Beiträge von Hartmut

    Hallo Tom,

    Zitat

    Rechts und links in der Dienstagsgruppe streicht einer nach dem anderen die Segel.

    wenn ich das so lese und du da immer wieder hingehst, hast du meine Bewunderung. Das wäre effektiv nicht meine Gruppe.

    Sind die „zwangsweise“ dort oder haben die Auflagen dort zu erscheinen? Wäre es keine Gruppe würde ich es als ein nicht alkoholfreies Umfeld einteilen.

    Bei deinen ganzen Beurteilungen und Lösungsvorschläge fehlt mir irgendwie die Krankheit. Sind ja alles Alkoholiker. Die einen sind noch nicht soweit, die anderen werden daran verecken und welche , sowie Du, gehen den geraden Weg. Diese Mysterien bringt die Krankheit eben mit sich. Zudem ich ja nicht mein Denken übertagen kann. Gott sei Dank nicht :lol:

    Dann sehe ich in deinen Lösungen keinen Ansatz warum der Alkoholiker danach nicht wieder saufen soll .Trocken, legen, prügeln oder streicheln geht ja nur wenn ein Alkoholiker soweit ist, Hilfe anzunehmen. Aus finanziellen Sicht, das da Geld verbraten wird, ist eine ganz andere Sache .

    Aber da hat der Gesetzgeber dafür gesorgt. Es besteht eben ein Grundgesetzlicher Anspruch auf gesundheitliche Versorgung. Chronisch Kranke gehören eben dazu.

    Gruß Hartmut

    Hallo zusammen,

    möchte mal das Thema- Turbo-Trocknung zur Diskussion einstellen. Als ich trocken wurde oder besser gesagt, erstmal nüchtern, wollte ich alles was nass war im Sauseschritt hinter mir lassen.

    Mit der Zeit merkte ich jedoch das das nasse Hirn nicht mit der Geschwindigkeit stand halten konnte. Das machte natürlich Frust, da die Erwartung nüchtern zu leben und das fast gar keinen interessiert, sich nicht erfüllte. War ja normal für die nicht Trinkenden ein „nüchternes Leben“ zu führen und für die Nassen nur ein Hirngespinst von mir.

    Zudem auch sich nasse Gedanken die mir erstmal gar nicht auffielen , aber hier im Forum ungeschönt aufgezeigt wurden, auch dann noch häuften.

    Nun erkenne ich bei vielen die hier aufschlagen ein ähnliches Muster . Hat das Trocken werden ein System ?

    Wie habt Ihr das erfahren (LZT) und wie erfährt ihr es ( Neue)

    Gruß Hartmut

    Hallo Gotti

    Zitat

    Hartmut: Ich habe mich lange mit den Gedanken gequält, dass mein Mann es doch sehen muss, wie ich leide.

    Selbst wenn, konnte er nicht anderes handeln. Aber das ist ja nicht nur beim Alkoholiker so. Gibt auch gesunde Beziehungen, da ist es ähnlich. Da wird auch verharrt bis zum bitteren Ende. Ist das auch CO ? Oder Bequemlichkeit ? Materielle Gründe? Kinder ?

    Ob nun Alkoholkrank oder normal. Bei Alkohol ist es natürlich am einfachsten etwas auszumachen, was dafür verantwortlich ist. Ist aber für ein CO nur das Symptom nicht die Ursache.

    Gruß Hartmut

    Hallo Sunshine,

    Zitat

    Was interessiert Dich da die Internetsucht von Nachbars Lumpi ?

    ich mag Hunde :D .

    Deine Worte

    Zitat

    Sondern letztendlich geht es um DICH, was DU willst.

    Meine Worte

    Zitat

    Das wichtigste bin ich, was ich und wie ich mit meinen Erkrankungen umgehe.

    Bin sowas wie ein Jahres Raucher. (ähnlich Quartalssäufer). Hatte ja immer paar Jahren Pause zwischen drin. Aber du hast recht. Ich bin noch nicht soweit.

    Zitat

    TUN KOMMT BEKANNTLICH VON TUN

    nicht mit eigenen Waffen schlagen das geht ja schon gar nicht :wink::lol:

    Gruß Hartmut

    Hallo

    nun macht es für mich keinen Unterschied ob jemand vom Rauchen oder vom Saufen vereckt. Das Resultat stimmt. Alkohol ist bewusstseinsverändernd, also knallt es in die Psyche. Haue ich mir Gras auf die Kippen habe ich einen ähnlichen Effekt. Nun laufe ich heute auch in Gefahr von Allem und Alles süchtig zu werden .

