Beiträge von Hartmut

    Hallo Trauerkloss

    bevor ich Antworten auf diese Fragen in deinem Thread geben werde möchte ich noch was von dir wissen.

    Dienen diese Fragen und folgende Antworten dir , zielführend aus deiner Krankheit heraus zukommen oder suchst du noch irgendwelche Antworten von jemanden zu finden, die dir noch eine Hoffnung geben ,deinen Alkoholiker trocken zu legen?
    Oder eine Antwort zu finden das von dir ablenkt und ihn vielleicht in einem besseren Bild erscheinen zu lassen?

    Ich habe mal deinem Thread oder Forum, Fragen und Antworten von dir gelesen ,die genau das beschreiben, was ich hier in diesem Thread für mich erfahren möchte.

    Hast du schon die Erkenntnis krank zu sein und möchtest was dagegen tun?

    Bist du schon bereit zu verstehen das nur du was für dich ändern kannst? Was muss denn alles noch passieren das du an dich denkst?


    Blendest du bewusst gegebene Antworten von "Erfahrenen" einfach aus und suchst du eine andere Lösung deines Problems ?

    Wäre nett mir das mal zu beantworten damit ich dich besser verstehen kann warum du es dir so schwer machst.

    Gruß Hartmut

    Hallo k3n,

    was hättest du denn gemacht wenn du dort Saufdruck bekommen hättest? Dann steuerst nicht du oder dein Willen das Geschehen sondern die Sucht.

    Wir empfehlen nicht umsonst erstmal ein Jahr sich von solchen Festen fern zu halten. Kennst du schon unsere Grundbausteine , die von Langzeittrockene jahrelang aus Erfahrungen zusammengetragen wurden?

    https://beispiel.rocks/beispiel.rocks…echternheit.php

    K3n , wie du deinen Weg gehst ist deine Sache , meine Erfahrungen sagen jedoch das am Anfang das eigene "nasse" sucht orientiertes Denken , nicht das ist was hilfreich ist.

    Ich wünsche dir die nötige Weitsicht für dein Tun.

    Gruß Hartmut

    Hallo Susanne und Doro,

    Susanne

    Zitat

    mit Hilfe professioneller Aufarbeitung und Hilfestellung umgesetzt werden


    und Doro

    Zitat

    Oder habe ich es nicht annehmen können?

    wenn ich diese beide Sätze aus euren Erfahrungen mal herausnehme sehe ich auch einen Ansatzpunkt ,der meines Erachten zu wenig Aufmerksamkeit gewidmet wird.

    Ich weiß das ich Hilfe brauche aber kann oder will sie noch nicht annehmen.

    Als ich hier ins Forum kam , ging es mir ähnlich. Durch mein Anmelden hier, wusste ich zwar das ich Hilfe brauchte ,aber sie sollte doch in der Form sein ,mir zu bestätigen ,das ich nicht krank bin und mein Denken das richtige ist. Das sich dann mein Weg wieder im Kreis drehte, merkte ich nach meinen verheerenden Rückfall , meiner letzen Trinkpause.

    es ging nichts mehr und ich nahm , ohne erstmal zu verstehen, die Erfahrungen der Langzeittrockenen an. Nun hatte ich das richtige Ziel vor Augen , das ich erreichen konnte. Es gehörte auch ein blindes Vertrauen denjenigen gegenüber die es vormachten dazu.

    Das ein Annehmen durch Vertrauen schwer ist , liegt sicherlich auch daran, jahrelang dem Suchtmittel krankheitshalber blind vertraut zu haben. Loslösen und neue Wege gehen kann jedem helfen sein Ziel zu erreichen.

    Eigenverantwortliche 24 Stunden für uns alle und den Alkoholiker trockene dazu :wink:

    Gruß Hartmut

    Hallo

    ich nehme mal diesen Satz von Susanne den ich auch schon des öfteren hier im Co-bereich gelesen habe.

    Zitat

    Nur ist es bei uns Co´s leider so, daß es für den zielführenden Entzug keine Medikamente gibt, sondern es über eine lange Zeit erlernt werden muß,

    komme ich da nicht in die Gefahr meine Krankheit auf die lange Bank(Zeit) zu schieben und das mich dieses dann in meinem Handeln bremst?

