es für einen trockenen Alkoholiker einen 100% Ausschluss gibt, keinen Alkohol mehr trinken zu müssen, verharmlost nicht nur die Krankheit, sondern hat sie eben (noch) nicht für sich als Krankheit akzeptiert.

    Es ist ein absoluter Mumpitz etwas auszuschließen was krankhaft gesteuert werde könnte. Es ist jedoch schön zu lesen das jemand sich relativ sicher fühlt nicht wieder zu trinken zu brauchen. Das zeigt zumindest eine gewisse Stabilität.

    Gruß Hartmut

    Hallo

    ich finde es bemerkenswert wie es immer wieder zu Interpretationen einer Post kommt. Da werde ich gleich mit analysiert oder klassifiziert :lol: Danke dafür, jedoch verkehrt :) Dieses „Schubladendenken" oder jemand in Eine zu setzen ist nicht Meins.

    Zitat

    aber natürlich mit dem Risiko verbunden, belächelt zu werden.

    Diese Eigenschaft ist mir nicht fremd und zeigt mir genau worauf dann dieser Mensch seinen Fokus legt. (zur Interpretation freigegeben)

    Zitat

    Ob es positiv bzw. negativ ist oder irgendeinen Nutzen für die Allgemeinheit hat, steht auf einem anderen Blatt geschrieben.

    Mir ging es um dieses Blatt. Deswegen zielte meine Frage auch nicht drauf ab ob jemand sich mit den wissenschaftlichen Studien beschäftigt. Vielmehr wollte ich nur wissen inwieweit es mir bei meiner Krankheit hilft. Ich habe sie durch pragmatischen Mitteln gestoppt und sie steht nun mal still.

    Danke für Eure Antworten

    Gruß Hartmut

    Hallo Thalia,

    ich bedanke mich für unseren Austausch und kann sehr gut nach vollziehen das „weiter loslassen“ ein wichtiger Schritt für den Einen oder Anderen ist. Schön, dass du Trocken werden konntest und vieles auch hier weitergegeben hast. Ich lasse ein Leben lang von Sachen, Menschen, Ansichten und Gedanken ganz oder teilweise los.Genauso wie ich wieder an etwas festhalte was ich schon mal losgelassen hatte. Es ist was Eigenes.

    Nun hat unsere Krankheit auch was von Loslösen von Alkohol zu tun aber es gibt kein Loslassen von der Sucht. Behalte deinen Weg so bei das du immer das Eine von dem Anderen unterscheiden kannst.

    Gruß Hartmut

    Hallo Hull,

    Zitat

    Wann wurdet ihr körperlich abhängig?

    Mit dem ersten Schluck. :wink: Ich tu mir schwer mit der Unterscheidung Psychisch und Körperlich. Die Psyche ist ja ein Teil die das Körperliche beeinflusst. Früher war das erste Zittern immer ein Anzeichen mal ein paar Tage langsam zu machen um sich etwas vorzumachen kein Alkoholiker zu sein. Das klappte ja auch ein Zeit lang dann eben nicht mehr.

    Gruß Hartmut