Beiträge von Hartmut

    Hallo

    sicherlich gibt es auch noch viel nötige oder unnötige Wortklaubereien und Diskussionsansätze, es tun zu müssen oder es lassen zu können. Es gibt auch noch die Oma die ich schon lange nicht mehr gesehen habe , die eine Stand dort hat , der Nachbars Hund, die Kinder von einem Freund usw.usw..usw.. Wo bleibe ich dabei? Egal!.Das muss jeder für sich selbst entscheiden wenn er in der Lage dazu ist. Ich war es am Anfang nicht.

    Den Unterschied zur Trinkpause oder Abstinenz mache ich an meinen Ziel fest ! Das Ziel Abstinenz steht bis zum Lebensende.

    Trinkpause steht für mich für einen Reset oder auch um zu erkennen wie weit ich erkrankt bin. (nicht wahr haben wollen) Ich konnte das aber am Anfang meiner Trockenheit gar nicht unterscheiden , da ich immer in meinem alten nassen Denken verharrte. Das nun mal ein Bestandteil der Krankheit ist . Eine Trinkpause ist für mich auch, wenn ich bewusst alles in Kauf nehme , das ich rückfällig werde kann. Das Ziel der Abstinenz ist nach meinen Begreifen das Gegenteil und dazu gehört gerade auch am Anfang das annehmen können von Erfahrungen Langzeitrockener.

    Aber wie wäre es nun mal mit einem anderen Thread für die vielen anderen Themen die da aufkommen?

    Gruß Hartmut

    Hallo Paul

    was du machst ist mir auch egal da es um dich geht. Was andere machen liegt in deren Verantwortung.

    In deiner Post fällt nur auf das du alle Gefahren beim Grillen, Weihnachtsmarkt , Fernseher usw. ansprichst und dich darum bemühst daran teilzunehmen. Das hatte ich auch jahrelang in den Trinkpausen gemacht. Heute habe ich mehr Kontakte, mehr Freizeitbeschäftigungen als in den ganzen nassen Jahren. Denn als nasser Mensch war ich der einsamste Mensch der Welt. Ich schließe mich auch nicht ein oder meide jegliche sozialen Kontakte. Es gibt Treffen, Feiern , Feste, Freunde und da nehme ich nach meiner Risikominimierung teil.

    Ich halte es nur für bedenklich für "Neue" zu suggerieren das es alles so easy ist, wenn nur darüber nachgedacht wird, wie ichalles noch machen könnte. Das kann ich nicht mehr denn ich bin ja mit einem kranken Suchtgedächtnis ausgestattet das einfach anspringt ohne mein Denken dazu zu benötigen.

    Gruß Hartmut

    Hallo Paul

    Zitat

    Und mal ehrlich eine Risikominimiereung müsste doch tatsöchlich darin bestehen den Fernseher oder gar das Netz abzuschaffen...aber wer macht das?

    Es heißt ja Risikominimierung und kein Ausschluss.

    Zitat

    Es kommt immer drauf an aus welcher Blickrichtung ich das sehe

    genau darauf kommt es für mich bei meiner Krankheit nicht an. Es gibt für mich nur eine Blickrichtung, die die Sucht vorgibt. Da schließe ich "es kann oder es könnte gut gehen , einfach aus. Genau solche Blickrichtungen hatte ich früher in meinem nassen Verhalten. Da war es wurscht wo ich war, hauptsache es gab was zum Saufen. Da hatte ich mich ja nie in einem Trockene Umfeld bewegt.

    Es wird auch mit der Dauer, mit einem freiwilligen, unverkrampften Weg der Trockenheit , eine gewisse Stabilität erreicht. Deswegen nehme ich die Werbung im Fernseher gar nicht mehr wissentlich wahr . Zudem ich mich da auch in einem absoluten alkoholfreien Umfeld befinde.

    Aber hier geht es um den Weihnachtsmarkt und Frankys Thread. So ein Weihnachtsmarkt hat aber auch noch die unterschiedlichen Gerüchen und die Gruppendynamik . Kommt dann der Saufdruck dann wird das erklären vor den Freunden, Kinder und Partner schwer.

