Beiträge von Hartmut

    Hallo CluadiA,

    Zitat

    Da arbeite ich lieber immer weiter an meiner fortwährenden Nüchtern- bzw. Trockenheit.

    So sollte es auch sein. Ich war ja eine Zeit lang nicht hier im Forum nicht im Offenen und auch nicht im erweiterten Bereich und hatte auch keine Alternativen gesucht.

    Selbst nach über 10 Jahren habe ich erfahren dürfen das es in Ausnahmezustände ein Auflammen von Alkohol Gedanken bei mir gab. Hatte kein Suchdruck oder war gefährdet zur Flasche zu greifen aber schon allein das einschleichen von Gedanken zeigte mir. Tun muss man Tun :lol:

    Das Forum war meine Suchtberatung, meine Therapie und ist meine SHG. Deswegn bin ich auch wieder hier dabei. Schön das du auch noch da bist :lol:

    Gruß Hartmut

    Hallo Maskottchen ,

    das kann ich nicht beantworten. Jedoch ist da naheliegend das Alkohol nicht überall als Problemlöser eingesetzt wird. Du hast ja auch als EKA Schlimmes erlebt . Warum bist du nicht alkoholkrank geworden?

    Nun mag es sein das es viele Alkoholiker gibt die Schreckliches erlebt haben. Jedoch auch genau so viele wurden Alkoholiker die keine Probleme hatten.

    Das einzigste was ich von mir weiß ist, das in meinem Umfeld immer viel Alkohol getrunken worden ist . Alkohol gab es für jeden Anlass. Ob es nun traurige, lustige Ereignisse , zur Erleichterung oder zur Belohnung war. Das hat es eventuell beeinflusst . Aber warum wurden andere die das auch so erlebt haben keine Alkoholiker? Ich selbst halte von diesen ganzen Ergründungen nichts. Bringen mich nicht weiter und machen nichts rückgängig.

    Für viele ist das jedoch sehr wichtig . Wenn dahinter eine zufriedene Trockenheit steht dann haben beide Seiten ja alles richtig gemacht.

    Zitat

    Meine Mutter hat mehrere Entziehungskuren gemacht und sich manchmal, gerade heimgekommen damit belohnt, jetzt ein Glässchen Wein trinken zu können.

    Entziehungskuren oder eine Entgiftungen? Sie war eben noch nicht soweit, sich einzugestehen das sie Alkoholikerin war. Selbsterkenntnis ist da die Voraussetzung. Es gibt niemand der einen Alkoholismus stoppen kann außer der Alkoholiker selbst.

    Zitat

    Warum wurde sie danach gleich wieder so rückfällig?

    Alkoholismus ist ein unheilbare Krankheit und als Alkoholiker hast du einen Kontrollverlust. Da reicht ein Glas schon aus. Alkoholismus kann auch nur gestoppt werden.

    Gruß Hartmut

    Hallo Maskottchen

    versteh die Frage nicht ganz.

    Meinst du warum einer süchtig wird wenn er ständig Alkohol zu sich nimmt und ein anderer nicht.?

    Oder meinst du wenn jemand was Schlimmes erlebt hat zur Flasche greift und der andere nicht ?

    Gruß Hartmut

    Hallo kamarasow,

    Zitat

    Manchmal fühle ich Scham. Scham darüber ein Alkoholiker zu sein.

    Was hast du denn in der Zeit über Alkoholiker gedacht, als du noch nicht süchtig warst?

    Ich denke das, was ich selbst darüber gehört , gelernt und erfahren habe projiziere ich auf mich. Wenn ich heute einen nassen Alkoholiker sehe , schaue ich ja ein Stück weit auch zurück in den Spiegel. Das ist ja beschämend. Beim trockenen Alkoholiker sehe ich das nicht. Nun schämen sich viele bei Krankheiten .Bei Gleichgesinnten ist das ja nicht von Nöten. Ob es mir nun egal oder nicht egal ist, was andere darüber denken ist nebensächlich.

    Diejenigen die etwas darüber wissen wollen dürfen gerne mit mir ins Gespräch kommen , andere sind mir egal. Kann ja nicht nun auf Aufklärungstour gehen und die Welt überzeugen das ich eigentlich gar nichts dazu kann.

    Mal meine Sichtweise.

