Beiträge von leominda

    So, gestern sind wir zur Entgiftung gefahren und nach dem 1. Tag dort ist mein Freund schon so mit einem heilsamen Schrecken versehen....die Untersuchung ergab, dass er körperlich vollkommen gesund ist, auch keine Entzugserscheinungen hat, allerdings die "Sucht" im Kopf bereits verankert ist....

    Jetzt soll ihm eine Sozialarbeiterin dort helfen, Adressen zu finden, wo er im Anschluss Hilfe bekommt. Er weiß, er könnte sofort da weg, bleibt aber auf jeden Fall solange, bis es hier "weiter" geht!

    Jetzt trinkt er viel Wasser, zuviel Kaffee und sagt, er muss sich jetzt überlegen, WAS er demnächst trinkt - Alkohol will er keinen trinken, der Schock zu sehen, wie andere schon viel schlimmer betroffen sind und die Angst auch da reinzukommen, steht ihm im Gesicht geschrieben...

    Wir reden über Situationen, vergangene und auch zukünftige, wo Bier meist automatisch IMMER mit dazu gehörte...auch der Bekanntenkreis, der fast IMMER aus Menschen bei ihm bestand, zu denen er sich solange zugehörig fühlte, solang er mittrank.

    Alternativen müssen her, ich weiß, dass ich zwar Vorschläge machen kann, doch FINDEN wird er sie selbst müssen, ich lese hier sehr viel, bin auch dankbar und froh, weil ich hier die entscheidenden Informationen gefunden habe, vieles weiß, was ich falsch geholfen habe.

    Ich sage ihm meine Hilflosigkeit, dass ich ihn nicht kontrollieren möchte und auch nicht werde, dass ich selber den letzten Alkohol vor über einem Monat getrunken habe und - für mich - entschieden habe, auf unbestimmte Zeit kein Glas Wein mehr zu trinken...ich merke sogar selbst an mir, dass mir das letztlich auch weder gutgetan noch irgendwie geholfen hat und dass Glücklichsein, Lustigsein und Entspannung durch Alkohol viel zu sehr propagiert wird, im Alltag, in der Werbung, leider....jede Bierwerbung stößt mir nun auf, weil ich BEWUSSTER hinsehe.

    Und es stimmt - man kann OHNE Alkohol leben..fast jeder kann sich doch an seine Kindheit erinnern, wie glücklich und lebensfroh man war - einfach aus Freude am Leben, an der Natur, Freundschaften, Sport...bis dann irgendwann beim Eintritt ins Erwachsenenwerden die Konfrontation mit dem Alk kommt - jetzt biste 18 - das MUSS gefeiert werden! Hochzeit - okay, da MUSS doch der Korken knallen! Hauseinweihung? Her mit dem Sekt! Auch ein Schiff wird schließlich mit ner Flasche "getauft"...Ein Kind ist geboren -wunderbar, dass MUSS man pinkeln lassen!! *sarkasmus

    ...ich hoffe so sehr, dass der Anfang gemacht ist für eine glückliche Zukunft ohne künstliche Räusche (ok...der nächste Kampf wäre der gegen den blauen Dunst, aber - eins nach dem anderen)

    LG
    eine nachdenkliche Leominda, hoffentlich nicht zu euphorisch

    Hallo Lavendel,

    danke für deine guten Wünsche! Nein, ich bin nicht freudig oder aufgescheucht, fast eher im Gegenteil...ich habe gestern mit ihm Gespräche geführt und knallhart gesagt, dass ich mir nicht die Verantwortung aufbürden lasse, für das, was er jetzt tut!

    Klar, irgendwo ist es zweischneidig: Ich stelle ein Ultimatum: Wenn du mich wirklich liebst, tust du das! Dann macht er es (und sei es halt aus diesem Grund) dann sage ich: Ja aber - wenn du das nur für mich machst und nicht für dich, bringt es sowieso nix!

    :roll:

    Er hat Angst, vor allem diese Angst für die Zukunft, abgesehen von Arbeitsplatz etc.....diese Angst, bei einer Familienfeier etc, nicht mal eine Flasche Bier mittrinken zu können..!!!

    ...es ist ja okay, dass alle so einen Hype machen wegen dem Rauchen - Passivrauchen ist unfair, schädlich, ok! Aber dieser ewige Bezug Feiern - Spaß - Alkohol vor allem in der Männerwelt - und diese Verharmlosung des Feierabendtrinkens.....ich finds einfach nur schlimm und traurig

    :cry:


    Ich sitze jetzt hier auf meiner Arbeit und konzentriere mich darauf - es war ein langer Weg, wieder da hineinzukommen nach der Scheidung und mein Job ist neben den Kindern ein wichtiger Teil meines Lebens, meiner Persönlichkeit...okay, in der Mittagspause hab ich kurz angerufen, wie es ihm geht, ob er die Bankgeschäfte etc. erledigt hat - hab aber gleich mitgeteilt, dass ich heute länger arbeiten werde...!!!

