Beiträge von Hartmut

    Ergänzung

    es ist jedoch auch wichtig was jemand bei einer Schuld empfindet oder wie er es für sich sieht. Ich habe damit keine Probleme (mehr) Sie Tut mir ja nichts mehr. Ist ja aufgearbeitet . Ich kann jedoch mit dem Wort Sühne nichts anfangen :lol: Buße /Sühne ist für mich negativer besetzt als Schuld.

    Gruß Hartmut

    Hallo Lütte,

    Zitat

    Zitat:
    Natürlich bin ich als Alkoholiker schuld was ich im Suff angestellt habe

    Zitat

    In wie fern bringt Dich diese Feststellung weiter?

    gehörte bei mir zu der vollständige Akzeptanz Alkoholiker zu sein dazu. Das ich eben nicht nur mir, sondern auch Andere damit geschadet hatte.

    Zitat

    Was ist Schuld?

    Bevor Alkoholiker- Wissentlich jemand dazu zu benutzen um mein Saufen nicht zu unterbrechen und dadurch dem anderen einen Schaden zu zu fügen. ( zum Beispiel-Emotionale Erpressung) Als Alkoholiker - Das auch durch das Krankhafte Verhalten sich nichts geändert hat.

    Zitat

    Wer definiert Schuld?

    In meinem Fall nur Ich . Die Schuld bleibt, jedoch kann ich durch die Aufarbeitung gut damit umgehen. Ich kann es zwar für mich abmildern, da ich recht schnell, für mich und Andere für sich, Konsequenzen gezogen hatte/wurde aber es ändert ja nichts im Nachhinein.

    Gruß Hartmut

    Hallo Gotti

    wir kennen uns zwar virtuell schon ewig, fast 10 Jahre (solange hält so manche Beziehung nicht :) ) Aber weiß nicht, auf der Stelle , was dir wider fahren war. Bist CO und dein Mann ist trocken oder bist schon getrennt?

    Also erstes gehe ich mal nur von mir hier aus und zwar so , wie ich das ungeschönt sehe. Da sich nun nicht gerade ein aufbäumen aus der Alkoholiker Seite entfacht wurde , interpretiere ich das es so auch stimmig ist.

    Zitat

    Meine "Schuld" - ist gelöscht.
    Und das ist gut so.:!:

    Wer hat diese gelöscht ? Wie kann eine Schuld gelöscht werden ?

    Ich lasse meine Schuld nicht löschen. Geht das überhaupt ? Ist Schuld nicht unheilbar? Ich bin doch froh diese erkannt zu haben.

    Gruß Hartmut

    Hallo HH,

    Zitat

    Also was hat mich wieder zur/an die Flasche gebracht?

    Die Sucht und das Bedürfnis wieder Saufen zu wollen. Die einzigste Chance wäre gewesen das du bevor das Glas in die Hand nahmst, Hilfe zu holen. Das wolltest ja nicht.

    Die Entwicklung bis dahin sehe ich ähnlich wie Carl. Nun ist ja irgendwann eine gelaubte Stabilität erreicht . Man fühlt sich ja Trocken nicht krank. Das Suchtgedächtnis springt nach Jahren auch nicht gleich wieder beim Anblick von Alkohol an.

    Einen aktiven Austausch, der mich mit trocken hielt zu verlassen, ist ja schon ein Anzeichen das etwas im Unterbewusstsein abläuft, was annehmen lässt "Es nicht mehr zu brauchen" Äußere Umstände, wie verlasen seines alkoholfreien Umfeldes oder weitere Schutzmaßnahmen, nicht mehr zu beachten, lässt einem sehr schnell wieder in ein altes Verhaltensmuster zurück fallen. Das Ende vom Lied ist dann der Glauben , trotz bessern Wissens, Alkohol wieder kontrollieren zu können.

    Gruß Hartmut

    Hallo Paul

    Zitat

    Männerschnupfen halt😩

    Jaaaaa, nicht zu unterschätzen und da wird das Ausmaß auch zumeist sehr unterschätzt, da der Ausgang schwerwiegend und einen unkontrollierten Verlauf nehmen kann, kann das auch nur ein Mitleider (ein Mann) vollziehen. Aber das kannst du ja im erweiterten Bereich bei mir nachlesen :lol:

    Gruß Hartmut

    Hallo Aliengirl,

    willkommen hier im Forum,

    Zitat

    War aber umso schauriger, dass alle Geschenke zu Weihnachten von meinen Verwandten an mich mit Alkohol zu tun hatten

    Als ich noch gesoffen hatte war das immer ein tolles Geschenk für mich. Mittlerweile wissen es ja die Freunde damit ich es nicht mehr brauche. Hatte jedoch auch mal jemand dabei der sich angepisst fühlte, weil ich sagte, das ist nett aber ich trinke ja nichts mehr. "ich könnte es ja weiter verschenken" So ist das das wenn jemand etwas schenkt, der nichts von der Abstinenz weiß.

