Beiträge von IceGirl

    Hallo Diandra,

    ich dank Dir für Deine Gedanken. Du hast u.a. geschrieben:

    Zitat

    Würden wir uns das von einem nichttrinkenden Partner einfach alles so gefallen lassen ? Nöö, dem würden wir einen Vogel zeigen und fragen: gehts noch ?

    Tja - und das ist einer der Punkte, über die ich für mich heftig am nachdenken bin. Würde ich mir das auch von einem "nichttrinkenden" Partner gefallen lassen?

    So wie Du auch schreibst:

    Zitat

    Was sind wir uns in solcher einer Situation eigentlich wirklich wert ?

    Was bin ich mir eigentlich noch selber wert, in solch einer Situation und in so viel anderen. Ich weiß, dass ich außerhalb meiner Partnerschaft sehr wohl meine Bedürfnisse, Wünsche etc. anbringen und wenn notwendig auch durchsetzten kann. Das muss ich allein schon berufsbedingt.
    Aber "zu Hause" - da werd ich klein, devot oder manipulativ - und zwar nur gegenüber meinem Partner.

    Alle kennen mich als selbstbewusste, taffe Frau - dieses Bild gebe ich nach draußen - warum fällt es mir so schwer, dieses Bild auch tatsächlich ganzheitlich auszuleben???

    Harmoniebedürftig, 1000% alles richtig machen (für die anderen), mich hinten anstellen - wie weit hinten? Komm ich irgendwann mal bei mir an?

    Immerhin, die Fragen stell ich mir schon - d. h. ich setze mich damit auseinander - aber umsetzen? Es ist so schwer, aus seinem selbstgebastelten Panzer auszubrechen. Er hat mich ja auch ein Stück weit geschützt - ? - hat er das? Vor was hat er mich geschützt?


    Immer noch verwirrt und traurig - wütend bin ich im moment nicht mehr.

    Liebe Grüße
    IceGirl

    Hallo ihr Lieben,

    ich habe heute mehrmals in Seti´s Thread gelesen und der Austausch dort hat mich heftig zum nachdenken gebracht.

    Es ist eine echte Gefühlsachterbahn:

    Auf der einen Seite hat dort z.B. Diandra gepostet:

    Eine verwirrende Therapie ist also der Freifahrtschein dafür, dass man sich mit seinen verwirrten Gefühlen einem anderen verwirrten Menschen zuwendet ohne Rücksicht auf die Gefühle des eigenen verwirrten Partners, der zu Hause sitzt und nach der tollen Eröffnung - man habe sich verliebt - noch verwirrter rumsitzt ??

    Okay, bei mir war er noch nicht in LZT sondern das ganze ist während der Entgiftung in die Gänge gekommen. Trotz allem habe ich so ziemlich genau dies in meiner letzten SHG auch gesagt. So - tollte Erkenntnis - zu wissen, dass ER nicht das Recht hat, nicht auch auf meine Gefühle Rücksicht zu nehmen - sondern einen "abspeist" mit der Aussage: "ich weiß nicht ob ich mich verliebe".
    Nun ja, er hat ja den Kontakt zu der Dame jetzt wohl abgebrochen - und trotzdem bleiben die Zweifel, der Schmerz. Und das alles wird dann wieder zu nichte gemacht, weil er ja gerade so verwirrt ist und ich in meinem mir sehr gut antrainierten CO-abhängigkeitsMuster glaube, ich muss es aushalten. Mich am Riemen reißen. Verständnis haben. Geduld haben....

    Und was mich noch mehr verwirrt - ich denke darüber nach, aber ich schaffe es nicht mein Verhalten zu ändern.

    Thema Liebe:

    Emilie_AllEin hat einen so "wunderschönen" Satz bei Seti gepostet:

    liebst du sie?! dann lass sie in liebe los, auf dass sie die möglichkeit bekommt, den weg in liebe zu dir zurück zu finden.

    Das ist etwas, was ich unter Liebe definiere, in meiner gesunden Zeit auch -denke ich - umsetzen konnte - aber jetzt, jetzt würde ich eventl. loslassen (obwohl ich gerade nicht weiß, ob ich bei diesem Satz wirklich ehrlich zu mir bin??) - aber immer mit dem Hintergedanken, dass er doch begreifen muss, dass er MICH liebt und wieder zurückkommt. Kranke Gedanken!!
    Wie kann ich daran arbeiten??????????????