    Im ersten Jahr der Trockenheit , einfach alles meiden was erkennbar ist und sich ein alkoholfreies Umfeld aufbauen. Denn da konnte ich auch noch nicht von einem gesunden Denken sprechen.

    Zu dem anderen Themen wäre es mal nett, wenn du es in einem anderen Thread erläuterst. Wolltest doch mal deine aufmachen oder verwechsle ich da was?

    Gruß Hartmut

    Hallo

    warum muss ich mir immer alles schön reden? Ich kannte auch einen trockenen Wirt der aber rückfällig wurde. Er ist jetzt arbeitslos. Diese ganzen Vergleiche nutzen mir ja nichts. ich bin kein Wirt , nicht der Kumpel aus der SHG oder sonst jemanden .

    Ich halte nichts von Konfrontationstheorie in der Alkoholsucht. Ich laufe auch nicht weg sondern ändere den Stellenwert , meiner Freizeitaktivitäten. Die sind wesentlich mehr wie in den nassen Jahren.

    Das kommt einfach davon das ich mich vom nassen Umfeld konsequent und ohen NEID getrennt habe. Würde ich es heute noch als weglaufen ansehen, dann wäre ich noch mittendrin und gedanklich nass.

    das sind meine Erfahrungen.


    Gruß Hartmut

    Hallo savina

    das erste was ich für mich nach vielen vergeblichen Versuchen erlernen musste, war Vertrauen zu Langzeeitrockene, die es vormachten, wie es geht. Am Anfang geht es nicht um das Verstehen oder austesten sondern um das umsetzen gewisser Risikominimierungen . Da waren mir auch die Grundbaustein ein Wegweiser.

    Du hast sehr viel schon erfahren, sortierst dir aber aus, was dir gerade so passt. Durch dein jahrelanges Saufen hat sich ein Suchtzentrum gebildet das genau auf solche Ausnahmeregelungen reagiert. Du bist Alkoholiker und nicht Gesund und das macht den Unterschied aus. Trifft dich gerade am Anfang in solchen Situationen der Suchtdruck dann steuerst nicht du mehr dein Verhalten.

    Hier mal die Grundbausteine.
    https://beispiel.rocks/beispiel.rocks…echternheit.php

    Hinter der Erkenntnis Alkoholiker zu sein , steht auch der Tod , wenn die Sucht nicht gestoppt wird.

    ich wünsche dir mal die nötige Westsicht für dein Tun.

    Gruß Hartmut

    Hallo

    Zitat

    Ich finde, man muss erstmal wirklich begreifen, dass man die Kontrolle verloren hat - und zwar über sich, nicht über den alkoholkranken Partner-, damit man sie quasi auf anderen Wegen wiederfinden kann.

    ich frage mal wer ist man ? Wenn man , du selbst bist, hast du es auch erst erkannt ;) Der Partner ist das Suchtmittel und uninteressant ob er was kann oder nicht. Denn es geht um dich und deiner CO Krankheit , die Partner unabhängig ist .

    ich hoffe mal das dein Kopf nun nicht weiter auf Hochtouren lauft . Denn auch das verstehen und umsetzen braucht Zeit.

    Hallo Blaubarchen.
    deine Gedanken kreisen auch nur um ihn. Merkst du das.? Das geht dich doch nichts an , Du sollst dir am wichtigsten sein und nicht auf Geschichten hören ,die ein nasser Alkoholiker, nach seiner eigenen Vorstellung dir zurecht legt.. Ich konnte alles so hin drehen ohne zu überzeugen . War ja auch einfach , da der CO Abhängige eh nur das "Gute" hören wollte , um die Hoffnung aufrecht zu erhalten.

    Gruß Hartmut

    Hallo zusammen

    Die einen die es versucht haben sind schon tot die anderen üben noch.

    Wir diskutieren hier im Forum auch in keinster Weise über das kontrollierte Trinken und es ist nach meiner Erfahrung das Wort nicht wert.

    kommen wir zum Tagesgeschäft zurück. Gesund werden ohne die Kontrolle zu verlieren.

    Gruß Hartmut

    Hallo Kerstin

    ich kann deine Verzweiflung vollends nachvollziehen aber wie im anderen Thread schon einmal geschrieben , das du für ihn nichts tun kannst wenn er nicht will. Um ihm kümmern sich die Ärzte oder die Therapieabteilungen schon.

