Hallo
mich würde mal interessieren inwieweit eine „Klassifikation“ und „Typologie“ etwas für mich bringt ? Außer dem Wissen darüber ändert sich ja nicht meiner Krankheit. Oder ?
Gruß Hartmut
Hallo
mich würde mal interessieren inwieweit eine „Klassifikation“ und „Typologie“ etwas für mich bringt ? Außer dem Wissen darüber ändert sich ja nicht meiner Krankheit. Oder ?
Gruß Hartmut
Hallo Thalia,
ich bedanke mich für unseren Austausch und kann sehr gut nach vollziehen das „weiter loslassen“ ein wichtiger Schritt für den Einen oder Anderen ist. Schön, dass du Trocken werden konntest und vieles auch hier weitergegeben hast. Ich lasse ein Leben lang von Sachen, Menschen, Ansichten und Gedanken ganz oder teilweise los.Genauso wie ich wieder an etwas festhalte was ich schon mal losgelassen hatte. Es ist was Eigenes.
Nun hat unsere Krankheit auch was von Loslösen von Alkohol zu tun aber es gibt kein Loslassen von der Sucht. Behalte deinen Weg so bei das du immer das Eine von dem Anderen unterscheiden kannst.
Gruß Hartmut
Hallo Hull,
ZitatWann wurdet ihr körperlich abhängig?
Mit dem ersten Schluck.
Ich tu mir schwer mit der Unterscheidung Psychisch und Körperlich. Die Psyche ist ja ein Teil die das Körperliche beeinflusst. Früher war das erste Zittern immer ein Anzeichen mal ein paar Tage langsam zu machen um sich etwas vorzumachen kein Alkoholiker zu sein. Das klappte ja auch ein Zeit lang dann eben nicht mehr.
Gruß Hartmut
Hallo Kossi,
wir sprechen hier auch immer von Kapitulation und geistiger Loslösung vom Alkohol. Deswegen schaue ich auch rückwirkend , wenn ich da überhaupt schaue, emotionslos auf die Auswirkungen der Krankheit zurück. Ich habe die Krankheit gestoppt und mir erschließt sich nicht, was da eine negative Betrachtungsweise bringen soll. Soll es abschrecken? Mich hat Abschreckung auch nicht in der nassen Zeit abgehalten weiter zu Saufen .
In einer rückwirkende Betrachtungsweise kann es ja auch passieren " Es war nicht gut aber auch viele Sachen waren nicht schlecht" Da würde ich der Sucht zu viel Raum geben. Natürlich kommen da immer wieder mal Erinnerungen auf. Das darf es auch. Es belastet mich heute nicht mehr.
Ich kann mir zwar vorstellen das gerade ganz am Anfang es eine Stütze sein kann das Negative hervorzuheben aber nicht bei einer stabilen Trockenheit.
Nun etwas am Thema vorbei. Nach meiner jahrelangen Erfahrungen wissen die meisten Alkoholiker warum sie rückfällig werden . Das liegt nicht in der Vergangenheit , nicht in der Zukunft, sondern nur im Hier und Jetzt.
Gruß Hartmut
Hallo zusammen,
nun angelehnt an vielen Post aus dem Forum kommt immer wieder mal bei Quartalstrinker ein Querdenken auf, was das eingestehen Alkoholiker zu sein betrifft oder gar Alkoholismus nicht als Krankheit anerkennen wollen oder können.
An was liegt das? Was macht es so schwer es zu akzeptieren?
Ist es die Zeitspanne zwischen der Suff und Trocken-Phase die es schwer macht ?
Würde mich mal freuen es aus der Sicht von Quartal Trinker (Quartal Alkoholiker
) zu lesen.
Gruß Hartmut
Hallo Hull
aus meiner jetzigen IST Situation ist mein Anspruch nie wieder zu trinken(müssen) Diese IST Situation hält auch schon über 11 Jahre. Ich weiß nicht wie morgen diese Situation ist. Wenn ich wieder Saufe dann ist es auch Shit egal welche Begründung ich dazu habe. Ob Charakter, Krankheit oder weil Schmitz Katze einen Unfall hatte. Denn wenn ich wieder Saufe wollte ich es in diesem Moment. Das Handeln ist bei einem Suchtkranken nicht nur vom Verstand abhängig.
Gruß Hartmut
Hallo Hull,
es war keine Antwort in der Frag. . Nur weil der eine Alkoholkrank wird und der andere nicht, hat das nichts mit Charakterschwäche zu tun. Das dieses weitläufig unter „Nichtsüchtigen“ angenommen wird ist mir bekannt.
Würde ja im Umkehr heißen , wenn ich mein Charakter verändere, wieder saufen zu können.