    Ist es überhaupt Liebe? - in einem anderen Thread, ich weiß leider nicht mehr bei wem, hat derjenige geschrieben, dass er "Seelenverwandt" mit seinem Partner ist.
    Genau das haben wir auch einmal voneinander gedacht. Ich habe das gedacht... Und jetzt denke ich, seelenverwandt mit einem damals nassen Alkoholiker - was ist meine Seele, wie krank ist meine Seele, dass sie sich verwandt fühlt??
    Geht das Thema "Liebe" so Hand in Hand mit dem Thema Co-Abhängigkeit, um die ich mich ja eigentlich kümmern wollte - aber mit der Aussicht mit IHM ein schönes gesundes Leben zu führen??
    Bin ich inzwischen so neben der Spur??

    Verwirrt, traurig, wütend, gefangen in mir selber - so fühl ich mich gerade jetzt.

    Und damit verabschiede ich mich heute für´s erste.

    Liebe Grüße
    IceGirl

    Hallo Seti,

    ja, ich kann Dich gut verstehen. Ich habe die Einträge seit dem Telefonat mit Deiner Frau jetzt bestimmt 5 mal gelesen und das Gefühl, die hätten auch für mich geschrieben worden sein.

    Und weil mich dies hier gerade sehr bewegt, werde ich nicht Deinen Thread dafür benutzen sondern meine Gedanken, die mich betreffen bei mir ausführen. Dich unterstützen, Dir einen Rat geben, kann ich leider nicht - dafür steck ich selber zu tief drin.

    Aber Dir wünsch ich Kraft und Mut den richtigen Weg, der DIR gut tut, zu gehen.

    Herzliche Grüße
    IceGirl

    Hallo zusammen,

    heute ist ein ganz bescheidener Tag. Ich hatte heute morgen ein Telefonat mit meinem Partner und das ist irgendwie so gar nicht rund gelaufen. Und ich muss leider zugeben, das lag an mir. Ich war mal wieder voll auf der "Manipulations-Welle" - wollte von ihm Inforamtionen, Entscheidungen etc. erzwingen - ganz toll :cry: . Wie habe ich gestern altklug daher geredet. Aushalten und Geduld. Schon nach wenigen Std. schaff ich nicht mal den kleinsten Schritt.

    Und mit dem nach mir gucken, das klappt auch nicht. Heute Abend treff ich mich mit meiner besten Freundin, die mich schon über die hälfte meines Leben durch alle Höhen und Tiefen begleitet. Was wir machen wollen, weiß ich noch nicht - aber - und das nervt mich gerade total an mir, ich mach mir Gedanken, was ER wohl zu der ein oder anderen Aktivität sagen würde. Muss mir selber Zuspruch geben und mir sagen, dass ich machen darf, was ich möchte. Dass es mir damit gut gehen soll und darf, was ich unternehme. - aber es klappt nur bedingt.

    Ansonsten bin ich einfach durch den Wind. Habe zwar die Energie aufgebracht und etwas im Haushalt gemacht, Einkaufen gewesen und die sonstigen Dinge an einem Samstag. Aber ich wollte z.B. noch ins Fitness gehen und bis jetzt bekomm ich die Kurve nicht....

    .....

    @ Seti: heute "verkneif" ich mir jeglichen Ratschlag. Ich steck ja selber mittendrin. Auf jeden Fall wünsch ich Dir ein gutes Telefonat!!

    Ganz liebe Grüße
    IceGirl

    Hallo,

    ich möchte kurz über meinen Tag berichten:

    Heute morgen habe ich mich aufgerafft und bin zu einem schwed. Möbelhaus :) gefahren, um noch ein paar Sachen zu besorgen, die meine Tochter in ihrer erst kürzlich bezogenen Studenten-WG braucht. Ihre beste Freundin ist nämlich heute abend übers WE zu ihr gefahren und so konnte ich ihr die Sachen gleich mitgeben.
    Ich kann sie leider noch nicht besuchen, da ich die Autofahrt von einfach 3 Std. mit meinem Rücken noch nicht hinbekomme. :?

    Das hat mich doch etwas abgelenkt. Außerdem wusste ich, dass ich Mittags wieder zu meiner Ärztin musste (Kriesenintervention :cry: ) - und das Gespräch mit ihr hat mir ein bisschen die Augen geöffnet: Ich muss diesen Schmerz, diese Ohnmacht aushalten, verarbeiten. Und wenn ich dafür bin, Entscheidungen für mich und meine Zukunft treffen. Und zwar die, die für mich gut sind - und mein Weg ist eben ein bisschen "depressiv" zu sein.

    Aushalten und Geduld sind meine "Arbeitsbaustellen" - genauso wie mein Selbstwertgefühl.

