Beiträge von Kelli

    Danke ! :D Heute abend hatte ich ziemlichen Zoff mit meinen Kindern. Ich will gar nicht auf Einzelheiten eingehen, wer Kinder in dem Alter hat, wird das Eine oder Andere selber erlebt haben. Jedenfalls habe ich vor Wut und Kummer geheult und einen Moment lang gedacht, das ich sonst in dieser Situation was getrunken habe. Aber abgesehen davon, das mein Mann aufpasst, habe ich dann überlegt, was bringt es? Der Ärger ist nicht weg deswegen und morgen tut mir vielleicht der Kopf weh. Außerdem will ich mit jedem Tag mehr, den ich geschafft habe, nicht wieder alles zunichte machen.
    Leider habe ich von den Chips auch schon etwas zugenommen, aber bald ist ja Frühling und die Gartenarbeit beginnt wieder ........
    In diesem Sinne - Gute Nacht ! kelli

    da habe ich wohl -Gott sei Dank!- einen Beitrag verpasst, der vielleicht gelöscht wurde?

    auf alle Fälle danke für Deinen Beistand, Mohrle!

    habe eben im Fernsehen gesehen, das die Mutter von Sarah Connor mit 50 Zwillinge erwartet. Da hat auch ein Arzt gesagt, das wäre ein ganz schönes Risiko, abgesehen davon, was es für das Kind für eine Zumutung ist, so eine alte Mutter zu haben. Da sollte man auch mal dran denken.

    Hallo Sabine, ich sehe das ja auch so, aber habe hier schon viel Schelte einstecken müssen deswegen. Ich bin heute genau 3 Wochen trocken *freu*. Als wir heute bei den Schwiegereltern waren, haben sie mit Sekt angestoßen und ich habe gesagt, ich möchte nichts. Keiner hat nachgefragt und mir hat es nichts ausgemacht. Würde ich mich ihnen gegenüber outen, wären sie die ersten, die zu meinem Mann sagen würden, warum er sich mit sowas belastet und er solle sich das alles überlegen usw. Sie haben eh lange gebraucht, sich mit mir zu arrangieren, weil ich 9 Jahre älter bin als mein Mann und sie keine eigenen Enkel bekommen. Deshalb kann ich natürlich auch nichts von der Schwangerschaft erzählen.
    Ich würde mich in mehrerern Bereichen ziemlich ins Abseits kicken und es ändert nichts daran, das trotzdem ICH stark sein muß, auch wenn es alle wüßten. Allerdings kenne ich nun nicht Deine Umstände und Dein Trinkverhalten. Ich habe nie so sehr viel getrunken, und es ist mir immer schon leichter gefallen, gar nichts zu trinken als wenig. Ich denke, es war auch Gewohnheit dabei bei mir und inwieweit es Sucht war/ist, weiß ich nicht. Das werde ich alles übernächsten Montag mit der Ärztin besprechen, zu der ich dann das erste Mal deswegen gehe. Es muß natürlich jeder für sich selbst agieren und ich denke, die Ratschläge hier von anderen sind sicher auch begründet.
    Ich wünsche Dir, das Du den für Dich richtigen Weg findest! LG kelli

    Obwohl mein Entschluß fest steht, bin ich ständig am Grübeln. Das Makabre ist, ich war schon viermal schwanger (2 Kinder, 2 Fehlgeburten) und immer ging es mir sehr gut während der Schwangerschaft. Und diesmal spüre ich es so doll, als wenn es sich bemerkbar machen will. Ich kann das gar nicht beschreiben, aber es ist ein ganz eigenartiges Gefühl. Gestern beim Ultraschall habe ich das Herz schon schlagen sehen. Ist das nicht furchtbar traurig? Aber ich komme immer wieder zu dem Entschluß, das es besser so ist. Ich bin selber oft so so kaputt und müde und lasse auch derzeit soviel Nerven mit meinen zwei (zwar lieben, aber anstrengenden) halb erwachsenen Kindern, das ich mir nicht vorstellen kann, soviel Kraft nochmal für 20 Jahre zu haben.
    Mohrle, so wie bei Dir stelle ich mir die idealen Wechseljahre vor, ohne Beschwerden. Ich bin gar nicht gewillt, mich irgendwelchen Hitzewallungen oder sonstwas hinzugeben, sondern werde das alles ignorieren.

