Beiträge von Hartmut

    Hallo mitch ,

    Andreas hat das richtige dazu geschrieben und das ist bei unserem zeitweise Zusammentreffen, mal eine Übereinstimmung , an der selbst ich nichts zu meckern habe :)

    Zitat

    Ehrlich gesagt denke ich, daß Du Hartmut verkehrt verstanden hast...er hatte mMn. nur sagen wollen, daß er Dir im erweiterten Bereich Näheres zu SEINER damaligen Situation schreiben könnte, weil er es hier im offenen Bereich sicher nicht ausbreiten will. Das war mMn. gar nicht als Rüffler gemeint, sondern eine Einladung.

    Zitat

    Hallo Andreas , entschuldige das ich deinen Thread mit benutzt habe

    Das schreibe ich wenn ich in einem Thread antworte das nichts mit dem Threadsteller zu tun hat. Aber in der letzten Post hat er ja sein OK gegeben. Ist mehr oder weniger eine Höflichkeitsform.

    Zitat

    (Ich übe das noch mal mit dem Zitieren)

    wenn du das nicht bis zum nächsten Monat kannst dann bekommst du einen Rüffel :wink: :)

    Gruß Hartmut

    Hallo Mitch

    Zitat

    Hartmut : Suchtdruck tritt doch auch immer „nur“ über eine begrenzte Zeitspanne auf

    stimmt das es bei den meisten so ist . Ich habe keinen mehr ohne ihn nun für die Zukunft ausschließen zu können.

    Zitat

    st es dann nicht ausreichend, wenn der Inhalt des Notfallkoffers ebenfalls „nur“ bedingte Zeit hilft, eben so lange, wie der Suchtdruck anhält und bis man die Situation bewältigt hat?

    Kommt auf den Inhalt an :) Als bei mir am Anfang gewisses emotionale bekannte Situationen Suchtdruck auslösten, hatte ich sie vermieden um eine Stabilität zu erreichen . Unabhäng von der Situation, es gab immer eine Lösung. Das ein zigste was mir als entgegenstand, war mein eingefahrenes Denken .

    Zitat

    Und natürlich sollte man möglichst versuchen, Situationen, die „triggern“, zu vermeiden, aber das würde doch in diesem Fall bedeuten, dass man dem trockenen Alkoholiker im Zuge der Risikominimierung empfehlen müsste, sich entweder gleich im Vorfeld von der Partnerin zu trennen oder sich aus jeder häuslichen Diskussion zurückzuziehen, da sie eventuell eskalieren könnte und man vielleicht beim emotionalen Gemetzel den Punkt nicht erwischt, wo man besser sofort den Raum verlassen sollte. Das wiederum wäre dann ja keine wirkliche Partnerschaft mehr.

    Ich kenne ja seine Situation nicht und mache auch keine hypothetische Annahmen was geschehen könnte.

    Ich hatte damals mit meiner Partnerin gesprochen und grundlegende Dinge für mich klar gestellt . Auch eine mögliche Trennung war da im Gespräch. Jedoch ist sie meinen Weg gerne mitgegangen da sie die Ausmaße der Krankheit verstand .

    Zitat

    Geht es nicht auch darum, dass man lernt, gewisse Dinge mit der Zeit auszuhalten, so wie sie jeder Mensch in seinem Leben aushalten muss? Um die Unterscheidung zwischen Vermeidung und Bewältigung einer Situation?

    Gewisse Dinge aushalten heißt für mich immer wieder auf Konfrontation zu gehen und aus meinen Erfahrungen aus den Trinkpausen ballt sich da nur eine Faust in der Tasche .

    Sucht heißt für mich nicht aushalten sondern mit Ihr leben. Gerade am Anfang werden die Grundpfeiler für die Zukunft gesteckt. Das waren zumindest meine Erfahrungen . Wenn du detailliertes wissen möchtest dann bitte im erweitern Bereich .

    Hallo Andreas , entschuldige das ich deinen Thread mit benutzt habe.

    Gruß Hartmut

    Hallo Andreas

    gut das du gegen gehalten hast obwohl das nur Zeit bedingt hilft . Das kenne ich auch von meinen Anfangszeiten. dadurch vermied ich bekannte Situation die Triggern konnten.


