Hallo Kossi,
wir sprechen hier auch immer von Kapitulation und geistiger Loslösung vom Alkohol. Deswegen schaue ich auch rückwirkend , wenn ich da überhaupt schaue, emotionslos auf die Auswirkungen der Krankheit zurück. Ich habe die Krankheit gestoppt und mir erschließt sich nicht, was da eine negative Betrachtungsweise bringen soll. Soll es abschrecken? Mich hat Abschreckung auch nicht in der nassen Zeit abgehalten weiter zu Saufen .
In einer rückwirkende Betrachtungsweise kann es ja auch passieren " Es war nicht gut aber auch viele Sachen waren nicht schlecht" Da würde ich der Sucht zu viel Raum geben. Natürlich kommen da immer wieder mal Erinnerungen auf. Das darf es auch. Es belastet mich heute nicht mehr.
Ich kann mir zwar vorstellen das gerade ganz am Anfang es eine Stütze sein kann das Negative hervorzuheben aber nicht bei einer stabilen Trockenheit.
Nun etwas am Thema vorbei. Nach meiner jahrelangen Erfahrungen wissen die meisten Alkoholiker warum sie rückfällig werden . Das liegt nicht in der Vergangenheit , nicht in der Zukunft, sondern nur im Hier und Jetzt.
Gruß Hartmut