Beiträge von Hartmut

    Hallo ihr Beiden

    mir geht es hier nicht in diesem Thread einen Schuldigen oder einen Verantwortlichen auszumachen.

    Für mich geht es um das verstehen und verarbeiten meiner Erlebnisse.

    Ich stelle mir selbst auch nicht die Frage ob ich nun Schuld oder nicht Schuld bin, an meiner Alkoholkrankheit oder suche einen Schuldigen. Es nuzt mir persönlich nichts.

    Ich bin es und dannach richte ich nun mein Leben aus.

    Nicht das da nun ,der Eindruck gewonnen wird :wink:


    Gruß Hartmut

    Hallo Gotti,

    schön das du deine Gedanken hier gelassen hast. :)
    Was mir aufgefallen ist das du es eher aus der Sicht des Alkoholiker und den Kinder beschreibst.
    Oder sehe ich das verkehrt? Bin ja ein Neuling was das Co-Denken betrifft :wink:

    Wie sieht es aus der Sicht des Co selber aus?
    Was denkt sich der CO dabei , wenn die Krankheit vor den Kinder schön geredet/verharmlost wird?

    Ich habe es ja selbst als Alkoholiker nicht sehen können oder wollen,was meine Krankheit betrifft. Verhält es sich das bei Co-Kranken ähnlich?

    Meine Mutter hat ja sehr viel aus ihren Co-Verhalten ,vor uns Kinder vertuscht , um den Vater nicht als Alkoholiker da stehen zu lassen. Das Vertrauen ,ihr gegenüber, hatte sie ja von uns Kinder uneingeschränkt ,gehabt

    Hier ein paar Beispiele.
    das der Vater nur Durst hat , weil er nachts zum Kühlschrank ging und Bier trank,
    das es Ihm Kreislaufmäßig nicht gut ging ,als ich bewusstlos auf dem Boden fand.
    das ich ihn nach dem Fussballspiel nach Hause brachte, weil er die Sonne nicht vetragte.
    das er beim Mittagesen aufstand und zum Kotzen ging ,weil das Essen zu fettig war. usw....
    Wie geht denn ein Kind mit der körperlichen Gewalt um ,die aufgrund des Alkohols aufkommt aber trotzdem anders dargestellt wird.

    meine Entwicklung wurde dadurch in der Kindheit sehr geprägt.
    Sei es im Verdrängen, im Vertrauen , in der Glaubwürdigkeit des anderen, im Sozialverhalten..usw..

    Sind ähnliche Erfahrungen gemacht worden?

    Gruß Hartmut

    Hallo zusammen,

    Ich selbst bin Alkoholiker und in einer typischen Abhängikeitsfamilie aufgewachsen.
    Durch das Lesen hier hier im Kinder/Co-Bereich hat es in mir Erinnerungen hervorgerufen die schon lange ,tief vergraben waren und nun zum Vorschein kommen. Ich möchte mich da auch mal langsam herantasten um einiges besser verstehen zu können.


    Deswegen würde ich gerne mal von euch wissen.
    Inwieweit sich das ausgelebte CO-Verhalten der Mutter oder Vater auf eure Entwicklung und Verhaltensweise ausgewirkt hat oder noch wirkt.

    Dabei wäre mir mal die Sichtweise eines "CO´s" auch wichtig ,was er sich dabei denkt, wie das ein Kind verarbeitet.

    Gruß Hartmut

    Moin Lütze,

    Zitat

    .Rankommen lassen.
    Und mitnehmen,was bleibt oder geblieben ist:
    Ein Super-Abend ohne Wenn und Aber!

    genau so würde ich mich verhalten! Alles andere wäre zu früh und würde dann nur Entäuschung sein. Ich weiß ja nicht wie es den anderen geht aber seit ich trocken bin /werde, baue ich auch nicht mehr soviel Luftschlösser :) Das schöne daran ist das meine Einschätzungen vorher viel klarer sind und auch öfter eintreffen.

    Ich kann es dir nur wünschen das was du dir denkst in Erfüllung geht.

    Gruß Hartmut

    Hallo zusammen.

    für mich gehört Rückfall zu unsere Krankheit dazu.
    Warum ist denn die Rückfallquote so hoch?
    Genau wie der tödliche Verlauf ,wenn ich meine Krankheit nicht stoppe.

    Wenn sich da ein Neuling dadurch ein "Alibi herauszieht und ein Türchen offen lässt, um wieder saufen zu können,befindet er sich in einer Trinkpause/Denkpause/Überlegungsphase und hat noch nicht ganz kapituliert. Es ist auch eine Ansichtssache , wie ich diesen Satz deute oder damit umgehe.