    Gruß Hartmut

    Hallo Mario,

    Zitat

    Weg vom Schuss ist man ja auch erst einmal auch für ein paar Wochen oder Monate wenn man die Grundbausteine zu 100% umsetzt. Die neuen Freunde und Bekanntschaften von denen hier so oft von den Langzeittrockenen berichtet wird sind ja auch nicht über Nacht vom Himmel gefallen. Ebenso wie der neue Job und die neuen Arbeitskollegen wenn man seinen Job gekündigt hat, was man ja in den meisten Fällen tun müsste / sollte so wie es die Grundbausteine suggerieren. Und um eine neue Familie (weil die alte einen wegen des Suffs verlassen hat - leider meistens die Realität- oder weil man selbst die Familie verlassen hat weil sie in keinen alkoholfreien Umfeld leben, siehe Grundbausteine) zu gründen braucht man auch mindestens neun Monate.

    Ist das so bei dir ? Was tust du denn um dem entgegenzuwirken?

    Bei mir waren Freunde und Familie immer griffbereit da ich mein Umfeld nur soweit aussortiert hatte das ich mich in der Anfangszeit nicht gefährdet hatte. Wohnte auch mit meiner Partnerin zusammen die keinerlei Probleme hatte das ich meine Leben anders ausrichtete.

    Im Gegenteil, die Spreu vom Weizen trennte sich. Konnte mich neu aufstellen was Freunde oder Saufkumpanen sind. Habe mich auch nicht eingesperrt sondern konnte wesentlich mehr unternehmen als je davor. Saufen war nicht mehr der Mittelpunkt und ich erkannte auch schnell welchen Stellenwert und Zeit der Suff in Anspruch nahm. Beruflich habe ich mich auch nicht verändert nur die Stellschrauben verändert.

    Das konnte ich alles mit den Grundbausteine verwirklichen . Das war meine Therapie. Wer will findet Wege, wer nicht will, der findet Gründe!

    Es reicht nicht aus sich nur über seine Krankheit nachzudenken und auszudiskutieren.
    1. Sind in der Anfangszeit die nassen Gedanken überwiegend, die einem signalisieren wie Scheiße es ohne Alkohol ist. Passt dem kranken Hirn nicht trocken zu werden . Will ja wieder saufen.

    2. Jedes Vorhaben ohne ein Umsetzen bleibt eben nur ein Vorhaben. Das hinterlässt ja nur Frust. Tun muss man eben auch tun! Ich sage auch nicht das alles Easy war . Es gab viele Stolpersteine die aus dem Weg geräumt werden mussten. Aber alles war besser als Saufen zu müssen.

    Gruß Hartmut

    Hallo Emma

    ich habe dich schon richtig verstanden.

    Zitat

    Wer regelmäßig Alkohol trinkt, wird irgendwann süchtig, sobald der
    Gewöhnungseffekt da ist. Vlt. empfindet man mit 2/4 noch einen Genuss, doch bei Shit happens hat man kein Gefühl mehr fürs Limit.

    Ehrlich gesagt, hasse ich das Gefühl der Betrunkenheit, möchte keine
    Marionette sein in einer irrealen Welt. Nur in einem gesunden und klarem
    Verstand bietet uns das Leben, des was man braucht.

    Was fühlt und denkt man im Rausch? Das kann es doch auf Dauer nicht sein.

    In welcher Unterteilung das nun war oder ist werde ich im nachhinein auch nicht mehr ergründen. Mein erster Schluck hat mich mit den Jahren in die Abhängigkeit geführt. Das reicht zu wissen. Würde ich heute noch mit damit auseinandersetzen wäre das der erste Schritt für eine Hintertür. Es gibt sicherlich viele Alkoholiker die sich an die Zeiten erinnern wollen "Wie schön, gesellig oder wie ausgelassen das manchmal war." Da kann dann schon mal der Gedanke aufkommen "es wieder zu können" Diese Tür habe ich für mich geschlossen.

    Gruß Hartmut

    Hallo Maria,

    hin und wieder schaue ich unter anderen auf Wegbegleiter die einen ähnlichen direkten Weg gegangen sind. :wink: Ich hoffe du bist immer noch wie in diesem rausgekramten Therad Titel "Unabhängig" und freut dich deines trockene Daseins.

    Gruß "de olle" Hartmut

    Hallo Emma,

    Zitat

    Es heißt ja, die Sucht, ist irgendwie, irgendwo eine Suche.
    Demzufolge müsste es mal eine Lebensphase gegeben haben, wo
    ein Mangel uns belastet hat.

    nun gehöre ich nicht zu dem Menschen die die Vergangenheit dazu verwenden, das ich irgendwann durch einen Mangel es mit Alkohol kompensiert hatte. Jeder Mensch hat irgendwelche Mängel in der Kindheit gehabt und es auf heutigen Verhalten zu implizieren wäre für mich eine Suche die nie endet.