    Müssen nachher zu den Schwiegereltern zum Kaffee, Schwiegervater hat Geburtstag. Habe ich vielleicht eine Lust... :roll: Sie wissen von nichts und ich muß so tun, als geht es mir gut und fröhlich sein. Hoffentlich wird der Sturm stärker, dann haben wir einen Grund, zu gehen :lol:
    LG kelli

    Hallo Martin, es steht zwar alles schon irgendwo, aber nicht alles in meinem Thread, deshalb will ich Dir ein paar kurze Stichpunkte geben. Ich bin ungewollt schwanger und werde das Kind nicht bekommen. Aus Vernunftgründen, denn wenn es käme, wäre ich fast 46. Das ist einer der Gründe, die dagegen sprechen. Aber es ist für mich eine sehr, sehr schwere Entscheidung, die mich sehr belastet. LG kelli

    bin ziemlich niedergeschlagen, seit ich beim Arzt war, aber das habe ich befürchtet. Das lastet alles ziemlich schwer auf mir und das Schlimmste habe ich noch vor mir, wahrscheinlich nächsten Freitag.
    Ich hoffe, Ihr helft mir, das es mich nicht zu weit runter zieht und ich auf dumme Gedanken komme. Die traurige kelli

    Huhu Andy, viel Spaß auf Deiner Reise, grüß mir die Ukraine, meide die Sto Gramm :twisted: und baller nicht so viel durch die Gegend :lol:
    Bin gespannt, was Du zu erzählen hast, wenn Du wieder kommst.
    Wir halten hier inzwischen die Fahne hoch.
    UND KOMMT ALLE MORGEN GUT DURCH DEN STURM !!!!!
    Und außerdem, mit Hausputz wird man irgendwie nie richtig fertig, wenn ich hinten fertig bin, könnte ich vorn wieder anfangen. Meine Familie sind alle richtige Krümelmonster, die verlassen sich drauf, das ich ihnen den Dreck nachräume. Klarer Erziehungsfehler von mir !
    Ansonsten hätte ich natürlich gern mal bei Dir geputzt.
    So, und jetzt trete ich meinen Gang zum Arzt an.
    LG kelli

    Moin, Moin, Ihr Lieben! Ihr seid ja alle Nachtschwärmer, da kann ich nicht mithalten. :roll:
    Jo, Andy, ich habe ein breites Kreuz, mache ja nicht umsonst Sport :wink: also schreibt ruhig weiter hier, ich freue mich immer über Besuch. Und auch darüber, dass Du auch aus der Ferne ab und an mal rein schaust.

    Jane, bitte bleibe hier. Kein Mensch wird Dich verurteilen, sondern alle wollen Dir hier Mut machen und würden Dich vermissen. Ich weiß doch auch nicht, was mir noch bevor steht, auch wenn ich mich im Moment genauso gut fühle wie Du an Deinem 20. Tag. Ich habe bei vielen hier gelesen, dass es Rückschläge gab, also fühl Dich nicht zu schlecht, weil Du schwach geworden bist. Wir sind alle nur Menschen mit Stärken und Schwächen, nicht wahr?
    Komm wieder her und schreibe uns, was Dich bewegt, wir freuen uns ! LG kelli