    Zitat

    meine frage ist, wie lang kann er das durchhalten?

    da gibt es keine allgemeingültige Antwort

    Zitat

    muss ich zuschauen, bis er sich totsäuft?

    Das liegt an dir ob du dir antun möchtest. Ändern kannst du nichts außer um dich selbst zu kümmern.

    Zitat

    bis er sich totsäuft? ...Ist das überhaupt möglich?

    JA.

    Gruß Hartmut

    Hallo savina

    Preha

    Zitat

    Denn sie kannten mich aus meiner nassen Zeit

    Dein Denken im Umgang mit einem neben dir saufenden Partner oder Bekannte, ist immer noch, nach meinem Verständnis , Nass. Ich bin auch immer wieder verwundert, das es dem Glauben gibt ,in einem nassen Umfeld, trocken werden zu können. Da frage ich mich auch wie ernst ich die Krankheit sehe oder sie überhaupt akzeptiert habe.

    Denn es geht nicht ums tolerieren sondern um zu akzeptieren das ich und mein Hirn ein Suchtgedächtnis aufgebaut hat und es nach seinen Gesetzen handelt. Da ist ein "gesundes Denken " fehl am Platz , da ich ja Alkoholiker bin und es nicht kann. Gerade am Anfang mit der Euphorie des ,"Trocken sein Könnens" wird sich meist überschätzt. Kommt ein Suchtdruck , dann greift nicht der gesunde Mensch zur Flasche sondern der Kranke. Nach meinen Erfahrungen ist da auch willentlich nur noch begrenzt was zu machen.

    Warum hat es denn in den Jahren vorher nicht geklappt trocken zu werden? ;)

    den anderen ist es egal ob du nebenan an einem möglichen Rückfall verreckst. Denn nur du bist für dich verantwortlich.

    Gruß Hartmut

    Hallo Georgina,

    Zitat

    Ich weiß selbst das dies auch nicht die richtige Methode ist um ihn vom trinken abzuhalten aber ich will ja auch was ändern und stärker werden.

    Für wen willst du stärker werden ? Für was möchtest du Stärke haben?

    Gruß Hartmut

    Hallo Schneewittchen,

    Zitat

    Ich bin nur auf der Suche nach einer Lösung - ich bin nicht bereit aufzugeben - weder mich, noch meinen Mann oder meine Ehe!

    Welche Lösung hättest du denn gerne? Tja, welche Lösungsversuche bleiben dir noch übrig? Bisher drehtest du dich ja nur im Kreis und stelltest deine eigene Bedürfnisse hinten an.

    Aber wenn du nicht krank bist ist doch alles in Ordnung. Lass ihn saufen und schaue weiter abwartend zu bis du krank bist. Dann wirst du eine Lösung finden. Glaube mir mal .

    Eine Broschüre mit Regenbogenfarben und alles wird Gut Wünsche für einem Umgang mit nassen Alkoholiker gibt es leider nicht. Er weiß es sicherlich das was nicht stimmt und freut sich jemanden an der Seite zu haben der seine Sucht akzeptiert.

    Soviel mal meine Gedanken dazu.

    Gruß Hartmut

    Hallo

    als erste mal sind ja die Erwartungen ,an den Alkoholiker, egal ob er nass oder trocken ist , weithin CO-Krank . Da steckt man noch ganz tief in der Spirale drinnen .
    nicci

    Zitat

    Aber mit Sicherheit ein besserer Vater.

    ist ja eine typische Aussage dafür. Wenn deine Kinder das schon 13 oder 14 Jahre mitmachen mussten dann kann er machen was er will. Das ist vorbei.


    melanie

    Zitat

    jetzt zur partnerschaft. ich denke ich könnte nie mehr mit meinem ex mann zusammen kommen. nicht einmal wenn er trochen wäre. zu viel ist passiert, das wäre immer in mir drin. nein bei uns gibt es und gab es, nachdem es eskalierte, niemals mehr die möglichkeit das wir trocken zusammen gekommen wären.zu tief sind die verletzungen. was geschehen ist ist nicht einmal durch den alkohol entschuldbar. darum mach ich mir hierzu auch keinen kopf.

    du würdest ja wieder in die alte Spirale gezogen werden und zu deinem Suchtmittel zurückkehren. Ich finde es gut das du dich schon soweit entfernt hast.

