Hallo Sylva,
ich freue mich, dass es dir gut geht.
Du wirst sehen, je länger du trocken und clean bist, desto weniger werden auch deine Schmerzen.
Ich wünsche dir einen schönen Sommer.
Gruß Sweety
Beiträge von sweety15
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Hallo Kaktus,
schön, dass du wieder bei uns bist.
Du bist hin(rück)gefallen. Was aber viel wichtiger ist, ist die Tatsache, dass du wieder aufgestanden bist. Nur das zählt!
Ich habe in meiner Geschichte viele Abstürze erlebt.
Jeder Rückfall war schlimmer, als der davor.
Ich dachte auch immer, dass ich jetzt wieder ganz von vorn anfangen muss.
Seit meinem letzten Absturz vor über 2 Jahren weiß ich, dass das nicht funktioniert:
Das Trinken, die Trinkpausen, die Rückfälle, die Entgiftungen, die Therapien, die Erfolge und Misserfolge... alle sind Bestandteile meines Lebens.
Sie sind gewesen, ich kann sie nicht rückgängig machen.Ich kann aber an dem Punkt, an dem ich gerade stehe, weitergehen.
Ich kann meine Fehler erkennen und daraus lernen,
ich kann Neues ausprobieren und vielleicht damit auf die Nase fallen...
aber ich kann solche Situationen auch ohne Alkohol meistern.Aufgestanden bist du schon, jetzt geh!
Schritt für Schritt und achte auf die Stolpersteine und die rutschigen Wege.
Nur Mut!
Sweety -
Hallo,
ich war ein paar Tage auf Reisen und habe gerade diesen Thread gelesen.Für mich bedeutet zufrieden- trocken- sein, dass ich weiss, wer ich bin,
dass ich mich mit all meinen Macken annehmen kann,
dass ich jeden Tag mit allen Höhen und Tiefen leben kann, ohne mich mit Alkohol betäuben zu müssen,
dass ich selbewusst meine Meinung vertreten kann,
dass ich mich nicht zurücklehne und in meiner "Zufriedenheit" sonne, sondern
dass ich aktiv mein Leben gestalte...
Sweety -
Hallo Sunside,
ich antworte erst jetzt, weil ich ein paar Tage verreist war.
Ich habe mich selbst belogen, als ich noch "nass" war. Meinen Alkoholkonsum habe ich verharmlost, habe mich mit anderen Leuten verglichen, habe mir eingeredet, dass diese Leute mehr trinken als ich, habe immer wieder "Gründe" gesucht, weshalb ich jetzt "etwas" trinke. (Davon gab es unzählige.)
In meinen Trinkpausen (immer nach einer Entgiftung) ging es mir blendend. Ich fand mich unheimlich gut, redete mir ein, es geschafft zu haben.
Die Momente, in denen ich "normalerweise "getrunken hätte, kamen natürlich auch. Meistens überstand ich sie, aber oft kam mir der Gedanke: wenn du jetzt etwas trinken würdest, ginge es dir besser, oder: warum quäle ich mich eigentlich so?
Ich war neidisch auf Andere, die sich mit einem Schluck "Erleichterung" verschaffen konnten.
Warum nicht ich auch?.....
Am Ende stand der Rückfall!
Auch heute erlebe ich Situationen, in denen ich früher gertunken hätte. Ich mache mir diese auch bewusst. Nach und nach habe ich Strategien etwickelt, wie ich damit zurecht komme.
Je öfter ich solche Erfahrungen mache, desto sicherer werde ich im Umgang mit brenzlichen Situationen. Ich weiß aber, dass ich immer wachsam sein muss.
Gruß Sweety -
Guten Morgen Marlen,
du hast etwas Wichtiges erkannt: Alkohol- trinken
erfüllt immer einen bestimmten Zweck. Ich vergleiche das mit Medikamenten.