    Dabei ist dies gerade doch eigentlich nicht so schlecht. Ich bin nicht gerade ein "Leichtgewicht" und durch den Bandscheibenvorfall hatte ich im Juli beschlossen, ich muss endlich meine Ernährung umstellen und Sport machen (schon allein um eine neue OP zu vermeiden oder zu verzögern). Ich habe inzwischen 13 Kilo abgenommen - und fühl mich supergut, attraktiv - einen neuen Haarschnitt hab ich seit letzter Woche auch - und ich bin mit mir im großen und ganzen zufrieden.

    Das, was ich nicht an mir mag, ist, dass ich es zugelassen habe, emotional von einem Mann abhängig zu sein - und das will ich auch gar nicht runterspielen. Aber es geht nicht darum, dass ich glaube, dass ich keinen anderen "abbekommen" würde.

    Nun denn, heute abend hat mich dann mein Freund aus der LZT angerufen und mir erzählt, dass er mit der Frau gesprochen habe und den Kontakt beendet habe. Er möchte an unserer Beziehung arbeiten.

    Prima - und warum :?: geht es mir dann nicht besser, ich sollte mich doch eigentlich freuen können, dass er die Priotäten gesetzt hat. Doch irgendetwas lässt mich nicht zur Ruhe kommen. Heute.

    ...
    Morgen ist ein neuer Tag. Ein Tag für mich. Es soll ein schöner Tag werden. Das 1. WE ohne ihn. Ein WE für mich. Für meine Wünsche.
    ....

    seti : Ich finde es trotz allem klasse, dass Du Dich an die Abmachung hälst. Habt ihr den absolute Funkstille ausgemacht? Hattet ihr ein Paargespräch?
    Und ja ein steiniger Weg ist es - da fällt mir ein Bild dazu ein: ich gehe unheimlich gerne Wandern - in den Bergen - und oft, wenn ich so einen doofen Gröllweg zum Gipfel hochlaufen muss, frag ich mich, warum ich es mir antu. Und dann steh ich, ausgepowert für den Moment, am Gipfelkreuz, schau runter, bin stolz auf mich, dass ich den Weg geschafft habe und nicht aufgegeben habe: Dieser Ausblick, diese überwältigende Stimmung dort oben - die ist so schön und so, ja ich weiß nicht wie ich es sagen soll - es erfüllt mich immer mit einer tiefen Ruhe, Zufriedenheit und Zuversicht.

    Und diesen Ausblick werden wir auch auf unser weiteres Leben bekommen, wenn wir diesen Steinigen Weg gehen und nicht aufgeben.

    Also, lass uns die Wanderstöcke nehmen (=Hilfe von wem auch immer) und den Gipfel erklimmen!

    Diese Worte nehm ich jetzt auch für mich mit - hätte am Anfang dieses Eintrags nicht gedacht, dass er so enden wird - aber das ist ein schöner Schluss für die Nacht!

    Liebe Grüße
    IceGirl

    Weißt du, Emma, dass er in LZT ist, darüber bin ich froh und freu mich auch! Dass er endlich richtig an seinem Problem arbeiten möcht, erfüllt mich auf irgendwie mit Stolz...

    Was mich fertig macht, ist dass auf einmal eine andere Frau mit ins Spiel gekommen ist. Es ist so schon genug zum Verarbeiten, Aufarbeiten.

    Ich finde es gemein, dass genau JETZT diese Situtation eingetreten ist. Ich fühle mich so machtlos. In einer - ich sag mal "gesunden Phase" hätte ich ihm ein Ultimatum gestellt. Weil ich nun mal nicht die 2. Geige spiele. Aber so wie es gerade ist, weiß ich einfach nicht, was es wirklich bedeutet. Weil ich eben denke, dass mein Partner im Moment ziemlich durch den Wind ist - mit allem.
    Ich hatte gehofft, dass unsere Beziehung ein Fundament hat, auf dem wir unsere Arbeit aufsetzen können. Und mein Partner meint ja auch, dass er es immer noch so empfindet - aber wieviel davon kann ich glauben, will ich glauben. Es waren im letzten 3/4 Jahr soviele Lügen, soviel Misstrauen - ist das reparabel??

    Ohne diese Frau seh ich eine Chance auch wenn ich weiß, dass es trotzdem zur Trennung kommen könnte. Aber es wär eben eine Chance - aber eine Aussenstehende, die natürlich sehr gut für sein Ego ist, die ihm den Bauch pinselt und ihm "Bestätigung" gibt, da kann ich nicht mithalten. Nach beinahe 7 Jahren kann ich nicht mehr für "aufregende Schmetterlinge" sorgen - und ich will es auch nicht. Weil ich die "rosarote" Zeit zwar schön fand, ich aber die Entwicklung zu einer echten Partnerschaft wichtiger find - erfüllender.

    Und eine Partnerschaft ohne Alk.