    Morgen früh sehen wir weiter, wenn auch das nicht geht, dann halt den Tag später...ich versuche, ihm Nähe und Zärtlichkeit zu geben und sage ihm, ich stehe an seiner Seite, doch kämpfen muss er!! Aber ich merke, wie "gefrostet" meine Gefühle noch in einer Art Wartezustand verharren....bloß nicht zuviel falsche Hilfe, falsches Auffangen geben...aber dann doch soviel, wie er jetzt braucht...das finde ich sehr schwer und auch das muss ich immer wieder neu austarieren, da gibt es keine geregelten Vorgaben oder Angaben in Medizinbüchern...

    Was ich noch gar nicht so checke: WANN ist denn jemand "entgiftet" - woran merken die Ärzte das im KH? Werden da Leberwerte gemessen?

    nun, morgen werd ich wohl mehr erfahren - und hier weiter berichten.

    Grüße aus der Mittagspause!

    Leominda

    Hallo Lavendel, ich kam nicht dazu dir speziell zu antworten...jetzt überschlägt es sich - er hat gestern die "Tasche gepackt" und wollte, dass ich ihn heute in die Klinik bringe...da ich aber berufstätig bin und auch nicht alles stehen liegen lassen kann, haben wir mit Rücksprache der Klinik morgen einen Termin, soll heißen, er ist "vorangemeldet" und er soll um 8 Uhr anrufen, ob ein Bett frei ist.

    Er hat furchtbare Angst, weiß aber, dass das meine Forderung ist und bleibt, sagt, er wolle nicht sein ganzes Leben im Suff bleiben...

    Wir waren ja im Januar beim Arbeitgeber im Büro - die wissen und wussten also, dass er versucht, das allein hinzukriegen (ich hatte da ja noch kaum Ahnung)...der Hausarzt hat ihn krankgeschrieben und die Einweisung gefertigt, der Anruf beim Arbeitgeber hatte das Ergebnis, dass der Vorgesetzte sagte: Ach, jetzt ist es nicht dein Rücken, jetzt machste also das!

    Ich finde das unmöglich, haben wir doch um sieben Ecken erfahren, dass in dieser Firma so viele Fälle sind, dass es einen Extra-Suchtbeauftragten gibt! Nun, so ist es halt draußen in der Arbeitswelt - sie wollen ihn sowieso loswerden, weil er zu teuer ist (um billigere einzustellen).

    Nun, aber das ist Nebensache, sicher kann ich verstehen, dass man Angst hat um seinen ARbeitsplatz, aber GEsundheit geht vor

    Ja, Fides...er hat dich aber doch hingebracht, weil du wolltest?

    Ich nehme es ihm nämlich kein Stück ab, dass er wirklich den Gedanken daran verschwendet, es ist eine reine Rauszögerungs- und Hinhaltetaktik, denn..er könnte sicher sofort gehen, der Arbeitgeber weiß sowieso schon Bescheid um sein Problem und er kann sich auch Urlaub nehmen, wenn er sich nicht krank melden will...

    Wäre der Wille tatsächlich wahrhaftig da, würde es gehen, evtl. heut noch....wäre es nicht der Alk sondern z.B. ein Herzinfarkt, ein Tumor oder wasweißich Schlimmes, dann ginge es doch auch, oder?

    Und - so gesehen leider - geht es ihm gesundheitlich noch nicht schlecht genug...

    So sind das alles nur "Waffen und Mittel" um wieder seine Rundumbetreuung durch mich und sicher auch die Einbindung in meine gesamte Familie wiederzuerlangen, statt wie die Jahre zuvor einsam vegetierend in der Junggesellenbude allein zu saufen...klar kennt er es nun anders und vermisst es, auch geliebt zu werden...und ich wette, er redet sich noch immer ein, kontrolliert trinken zu können..

    Aber - wem erzähl ich das alles? Ihr wisst es, ich weiß es und ihm könnte man nen Zettel auf die Stirn tackern - er WILL es nicht, also IST es nicht!

    So, jetzt hab ich mich in Rage geschrieben, aber das brauche ich wohl, auch damit ichs selber alles nachlesen kann, sollte ich, was leider passieren kann) in eine andere, emotionale, schwache Stimmung kommen :twisted:

    ...ich mache mein Handy an, die SMS sprudeln über..
    "Ich weiß, du kannst mir nicht mehr glauben, aber du wirst mich nie wieder mit Bier sehen, das war es nicht wert, ich habe alles was ich liebe verloren - Euch"

    Keine Reaktion - ich schüttele nur den Kopf! Er schnallts nicht, dass das so nicht geht!

    "Melde dich doch bitte mal bei mir"

    Okay, ich habs eh satt und antworte mal: "Du kennst meinen Entschluss. Da hilft kein Jammern, Betteln, beschimpfen, drohen oder versprechen. Du kannst mit mir reden, ändern wird es nichts. Es ist dein Leben, ich bin nicht verantwortlich für dich, du bist es!"

    Es folgt: Die schärfste Waffe im Einsatz *sarkasmus - und zwar:

    "Aber ich will ja was ändern"

    "Ich werde nach dem Umzug in eine Klinik gehen. Ich kann und will nicht mehr" :evil::shock::twisted:

    Der Umzug ist Mitte April....und ich bin weder beeindruckt noch habe ich Lust dran zu glauben geschweige denn drauf zu antworten!!!!