    In den Jahren verschwimmen die ganzen Erinnerungen und welche die irgendwann hervorgerufen werden geben nicht das wieder was wirklich war. Ich denke viel mehr das das Leben ein Entwicklungsprozess ist was die Evolution bestimmt und sich das Leben immer nach einen Perfektionismus entwickeln will.

    Natürlich gab es Umstände die dazu führten das ich gesoffen habe. Aber Alkoholiker wurde ich um nichts zu kompensieren, sondern weil ich eben den Absprung nicht mehr schaffte.

    Nun mag es den einen oder Anderen helfen, irgendwo etwas finden zu müssen, um seinen Alkoholismus zu entschuldigen oder ihn zu rechtfertigen, vielleicht auch für sich zu verstehen. Ich habe mich von Anfang an nur darauf konzentriert ihn zu stoppen.

    Gruß Hartmut

    Hallo Emma,

    dann rolle ich das Feld mal von hinten auf.

    Zitat

    Denke mir, dass wahrscheinlich jemand, der/die mehr säuft als
    gut ist, dem eine Form von autoaggressiven Verhalten zugrunde liegt?

    Alkoholismus hat ja eine wesensveränderte Wirkung und ich würde sogar behaupten das auto aggressiven Verhalten ein Bestandteil der Krankheit ist.
    Es war ja nicht so (zumindest am Anfang) das es mir während dem Saufen schlecht ging oder ich mir Gedanken machte welche zerstörende Wirkung er auf mich hat. Komischerweise dachte ich selbst noch im Suff das er mir eh nichts anhaben kann und als "Problemlöser " mit wirkt. Erst mit den Jahren und dem ständigen Saufen zu müssen wurde mir es bewusst, das der Alkohol nur ein Problem löst. Die Sucht zu befriedigen. Selbst da war dann noch die zerstörerischen Wirkung "beschönigt".

    Zitat

    Wie erklärt sich am besten, der Unterschied von nassen Gedanken zu
    den trockenen?

    Nasse Gedanken sind schwer zu beschreiben, da sie meist im Unterbewusstsein ablaufen und dazu dienen, alles aus dem Weg zu räumen (Denken) was mich abhält an Alkohol zu kommen. " Beispiele " Feste, Feiern , Veranstaltungen an denen es kein Alkohol gab es als schlecht zu empfinden. Menschen die kein Alkohol tranken als schwach zu sehen.Da musste ich schon mal vorglühen oder ich verließ aus irgendwelche vorgeschobene Gründen die Feier um in Ruhe oder mit Saufkumpanen wieder ungestört saufen zu können. Vorräte anschaffen falls mal eine Feier ist. Schauen das der Suff auch ausreicht.

    Trocken Gedanken gibt es eigentlich nicht. Sie sind ja bewusst. Es sind Gedanken die jeder hat der eben kein Alkoholproblem mit sich rum schleppt.

    Leider dauerten es noch Jahren um die nassen Gedanken zu erkennen.

    Zitat

    Mir ist klar, eine Sucht ist immer schwer zu erklären, wer nicht drinnen steckt. Bereits der erste Tropfen eine Aufforderung, für den nächsten und den über... über nächsten Schluck, dennoch mit welcher Rechtfertigung wird dies sich selbst über argumentiert?

    Wenn es eine Rechtfertigung für Krankheiten gibt, dann ist das Verhalten im Suff sich selbst und anderen gegenüber die Auswirkung der Krankheit.

    Was anderes ist,ob ich mir selbst oder andere mir verzeihen können,was im Suff passiert ist. Das ist mal die Sicht von mir.

    Ich weiß auch das ich mir hier im CO Bereich befinde und der CO sich von seinem Suchtmittel ( im diesen Fall Alkoholiker) lösen soll. Da sollte er auch aufpassen das ein Verstehen der Komplexität des Alkoholikers nicht dazu führt das er in seiner CO Abhängigkeit verharrt.

    Gruß Hartmut

    Hallo Mario,

    vielleicht noch eine Randbemerkung zu meinen Anfängen vor dem Forum.
    Nach mehren vergeblichen Versuchen hatte ich auch berechtigte(oder doch unberechtigt ?) Vorhaben davor gestellt und meine Trockenarbeit nach hinten verschoben. Ging schief.

