Hallo,
ich möchte kurz über meinen Tag berichten:
Heute morgen habe ich mich aufgerafft und bin zu einem schwed. Möbelhaus
gefahren, um noch ein paar Sachen zu besorgen, die meine Tochter in ihrer erst kürzlich bezogenen Studenten-WG braucht. Ihre beste Freundin ist nämlich heute abend übers WE zu ihr gefahren und so konnte ich ihr die Sachen gleich mitgeben.
Ich kann sie leider noch nicht besuchen, da ich die Autofahrt von einfach 3 Std. mit meinem Rücken noch nicht hinbekomme. 
Das hat mich doch etwas abgelenkt. Außerdem wusste ich, dass ich Mittags wieder zu meiner Ärztin musste (Kriesenintervention
) - und das Gespräch mit ihr hat mir ein bisschen die Augen geöffnet: Ich muss diesen Schmerz, diese Ohnmacht aushalten, verarbeiten. Und wenn ich dafür bin, Entscheidungen für mich und meine Zukunft treffen. Und zwar die, die für mich gut sind - und mein Weg ist eben ein bisschen "depressiv" zu sein.
Aushalten und Geduld sind meine "Arbeitsbaustellen" - genauso wie mein Selbstwertgefühl.
Dabei ist dies gerade doch eigentlich nicht so schlecht. Ich bin nicht gerade ein "Leichtgewicht" und durch den Bandscheibenvorfall hatte ich im Juli beschlossen, ich muss endlich meine Ernährung umstellen und Sport machen (schon allein um eine neue OP zu vermeiden oder zu verzögern). Ich habe inzwischen 13 Kilo abgenommen - und fühl mich supergut, attraktiv - einen neuen Haarschnitt hab ich seit letzter Woche auch - und ich bin mit mir im großen und ganzen zufrieden.
Das, was ich nicht an mir mag, ist, dass ich es zugelassen habe, emotional von einem Mann abhängig zu sein - und das will ich auch gar nicht runterspielen. Aber es geht nicht darum, dass ich glaube, dass ich keinen anderen "abbekommen" würde.
Nun denn, heute abend hat mich dann mein Freund aus der LZT angerufen und mir erzählt, dass er mit der Frau gesprochen habe und den Kontakt beendet habe. Er möchte an unserer Beziehung arbeiten.
Prima - und warum
geht es mir dann nicht besser, ich sollte mich doch eigentlich freuen können, dass er die Priotäten gesetzt hat. Doch irgendetwas lässt mich nicht zur Ruhe kommen. Heute.
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Morgen ist ein neuer Tag. Ein Tag für mich. Es soll ein schöner Tag werden. Das 1. WE ohne ihn. Ein WE für mich. Für meine Wünsche.
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seti : Ich finde es trotz allem klasse, dass Du Dich an die Abmachung hälst. Habt ihr den absolute Funkstille ausgemacht? Hattet ihr ein Paargespräch?
Und ja ein steiniger Weg ist es - da fällt mir ein Bild dazu ein: ich gehe unheimlich gerne Wandern - in den Bergen - und oft, wenn ich so einen doofen Gröllweg zum Gipfel hochlaufen muss, frag ich mich, warum ich es mir antu. Und dann steh ich, ausgepowert für den Moment, am Gipfelkreuz, schau runter, bin stolz auf mich, dass ich den Weg geschafft habe und nicht aufgegeben habe: Dieser Ausblick, diese überwältigende Stimmung dort oben - die ist so schön und so, ja ich weiß nicht wie ich es sagen soll - es erfüllt mich immer mit einer tiefen Ruhe, Zufriedenheit und Zuversicht.
Und diesen Ausblick werden wir auch auf unser weiteres Leben bekommen, wenn wir diesen Steinigen Weg gehen und nicht aufgeben.
Also, lass uns die Wanderstöcke nehmen (=Hilfe von wem auch immer) und den Gipfel erklimmen!
Diese Worte nehm ich jetzt auch für mich mit - hätte am Anfang dieses Eintrags nicht gedacht, dass er so enden wird - aber das ist ein schöner Schluss für die Nacht!
Liebe Grüße
IceGirl