Beiträge von linuxgeek81

    Hallo sweety,

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    Hallo Michael,
    noch'n Kommentar! Struktur ist kein sinnloser Tagesplan. Zeitliche Strukturen gibt uns schon unsere Arbeit oder bei Dir das Studium vor.

    Wenn Du damit einen "geregelten" Tagesablauf meinst: Den habe ich auf jeden Fall. Ich habe es gluecklicherweise geschafft, nicht so tief abzustuerzen, um das alles zu verlieren. Waere wohl eine Katastrophe wenn ich dieses Problem jetzt auch noch haette, also ganz von vorne anfangen muesste. Das ist mir wohl klar und ich bin ziemlich froh darueber.

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    Dieses tolle Gefühl, dass Du ohne Alkohol Dein Studium besser bewältigst, hast Du im Moment. Genieß es. Aber es kommen auch Rückschläge. Auch ohne Alkohol läuft nicht immer alles super.

    Das ist mir klar. Immerhin hat sich die Welt keinesfalls veraendert, nur weil ich nicht mehr trinke. Veraendert habe nur ich mich und meine Wahrnehmung davon.

    Was Deinen "Plan B" angeht: Ich habe leider nicht viele Menschen, die mir nahestehen. Da ist einerseits meine Schwester, der ich mich nach langer Zeit wieder annaehere und nun eben Georg, dem ich mich anzunaehern versuche. Alkohol als Belohnung kann nicht in Frage kommen. Jetzt kann ich ja meinen Verstand einsetzen und muss nicht gegen den Entzug kaempfen.


    Hallo carnel,

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    meiner meinung nach machst du das genau richtig. denn genau diese situation wie du sie jetzt lebst, lebst du trocken. sie ist also neu für dich und bringt trockene lösungen, ansätze usw.... ich denke darüber zu reden, sich auszutauschen und vielleicht auch zusmamen wege zu finden ist ein leitfaden. es zeigt eben,d ass man in der trockenen zeit mit vielen dingen konfrontiert wird. und wenn es bekanntschaften sind die entstehen dann ist es eben das.

    Thx. Ich bin mir ziemlich sicher, dass erst meine Trockenheit mir ueberhaupt ermoeglicht, diese Bekanntschaft aufzubauen, denn wer will schon einen nassen Alki zum Freund? Die wollte ich ja nicht mal zum Freund als ich selber noch gesoffen habe! Ich habe nur gemerkt, dass ich offensichtlich ein stark geschwaechtes Selbstwertgefuehl habe. Ich habe staendig Angst, Fehler zu begehen oder mich aufzudraengen. Ich versuche dem ganzen mit Analyse der Lage und etwas Selbst-Reflexion unter Kontrolle zu bringen. Liegt wohl daran dass ich schon so oft enttaeuscht worden bin und schnell wieder Muster in meinem Handeln oder dem des Gegenueber zu sehen glaube, die negative Assoziationen in mir hervorrufen.

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    jetzt aber zu georg. hihi.... wenn de jetzt aber anfängst mit formeln etc. dann wirds ja wirklich komisch. statistik?? papier ist geduldig.....paah...

    Warum komisch? Die Natur funktioniert eben nach konkreten Gesetzmaeszigkeiten, das ist ja schon laenger bekannt. Ich glaube auch, dass nichts ohne einen formulierbaren Grund passiert. Wenn ich einen Ball auf den Boden fallen lasse kann ich Dir ja auch sagen, wie oft er huepfen wird, bevor er auf dem Boden bleibt... ;) Aber ich bin kein Physiker (gott sei Dank hehe).

    Ich maile gerade mit ihm. Bisschen schwer mal an die Materie zu kommen mit ihm ;)

    greets,
    Michael

    Inwiefern verwundert? Ich sehe keinen Grund darin an den Aspekten meines Lebens etwas zu aendern die mit Trinken nichts zu tun haben, also z.B. Arbeit oder die Schule. Klar ist natuerlich dass solche, die es tun, eben wegfallen. Aber was soll ich da jetzt berichten? Und warum muss mein persoenlicher Faden als eine Anleitung fuer andere geschrieben werden? Ich dachte ich kann hier ein bisschen was ueber mich berichten, dass man mich evt. etwas besser verstehen kann.