    Erst als ich meine Trockenarbeit, das mit dem Umsetzen der Grundbausteine an erster Stelle setzte, hat es bis Dato geklappt. Jeder Rückfall macht ja auch was mit der Psyche . Da können schon Gedanken aufkommen " habe es probiert, ich schaffe das nie"

    So eine Therapie ist jedoch auch nicht zu unterschätzen. Schließlich ist man ja auch erst mal Wochen oder Monate lang weg vom Schuss und erlernt das Trocken sein unter einem geschützten Rahmen ( Käseglocke). Wenn ich da dann wieder in das alte Muster zu Hause rein komme und nicht genügend drauf vorbereitet bin, könnte ich mir vorstellen das das schon mal gefährlich werden kann.

    Aber dazu , können dir die User schreiben, die eine Therapie gemacht haben und aus Erfahrung sprechen .

    Gruß Hartmut

    Hallo Flo

    Zitat

    Ich frage mich indessen auch was bei uns denn die Rolle des Alkohols in der Beziehung war..

    Ganz einfach . Mach die Bude alkoholfrei und spreche mir Ihr , das es auch kein gemeinsames Saufen mehr gibt. Dann siehst du welchen Stellenwert die Beziehung hatte oder noch hat.

    Wenn sie keine Problem mit dem Alkohol hat, dann hat sie mit deine Schutz-
    Aktion auch kein Problem.

    Gruß Hartmut

    Hallo ClaudiA

    ich finde es nicht drastisch. Trocken ist für mich ein Zustand der mir zwar sagt etwas geschafft zu haben ist aber , ähnlich wie du es auch schreibst, nur ein Ist Zustand.

    Nun kenne ich auch einige Alkoholiker die nach 10 oder mehr Jahren rückfällig geworden sind. Die Begründung war einvernehmlich es geschafft zu haben.
    Der Glaube etwas was geschafft zu haben ist beim Alkoholiker eigentlich auch ein falscher Ausdruck. Ich habe jeden Tag nur eine weitere Etappe erreicht.

    Aber das ist auch Wortklauberei, da jeder etwas anderes Impliziert.

    Gruß Hartmut

    Hallo zusammen,

    nun möchten sich hier die Meisten von Ihrer CO Abhängigkeit befreien. Da kann ich sicherlich nur bedingt dazu beitragen aber ich kann jeden in diesem Thread dazu einladen Fragen an einem Alkoholiker zu stellen. Unter dem Motto

    Zitat

    "Was ich schon immer mal wissen wollte aber mich nie getraut habe zu fragen"

    Ich bin auch ein Freund etwas auf den Punkt zu bringen, somit sollte sich keiner wundern das da manche Antworten direkter sein können.

    Gleichzeitig möchte ich auch Alkoholiker dazu einladen sich hier mit zu beteiligen falls es andere Erfahrungen zu den Fragen / Antworten gibt.

    Gruß Hartmut

    Hallo Flo,

    es ist ganz normal das sich im Moment deine Gedanken Achterbahn fahren und das du auch euphorisch bist. Euphorie ist ja nicht schlimm, sie richtig einzuordnen ist da nur wichtig. Dein Hirn war ja jahrelang auf Saufen eingestellt und versucht nun mit allen Mittel dich wieder zum Trog zu führen.

    Einfach hier aufschreiben welche Gedanken du dabei hast und wir werden versuchen die Stolpersteine aufzuzeigen.

    Gruß Hartmut

    Hallo Paul,

    Zitat

    Woher kommt denn Deine neue Energie und Euphorie nach sooo langer Zeit der Nüchternheit?

    Ich war im letzen Jahr zeitlich sehr angespannt und habe mich immer mehr aus dem Forum zurückgezogen. Gerade in dieser Zeit ist es auch mir mal passiert das ich einen Anflug von Alkoholgedanken hatte. Deswegen besonn ich mich wieder zu meiner SHG , das ist das Forum, um mich den Anfängen zu stellen. Schließlich habe ich auch dem Forum mit meine Nüchternheit zu verdanken.

    Es hört nie auf und wer denkt das er es geschafft hat ist auf dem Weg in den Rückfall. Ich finde es auch gut das du dich analysierst und es hier mitteilst.

    Gruß Hartmut

    Hallo Florian.

    willkommen im Forum und Respekt das du gleich beim Arzt warst. Lese dich mal durch, da findest du mehr weise Worte, wie du jemals für dich verwenden kannst :lol:

    Ein paar wichtige Worte wie du die größte Chancen hast, ein trockenes Leben zu erleben, sind die Grundbausteine .

    hier mal der Link.
    https://beispiel.rocks/beispiel.rocks…echternheit.php

    Frage viel, keiner kann hier Gedanken lesen was dich so bewegt.

