Beiträge von Brigitte

    [quote="twindel" von Beruf Prostituierte (wahrscheinlich denken jetzt alle ja eh klar)[/quote]

    Was meinst du damit, dass wir denken ..... ja eh klar. Musste mal bitte näher erklären.

    Natürlich kennen wir alle deine Geschichte, weil wir - ich unterstelle mal - alle auch sowas mitgemacht haben. Trinken müssen, nicht trinken wollen, dann doch wieder, Schuldgefühle, ach ja mal schnell einen drauf. Vorsätze. Dieses rumeiern ist schrecklich.

    Möchtest du trocken werden?

    Hole dir Hilfe.

    Muss es unbedingt eine Zwangseinweisung sein? Ich bin freiwillig zur Entgiftung gegangen. Nichts mit Zwang. Ich hätte noch eine Langzeittherapie machen können, aber konnte ich nicht, da ich meine Mutter pflege. Aber ohne irgendwelche Hilfe ist es ganz, ganz schwierig, trocken zu bleiben. Also bin ich zu den AA's gegangen und gehe jetzt auch gut über ein Jahr 2 x die Woche hin, weil ich trocken bleiben will.

    Ich muss was für mich tun.

    Was willst du für dich tun?

    Ich finde ein Aquarium schön. Traue mich aber nicht daran. Stelle es mir kompliziert vor, es sauber zu machen.

    Ich habe jetzt erst deine Geschichte verfolgt. Ich kann zu dir nicht viel sagen, denn so lange, wie du trocken bist, bin ich noch lange nicht trocken. Bei mir in der AA-Gruppe sagt immer eine, er hätte den schwarzen Vogel auf der Schulter sitzen, der nur darauf lauert, wenn du nicht wachsam bist, der dann sagt, nimm dir einen. Dieser Mann ist über 20 Jahre trocken und macht mir immer deutlich, dass das Thema Alkohol immer gefährlich bleibt.

    Das mit deiner Mutter konnte ich sehr gut nachempfinden. Ich pflege meine Mutter, sie wird jetzt 87 Jahre und sehe dabei zu, wie alles nachlässt. Geist und Beine. Ist nicht leicht. Aber ich kann es nur so annehmen wie es ist. Das einzige, denke ich, was du tun kannst, ihr zu vermitteln, dass sie geliebt wird. Der Tipp mit den Briefen fand ich auch gut.

    Das mit deiner Süßen stelle ich mir ganz dolle belastend vor. Ich kann deine Ängste so richtig nachempfinden. Vor allem kann ich verstehen, dass du Misstrauisch bist und Bauchschmerzen bekommst. Ich habe allerdings auch bei den letzten Postings das Gefühl bekommen, dass sie Depressionen hat. Ich kenne mich darin sehr gut aus. Habe jahrelang selber damit zu kämpfen gehabt. Man fühlt sich dabei körperlich sehr schlapp. Die Glieder sind wie Blei, es ist als ob du dich unter Wasser bewegst. Du kommst nicht voran. Ich habe 10 Jahre Einzeltherapie hinter mir und es hat sich schon viel geändert. Gegen die Depression habe ich Antidepressiva bekommen. Die haben mir gut geholflen. Sie (meine) machten nicht süchtig. Ich habe mich einfach wieder normal gefühlt und hatte Energie.

    Bei den AA's heißt es immer "nicht jeder wird genesen". Ist hart, aber habe ich selbst bei anderen erlebt. Stelle es mir vor, dass es ganz, ganz schwierig ist als Betroffener mit der Situation umzugehen. Aber wie es auch bei AA heißt: du bist der wichtigste Mensch in deinem Leben.

    Du warst bestimmt kein böses Kind. Vll. warst du einfach nur unruhiger und aus Unruhe entsteht halt auch was verqueres. Böse ist jemand, der was Böses mit Absicht tut.

    Was diese AD...-Krankheiten betrifft, weiß nicht was es bedeutet. Aber scheinbar hat es auch Auswirkungen darauf, sich zu strukturieren. Sturkturlos was ich, als ich noch getrunken habe. Gottseidank ist das vorbei.

    Ich stelle es mir für dich so vor, erstmal eine äußere Struktur zu schaffen. Den Tagesablauf in Routine zu packen und das jeden Tag, so dass immer die gleichen Abläufe sind. Frühstücken, Kind zur Schule, Einkaufen, Aufräumen, Essen machen, Essen, mit Kind Schularbeiten und Zeit zum Spielen. Verstehst du was ich meine?