Wenn man Kopfschmerzen hat, nimmt man eine Tablette und schon wird es besser. (Meistens)
Der Schmerz ist dann zwar weg, aber die Ursache der Schmerzen nicht beseitigt.
Genauso ist es mit Alkohol: der seelische "Schmerz" ist erst mal weg, aber die Ursache dafür ist weiterhin vorhanden.
Nur wenn es uns gelingt, die Ursachen für das Trinken herauszufinden, haben wir die Chance trocken zu werden .
Ich habe dafür professionelle Hilfe in Anspruch genommen, weil ich allein nicht weiter kam.
Dadurch erkannte ich nach und nach meine "verschütteten" Gefühle.
Auch heute noch nach über 2 Jahren gehe ich ca. alle 2 Monate zu meinem Therapeuten und arbeite die aktuellen Ereignisse auf.
Ich wünsche dir einen sonnigen Tag!
Sweety -
Hallo Hermann,
"sind Alkoholiker Lügner?" Ich denke: ja! Jedenfalls nasse Alkoholiker sind Lügner.
Neben diesen altbekannten "Ausreden" finde ich viel schlimmer, dass ich mich selbst belogen habe.
Sogar in länger anhaltenden Trinkpausen habe ich mir meine Welt schön geredet... so lange, bis ich sie mir wieder "schön trinken" musste.
Die Angst vor Veränderungen hat mich immer wieder daran gehindert, der Wahrheit ins Auge zu blicken.
Der wichtigste Schritt, trocken zu werden, war, mich nicht mehr selbst zu belügen.
Das war und ist gar nicht so einfach. Dieses "Wenn und Aber" kommt immer wieder in meinen Kopf, aber ich weiß, dass es mein Untergang wäre.
Ich arbeite weiter daran. Nicht lügen ist gar nicht so einfach.
Gruß Sweety -
Hallo Sylva,
erst mal Gratulation zu deiner Trockenheit. Du wirst sehen, es wird jeden Tag ein bisschen leichter.
Wenn ich dich richtig verstanden habe, hast du neben dem Alkohol auch jede Menge Tabletten genommen.
Bevor ich meine erste Entgiftung machte, hatte ich sehr lange edit.//xxxxx und ähnliche Beruhigungsmittel geschluckt.
Der Entzug dauerte im KH 4 Wochen, danach hatte ich noch monatelang in Schüben Entzugserscheinungen. Die Symptome bei mir waren so, wie du sie beschrieben hast.
Also: halt durch, es geht vorbei!!!
Ein trockenes und hoffentlich schmerzfreies Wochenende wünscht dir Sweetyedit. Speedy53// bitte keine Medikamentennamen nennen!
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Hallo Blizzard,
genau - jeder ist mal schlecht drauf! Das ist doch ganz normal.
Unsere negativen Erfahrungen lassen uns nur immer denken: schlecht drauf = unzufrieden = depressiv verstimmt = rückfallgefährdet...
Deine Stimmung ist doch nichts Schlechtes.
Letztlich zeigt sie doch, dass du dir mal Gutes tun solltest. Das muss nicht immer "action" sein.
Warum solltest du nicht mal "rumhängen" ?
Übrigens: das tu ich heute auch.
Take it easy
Sweety -
Hallo Sylvia,
du hast dich auf den Weg gemacht und - was ich besonders wichtig finde - bestens für dich gesorgt.
Respekt!
(Leider haben viele Ärzte der Schulmedizin zu wenig Ahnung von Alkoholsucht etc.)
Willkommen im Leben!
Jeder trockene Tag ist ein Geschenk.
Liebe Grüße Sweety -
Hallo Me-myself,
für mich ist Trocken-bleiben keine Routine.
Ich arbeite ständig an mir, damit ich nicht die Fehler mache, die mich früher oder später wieder zum Saufen gebracht haben.
Außerdem besuche ich neben diesem Forum eine Selbsthilfegruppe.
Ich suche mir Menschen, mit denen ich über meine Probleme reden kann.