    Aber auf deine Erfahrung zurückzukommen .

    Zitat

    tja, ich hab gestern nun auch meine erste schwierige Situation überstanden...ohne ins Detail gehen zu wollen gab es zuhause eine heftige Diskussion, die sich hochgeschaukelt hat und plötzlich war dieses Gefühl da, mich in meinem Büro verbarrikadieren zu wollen und mich vollaufen zu lassen. Es war genau so eine Situation, die mich schon früher oft dazu gebracht hat, mich wegzubeamen und es war dann gestern abend eine ganze Stunde lang ein harter Kampf mit mir selbst, es nicht zu tun, das, was ich bisher geschafft habe, nicht in die Tonne zu kloppen.

    Was ist denn nun der Unterschied für dich dazu .
    (aus dem anderen Thread bewusst mal aus dem Kontext gerissen)

    Zitat

    Ich selbst habe diese Erfahrung nicht gemacht. Für mich bedeutet Wut oder Zorn nicht zwangsläufig Alkoholkonsum.

    Nun nach meiner Erfahrung ist es der Sucht egal , in welcher unangenehme oder angenehme Situation ich mich befinde. Sie bietet mir immer die selbe Lösung an .

    Gruß Hartmut

    Hallo Xenia,

    es ist zwar löblich das du mit dem rauchen aufhören möchtest jedoch sehe ich es wie Garcia. Ich würde auch den Schwerpunkt erst mal auf eine stabile Trockenheit legen.

    Zitat

    Seit ich nicht mehr Trinke – rauche ich viel mehr

    das kenne ich auch jedoch ist Suchtverlagerungen auch in umgekehrter Richtung möglich .

    Du achtest auf Ernährung und hast das Saufen eingestellt. Was hast du denn noch alles getan damit es wieder keine Trinkpause wird? Wie sieht denn dein alkoholfreies Umfeld aus?

    Gruß Hartmut

    Hallo Cora

    Zitat

    Allerdings habe ich keine Lösungsmöglichkeiten für meine Probleme.

    ich kenne deine Probleme nicht. Ich wünsche dir das du sie nicht aus sitzen musst.

    Als ich Trocken werden durfte war ja nur der Teil erfüllt, nichts mehr Saufen zu müssen . In den nassen Jahren hatten sich massive Probleme angehäuft oder ich habe sie einfach mit geschleppt. Diese ließen mich auch fast verzweifeln. Ich bin sehr froh hier im Forum Menschen gefunden zu haben, die mir zwar keine Lösungen für meine Probleme aufzeigen konnten aber ich von Ihren Lösungswegen begeistert war. Das erste was ich lernte war das Schwarz -Weiß-Denken und setzte es strukturiert ein . Ob in der Sucht so auch bei meinen Problemen .

    Es waren banale Sätze die ich für mich annahm und umsetzte ohne darüber nach zu denken . Denn schlimmer konnte es fast nicht kommen .

    Tu es oder lass es . Tun muss man tun. Wer will findet Wege , wer nicht, findet Gründe. Heute nach fast 6 Jahren habe ich es geschafft alle lösbaren Probleme zu lösen und die nicht lösbaren ( meine chronische Krankheiten) zu akzeptieren .

    Ich wünsche dir das du den richtigen ersten Schritt machst damit es dir besser geht. Nur Mut und ein Ja zum Leben . Wer es schafft der Sucht zu trotzen hat auch die Energie sich dem Leben zu stellen. Glaube an dich dann schaffst du das auch.

    Gruß Hartmut

    Hallo Cora

    Zitat

    mein Leben verläuft seit 2004 beruflich so besch..., dass inzwischen mein Privatleben auch darunter leidet. Dazu kommen noch schwerwiegende Probleme in der Familie (Pflegefall, Geldprobleme). Das alles weckt eine jenseits Sehnsucht in mir. Einfach abschalten, nichts mehr denken, in die trügerisch schöne Scheinwelt des Rausches abzurutschen.


    Andere Lösungswege als das Saufen hast du noch nicht entdeckt?

    Gruß Hartmut

    Hallo Juergen

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    Ich bin nun mehrere Jahre abstinent und habe - im Rückblick - am Anfang auch manche Dinge gemacht, die ich heute nicht mehr machen würde.

