Beiträge von Hartmut

    Hallo Frank

    Zitat

    Freiheit das zu tun, was ich will und was mir guttut!

    Geniest du sie noch trocken ?

    ich war eine Zeit lang außer Gefecht gesetzt und habe mir mal deine Post durchgelesen . Einerseits ist es lobenswert, andererseits ist es eine Kopie deiner vorherigen Versuchen . Deswegen macht es auch nicht einfach durchzublicken, inwieweit du Änderungen für dich erfahren hast.

    Ist irgendwas anders als Früher ? Empfindest du denn nun deine Trockenheit zufriedener oder ist es gar nicht vergleichbar ?

    Gruß Hartmut

    Hsllo Tina,

    da war ich wohl noch in der Klinik als der Thread eröffnet wurde :)

    Ich hatte mir immer ein Ziel gesetzt aufzuhören . Mal im nächsten Jahr , mal im nächsten Monat , mal am nächsten Tag . Das funktionierte auch ein Zeit lang und es fing wieder von vorne an. Es fehlte mir der Weg . Ohne Weg kein Ziel.

    Als mir der Weg hier aufgezeigt wurde hatte ich den Weg zum Ziel aber das war ja noch sehr weit weg . Da hat mir für das erreichen des Gesamtzieles die 24 Stunden Reglung auch geholfen . Bis zur einer Stabilisierung meiner Trockenheit . Oder sagen wir mal so, bis das trocken Denken das Pitsch Nasse Denken ablöste. Heute steht das Ziel Abstinenz weiterhin im Vordergrund . Da dieses Ziel erst mit dem Lebensende, als geschafft angesehen werden kann, bin ich noch nicht fertig mit meiner Ziel Erreichung.

    Erfolg hatte für mich nur drei Buchstaben. T U N

    Gruß Hartmut

    Hallo Lito,

    Zitat

    ich schreibe derzeit so gut wie gar nicht, was aber nicht gleichbedeutend ist mit: Trockenheit ist ein Selbstläufer.

    Das Thema habe ich mir heute auch mal wieder ins Gedächtnis gerufen . Je länger ich trocken bin , kann Vernachlässigungen der Trockenarbeit , mit Stabilität verwechselt werden . Es hört nie auf und geschafft ist nur das, was zurück liegt.

    Zitat

    Ich lese hier sehr viel, sowie auch in einschlägiger Literatur.

    Sich Wissen anzulegen halte ich auch für wichtig aber es ist nutzlos, wenn es nicht umgesetzt wird. Alleine durch Wissen bleibt ja keiner Trocken

    Gruß Hartmut

    Hallo Matthias

    Zitat

    irgendwie schon - meine trockenheit is die voraussetzung für mein zufriedenes leben!

    Klar , ich bin aber schon trocken, deswegen kann ich zufrieden Leben . Ich verbinde es nur nicht mehr mit der Sucht. Würde ich mich nicht davon lösen es zu trennen , könnte ich ja wieder Saufen wenn ich unzufrieden bin.

    Das ist eine Hintertür , je nachdem wie es der einzelne interpretiert.

    Gruß Hartmut

    Hallo Matthias,

    Zitat

    trocken aber unzufrieden

    im Zusammenhang geschrieben, könnte ich meinen, das die Trockenheit mit einem zufriedenen Leben etwas zu tun hat . Ist bei mir nicht ( mehr) so. Trockenheit ist der Stopp meiner Sucht . Für mein Leben sind andere Faktoren notwendig um es zu gestalten . Sonst würde ich ja irgendwann auf den Gedanken kommen, das Alkohol eine Lösung wäre . :wink:

    Am Anfang meines Weges war das viel enger verbunden da mein Leben jahrelang davon geprägt war .

    Ansonsten wünsche ich dir eine ertragreiche Versöhnung :)

    Gruß Hartmut

    Hallo Writer,


    Zitat

    Bist du dir sicher, mit den Nichtalkoholikern? Wenn ich mich so umschaue, habe ich doch berechtigte Zweifel. Zumindest Mißbräuchler gibt es mehr als alle anderen.

    mir kam es damals auch so vor aber ich bewegt mich ja nur in diesen Kreisen .

    In Deutschland sind ca 1,3 Millionen Menschen alkoholabhängig und c 2,7 Millionen Menschen mißbrauchen Alkohol, so eine Studie. 40 bis 50 Millionen Menschen zwischen 20 und 60 Jahre wohnen hier in Deutschland. :wink: da wird sich was finden lassen .

