Beiträge von Hartmut

    Hallo Paul

    Zitat

    sehr witzig, wenn Du schreibst, dass dir Deine Finger und Gedanken manches Mal zu schnell sind, bevor Du überlegst, ob „wir“ das auch verstehen können.

    Nun Paul, bin ich im 11 Jahr trocken, da ist das Denken anders wie bei jemanden der sich neu auf seinen Weg befindet.

    Es hat sich vieles eingespielt. Auch einige Antworten. Ich lese und beantworte ja schon über 10 Jahre. Auch wenn jeder der hier aufschlägt ein Individuum ist, ähneln sich die Suchtgeschichten und der Weg. Nun hat ja ClaudiA und Sunshine ein schönes Beispiel gezeigt was Selbsthilfe auch bedeutet. Einfach nachfragen.

    Schöne Reise

    Gruß Hartmut

    Hallo ClaudiA

    Zitat

    Ich versteh es manchmal selbst nicht. :lol: Bei mir laufen die Antworten irgendwie so schnell auf Papier, da denke ich gar nicht sofort nach, ob jemand mich auch versteht. Entschuldigung

    Als Alkoholiker ist die Grundeigenschaft der Kontrollverlust. Im nassen Zustand sichtlich durch Saufen ausgeprägt . Da lauft ja im Vorfeld etwas unkontrollierbares ab. Selbst wenn ich aufpasse habe ich da keine Chance. Das würde mir ja auch im trockenen Zustand auch passieren wenn ich wieder Saufen würde.

    Nun ging es bei Paul darum im Vorfeld sich schon Strategien zu überlegen wie er den Abend ohne Schaden überlebt. Ich kann mich im trockenen Zustand zwar schützen oder rational überlegen, jedoch nicht ausschließen wenn ich eine Armlänge am Glas sitze, das mir nichts passiert. Ich kann zwar aufpassen aber im Extremfall mich nicht drauf verlassen. Ich habe nie eine 100% Kontrolle über das Aufpassen. Meine Post war in Bezug auf die Krankheit im nassen Umfeld gemünzt

    Gruß Hartmut

    Hallo Rattenschwanz

    Zitat

    Würde ich aufhören mit Saufen oder würde ich sagen: Jetzt ist eh alles egal, sauf die paar Wochen, Monate ...(?) weiter und um so schneller ist alles vorbei. Ich weißes nicht.

    Nun schaue ich nicht auf eine Situation zurück das wäre mir zu spekulativ. Ich würde mir für heute Gedanken machen ob bei einem Schicksalsschlag oder einer schweren Erkrankung Saufen noch eine Option ist.

    Gruß Hartmut

    Hallo Paul

    Zitat

    Ich pass auf mich auf..

    Zitat

    oberste Priorität ganz klar, ich trinke nichts!!!

    solange ich denke das ich die Kontrolle über die Krankheit habe, solange passe ich nicht auf. Meine Erfahrung.

    Gruß Hartmut

    Hallo und Danke,

    nun lese oder höre ich von Rückfälligen das sie den Rückfall selbst als ein Scheitern oder als ein eigens Versagen ansehen. Warum ist das so, wenn ich doch weiß das es sich um eine Krankheit handelt? Wieso kommen diese Gedanken denn noch auf, wenn ich angeblich Alkoholismus als Krankheit akzeptiert habe? Von Krebskranken die zurück in die Krankheit fallen höre ich das nicht.

    Den Weg den ich geh ist meine Prophylaxe aber kein Garant nicht rückfällig zu werden. Oder doch ?


    Gruß Hartmut

    Hallo Paul

    Zitat

    Hallo alle miteinander, heute habe ich mal wieder von einem Partyerlebnis zu berichten und bin mal auf Eure Kommentare gespannt... War mein Verhalten dumm, leichtsinnig, kopflos oder schwach?

    Irgendwie kommt es so bei mir an als wenn du deine Krankheit als Projekt ansiehst. Was erwartest du denn von den Antworten? Kommst im Nachhinein an und hoffst auf eine A oder B Note ?

    Meine Empfehlung wäre. Gefahren im Vorfeld abchecken und sich Erfahrungen holen und nicht im Nachhinein etwas abklatschen lassen .

    Meine Antwort. Wieder eine Feier, wieder Alkohol in Armlänge entfernt, Alkohol im Haus. Und das alles am Anfang. Ist definitiv nicht das was ich empfehlen kann.