    Gruß Hartmut

    Hallo Paul

    Zitat

    Ich trinke nicht, meine fünfte Woche habe ich heute komplett und es fällt mir momentan ganz leicht.

    Gratulation zu deine 5 Wochen. Weiter so. :D

    Euphorie, das es leicht geht ist mir auch bekannt. Nur diese Euphorie hat einige schon fast das Genick gebrochen . Weil eben gerade dann die Gefahr am größten ist Kompromisse einzugehen.

    Du hattes bei Sven gefragt.

    Zitat

    Sind die Themenstarter noch aktiv oder doch eingeschlafen...?

    Das ist schwer zu beantworten. Die Mehrzahl sauft wieder. Die anderen haben sich eventuell einen anderen Weg gesucht oder brauchen das Forum aus irgendwelchen Gründen nicht mehr.

    Ich kann nur empfehlen , falls eine Frage drückt. Macht einen eigen Thread auf.

    Gruß Hartmut

    Hallo Sven

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    Nochmal eine andere Frage: Bezieht sich die Anzahl der geschriebenen Beiträge bei den Forumsmitgliedern auf alle Beiträge?d.h.sowohl im geschlossenem als im offenem Bereich?

    Die Beiträge sind die Gesamtzahl, was ich im Forum geschrieben habe. Als User im offenen und erweiteten Bereich, sowie ein lange Zeit als Moderator des Forums.

    Zitat

    Gehst Du denn mittlerweile wieder auf Feiern und in Restaurants?Das wir Alkis nicht auf Sauffeste gehen ist ja wohl Selbstverständlich,oder das wir die Segel streichen wenn sich eine Feier zu einem Saufgelage entwickelt.

    da muss ich ein wenig ausholen.

    In den Anfängen meiner Trockenheit ging ich überhaupt nicht auf irgendwelche Feste oder Restaurants. Auf gewisse geschäftliche Meetings an denen auch viel Alk konsumiert worden war , war ich nur zur Besprechung. Es gab auch keine Ausnahme bei nahen Verwanden oder Familienfeste. Wenn dann , nur kurz zur Gratulation und wieder fort.

    Es gab, in der Anfangszeit auch 2 Versuche an irgendwas teilzunehmen (Gruppendynamik) und das hatte ich schwer gebüßt und war dem Saufen nahe. Das hat mich dann reifen lassen das ich keine Kompromisse mehr einging . Denn alle Kompromisse was mich in Gefahr bringen sind faule (nasse ) Kompromisse. Denn diese gehen ja auf meine Gesundheit. Keiner meiner nahe stehenden Menschen haben mir das je übel genommen.

    Heute gehe ich auch in Restaurants oder auf Feste . Nur diese Aufenthalte haben sich total (trocken)verändert. Es sind eben keine Sauffeste mehr. Es verändern sich ja auch der Personenkreis. Den Personenkreis den ich früher gemieden habe sind heut meine Freunde. Früher in der nassen zeit konnte ich mit Nicht trinkende Menschen eben nicht umgehen . Heute schon

    Gruß Hartmut

    Hallo ClaudiA,

    es ist schön mal wieder was von dir (Uns) oder den "Dinos" zu lesen. :) Auch wenn das Leben fern der Sucht auch nicht immer prickelnd ist.

    Zu den Anfängen zurück ist ja irgendwie immer ein Ausblick für Heute. Die Krankheit verliert, auch wenn stillgelegt, in Ihrem Ausmaß nicht Ihre Unheilbarkeit.

    Zitat

    Ich kann jetzt nicht mal sagen, daß ich nicht gedacht hätte, daß ich "so weit" komme, denn ich war mir damals soooo sicher, daß ich keinen Rückfall bauen will. Weniger aus Überheblichkeit, sondern weil ich mit diesem Zeug namens Alkohol einfach nichts mehr zu tun haben wollte und sich bis heute nichts daran geändert hat. Gott sei Dank!

    Am Anfang des Weges es zu schaffen war mit vielen Ängsten verbunden. Die Angst wich mit der Zeit ohne den notwendigen Respekt nicht zu verlieren.

    Nicht mehr Trinken zu wollen stand auch ganz oben. Die Erkenntnis nicht mehr Trinken zu können war jedoch erschreckender. Leider hatte ich auch viele Versuche aufzuhören, bis ich realisierten musste , das er Wille alleine nicht ausreichte. Aber wem erzähle ich das :lol:

    Gruß Hartmut