    Zumindest was die Pharmaindustrie vorgibt und von Ärzten, Therapeuten oder sonstiges mit diagnostiziert wird. Ein gefundenes Fressen sind natürlich schon Menschen, die sich in einer Sucht bewiesen haben.

    Ich traue mich schon gar nicht mehr einen Kaffee zu trinken, damit ich nicht in die Koffeinsucht verfalle. Upps, ist schon spät, bin ich schon im Bereich der Internetsucht oder doch nur Computersüchtig ?

    Wieviel Süchte gibt es denn schon? Leider wird aus meinen Augen die Sucht inflationär eingesetzt und nimmt die Ernsthaftigkeit des ernsthaft Erkrankten Aber das ist ein anderes Thema. #

    Das wichtigste bin ich, was ich und wie ich mit meinen Erkrankungen umgehe. Oder wie Oscar Wilde einmal ausdrückte: Sich selbst zu lieben, ist der Beginn einer lebenslangen Romanze. Aber auch er wurde als krankhafter Narziss verschrien. Das Forum steht auch für ein suchtmittelfreies Leben zu erlernen und ich denke da ist genug Futter für jeden dabei.

    Wollte nur ein wenig Plaudern :lol:

    Gruß Hartmut

    Hallo Mario

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    Ich weiss nicht wie es euch am Anfang gin, aber bei mir spielt der Alkohol eine grössere Rolle als er es je in meinem Leben getan hat.

    In der nassen Zeit nahm der Alkohol die Kontrolle über mein Leben, in der Trockene Zeit übernimmt das Leben die Kontrolle über den Alkohol. Nicht zu verwechseln das ich den Alkohol jemals kontrollieren könnte. Zumindest Nass nicht.

    Da gehören weiterreichende Lebens und Verhaltensänderungen dazu. Das dauert und führt unweigerlich zu Achterbahnfahrten der Emotionen, die auch mit nassen Gedanken behaftet sind. Die müssen ja erstmal aus dem Kopf.

    Nass sein heißt, trinken müssen. Trocken sein heißt, trinken müssen verhindern. Ich weiß nicht inwieweit ich Gedanken verdrängen kann , ich weiß nur, das welche nicht förderlich sind. Zeit und Geduld gehört dazu. Aber nicht zum aussitzen sondern aktiv etwas verändern.

    Gruß Hartmut

    Hallo Cielo,

    wie weit er fortgeschritten ist kann er auch nur für sich selbst beantworten.
    Bewusste Pause machen und wieder anfangen ist jedenfalls ein Anzeichen das er damit Probleme hat. Ein Mensch der keine Probleme mit dem Alkohol hat setzt sich keine Pausen.

    Zitat

    ohne für mich ersichtliche "Entzugserscheinungen" .

    Ich konnte als funktionierender Alkoholiker gewisse Anzeichen schön übertünchen.

    Zitat

    Als ich die Trennung ausgesprochen hatte, trank XY sogar 6 Wochen keinen Alkohol.

    Kann sein aber kann auch nicht sein. Oder hatte er keine Möglichkeit heimlich zu trinken?

    Gruß Hartmut

    Hallo torosta

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    Jetzt haut mir bitte nicht wieder die Schaufel drüber.

    Habe gerade keine zur Hand und und interpretiere nicht so gerne.

    Deswegen wollte ich mal was wissen

    Zitat

    Dem Hausherrn schon Tage vorher erklärt, dass ich aus gesundheitlichen Gründen keinen Alkohol mehr trinke. Muss wohl an der Hausherrin vorbei gegangen sein

    Wie Sunshine auch schon gefragt hat. Gsundheitliche Probleme angegeben oder das du Alkoholiker bist?

    Nun kenne ich ja meine Bekannte und weiß auch wie so ein Fest abgeht. Selbst nach 10 Jahren weiß ich welche Bekannte eine Alkoholkrankheit bagatellisieren. Die Gründe sind mir da egal . Ich kann ja nicht die Bekannten sondern nur mich dahingehend verändern das ich auf der sichern Seite bin.

    Zitat

    Ok, ich bin abstinent geblieben, aber Kopfkino an.

    Was macht das Kopfkino jetzt?

    Gruß Hartmut

    Hallo

    ich zieh mal ein Vergleich wie sich das Muster zum nassen Alkoholiker ähnelt

    Aus dem Kontext gerissen.

    Zitat

    Dennoch bin ich überrascht, wie viele trockene Alkis partout nicht die Finger vom Nikotin lassen können. Dabei müssten sie doch genau wissen, dass ein Ausstieg aus der Sucht möglich ist.