    Unwissentlich das es dich in Gefahr bringen konnte oder bewusst weil du anderer Meinung warst?

    Es geht ja auch nicht darum Fehler zu verurteilen sondern aus den Fehler für die Zukunft zu lernen. Sonst wären ja auch nie die Grundbausteine zusammengetragen worden . Die sind ja gerade aus solche Erfahrungen .
    Wichtig finde ich auch , wie gerade bei Sternenhimmel , Alltagssituationen die mit Alkohol zu tun haben, hier aufzuschreiben .

    Wo ich in den nassen Jahren weg geschaut hatte schaue ich in den trocken Jahren genau hin. Weil ich es kann und ich weiß das es für mich ist . Die Chancen trocken zu bleiben gehören mir.

    Aloisius

    Zitat

    Meine Nüchternheit und Risikominimierung gewinnt kontinuierlich an Bedeutung. Es ist auch nicht eine Frage des Wunsches, sondern oft des Erkennens von Vermeidbarkeiten. Nachdem ich aber nach dem Erkennen bereit bin, mich, bzw. mein Handeln zu verändern, denke ich, dass sie vom Grundgedanken bereits an erster Stelle steht.

    Finde ich gut . Es ist und war auch bei ir ein wachsender Prozess und wenn ich nicht weiter wusste stellte ich einfach Fragen über Fragen das mancher hier schon die Hände über den Kopf geschlagen hatte :)

    Gruß Hartmut

    Hallo Cora

    ob du dich Risiken aussetzt weiß ich ja nicht.

    Wenn ich in eine Lokal / Fest /Feier / Veranstaltung gehe wo gesoffen wird ist das ein Risiko. Wenn ich zu Hause Alkohol herum stehen habe( auch die kleinste Flasche davon) ist das ein Risiko. Wenn neben mir gesoffen wird ist das auch ein Risiko und ich mache Kompromisse .

    Gruß Hartmut

    Hallo Juergen

    warum so kompliziert mit der Begriffsdeutung ? Darum geht es doch gar nicht. Können wir aber gerne mal in einem anderen Thread diskutieren.

    Es geht hier um die Kompromisse die ich als bekennender Alkoholiker eingehe und damit die Nüchternheit , die Trockenheit oder die Abstinenz gefährde. Viel leben auch nur ohne Alkohol :)

    Gruß Hartmut

    Hallo zusammen ,

    wegen der Diskussion gestern "mütterlicher Instinkt "väterlicher Instinkt " und heute "ich bekomme Alkohol in der Verwandtschaft" angeboten eröffne ich ein (altes) Thema.

    Als ich trocken werden durfte hatte ich meine Nüchternheit an erster Stelle gesetzt und als oberste Priorität angesehen . Da gab es auch keine Ausnahmen ob im Beruf , in der Familie oder andere vermeidbaren Situationen, wo gesoffen wurde oder ich in Kontakt gekommen wäre.

    Auch hier lese ich des öfteren das die Trockenheit/ Nüchternheit an erster Stelle steht, jedoch mit Ausnahmen die dann in Kauf genommen werden.

    Mache ich mir da nichts vor wenn ich Ausnahmen zulasse? Ist denn die Sucht ausgeschaltet wenn ich Gründe anbringe die mich gefährden können ? Wie seht Ihr das ? Gibt es begründete Ausnahmen?

    Gruß Hartmut

    Hallo Carmelita,

    vermeidbare Situationen vermeiden ob das nun in der Familie ist oder der Nachbar um die Ecke . Auf unvermeidbare Situationen kann ich mich zumindest schon im Vorfeld einstellen wie ich reagiere. Es heißt ja auch TrockenArbeit :wink:

    Ich habe aufgehört mich darüber zu ärgern wenn mir ein t " ach du trinkst ja nicht mehr " kommt. Am Anfang bin ich noch auf Konfrontation mit meinen Antworten gegangen , heute schüttle ich nur den Kopf .

    Gruß Hartmut

    Hallo Carmelita

    schön das du dich gut fühlst nüchtern zu leben .