    Ich will nich mehr! Ich will keine W O R T E mehr....und an Taten glaub ich erst, wenn ich sie gesehen habe..wobei ich im Moment nicht mal mehr auf die Tat warten möchte...kann das jemand verstehen? Bin ich ein kaltes hartherziges Monster? Oder hat Rationalismus und Realismus soviel Einzug in Hirn und Herz gezogen, dass sämtliche Rest-Gefühle auf Eis liegen? Holt mich mein vergessener Egoismus jetzt im Übermaß ein?

    Hallo Lavendel, danke und ja - diese Sätze kenne ich, die kommen stakkato...er kann es einfach nich verstehen, warum ich SO reagiere, NUR weil er freitags mal Bier getrunken hat! (EINE ganze Kiste die ganze Nacht durch bis morgens 10.00 Uhr und weiter..)

    Mit Logik/Gesprächen ist ihm weder besoffen noch nüchtern beizukommen - er hat noch Klamotten bei mir, die er noch holen muss, ansonsten wird kaum Anreiz sein, mich zu besuchen, weil ich aus meiner Wohnung eine alkfreie Zone gemacht habe, um von diesem Thema mal ganz wegzukommen!!!

    Ist auch für die Kinder - denke ich - die ja in dieser Situation mitinvolviert waren/sind ein gutes Vorleben - denn es geht ja auch völlig ohne!!

    Ich sehe für mich KEINE Chance mehr für diese Beziehung, weil ich immer schon gezweifelt habe, ob wir nicht nur ne Art Bedarfsgemeinschaft sind ...das könnte, würde sich halt nur zeigen, wenn ich ihn und er mich mal lange lange Zeit ohne Alk KENNENLERNEN würden...wieviel % kennen wir uns denn OHNE Nebelwand? Soll ich 30% schätzen, ich weiß es nicht!

    Ich werde mich noch so lange hier bei euch aufhalten, bis ich denke, von diesem Thema so weit entfernt zu sein - oder von ihm?....und mich dann wirklich auf mich konzentrieren, es wird sicher auch ein Form für Depressionen geben, muss ich mal googeln.....aber momentan gehts mir eigentlich gut!

    LG
    Leomnda

    Und wieder SMS - das Übliche...er hat Fehler gemacht, mich deshalb verloren, will noch ne Chance - keine Reaktion von mir!

    Nächste SMS: Er kann nicht mehr, hält es nicht aus, dreht durch...etc.

    KEINE REAKTION!

    Die nächste...Bitte hilf mir, du hast mich doch einmal geliebt..

    UND - HANDY AUS!!!!!!!! FEIERABEND! MAG NICH MEHR!!

    Ich reagiere nicht, werde innerlich immer kälter und härter mit jedem Satz den ich lese, begreife jetzt seinen ENTZUG - da er auf Arbeit ist und er von mir KEINE Liebe mehr bekommt, ist es ein doppelter Entzug!!!!!

    Ich kann mir ungefähr denken, was er durchmacht, ändert aber nix an meiner Verhaltens- und Denkweise....er ist noch immer nicht so weit unten am Boden, dass er erkennt, WAS schuld ist daran, WAS ihn sein Leben nicht glücklich leben lässt.....es gibt hier nichts für mich zu tun als ihn einfach fallen zu lassen, so hart es sich auch anhört, ich denke, ich habs begriffen...

    ....das werde ich auch Aug in Aug weiter durchziehen müssen

    So, muss weiter arbeiten....

    Hallo Finchen,

    mache mal einen "Rückbesuch" bei dir....du bist ja nun schon lange mit deinem Freund zusammen und ich lese da was von Familienplanung...leider bin auch ich der Überzeugung, dass ein gemeinsames Kind das Problem nicht lösen würde und wenn er noch so sehr davon spricht - mein Freund ist 28 und hat keine Kinder. Er lernt mich kennen, da war ich schon sterilisiert. Es war ca. zwei Monate vor meiner geplanten Gebärmutter-OP (aus gesundh. Gründen)...weil ich ihn so liebt u ich seinen Kinderwunsch doch noch irgendwie erfüllen wollte, hätte ich fast den Termin abgesagt *schreck......ich habe nachts die irre Vision gehabt, in einem Jahr dann zu heiraten und ne künstliche Befruchtung und und und - hab Familie und Freunde jeck gemacht und war - wie von Sinnen!!
    Seine Reaktion? Nun, vor "lauter Freude", dass es nu doch was geben könnte mit nem gemeinsamen Kind hat mein Herzchen sich mit nem Kumpel aber sowas von die Kante gegeben - sogar mit Schnaps - dass ich dachte ich muss den Notarzt rufen!!!!!

    DAS hat mich so schockiert, ich sah mich in einer Vision mit über 40 mit zwei Teenies, nem Kleinkind und nem 30j Säufer auffa Couch - wieder mit der Verantwortung für alles und jeden, ohne Aussicht endlich mein Leben leben zu können oder mal Unterstützung von einem Partner zu kriegen....

    Ich habe mich getrennt, ihm verboten mich im KH zu besuchen und hab mich operieren lassen.....gottseidank!!

    Nun, wir liefen uns danach öfter übern Weg und die Sehnsucht war zu groß, so kamen wir wieder zusammen und den Rest hast ja gelesen....

    Ich habe mich früher immer gefragt, warum trifft er denn keine junge Frau, die mit ihm eine Familie gründen möchte? Jetzt weiß ich es und ich kann es keiner Frau verdenken.