    Auch wenn ich immer mal lese , das es ein lebenslanger Weg ist , überkommt mich dieser Gedanke. Zu jedem Ziel gehören bei mir Etappenziele ,die ich greifbar erreichen kann. Den ganzen Weg in übersichtliche Teilabschnitte aufteilen, erhöht doch auch meine Motivation, sich nicht in meiner Krankheit zu verharren und kleine Schritte als Erfolg zu werten.

    Trockene 24 h sind auch eine Etappe die sich die Alkoholiker wünschen. Wie ich diese erreiche, liegt in meinem ermessen, ob willentlich oder aus Überzeugung.

    Gruß Hartmut

    Hallo k3n,

    Zitat

    gerade weil ich ebenso wie Du Alk als Hilfsmittel für Freude und Ausgelassenheit soff, ist es eine wunderbare Erfahrung für mich gewesen, daß ich Alk dazu tatsächlich nicht brauche. Ich bin an dieser Erfahrung weiter gewachsen und froh, daß ich auf dem richtigen Weg bin

    ich hoffe mal , das du mit dieser Erfahrung nicht nachhaltig deiner Trockenheit schadest. Das Suchtgedächtnis speichert sowas als illusorischer Übermut ab und freut sich schon darauf diesen sich zu nutzen zu machen.

    Grenzen austesten ist das verkehrte Mittel um zufrieden trocken zu bleiben. Ich habe mich selbst mal in diese Gefahr gebracht und kam darin fast um.

    Seit dem laufe ich bewusst nicht mehr dem Alkohol mit seinen Trinkgenossen entgegen. Es gibt nichts mehr zu beweisen es noch zu können,sondern so zu leben ,ohne Verzicht es zu lassen.

    Gruß Hartmut

    Hallo zusammen,

    ich habe mir mal die ganze Post durchgelesen und werde sicherlich auch noch etwas brauchen , bis ich es ganz verstehe.

    Was mir jedoch aufgefallen ist ,das sich die meisten CO-Abhängigen, erst nach der Anmeldung im Forum ,erkennen das sie krank sind und dann erst langsam verstehen ,das sie was für sich tun müssen und nicht für den Alkoholiker. Nun verstehe ich das "rumeeiern" mancher Neulinge ,bei klaren Ansagen von längere CO Abhängige besser ,denn das ist ähnlich wie bei einem Alkoholkranken. Es wird krankheitsbedingt meist noch der Alkoholiker in den Vordergrund gestellt und ein Lösung für ihn gesucht.

    Meine überspitze Aussage das sich die CO-Abhängigen , in der Rolle wohlfühlen, hat wahrscheinlich auch was mit Verständnis gegenüber den anderen zu tun. Das birgt aber auch die Gefahr in die Opferrolle zu verfallen.

    Nun bin ich mal gespannt ob sich auch noch mehr " Neulinge " sich hier äußern damit der Erfahrungsaustausch etwas runder wird :wink:

    Das sind meine Erkenntnisse daraus , wenn ich da ein Denkfehler drinnen habe , dann klärt den alten Hartmut ruhig auf. Ich beiße nicht :lol:

    Gruß Hartmut

    Hallo Dagmar,

    als ich gelesen hatte das du in meiner Geburtsstadt Speyer warst, freute ich mich noch. Als ich dann das mit dem Tod deiner Arbeitskollegin lesen musste ,wurde ich ganz nachdenklich. Wie kurz Freude und Trauer nebeneinander liegen, war mir dann gleich wieder bewusst.

    Herzliches Beileid auch von mir.

    Gruß Hartmut

    Hallo zusammen,

    ich habe heute sehr viel im Co-Bereich gelesen und bräuchte mal eure Hilfe es besser verstehen zu können.

    Immer wieder musste ich lesen das der Alkoholiker im Vordergrund steht und seine eigene Bedürfnisse gesunden zu wollen nachstehen.
    Das dieses ein Teil von der CO-Krankheit ist habe ich soweit verstanden.

    Wenn jedoch mehrmals darauf hingewiesen wird was für sich zu tun , wird es ausgeblendet und es geht in alter Manier weiter.

    Nun stellt sich bei mir die Frage ob ein CO-Abhängiger sich in dieser Rolle wohlfühlt oder er noch nicht weiß , wie er zielführend aus der Krankheit kommt.

    Welche Erfahrungen haben denn die "alten Hasen" damit gemacht?

    Und aus welcher Motivation raus haben sich die "Neuen" hier angemeldet und welches Ziel wird verfolgt?

    ich würde mich über Erfahrungen und Meinungen von euch allen freuen.

