Beiträge von Hartmut

    Hallo und Danke,

    nun gibt es ja bei einem Alkoholiker den Spruch „Nur nicht trinken, reicht nicht“.

    wenn ich bei den Co lese, das sie sich austauschen, sich unterhalten Psychologen oder Selbsthilfegruppen besuchen, Therapien machen, sich mit sich auseinandersetzen, alle Gefühlsregungen analysieren um etwas zu verstehen was wahrscheinlich nicht zu verstehen ist und sich immer wieder im Kreis drehen, jahrelang immer wieder sich hinterfragen und vieles mehr.

    Da frage ich mal in die Runde ob der abgeänderte Spruch

    „Nur nicht trinken, reicht nicht“.

    Für den Co dann so aussehen könnte ?

    „Nur therapieren reicht nicht“

    Gruß Hartmut

    Hallo Carl Friedrich ,

    ja es ist schon erstaunlich. Es werden einige freigeschaltet aber dann fehlt wohl der Mut sich hier im offenen Bereich auszutauschen.Wie wichtig ein Austausch ist muss ich dir ja nicht sagen, du bist ja ständig am Ball.

    Leider denken auch einige User das es ausreicht nur zu lesen oder haben nach kurzen Zeit das Gefühl auf der sicheren Seite zu sein. Meine Erfahrung hier im Forum ist eben auch das diejenigen die sich hier am Anfang des Austausches rar machen, auch diejenigen sind die in Ihrer Trockenarbeit vieles auch nicht mehr so Ernst nehmen und weitere Kompromisse eingehen. Da ist die Rückfallquote hoch.

    Mein Steckenpferd die Grundbausteine enthalten ja auch unter Ziffer 5 die Notwendigkeit eines Austausches. Da frage ich mich schon warum diejenigen die beteuern nach den Grundbausteine zu leben es eben nicht machen.

    Nun geht es nicht darum jemanden dazu zu animieren zu schreiben , es geht vielmehr darum das jeder seine Verantwortung im Form der Selbsthilfe vermissen lässt. Ich muss nicht mehr Saufen andere nehme es eben in Kauf.

    Gruß Hartmut

    Hallo Sandra,

    wie du es beschreibst ist dein Mann tief in der Sucht und verteidigt mit allen Mittel sein Trinkverhalten zu rechtfertigen. Er hat es sicherlich auch kapiert das er krank ist aber die nassen Gedanken lassen es (im Moment) noch nicht zu.

    Zitat

    Man hat ständig das Gefühl, die Leute wissen Bescheid

    Natürlich wissen die Bescheid. Sind ja nicht blöd. Wie sie das jedoch einordnen darüber kann man nur spekulieren und ist auch nebensächlich. Es handelt sich eben um eine Krankheit.

    Zitat

    obald das Thema Alkohol angesprochen wird, wird er aggressiv. Beschimpfungen und Vorwürfe, dass ich Ihn mit meiner Art zum Alkohol treibe,

    Dann würde es ihm ja besser gehen wenn du dich trennst. Dann müsste er ja nicht mehr Saufen. Oder?

    Aber es geht ja erstmal um dich, da seine Krankheit dich mit krank macht. Da sollst du schon für dich sorgen.

    Zitat

    Es hängt auch sehr viel finanzielles dran, denn in den vielen Jahren hat man auch viel gemeinsames aufgebaut.

    Wäre es nicht so, würdest du dich trennen? Ich weiß aus den ganzen CO Berichten hier das es mit ein Hauptgrund ist den Weg nicht zu gehen.

    Gruß Hartmut

    Hallo Mario

    es liest sich nach wie vor verbittert an das du nichts mehr trinken kannst. Zudem ist da auch auch eine große Portion Selbstmitleid raus zu lesen oder interpretiere ich das falsch?

    Ich war froh das ich nichts mehr trinken musste. Die Grundbausteine sah ich auch nicht als ein Hindernis an was mich in die Isolierung trieb, sie eröffneten mir Möglichkeiten ein anderes Leben fern des Alkohols aufzubauen. Siehst du da denn Keine?

    Wenn ich mich am Anfang mit „Genusstrinker“ getroffen hatte, wussten die Bescheid das es mir zumindest gefährlich werden kann. Die meisten hatten das auch verstanden und ihnen machte es nichts aus neben mir nichts zu trinken. („Offenheit und Ehrlichkeit“ und „ Unterstützung durch Umfeld“)

    Natürlich kam auch am Anfang das Gefühl hin und wieder auf, nicht mehr dazu zu gehören, nicht mehr alles machen zu können oder die Verbitterung das es mich erwischt hat, nicht mehr mit Alkohol umgehen zu können. Aber nur aus den Gründen des nassen Denkens und ich das ich das andere Leben fern des Alkohols nicht kannte.

    Im Forum haben sich in den Jahren die ich dabei bin auch Freund , Partnerschaften gebildet. Sogar Eheschließungen gab es. Selbst da gab es Möglichkeiten ein neues Umfeld aufzubauen.