    Ich hoffe, ich konnte mich richtig zu verstehen geben!

    LG
    IceGirl

    Guten Morgen!

    @ Kopfmensch und Karotte: Danke für die Unterstützung. Nur leider bin ich so bekloppt, dass auch Laufen mich eher im Denken unterstützt....

    Ich bin heute früh aufgestanden und merke, dass dies ein harter Tag wird. Dank der Medikamente habe ich zwar relativ gut geschlafen. Aber als ich aufgewacht bin, war es schon wieder da: das Denken.
    Ich habe gerade auch irgendwie keine Energie. Hab mich gezwungen, meinem Sohn das Vesper für die Schule zu richten, aber sonst - ich fühl mich in mir Gefangen.

    Ich will da raus.

    Ich denke, ihr werdet heute noch öfters von mir lesen - ich habe so ein tiefes Bedürfniss zu reden, zu reden, zu reden - und so werd ich eben schreiben, schreiben, schreiben....und mir überlegen, wie ich sonst auf andere Gedanken komme!

    Bis dann!
    IceGirl

    Dank Dir, Karotte, für die unterstützenden Worte.

    Allerdings ist meine Euphorie von heute vormittag verflogen. Ich war im Fitness für ca 2 Std. und danach bin ich nach Hause - und dann fing mein Kopf an. Und ich denke und denke und denke und komm nicht mehr raus.

    Ich war ja gestern auch bei meiner Hausärztin, die hatt mir Tropfen gegen Verstimmungen verschrieben - da hab ich heute mittag welche genommen - aber das Denken hört und hört nicht auf. Also dachte ich, dann mach Deinen Plan von heute morgen weiter: geh also bummeln - ach sch.... es denkt und denkt und denkt....

    Sich selber etwas Gutes tun - ja das möcht ich - aber kann mir jemand meinen Kopf abstellen!?

    Co-Abhängig - toll, dass ich so heftig drauf bin, das hätte ich niemals vermutet!!

    IceGirl

    Guten Morgen Seti,

    ich war gestern nach langer Zeit (war ja wegen meinem Bandscheibenvorfall im Krankenhaus und in der Reha) wieder in meiner Selbsthilfegruppe der Angehörigen.
    Dort habe ich unheimlich viel mit auf den Weg bekommen. Unter anderem haben mir einige Frauen (es sind in unserer Gruppe keine Angehörign Männer), die mit ihren Partnern diese LZT durchgestanden bzw. auch überstanden haben, erzählt, dass in der Therapie ihre Männer und sie sich ersteinmal voneinander entfernt haben. Dass die Paartherapien auch nicht so gelaufen sind, wie sie sich das vorher vorgestellt haben und dass das alles im Großen und Ganzen eine harte Zeit war.

    Einige haben sogar im Anschluß an die LTZ eine Paartherapie gemacht.
    Und es gab eben auch Paare die haben es nicht geschafft.

    Was ich gestern für mich mitgenommen habe, ist:
    1. Ich muss!!! mich um mich kümmern (ja ich weiß keine neue Erkenntnis - aber die Umsetzung :? )
    2. Ich muss mir im Klaren werden, was ICH eigentlich will
    3. Ich muss meinem Partner in der LZT seinen Raum geben - d.h. eben so wie bei Dir, eventl. eine längere Sendepause - und wenn ich diese Partnerschaft weiter führen möchte, Geduld haben.

    Ansonsten habe ich bisher in meinem Leben immer die Einstellung gehabt, dass alles so kommt, wie es für mich sein soll. Entweder damit ich dazu lerne oder dass ich einen bestimmten Weg vor mir habe um glücklich zu sein.
    Diesen Gedanken probiere ich gerade wieder "wie ein Mantra" zu aktivieren. Es kommt alles so, dass es GUT für MICH ist - auch wenn man dies oft erst später erkennt.:roll:

    So, jetzt hab ich hier kluge Sprüche gekloppt. Heute ist der 1. Tag, an dem ich das "Ummichselberkümmern" in die Tat umsetzen werde. Da ich ja noch bis nächste Woche krank geschrieben werde und ich zu Hause nur grübel, werd ich jetzt ins Fitness-Studio gehen. Heute mittag habe ich mir vorgenommen, dass ich bei uns ins Einkaufszentrum gehe und mir irgendetwas kleines schönes gönne. Mich belohne, weil ich bin, wie ich bin! Und heute Abend geh ich zu einer Freundin zum quatschen - und zwar nicht nur über meinen Partner- YEPP! :D

    Gute Vorsätze - jetzt geht´s ans üben!