Wenn's mal eng wird, stelle ich mir die Frage: was würde passieren, wenn ich jetzt trinke?....
Gruß Sweety -
Hallo Wanderer,
"Der Mut zur Wahrheit und der Mut zur Klarheit. Beides ist differenziert zu sehen."
"Ich weiß nicht weiter. Ich verzweifle allmählich wirklich,..."
Sorry, aber wenn ich deinen thread lese, verzweifle ich auch.
Du beobachtest dich wie ein Außenstehender, ja, Unbeteiligter. Deine Wahrnehmungen versuchst du philosophisch zu ergründen....
Was bringt dir das? NICHTS!!!Der Mut zur Wahrheit verschafft dir Klarheit!
Die Wahrheit ist: du bist suchtkrank!
Die Klarheit folgert daraus: Alkoholismus ist eine tödlich verlaufende Krankheit. Sie ist nicht heilbar, kann aber zum Stillstand gebracht werden.Du hast die Wahl.
Du kannst weiter saufen und über dein Leben philosophieren -
oder du kannst aufhören und dein Leben leben!Gruß Sweety
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Guten Morgen Anna,
du drehst dich im Kreis - wie ein Hamster im Laufrad!
Halt an und gönn dir eine Pause!
Wichtig ist, was DU FÜHLST!
(Erklärungsversuche und Statistiken helfen nicht weiter.)
ES GEHT NUR UM DICH!Versuche herauszufinden, wo du im Moment stehst.
Was hat sich seit dem Tag, an dem du aufgehört hast zu trinken, in deinem Leben verändert?Was hast DU verändert?
Ich weiß heute, dass ich meinen Partner nicht ändern kann.
Ich habe es aber in der Hand, MICH zu ändern.
D.h., ich kann entscheiden, ob ich das Verhalten meines Partners hinnehme oder nicht.
Das führt bei uns natürlich auch zu Spannungen,
weil ich kein Ja-Sager mehr bin, aber letztendlich schafft es Klarheit.Wenn mein Parner damit nicht klar kommt, ist das nicht mein, sondern sein Problem.
Liebe Grüße Sweety
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Hallo Angel-Heart,
Deine Freundin kann bestimmt keine Gedanken lesen. Du musst schon reden, wenn du etwas zurück bekommen willst.
Du hast doch das Bedürfnis nach einem Gespräch!
Deine Freundin ist nicht für dein "Wohlfühlprogramm" zuständig. Dafür musst du schon selbst sorgen.
Gruß Sweety -
Hallo Bernhard,
erst mal herzlich willkommen.
"Ich kenne euch alle" - ich kenne dich auch!
Ich weiß, was es bedeutet, über 20 Jahre mit dem Alkohol zu kämpfen und doch immer wieder zu verlieren.
Trocken werden konnte ich erst, als ich nicht mehr kämpfen wollte und ENDLICH kapitulierte.
Das war Anfang 2005.Heute weiß ich, dass alle Zeiten, die ich früher als "trocken" bezeichnet habe, nur Trinkpausen waren.
Zu deinem Anhang möchte ich noch ergänzen:
heute ist der erste Tag vom Rest deines Lebens.
Gruß Sweety -
Hallo Angel-Heart,
ein neuer Tag, ein neuer Anfang.
Schau jetzt nach vorn. Du hast ein Ziel!
Um dieses zu erreichen musst du viele Schritte machen.
Der 1. Schritt führt dich zu deiner Hausärztin.
Alle andern ergeben sich dann nach und nach.
Nur Mut, auch du kannst es schaffen!
Sweety -
Guten Morgen Anna,
der sog. "Saufdruck" kam in den letzten 2 Jahren bei mir immer seltener vor.
Immer, wenn ich es geschafft hatte, diesem Teufel zu widerstehen, wurde ich ein bisschen stärker.
So bekam ich mehr Selbstvertrauen, dass ich meine Probleme auch ohne Alkohol lösen kann.