    Das Wissen alleine reicht auch beim Rauchen aufhören nicht aus. In der nassen Zeit als Alkoholiker war es ähnlich. An Wissen mangelte es nicht.

    Zitat

    Was spricht dagegen, es erneut zu versuchen? Nichts, oder ?

    Natürlich nichts ! Nutz aber nichts, solange die Ausreden größer als der Wille oder Tiefpunkt ist. Von außen herangetragene und gut gemeinte Ratschläge verpuffen an der aktiven Sucht. Muss also auch hier von einem selbst kommen

    Aliengirl hat es geschafft aber mit Suchtverlagerung.

    Zitat

    Suchtverlagerung ja definitiv mehr Schokolade und sehr viel mehr Sport.

    Schokolade wäre ein Grund weiter zu rauchen. Sport dagegen aufzuhören. :lol:

    Zurück zum Thema. Nun halte ich es noch für immer für gefährlich beides gleichzeitig anzugehen. Aber es kommt ja nicht drauf an was ich denke sondern wie es der Einzelne für sich erfahren hat

    Danke bisher.

    Gruß Hartmut

    Hallo Carl Friedrich

    am Anfang, hatte ich auch noch gesagt, wir können uns auch über Artischocken unterhalten, die esse ich auch nicht. Nur ging das schon wieder in die Rechtfertigung. Mittlerweile ist es ja bekannt und es kommen eh meist nur noch Nachfragen von Menschen die ihr Trinkverhalten selbst in Frage stellen.

    Gruß Hartmut

    Hallo zusammen,

    mit zu dem Weg gehört ja die Erkenntnis erkrankt zu sein genauso dazu wie sich zu schützen.

    Immer wieder kommt ja das Thema auf wem oder wem sage ich nicht davon. Das wurde ja schon ausführlich diskutiert. Ich hatte es für mich auch so gehalten, das ich offen damit umgegangen bin aber nicht jedem erklärt hatte warum ich keinen Alkohol mehr trinken kann.

    Ich trinke keinen Alkohol reicht ja als Information. Wenn das Gefühl einer Rechtfertigung in einem aufkommt ist das irgenwie auch ein Anzeichen sich als gescheitert anzusehen.

    Gruß Hartmut

    Hallo zusammen,

    außer Aliengirl scheint es niemand gleichzeitig angegangen zu sein.

    Aliengirl ,
    wie sah es bei dir mit Suchtverlagerung aus? Hast du da Erfahrungen sammeln können?

    Nun kenne ich das vom Alkohol, da kam dann das „süße Leben“ dazu. Als ich in der nassen Zeit mit dem Rauchen aufgehört hatte, kam verstärkt Kaugummi Kauen oder Pfefferminz dazu. Hatte auch gleich den Effekt , das ich dachte, man würde die Fahne nicht mehr riechen.

    Gruß Hartmut

    Hallo Vollwaise,

    so wollte ich das lesen :lol:. Ich fühlte mich bei meinen Weg stabil, was jedoch nicht heißt, das ich mich am Anfang als Alkoholiker stabil fühlte. Da musste erst eine Zeit ins Land ziehen, bis ich alles verinnerlicht hatte, um mir wieder selbst zu vertrauen. Das Vertrauen zu mir hatte ich in den nassen Jahre verloren.

    Zitat

    Ich habe mich nicht mit dem Messer in die Wanne gelegt, weil mir kalt war. Ich wusste, dass ich unten angekommen war und das es nunmehr zum Schwur kommen musste, so oder so. Und das wird bei Dir, lieber Hartmut, nicht anders gewesen sein.

    Ich bin im Nachnein, auch wenn ich mir das sicherlich nicht zurückwünsche, meinem absoluten Tiefpunkt dankbar.

    Hätte ich Diesen nicht gehabt, wäre ich sicherlich weiter einen der viel umsagten individuellen Wege gegangen und Risiken in Kauf genommen, die mich immer wieder zurück an die Flasche geführt hätten. War ja in den Trinkpausen auch immer so.


    Gruß Hartmut

    Hallo Vollwaise

    komme mal hier her .

    Zitat

    ja, stimmt, Aliengirl hat das Forum hier gefunden, aber Aliengirl ist nicht stabil und ich (und sie selber auch) denke, dass das Forum alleine dauerhaft nicht reicht.