    LG
    IceGirl

    und noch einen Gedanken will ich hier "offiziell" machen - ihn nicht immer nur für mich denken, weil er dann hoffentlich seine Macht verliert. Mein Kopf weiß nämlich dass er idiotisch ist!

    Es fällt mir schwerer als ich dachte.....

    also: warum hat mein Freund nicht das Gefühl, dass es schön ist gerade mich getroffen zu haben. Die ihn auf dem Weg begleitet hat und weiter begleiten wird, gesund zu werden?
    (ich flüster das Wort nur: Dankbarkeit) -

    Ja, das denk ich immer wieder. Und wie ich ja schon sagte, ich weiß dass das totaler Quatsch ist - aber mein Hirn vergaloppiert sich da!

    So, nun ist es raus!

    Zitat

    Was aber nicht heißt, dass ich mich um mich selber kümmern will. Schließlich muss man sich selber lieben, bevor man irgendjemand anderen lieben kann - und das glaube ich tatsächlich!

    na super, ein paar Buchstaben vergessen und schon wird der Satz ein anderer. Natürlich WILL ich mich um mich kümmern!!
    Es sollte heißen: was aber nicht heißt, dass ich mich nicht um mich kümmern will!!!

    :oops::oops::oops:
    IceGirl

    Hallo nochmal,

    nun in den Antworten stecken auch viele Fragen - mit denen ich mich auch weiterhin auseinandersetzen muss. Doch im Moment und dem Versuch es "nüchtern" zu betrachten:

    Mein Freund war 2 Jahre trocken bzw. hat nicht getrunken - das ist ja doch irgendwie ein unterschied - da er keine Therapie gemacht hatte - hat unsere Beziehung sehr gut funktioniert. Er war selbstbewusster - wir waren "ebenbürdige Partner". Klar hatten wir auch Auseinandersetzungen - aber es war Qualitativ hochwertiger wie all die Jahre vorher, wo er noch getrunken hatte.
    Und in dieser Zeit tat er mir gut und ich denke doch, ich ihm auch. Warum also nach der Therpie nicht mehr? - Doch -heute- würde ich sagen, wir können uns gegenseitig gut tun.

    Wenn er einen Rückfall hat? Nun, schon das letzte Mal hatte ich gesagt! dass ich das nicht nochmal mitmache. Und voila - hier bin ich. Allerdings hat er diesmal ja einen Schalter umgelegt und will an seiner Krankheit arbeiten. Sollte er dann irgendwann wieder einen Rückfall haben - nun wenn er weiter trinken will bzw. nicht loskommt von seinem Freund Alk - dann ist es aus - das weiß ich definitiv.
    Ist die Situation aber, dass es ihm mit dem Rückfall nicht gut geht, er weiter trocken bleiben möchte - dann kann ich es nicht sagen. Wahrscheinlich, mmmh ehrlich , ich will ehrlich zu mir selbst sein: also ich denke, da würde ich wieder für ihn da sein.

    Ich war vor meinem Freund viele Jahre allein - ein paar Techtelmechtels, hatte keinen "Bock" auf echte Beziehung. Ich habe meine zwei Kinder alleine groß gezogen - und ich denke das ist mir ganz gut gelungen. Ich habe beruflich Karriere gemacht (trotz das ich allein(erziehend) war). Habe einen sehr kleinen aber wunderbaren und vor allem echten Freundeskreis - Fazit: mein Kopf weiß, dass ich ohne meinen Partner leben kann. Aber mein Herz will nicht!

    Hört sich jetzt trotzig an - und ich werde heftig über das alles nachdenken. Und doch weigert sich irgendwas in mir, unsere Beziehung aufzugeben.... Was aber nicht heißt, dass ich mich um mich selber kümmern will. Schließlich muss man sich selber lieben, bevor man irgendjemand anderen lieben kann - und das glaube ich tatsächlich!

    Danke trotzdem für die Gedankenstöße!

    LG
    IceGirl

    Hallo Seti,
    Deinen Thread hatte ich interessanterweise schon angefangen zu lesen, bevor Du mir geantwortet hattest - und was ich dort lese, macht mir noch mehr Sorge...dass er sich von mir entfernt - während seiner Therapie. Wir haben so viel an Guten und Schlechten Zeiten miteinander durchgemacht. Nach zwei Jahren nicht trinken dieses Jahr sind wir im April zusammen gezogen - und ich komme mir vor, als ob ich vor einem riesigen Scherbenhaufen stehe. Mal ganz davon abgesehen, dass ich im Moment nicht weiß, wie es weitergehen sollte, wenn wir uns tatsächlich trennen müssten - so rein finanziell.
    Ja ich weiß, es gibt immer einen Weg. Und wenn es nur rein das Finanzielle wäre, und ich ihn nicht mehr lieben würde, dann könnte ich auch - irgendwie. Doch so lämt mich meine Angst um unsere Beziehung...