Da Charakter aus Gedanken, Verhalten, Gefühlen und Prägungen besteht müsste ich ja nur meine Persönlichkeit ändern und wäre geheilt.
Siehst du dich denn als geheilt an? Was zwar deiner Logik nach nicht machbar ist da, wie ich es verstanden habe, du Alkoholismus nicht als Krankheit ansiehst . Oder ist das von mir eine Fehlinterpretation?
Gruß Hartmut
Hallo Hull
Zitatim Prinzip habe ich die Thematik "Alkohol" für mich abgeschlossen und bin mir sicher, nie wieder in meinem Leben Alkohol zu trinken
Herzlichen Glückwunsch , ich kann es nicht.
ZitatAlkoholismus ist in meinem Modell nur die Folge aus bestimmten Charaktereigenschaften und der Umwelt - dass die Medizin dies als "Krankheit" behandelt, ist eine andere Definitionssache.
Charaktereigenschaften ? Liest sich das es eine Charakterschwäche wäre. Natürlich sind äußere Einflüsse mit verantwortlich Alkoholiker zu werden. Nur warum wird der Eine Alkoholiker und der Andere mit den selben Voraussetzungen keiner?
Einsicht Alkoholiker zu sein ist nichts anderes, das es kein zurück zu normalen Trinkverhalten kommen kann. Es ist definiert als Krankheit. Ob das nun für mich negativ oder anders besetzt ist , ändert nichts an der Situation in der ich mich befinde. Einsicht ist der Anfang um dem Selbstmord auf Raten entgegen zuwirken.
ZitatWas bringt es, Alkoholiker zu sein?
Das Selbe wie die Erkenntnis kein Alkoholiker zu sein.
Gruß Hartmut
Hallo
ZitatMein sonst trinkender Elternteil, hat bei einem Besuch nicht getrunken, auf meiner Bitte hin.
Warst du auf Besuch oder waren sie bei dir?
ZitatDenke dass ist die Co Abhängigkeit die sich da meldet? Oder der verzichtende Teil von mir?
Wenn du eine Katzenhaarallergie hättest, würdest du es zu lassen, das sich eine Katze auf deinen Schoss setzt oder hättest du ein schlechtes Gewissen wenn du jemand bittest die Katze ,solange du da bist, weg zu lassen ? Wenn du bestimmte Lebensmittel nicht essen kannst würdest du sie trotzdem essen wenn sie diese dir auf den Teller legen? Bei dem Besuch hast du ja nichts anderes gemacht. Du hattest dich geschützt.
Solange mich Schuldgefühle wegen einer Krankheit quälen solange habe ich ein schlechtes Wissen.
Gruß Hartmut
Hallo Ellen
ZitatJa, ich habe gern getrunken, wenn es mir gut ging.
Gerne oder trinken müssen ist ein Spagat der Sucht. Denn das Ende mit allen Nebenwirkungen die ein Besoffener so mit sich bringt, zeigt dann das wahre peinliche Bild. Krankhafte Selbsttäuschung.
Wie lange trinkst du denn schon nicht mehr ?
Gruß Hartmut
Hall Mario,
leider hat Martin dein 200. Tag nicht mehr lesen können. Er hätte sich gefreut, denn was er auch immer geschrieben hatte, darauf hat man sich auch verlassen können. Ich verfolge dich ja auch schon fast von Anbeginn und bin positiv überrascht das du es bis dahin geschafft hast. Gratulation. Ich hatte da hin und wieder schon meine Bedenken aber nun denke ich das du sich auf eine guten Weg befindest.
Weiter so!!
Gruß Hartmut
Hallo
wenn ich lese das irgendwo Alkohol beinhaltet ist oder sich die Sinne an Alkohol erinnern, dann lasse ich es weg. Warum sollte ich was probieren was mir schaden könnte? Was will ich mir damit beweisen oder was will mir das Suchtgedächtnis dadurch beweisen? Wie Karsten schon schreibt. Es gibt Alternativen und ich habe auch noch von niemanden gehört das er ohne Balsamico seine Lebensqualität verliert.
Gruß Hartmut
Nachruf
Traurigkeit erfüllt unser Herz und hilflos versuchen unsere Gedanken das Unbegreifliche zu ergründen. Sie fragen nach dem Sinn und wollen diese Endgültigkeit nicht fassen.
Wir trauern um unsern langjährigen Moderator
Martin
Plötzlich und unerwartet ist Martin von uns gegangen. Martin war nicht nur unermüdlich hier dabei um das Forum zu unterstützen. Er hatte durch seine fürsorgliche Art und Weise vielen Menschen aus der der Sucht geholfen und war durch seine Herzensgüte die Seele des Forums.