    ...wenn dein Freund dich ernsthaft liebt und Familie will, müsste dieser Wunsch so groß sein, dass kein Alk der Welt dagegen auch nur die kleinste Wichtigkeit darstellen dürfte...

    Ich drück euch die Daumen!

    Leominda

    Hallo,

    ja, endlich hab ich mal NICHT reagiert - und zwar seit der letzten Ich-tu-mir-was-an-Platitüde.....und nu kommt die nächste SMS:
    "Ich habe was eingesehen, du bist es schuld nicht ich nicht ich"

    ....soviel zum Thema...weckt meinen Sarkasmus, denk mir böse, hat er doch jetzt die Kurve gekriegt - weil ichs ja nun schuld bin muss er sich jetzt nicht um die Ecke bringen UND hat weiter die Lizenz zum Saufen"...sorry..aber ich komme irgendwie aus dem Kopfschütteln nicht heraus...

    Ich weiß nicht wie es morgen ist, aber momentan ist es mir für mich an sich schnurzpiepegal, ob er wannwiewo trinkt, aufhört, ins KH geht oder oder oder....ich sehe für unsere Beziehung keine Chance mehr, egal was passieren wird - es ist schade und ein wenig kommt dieses Versagensgefühl hoch -wieder mal ne Beziehung gescheitert...aber das ist nu ein anderes Thema, das muss ich mit mir selbst auskaspern.

    Werde mich auch wieder darauf umstellen können, mit meinen Kindern allein zu leben - irgendwo tief drin in meiner Heile-Welt-Stimmung hat mir ja immer schon eine Stimme zugeflüstert: Das kann es doch nich sein, dass du nur weil du nichts mit dir anzufangen weißt, deine Glückseligkeit davon abhängig machst, dass ein Kerl besoffen aber treu auffa Couch liegt und dich ab und an dafür mit Liebesbezeugungen überschüttet...

    Jep..jetzt gibts mal wieder keine Entschuldigungen für MICH, jetzt geht die Arbeit an mir selbst wieder los....hm....gibts nich ein Forum für Depressive? Wer was weiß - immer her damit! :twisted:

    es grüßt euch
    Leominda

    Nun, Nachrichten auf mein Handy noch und nöcher, zwischen Liebesbeteuerungen, Beschimpfungen dann sachlicher Art - er sucht wie jeck seinen Schlüssel, er kriegt Ärger, ob ich ihn nicht doch habe etc...ich rufe an, hab seinen Schlüssel nich....er fragt immer und immer wieder, will ne Antwort, was jetzt ist mit uns - ich verweise auf das Gespräch gestern, es ist alles gesagt. Er legt auf. Wieder SMS....er versteht nicht, warum ich ihn auf einmal nicht mehr liebe....

    Ich muss nachdenken...wo ist die Liebe hin tatsächlich?Muss mir eingestehen, dass sie sich "gewandelt" hat....sie ist noch da, leider wohl nicht so, wie sie zwischen Mann und Frau sein sollte -war sie jemals so da?
    Kann ich mir nicht beantworten, schreibe ihm ehrlich: Du bist nur äußerlich ein Mann. Ich kann dich nicht so lieben wie eine Frau. Ich liebe dich wie eine ältere Schwester ihren jüngeren alkoholsüchtigen Bruder liebt. Eine Beziehung wie du sie dir wünscht ist nicht möglich. Es tut mir leid...

    Dann seine SMS: Wenn du mich nicht liebst bringe ich mich um es hat keinen Sinn mehr ich habe keine Lust mehr ich kann nicht mehr...

    Es beeindruckt mich kaum, ich antworte nicht, eben beim Telefonieren hörte ich im Hintergrund Kneipengeräusche...es ist SEIN Leben und ich lasse mich nicht durch so eine Drohung erpressen bzw. mir die Verantwortung hinschieben....sicher bin ich beunruhigt, was wäre wenn...er ist erwachsen und wenn er so am Boden liegt, dass er Hilfe braucht, na dann soll er doch endlich einsehen, dass der Alk schuld ist und in KH gehen!

    Hallo, muss wieder loswerden...

    Gestern irgendwann schneite er rein, sagte, er wolle nix trinken, nur was schlafen oder TV gucken....ich fragte ihn, WAS er hier wolle und es kam zum Rumdiskutieren, völlig fruchtlos, völlig uneinsichtig, ich merkte, wie ich immer kälter wurde...dann wollte er fahren, ich sagte, na dann los, hier bist du nicht erwünscht.....er würde noch nich fahren "können"....okay einige Stunden später wieder Diskussionen, mittlerweile auch in Abänderung der Gründe (DU bist es ja schuld, dass ich trinke, weil du so depressiv bist).....blabla..ach, mag ich gar nich mehr nachhaken!
    Er fuhr - halbe Stunde später die erste SMS - Ich liebe dich doch ohne dich macht alles keinen Sinn.....ich habe das Handy AUSGEMACHT!!!

    Heute morgen hab ichs angemacht, da waren mindestens 10 SMS drauf und alle handelten von Ich liebe dich, hab doch sonst keinen, will nich allein sein, wie kannst du nur so kalt sein blablabla.....

    Ich bin wütend, dieser grenzenlose Egoismus, immer nur ich ich ich....nie ist da mal die Frage- Bist DU glücklich? Wie kann ich DICH glücklich machen?

