Beiträge von Hartmut

    Hallo Rennsemmel,

    nun gibt es verschieden Ansätze trocken zu bleiben und der dich trocken hält, ist der Richtige. Am Anfang ist es schwer das raus zu finden. Ich hatte meine Gedanken nicht zu Ende gedacht, da es für mich immer die Gefahr barg, eine Lücke im Denken zu finden, die das Saufen gutheißen würden.

    Am Anfang war ich ja auch noch voll mit nassen Gedanken, die ja nicht nur „gesunden normales Denken“ beinhalteten, sondern von den Suchtgedanken gesteuert wurden.

    nun gehöre ich auch nicht zu den Menschen die immer wieder in etwas rumwühlen oder etwas aufarbeiten müssen, was in der Vergangenheit war. Aber das ist ein anderes Thema. :lol:

    Gruß Hartmut

    Hallo ,

    der Widerspruch.

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    Manchmal spielt sich bei mir noch der Sehnsuchtsgedanke des Berauschtseins in den Vordergrund. Manchmal läuft mir bei visuellen oder gedanklichen Bildern die Spucke in den Mund.

    dann

    Zitat


    Das gesellschaftliche Zusammensein nach dem Sport benötige ich für die innere Zufriedenheit.

    da du deine innere Zufriedenheit nur dann findest, wenn du dich mit Menschen zusammensetzt die dabei auch trinken. Meinst du nicht das gerade deine aufflammende Suchtgedanken erst dadurch verstärkt werden?

    Zitat

    Hartmut, ich renne dem Alkohol nicht hinterher. Er ist leider in der Gesellschaft fest verankert.

    Fest verankert sehe ich den Alkohol nicht. Es gibt ihn, mehr nicht. Ist es nicht eher das Bild der "Verankerung" das sich bei dir im Kopf festgesetzt hat und deswegen daran festhallst, um im Vornherein schon zu sagen, das es gar nicht andere geht ? Setzt du dir da nicht selbst eine Grenze ?

    Wenn mir jemand sagt, es geht nicht anders, sind es ja seine Grenzen, aber nicht meine.

    Gruß Hartmut

    Hallo,

    Zitat

    Bin ich stabil? Hm, um ehrlich zu sein, nein. Ich glaube, ernsthaft 100% stabil ist man erst, wenn man tot ist. Bis dahin sitzt die Sucht immer im Nacken. Manchmal spielt sich bei mir noch der Sehnsuchtsgedanke des Berauschtseins in den Vordergrund. Manchmal läuft mir bei visuellen oder gedanklichen Bildern die Spucke in den Mund.

    Kenne ich auch von den Anfangsmonate . Aber nach 2, 5 Jahren sowas noch zu erleben ist mir ( bisher)fremd. Jedoch läufst du ja dem Alkohol auch hinterher und setzt dich bewusst, in einem Alkohol trinkenden Umfeld aus. Dann wundert es mich nicht.

    Zitat

    Das gesellschaftliche Zusammensein nach dem Sport benötige ich für die innere Zufriedenheit.

    das widerspricht sich mit deiner ersten Post. Nun habe ich mir eben gerade, weil ich ein sehr geselliger Mensch bin , eben ein weitestgehend trockenes Umfeld aufgebaut. Es funktioniert . Ich bin weit weg von Suchtgedanken.

    Schön das du es wenigstens so schreibst wie du es machst.

    Gruß Hartmut

    Hallo Mario,

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    Unangenehmt ist mir eher der hier mittlerweil herrschende Stil und die Art und Weise des Gegenwindes. Ich habe für mich entschieden dass ich das nicht nötig habe.

    Das kann ich nachvollziehen aber der Stil hat sich nicht verändert.

    Gruß Hartmut

    Hallo Mario,

    Gratulation. 500 Tage ist schon was. Nun war es bei mir das ich erst die Tage zählte, dann die Monate und nun muss ich aufpassen das ich den Jahrestag überhaupt bemerke. :) Weiter so!

    Zitat

    Diese Zeit hat mich gelehrt dass ich meinen eigenen persönlichen Weg finden muss,

    Nie wurde auch was anderes gesagt. Es gibt auch kein übergestülpten Weg, sondern nur den Weg der all möglichen Gefahren aufzeigt.

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    aber persönlich gezeigt dass ein fixes Schema oder aufgestülpter Weg mit allergrosser Wahrscheinlichkeit bei mir zu einem Rückfall geführt hätte.

    Nun halte ich wenig von Glaskugel lesen :wink: Aber Eines ist sicher! Rückfällig wirst nur du und nicht der Weg. Ich laufe lieber auf einer sicheren geteerten Straße als auf einem morschen Untergrund.