    Zitat

    Was mich ein wenig nervt sind die Situationen, wo mein Umfeld einfach "vergisst", dass man mir keinen Alkohol unter die Nase halten sollte Geschockt ! Verstehe das mal einer?!?

    nein ich verstehe nicht ganz :) Wissen sie das du Alkoholiker bist und machen es trotzdem oder bist du in einem Umfeld an dem gesoffen wird oder ist es ganz anders ?

    Gruß Hartmut

    Hallo Mark

    meine Kenntnisse für psychische Krankheiten sind sehr begrenzt . Ist dieses "ist mir alles egal" ein ständiger Begleiter bei dir und ein Teil deiner psychischen Erkrankung?

    Für mich gibt es auch nur einen Grund zum Saufen . Ich will es. Alles andere wie Begebenheiten , hochkommende oder unangenehmen Sachen aus der Vergangenheit , Gegenwart oder Zukunft sind ja nur vorgeschoben um mein Rückfall im Vorfeld schon zu rechtfertigen . Denn das Saufen löst ja nichts davon .


    Gruß Hartmut

    Hallo Mark

    Zitat

    Weihnachten hatte ich acht Tage Urlaub von der Psychiatrie und habe einen "tollen" Rückfall hingelegt.

    Mich würde mal interessieren wie es dazu kam? Aus meinen Erfahrungen heraus bereitet sich ja ein Rückfall irgendwie vor. Wie war das denn bei dir?

    Gruß Hartmut

    Hallo Lindi

    ich habe nun nicht den Thread gelesen deswegen mal unvoreingenommen meine Sichtweise. Für mich ist es nur wichtig zu erkennen ob ich das Herausschieben aus Krankheitsgründen mache oder aus gesellschaftlichen auferlegten Zwänge sei es durch Erziehung oder sonst was geprägt.

    Wer sagt denn das es "krankhaft" ist etwas unangenehmes herauszuschieben . Ich meine das zu viel Schubladen Denken uns nicht zu dem werden lassen was wir eigentlich wollen.

    Schönen Sonntag

    Gruß Hartmut

    Hallo Nys

    ich sehe es ja aus anderer Seite und "vergleiche " hin und wieder Auffälligkeiten die beide Süchte gemeinsam haben könnten . Kindheit war für mich zwar wichtig aber um genauer hineingucken uninteressant für mein jetziges suchtfreises Leben . Je länger ich etwas beobachte, um so mehr finde ich etwas, umso weniger komme ich im Hier und Jetzt an.

    Ich halte da auch nur sehr bedingt etwas davon oder verpreche mir einen nachhaltigen Effekt .

    Zitat

    Aber für mich hat es jemanden wie Andreas (von der anderen Seite + auch ein Soldat) gebraucht, um mich frei zu sprechen.

    ich finde es gut das es dir hilft wenn es dir hilft .

    Als ich es jedoch gelesen hatte, hatte ich sofort Erinnerungen an meine nasse Zeit . Ich brauchte auch immer noch ein Glas um vom letzten Abschied zu nehmen .

    Schönen Sonntag noch

    Gruß Hartmut

    Hallo Nys

    Zitat

    ch kannte diese perfekten Lügen, von Junkies, die ganze Geschichten erfinden, um an Geld zu kommen. Meinst Du man entwickelt als Suchtkranker generell eine besondere Art glaubhaft zu lügen? Ist es vllt. auch der Alk, der einen Alkoholiker selbst glauben läßt was er sagt? Um dann so überzeugend rüberzukommen, daß man immer total überwältigt ist von der Vorstellung die der da so bietet? Oder ist das eher eine ganz bewußte Art, sich wirkungsvoll davor zu schützen enttarnt zu werden? Ich weiß das sind krasse Fragen. .

    ist das rein informativ für dich oder bist du immer noch am Begreifen was nicht zu begreifen ist mit dem Studienobjekt Suchtkranker ? Diese Fragen an einem Alkoholiker zu stellen heißt für mich nur das Suchtmittel auszutauschen .

    Wann denkst du dich denn mal um was wichtigeres zu kümmern ? Ich hätte da jemand :wink: Dich!

    Denke mal in Ruhe darüber nach ohne jetzt mir etwas Böses zu unterstellen :)

    Gruß Hartmut