    Gruß Hartmut

    Hallo Sven

    willkommen im Forum. Freunde aus der nassen Zeit sind mir erhalten geblieben, die auch meinen geraden ,nach de Grundbausteinen ausgelegten Weg mitgingen . Die Saufkumpanen sind zu Recht weggebrochen, da es nur der Suff war der uns zusammenhielt. Wenn diese bei dir wegbrechen, dann frage dich mal warum sie den bei dir rumstanden ?

    Ich hatte jahrelang mein Leben auch auf das Saufen ausgelegt und dachte es gibt keines mehr danach . Als ich mit 43 aufhörte, hatte ich auch diese gleichen "Nassen Gedanken" Mehr war es nämlich nicht, da ich ja nur das leben mit Suff und keines ohne Suff kannte . Das macht erst mal nachdenklich.

    Nun hast du in deinem Leben , deine Freunde auch irgendwann kennen gelernt . Sie waren ja auch nicht gleich da. In deiner Bude waren sicherlich auch nicht jeder von der Straße sondern "ausgesuchte oder tolerierte .

    Wenn du dein Leben änderst, das unvermeidbar ist , dann ändern sich auch mit der Zeit deine Ansichten was Freundschaft überhaupt bedeutet .

    Und da es mehr Nichtalkoholiker als Alkoholiker gibt, stehen die Chance weitaus höher , neue Bekannte zu finde .

    Geduld junger Mann, dann wird das schon.

    Gruß Hartmut

    Hallo Daniel,

    ich habe deine Thread mal kurz überflogen, da ich gerade von deinen Vorstellungen eines Erfahrungsaustausch gelesen habe . Nun ist es auch nicht unüblich (das war bei mir auch so ) das "neu" trocken werdende Alkoholiker, sehr sensibel reagieren und die Flucht nach vorne suchen .
    Ich habe meinen PC mal auf laut gestellt, höre aber gar keinen unangenehmen oder spüre einen einen rauhen Ton. :) Liegt wohl daran das ich mich mehr auf das inhaltliche konzentriere.

    Am Anfang meines Austausches umschrieb ich auch gerne Situationen die mich betrafen mit "man" macht da , "Wir" sind doch Und jeder" hat doch :wink: . Das waren bei mir aber nur Rechtfertigungen um mein Verhalten in einem anderen Licht erscheinen zu lassen . Ich brauchte da nicht mich genau anschauen sondern konnte mich in der Masse der Alkoholiker verstecken. Nur mal soviel.

    So nun mal zu dem Thema trocken werden wollen und Saufdruck. Will ja auch etwas inhaltliche beitragen . Bevor ich da näher hinschauen konnte überprüfte ich erst mal meine Weg . Den hatte ich ach den Grundbausteine angelehnt und sie umgesetzt . Nicht weil ich sie immer verstand aber die sie verfaßt haben , haben es verstanden.

    Kennst du Sie? Hier nochmal de Link.
    https://beispiel.rocks/beispiel.rocks…echternheit.php

    Wie weit kannst du dich den damit Identifizieren ?

    Gruß Hartmut

    Hallo Frank,

    bei mir war der 50 ste auch ein Meilenstein der mir erst bewußt werden lies, wie endlich ich doch bin :) Sich damit zu arrangieren (Midlife-Crisis ) oder gar zu akzeptieren dauert bei mir fortan :)

    Wenn ich da zurück ,zu meinem 40 schaue, finde ich mich zwar in der nassen Zeit wieder aber der Geburtstag an sich konnte ja nichts dazu. Ich fand ihn, aus damaliger Sicht , auch schön und konnte mir da auch keinen trockene Geburtstag vorstellen .Der Kater danach , der Scham für etwas was ich getan hatte und nicht mehr wußte und von den Anderen als "der hatte zuviel gesoffen, war ja sein Geburtstag " toleriert wurde , gehörte doch rituell zu dem Feiern dazu . Das hatte ich ja bewußt auch hin genommen . Auch da hatte ich Spaß . Was heute undenkbar in dem jetzigen Feiern Denken wäre.

    Auf was ich eigentlich (blödes Wort das eigentlich :) ) heraus will, das ich nicht mit Reue oder dem Gefühl des Grolls zurückblicke oder mir ausmale welche Chancen mir die ganze Sucht genommen hat, Es geht da auch um das akzeptieren und die Loslösung davon, das das eine (die Sucht) mit dem anderen (das Feiern) nur soviel gemeinsam hatte, das es zusammen auftrat.