    Ich bin auf der Welt um ihn glücklich zu machen und bekomme dafür diese überirdische, abhängige grenzenlose treue Liebe....*kopfschüttel
    ja sicher - ich hab leider viel Untreue bei Männern erlebt- aber DAS ist auf keinen Fall, was ich will!

    Hab versucht, ihm zu erklären, was ich möchte, eine gleichberechtigte Partnerschaft, eine harmonische ausgewogene Freizeitgestaltung und vor allem: Das nicht das BIER das Leben/Zusammensein diktiert!!

    Da kam: Was du immer hast? DU machst doch immer ein Thema draus? Ich habe dir gesagt, ich will am WE trinken!

    .....Endlosschleife.....unnötig, weiter zu erzählen....

    Nun, er wird noch herkomen müssen, einige Sachen holen und ich rechne mit Entschuldigungen, neuen Versprechen usw.....

    Seine Bierkisten vor der Tür sind leer, meine Wohnung ist gänzlich frei von Alkohol (obwohl sich für die drei Flaschen hier eh niemand interessiert hat) und dass aus dem Grund, DASS ICH DAS THEMA AN SICH SO DERMASSEN SATT HABE!!!!!

    Draußen scheint die Sonne, der Frühling kommt, das Leben ist schön, es gibt xxxx schöne Dinge zu erleben und ich mag dem Leben entgegengehen, lachen, lustig sein, tanzen und auch lieben...vor allem mich selbst und meine Kinder natürlich...

    Schönen Sonntag wünscht
    Leominda

    Hi Speedy, danke dir für deinen Zuspruch und wünsche dir und deinem Mann, dass ihr eine trockene Zukunft bekommt und erhaltet.

    Ich bin seit fünf Jahren geschieden, mein Exmann hatte im zweiten Ehejahr einen sehr schweren Arbeitsunfall und danach lief die Ehe so, dass ich mich und meine Bedürfnisse immer zurücknahm, weil "er muss es ja besser haben wegen dem Schicksalsschlag und der Behinderung" - ich habe ne lange depressive Zeit hinter mir und gottseidank habe ich nach der Trennung drei Jahre Therapie gemacht - das hat mich auf den Weg gebracht, meinen Weg zu erkennen und mich selbst zu lieben!

    Naja, gewisse Stolpersteine sind halt da, was sich an meiner Partnerwahl dann immer wieder zeigt. Immer noch gebe ich mehr als ich nehme und werde wohl deshalb mehr geliebt als selbst wirklich und wahrhaftig zu lieben! Nach einer gewissen Zeit (mal war ein Jahr, bei nem anderen zwei, oder auch nur mal ein halbes) wo ich sozusagen auf Vorschuss gegeben habe und merke, dass nicht halbsoviel zurückkommt, tja, dann merke ich, WARUM ich sooooooo geliebt werde, schränke das Geben teilweise oder ganz ein und ....die Beziehung geht kaputt, ich beende sie aus Enttäuschung.

    Und immer wieder läuft mir in kurzer Zeit ein neuer Mann über den Weg - ich war in den letzten fünf Jahren kaum allein - WEIL ich so allein mit mir wenig anfangen kann...traurig traurig....WESHALB ich dringen mal allein bleiben müsste!!

    Nun ist Einsicht wohl nicht immer der erste Weg zur Besserung, etwas wissen und dennoch nicht danach handeln...das treibt mich dann wieder in die Depris...

    Die kommen allerdings abends, besonders am WE, wenn ich mein Alleinsein merke (die Kids gehen ja jetzt viel eigene Wege, was auch gut so ist) - unter der Woche morgens bin ich so zufrieden, stolz und glücklich, was ich mir selbst arbeitsmäßig angeeignet und erreicht habe!!!

    Früher habe ich auch gemerkt, dass ich dann viel zuviel Wein verkonsumiere, der mich dann zwar betäubt aber letztendlich ja keinerlei Hilfe bietet - im Gegenteil! Das mache ich jetzt nicht mehr, im Gegenteil ich mag überhaupt keinen Alkohol trinken zur Zeit, vermisse es auch nicht, für mich ist eine klare realistische Sicht auf das Leben wichtig!

    *seufz...nun ja, ich werde mal weiter machen, Strukturen für mein Leben zu suchen, zu finden, ich habe eine große Familie und sehr viel Liebe und Zuspruch hier im Haus und das ist schon mehr als manch anderer hat, der in so einer Situation ist! :D

    Liebe Grüße
    Leominda

    Ja, da bin ich wieder und: Es kam alles so, wie ich es hier gelesen habe....

    Die Woche über hat er sich "zurückgehalten", mal ein Bierchen, mal gar keins, mal zwei Bierchen....nur um schon zu verkünden: Am Wochenende gebe ich mir die Kante!

    Das geschah, indem das erste Bier unmittelbar nach Arbeitsschluss nachmittags geöffnet wurde, es folgte dann soviele, bis der Kasten fast leer war!

    Ich war eh in einer Depriphase (hatte aber nix mit ihm zu tun) und den ganzen Tag mit mir selbst zu tun, konnte so nicht reagieren und habe nur verdrängt, geputzt usw.....habe ihn ignoriert. Ich ging früh ins Bett, irgendwann kam er und wollte Zärtlichkeiten - ich habe ihn schroff abgewiesen und er ging ärgerlich auf die Couch.

