Nichts für ungut, aber eins vorweg.
In unsere Selbsthilfegruppe ist der Rahmen für den Austausch eng gehalten. Da sind sicherlich viele Regeln die ienm nicht passen aber es hat sich in den letzten fast 20 Jahren bewährt.
Wir haben auch nicht den Anspruch jeden es recht hier zu machen, aber den Anspruch jedem eine Plattform zu bieten, um sich darin austauschen zu können. Mehr Erfahrungen als Meinungen sind hier der Maßstab.
Ich bin auch niemand, der um den heißen Brei schreibt. Also nicht persönlich, sondern nur die Sucht. Ich hoffe, du kannst das ab.
Ich bin mehr als 30 Jahren die meiste Zeit trocken und wenn ich getrunken habe gehe ich sofort in Behandlung
Vielleicht lügst du dir dabei schön ins Fäustchen?
Oder beschönigst? Vielleicht warst du auch nur noch nie trocken? Vielleicht warst du nur ohne Alkohol oder hattest Trinkpausen?
Wie war eigentlich dein Weg? Nur die Flasche weggestellt und Gruppen besucht oder hast du auch praktisch etwas verändert? Vielleicht zu viel Gruppen, zu viel Input, zu viel Wissen angesammelt?
Ich bin Pragmatiker. Mein Weg ging folgendermaßen so los. Risikominimierung, alkoholfreies Umfeld, keine Kompromisse.
Wissen ist ja nicht schlecht, kannst aber in die Tonne hauen, wenn selbst immer wieder an den Punkt Rückfall kommst. Also muss da doch was bei einem selbst schiefgelaufen sein. Ob es dir ein Dr ... erklären kann, ist doch wurscht.
Warum und wieso, ist doch nur eine eigene Rechtfertigung. Oder nicht? Zumindest nach meinem Denken. Ich verstecke mich nicht hinter Begründungen, muss doch einen Weg für mich finden, der mich stabil hält.
ps, ich bin jetzt im 17. Jahr durchgängig trocken. Zuvor mehre halbherzige, gescheiterte Versuche.