    Eric

    Zitat

    Baut aber jemand einen Rückfall und schreibt darüber hier in unserer Selbsthilfegruppe, verdient das höchsten Respekt und Lob.Das kriegt nämlich nicht jeder hin und zeigt, dass der Betreffende weiterhin Interesse hat, trocken zu werden

    da stimme ich vollends zu und ich denke ,daraus können auch viele lernen ,seine eigene Risikominimierung zu betreiben.

    das sind mal meine Gedanken , aus heutiger Sicht dazu.

    Gruß Hartmut

    Hallo J.,

    es ist mir eine Freude dich hier in diesem Bereich lesen zu können :lol:

    Alles Gute zu deinem 1.Jahr Trockenheit.

    Für den einen ist es nur eine Zahl, für uns ein Neubeginn und Untermauerung das wir den richtigen Weg eingeschlagen haben.

    Gruß Hartmut

    Hallo Katrin,

    im Vorstellungsbereich können aus Schutz für den "Neuling" nur eine begrenzte Anzahl der Forenteilnehmer posten, dazu gehört auch der geschlossenen Bereich der posten kann.

    Wir sind auch bemüht dem" Neuling " mitzuteilen , das er nach der Freistellung sich nochmals im Offenen Bereich vorstellen sollte.

    Gruß Hartmut

    Servus Spedi,

    deine "Forumsmüdigkeit" solltest nun etwas hinten anstellen :wink: und dir zu deinem 5. Trockenen Jahr gratulieren lassen.

    Was für "gesunde" Menschen "normal" ist , ist für mich ein neues überlebenswichtiges erlernen gewesen um trocken zu leben!

    Dazu hast du mit deinem Posten sehr viel beigetragen.

    Deswegen gratuliere ich dir nicht nur , sondern bedanke mich auch für dein Aufzeigen , wie es geht!

    Spedi , mache weiter so

    Gruß Hartmut

    Hallo koko,

    Rückfall gehört leider zu unserer Krankheit dazu und wir Alkoholiker müssen daraus lernen, wie unser" Fehlverhalten" sich in der Zukunft durch Risikominimierung vermeiden lässt.

    Was möchtest du nun anders machen?

    Ist es der erste Tag zu eine neuerlichen Trinkpause oder möchtest du abstinent leben lernen?
    Wenn du es nun ernsthaft und für dich tun möchtest ,auch keine weiteren Runden drehen willst , empfehle ich dir mal akribisch den Grundbausteinen zu folgen.

    Da hast du eine reelle Chance!

    Diese habe ich nach jahrelangen Trinkpausen ohne wenn und aber angenommen und bin nun nach seit fast 30 Jahren Saufens , 14 Monate trocken.

    Pack es an und wenn du es für dich willst, findest du auch keine Gründe dagegen :wink:
    https://beispiel.rocks/beispiel.rocks…echternheit.php

    ich wünsche dir das du es auch so siehst.

    Gruß Hartmut

    Hallo Plejaden,

    da schaust gelle :lol: Nun bin ich auch mal wieder in deinem Thread :wink:
    @Pleja

    Zitat

    Also habe ich den Entschluss gefasst nicht mitzufahren - auch wenn mir das beruflich einen Knick geben könnte. Aber es gibt andere Sachen um den Lebenslauf aufzubohren, mein Leben muss ich dafür nicht wirklich in Gefahr bringen.

    ich finde das eine sehr weise Entscheidung :wink:

    Ich stelle meine Trockenheit auch an erster Stelle und lasse die Finger weg von "Aktionen" bei denen ich schon von vornherein ein ungutes Gefühl habe.

    Ich glaube auch nicht das dir 3 Wochen Projektgrabungen, für dein Lebenslauf ,so sehr von Bedeutung ist. Ein eventueller Rückfall hätte eh alles wieder in Frage gestellt.

    Gruß Hartmut

    Hallo Holsteiner,

    @Holsteiner

    Zitat

    Na dann werde ich doch mal zum Vogelwart auf der Hallig Neuwerk umschulen


    das ist doch schon mal ein Anfang , du hast selbst erkannt das es solche Orte gibt :wink:

    Nun ist es hier auch kein Spass mit unserere tödlich verlaufende Krankheit! Wir können sie zwar stoppen und zufrieden damit leben.
    Aber krank bleiben wir ein Leben lang.

    Ich kann sehr gut damit leben dem Alkohol nicht entgegenzuspringen.
    Das du ihn nicht immer aus dem Weg gehen kannst ist auch klar.