    Heute morgen um 11.00 Uhr dann standen zwei Flaschen vor ihm und er war dabei, eine zu öffnen. Ich ging ruhig zu ihm hin und sagte, wenn er vorhabe diesen Tag wieder mit seiner "Kiste voll Freude" zu verbringen, soll er bitte nachhause fahren.....

    Tja, was folgte? Vielen von Euch muss ich das nicht erzählen, oder? Wüste Beschimpfungen, ich hätte ihn "zurückgestoßen" und er habe sich doch die Woche über zurückgehalten, jetzt wolle er halt trinken, wäre ja WE.

    Ich habe ruhig aber bestimmt gesagt, dass ich so ein Leben nicht möchte, dass er Alkoholiker sei. Dass ICH gerade anfangen würde, mein Leben zu genießen - aber nicht mit jemand, für den der Alk das Wichtigste ist.

    Da kam dann: DU findest doch sowieso keinen mehr..was denkst du denn, wer dich nimmt mit zwei Kindern und deinem faltigen Arsch?.. :!:

    ...den Rest möchte ich Euch ersparen, es ging alles vor meinen Kindern ab, aber das ist auch okay so, als er zur Tür raus war habe ich mit Ihnen geredet, sie haben einen gesunden Menschenverstand und verstehen, dass ich mit so einem Menschen keine Beziehung halten kann...vor allem mein Sohn war traurig, hängt er doch an ihm.....ich habe ihn getröstet und gesagt, wir seien auch ohne Mann eine Familie und es sei besser so jetzt als später, wenn er z.B. hier wohnen würde (*schreck) oder schlimmer, wir wirklich heiraten würden, was er immer wollte.


    Ja, es tut weh, einerseits, andererseits ist es gut, wenn die Wahrheit so schmerzhaft und früh genug herauskommt. Ich liebe diesen Mann, auch seine Fehler, aber wenn er getrunken hat, ist er ein anderer - Dr. Jekyll und Mr. Hide...und mit DEM kann und will ich nicht mein Leben verbringen.

    Nun geht das Trennungsspiel wieder los, d. h. er wird wieder alles tun, versprechen, usw. usw...aber meine Liebe zu ihm hat sich in großer Menge schon in Mitleid und Abscheu verwandelt.

    Jetzt muss ich das Schwierige in die Tat umsetzen, was ich auch hier immer lese: An MICH denken! Für MICH was tun? Schwierig schwierig, wenn man gewöhnt ist, seinen Lebenswert und seine Liebens-Würdigkeit aus dem Geben und Gebrauchtwerden zu beziehen....

    Also brauche ich EUCH jetzt mehr denn je und bin froh, hier Halt zu finden und Rat!

    Leominda

    Gestern...ich kam später von der Arbeit und er, obwohl früher frei, war nicht bei mir. Als ich ihn anrief, sagte er, er sei in seiner Wohnung nach Post gucken, würde noch zur Bank fahren, wär ne Viertelstunde später da.

    Meine Gedanken: Ob er trinkt, bei sich in der Wohnung? Sicher wird er das!

    ..als er kam und mich küsste, roch ich keinen Alkohol, was aber nichts heißen muss.

    Ich war mit Tochter beim Arzt, bei der Rückkehr fiel mein Blick auf den Kasten der noch im Flur steht, den er wegbringen sollte, in welchem noch sieben Flaschen standen...und ich zählte sechs.

    Allerdings habe ich kein Wort darüber verloren.....er ist weiterhin sehr ruhig und ausgeglichen, lacht aber über witzige Dinge, geht allerdings ENDLICH abends früh schlafen und kann auch gut schlafen und aufstehen morgens um vier.

    Gestern eine Bemerkung von ihm: Ich sollte schonmal die leeren Kästen wegbringen...hm..ein leerer und einer mit den sechs Flaschen sind noch da...

    Heute Abend bin ich mit den Kids eingeladen ins China-Restaurant, Geburtstag von meinem Vater...da ich meinen Freund noch nicht als Partner vorgestellt habe (hat andere Gründe), ist er nicht mit eingeladen.
    Heißt, er sitzt heute Abend einige Stunden allein...wir werden sehen.

    Was ich nicht möchte, ist, dass er heimlich trinkt. Es war seine Regel, nur samstags zu trinken. Es ist sein Versuch, kontrolliert zu trinken...Ich sage ihm, wenn es mich stört, wenn ich merke, es geht wieder los...wenn ich merke, es ist..war...wird........nur Trinkpause sein!

