Beiträge von Hartmut

    Hallo

    ob und wie es andere machen und dabei zufrieden sind kann ich nicht beurteilen. Wer wen davon in Kenntnis setzt ist für mich auch nur am Rande von Bedeutung. Der Sinn ist ja nicht mich zur Schau zu stellen oder was Andere davon denken.

    Es geht um Eigenschutz und gehört zu einem alkoholfreien Umfeld dazu. Im alltäglichen Leben komme ich gewollt, ungewollt, durch mich, durch Andere in Berührung mit Alkohol. Wenn der Gegenüber nicht weiß, das ich Alkoholiker bin dann wird es immer wieder zu Situationen kommen mir Alkohol anzubieten. Sei es beim Essen, essen gehen, im Essen, in Gesellschaft , in der Arbeit, beim Arzt, im Sportverein.

    Das (vorgeschobene) Argument „Ich erzähle ja auch nicht von anderen schweren Krankheiten" ist für mich ein Eingestehen das Alkoholiker etwas anrüchiges , stigmatisierendes oder etwas mit Schwäche zu tun hat. Und ich selbst es nicht als Krankheit anerkenne.

    Zudem ich sehr viele Menschen kenne, die schwere Krankheiten haben und es bewusst mitteilen. Gerade Menschen die Krankheiten haben und sich durch äußere Stoffe (Allergien, Lebensmittel, Laktose, Asthma ) gefährden.

    Gruß Hartmut

    Hallo

    ihr glaubt doch nicht das ein jahrelanges Saufen verborgen geblieben ist? Wenn dann noch das Umfeld mit bekommt, das gar nichts mehr gesoffen wird dann zählen die schon 1 + 1 zusammen. Bevor ich in Erklärungsnot komme, sage ich lieber gleich was los ist. Selbst wenn ich es nur ausgewählte Menschen sage geht das rum wie die Feuerwehr. Diese Naivität hatte ich in der nassen Zeit, als ich noch glaubte alles im Griff zu haben.

    Nur mal so aus meiner Sicht

    Gruß Hartmut

    Hallo Florian,

    die Erkenntnis Alkoholiker zu sein ist genau so schmerzhaft, wie die Erkenntnis
    nicht rechtzeitig den Absprung geschafft zu haben. Ging mir am Anfang auch so. Mit der Zeit merkte ich, das ich nicht mit dem Alkohol einen inneren Kampf geführt hatte, sondern der Kampf nur mir galt.

    Das braucht seine Zeit. Gib sie dir einfach. Es geht hier nur um dich. Sowie es hier nur um mich geht.

    Gruß Hartmut

    Hallo

    Als ich hier angefangen hatte, schrieb ich alles was mir wegen der Sucht durch den Kopf ging im Forum nieder Selbst wenn ich das Gefühl hatte das es „Müll“ war, waren viele Langzeittrockene da und haben den so richtig recycelt und es blieben wertvolle Werkstoffe über.

    Gruß Hartmut

    Hallo

    Zitat

    jedem seine gedankliche Strategie, oder?

    Wenn ich dem Alkohol noch eine Macht einräume (auch hypothetisch) bin ich gedanklich noch nicht fertig mit der Kapitulation. Er tut mir nichts, er läuft mir nicht nach. Er macht ja nichts außer ich personalisiere ihn.

    Zitat

    Aber es ist Dein Thread, ich möchte den eigentlich nicht mit Dingen vollmüllen

    Nö, immer noch Meiner :) Der Thread ist für alle da und war ursprünglich von mir im Jahre 2008 aus Unsicherheit ins Leben gerufen worden.


    Gruß Hartmut

    Hallo Sunshine,

    Zitat

    Ich habe allerdings mitunter den Eindruck, das manche Menschen gern in einer Opferrolle verbleiben, es sich darin auch recht "gemütlich" eingerichtet haben. (Und ich meine hier nicht nur Angehörige von Alkoholikern !)

    Das kenne ich auch. Mit der Einschränkung das ein Verhalten in der Opferrolle bei Einigen noch zur Krankheit gehören. Jedoch gibt es auch welche die dadurch fehlende Aufmerksamkeit bekommen. Ist immer schwer zu beurteilen. Als ich es erkannt hatte Alkoholiker zu sein und es verstand das es eine Krankheit ist und ich dagegen aktiv was machen muss , ab da verließ ich die Opferrolle.

    Nun wollte ich auch keine Never Ending Story schreiben. Das wäre mir passiert, wenn ich ständig an der Krankheit festgehalten hätte oder von Außen aus mit „therapeutischen“ Maßnahmen festgehalten geworden wäre.

    Ich hatte, ähnlich wie du, zurück geschaut, verarbeitet und Schutzmaßnahmen für ein Rückfall eingebaut.

    Gruß Hartmut

    Hallo Maskotchen

    Zitat

    Warum meiden therapierte Alkoholiker den Rückblick?


    meinst sicherlich trockene Alkoholiker. Ob das nun alle meiden kann ich dir nicht sagen . Ich war zumindest in keiner Alkoholtherapie, hatte keinen Therapeut ,da mein Verhältnis dazu gespalten ist. Ich bin mit dem Forum trocken geworden.

    Ich meide auch nicht den Rückblick, ich brauche ihn ja nicht für mein jetziges Leben. Ich muss auch nicht alles rückwirkend verstehen wenn ich vorwärts lebe. Ich weiß ja was passiert ist.