    Ich habe kein Kind, aber dafür eine alte pflegebedürftige Mutter, die Parkinson hat. Für Parkinsonkranke ist es auch wichtig, dass der Tag strukturier wird. Ich habe so in etwa jeden Tag den gleichen Ablauf und zwischendurch nehme ich mir Zeit für Spontanes.
    Ich stelle fest, dass durch die äußere Struktur auch in mir was innerlich strukturiert wird. Es fühlt sich innerlich einfach geordnerter an.

    Aber das geht alles nicht, wenn du trinkst.

    Das halte ich mir auch immer vor Augen, wenn der Alkohol mal etwas näher rückt, aber auch sonst denke ich öfter darüber nach, wie der Entzug war und wie lange ich mich mies gefühlt habe. Einfach schrecklich. Und ich denke auch an die schlimme Zeit vor den Entzug, wo man feststellt, dass der Alkoholkonsum einem entglitten ist. Wo ich trinken musste, obwohl ich nicht wollte und alles einfach den Bach runterging. Und dass ich immer aufhören wollte und es ging nicht. Es war einfach eine irre Quälerei.

    Der Kommentar deiner Freundin ist natürlich für uns Alkoholiker nicht gut. Ich kann es trotzdem verstehen. Deine Freundin hat an sich gedacht. Sich mit dir gefreut und sich für sich vorgestellt, jetzt mal zur Belohnung was trinken, weil sie wahrscheinlich selbst gerne trinkt und hat es wohl etwas persönlich als Verlust empfunden. Du wirst immer solchen Reaktionen begegnen, sie sind sicherlich nicht böse gemeint'

    Ich bin jetzt 1 1/2 Jahre trocken und ab und zu stelle ich mir auch vor und jetzt mal etwas trinken. Aber es vergeht. Es wird blasser und wirkungsloser. Der Wunsch wird mal immer wieder auftreten. Aber abwarten. Wie sagen wir bei uns in der AA "die 3 großen G's = Geduld, Geduld, Geduld". Alles ändert sich, es braucht aber seine Zeit.

    Und super, dass du schon 9 Tage rum hast.

    ich kann deine Bedenken, mzb80, absolut gut verstehen. Ich gehe zur AA. Wir sprechen auch des öfteren darüber, inwieweit man es kundtut. Wir sind uns alle einig, dass man es nicht an die große Glocke hängen muss, sondern es situationsbedingt handhaben. Einer aus der Gruppe hat einen neuen Arbeitsplatz angefangen, wollte sich nicht outen. Feiern sind dort auch oft angesagt. Er hat von Anfang an geklärt, "ich trinke keinen Alkohol- Punkt. Die Kollegen akzeptieren es.

    Ich persönlich würde mich nicht outen. Es hätte für mich nicht den Geschmack von Lügen sondern von Selbstschutz. Ich würde die Entgiftung machen und dann mal erst die Situation checken. Aber wie gesagt ist meine persönliche Meinung. Bei mir wissen es meine Freunde, mit denen ich darüber auch sprechen kann. Ich persönlich hätte Angst, dass es mir zum Nachteil gereicht. Ich spüre auch bei dir, wie unsicher du in der Beziehung bist. Letztendlich kannst du es ja doch nur allein entscheiden.

    Die Alkoholkrankheit muss immer das wichtigste für uns sein. Denn wenn wir das vergessen und das erste Glas trinken geht nichts mehr, keine Therapie, kannste alles in den Wind schreiben.

    Mir geht es auch so wie dir (ich bin 1, 1/2 Jahre trocken), wenn ich im TV jemand Wein trinken sehe, dann möchte ich auch gerne eins. Der Wunsch ist nicht schlimm und die Gedanken, hoch kommen, kommen eben halt. Da fängt dann die Arbeit an. Wunsch angucken, Wunsch gehen lassen, aber sich immer wieder klar machen, nein, ich möchte nicht, das ist tatsächlich mein Wunsch. Mir geht es sogar abends manchmal, dass ich denke, ach jetzt gemütlich ein Glas trinken oder ich denke, einfach mal einen hinter die Binde kippen und dieses luri-Gefühl wieder haben. Aber ich vergesse nicht, wo ich hergekommen bin und wie beschissen es mir mit meiner Sauferei ging.