    Gruß Hartmut

    Hallo Volkmar,

    Zitat

    Für Tips bzw. Erfahrungen hierzu bin ich natürlich sehr dankbar.

    von mir auch ? ;) Kommt ja darauf an,welche Einschränkungen sie mit dir als Alkoholiker hat oder bereit ist einzuschränken ? Auf alle Fälle würde ich den bewährten Weg weiter gehen oder es gleich sein lassen. Ihre Erfahrungen sind ja auch nur teilweise übertragbar und Ihre Ängste kannst du auch da nicht nehmen.

    Meine Freundin hatte keine Einschränkung , da sie selbst kein Problem mit Alkohol hatte und gerne meine konsequenten Weg mit mir ging. Ich hatte sie auch vor die Wahl gestellt mich zu verlassen.

    Gruß Hartmut

    Hallo dieStine,

    Zitat

    Mich würde einmal interessieren, was für alltägliche Hilfen/Erinnerungsauffrischer/Verhaltensweisen Ihr habt, die Euch beim Trocken bleiben helfen.

    Die Konsequenz meinen erlernten Weg (angelehnt an die Grundbausteine) nicht zu vernachlässigen.

    Gruß Hartmut

    Hallo Stine,

    wenn ich bei Feiern etwas aushalten muß, weil andere es ohne Alkohol nicht mehr aushalten können, dann ist das ja keine Feier mehr, an der ich mich erfreue. Ich halte nichts von bewußte Konfrontation . Das Denken, an Feiern teilnehmen zu müssen, ist auch schon ein Zwang den ich mir nicht mehr gebe.

    Mit der Zeit entwickelte sich ein anderer Weg für meine Trockenheit, weil ich mir diesen durch andere sinnvolle Beschäftigungen gefüllt hatte. Natürlich gibt es überall Alkohol um mich herum aber ich entscheide zumindest ob ich darauf zu laufe .

    Ich bin nach wie vor überall im Leben präsent und habe auch keine Maurerkelle um mich einzumauern . Wer mit so einen Eindruck der Vereinsamung in die Trockenheit geht ist noch nicht den anderen Weg gegangen weil er ihn sich nicht vorstellen kann.

    Gruß Hartmut

    Hallo

    wenn solche Feste anfallen, ist es ja nicht so, das auf einmal alle Erfahrungen oder die Ratschläge die man hier bekommen oder erarbeitet hat weg sind. Meist werden sie ja aus irgendwelchen Gründen weggeschoben.

    Das Risiko wird bewußt eingegangen und das mit einem mulmige Gefühl "Es wird ja irgendwie gut gehen " Genau da fängt ja das Nasse Denken an oder es lebt wieder auf.

    Klappt es an so einem Festtag nüchtern zu bleiben oder es triggert nicht mal , wird aus Erfahrungswerten die Risikobereitschaft für die Zukunft größer.


    Gruß Hartmut

    Hallo Andreas,

    ich komme mal rüber zu dir :)

    Zitat

    Es ging eher darum, zwei Menschen nicht zu enttäuschen...und enttäuscht wären sie gewesen...

    Hast du dich denn im Vorfeld schon mit Ihnen unterhalten oder ist es dein Denken (aus deinen Erfahrungen heraus ) das du es so siehst.

    Bei meiner Situation empfanden sie es schade, das ich nicht teilnehmen konnte aber waren nicht enttäuscht da Ihnen meine Gesundheit wichtiger waren . Es ist natürlich ein riesiger Einschnitt für einen Alkoholiker zu selektieren aber immer noch besser als wieder kotzend über der Schüssel zu hängen .

    Ich habe aber dazu auch noch einen Thread eröffnet.

    Gruß Hartmut

    Hallo zusammen,

    gerade im ersten Jahr war mir es wichtig alles zu meiden was mich in Gefahr bringen könnte. Ich hatte scheinbare, im Volksmund , wichtige Feste gemieden um meine Trockenheit zu stabilisieren Durch meine Offenheit gegenüber den Festgebern hatte ich da auch kein Probleme und es wurde weitgehend verstanden .

    Die es nicht verstanden, hatten meist selbst ein Problem oder es war mir nicht wert, es Ihnen deutlich zu machen .

    Deswegen meine Frage ob es unvermeidbare Feste gibt an denen "man" teilnehmen muß ?

    Gruß Hartmut

    Hallo sebastian,

    ich war eine lange Zeit nicht hier im Forum und habe deinen Thread auch deswegen nur kurz überflogen . Ich bitte dich so zu schreiben das kein Erkennungswert Dritter, die im Internet mit lesen, gegeben ist . Danke.