    Mir hat es dauerhaft ausgereicht obwohl ich eine riesige Unstabilität hatte. Es gibt überhaupt keine Stabilität in der Anfangszeit, nur eine Gefühlte. Die Stabilität braucht Jahre. Das macht auch die Anzahl der Hilfseinrichtungen, die ich für mich besuche nicht wett. Es geht nur um das Annehmen der Hilfe mit gleichzeitigen Umsetzen

    Ich kenne Alkoholiker die rannten von Hinz zu Kuntz und wurden rückfällig. Sie waren nicht nur wegen des Rückfalles enttäuscht , sondern nachträglich auch noch dem Glauben unterworfen alles gemacht zu haben und es gar keinen Sinn mehr macht. Sie hatten eben nichts verinnerlicht oder sich nicht die Zeit gegeben, bis es verinnerlicht werden konnte

    Ich habe da zwei Fragen an dich. Wie siehst du denn deine Stabilität oder was verbindest du mit Stabilität?
    Ich finde es auch ausgesprochen gut das du dich hier aktiv beteiligst und wir von deinen kurzen Erfahrungen teilhaben können. Mache weiter so.

    Gibst du die Erfahrungen auch an andere weiter, die noch Alkohol trinken und du das Gefühl hast sie müssten auch was an Ihrem Trinkverhalten ändern, weil du selbst ein Alkoholiker geworden bist und damit eine Rechtfertigung für die stigmatisierte Krankheit für dich hast?

    Die Welt trocken legen ist ja gerade bei „Neuen“ sehr ausgeprägt.

    Gruß Hartmut

    Hallo Aliengirl

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    Komischer Weise triggert mich beim Einkaufen wenig, bei mir sind es eher Worte wie z.B. „Bordeaux“ oder bestimmte Musik....

    Alle Sinnesreize waren mehr oder weniger jahrelang mit dem Saufen verbunden. Da kann das schon sein.

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    Ich würde gerne mit meinem kleinen Sohn in den Urlaub fahren, er wünscht sich Sandburgenbauen am Meer, hat jemand irgendwelche Tipps und Tricks auchim Urlaub standhaft zu bleiben

    Wenn du schon schreibst standhaft zu bleiben, gehe ich davon aus das du mit Urlaub Alkohol in Verbindung bringst. Würde ich nicht tun . Zudem empfehlen wir im ersten Jahr auf sowas zu verzichten.

    Gruß Hartmut

    Hallo Maskottchen

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    Ich möchte ganz sicher Niemandem zu nahe treten, merke aber, dass meine Frage unterschiedlich starke Reaktionen ausgelöst hat.
    Ich bin die Letzte, die sich hinstellt und euch hier Vorwürfe macht. Ganz bestimmt!

    Passt alles. Musst dich nicht rechtfertigen oder Angst haben das du jemand zu nahe trittst. Hast alles richtig gemacht. Es geht hier nur um den Austausch.

    Zitat

    ich denke, ich war nur noch Chancenloser.

    Das ist die Opferrolle in der du dich befindest (oder befandst ?) Heute bist du nicht Chancen los. Zeigst du gerade. Du suchst hier den Austausch, der hin und wieder hart geführt wird aber du gehst die Schritte in die richtige Richtung.

    Verharre aber nicht , sondern laufe munter weiter. Es ist dein Weg.

    Gruß Hartmut

    Hallo zusammen,

    nun lese ich immer wieder mal das einige Alkoholiker die gerade trocken werden wollen gleichzeitig das Rauchen aufhören möchten. Sich von allen Süchten in einem Abwasch entledigen ist sicherlich keine schlechter Gedanke. Nun liefen die beiden Süchte parallel miteinander und sind jahrelang gedanklich verknüpft gewesen.

    Ist das machbar oder sind Suchtverlagerungen vorprogrammiert und erschweren das trocken werden?

    Ich hatte in den nassen Zeit mit dem Rauchen aufgehört, in der trockene Zeit wieder angefangen, wieder paar Jahren aufgehört und zähle mich nun wieder seit 2 Jahren zu den aktiven Raucher.

    Gibt es da Erfahrungen , wenn ja , dann Feuer frei in diesem Thread.

    Gruß Hartmut

    Hallo Mario,

    Glückwunsch zu deinen ersten 100 Tage. Lass dir Zeit wenn es Gefühlsmäßig so lala geht und und du aktuell in einem emotionalem Loch befindest. Habe ich auch hin und wieder und das gehört zum Leben dazu. Muss ja nicht immer etwas pathologisches sein. Ich darf mir auch mal erlauben das es mir schlecht geht.

    Sollte jedoch das Loch in Verbindung zum Alkohol bestehen, kann ich dir nur aus meiner Erfahrungen heraus ans Herz legen . Schreibe dir die Finger wund.

    Gruß Hartmut