    Es gilt nun erstmal zur Ruhe und Besinnung zu kommen und sich klar zu werden was ich eigentlich möchte!

    Abstinent leben oder nicht. Bin ich überhaupt bereit dazu.?

    Was kann ich die erste Zeit tun, um Risikominimierung zu betreiben bis sich eine langsam aufkommende Stabilität eingestellt hat.

    Ich habe zb. angefangen Zeiten an denen ich gesoffen habe mit anderen sinnvollen Tätigkeiten auszufüllen.

    was hast du vor?

    Gruß Hartmut

    Hallo Holsteiner,

    wir kennen uns schon kurz vom Vorstellungsbereich.

    Um trocken zu werden reicht eine Entgiftung nicht aus , dazu gehören auch einschneidende Veränderungen . Einfach das Glas weg stellen und aufhören zu saufen und sonst nichts verändern ,endet in der Regel mit Trinkpausen.

    Im ersten Jahr empfehlen wir ,aus den Erfahrungen heraus, sich grundsätzlich fernzuhalten von Orten , Plätzen und Festen , bie denen vordergründig Alkohol getrunken wird oder dich damit in Verbindung bringt!

    es macht auch keinen Sinn gegen den Alkohol anzukämpfen , er gewinnt immer. Ich habe nach fast 30 jahren Saufen vor ihm kapituliert und lebe nun fast 14 Monate trocken. Vorher hatte ich unzählige Trinkpausen , weil ich gerade nichts veränderte.

    Nun geht es langsam Schritt für Schritt und ich denke das du nun Fragen hast die du gerne hier stellen kannst.

    Gruß Hartmut

    Hallo ollic123,

    ich habe mir vor meiner letzten Trinkpause auch dieses und anderer Bücher geholt und gelesen. :wink:

    Es hat mir zwar geholfen mich endlich mit dem Thema Alkohol und Folgen zu beschäftigen, aber nicht um trocken zu bleiben/werden.
    Dazu musste ich erst selbst kapitulieren und meine Weg selbst gehen.

    Diesen Weg habe ich hier durch die Grundbausteine erfahren und gehen dürfen. Nun sind es 14 Monate zufrieden trocken geworden ,von fast insgesamt 30 Jahren vergeblicher Mühe.

    Gruß Hartmut

    Hallo Live 2008,

    ich glaube nicht das hier bei dir was zu kritiesieren gibt!

    Du wolltest trinken und tust es auch!

    Nun hilft es auch nicht viel ,dir Tips oder Ratschläge zu geben ,außer das du den Rest des Alkohols sofort , in den Ausguß kippst!

    Dann solltest du dir überlegen ,wie dein weitere Weg aussehen soll und zu welchen Veränderungen du bereit bist ,um aus der der Sucht zu kommen!

    Nur nutzt es heute nichts darüber zu reden oder zu sinnieren wenn du trinkst!

    Lese dir diesen Link mal durch und überprüfe ,ob du schon soweit bist, um diesen Weg zu gehen!

    https://beispiel.rocks/beispiel.rocks…echternheit.php

    ich wünsche dir die nötige Weitsicht für dein Tun!

    Gruß Hartmut

    Hallo Live2008,

    auch von mir erstmal ein herzliches Beileid zum Tode deiner Tante.

    Es ist am Anfang ganz normal das sich bei gewissen Situationen dein Suchtgedächtniss sich verstärkt meldet und dir suggeriert das der Alkohol doch die einzigste Lösung für deine Problem sind!

    Aber würde es dich wirklich entspannen oder dich wieder nur betäuben ? Werde dir mal klar was der Alkohol dir angetan hat und ob du da wieder hin willst!

    So ein Saufdruck vergeht mit der Zeit und kommt nach erfolgreicher Trockenheitsarbeit in der Zukunft weniger!

    Lenke dich durch lesen und schreiben hier im forum ab , trinke viel kohlensäurearmes Wasser oder Tee! Vermeide Kaffee oder Cola

    Gruß Hartmut

    Hallo J.

    dieses Trinkgelage kenne ich auch von früher, denn ich war ja mittendrin! :oops::?

    Mittlerweile beschäftigt es mich nur noch am Rande!

    Leider kann ich mich nicht immer den Gerüchen oder der Randale entziehen , aber ich kann es als schlechtes Beispiel nehmen und mich an meiner gewonnen Trockenheit erfreuen!

    Wieviel nüchterne Menschen sind dir aufgefallen? :wink:

    Gruß Hartmut