    ..ich berichte weiter....und lese hier täglich die anderen Beiträge, um vorbereitet zu sein

    Liebe Grüße
    Leominda

    Hallo, ich danke euch für euere Erfahrungen und Ratschläge in genau diesem Moment meiner Situation...! Ich speichere sie alle in meinen Gedanken ab, rüste mich damit, doch lasse ich den Dingen, wie sie sind den Lauf.
    NOCH hat er mich weder enttäuscht noch belogen! Am Samstag hat er sechs Flaschen getrunken nach den drei Tagen ganz ohne...wir haben über dies und das diskutiert, mein Sohn saß auch dabei...später habe ich meinen Freund gefragt, wie es ihm denn nun überhaupt geht, der Vergleich mit/ohne Alk, den er ja lange nicht mehr hatte. Er gab zu, mit Alk sei er wesentlich gereizter, ohne würde er mehr "denken". Aber vor allem morgens würde er sich körperlich wesentlich wohler fühlen.
    Samstag gegen Mitternacht wollten wir schlafen gehen, er schaute auf die Flasche und sagte, tja, dann ja erst wieder nächsten Samstag, noch könnte ich ja was trinken, hm......?!?......er entschied sich dann aber, doch ins Bett zu gehen.

    Wir reden viel darüber, was ich wichtig finde, gegenüber meiner ganzen Familie (meine Kids, Eltern) wird damit offen umgegangen.

    ICH habe ihn beobachtet, wollte ja wissen, wie und ob er sich verändert, ich merke, dass er ruhiger ist...dieses Kindische, Alberne und Lautstarke unter Bier, das ist weg.....aber trotzdem hat er mit mir zusammen herzhaft über die Comedy-Shows freitag gelacht...

    Wie gesagt, so ist die Situation momentan und ich weiß, dass sich jederzeit, jeden Tag wieder etwas ändern kann - dafür ist es gut, dass er eine eigene Wohnung hat und eine Trennung jederzeit möglich ist.
    Ich habe für mich noch immer keine Lust auf Alkohol und sogar ich bemerke, dass es mir viel besser geht, keinen dicken Kopf mehr vom Rotwein nach dem Wochenende zu haben und vergnügt sein kann ich auch ohne was zu trinken... :D ich hab wohl zuviel geraucht, muss das wieder ganz einstellen ne Weile :twisted:

    Ich werde weiter sporadisch berichten, egal ob positiv oder negativ.

    Liebe Grüße und eine schöne Woche!
    Leominda

    Nun, nach den zig SMS war ich entschlossen, nicht zu ihm zu fahren um zu reden, solang er betrunken ist - natürlich ging ich davon aus, dass er längst hackedicht ist...dann kam seine SMS, nein, er wäre nüchtern...

    DAS war dann der Grund, doch zu ihm zu fahren, weil - belogen hat er mich bisher noch nie! Ich kam zu ihm, er lag im Bett und war tatsächlich nüchtern! Sprachlos war ich dann, als ich hörte, er hat seit Veilchendienstag einfach aufgehört und NIX mehr getrunken...klar ging es ihm schlecht, Kreislaufprobleme, Kopfschmerzen und rauher Hals...und er hätte mir ja gesagt, er geht in keine Klinik!

    Ich fragte dann, ob er sich damit was beweisen wollte und er sagte: Ja, dir aber auch mir!

    Ich weiß nicht, irgendwie war ich.....erleichtert und trotzdem furchtbar wütend, hatte ich doch geglaubt er KANN nicht einfach nicht trinken...dabei WOLLTE er nur nicht? Und tatsächlich, erst als ich mit Trennung kam, dann hat er erst meinen Wunsch ernst genommen?

    Okay, also das ist nun sein Vorsatz (den werden auch viele hier kennen und sofort kopfschütteln): Er will die Woche über gar nix trinken und nur Samstag Abend etwas, auch morgens am WE und sonntags nix mehr!

    Ich habe meine Zweifel damit auch geäußert und dann angemerkt, ob es nicht besser wäre, wenigstens bis nächsten Samstag zu warten...denn SO EINFACH kann es meiner Meinung nach nicht gehen!!!!

    Ich glaube, es ist dann wohl noch die Phase, in der er sich selbst beweisen will, dass er kontrolliert trinken kann...ich habe Zweifel, meine Mutter auch, mein Stiefvater wiederum meint, das sei genau der richtige Weg....hm....! Männer und Alkohol - das ist wohl in der Gesellschaft noch ein ganz anderer Bezug, da macht der Gedanke, nie mehr mittrinken zu können wohl soviel Panik, das finde ich traurig, habe selbst immer noch keinen Wunsch danach, Alkohol zu trinken, obwohl ich gerne einen schönen Rotwein getrunken habe! Doch dieses Thema oder eben DASS das so ein Thema in einem Leben sein kann, schockt mich nach wie vor...

    Ichnutze dieses Forum also weiter als Wegbegleitung, jetzt wird es wohl erst so richtig schwierig werden...

    Schönes Wochenende wünscht
    Leominda

    Hallo Lavendel, danke dir für den Tipp, ja so eine Fristsetzung hab ich mir auch überlegt - da ich ja Konsequenz zeigen muss, bin ich bei jedem Schritt vorsichtig...deine Geschichte werde ich auf jeden Fall lesen...aber abends, mit mehr Zeit!

    Du sagst, kein Entzug zuhause? Ich fand das sowieso schon so schlimm, ich war mit bei seinem Hausarzt, als er ihm sagte, er hätte ein Alkoholproblem....der Arzt meinte, wie, was...davon wusste ich ja garnix!