    Ja, das kenne ich auch alles, diese Gastfreundschaft und Herzlichkeit, allerdings leider nur hier, wenn ich meine Freunde besuche. Sie sind seit 13 Jahren in Deutschland und ich finde den Dialekt und die kleinen Fehler, die sie manchmal noch machen, so niedlich. Da sind echt schon lustige Sachen dabei gewesen. Schade finde ich nur, das die Kinder kaum noch Russisch sprechen, obwohl die Familie untereinander (zumindest mit Eltern und Großeltern) nur Russisch spricht. Sie verstehen alles, aber reden lieber deutsch.
    Fahrt Ihr mit dem Auto hin oder fliegt Ihr?
    Glückwunsch zum 53., bei mir ist es heute der 20. Tag.
    Bei mir ist heute Frühjahrsputz angesagt, seit um 8 wusele ich herum und noch lange kein Ende abzusehen :cry: aber ich komme nicht drum herum.
    LG kelli

    Hallo shadow,

    Zitat von shadow40_6

    verharre dennoch in einer gewissen Warteposition und unternehme nicht viel dagegen.Und wenn,dann irgendwie halbherzig.

    auf was wartest Du? Was tust Du für Deine eigene Person, um zufriedener zu werden? Weißt Du, bei mir ist auch manches im Argen, aber eines habe ich in den letzten Jahren gelernt: mehr an mich zu denken. Die Zeit, die vor mir liegt, wird langsam kürzer, als die, die hinter mir liegt und deshalb mache ich nicht mehr so viele Kompromisse. Manche sagen dann "Das kannst Du doch nicht machen!". Aber ich kann. Und bisher ohne große Verluste. Will sagen, das ich z.B. Weihnachten, Geburtstage ect. nur noch feiere, wie ich es will und nicht, wie es von mir erwartet wird. Das ich nur noch mit Menschen meine Freizeit verbringe, die ich wirklich mag und nicht mit welchen, die ich aus Höflichkeit mal wieder einladen müßte. Das ich alleine tanzen gehe, weil mein Mann nicht gerne tanzt und ich nicht darauf verzichten will. Ich lebe einfach nicht mehr so angepaßt. Wer damit nicht leben kann, hat Pech, aber wie gesagt, bisher habe ich noch alle Freunde :D Natürlich nehme ich auf meinen Mann und die Kinder Rücksicht, aber die haben damit die wenigsten Probleme, ich glaube, mein Mann bewundert das sogar ein Stück weit, denn er traut sich sowas noch nicht. Man kann sich einfach ein Stück vom Leben mopsen, das steht jedem zu. Ich weiß nicht, ob Dir das irgendwie weiterhilft, wenn ja, würde ich mich freuen. LG kelli

    Hast Du einen bestimmten Stadtteil ins Auge gefaßt oder suchst Du überall? Wie groß soll es werden? Kannst Du nicht versuchen, irgendwo Unterstützung zu bekommen, bei der Stadt oder so? Das wäre doch ein Novum hier und jetzt, wo sie überall rauchfreie Zonen geschaffen haben, wäre das ein weiterer Schritt zum Schutz der Gesundheit.
    Ich finde sowieso das alles mit den rauchfreien Gaststätten war der zweite Schritt vorm ersten. Rauchen ist zweifellos ungesund, aber Alkohol ist schlimmer. Und vor allem unsere Jugend ist durch ihn, glaube ich, wesentlich mehr gefährdet als durch Zigaretten. Aber Alkohol zu verbieten ist eben noch schwerer umzusetzen.
    LG kelli

    jetzt bin ich ja doch etwas sprachlos, dass ich hier vermißt werde und nicht nur gescholten. Einige von Euch hätte ich ja auch schwer vermißt, besonders den netten leibzscher. :D

    Zitat von shadow40_6

    Was ist mit deiner Mama?

    ja, das kann ich so gar nicht genau sagen. ich habe damals wie heute nicht genau das Trinkverhalten meiner Mutter einschätzen können. Ich habe aber das Gefühl, das sie schon lange kaum oder nichts mehr trinkt, da sie wegen ihrer zunehmenden Herzprobleme einfach Angst bekommen hat.

