Beiträge von sweety15

    Guten Morgen Grisu,
    auch von mir ein herzliches Willkommen.
    "Zwei kurze Abstürze". Das klingt so harmlos.
    Aus meiner eigenen Erfahrung weiß ich, dass jeder erneute Rückfall schlimmer als der letzte ist.
    Deshalb rate ich dir: mach einen Schnitt - geh zu deinem Hausarzt - mach eine klinische Entgiftung (am besten eine sg. qualifizierte E) - beantage eine Therapie (evtl. ambulant).
    Meiner Meinung nach kannst du nur so wieder "laufen lernen".
    Nur Mut, auch du kannst es schaffen!
    Sweety

    Guten Morgen Sina,
    an meinem Selbstwertgefühl arbeite auch ich ständig. Wahrscheinlich bin ich viel zu kritisch mit mir und hänge die Messlatte für meine Erwartungen viel zu hoch.
    Mein Therapeut hat mir mal die Aufgabe gestellt, auf ein Blatt Papier zu schreiben, was mir an mir gefällt. Oh, je! Da blieb ein großes weißes Blatt mit ganz wenig drauf.
    Versuchs doch auch mal! Beim Schreiben wird Vieles deutlich. So gehts mir übrigens auch hier im Forum.
    Gruß Sweety

    Guten Morgen Ulrike,
    Glückwunsch! Das ist es: den Mund aufmachen, sich bewegen, etwas tun.
    Zu dieser Erkenntnis war ich schon vor langer Zeit gekommen, mir fehlte nur der Mut es auch zu tun...
    also musste ich immer wieder rückfällig werden.
    Den Mut fand ich erst, als ich nichts mehr zu verlieren hatte. So weit solltest du es gar nicht erst kommen lassen.
    Also: bleib am Ball!
    Gruß Sweety

    Hallo Sina,
    erst mal herzlich willkommen. Danke für deine Vorstellung.
    Das kenne ich, als starke Frau wahrgenommen zu werden.( Ich habe auch immer daran gearbeitet, diese Fassade aufrecht zu erhalten)
    Das verletzliche "Kind" dahinter durfte keiner sehen.
    Nach 2 Jahren Trockenheit arbeite ich noch ständig daran, meine schwache und verletzliche Seite zeigen zu können. Manchmal bin ich dabei sehr ungeduldig und vergesse ganz, dass mein "starkes" Verhalten schon über 50 Jahre alt ist. Aber: DER WEG IST DAS ZIEL!
    LG
    Sweety

    Guten Morgen,
    zum Thema "Verantwortung abgeben":
    In meiner Saufzeit habe ich meinem Mann alle privaten Angelegenheiten (Geld, Banken, Vorsorge etc.) überlassen. Ich habe meinen Job gemacht und mich um die Kinder gekümmert. Für die praktischen Dinge im Haushalt hatte ich eine Haushaltshilfe.
    Seit ich trocken und im Ruhestand bin (2 J.), kümmere ich mich selbst um Haushalt und Garten.
    Daneben arbeite ich noch ehrenamtlich im sozialen Bereich.
    Mein Mann ist beruflich viel unterwegs, teilweise auch für längere Zeit im Ausland. Die Kinder sind erwachsen, wohnen aber in der Nähe.
    In den letzten 2 Jahren ist in Punkto Verantwortung übernehmen eine Menge passiert. Ich kümmere mich inzwischen um die Finanzen, regele Angelegenheiten mit Versicherungen und was da noch alles anfällt.
    Mein Mann hat mir diese Dinge gern überlassen, aber irgendwie muss er immer noch alles kontrollieren, ob ich das auch richtig gemacht habe.
    (Sind wohl noch Relikte aus der Vergangenheit - typisch Co?)
    Vielleicht war dieser Kauf im Alleingang ja auch ein Relikt aus der Vergangenheit? (Co's können ja auch in alte Verhaltensweisen zurückfallen)
    Ein sonniges Wochenende
    wünscht Sweety

    Danke für eure Antworten.
    Jetzt habe ich doch mehr Sicherheit, dass ich auf dem richtigen Weg bin.
    Unsere "Geprächskultur" ist schon besser geworden, seit ich nicht mehr trinke, aber wir müssen noch weiter daran arbeiten. Wir haben eben viel zu lange jeder unser eigenes Ding gemacht. Für Gemeinsames war da wenig Platz.
    Also werde ich meinen Mann fragen, ob er sich zurückgesetzt fühlt. Heute ist er noch auf Geschäftsreise, aber am Wochende ist er zu Hause.
    LG Sweety