    Ich halte es auch für verkehrt das du nicht hin und wieder über deinen Weg schreibst. Hast du Angst wegen dem Gegenwind, der meist von anderen kommt, um Gefahren aufzuzeigen oder ist es dir unangenehm, wenn nicht jeder deiner Meinung ist?

    Eines habe ich auch in den Jahren gelernt. Ich muss es mir recht machen und brauch auch nie eine Rechtfertigung für etwas was mir gut tut. Würde ich mich rechtfertigen, dann hätte ich innerliche Zweifel, doch nicht richtig zu sein.

    Gruß Hartmut

    Hallo Sunshine,

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    Anders sieht es aber bei noch nicht so gefestigten abstinenten Alkoholikern aus !

    Natürlich ist es bei mir auch so gewesen. Ich finde das es gerade ein Impuls für "junge" Abstinenzler sein kann, das eben nach jahrelanger Abstinenz der Alkohol kein Stellenwert mehr hat. (außer dass er mich umbringt) Deswegen finde ich auch das gerade die alten Hasen ihre Erfahrungen auch mit einbringen. So wie wir es eben machen :)

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    Hänge ich denn nicht gedanklich mein restliches Leben am Alkohol?
    Allein mit der Teilnahme an einer SHG wie dieser beschäftige ich mich doch immer wieder mit dem Thema Alkohol und Sauferei.
    Denn genau das ist doch hier Thema und ebenfalls in allen anderen SHG mit dem Thema Alkoholkrankheit.
    Ich werde doch immer wieder mit meiner Krankheit konfrontiert, und sei es nur beim nächsten Einkauf, wo ich etwas kaufe,
    was ich noch nicht kenne und es auf Inhaltsstoffe prüfen muss.

    Nun kommt es bei mir auf die Gedanken an. Betreibe ich gedankliche Prävention, das ich nicht mehr trinken muss oder gehen die Gedanken dahingehend, ob ich wieder trinken kann.

    Gruß Hartmut

    Hallo Mario,

    ja der liebe Schnee. Ich war bei dem Schnee Chaos Anfang Januar gerade im Berchtesgadener Land und musste meinen Aufenthalt um 3 Tage verlängern, damit ich wieder gut heim fahren konnte. Die Ecke wo ich wohne hat keinen oder nur minimalen Schneefall.

    Gruß Hartmut

    Hallo Kamarasow,

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    Ich war ein Entspannungstrinker nach einem anstrengenden Tag.

    hilft es dir dich zu katalogisieren warum du gesoffen hast?

    nun mag es immer Gründe gegeben haben warum ich gesoffen habe aber war nicht der alleinige Grund die Sucht? Nun bin ich ja schon ein paar Tage trocken und jeder Gedanke der aufkommt und mich zum Saufen bringen könnte, breche ich auf die Sucht herunter. Damit habe ich alle Türchen geschlossen.

    Gruß Hartmut

    Hallo zusammen,

    ich verbinde nasses Denken mit sucht orientiertes Denken. Wenn mich Suchtdruck überkommt und ich mir Gedanken mache das nun ein Glas Alkohol die Lösung wäre ist für mich genauso ein nasses Denken sowie auch, wenn ich mir im Vorfeld ausmale, dass mir ein nasses Umfeld nichts ausmacht. Ein Nichtalkoholiker kennt das ja nicht. Ob der eine das als negativ oder positiv einordnet ist seine Sache.

    Es ist wohl der heutigen Zeit geschuldet, jedes Wort auseinanderzunehmen, es zu dramatisieren oder etwas Schlechtes dran zu finden, ohne sich ansatzweise zu überlegen, dass es auch was Gutes bedeuten kann.

    Gruß Hartmut

    Hallo zusammen

    allgemein meine eigene Erfahrungen zur Diskussion.

    Je länger ich mich mit den Symptomen einer Krankheit auseinandersetze oder darin verweile umso mehr rufe ich sie herbei oder halte die Krankheit am Leben. Behandle ich nur die Symptome und erkenne die Ursachen umso schneller werde ich gesund. Es sei denn ich will krank sein.
    Ich muss akzeptieren das es eben auch unheilbare Krankheiten gibt.

    Wenn ich das auf die Sucht beziehe.
    Ursache: zuviel gesoffen
    Symptome: psychische und physische Auswirkungen
    Behandlung: Akzeptieren, schuchtspezifische Symptome erkennen und behandeln.

    Nun zu meiner Frage, wenn meine Erfahrungen stimmen.

    Warum soll ich dann Suchtgedanken zu Ende denken, wenn es mich darin nur festhält?

    Gruß Hartmut

    Hallo Kamarasow,

    Zitat

    Ich glaube, wenn man die Gedanken zu sehr zulässt, rückt der Rückfall immer näher


    Für mich ist es ein Unterschied ob die Gedanken von allein kommen oder ich sie bewusst herbeiführe und zu Ende denke. Kommen sie von allein, sind es die klassischen nassen Gedanken und ich kann dagegenwirken, da ich ja weiß das ich nie wieder als Alkoholiker saufen kann. Es bringt mich ja um.