    Nun lese ich auch deinen ganzen Frust und vereinzelt von Vorhaben . Ich rolle mal das Feld neu auf und wollte mal wissen was du denn für deine Trockenheit getan hast außer das Glas weg zu stellen ?

    Orientieren an meiner Frage, kannst du dich an den Grundbausteine.
    Kennst du diese?

    Gruß Hartmut

    Hallo Frank

    nun ist es traurig und die Musik war auch nicht schlecht . Aber auch er hatte jahrelang Drogen und Alkohol genommen um die Musik "besser " verstehen zu wollen . Es war damals so, wie er mal in einem Interview allgemeingültig rechtfertigte.

    Gruß Hartmut

    Hallo Drybabe,

    Zitat

    Meinst Du es so: ich mache einen Entzug, nach der Entlassung setze ich die Grundbausteine ein und lebe mich sozusagen in mein trockenes Leben ein.

    so hatte ich es gemacht und gleichzeitig darauf geachtet wie ich es umsetze. Durch das jahrelange Saufen (30 Jahre) hat sich auch ein Menge Mist angesammelt, das ich nicht gleich nach dem weg stellen des Glases , aufarbeiten kann. Dazu brauchte ich erst mal Stabilität und nicht die Gefühlswandlungen (Himmelhochjauchzend und zu Tode betrübt) am Anfang meines Weges .

    Muss jeder für sich selbst entscheiden wo er seine Prioritäten setzt.

    Mit der Zeit des trocken werden hat sich vieles , was mir am Anfang noch durch den Kopf ging und ich als Problem angesehen hatte , erledigt. Also brauchte ich mich nur noch um das zu kümmern was mich wirklich belastet. Heute ist es für mich unbedeutend , was in der Vergangenheit war oder welche angebliche Auslöser es gab, um süchtig zu werden . Das nutzt mir ja nichts. Sollte ich diese heute noch als Grund ansehen, wäre das eine Hintertür zum Saufen . Da es ja (bekanntlich :) für mich nur einen Grund gibt . Ich will wieder Saufen .

    Aber zu dieser Erkenntnis zu kommen brauchte es nun mal einen stabilen und langen Weg . Ging nicht von heute auf morgen .

    Katharsis

    Zitat

    Was ein paar erklärende Worte doch ausmachen können, oller Sparfux .

    Das stimmt , ich haue öfters mal was raus, was mir klar erscheint aber andere zu Denken gibt . Danke das du nachgefragt hast . Nicht wie manch anderer , die sofort in den Schlagabtausch mit mir gehen und dann den Kopf zu machen .

    So Frank , der Thread gehört nun wieder dir :)

    Gruß Hartmut

    Hallo Katharsis,

    als erstes baute ich mir eine Stabilität durch Risikominimierung auf . Und natürlich achtete ich auf das was ich mache und wie ich es umsetzte.

    Jedoch wenn ich mich hier im Forum durchlese wird die Achtsamkeit inflationär therapeutisch , psychologisch und hin und wieder religiös ,esoterisch oder buddhistisch eingesetzt, ohne etwas zu tun. Es reicht nicht aus jeden Tag achtsam zu sich zu sein , wenn ich kein Grundgerüst um mich herum geschaffen habe.

    Achtsamkeit wird wohl vielseitig interpretiert aber nach meiner Erfahrung, mutiert sie zur Worthülse, wenn nichts dahinter steckt.


    Zitat

    Natürlich bin ich als (trockener) Erwachsener nicht wirklich hilflos, sondern handlungsfähig, aber waren wir das nicht Alle auch einmal, bevor wir mit dem Saufen angefangen haben…?

    ich kann nicht mit der selben Methode, die mich in die Sucht geführt hat, aus der Sucht wieder raus oder zum Stillstand bringen . Zudem ich in die Sucht hinein ,die Krankheit nur schleichend erkannt hatte, aber aus der Sucht heraus, mir die Krankheit bewusst ist. Das kann ich nun mal nicht vergleichen .

    Gruß Hartmut

    Hallo Frank

    Zitat

    bin aber glücklicherweise trocken geblieben

    was hat Glück mit dem Trocken werden zu tun? Bei mir war es nicht das aufpassen oder die hier viel geschriebene tägliche Achtsamkeit, sondern einfach und banal das Umsetzen der Risikominimierung .

    Ich bin Alkoholiker aber das stuft mich nicht in eine Hilflosigkeit ab . Als Trockener Erwachsener bin und bleibe ich handlungsfähig

    Gruß Hartmut