    Und was mich betrifft: ich fühle mich hier zeitweise etwas an die Wand gedrängt, auch wenn zweifellos alles von Euch gut gemeint ist. Ich glaube Euch das alles, was Ihr schreibt, aber ich kann es derzeit noch nicht für mich so umsetzen. In meinem Leben ist so vieles nicht okay, und im Moment habe ich besonders viele Baustellen und fühle mich, als springe ich von einer zur anderen und komme nie zur Ruhe. Das mag auch an meiner Natur liegen, denn manche Probleme, die ich habe, stellen für andere kein großes Ding dar, aber eben für mich. Ich denke da nur an meine pubertäre Tochter, das müssen ja viele durchmachen und stecken es besser weg, aber mich macht es manchmal echt mürbe, dabei gibt es sicher schlimmere Teenager.

    Ja, Gotti, am Freitag muß ich wieder hin, aber mein Entschluß steht endgültig fest, deshalb hoffe ich, das es nun auch alles schnell geht.

    Und Andy, Dir wollte ich noch sagen: wenn Du denn mal irgendwann Deine Lokalität eröffnest, bin ich doch hoffentlich eingeladen :?::?::?:

    Ich will hier natürlich niemanden gefährden mit meiner Sichtweise der Dinge und den Ernst der Lage auch gar nicht herunter spielen. Ich werde jetzt einfach meinen Termin am 12.3. abwarten, dort mit der Suchtärztin alles bereden und mich dann wieder hier melden. Bis dahin trinke ich natürlich weiterhin nichts, aber werde auch nicht mehr hier schreiben (nur lesen), um niemanden anderes zu gefährden.
    Möglicherweise habt Ihr 100% ig Recht, dann wird das die Ärztin genauso sehen, möglicherweise bin ich hier wirklich falsch, dann habe ich hier aber zumindest sehr viel interessantes erfahren, was mir helfen wird, stark zu bleiben. Denn ob ich nun abhängig war/bin oder nicht, trocken bleiben will ich trotzdem. LG an alle. kelli

    Danke für die vielen Beiträge und die verschiedenen Ansichten.
    Als ich in das Forum kam, habe ich gesagt, ich bin mir nicht sicher, ob ich Alkoholiker bin oder nicht, ich wollte es heraus finden, um ,wenn ich es noch nicht bin, es auch nicht dazu kommen zu lassen.
    Ich lese hier von ganz verschiedenen Trinkgewohnheiten und Trinkmengen und ich weiß, das die Sucht nicht daran gemessen werden kann. Aber ich habe doch manchmal das Gefühl, das ich da noch nicht so tief drin steckte wie andere. Trotzdem habe ich mich entschlossen, aufzuhören. Genauso, wie ich das Rauchen aufgegeben habe, obwohl ich nicht übermäßig viel und durchaus gern geraucht habe. Ich bin jetzt 16 Tage trocken und ich habe (bis auf den ersten Abend vielleicht) noch nicht wirklich darunter gelitten. Ich hätte nie geglaubt, das es mir so leicht fällt, aber ich denke, der Entschluß war das Schwerste und wenn der Anfang gemacht ist, geht es leichter. Ich frage mich, warum ich eigentlich abends Wein getrunken habe und merke, das das blöd und unnötig war. Ich habe nie gesoffen oder mich besoffen. Das konnte ich schon gar nicht, weil es mir bereits nach 2 Glas Wein morgens schlecht ging und das auch lange anhielt.
    Ich sehe das alles genauso wie Mohrle2 und ich will niemanden hier etwas beweisen, sondern will es einfach für mich. Mehr als den Alkohol weg zu räumen hilft mir eigentlich der Gedankenaustausch hier im Forum. Und niemand hier kennt mein Privatleben und kann beurteilen, welche Konsequenzen das für uns hätte, alles so auf den Kopf zu stellen, wie es hier von vielen verlangt wird. Das wäre dann nicht mehr unser normales Leben und was wäre das für ein Preis? Ich schaffe das so, ohne das mein Mann sein ganzes Leben ändern muß. Er hat schon sehr viel Rücksicht auf mich genommen durch meinen Gesundheitszustand, aber wenn er nun nur noch mit mir durch den Park spazieren soll, weil da kein Alkohol lauert (mal übertrieben gesagt), dazu habe ich kein Recht, das er nur noch permanent Rücksicht nimmt. Dann verläßt er mich vielleicht irgendwann und dann hätte ich wirklich einen Grund, wieder zu trinken. Und ehe alle losschreien "Dann liebt er Dich nicht" - doch, er liebt mich, aber er hat auch ein Recht auf sein Leben. Er hat die ganze Zeit auch keinen Tropfen getrunken, aber einsperren will und kann ich ihn nicht.
    Und Anlässe zum trinken hätte ich in der letzten Zeit mehr als genug gehabt, denn wie ich geschrieben hatte, habe ich grad ganz viele Probleme, aber ich habe nicht mal daran gedacht, deshalb zu trinken. Weil es nichts bringt. LG kelli