    Gruß Hartmut

    Hallo Carl Friedrich ,

    Zitat

    Ich schreibe dazu nichts, damit sich andere hieran kein Beispiel nehmen und denken, wenn's dem CF nicht schadet, dann ihnen auch nicht und sie sich dadurch womöglich unnötig in Gefahr bringen.

    es macht für mich einen Unterschied ob jemand einen Weg gegangen ist oder jemand den Wunsch hat einen Weg zu gehen. Wenn du die Erfahrung gemacht hast, springst du ja nicht von Thread zu Thread und haust diesen als den Einzigsten Weg an. Du schreibst ja auch meist eine Warnung dazu.

    Hier schlagen ja auch hin und wieder Alkoholiker im Forum auf, die Ihren eigenen Weg schon im Kopf haben, obwohl sie noch keinen Meter gegangen sind, den jedoch mit Händen und Füßen verteidigen. Da kannst du schreiben was du möchtest, da ist es wurscht. Prallt ja ab.

    Als ich das erste mal hier her kam, hatte ich mich an Denen orientiert, wo ich eine Bestätigung für meinen selbst ausgemalten einfachen Weg fand. Das ging ja bekanntlich massiv in die Hose. Musste eben noch eine Runde sehr nahe am Abgrund drehen .

    Den Rest mit den Grundbausteinen sind bekannt. Es ist auch der einzigste Weg den ich empfehlen kann, da er der einzigste Weg mit größtmöglicher Risikominimierung ist. Das verstehe ich unter Verantwortung tragen ohne verantwortlich zu sein wenn es jemand nicht schafft. Es heißt Selbsthilfe und kein Nachtragen der Selbsthilfe.

    Gruß Hartmut

    Hallo Sunshine,

    Zitat

    Nur das ich auf der anderen Seite der Theke stehe.

    Ist nur ein Spruch (bei uns um die Ecke) wenn ich eine Situation oder Zustand von der anderen Seite betrachte. Sinnbildlich "erst nass, jetzt trocken "

    Zitat

    n der nassen Zeit drehte es sich um den Alkohol und in der Trocken Zeit ist es ja nicht Anders.

    In der nassen Zeit hat der Alkohol eine aktive Rolle gespielt, in der trockene Zeit spielt er eine Passive. Ich kann ihn ja nicht wegdiskutieren weil ich trocken bin. Muss ja weiter aufpassen was ich angeboten bekomme. Um das ging es ja hier bei meiner Antwort.

    Es gibt Alkohol aber er macht mir nichts. Er springt mich nicht an oder läuft mir hinterher. Es ist nur ein toxisches Getränk. Löst bei mir nichts aus aber es gibt ihn. Vielleicht kannst du damit was anfangen .

    Theke war eventuell auch das verkehrte Wort. Hätte auch Ladentisch schreiben können.


    Gruß Hartmut

    Hallo Cadda

    Zitat

    Aber es kann sein, dass ich diese Gedanken bzw Situationen noch mehr durchspiele, weil ich noch am Anfang stehe.

    Ist ja auch richtig. Je mehr von deiner Krankheit wissen umso besser. In der nassen Zeit drehte es sich um den Alkohol und in der Trocken Zeit ist es ja nicht Anders. Nur das ich auf der anderen Seite der Theke stehe.

    Eine Bekannte von mir leidet unter Laktoseintoleranz mag aber grundsätzlich keine Milch. Nun bekommt sie auch hin und wieder bei Bekannten laktosefreie Milch angeboten :lol: Ich sehe es mittlerweile Humorvoll an, wenn da mir jemand alkoholfreies Bier anbietet. Ich bin ja nicht wegen meiner Krankheit auf Missionierung-Tour, bedanke mich höflich und bitte um ein anderes Getränk.

    Gruß Hartmut

    Hallo ClaudiA

    doch, „Alkoholfreier Rum“gibt es. Die Industrie sorgt schon dafür das Menschen die eigentlich keinen Alkohol trinken, Schrittweise an den Geschmack zu gewöhnen und trockene Alkoholiker wieder zurück ins Boot zuziehen. Ist ja besser für den Gewinn jemand süchtig zu halten. Meine These.

    Ich bin auch darüber hin weg zu erklären warum ich ein Getränk nicht möchte.

    Gruß Hartmut

    Hallo Carl Friedrich

    aus dem anderen Thread.

    Zitat

    Ist Alkohol wirklich an allen Orten gleichermaßen gefährlich für mich?