    Hole ich sie bewusst hervor, dann bewege ich mich mit großen Schritten zum Rückfall, da ich noch nicht endgültig vom Alkohol kapituliert habe und im innersten noch denke, das ich eventuell doch kein Alkoholiker bin. Ich habe es noch nicht akzeptiert.

    Gruß Hartmut

    Hallo Caruso,

    willkommen zurück und ja ich erinnre mich auch noch an dich. :) Zu meinem 1/2 Jahr Trocken Geburtstag hast du mir auch nett gratuliert Es fing so an. "So lange muss ich dich schon ertragen" :lol:;) Jedoch auf die nette Art.

    Hier wird gerade vom persönlichen Tiefpunkt gesprochen. Ich bin der Ansicht. Wer erkennt das er Alkoholkrank ist und realisiert das es eine tödliche verlaufende Krankheit ist, hat seinen Tiefpunkt erreicht. Ab der Akzeptanz dreht es sich nur noch wie ich es schaffe da raus zu kommen . Der eine sofort, der andere säuft sich zu Tode.

    Gruß Hartmut

    Hallo Pellebär

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    Woran erkennt du denn, ob ein Argument vorgeschoben ist?

    Wenn ich mir Gedanken mache an einer Festivität teilzunehmen die im Vorfeld schon eine Gefahr sein könnte, anstatt mir Alternativen zu suchen was mich eben nicht in Gefahr bringt.

    Eine Strategien sich zu erarbeiten wenn ich auf Alkohol treffe ist sehr wichtig und war auch immer ein Bestandteil meiner Trockenarbeit. Jedoch muss ich ja nicht auf den Alkohol zu laufen um ihm die Stirn zu bieten.

    Zitat

    Ich hatte zugelassen, dass der Alkohol für mich entschieden hat, dass er mich um meine Freiheit gebracht hat, mir Panikattacken beschert hat, mich depressiv und lebensmüde gemacht hat.

    Interessante Sichtweise. Ich hatte es nicht zugelassen, die Sucht (Krankheit) hat mich dazu getrieben immer weiter zu saufen. Ich wurde ja nicht bewusst krank obwohl ich im Vorfeld wusste wo es enden kann.

    Nun spreche ich ja auch aus Erfahrungen mit den Argumenten. Da war ich ja nicht anders am Anfang meines Weges. Ich musste jedoch feststellen das es mir eben nicht gut dabei ging und im Nachhinein (Tage danach) noch Auswirkungen hatte.

    Gruß Hartmut

    Hallo Nordmann
    willkommen im Forum.

    Zitat

    Es war eher eine phsychische Abhängigkeit als eine körperliche

    Ist das nicht wurscht wo die Abhängigkeit bestand? Saufen hast ja gemusst oder nicht? Gut das du den Weg erkannt und dich auf den Weg gemacht hast.

    Gruß Hartmut

    Hallo Carpenter

    war paar Tage nicht da dann sehe das du hier nach zig Monate rein kommst, etwas fern des Alkohol Themas schreibst und dich über mangelte Resonanz beschwerst? Was war denn der Anlass? Einfach Dampf ablassen? Eine Rechtfertigung für dein damaliger Abgang? Ein Lob abholen das du nun 6 Jahr trocken bist ? Was hast erwartet? Was ich toll finde das du noch trocken bist!

    Übrigens hatte ich dir da auch eine PN zum Schluss geschrieben die nie gelesen wurde. Soviel zur Resonanz ;)

    Dir weiterhin alles Gute

    Gruß Hartmut

    Hallo Cadda

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    Also haltet ihr es für ausgeschlossen, dass es Menschen gibt, die sich da nichts vormachen, sondern denen es ganz ehrlich nichts aus macht, sich ab und zu solchen Situationen auszusetzen, wenn ihnen danach ist?

    Wenn ich mir im Vorfeld eine Taktik ausmale, wie ich ein Fest mit Alkohol überstehen kann, dann ist das für mich nicht stimmig.
    Stimmig wäre es nur, wenn ich mir keine Gedanken machen müsste. Also brodelt ja was in mir.

    Ich setze mich unweigerlich der Gefahr bewusst aus und stelle meine Krankheit hinten an um nicht verzichten zu müssen. Nicht als Außenseiter dazustehen. Das ist meist der Grund Kompromisse einzugehen.

    Ob es Alkoholiker gibt, denen es nichts ausmacht, kann ich mir auch nicht vorstellen. Sich etwas vorzumachen ist ja auch ein Bestandteil der Krankheit.

    Gruß Hartmut