    Zu deinem ersten Posting sind mir auch noch Gedanken gekommen. Wie geht man mit negativen Gefühlen um? Ich versuche mich immer zu beobachten, was läuft da an Gefühlen ab. Meistens geht es im Alltag unter. Oder oft tue ich dann irgendwas und das Gefühl ist weg. Oft sogar habe ich das Gefühl überhaupt nicht mitgekriegt. Wir schleppen ja alle, jeder, auch die, die nicht trinken, unser Paket mit rum. Ich finde es wichtig, solche Gefühle wahrzunehmen und auszuhalten. Einfach nur anschauen. Es verändert sich mit der Zeit.
    Vll. an einem Beispiel. Das Gefühl Neid kam für mich nicht infrage. Irgendwann, als ich ganz jung war, muss ich das wohl beschlossen haben. Ich kannte keinen Neid. Ich war Perfektionist im verdrängen. Jetzt, wo ich etwas achtsamer mit meinen Gefühlen umgehe, wird mir bewusst, dass ich neidisch bin. Find es immer noch nicht gut, aber versuche es anzuschauen und gehen zu lassen. Das bin ich eben. Ich bin nicht so toll, wie ich gerne sein möchte. Ich möchte auch die dunkle Seite von mir kennenlernen und annehmen und damit umgehen können. Das geht nur, wenn es mir bewusst wird.

    19 Tage sind natürlich noch der totale Anfang. Ich kann deine Leere verstehen und denke, es ging uns allen so. Da ist jetzt erstmal ein Loch, dass immer mit Alk gefüllt wurde und jetzt ist dieser Stoff nicht da, dafür wird das Loch spürbar. Ist ganz normal. Es wird sich ändern mit der Zeit und ist kein Dauerzustand.

    Du musst da jetzt halt auch dir. Tipps hinsichtlich Freizeit auszufüllen sind dir ja genug gegeben.

    Glaub mir, es wird besser und schöner.

    Zu deinem Thema Kirsi. Ich möchte es mal anhand eines Beispiels erklären, wie ich das verstehe.

    Also Beispiel:

    Stell dir vor, du hättest eine liebe Freundin, die einen bösen Mann hat. Der schlägt sie. Deine Freundin heult sich bei dir aus und das schon lange.
    Du sagst, sie solle sich von ihm trennen. Der Freund wird immer brutaler und du hast Angst, dass er sie eines Tages totschlägt. Aber deine Freundin sagt, sie kann nicht. Sie liebt ihn. Und er schwört Besserung, ist reumütig und bringt rote Rosen mit und es geht ein paar Tage gut. Dann schlägt er sie wieder.
    Eine Besserung ist nicht abzusehen. Du sagst, sie könne sich nur noch von ihm Trennen. Deine Freundin, ja aber, aber ich liebe ihn, aber er will sich bessern, er bereut etc. etc.

    Nachdem ihr vll. 1000mal darüber gesprochen habt und ihr euch noch im Kreise dreht, würdest du dann auch nicht sagen, was willst du?

    Deine Freundin eiert rum. Und so kann man manchmal zwischen den Zeilen lesen, wie die Leute rumeiern. Sie wollen zwar nicht mehr saufen, aber alles soll so bleiben wie es ist (nasses Denken). Nur nicht den eigenen Arsch bewegen.

    Kannst du das nachempfinden, dass man einfach keine Lust mehr hat zum rumeiern und nur als Jammermülleimer gebraucht wird?

    Das kenne ich auch mit den Träumen und habe es auch oft von anderen trockenen Alkoholikern aus meiner SHG gehört und die waren schon Jahre trocken. Es ist wohl ein Nachhall aus unserer Saufzeit, die ja auch zu uns immer gehören wird.

    Ich hatte das übrigens auch, als ich mit dem Rauchen aufgehört habe. Habe dann oft im Traum eine geraucht und fand es ganz schrecklich.

    Leider gehen hier die Menschen mit dem Alkoholismus noch nicht so tollerant um, wie in Amerika. Dort werden sogar gerne auf der Führungsebene als Manager Alkoholiker eingestellt.

    Nun, Manager willst du ja nicht werden.