    Kaltblut hat ja auch einiges in dem Thread geantwortet - ich lese es wohl - und mein Kopf versteht auch - doch in mir drinnen - da ist eine Mauer - die will nur hören, ALLES WIRD GUT! Ja, das werde ich hier nicht hören, das weiß ich - aber genau darauf will ich mich ja auch einlassen. Aber es fällt so unsagbar schwer.

    Mein Freund hat vorhin angerufen und mir von seinem ersten Tag erzählt. Das Telefonat war eigentlich auch gut. Und doch bin ich voller Zweifel und Sorge, ob diese "doofe" Krankenschwester noch im Rennen ist - oder nicht. Ich entwickle gerade auch eine riesen Wut auf diese Frau, die in einer Suchtabteilung arbeitet, weiß, dass die Menschen, die dorthin kommen eh "durch den Wind sind" und sich dann auf ihn einlässt.

    Ich weiß, dass das der falsche Focus ist - und das mein Freund für sein Handeln alleine verantwortlich ist - aber da ist es wieder. Der Kopf weiß, der Rest verweigert die Aufnahme....

    Icegirl

    ... im Juli hatte ich einen erneuten Versuch gestartet mich hier auszutauschen. Aber ich hatte mich die ganze Zeit selbst angelogen.

    Ich habe mir vorgemacht, dass ich doch gar nicht so Co-Abhängig bin (weil ich hab ihm ja keinen Alkohol gekauft sondern ihn dazu gedrängt!! mit dem Trinken aufzuhören!!) ...

    Langsam - aber auch mit immerwährenden Rückfällen - gestehe ich mir ein, dass ich abhängig bin - emotional von meinem Freund. Und ich schaff es nicht allein.
    Ich gehe zwar inzwischen regelmäßig in eine Angehörigen-Gruppe und habe auch einen Termin bei einer Psychotherapeutin - ich würde mich aber sehr freuen, wenn ich hier erneut die Chance bekomme, mich auszutauschen, mir unterstützung für MEINEN richtigen Weg zu holen.

    Meinen Freund habe ich gestern zu seiner Langzeittherpie gefahren - er hat jetzt 12 Wochen für sich, um sich den Weg zu seiner Gesundheit zu ebnen - und ich dreh durch - habe Angst, dass ich ihn verlier.
    Dabei hatte ich, als er noch getrunken hat den festen Entschluss, dass es vorbei ist, wenn er weiter trinkt. Jetzt trinkt er seit Ende Juli nicht mehr - und eigentlich dachte ich das schaffen wir. Doch dann erzählte er mir, dass er sich mit der Stationsschwester aus der Klinik wo er entgiftet hat, privat treffe - zum reden. Ja und letzte Woche eröffnete er mir, dass er nicht weiß, ob er sich in sie verliebt.

    Ich weiß vom Kopf, dass ich mich um mich kümmern muss - aber irgendetwas in mir ist stärker. Blockiert meine Gedanken - so, dass sie sich immer nur um ihn, um unsere Beziehung drehen und habe das Gefühl, dass ich daran komplett kaputt geh....und weiß gerade nicht, wie ich da wieder rauskomme....

    Letzte Woche habe ich mir ein Buch gekauft: "Wenn Frauen zu sehr lieben" - das macht mich echt fertig, aber es hat mir auch die Augen geöffnet, dass ich ABHÄNGIG bin - und das macht mir Angst. Ich steh doch sonst mit beiden Beinen im Leben nur Beziehungstechnisch bin ich eine Niete - toll....

    Ich will an mir arbeiten, komme gerade aber nicht aus meiner Spirale raus und hoffe insgeheim, dass auch das Schreiben hier, neben der Selbsthilfegruppe mir hilft, wieder gesund zu werden.

    IceGirl

    Hi zusammen,

    ersteinmal lieben Dank für Eure Antworten.

    Nun - ganz kurz wie die letzten Tage waren. Ich bin am Donnerstag Abend zu einem Treffen einer SHG hier am Ort gegangen. Eigentlich wollte ich ja meinen Freund überreden (!) dort hinzugehen - aber er wollte nicht.

    Und dann hab ich mir gedacht, ich wollte doch nach MIR schauen, also informier Dich über die Angehörigen-Gruppe. Und das Treffen war sehr angenehm.

    Als ich dann von dem Treffen wieder heim kam - mein Freund wusste, dass ich dort hingeh - hatte er wohl viel Zeit zum überlegen. Auf jeden Fall haben wir sehr viel am Abend geredet und er hat von sich aus (! - das ist der Unterschied zu oben :) ) - beschlossen am Montag zum Arzt zu gehen und alles in die Wege leiten oder leiten zu lassen, dass er entgültig aufhört (oh hört, er hat eingesehen, alleine geht das nicht).