    Weiß dein Umfeld das du nichts mehr Trinken kannst ?

    Gruß Hartmut

    Hallo zusammen

    um mal wieder direkt auf das Thema zu kommen .

    Zitat

    Nur ganz kurz, ich mag das Wort Schuld nicht so. Für mich geht es um Aufarbeitung. Wie kam es zu dieser Situation und was kann ich heute tun, dass sie nicht mehr eintritt und ich mich in meinem Leben wohl fühle.

    Das ist ja schon mal wieder ein Anstatz weitere Frage zu stellen.


    Die Schuldfrage. Wer sich dieser Frage nicht stellt bleibt immer nass in seinem Denken.

    Natürlich bin ich als Alkoholiker schuld was ich im Suff angestellt habe. Auch wenn die Verantwortung die Krankheit trägt, ändert er es nicht das Leid was verursacht worden ist. Alles was danach passiert gehört zur Aufarbeitung. Dieses ganze rummachen, sich abzuwenden oder es auf die Krankheit schieben, ändert nur die eigene Einstellung aber nicht die Situation. Ich konnte ab einem Zeitpunkt mein Konsum nicht mehr steuern . Aber es gab eben Zeitpunkte davor die es mir ermöglichten.

    Genauso sehe ich es auch bei der CO Abhängigkeit. Wenn der Zeitpunkt weiteres Leid abzuwenden überschritten wird greift auch eine Schuld.

    Gruß Hartmut

    Hallo Thomas,

    bin kein Arzt ist aber auch eine Möglichkeit mal sich deswegen durch checken zu lassen.

    Zitat

    Oder einfach normal in der Phase, in der ich mich jetzt befinde???

    War bei mir auch so und ich hatte über 30 Jahre gesoffen. Das Hirn läuft ja dann beim Trocken werden auf Hochtouren.

    Habe sehr viel mit Kunden zu tun und weiß genau von was du sprichst. Im Zeitalter der Digitalisierung hatte ich mir am Anfang so ein App aufgeladen, drauf gesprochen, Einkaufzettel gemacht usw. Heute in meinem zarten Alter ist alles wieder da. Nur das was ich gerne vergesse das nicht ;)

    Gruß Hartmut

    Hallo

    Ist die Krankheit schuld was sie aus einem Menschen macht oder der Mensch, der es zulässt das er krank wurde ?

    Das war auch eine Frage die mich auch beschäftigt hatte, als ich nüchtern werden durfte.

    Schuldgefühle für Sachen die Leid verursachten , kamen in der nassen Zeit auch auf, wurden jedoch mit dem nächsten Rausch übertüncht . Das Leid wurde sogar noch verstärkt, weil im Suff Rechtfertigungs Mechanismus eingesetzt hatten und dadurch noch mehr Leid verursachte. Das erschwerende für einen Alkoholiker ist dann noch das Krankheit-bedingte, jämmerliche Selbstmitleid.


    Gruß Hartmut

    Hallo Thomas,

    Rauchen aufzuhören ist ganz einfach. Habe ich schon 100 mal gemacht :wink:

    Ich hatte schon in der nassen Zeit aufgehört , wieder in der Trockene Zeit angefangen, war dann 4 Jahre Rauchfrei und rauche seit 2 Jahren wieder. Und das Lieblingswort des Süchtigen "MORGEN" höre ich wieder auf.

    Zitat

    Ist der Mechanismus Rauchentwöhnung ähnlich wie beim Alk?

    Ähnlich. Anfangszeit ähnlich wie Entgiftung aber ohne körperliche Entzugserscheinungen. Das mit dem Geld ist richtig aber es bleibt am Monatsende auch nichts über. Was nicht zu unterschätzen ist , bei Alkoholismus sowie Raucherentwöhnung , die Suchtverlagerung.

    Ich würde an deiner Stelle das mit dem Rauchen aufhören angehen, wenn du stabil bist. Nicht nur gefühlt sondern auch zeitlich.

    Gruß Hartmut

    Hallo Thomas,

    Zitat

    Mir würde echt interessieren, ob und wenn ja wieso Du denkst, dass Alkoholismus ein Krankheit ist?


    Ja es ist eine Krankheit ,dafür brauche ich keine ICD-10 Zertifizierung oder eine Diagnosestellung von einem Arzt /Therapeuten. Als ich angefangen habe zu Saufen mag es verschiedene Begünstigungen gegeben haben, die meinen Konsum nach oben trieben, jedoch waren da auch einige dabei die genauso gesoffen hatten aber keine Alkoholiker wurden. Es bringt mir ja auch im Nachhinein nichts es zu ergründen warum Die nicht und warum Ich wurde.. Um die geht es ja nicht. Ich kam aus der Nummer nicht mehr raus.