    Gruß Hartmut

    Hallo

    nun frage ich mal wieder in die Runde , was eigentlich erwartet wird , wenn der Partner trocken wird? Charaktereigenschaften verändern sich nicht und ein trockener Partner ist nicht der Garant einer wieder funktionierende Beziehung. Was bleibt ist die CO Krankheit.

    Wie seht ihr das oder welche Erfahrungen durftet ihr schon sammeln?

    Gruß Hartmut

    Hallo co-Elfi,

    da habe ich wohl ins Wespennest gestochen ;) Es war aber keine personenbezogenen Frage . Aber ich finde es gut das es dich anspringt.

    Als ich jahrelang versucht habe trocken zu werden, stellte ich auch erst alles auf dem Prüfstand und schaute genau welche Hindernisse mir im Weg stand. Das waren nun mal komplette Lebensveränderungen und dazu war ich nicht bereit. Ich rutschte immer tiefer in die Krankheit bis ich ganz unten ankam. Nun war ich da angekommen wo ich alles verlor. Also habe ich nur auf Zeit gespielt und setzte illusorische Hoffnung in den Vordergrund.

    Dann bin ich den geraden Weg gegangen und stellte fest das das einzigste Hindernis früher Ich selbst war . Plötzlich sah ich auch alle Hilfsangebote die notwendig waren um mich zu retten. ich musste nur mein Sicht anders ausrichten.

    Gruß Hartmut

    Hallo nach vorne,

    ich glaube du verstehst es nicht ganz. Wenn von der Forenleitung geschrieben wird, das keine Rechtfertigung notwendig ist, dann hast du das so zu akzeptieren.

    Um was geht es dir denn ?

    Es geht doch um dich und deine Co-Abhängigkeit oder ? Wie gehst du damit um und was kannst du dafür tun das du dich davon löst.

    Gruß hartmut

    Hallo

    es ist ja bekannt das der Suchtkranke gerne alles auf die lange Bank schiebt und hofft das sich das Problem, entweder von alleine löst , oder hofft das er gar kein Problem mit sich hat. Er setzt auf Zeit .

    Da lese ich auch immer wieder Schlagsätze.
    Ich gehe meine Geschwindigkeit . Es wird ein langer steiniger Weg . Ich brauche etwas länger um zu versehen. usw.. usw..usw.. dazu wird dann die ganze Energie dazu verwendet um seitenlange Situationen darzustellen das es im Moment nicht möglich ist anstatt sich seitenlange Gedanken zu machen es umzusetzen.

    Ist das eine Form der CO Krankheit die es nicht zulässt eine Weg ohne Hindernisse zu sehen?

    Natürlich braucht jeder solange er braucht. Aber wenn ich was brauche dann ist das wiederum auch sucht verdächtig. Denn das wäre ja ausharren wenn es ohne Umsetzung geschieht.

    Gruß Hartmut

    Hallo Xenica,

    ich sehe das etwas anders. Vorwürfe sehe ich nicht. Ich schließe es auch nie aus das ich mal in dies Situation kommen werde. Jedoch , wie du weißt , bin ich von Anfang an den geradlinigen Weg gegangen und mit der Zeit hat sich das normalisiert das ich nachfrage.

    Du bist ja nicht erst seit ein paar Tage trocken, das diese noch passieren dürfte , sondern auch schon etwas länger.

    Ich würde mir mal überlegen an welcher Stelle die Krankheit steht. Vor oder nach dem Essen. ;) Wie wichtig ist es mir trocken zu bleiben. Was kann ich dazu beitragen das ich diese Gefahren in Zukunft ausschließen kann .

    ich hatte auch ganz am Anfang ein Essen zu mir genommen in dem Alkohol enthalten war. Seit dem habe ich mir angewöhnt , immer auf die Zutaten Liste zu schauen und immer nachzufragen wenn ich was von anderen zum Essen /Trinken bekomme. Durch das ständige Wiederholen hat sich das automatisiert.

    Gruß Hartmut