    Gruß Hartmut

    Hallo Maskottchen

    dann kann ich dir nur den Tipp geben das du an das Erreichte, für dich positive anknüpfst und das Aber weg lässt. Es nutzt ja nichts immer wieder Gegenargumente zu suchen, die einem im Hamsterrad oder Opferrolle fest halten .

    Den Thread hatte ich ja eröffnet um Fragen an den Alkoholiker zu stellen. Damit eventuell ansatzweise es ein Verstehen gibt. Nicht um Lösungen zu präsentieren, die Einzelne benötigen, aus Ihrer Missere raus zu kommen.

    Gruß Hartmut

    Hallo Carl Friedrich,

    Zitat

    Ist Karstens thread

    Nö, ist oder war Meiner. Du darfst dich gerne austoben :lol:

    Hallo Florian,

    Zitat

    Hypothetische Situation

    ich bin kein Freund von Hypothesen in der Sucht.

    Zitat

    Wenn ein Mensch

    Welcher Mensch? :wink:

    Aber ich weiß was du meinst.

    Gruß Hartmut

    Hallo Gotti

    Zitat

    Meine Schuld ist getilgt - ganz einfach, weil ich ein gläubiger evangelischer Christ bin, und somit eben alles abgeben kann, Vergebung bekomme und auch vergeben kann. Letzteres übe ich immer wiede

    nun habe ich katholisch werden müssen. Ich müsste nur zur Beichte und dann ist es auch vergeben . Nur halte ich von diesen ganze Konfession gebunden Glauben nichts. Konnte es für so abschließen.

    So ähnlich sehe ich es auch " Kann ich mein Problem nicht ändern, dann ändere ich die Einstellung dazu. Ist ein Prozess der bei Einen länger, bei dem Anderen schneller geht. Jeder in seinem Tempo ohne in der Opferrolle zu verharren.

    Gruß Hartmut

    Hallo zusammen,

    erfasst am: 05.01.2008, 13:59 Titel: Alkoholiker Light?

    es ist immer wieder mal interessant auf seine Anfänge in den Archiven des Forums zu schauen um die eigene Ängste, eigene Bereitschaft etwas für sich zu tun und die Einwicklung von sich selbst und dem Forum zu beobachten.

    Da war ich gerade mal um die Nasenspitze "angetrocknet" und hatte einen anderen Nickname. Rebellion in eigener Sache.

    10 Jahre ist der Thread alt und es steht so einiges drinnen was für mich heut noch aktuell ist.

    Gruß Hartmut

    Hallo Maskottchen hat sich überschnitten.

    Zitat

    Aber die Vergangenheit löscht ihr schon gern aus und beerdigt sie unter dem Deckmantel- ich war ja krank-...

    Wer ist IHR und wer macht das gern? Ich lösche nichts aus, ich kann es aber auch nicht mehr ändern.

    Zitat

    .Aber was ist nun mit mir


    Hast doch geschrieben

    Zitat

    Damit habe ich nichts mehr zu tun. Heute bin ich jemand Anderes.


    Gruß Hartmut

    Hallo Maskottchen,

    das ist ja ein Thread der Sichtweisen von Alkoholiker wieder spiegelt. Ob oder was ein CO für sich umsetzen kann liegt in seinem Weg den er geht.

    Deswegen enttäuscht du ja nicht. War ja keine Aufforderung.

    Gruß Hartmut

    Hallo Thomas,

    Zitat

    Hartmut, unterschreibe ich Dir FAST alles...

    sag sowas nicht, ich bin im Verkauf und reagiere freudig über Kaufsignale :lol:

    Für mich ist es stimmig was du schreibst. Muss ja bedenken das ich aus meinem IST und du aus deinem IST Zustand schreibst. Am Anfang des Weges hatte ich, wie geschrieben, auch die Stellschrauben /Verhaltensweise verändert.

    Zitat

    Er ist Gladbach-Fan, ich BVB...

    Da ist ja wohl keiner von Euch perfekt, wenn das Eure Vereine sind :lol: Tzzzz.. (Spässle)

    Gruß Hartmut

    Hallo Thomas

    ich spreche vom Rückfall und nicht die Umstände wie ich zum Saufen kam. Ich wurde Alkoholiker weil ich den Absprung nicht mehr schaffte.

    Wenn ich heute meine 30 Jährigen Geschichte durchleuchte, was im Nachhinein fast gar nicht mehr geht, da sich das Bild mit den Jahren verfälscht, gibt es Anlässe wo ich getrunken hatte und als Alkoholiker die Anlässe dazu nahm um Saufen zu können, dürfen , müssen . Solange ich noch Anlässe, Gründe oder Umstände suche die mich rückfällig werden lassen könnten ist das im Vorfeld schon eine Rechtfertigung meines Rückfalls.

    Natürlich hatte ich am Anfang auch Stellschrauben im nassen Kopf verändert um mich zu schützen ( Grundbausteine). Das Verhalten verändert , Belohnungssystem langsam umgeschrieben. Ging auch nicht von Heut auf Morgen. Trocken werden ist kein Sprint, es ist ein Marathon.

    Gruß Hartmut

    Hallo Thomas,


    im anderen Thread steht von dir.

    Zitat

    Aber wie man den Rückfall verhindert, ist sicher individuell verschieden und hängt irgendwo auch davon ab, welche UR-Sachen es gibt, wieso ich oder wer auch immer gesoffen hat (und ich habe absichtlich nicht "Gründe" geschrieben)

    Die Sucht ist die Ursache und Gründe werden zum Mittel genommen wieder Saufen zu wollen. Das ist meine Erfahrung .

    Vielleicht habe ich es auch falsch verstanden was du damit meintest.

    Gruß Hartmut