    Für mich ist der Zug, Arbeiten abgefahren. Bin arbeitslos und zu alt, um noch was zu finden und kann jetzt auch nicht, da ich meine Mutter pflege. Ich habe mich aber trotzdem in die Situation versetzt, was ich machen würde.

    Einerseits hat Karsten schon recht, sofort reinen Tisch zu machen, damit das Gehampel bei Betriebsfeiern etc. gar nicht erst aufkommt. Aber leider ist es in DE doch noch immer so, dass man einen Makel auf der Stirn trägt, wenn man sich outet.

    Ich glaube, ich würde es situationsabhängig machen, ob ich es sage, dass ich Alkoholiker bin oder nicht. So halt aus dem Bauch raus entscheiden. Ist allerdings auch nicht so einfach. Manchmal flüstert der Bauch sehr leise.

    Ich habe den Link nicht gelesen, Annika, werde ich nochmal nachholen.

    Ich habe 2 Wochen einen kalten Entzug hinter mir. Ich hatte auch "nur" Wein getrunken, allerdings kamen bei mir auch noch ne Menge Schlaftabletten dazu.

    Erst wollte ich einen Schritt nach dem anderen machen, also erstmal die Tabletten weg. Es war die Hölle. Weiterhin meinen Wein getrunken, wobei sich die Menge ohne Pillis erhöht hat. Das ganze hat auch nur 6 Wochen gedauert, dann wieder wie vorher Tabletten und Wein.

    Irgendwann ging es so auch nicht mehr weiter. Ich wollte wieder Stufe für Stufe, also erst Tabletten, nach einer gewissen Zeit dann den Wein.

    Habe dann am WE keine Pillen mehr genommen. Am Montag morgen war mir so schwindelig, das ich nicht grade aus laufen konnte und sagte mir, Schluss jetzt mit allem. Allerdings kannte ich "kalten Entzug" nicht und wusste auch nicht das eine Entgiftung in einer Klinik sein sollte. Es ging mir 3 Tag extrem dreckig.

    zufällig hatte ich irgendwo mal aufgeschnappt, dass es Medis gibt, die den Entzug erleichtern. Also bin ich dann zum Dr. und outete mich, was mir verdammt schwer viel. Er meinte auch, sofort in die Klinik. Ich, es geht nicht, ich pflege meine Mutter und die kann nicht alleine. Er hat mich dann Medis verschrieben, die es etwas erleichtert haben. Jeden Tag musste ich zu ihm hin und er drängelte mich immer wegen Krankenhaus.

    Es ging mir manche Nächte so elend, dass ich gedacht habe, ich würde sterben und soweit war, den Notarzt zu rufen. Ich habe 2 Wochen so rumgeeiert. Bis mir der Doc. sagte, er überweist meine Mutter mit ein. Im Krankenhaus wussten auch alle Bescheid und sorgten dafür, dass meine Mutter dort auch so lange bleiben konnte

    Erst im KH ging es mir wieder besser. Alleine schon das Gefühl, du bist nicht alleine und wenns schlimm wird, ist immer Hilfe da.

    Ich bin jetzt von allem weg und bin heilfroh und hoffe, keinen Rückfall mehr zu bauen. Ich möchte die Saufzeit nicht mehr erleben und natürlich auch nicht mehr den Entzug. Ich möchte mein Leben nüchtern leben, weil es so viel schöner ist.

    Das A und O einer Veränderung ist die Selbsterkenntnis, dann hat man eine gute Chance. Du hast eine Menge Selbsterkenntnis und kannst daran arbeiten. Es werden kleine Schritte seinen, um anzufangen dort abzubauen, mit 1000%iger Leistung, sei es in Sport oder anderem. Immer wieder bewusst machen und innerlich mal anhalten, dann verändert sich was.

    Mit der Kritik kenne ich auch. Ist mir auch immer gegen die Hutschnur gegangen und fällt mir auch heute nicht leicht sie anzunehmen. Kommt auch auf den Ton an, manches hört sich schon wie Besserwisserei an. Aber oft sage ich mir auch, die Leute (bestimmte nur) wollen mir ja nichts böses, die beobachten, dass da was schief läuft und machen mich drauf aufmerksam. Ich stoppe mich dann auch immer und bemühe mich, Kritik anzugucken.

    Alkoholfreies Bier ist brandgefährlich.