    Ich halte es für gefährlich wenn jemand seine Trockenheit in einer gefühlten Isolierung aussitzen will. Das funktioniert nicht.

    Gruß Hartmut

    Hallo und vielen Dank,

    nun eine weitere Frage. Wenn ich mir das Co Verhalten zu einem Alkoholiker anschaue, hat das Ähnlichkeiten mit der Liebe. Ich schaue auf den Alkoholiker, ich bin fürsorglich , ich möchte das es ihm/ihr gut geht und versuche auch alles das es so bleibt. Angst den Partner zu verlieren. Und so weiter..

    Ist der Unterschied für einen Co ersichtlich, was nun die treibende Kraft ist, den Alkoholiker „trocken“ zu legen? Krankheitsverhalten oder Liebe?

    Gruß Hartmut

    Hallo Mario

    Zitat

    Da musste ich nicht jedes Treffen abwägen ob ich gegen Grundbausteine verstosse, ob da Alkohol ein paar cm zu nah an mir stehen würde oder ich irgendein krankes Suchtgedächtniss triggern würde.

    Was ich daran aber nicht verstehe. Wenn diese Menschen keine Alkoholiker sind und zu deinem Freundeskreis gehören musst du doch nichts abwägen. Die haben ja kein Problem mit dem Alkohol.

    Kann es sein das durch dich trocken quälst? Damit meine ich das du eher für dich das negative heraussuchst was eine trockenes Leben beinhaltet? Hat der Alkohol noch so einen großen Stellenwert das du Ihn mit allem in Verbindung bringst?

    Gruß Hartmut

    Hallo Hull

    Zitat

    Dabei hat es für mich keinen Vorteil, immer wieder zu sagen, dass ich nichts dafür kann, da Alkoholismus schließlich eine Krankheit ist.

    bei mir geht es nicht um einen Vorteil sondern um die Akzeptanz (Alkoholkrankheit) eben nicht mehr in allen Lagen die Selbstbestimmung zu haben.

    Zitat

    Ich sehe im Alkoholismus nichts spezifisches.

    Wenn ich es allgemein betrachte dann ist es wahrscheinlich so aber es betrifft ja mich und damit ist es spezifisch. Nun belastet es mich nicht da ich mit der Krankheit lebe (leben gelernt habe) und mich nicht von der Krankheit leben lasse.

    Gruß Hartmut

    Hallo Hull

    Zitat

    deine Mutter wird dich nur weiter entwerten und die Krankheit als Schwäche auslegen, was in einem gewissen Sinne auch stimmt[

    Wie kann ich das verstehen? Sind Krankheiten für dich eine Schwäche oder reduzierst du es auf die Alkoholkrankheit weil „man“ es stoppen hätte können oder im trockenen Zustand nicht auszuschließen ist das „man“ alleine mit Willen es nicht steuern kann um wieder rückfällig zu werden?

    @ Aliengirl , warum tust du dir das an ?

    Gruß Hartmut

    Hallo Miela

    Zitat

    Irgendwer (Hartmut?) schrieb mal, er sei Alkoholiker geworden, weil er zuviel getrunken habe, und aus keinem anderen weit hergeholten Grund.

    Stimmt. Ich wurde Alkoholiker weil ich den Absprung nicht geschafft hatte und das trotz besseren Wissens dass ich Alkoholiker werden konnte. Die Anlässe die ich zum Saufen genommen habe waren vielseitig, wie bei jedem anderen auch der kein Alkoholiker wurde. Von dem „Probieren" dadurch eine Lösung für meine Anlässe herbeizuführen wurde es ein Muss Alkohol zu trinken.

    Mir ist es auch nicht wichtig Warum oder Wieso bestimmte Voraussetzungen dafür angeblich verantwortlich waren, denn diese Voraussetzungen sind auch im trockenen Zustand nicht ausgelöscht. Da ich über 30 Jahre lang gesoffen habe würde ich rückwirkend nur unnötige hypothetische Gründe erschaffen. Es wäre ja nicht mehr einzuordnen.

    Gruß Hartmut

    Hallo Quadrat2

    Zitat

    Natürlich trinke ich noch. Alles andere wäre ja lebensgefährlich.
    Ich habe letzte Woche versucht, nichts mehr zu trinken. Aber das schaff ich nicht. Ich werde dann unruhig und bekomme Angst vor den Entzugserscheinungen. Ein Teufelskreis.

    nun scheint mir ein Fehler unterlaufen zu sein und ich habe dich vorzeitig für diesen Bereich freigeschaltet. Hier tauschen sich die Mitglieder erst nach der Entgiftung aus. Ich deaktiviere dich nochmal bis nach der Entgiftung. Bis dahin kannst du wie gewohnt dich im Vorstellungsbereich austauschen.

    Gruß Hartmut

    Servus Rattenschwanz,

    ich musste trinken! Das war der einzigste Grund. Alles andere waren willkommene Anlässe um mich dafür zu rechtfertigen.