    Das muss jeder für sich selbst herausfinden. Ändert jedoch nichts daran das Alkohol, egal wo, immer Alkohol bleibt. Ich bin ja nicht betriebsblind als Trockener Alkoholiker und mir begegnet auch der Alkohol.

    Ich gehe auch einkaufen und laufe am Alkohol vorbei und er macht mir „offensichtlich nichts aus“. In meiner Anfangszeit war es auch ähnlich und ich beachtete ihn auch nicht. Jedoch kam ich mal zu einer Zeit rein, da hat es einen Sektstand mit Proben gegeben und die Gedanken an meinen „Lieblingsstoff“ waren plötzlich da. Es geht ja nicht darum das er für mich überall gefährlich ist, nur darum, egal wo, es gefährlich werden kann.


    Gruß Hartmut

    Hallo Ernest

    Alkohol ist an jedem Ort gleich und die Sucht macht da keinen Unterschied. Warum sollte ich da als Alkoholiker einen Unterschied machen? Ist für mich ein Beschönigen, ein Abmildern und lässt mir eine Hintertür offen .

    Zitat

    uch mit knapp 60 Jahren kann/will ich in die Zukunft blicken und diese auch gestalten und nicht paralysiert durch vegetieren.

    Ich habe aufgehört zu Saufen aber nicht aufgehört zu leben. Ich passe es nur Trocken an .

    Gruß Hartmut

    Hallo Emma

    Zitat

    Allerdings wer mit einen entsprechenden Charakter mal zusammen gelebt hat, erkennt halt dann diese Muster.

    Das glaube ich dir. Ich kann es nur von mir sagen das ich mir da auch sehr schwer getan hatte. Vielleicht ist es Beides, die Sucht und der eigene Charakter. Das jedoch zu ergründen ist sehr mühsam und für mich irrelevant. Leider schaffen es nicht Alle und Welche die es schaffen sind immer mit der Sucht verbunden. Nun gehöre ich auch nicht zu den Alkoholikern, die bis ins Detail zurückschauen, nachschauen und Verhaltensweisen ergründen die eventuell zur Sucht geführt haben könnten.

    Gruß Hartmut

    Hallo Emma

    wurde denn Narzissmus bei deinem Lebensgefährten diagnostiziert oder ist das nur deine Annahme da du von narzisstische Züge sprichst ? Für mich ist es ein Unterschied.

    Nun ist es auch ein Bestandteil der Krankheit sie nicht anzunehmen und mit allen Mitteln von sich zu weisen. Wenn jemand dann von sich auch noch sehr überzeugt ist und immer den "Straken" markierte umso mehr geht er lieber in Die Selbstaufgabe als die Krankheit einzugestehen.

    Zitat

    Ich kann mich mit einem Patentrezept nicht zufriedengeben.

    Kann ich verstehen. Gibt es überhaupt eine Antwort für einen CO die ihn zufriedenstellt ? Ist das nicht ein Bestandteil der Krankheit sich immer wieder im Kreis zu drehen ?

    Gruß Hartmut

    Hallo

    Zitat

    Mit dem Ausdruck "Demut" vor der Sauferei kann ich mit dem besten Willen nix anfangen.

    Ich habe mir da auch schwer mit getan. Demut heißt für mich, das ich die Krankheit mit allen Außenmaßen für mich akzeptiert habe und keinen Groll gegen sie hege. Das es keinen Sinn macht gegen den Alkohol in der Sucht anzukämpfen. Das lässt mir die Gelassenheit mit ihr trocken zu leben.

    Wenn Demut jedoch in Verbindung mit höheren Mächten gebracht wird, halte ich nichts davon.

    Gruß Hartmut

    Hallo Thomas

    wer bist du denn das du meinst das es auf dich bezogen ist?

    Deine Interpretationen sind deine Sache auch wenn ich sie nicht nachvollziehen kann gebe mir Mühe sie zu verstehen. Ich schließe von mir nicht auf Andere. Ist nicht meine Art. Mich freut es zwar wenn einer es schafft aber es bringt mich nicht um wenn er wieder Sauft. Aber irgenwie scheinst du angepisst zu sein oder warum wirst du mit einer Küchenpsychologie persönlich?

    Zitat

    Dich ja! Dich hat es jahrelang nass gehalten, das kann tausend Gründe haben....

    Neee , nur die Sucht hat mich Nass gehalten.

    Zitat

    Aber muss das deswegen bei jedem anderen, konkret bei mir, genauso sein?

    Nein muss nicht. Deswegen ist es ja ein Austausch, keine Aufforderung sondern kann ein Hinweiß für den eigenen Weg sein.