    Warum trinkt man Alkohol? Natürlich um den Kick zu haben. Und irgendwie ist im Hinterkopf dann der Gedanke, mit alkoholfreiem Bier gehts auch, aber der Kick kommt nicht, nur die Gier nach einem richtigen Bier. Aus welchem Grund sonst alkoholfreies Bier?

    Alkoholismus führt in Krankheit und zum Tod.

    Du kannst keinem Alkoholiker helfen. Als ich noch nass war und mir hätte jemand die Pulle wegnehmen wollen, ich weiß nicht, was ich gemacht hätte. Für einen Alkoholiker ist in dieser Phase derjnige der ärgste Feind. Die Flasche steht IMMER an erster Stelle.

    In meiner SHG wird immer gesagt "Du bist der wichtigste Mensch in deinem Leben". Das gilt nicht nur für Alkoholiker.

    So wie du schreibst, hat dein Freund nicht die Absicht etwas zu ändern. Du hast die Wahl, willst du so weitermachen und vor die Hunde gehen oder selber ein zufriedenes Leben führen.

    Wenn du dich entscheiden solltest, ihn zu verlassen, wirst du, wenn der Trennungsschmerz mal abgeklungen ist erst merken, was diese Beziehung für eine Belastung war.

    Ich gehe zu den AAs. Die reagieren bei machen Wörtern ganz empfindlich, z. B. bei dem Wort Stolz.

    Ich habe es eigenartiger Weise auch nie gesagt, denn worauf soll ich Stolz sein? Ich empfinde es eher als Gnade, dass mir die Erkenntnis kam "du bist eine Säuferin". Wer hat mir diesen Gedanken eingegeben?

    Mit diesem Gedanken habe ich die Kraft gekriegt, die Kurve zu kratzen, auch darauf bin ich nicht stolz, denn das wirft die nächste Frage auf, woher kommt die Kraft.

    Es gibt einen Satz "nicht alle werden genesen". Die tun mir wirklich von Herzen leid. Denn sie haben oder bekommen nicht die Einsicht und die Kraft.

    Was ich empfinde ist Dankbarkeit!

    Du kannst ihr nicht helfen.

    Solange ihr nicht bewusst ist, dass sie Alkoholikerin ist und Hilfe in Anspruch nehmen muss, läuft gar nichts.

    Ihren Freund kann ich gut verstehen. Er tut mir leid, dass er das 5 Jahr mitmacht. Ich würde genauso handeln.

    Hi MrSmili,

    du hast geschrieben, "wenn ich nüchtern bin...warmlaufen....". Du bist zwar dann nüchtern, aber mir zeigt es ganz deutlich, dass du nasses Denken hast. Ein trockener Alkoholiker muss nicht warmlaufen. Er kann die Umstände/Situationen auch so genießen, weil er ein trockenes Denken hat. Trocken sieht einfach alles anders aus.

    überleg dir gut, wie dein Leben weiter gehen soll und ob du ein Mensch werden möchtest, der umgänglich ist, mit dem die anderen gerne zusammen sind. Mein Standardsatz: Alkoholismus ist immer eine Talfahrt. Du bist jetzt schon sehr unzufrieden und weißt das es so nicht o.k. ist, und es wird schlimmer werden. Lass es nicht soweit kommen.

    Man muss seine Krankheit Ernst nehmen.

    Sei mir nicht böse, ich möchte die nich moralisieren, aber man gewinnt schon ein bisschen Eindruck, wie manches so rüberkommt. Bei dir kommt es mir so rüber, als wenn du dir der Gefahren nicht so bewusst bist. Ist aber meine Meinung, muss nicht stimmen.

    In meinen AA-Gruppen heißt es immer, sehr vorsichtig mit sich umgehen, ich muss auf mich aufpassen. Und im ersten Jahr gesellige Sauferein-Feste zu vermeiden, bis man gefestigter ist.

    Ist es nicht ein Spiel mit dem Feuer?

    Als ich noch am Saufen war, wäre derjenige, der mich von meiner Flasche hätte abhalten wollen, mein ärgster Feind. Ich wusste es selber, dass mit mir was nicht in Ordnung war. Aber äußerer Druck wäre das allerschlimmste gewesen.

    Es ist schwierig, einem nassen Alkoholiker zu helfen. Er muss seinen Weg selber finden. Ich finde die Anregung auch ganz gut, ihn auf das Forum hinzuweisen. Vll. ein erster Schritt.