    ....entweder ist der blind (oder hat selbst ein Alkoholproblem, sorry)

    Nun, der Arzt schlug die vier Wochen Klinik vor, das kam für meinen Freund nicht in Frage von wegen Arbeitsplatz (ist keine Ausrede, kann sich Urlaub nehmen finde ich).......dann schlug der Arzt von sich aus den Entzug zuhause vor und verschrieb uns diese Tropfen (weiß den Namen jetzt nicht mehr)..nicht ohne zu warnen, wie gefährlich es sei, die Tropfen zu nehmen UND zu trinken und dass man die auch nur am Anfang nehmen soll und dann nach und nach absetzen...

    Ehrlich gesagt - ich fühlte mich schon am ersten Entzugstag (der ja aprupt zuendeging) überfordert mit der Situation, alleingelassen, auch vom Arbeitgeber/Betriebsrat.....ja, da waren wir nämlich nach dem Arzt um zu fragen, welche Folgen es haben könne, vier Wochen Klinik blabla...ach, irgendwie waren alle überrascht, überfordert und REAGIERT hat letztendlich keiner - und ich selbst habs ja auch nicht durchgezogen!!

    VERSTEHEN kann ich es nicht! Es muss - wie so oft - wohl erst was passieren...das macht mich so wütend! Aber ich fühle mich nicht im Recht, z. B. auf der Arbeit anzurufen und da Terz zu machen, wäre es mein Ehemann, wär das vielleicht was anderes..komisch, nicht?

    Nun, wie reagiere ich denn bei so einem alkoholkranken Menschen, der in meiner Gegenwart Entzugserscheinungen bekommt??? Könnte ja sein, dass das wieder auf mich zukommt, sollte er es ernst meinen und nochmal versuchen (glaub ich aber eigentlich nicht)

    LG
    Leominda

    Hallo Lepascha,

    ich kann mir denken, wie du dich fühlst, der Zwiespalt, der Drang WAS ZU TUN und das Nichtkapieren, dass ER nicht merkt, dass er was tun muss!!

    Auch mein Freund, Noch-Freund? (du siehst, so richtig getrennt fühle ich mich auch nicht, obwohl ich ein Ultimatum stellte) hat eine schwere Kindheit, traumatische Erlebnisse im Auslandseinsatz und und und....

    Er klammert sich an mich und meine Liebe zu ihm als wär es neben dem Alk das einzige, dabei fragt er aber nicht, ob ich glücklich bin und wenn nicht, wie er mich glücklich machen könnte....ich frage oder fragte mich das TÄGLICH - Wie kannst du ihn so glücklich machen, dass er aufhört zu trinken?

    ...er trank immer mehr, je glücklicher ich ihn machte!!!

    Schwer zu verstehen, schwer einzusehen und am schwersten wie mit der Erkenntnis nun reagieren?

    Ich wünsche dir viel Kraft und lese sicher weiter bei dir...

    Liebe Grüße
    Leominda

    ..sicher hast du recht, so leicht kommt man aus diesem Zwangsdenken für den anderen nicht raus...

    Ich habe ihm geschrieben, dass das für mich nur Rumgeeiere ist und wir diesen Versuch mir zuliebe ja schon hatten und egal was er tut es nie mehr so wird wie früher! Da meinte er nur: Schade, dass du so von mir denkst!

    Ich schrieb dann: Du sagst doch selbst, du sollst wieder auf alles verzichten! Wenn dein Leben im täglichen Rausch dein ALLES ist, das ist schade!

    Er: Du weiß ja, wo ich wohne! (Also - beleidigt - Rückzug)

    ....so und nu ist der Akku leer! Gottseidank! Man greift ja doch immer wieder hin, vor allem wenn auf Arbeit nix zu tun ist *seufz

    Okay, das war wohl erst der Anfang des Kampfes! Immerhin wird er nun nicht zu mir kommen, sondern warten, dass ich zu ihm komme, was ich nicht tun werde!

    Heute Abend treffen wir uns eh kurz, weil er mit meinem Sohn zusammen Training hat...schau wir mal!

    Noch kurz: Dieses ewige Ich-liebe-dich-über-alles und Du-bist-das-Wichtigste-in-meinem-Leben macht mich mittlerweile....nur noch wütend!!!!!

    Ja, es geht jetzt um MICH, was mich glücklich macht, was mir wichtig ist, das ist nämlich nie sein Thema!

    Leominda
    (sucht sich krampfhaft was zum Arbeiten)

    Danke dir *Baggerschen, ich meine das so, er will mir jetzt wohl was beweisen und ich vermute - er will einfach so nicht mehr trinken, was ja wohl von Anfang an zum Scheitern verurteilt ist, er aber ja noch nicht wahrhaben will.

    ...soll ich ihm sagen, er kann gerne in meiner Nähe sein, aber ohne Alk? Muss ich jetzt seine Nähe ganz meiden bzw. nach dreimonatigem fast eheähnlichen Zusammenleben, ist es da ok, ihn ganz wegzudrängen?

    Immerhin habe ich den Fehler begangen, ihn mit meiner Umsorgerei auf die absolut falsche Fährte zu kriegen *seufz..er sagt, er war so glücklich wie noch nie...für ihn muss ich ja einen mit dem Hammer haben, wenn ich ihm erst alles recht mache und nun absolut gegen ihn bin..

    Verstehst du, ich will nicht unglaubwürdig sein in meinen Handlungen und Gefühlen....weil, die sind ja noch da, nur eben mag ich nicht mehr dass er bei mir wohnt, solange er trinkt!