    Was ich zum Beispiel auf jeden Fall tue ist Versammlungen zu meiden, auf denen getrunken wird. Das gilt fuer die Kneipe genauso wie fuer Feiern usw. Und ich halte mich an Menschen, die selber keinen Alkohol trinken bzw. fuer die Alk unwichtig ist. Vielleicht muss man wissen dass ich frueher und auch in meiner nassen Zeit eigentlich generell fuer mich alleine gelebt habe und ohnehin niemanden trauen bzw. mich auf niemanden verlassen wollte. Ich versuche daran nun was zu aendern indem ich meine sozialen Strukturen auszubauen versuche. Und das kann ich z.B. in der Schule tun.

    Tja und dann mache ich mir jeden Tag wieder klar wieviel ich schon gewonnen habe durch meine Nuechternheit und was ich heute wieder alles tun kann was ich besoffen nicht schaffen haette koennen. Am Abend das ganze Spiel dann nochmal. Gefahren versuche ich bewusst zu vermeiden.

    Reicht das mal als Beispiel? Ich wollte hier eigentlich weniger ein Handbuch zum trocken bleiben schreiben als vielmehr ueber das zu berichten, was konkret so passiert...

    Karsten,

    die Arbeit besteht darin dass ich im Moment zu mir selber finde, da ich mich auch veraendert habe bzw. veraendere. Ich habe mir Ziele gesetzt (etwa das erfolgreiche Weiterkommen und ein entsprechender Fleiss um Studium) und lerne, wie ich aus Stress- oder Problemsituationen erfolgreich ohne Alk (oder sogar ohne nur daran zu denken) herauskomme.

    Das mit Georg habe ich geschrieben, weil danach gefragt wurde. Aber wenn diese Details nicht erwuenscht sind kann ich es bleiben lassen. Dann beschraenkt sich mein Report aber auch auf abstrakten Zusammenfassungen.

    Michael

    Ich frage mich, worauf Du hinaus willst. Deine Frage kann ich mit ja beantworten. Mein Tag ist in der Regel 12-14 Stunden mit FH und Arbeit gefuellt es bleibt relativ wenig zu strukturieren. Und welches Gefuehl glaubst Du dass ich habe? Und warum sollte ich nicht das Gefuehl haben, ohne Alk zufrieden leben zu koennen? Deine Frage hoert sich nach einer Unterstellung an also vermute ich mal dass Du mir das sagen kannst warum es wohl so sein koennte.

    Ich plane jedenfalls nicht, mich in Ketten zu legen oder mein Leben nach einem sinnlosen Plan (etwa wie der Tagesauflauf im Knast) zu planen. Hoffe ich doch, dass es mir noch ein bisschen mehr als das zu bieten hat. Und ich brauche mir auch keine Probleme generieren, wo keine vorhanden sind, denn es gibt schon genug natuerliche.

    Achso jetzt hatte ich vergessen: Ich bin generell geoutet, aber ich habe kein T-Shirt mit dem Aufdurck "ich bin schwul"... oh halt ich habe mir eins gemacht wo das ganze als Programm drauf steht... hehe is aber mit nem Vernam One Time Pad in nem Array codiert und so nicht gerade "lesbar" hehe :D

    Ich beschraenke mich damit es den Leuten zu sagen, wo ich es fuer angebracht halte. Und Georg wird es schon bald merken wenn er es nicht schon laengst hat. Man braucht nicht immer Worte um etwas effektiv gesagt zu haben. Ich habe es schon ein paar Leuten gesagt, mit denen ich studiere... erinnere mich an mind. 3... halt 4 sind es sowas.

    greets nochma,
    Michael

    Hallo carnel,

    dass Du aehnliche Probleme hast ist mir wohl klar. Ich spreche vielmehr von der statistischen Wahrscheinlichkeit also P(Aktion ist erfolgreich bei mir) < P(Aktion ist erfolgreich bei Dir)... verstehen? Georg scheint allerdings gegen das empirische Naturgesetz S = 1/I zu verstossen (S = Schoenheit, I = Intelligenz -- also Schoenheit ist umgekehrt proportional zur Intelligenz)... und ich habe auch noch keine besonders krasse Macke an ihm feststellen koennen.