    Es mag sein das CO einen gewissen Einfluss ausüben kann, das ein Alkoholiker sich Gedanken macht (aus Verlustängsten) sein Trinkverhalten zu ändern. Aber kein CO kann den Alkoholiker mit seinem Zutun trocken legen.

    Gruß Hartmut

    Hallo

    bei Alkoholiker ist ein „Rückfall“ in die Abhängigkeit ja sichtlich. Sauft wieder und gut ist. Das wird bei den meisten als Niederlage angesehen. Oder auch wenn sich ein Alkoholiker ein Ziel setzt ein paar Tage nichts mehr zu Saufen aber es nicht schafft.

    Ist es denn nicht auch vom Gefühl her eine Niederlage für den CO, den Alkoholiker nicht trockenlegen gekonnt zu haben oder er sich nach Trennung eines Alkoholikers den nächsten angelt?

    Gruß Hartmut

    Hallo Mario

    Zitat

    Ich sollte im Grunde in ein alkoholfreies Kloster oder auf eine verlassene Insel ziehen, da hätte ich wohl mehr soziale Kontakte und dafür weniger Themen rund um das Alkohol um mich herum.

    Wie waren denn deine soziale Kontakte während dem Saufen?

    Gruß Hartmut

    Hallo Hull

    Gratulation zu deinem 1. Jahr. Ich weiß nicht ob das erste Jahr das schwerste ist da ich meinen Weg (nicht mehr) katalogisiere. Ich hatte auch meine trockene Tage nicht an bestimmten Sauf Ritualen fest gemacht. Jeder Tag ist eine Herausforderung die ich gerne annehme. Natürlich bringt es Erfahrungen wenn ich an Weihnachten, Sylvester oder andere Feste trocken bleibe aber genauso verbirgt es auch die Gefahr, an anderen Tagen dann nachlässiger zu werden. Die 24 Stunden Regelung ist für mich die Beste.

    Weiter so.

    Gruß Hartmut

    Hallo zusammen,

    „Ein paar Tage krank jetzt säuft er wieder Gott sei Dank“! Wer kennt diese Saufsprüche nicht, die dazu hergehalten hatten sich die Sucht immer wieder in Erinnerung zu rufen und eine Begründung für sein Trinkverhalten zu haben.

    Nun ist auch im umgekehrten Fall, das Trocken bleiben die Priorität 1. In Erinnerung zu halten. Am Anfang des Weges noch verkrampft jedoch mit der Zeit spielt sich ein Routine ein die in eine Normalität über geht. Die Ängste es nicht zu schaffen wurden durch die Überzeugung abgelöst.

    Es ist zwar ein fortlaufender Prozess ohne jedoch jeden Tag eine Hab Achsstellung einzunehmen und Alles um mich herum auf die Krankheit zu projizieren. Gebe ich der Krankheit den Spielraum alles in einem Zusammenhang zu sehen, dann würde ich mich nie vom Alkohol loslösen können. Ich wäre weiterhin gefangen in einer „trockenen Sucht“ Loslösung vom Alkohol bedeutet nicht das Wegstellen des Glases sondern das Loslassen im Kopf.

    Angelehnt an Correns Gedanken sehe ich es auch so das es kein Sprint ist, sondern ein Marathon. Ein entspannter Marathon.

    Gruß Hartmut

    Hallo

    für mich ist eine Unabhängigkeit sehr wichtig in einer Beziehung. Frauen neigen naturell dazu, den Mann hin und wieder erziehen zu wollen. :lol:

    Camilla123, gibt es schon neue Erkenntnisse bei dir?

    Gruß Hartmut

    Hallo LangeGeschichte,

    Zitat

    Wie es der Zufall so will bin ich zu einem Jungesellenabschied in einigen Monaten eingeladen worden. Wenn ich so darüber nachdenke gibt es wenig vergleichbare Events bei denen es sich so ums Saufen dreht. Naja bin froh dieses abgesagt zu haben. Tut einfach gut!!!

    Find eich gut. Kamen denn da nicht irgendwelche Nachfragen warum du nicht kommen willst?

    Gruß Hartmut

    Hallo Lütte

    Zitat

    Ich denke, dass jeder für sich "gesund" werden muss und dass Du es dann erst mit einer gesunden Beziehung versuchen kannst.

    Das setzt vorrau das jemand von den Beiden krank ist. Ich bin da immer zwiegespalten wenn es um Krankheiten geht die noch nicht diagnostiziert sind.

    Was ist eine gesunde Beziehung?

    Gruß Hartmut

    Hallo Camilla,

    Zitat
    Zitat

    Die Lösung, dass ER mit dem Trinken aufhören muss, weil ER das FÜR SICH will?

    Nein, ob die Lösung für Euch zusammen nicht die gleiche wäre. Ob er nun missbräuchlich oder als Alkoholiker Unterweges ist . Eine Lösung für Dich/Euch kann doch nur sein das er aufhört. Wenn nicht dann steht die Trennung ins Haus. Oder habe ich dich falsch verstanden?

    Gruß Hartmut