    Ich hatte ja weiter gesoffen, die Abstände wurden kürzer, es kam Zittern dazu , ich konnte es nicht mehr kontrollieren und die ganzen anderen Auswirkungen (Trocken kotzen, Galle kotzen , Blut kotzen). Irgendetwas hat mich trotz dem Wissen „gezwungen“ weiter zu saufen . Als aktiver Säufer fühlte ich mich also krank. Psychisch krank. Suchtkrank. Trinkpausen eingelegt dem Körper ein Reset gegönnt, um weiter saufen zu können. Das macht keine Gesunder.

    Das Ende vom Lied , ich hatte keine andere Chance mehr , entweder aufhören oder zu verrecken. Also Hilfe musste her und ich schlug hier auf. Ich hatte auch Glück, ich hatte einen Tiefpunkt der da überhaupt keinen Spielraum mehr zugelassen hatte ob es eine Krankheit ist.

    Warum , wenn nicht krank, hattest du denn überlegt „ Pulsader oder aufhören“ Warum, wenn nicht krank, holtest du dir Hilfe , warum, wenn nicht krank, suchst du Wege auch hier im Forum?

    Zu deiner These Borreliose Krankheit. Nicht jeder Zeckenbiss verursacht, bei jedem eine Boriiolose. Das wäre dann auch für denjenigen keine Krankheit.

    Gruß Hartmut

    Hallo MieLa,

    willkommen hier im Forum,

    Zitat

    Ich bin seit knapp 4 Wochen nüchtern und in der anfänglich angestrebten Trinkpause ist die Erkenntnis gekommen, dass ich Alkoholikerin bin

    Ohne diese Erkenntnis hat es noch keiner geschafft .Gratulation zu deinen ersten 4 Wochen . Das ist schon was.

    Gruß Hartmut

    Hallo HH 48,

    ja alles weiter dann im erweitern Bereich. Ja da kann ich auch immer wieder neu hinweisen das ein kontrolliertes Trinken nicht funktioniert und warum es in diesem Forum auch ein Tabu ist.

    Gruß Hartmut

    Hallo Thomas,

    Bewertungen kann ich immer nur aus dem Ist Stand meiner Kenntnis machen. Es verändert sich jedoch mit der Zeit wenn ich dazu bereit bin. Nun kann ich in deiner Außendarstellung nur herein interpretieren das du irgendwie zeigen möchtest was für ein ganzer Kerl du bist. Nichts umhaut und für alles ein Lösung parat hast. Da kommt mir eine Frage auf.

    Ist deine Erkenntnis ein Alkoholiker zu sein, für dich eine Krankheit oder eine Niederlage, da du ja über dich selbst die Kontrolle verloren hast und es keine Heilung gibt?

    Gruß Hartmut

    Hallo HH48,

    als erstes möchte ich dich hier wieder begrüßen und dir danken das du den Mut hast hier von deinem Rückfall zu berichten .

    Aus einer langen Trockenheit rückfällig zu werden, weil der Glaube etwas zu kontrollieren was nicht zu kontrollieren ist sich wieder einschleicht und da wieder raus kommt, schafft nicht jeder.

    Das ein Wissen über die Krankheit noch in seinen kleinsten Detail nicht ausreicht und die Mechanismen des Suchtgedächtnis auch nach Jahren greifen ist und war dir ja auch bekannt.

    Ich bin gespannt wo dein trockener Weg aufgehört hat und was dich davon abgehalten hat, dich nicht vor dem Saufen hier zu melden . Es berührt mich gerade bei Menschen mehr, mit denen ich jahrelang zusammen den Weg in die Trockenheit ging. Es zeigt mir aber auch das es nie aufhört und ein Abweichen vom Weg immer der Anfang vom Ende ist.

    Zitat

    Ich bin wieder "aufgewacht" bin wieder klar im Kopf, seit einem Monat, und weiss wie mein weiterer Weg aussehen muss und wird.


    Ich denke den werden wir auch erfahren .

    Gruß Hartmut

    Hallo Mario

    wenn du dir der nassen Gedanken bewusst bist ist das gut.

    Zitat

    Ein guter Tipp den ich übrigens hier schon öfter gelesen habe und ich mittlerweile bewusst dagegen einsetze ist das weiterspinnen dieser Gedanken (Rückfall - kurzes Glück - wieder einmal kompletter Absturz - Situation noch schlimmer als beim letzten Absturz... etc).

    da hat jeder seine eigene Methode. Wenn es dir hilft ist das gut und behalte es bei.

    Ich jedoch denke oder male mir keinen Rückfall gedanklich aus. Ich habe akzeptiert das ich nicht mehr Saufen kann und gut ist. Was es bedeutet kenne ich aus der Saufzeit und aus meinem Tiefpunkt. Da halte ich mich an Fakten. Wer sagt mir denn ob sich beim "Weiterspinnen" sich nicht auch andere Gedanken einschleichen, die einen Rückfall beschönigen? Bin da lieber Pragmatiker.

    Gruß Hartmut