    Und wie es mir damit geht - ich weiß es nicht - ich bin in "hab-acht-Stellung" - aber wenn es dann tatsächlich so durchgezogen werden würde - ja , das wär schon was.....

    Bis dahin schau ich nach meinem Rücken und hoffe, dass am Mittwoch mein Doc nicht doch eine OP in Betracht zieht (das ist nämlich das Ergebnis meines Arzt-Besuches von Freitag)...

    Liebe Grüße
    IceGirl

    ... nachdem ich wie unten folgt zwei jahre nicht mehr in diesem forum war, habe ich den Text aus der "Vorstellung" noch mal kopiert und hier reingestellt (ich weiß nicht, wer alles in der Vorstellung lesen darf :oops: )

    Danke


    Hallo zusammen,

    im Februar vor zwei Jahren war ich schon mal hier und habe mir Eure Hilfe geholt. Damals hatte mich mein Freund verlassen, da er es nicht geschafft hatte vom Alkohol loszukommen und um mich nicht weiter zu verletzen hatte er Schluss gemacht.

    Nun seit dem ist viel passiert. Der oben besagte Freund hat im Juni vor zwei Jahren aufgehört zu trinken - unter anderem weil er mich liebt und es nicht ausgehalten hatte ohne mich. Wir haben viel geredet. Allerdings hat er keine Therapie gemacht (in den Jahren davor schon ein paar angefangen - aber er meinte das bringe ihn nicht weiter....)

    Okay - in der trockenen Zeit hatten wir eine wirklich - ja ich würde es schon so nennen - perfekte Beziehung. Alkohol war kein Thema mehr. Der Freundeskreis wurde eingeweiht und mein Freund war einfach wunderbar. Dieses Jahr im April haben wir es dann (endlich - aus der damaligen Sicht) unserer Fernbeziehung (80km) ein Ende zu setzen und zusammen zu ziehen. Im September letzten Jahres begannen die Vorabeiten. Mein Freund hat sich einen neuen Job gesucht - auch, weil er in seinem letzten Job nicht glücklich war.

    So und jetzt der Punkt, warum ich wieder hier bin....
    nun, nach einer längeren "ich bin mir nicht sicher und das kann doch gar nicht wahr sein-Zeit" habe ich festgestellt, dass er wieder trinkt. Und zwar schon seit MÄRZ!!!!!

    Toll - zu sagen der Alk oder ich - nach dem wir (übrigens mit meinen Kindern) zusammengezogen sind - nun, das ist nicht so einfach. Und auch wenn es jetzt erst an zweiter stelle kommt - aber ich liebe Ihn (also den teil, wenn er nicht getrunken hat)...

    er trinkt immer erst abends um - so sagt er, zu vergessen (geschäftlich - weil da ist er vom regen in die traufe gekommen). Er wird dann immer ganz - nun ich weiß nicht wie ich es am besten beschreibe - ja also, er ist dann so klein, devot ohne selbstachtung, selbstbewusstsein - voller Zweifel - und das macht mich wahnsinnig. Weil ich weiß, wenn er nüchtern ist, ist er nicht so (auch wenn er da nicht vor selbstbewusstsein strotzt..). Und dieses "sichkleinfühlen" hört eben auch tagsüber nicht mehr richtig auf. Er macht aus der Arbeit einen noch viel "schlimmere Situation" wie sie im nüchternen Zustand wär....

    Ja, jetzt sitz ich vor diesem Scherbenhaufen und kümmer mich mal wieder "emotional" nur um IHN und diesen scheiß Alk, anstatt um mich und meine Kids (die übrigens schon groß sind 16 und 20 Jahre).

    seit 2 Wochen habe ich einen Bandscheibenvorfall. Heute kam mir das erste mal der gedanke, dass der schon psychosomatisch unterstützt ist - weil diese Situation macht mir sehr zu schaffen.

    Ja - und zu mir - ich bin fast 42 Jahre, stehe ansonsten eigentlich mit beiden Beinen im Leben - aber der Alk in Kombi mit meinem Freund - die machen mich fertig.

    So, soviel ersteinmal für jetzt.

    Liebe Grüße
    Icegirl

    Hallo, Ihr Lieben!

    Tja, da bin ich mal wieder - ich muss mir was von der Seele schreiben und zwar aus folgendem Anlass:

    Ich bin mit dem Verarbeiten von meiner Beziehung zu meinem Ex - dachte ich - ziemlich weit gekommen. Habe einen anderen Mann kennengelernt - und wir sind dabei, uns vorsichtig anzunähern (ich brauche dafür immer noch Zeit).