    Ich bin jetzt seit 2 Jahren trocken und stolz darauf, mein Leben wieder auf die Reihe gebracht zu haben.
    Die letzten 20! Jahre waren ein Leben zwischen (wie ich heute weiß) Trinkpausen und Rückfällen.
    Ich denke heute, dass ich nie die Kurve kriegen konnte, weil meine ewigen Schuldgefühle mich eingeschüchtert hatten.
    Irgendwie glaubte ich, nicht das Recht auf einen eigenen Standpunkt zu haben. Ich ging Konflikten aus dem Weg, beruflich wie privat. Ich war angepasst, lieb und nett.
    Seit meinem letzten Rückfall, der mich fast umgebracht hätte, ist das anders.
    Ich setze alles auf eine Karte: die heißt trocken bleiben = überleben.
    Es gibt für mich keine Alternative. Ich kann keine Kompromisse machen.
    Das hat natürlich zur Folge, dass ich jetzt ein Mensch mit Ecken und Kanten bin.
    Meine Freunde können ganz gut damit leben, aber mein Mann hat damit wohl inzwischen ernste Probleme:
    Über eine größere Anschaffung gerieten wir in Streit, weil mein Mann mich einfach vor vollendete Tatsachen gestellt hatte. Ich war total geschockt und wütend und habe verlangt, den Kauf rückgängig zu machen.
    Jetzt musste ich mir folgendes anhören:
    Seit du nicht mehr trinkst, bist du nicht mehr zu genießen. Du denkst nur noch an dich... ob es mir dabei gut geht, ist dir egal...usw.
    Das hat mich doch geschockt und mir eine schlaflose Nacht bereitet.
    Trotzdem bin ich auf meinem Weg geblieben:
    Ich kann mich für das Wohlbefinden meines Mannes nicht verantwortlich fühlen, das muss er schon selbst tun. Wenn er Entscheidungen trifft, die er gar nicht allein treffen kann, muss er selbst sehen, wie er da wieder raus kommt.
    Kurz und gut: er hat den Kauf rückgängig gemacht.
    Ich müsste mich jetzt eigentlich freuen, kann es aber nicht, weil ich mir nicht mehr so sicher bin, ob ich vielleicht dickköpfig durch die Wand wollte,
    (Das wäre für mich ein nasses Verhalten) oder meinen gradlinien Weg weiter gegangen bin.
    Vielleicht hat der Eine oder Andere von euch ähnliche Erfahrungen gemacht.
    Gruß Sweety

    Guten Morgen Brigitte,
    ich habe gerade deine ausführliche Vorstellung gelesen. Wie sehr sich doch unsere Geschichten gleichen!
    Du hast mir Mut gemacht, meinen Weg weiter zu gehen.
    Danke erstmal, ich melde mich später wieder.
    Sweety

    Hallo Johannes,
    ich habe gerade noch einmal deinen Beitrag vom 20.4. gelesen. Das Thema "kalter Entzug" dürfte sich jetzt wohl nach einer Woche erledigt haben.
    Zum Thema "Rückfall" möchte ich etwas aus meiner eigenen Erfahrung beitragen:
    ich bin 20 Jahre zwischen Trinkpausen und Rückfällen rumgeeiert. Mir jedem Rückfall stand ich sofort wieder da, wo ich vorher aufgehört hatte.
    (Gleiche Trinkmenge oder noch mehr, gleiches Verhalten, gleiche Uneinsichtigkeit...) dabei war es egal, ob 2 Monate oder 2 Jahre vergangen waren.
    Wirkliche "Gründe" für meine Rückfälle gab es nie. Ich bin mir inzwischen sicher, dass meine unglaubliche Arroganz dem Alkohol gegenüber mir immer wieder ein Bein gestellt hat. Irgendwie geisterten immer wieder Gedanken durch meinen Kopf wie: wenn ich jetzt etwas trinke, gehts mir besser. (kann ich besser denken, besser schlafen, mich besser beruhigen....)
    Dann die Idee, nur 1 Glas (merkt ja keiner) und dann ist wieder Schluss.
    Denkste!!!
    Nach meinem letzten Rückfall vor gut 2 Jahren (s. Meine Vorstellung) habe ich endlich angefangen, mein Leben selbst in die Hand zu nehmen und neu zu ordnen.
    Meine Trockenheit ist mir heute das Wichtigste. Ohne sie kann ich mein Leben nicht nach meinen Wünschen gestalten. Und das will ich.
    Ich wünsche dir ein sonniges langes Wochenende.
    LG Sweety

    Guten Morgen Drachenbaum,
    "Warum ich getrunken habe? .... Als Belohnung, wenn mir was gut gelungen ist, vor Feierlichkeiten, hoffentlich gelingt auch alles, was ich organisiert habe, um mich, wenn ich nicht gut drauf war, zu putschen, wenn mir nicht gut ging."
    Oh ja, das kommt mir alles so bekannt vor!
    ( ich würde sagen: typisch Frau mit einem Hang zum Perfektionismus)
    Es gab bei mir 1000 "Gründe" zu trinken, aber in wirklichkeit war es doch nur 1 einziger:
    Ich wollte perfekt funktionieren. Nur dann fühlte ich mich anerkannt und liebenswert.
    Solange ich dieses Verhaltensmuster nicht veränderte, lebte ich 20 Jahre zwischen Trinkpausen und Rückfällen.
    Diesen Weg wünsche ich dir nicht. Deshalb:
    Geh zu deiner Ärztin, red offen über dein Alkoholproblem, mach eine Therapie. Diesmal ist es anders: du hast Handlungsbedarf. Du musst dein Leben ändern. Das geht nicht allein mit dem guten Willen!
    Nur Mut! Sweety