    Gruß Hartmut

    Hallo Miststück und Änni,
    Miststück

    Zitat

    allo...vor ca 4 wochen ist es mir gelungen meinen freund zu filmen,wie er sich benimmt wenn er wirklich absolut seinen "höhepunkt" hat...einserseits war es ihm peinlich aber auf der anderen seite fand er es mal wieder ultra witzig...ich kann das nicht nachvollziehen...lg


    und
    Änni

    Zitat

    Guter tipp, das hatte ich mir auch schon mal überlegt nur die Umsetzung ist schwierig. Er soll es ja nicht gleich merken...

    wollt ihr euer Partner zum Tiefpunkt führen oder seit ihr immer noch auf der Suche ihn trocken zulegen? Wenn ja , dann kann ich euch sagen , verwendet eure Energie besser dazu ,um euch zu helfen . Alles andere bewirkt nur ein tieferes abgleiten in die CO-Abhängigkeit.

    ich hatte ähnliche Videos gesehen, die wahrscheinlich weitaus schlimmer waren und es hat nichts bewirkt. Gründe gefunden um es lustig dastehen zu lassen , gibt es für einen Alkoholiker , wie Sand am Meer.

    Ein kurzzeitiges Runtertrinken war das höchste der Gefühle,das aber dann mit einem verstärkten Rückfall geendet hatte. Erst muss bei einem Alkohliker die freiwillige Einsicht vorhanden sein ,um dann sich selber helfen zu können.

    Gruß Hartmut (trockener Alkoholiker) :wink:

    Hallo

    ich kann es nicht nachvollziehen das Ihr kein alkoholfreies Umfeld habt. Entweder euch ist eure Krankheit nicht bewusst das sie tödlich endet oder eure Partner oder Freunde nehmen euch nicht ernst. Ich kenne niemanden der es nur mit Willen geschafft hat. Dazu ist die Alkoholkrankheit zu komplex.

    Es sind auch keine mahnende Worte die wir weiter geben, es sind leidvolle Erfahrungen die wir machten.

    Lest doch mal diesen Link der ein Wegweiser sein kann um zufrieden trocken zu werden.

    https://beispiel.rocks/beispiel.rocks…echternheit.php

    Natürlich ist es nicht einfach ein neues Umfeld aufzubauen, aber im alten zu verharren ,weil ich nach den Bedürfnisse andere leben kann, finde ich mehr als fragwürdig.

    Passt auf euch auf.

    Gruß Hartmut

    Hallo Katrin,

    herzliches Beileid zum Tode deines Vaters.

    Es ist schwer in einer solchen Situation die richtige Worte zu finden die dich trösten können. Ich finde es bemerkenswert das du dir schon eine Antwort gegeben hast.

    Zitat

    Sein Leiden hat nun ein Ende und ich hoffe es geht ihm dort wo er jetzt ist viiiiiieeeeeelllllllllllllll besser!

    Gruß Hartmut

    Hallo Mario,
    Glückwunsch zu den ersten 3 Wochen.

    Zitat

    Für die Woche werde ich wohl mal das Gespräch mit einem guten Freund und Saufkumpel suchen.

    Unterschätze da mal nicht dein Suchtgedächtnis ,was es mit dir macht, wenn du dich in deinem alten Umfeld dich mit Saufkumpel treffen willst. Es kommen unweigerlich alte Geschichte und Erinnerungen zu Tage die am Anfang der Trockenheit sehr gefährlich werden können.

    Und wenn er noch "nass" ist ,kann er dir eh nicht helfen , weil er noch sucht orientiert denken muss.

    Ich würde mir das reichlich überlegen.

    ich hatte in meiner letzen Trinkpause ,dieses nicht beherzigt und wurde nach 11 Wochen des besseren belehrt.

    Pass auf dich auf

    Gruß Hartmut

    Hallo Mario,

    der geschützte Bereich ist anonymer und 24h auf, da kannst du offener mit dir und deiner Krankheit umgehen. Ich habe diese Möglichkeit für mich nutzen können, weil ein zeitliche begrenzter Austausch für mich nicht in Frage kam.

    Wäre vielleicht auch eine Option für dich.

    Das soll aber reale Gruppen nicht schmälern. Jeder soll sich die Hilfe holen die notwendig ist, um zufrieden trocken zu werden und zu bleiben.