    Und jetzt hat Freitag Nacht mein Ex mir eine E-Mail geschrieben. Gestern als ich es gelesen hatte, ging es mir eigentlich gut. Aber heute habe ich Zeit zum Nachdenken - und es zieht mich runter - mehr als ich gedacht hätte. Er sagt, dass er mich nicht vergessen kann, dass es ihm schlecht geht - und dass er mich sehr geliebt hat (oder auch immer noch tut).
    Wenn er mich wirklich lieben würde - warum lässt er mich nicht endlich in Ruhe. Ich war so froh, endlich wieder bei mir selber angekommen zu sein - und jetzt sitz ich schon wieder da und heule wegen IHM, dabei hat er schon viel zu viele Tränen von mir bekommen!!!
    Er hat doch ne neue Partnerin - warum muss dann ich immer und immer wieder runtergezogen werden...

    Bin ich eigentlich normal? - Ich lass mich auf einen anderen Mann ein - hab auch Herzklopfen etc. - und dann schreibt mein Alki-Ex mir ne Mail und ich bin down. Ich ärger mich so über mich selber - versteh es nicht - versteh mich nicht......
    mein Gefühl für meinen Ex - es ist Mitleid - und sonst nichts (behaupte ich jetzt mal) - und doch hat er immer noch so eine Macht.....

    ABER, ich bin auch stolz auf mich - weil anstatt ihm zu antworten - das werde ich nicht tun!! - heul ich mich hier aus - das ist allemal besser!

    Liebe Grüße
    IceGirl

    Hallo, Ihr Lieben!

    Ich wollte mich einfach mal so zwischendurch melden :D

    Mir geht es inzwischen wieder ziemlich gut! Ich vermisse meinen Ex - den trockenen Teil an ihm! Aber inzwischen hat mein Herz begriffen, dass es keine glückliche Zukunft für mich mit ihm gegeben hätte.
    Und so hat er immer noch einen Platz in meinem Herzen - aber ich fange wieder an zu Leben.

    An diesem Fortschritt habt ihr einen großen Anteil, und ich bin sehr froh, dass ich mich hier mit euch habe austauschen können.

    Liebe und ziemliche zufriedene Grüße
    IceGirl

    baggerschen, Du hast recht, mit allem - aber es ist einfach saumäßig schwer, dass das Herz begreift, was der Kopf schon weiß...

    lavendel, auch Dir herzlichen Dank, deine Nachricht hat mich wirklich darin unterstützt mich ersteinmal nicht zu melden - ABER ich habe es gestern doch getan....NOCHMAL ABER - es war ok. Keine Tränen bei mir, das Mitleid wird größer, wie die Liebe ... vielleicht nicht ein normaler Weg, aber wohl mein Weg.

    Ich fühle mich sehr viel besser, wie noch vor einigen Tagen - das mag auch daran liegen, dass ich mit einem Mann :) - der übrigens verheiratet, fast 13 Jahre älter und über 800km weit weg wohnt, einen sehr netten E-Mail Kontakt habe -ohne irgendwas, einfach nur zuhören und sich verstehen - mir das Gefühl zurückzugeben, dass ich nicht eine herzlose Frau bin, die nicht fähig ist, eine Beziehung zu haben und den Menschen fallen zu lassen, der es in meinem Herz doch so nötig bräuchte...

    Ich danke Euch von ganzem Herzen, dass ihr da wart. Ich umarme Euch mal ganz dolle und wünsche Euch von ganzem Herzen alles, alles Liebe.
    Mein Zeit hier ist denke ich vorbei... und mich mit Ratschlägen mit einzubringen, das ist glaub ich nicht der richtige Weg... dafür habe ich nicht genug Erfahrung.

    Aber ich werde immer mal wieder hier vorbei schauen... einfach um nicht zu vergessen, und vielleicht doch das ein oder andere Mal meinen Senf dazu geben!

    Also, Ihr Lieben, passt auf Euch auf und geht EUREN UREIGENEN WEG!
    Dabei viel Glück!

    IceGirl
    .... die sich wieder wie ein "Warm-Woman" fühlt :)

    Hi,

    ich hänge total durch
    - ich glaube all meine Stärke vom Anfang ist verloren...
    Ich komme aus den Heulattacken gar nicht mehr raus...
    Und ich probiere so heftig daran zu arbeiten, mich nicht bei ihm zu melden.. aber mein Kopf dreht sich nur um ihn, um den Alk, um das was verloren scheint..

    Ich weiß gerade einfach nicht weiter - versteh das alles nicht -

    IceGirl