    ja, sicher gibt es auch Spaß ohne Alk, das kann ich aber nicht überall beeinflussen. Soll mein Mann seine gesamten beruiflichen und gesellschaftlichen Verpflichtungen ohne mich wahrnehmen? Kein Kino, Brunch, Cabarett, Elternbeirat, kein Klassentreffen oder was weiß ich noch alles? Ich verzichte auf die Sachen, die mich gefährden können, sehr wohl, wie eben z.B. auf den Tanzabend oder den Besuch von manchen Freunden. Möglicherweise war ich noch nicht so tief drin in der (körperlichen) Abhängigkeit, ich habe ja keinerlei Entzugserscheinungen gehabt und auch früher durchaus nüchtern bleiben können, wenn ich ich z.B. mit dem Auto heim fahren mußte oder so.
    Ich weiß, jetzt habe ich in ein Wespennest gestochen, :evil: aber ich tu das alles für mich !!! Mit dem Rauchen aufzuhören, ist mir wesentlich schwerer gefallen und ich habe es schon viel länger geschafft. Und ich bin auch diszipliniert, was das Essen betrifft, denn ich will nun dadurch nicht wesentlich zunehmen. Und für alle, die es bei mir noch nicht gelesen haben: ich habe am 12.3. meinen ersten Termin bei der Ärztin und dann werde ich mit ihr alles besprechen, wie es weitergeht. Hätte ich nicht alleine schon aufgehört, hätte ich ja bisher eh noch getrunken. kelli

    Ach so, Du meintest sicher mit Veranstaltung die Filmpremiere. Ich kann erstens mich und zweitens meinen Mann nicht völlig isolieren. Das sind Veranstaltungen, wo er aus beruflichen Gründen hin muß. Wenn ich ganz normal ins Kino gehe, habe ich dort auch die Wahl zwischen Cola oder Bier und muß wissen, was ich will. Soll ich mich zu Hause einmotten? Besucht Ihr überhaupt nichts mehr? Ich habe schon meinen geliebten Tanzabend am Wochenende abgesagt, da sehe ich es ja noch ein. kelli

    hallo summerdream, ich habe diese ehrenamtliche Arbeit begonnen, bevor ich mit dem Trinken aufgehört habe. Dort in diesem Heim ist Alkohol strengstens verboten, wenn die Männer eine Fahne haben, dann bringen sie sie schon mit. Die Arbeit dort hat mir eigentlich erst mit den Anstoß gegeben, aufzuhören, nämlich, als ich dort gesehen habe, was Alkohol aus Menschen machen kann. Da es nur einige wenige sind, die trinken, wäre es den anderen gegenüber ungerecht, nicht weiter zu machen, denn sie freuen sich schon auf jeden Tag, wo ich komme. Ich habe aufgehört, weil ICH das wollte und bisher habe ich keine Probleme damit. Es macht für mich keinen Unterschied, ob ich eine Flasche noch stehen habe oder ob ich beispielsweise bei meiner Nachbarin ein Schwätzchen halte und die hat auch Alkohol da oder ich stehe im Laden vor dem Regal.
    Den Link schaue ich mir aber gerne an. LG kelli

    So, Andy, nun schau ich auch mal bei Dir rein. Das mit dem Gedächtnis habe ich auch ab und an. Deshalb schreibe mir alles in den Kalender oder unterwegs ne Notiz ins Handy. Das nehme ich so hin oder schiebe es aufs Alter :lol: Also, ich bin auch so ein quirliger Mensch, ich denke, das kommt davon, weil ich immer schon drei Gedanken weiter bin und dann eben den ersten vergesse.