    Zitat

    hast Du schon mal drüber nachgedacht, dass Du Dich bei der Anzahl Deiner bisherigen Rückfälle mit Deiner trockenen Phase nur immer zwischen zwei Rückfällen bewegst?

    Ich glaube das wir beide eine unterschiedliche Auffassungsweisen von Rückfällen haben. Ich hatte in der nassen Zeit Trinkpausen gemacht, weil ich wusste das was nicht in Ordnung ist aber in der hintersten Ecke noch nicht eingestehen konnte Alkoholiker zu sein. Ob das nun Rückfall oder Beendigung eine Trinkpause war ist auch Shit Egal. Ich hatte ja wieder gesoffen.

    Mein erster Versuch , ohne jedoch irgendwelche Änderungen oder den Befolgen der Grundbausteine trocken zu werden , war hier im Forum. Das ging in den besagten Tiefpunkt. Ab da war es erst für mich möglich.

    Zitat

    Es kann in Deiner Welt nicht sein, dass es jemand auf Anhieb schafft

    Oh doch da kenne ich Einige und habe auch nichts anderes behauptet.

    Zitat

    Und was auch immer dann dazu geführt haben wird, dass ich dann noch immer trocken bin: Der nackte Trotz Dir gegenüber und der Wille, den Beweis anzutreten, dass der bloße Verweis auf die Dauer der Abstinenz und die Herleitung der weiteren Abstinenz daraus Dünpfiff sind, werden sicher ihren Anteil daran haben.

    Ja , dann mal viel Erfolg. Wenn mir jemand von Versagen bei einer Krankheit spricht hat er sie für mich nicht verstanden oder befindet sich noch im nassen Wettbewerb.

    Ich wünsche dir es das du es schaffst . Das Zeug hast du dazu. Freue mich wenn du dich in 7 Jahren wieder meldest.

    Gruß Hartmut

    Hallo zusammen,

    nun habe ich im Forum auch gelesen das einige Alkoholiker die Flaschen verstecken um seine Sucht von den Angehörigen zu verheimlichen.
    Wieso macht das denn ein Alkoholiker wenn ihm die Angehörigen „Shit Egal“ sind? Er könnte doch offensichtlich Saufen.

    Klar ist das auch ein internes Eingeständnis alkoholkrank zu sein aber da muss ja noch ein Teil funktionieren das ihm sagt „Es solle keiner merken“ damit die Angehörige sich keine Sorgen machen.

    Da ich keine Flaschen versteckt, heimlich entsorgt habe. würden mich Erfahrungen von CO und Alkoholiker interessieren.

    Gruß Hartmut

    Hallo

    zu dem Thema "Hoffen" in einen andren Thread hier mal meine Erfahrungen aus meinem Weg.

    Als ich begann meinen Weg zu gehen, war Hoffen es zu schaffen eine Grundvoraussetzung. Wie konnte ich es denn wissen das es zum Erfolg wird wenn ich jahrelang gescheitert bin aufzuhören.Da hatte ich doch auch meinen Verstand benutzt. Warum funktionierte er denn in der nassen Zeit nicht?

    Mit dem Aufzeigen der LZT, wie es funktionieren kann und dem Umsetzten der Grundbausteine kam erstmal der Glaube dazu, das es funktionieren könnte. Erst das Erleben des trocken Weges gab mir die Sicherheit.

    Im Vornherein sich schon als Zampano zu präsentieren und alles im Griff zu haben und es für alles eine logische Lösung gibt oder sich bewusst zu sein das mein Handeln zum trockenen Weg führt, hat mich jahrelang nass gehalten. Ich kann die Auswirkungen von Krankheiten zwar entgegen wirken, präventiv sein, aber das Ausmaß nie voraussehen.

    Ich bin als Mensch mit Hoffen, Glauben und Ängste ausgestattet. Kann es zwar erklären aber nicht wegdiskutieren.

    Gruß Hartmut

    Hallo Danja,

    Nun haben viele Alkoholiker den CO-Partner jahrelang um den Finger gewickelt. Beschwichtigt das es nicht so schlimm ist, dann Besserung gelobt , Co beruhigt, bis es wieder eskalierte und dann wieder von vorne manipuliert.

    Wo unterscheidet ein „geheilter Co“ das Gesunde vom Kranken? Vielleicht etwas anderes ausgedrückt. Klingelt da auch irgendein „Suchtzentrum“

    Ich habe es einfach.Ich muss nur nicht mehr Saufen.

    Gruß Hartmut