Wir werden Martin ein ehrendes Andenken bewahren
Die Forenleitung und Moderatoren
Hallo Mario,
wie du sicherlich gemerkt hast, hat unser Forum ein neues Outfit. Sind bei dir auch Daten (post)verlorene gegangen oder ist alles so wie es war ?
Gruß Hartmut
Servus Carl-Friedrich,
sind bei dir auch Beiträge nicht mit übernommen worden oder passt alles? Ich fange bei dir mal an da du oben stehst und sicherlich auch gelesen wirst.
Gruß Hartmut
Hallo
Zitatich habe "erst" 3 voll
Besser als 3 Jahre voll
Kleines Wortspiel . Dann zu deine 3 Jahre + Gratulation.
Nun weiß ich noch meine Anfänge. Die ersten Stunden,Tage, Monate waren da immer aufregend und ich war gespannt was alles noch so passiert. Das es ganz normal ist ohne Alkohol zu leben wurde mir erst mir der Zeit bewusst.
Es passierte eben nichts mehr außergewöhnliches und das musste ich erstmal verinnerlichen. Es ist ein Leben ohne aktive Sucht . Nicht mehr und weniger. Für alles andere bin ich verantwortlich.
Ob ich, am Leben aktiv teilnehme oder in meine Kämmerlein verkümmere liegt immer an mir. Ob ich der „nassen Zeit“ nachtrauere oder mir Vorwürfe mache alkoholkrank geworden zu sein, das neue Leben annehme und mich danach richte.
Es liegt alles an mir.
Gruß Hartmut
Hallo Carl Friedrich,
nun begleite ich dich ja auch schon von Anbeginn und meine manchmal kleine Skepsis für dein Weg hat sich mit der Zeit gelegt. Gratulation zu deinen 4 Jahren.
Gruß Hartmut
Hallo
Zitat"Mein Haus, meine Regeln, die anderen sind mir egal.
warum muss denn in deinem Haus Alkohol sein . Sind deine Frau oder Kinder süchtig ?
ZitatIch suche nach Grauzonen, die für mich risikofrei und die anderen in Ordnung sind.
Gibt es nicht risikofrei.
Was würde deine Familie sagen wenn du wieder Saufen würdest? Da du dich ja so sehr um die Verköstigung von Alkohol für deine Familie sorgst müssen sie auch die Konsequenz mit tragen. Oder ?
Gruß Hartmut
Hallo kamarasow,
nun kann ich das ja alles nachvollziehen und weiß auch das es nicht immer einfach ist. Es wird immer jemanden geben der sich auf meine oder andere Kosten lustig macht um sein tristes Dasein einen Anstrich zu geben. Es wird auch immer welche geben die es nicht verstehen und es wegdiskutieren wollen. Es müssen auch in meinem trockenen Weg immer wieder emotionale Entscheidungen getroffen werden.
Ich muss jedoch wissen was passiert, wenn ich durch „Erwartungen“ anderer meine Trockenheit auf Spiel setze und die Konsequenzen daraus sind. Egal welche Gründe auch angeführt werden, warum, wieso oder weshalb. Wenn ich nur einen Arm breit am Glas sitze und wieder saufe bin ich ganz Alleine mit mir. Nicht der Alkohol der vor mir am Tisch steht macht mir was. Es ist die Sucht die mich veranlasst das ich den Saufe.
Gruß Hartmut
Hallo kamarasow
ZitatD.h., selbst bei dem Geburtstag deiner Frau oder Kinder im eigenen Hause bist du verschwunden?
da musste ich nicht verschwinden, da mein Haus alkoholfrei ist und es eben keinen Alkohol gab.
ZitatHast während der Feier nichts geholfen und alles, wie bspw 25 Gäste, der Frau überlassen?
Natürlich habe ich geholfen , ich koche sogar und war auch in der nassen Zeit dafür zuständig. Aber anhand der Frage sehe ich schon, das du dir im Moment oder überhaupt kein fest ohne „Alkohol“ vorstellen kannst. Oder irre ich mich da?
Heute besuche ich auch Feste, Geburtstage und bin reichlich in Meetings unterwegs. Wenn es zuviel mit dem Saufen wird, verschwinde ich. Das ist bekannt. Wenn es im Vorfeld schon bekannt ist das es nur um das Saufen geht, geh ich nicht hin. In den 11 Jahre die ich nun schon trocken bin ist das auch ganz normal wie beim Bäcker Brötchen zu holen.
Gerade weil ich am Anfang sehr akribisch war macht es mir heute nichts aus.
Gruß Hartmut