Zur eigenen Abschreckung male ich mir aus, was jetzt alles passieren würde, wenn ich trinke....der blanke Horror!
"Jeden Tag eine gute Tat" sagen die Pfadfinder. Ich sage mir: "jeden Tag etwas Gutes für mich tun!"
Damit geht es mir gut und ich bin zufrieden. So kann ich auch für andere da sein, ohne mich selbst zu verlieren.
Ich wünsche dir einen trockenen Tag
Sweety -
Hallo mandy-candy,
ich kann mich nur Blizzard anschließen: du hast keine Wahl.
Wenn du trocken bleiben willst, musst du (wenigstens im engsten Kreis) offen damit umgehen.
Vielleicht denkst du ja zu negativ. Die Reaktion deiner Eltern könnte auch ganz anders sein. Oft machen wir es uns mit unserem "Kopfkino" viel schwerer, als es in Wirklichkeit ist.
Du hast zwar ein Alkoholproblem, aber du tust etwas dagegen!
Das solltest du deinen Eltern klar machen.
Ich wünsche dir viel Mut!
Gruß Sweety -
Guten Morgen Anna,
ich habe mir gerade noch einmal deinen Thread
"wenn frau nicht mehr schlucken will.." durchgelesen.
SCHLUCKEN!!! Das ist wohl das Problem.
Du kannst die Flasche stehen lassen und keinen Alkohol mehr schlucken. OK
Du scheinst aber auch ohne Alkohol weiter zu schlucken.
Wenn du die frauenverachtenden "Handlungen" deines Partners, die du nüchtern nicht ertragen kannst, zulässt, musst du SCHLUCKEN.
Wo ist da der Unterschied zum Alkohol?
Abhängigkeit ist nicht nur die Abhängigkeit von einem "Suchtstoff", sondern u.U. auch die von einem Menschen...
Du hast die Möglichkeit, NEIN zu sagen.
Wir Alkoholiker können keine halbe Sachen machen.
Ein bisschen schwanger geht nicht, weder beim Trinken noch bei speziellen Partnerbeziehungen.
So, wie es im Moment bei dir läuft, wird der Saufdruck immer wieder kommen... und irgendwann wirst du ihm nachgeben.
Ich wünsche dir, dass du es schaffst dagegen zu steuern.
Sweety -
Hallo Duke,
herzlich willkommen hier im Forum.
Hier hast du 24 Std. am Tag, die Möglichkeit, mit anderen zu "reden".
Ich kann mir gut vorstellen, dass du Angst hast, allein zu leben. Wenn deine Ehe aber am Ende war, war die Zeisamkeit doch auch nicht befriedigend.
Vielleicht ist das Allein-leben ja eine neue Chance für dich. Du kannst mal nur für dich da sein und herausfinden, was dir gut tut.
"War alles umsonst?" NEIN!!!
Du bist seit 6 Jahren trocken.
Du wärest es sicher nicht, wenn du nur für deine Frau aufgehört hättest.
Allein leben, heißt ja nicht automatisch allein sein.
Hast du eine Selbsthilfegruppe in deiner Nähe ?
Hast du Hobbys?
Es gibt immer Möglichkeiten, mit anderen Menschen in Kontakt zu kommen.
Kopf hoch! Du kriegst das hin!
Gruß Sweety -
Danke für eure Antworten.
@ Lilli: Dein Vorschlag gefällt mir.
Du hast recht, anrufen bringt nichts.
Ich werde morgen einen Brief schreiben.
Dann hat C. die Möglichkeit, sich in Ruhe mit
meinem Eindruck auseinanderzusetzen.
Immerhin bin ich ja "Experte" für Rückfälle.
Ich wünsche mir, dass er bereit ist Hilfe anzunehmen. Den Weg aus der Sucht kennt er ja.
Immerhin ist er ihn vor 10 Jahren erfolgreich gegangen.
LG Sweety