    Gruß Hartmut

    Hallo

    Zitat

    ich kann mit diesem Spruch "Handbreit vom Glas..." nichts anfangen und finde ihn auch falsch, weil er so wie du ihn nun auch interpretierst, suggeriert, man bräuchte gar nichts für seine Nüchternheit zu tun.

    Da sehe ich heute ähnlich, nur habe ich mich damals als "nasser" mit diesem Schlagwort "Eine Handbreit vom Glas weg" aus den Erfahrungen der Langzeittrockene angefreundet .

    heute ist mir klar das nicht ich "eine Handbreit davon weg bin" sondern nur, wenn ich mich in unmittelbarer Gefahr begebe und es nicht als allgemeines Schlagwort ansehe. zb. in einem Alkohol durchtränkten Umfeld.

    Das ist aber nicht das Thema hier :oops:

    Gruß Hartmut

    Moin Insel und Festlandäffchen 8)

    Wenn das mal nicht eine Teewurst wert ist :wink::lol:

    Schön das du dich meldest und das auch noch trocken :lol:
    Ich freue mich dir hier herzlich zu deinem 2 Trockenheitsgeburtstag gratulieren zu dürfen.


    Gruß Hartmut

    Hallo Mario,


    Zitat

    Gestern gabs noch zwei positive Dinge. Ich habe mich überwunden und habe mir einen Zahnarzt Termin für Anfang nächsten Monats besorgt. Meine Zähne sind so schlecht nicht aber ich brauche ein paar neue Füllungen und zwei unvollende Wurzelbehandlungen stehn noch aus.

    Weiß dein Zahnarzt von deiner Alkoholkrankheit? Durch das jahrelange betäuben durch den Alkohol brauchst du auch eine andere Dosis von Schmerzmittel(Spritzen usw.) Da die Wirkung schneller nachlässt

    Jedenfalls war das bei mir so.:wink:

    Gruß Hartmut

    Hallo Doro,

    wenn es sowas wie eine Wiedergutmachung gibt fangt die bei mir an.
    Es war die Loslösung von meinem Suchtmittel gewesen , um nicht mehr fremdbestimmt zu sein ,damit ich mein Leben so leben konnte , wie ich es mochte und nicht musste. Ich stellte die Erwartungen an mein Suchtmittels ein und kapitulierte. Somit habe ich eine Zufriedenheit gefunden.

    Es gibt keine Entschuldigung die ich durch meine nassen Jahren rechtfertigen kann. Sonst würde ich mir ein zu hohen Stellenwert gegenüber dem Suchtmittel einräumen . Entschuldigungen für körperliche seelisch oder sonstige Gewalt ,macht eine Entschuldigung in meinen Augen nicht wett oder besser.

    Was war denn dein Suchtmittel von dem du noch Erwartungen hast und dich nicht lösen kannst?

    Zorn,Wut, Unverständnis, Liebe, Trauer, Machtlosigkeit?

    ich wünsche dir einen schönen Sonntag.

    Gruß Hartmut

    Hallo Schmetterling,

    schön, dass du mir gratulierst.

    Allerdings ist dieser Thread schon ein Jahr alt, und ich habe das zweite Jahr trocken, am 7.5.2009, auch schon hinter mir. Die Zeit verläuft nun bewusster, ereignisreicher und deutlich klarer für mich. Die Entscheidung, trocken werden zu wollen, ohne fremdbestimmt zu sein, war die beste meines Lebens.

    Da du den Thread damit wieder nach vorne geholt hast, merke ich gerade, dass es an der Zeit ist, hier wieder zu schreiben. Bald werde ich mehr darüber berichten, wie es mir ergangen ist.


    Gruß Hartmut

    Hallo Xen.

    ich halte mich akribisch von allen fern was mit Alkohol zu tun hat. Ich achte sehr genau auf alles und lese jeden Beipackzettel durch. Alles andre wäre für mich einen Tanz auf dem Drahtseil.

    Ich verstehe auch trockenen Alkoholiker nicht , die es anders handhaben und frage mich immer wieder , woher sie schon im Vorfeld wissen wollen was ihr Suchtgedächtnis anschlagen lässt und was nicht. Wieso sie bereit dazu sind Grenzen auszutesten , obwohl sie wissen das ein Rückfall der letze sein kann.

    Nur nicht trinken reicht nicht :wink: von Anfang an begleit mich dieser Satz und hat bis heute nicht an seiner Bedeutung verloren.

    Gruß Hartmut