    Ich befuerchte allerdings dass es schwer werden koennte ihn wirklich auf emotionaler Basis zu erreichen, aber nur weil es schwer ist lasse ich es natuerlich nicht bleiben. Ich habe heute auch gemerkt wie extrem hilfreich es sein kann, wenn man jemanden hat, an den man sich anlehnen kann (also nicht nur woertlich sondern auch sprichwoertlich zu verstehen). Eine Konstante in diesem ganzen Chaos, etwas, auf das man sich freuen kann und zugleich ein Vorbild ist. Ich denke das ist sehr ergiebig fuer mich und meine Sache.

    Gerade eben hat er sich ein bisschen diplomatisch ungeschickt ausgedrueckt und ich habe ihn einfach im Rechnerraum sitzen lassen... mal sehen. Wenn er mich wirklich mag wird er mich in der Betriebssystem-Vorlesung vermisst haben. Ich habe schon das Gefuehl dass er mich mag und er reagiert auch nicht allergisch gegen unmittelbaren Koerperkontakt aber ich denke ich werde hier noch weiter forschen muessen um eine klare Aussage treffen zu koennen in wie weit es mit der Sache her ist.

    greetings,
    Michael

    Hi Paulchen,

    ich habe zumindest leere Flaschen und diesen Dreck entsorgt. Meine Glaeser (die drei die ich habe), habe ich mal nicht weggeworfen :D Aber nunja... ich habe den Alk meistens direkt aus der Flasche gesoffen, daher fuehle ich mich beim dem Anblick eines Bierglases jetzt nicht gleich an den Alk erinnert. Einen Flaschenoeffner kann man auch zum Oeffnen nicht-alkoholischer Getraenke gebrauchen (ja, gibt es), also warum wegwerfen? Wenn ich mal Geld habe und einkaufen gehe kann ich mir ja "normale" Glaeser holen und die alten entsorgen. Aber ich habe mir eigentlich immer grosse Cocktail-Glaeser gekauft weil ich die nicht so leicht zerschlagen kann... aber nun ja jetzt sind sie schon alle wieder zerschlagen. Ausserdem brauch in in nem Glas mind. 0.5 Liter Platz auch fuer ein Cola, sonst kann ich es gleich aus der Flasche trinken.

    Na was soll's, recht sinnlos die Debatte ;) Aber wenn Dich das Zeug an den Alk erinnert schmeiss es halt weg...

    lg,
    Michael

    Noch ein kleiner Appendix, habe den obigen Beitrag aus der Arbeit geschrieben. Mein gateway war leider defekt und ich habe das Mainboard etwas vergewohltaetigen muessen, um es wieder zum Laufen zu bekommen... aber jetzt bin ich wieder online und ein ganzer Mensch hehe.

    Ich wollte obigen Beitrag noch etwas hinzufuegen: Ich moechte hier als Reaktion jetzt nicht lesen von wegen ich soll vermeiden was ich tue... ich kann nicht gegen meine Natur arbeiten und es waere auch kaum der Sinn der Sache. Gewisse Dinge hat man eben nicht unter Kontrolle.

    Trinken ist fuer mich jedenfalls keine Option mehr, da kann kommen was will. Ich wuerde es nur viel schlimmer machen und erst recht in Depressionen verfallen das ist mir klar. Also keine Angst, ne?

    Michael

    Hallo Loop,

    da ein Alkoholiker mit Alkohol nicht umgehen kann kommt nur die totale Abstinenz in Frage. Alles andere wollen wir hier weder diskutieren noch versuchen. Vielen hier ging es aehnlich wie Dir (mich nicht ausgenommen), aber wir koennen Dir keine Absolution fuer Deinen Suff geben, zumal ein Alkoholiker ohnehin immer einen "Grund" zum trinken finden wird.

    Daher bitte eine Antwort auf die Frage, ob Du aufhoeren willst und Dein Leben aendern oder nicht?

    greets,
    Michael

    Hallo,

    hm... also bei gewissen Dingen glaube ich nicht, dass mir jemand wirklich helfen kann -- nicht bei meinem ausgiebigen Erfahrungsstand ;) Aber ich kann ja dennoch mal davon berichten, wenn Ihr denn so wert darauf legt.

    Georg ist ein nettes Kerlchen, das mit mir in der Studiengruppe ist. OK OK er gefaellt mir. Wer aus dieser Aussage nun implizieren moechte, dass ich homosexuell bin: scharf geschlussfolgert. Er ist jetzt quasi Teil meiner endlosen Suche geworden.