    Och, hast Du es gut, dass Du in die Ukraine fahren kannst, ich möchte da auch gern mal hin. Was machen Deine Russischkenntnisse? Fsjo charoschewo ?? Wenn Du so lange telefoniert hast, sprichst Du bestimmt gut?
    Ich hatte vor Jahren zweimal ein Gastkind aus Tschernobyl und schicke auch heute noch Sachen nach Russland. Die Armut dort war unvorstellbar. Der kleine Junge kam an mit dem, was er anhatte und einer Zahnbürste in der Hand. Zurück ist er mit mehreren Reisetaschen, ich hatte überall gesammelt.
    Ich habe hier einige russische Freunde, die nehmen alles mit, was ich nicht mehr brauche, wenn sie in die Heimat fahren, die sind aus Moldawien. Leider ist mein Russisch nicht mehr so gut, obwohl ich es 11 !! Jahre eingetrichtert bekommen habe. Wenn man es nicht spricht, vergißt man alles wieder.
    Hut ab vor Deinen Leuten, das sie Deinetwegen ihr geliebtes Nationalgetränk aus dem Haus verbannen. Dann müssen sie Dich ja wirklich mögen.
    LG kelli
    Und Glückwunsch zum 47. Tag !!

    Das ist schon traurig in diesem Land, da passiert immer erst was, wenn das Kind schon in den Brunnen gefallen ist.
    Heute morgen im Heim, ui, da hatte einer eine Fahne, kann ich Dir sagen, mir ist ganz übel geworden. Und er setzte sich immer mit an meinen Tisch, das war schon echt grenzwertig, aber ich muß das aushalten, denn das gehört nun mal dazu, wenn man sich dort engagiert. Auf alle Fälle traurig, der Mann hatte heute seinen 37. Geburtstag und ist schon völlig hinüber.
    Übrigens war ich gestern -trotz meiner derzeitigen Situation- zur Filmpremiere von "Der lange Weg ans Licht". Ein echt starker und berührender Film. Hast Du schon davon gehört? Vorher wurde wie üblich Sekt gereicht und ich habe diemal ganz stolz gesagt, ich möchte bitte etwas alkoholfreies. Eine ganz neue Erfahrung. LG kelli

    Hallo Andy, mich friert es richtig, wenn ich das lese und ich bewundere Dich, dass Du damit klar kommst, aber was bleibt Dir anderes übrig?? Wenn es so schlimm ist, muß es doch eine Möglichkeit geben, das er behandelt wird oder betreut wird?
    Mich zieht jeder negative Vorfall, der meine Kinder betrifft, immer derart runter, das eben auch das stark meine Überlegungen wegen einem dritten Kind beeinflußt hat. Ich bin einfach manchmal so fertig und möchte mal keine Sorgen haben. Aber das wird bei meinem Sohn noch lange dauern, das ich da beruhigt sein kann. Natürlich ist das alles nicht so arg wie bei Dir, aber es belastet mich eben.
    Weißt Du, seit einigen Wochen arbeite ich ehrenamtlich im Männer-Obdachlosenheim (muß auch gleich los dorthin). Das hat mir letzten Endes einen kräftigen Denkanstoß gegeben, als ich gesehen habe, welche intelligenten Männder dort gelandet sind, die nur wegen ihren Alkoholproblem nicht auf die Beine kommen. Für mich ist das ein guter Ausgleich, mal eine andere Perspektive auf Probleme zu haben und den Kopf wieder etwas frei zu kriegen. Klingt vielleicht paradox, ist aber so. LG kelli