    Moin Lukas,
    "Ich kann mich aber immernoch nicht von dem Alkohol distanzieren."
    Worauf willst du warten?
    Andy hat dir schon deutlich gemacht, auf welchem Weg du dich gerade befindest.
    Jetzt musst du dich entscheiden!
    Gruß Sweety

    Moin Blizzard,
    "Was mir momentan noch fehlt, ist die Gewissheit, ob sich das Leben an und für sich lohnt. Diese und andere verdrängte Gedanken sind es, die ich in den letzten 12 Jahren mit Alkohol scheinbar ersoffen hatte, und die jetzt wieder an die Oberfläche kommen und beantwortet werden wollen."
    ...genau diese Aufarbeitung musst du unbedingt in einer Therapie machen. Allein kommst du da nicht weiter.
    Ob sich das Leben lohnt?
    Seit ich trocken bin, kann ich diese Frage mit einem lauten JAAAA beantworten. :D
    Gruß Sweety

    Nee, das "zweite Gesicht" ist nicht sein wahres. Es ist das Gesicht der Sucht mit allen Symptomen seiner Krankheit. Solange er trinkt, scheint der Stoff für ihn lebensnotwendig zu sein. Das macht Angst. (Du willst ihm ja seine Flasche wegnehmen)
    Deshalb macht es nur Sinn, mit ihm zu reden, wenn er noch (einigermaßen) nüchtern ist. Nur dann kannst du ihn erreichen.
    Nur Mut!
    Gruß Sweety

    Guten Morgen Jenny,
    trocken werden ist leider kein Spaziergang. Es ist harte Arbeit und fordert deinen ganzen Einsatz!
    Das ganze Leben rund um das Trinken hat auch eine Menge Anstrengung gekostet. Ich denke nur ungern daran, wieviel Energie ich verschwendet habe, um Alkohol zu beschaffen, die Flaschen ins Haus zu schmuggeln, sie zu verstecken und wieder zu entsorgen. Ganz zu schweigen von dem Stess, meinen Alkoholkonsum zu vertuschen....und das viele Geld...
    Wenn ich keine Menschen gehabt hätte, die mich "in den Hintern" getreten haben, weiß ich nicht, ob ich die Kurve gekriegt hätte.
    Ich (und sicher auch die anderen im Forum) sind ganz bestimmt keine besseren Menschen. Wir haben dir nur einiges an Erfahrungen voraus.
    Vielleicht willst du ja aus unseren Erfahrungen lernen.
    Gruß Sweety

    Herzlichen Glückwunsch zu 51!!!
    Vielleicht wird dieser Geburtstag ja ein hostorisches Datum in deinem Leben. Ich wünsche dir das von ganzem Herzen.
    Pass gut auf dich auf!
    Ich glaube, es ist nicht so eine gute Idee, wenn deine Gäste an deinem Geburtstag Alkohol trinken.
    Erzähl ihnen, dass du nicht mehr trinkst. (Keine Ausrede, sondern die Wahrheit) Das ist der beste Schutz für dich.
    Einen schönen Tag wünscht dir
    Sweety

    Hallo Jenny,
    herzlich willkommen hier im Forum. Damit hast du schon den 1. Schritt in die richtige Richtung getan.
    Es ist allerdings wichtig, dass du jetzt erst einmal an DICH denkst.
    Du solltest zu deinem Hausarzt gehen und offen mit ihm über dein Alkoholproblem sprechen.
    Um deine Hunde solltest du dir jetzt keinen Kopf machen. Was machst du, wenn du dir morgen ein Bein brichst und in eine Klinik musst?
    Wenn du hier im Forum liest, wirst du eine Menge erfahren, wie der Weg zur Trockenheit aussehen kann.
    Gruß
    Sweety

    Hallo Punilein,
    wie mir scheint, kannst du auf deinen Vater nicht bauen, aber deine Oma kann dir eine Stütze sein.
    Ich bin seit 2 Jahren trockene Alkoholikerin und Mutter von 3 erwachsenen Kindern.
    Ich weiß nicht, wie oft ich mich bei meinen Kindern für mein Verhalten entschuldigt habe...und trotzdem weiter getrunken habe. Solange sie mich immer wieder bedauert haben (ich hatte ja 1000 Gründe, um zu trinken) ging das gleiche Spiel wieder von vorn los.
    Erst, als sie anfingen, mich zu ignorieren, und ich das Gefühl hatte, dass ich ihnen völlig egal bin, fing ich an, aufzuwachen...
    Die Angst, meine Kinder zu verlieren, war auch ein Mosaikstein auf meinem Weg zur Trockenheit.
    Ich wünsche dir viel Kraft
    Sweety

    Hallo Punilein,
    schön, dass du hierher gefunden hast. Du kannst dir aus den Beiträgen im Forum eine Menge Informaionen holen.
    Meine Fragen:
    Wie geht dein Vater mit der Situation um?
    Sprichst du mit ihm über das Trinken deiner Mutter?
    Hast du deine Mutter schon einmal auf ihr Trinken angesprochen?
    Wie reagiert sie?
    Gruß Sweety