    Ich muss zugeben dass ich seitdem ich mit dem Alk aufgehoert habe durchaus gewisse Veraenderungen an mir feststellen kann, durchaus und gerade in diesem Bereich. Das habe ich heute wieder gemerkt: ich bin mir meiner Sache unsicherer und vorsichtiger geworden. Man koennte sagen ich weiss nicht recht, was ich tun sollte. Es ist immer das Dilemma: Sage ich es ihm, dann riskiere ich evt. den kompletten Zusammenbruch der Sache, verheimliche ich es und lasse die Sache fortschreiten? Dann entwickel ich moeglicherweise zu starke Gefuehle und es setzt mir umso mehr zu wenn es dann endet.

    Normalerweise ziehe ich es so durch, dass ich recht schnell mit den Fakten rauskomme und allermeistens war es das dann auch. Bei Georg bin ich im Moment irgendwie zu froh, jemanden zu haben, so dass ich mit diesem Schritt zoegere... und das ist eben untypisch fuer mich. Normalerweise gehe ich ihne Ruecksicht auf Verluste vor -- vor allem wenn die Verluste ja doch nicht zu vermeiden sondern hoechstens hinauszuzoegern waeren.

    Man man immer diese Unterbrechungen... hehe

    Ich beobachte die Entwicklung mit etwas Besorgnis, weil ich Angst habe etwas zuviel Gefuehl fuer Georg entwickeln zu koennen. Und das waere wohl fatal. Hatte heute schon so nen kleines Tief als ich nicht recht rangekommen bin an ihn, aber er ist dann gluecklicherweise auf mich zugekommen...

    Nunja, soviel mal dazu.


    greets,
    Michael

    Manchmal ist es doch garnicht so schlecht, ein bisschen Verwirrung zu stiften :D Aber bis jetzt laeuft die Sache gut, ja. Bin halt nicht so bereit hier gleich jedes private Detail reinzuschreiben, vor allem wenn es doch keinen interessiert ;) Soviel Profilierungsdrang habe ich dann auch wieder nicht.

    greets,
    Michael

    Hi carnel,

    Heute war es eigentlich super... aber ich denke das liegt nur an Georg *g Sowas kann sich natuerlich immer recht schnell ins Gegenteil drehen aber ich bin es ja gewohnt. OK nein Du brauchst das jetzt nicht verstehen.

    Ist alles klar soweit. Morgen nehm ich mal meine spidercontrol mit in Mikroprozessortechnik, wird bestimmt recht gut. Und wenn Gegorg wieder am Start is kann's ja nur gut werden ;)

    lg,
    Michael

    Hallo mannlehen,

    Warum fragst Du eigentlich? Schreibst Du eine Arbeit ueber das Thema oder steckt "mehr" hinter dem Interesse?

    Wie Lilly schon sagt ist das von Person zu Person unterschiedlich. Bei mir war es so dass ich nach einer gewissen Minimalmenge zwar weitgehend vom Entzug befreit war, aber es in mir immer nach mehr geschriehen hat. Ich bin dem meistens dann nachgegangen wenn ich wusste ich kann es, also meistens wenn ich am naechsten Tag ausschlafen konnte und an Wochenenden. Manchmal kennen Alkoholiker auch keine Grenzen mehr und Saufen so lange bis nichts mehr reingeht, also z.B. bis sie vor Erschoepfung einschlafen.

    Ich hatte Tage, da hatte ich schon >10 Bier intus und bekam nach einigen Stunden einen solchen Durst dass es kaum auszuhalten war und ich noch mehr saufen musste. Dabei war es weniger wichtig schnell zum Vollrausch zu kommen als eher den Pegel gleichmaessig hoch zu halten, also etwa so zwei Bier pro Stunde zu trinken.

    greets,
    Michael

    Hallo Veganer,

    also wenn Du schon so anfaengst hast Du kaum Aussichten auf Erfolg. Du hast gerade wieder einfach ignoriert, was Dir ans Herz gelegt wurde und versteckst Dich weiterhin daheim. Selbst wenn Du den Entzug so ueberstehst wird es Deine lapidare Herangehensweise an die Sache sein, an der Du scheitern wirst.

    Das Forum ist eigentlich da, dass man nicht erst ein paar mal diese Fehler begehen muss, bis man sie eingesehen hat, da anderer sie schon begangen haben. Aber geholfen werden kann eben nur jenen, die Hilfe auch annehmen wollen. Andere muessen ihre Fehler halt begehen und moeglicherweise darin untergehen.

    greets,
    Michael