Beiträge von Smilla

    Hallo Stoffel,
    erst mal mitknuddel und den Turbo lansam etwas runterfahren bitte.
    Meine Vorredner haben ja schon alles wesentliche gesagt.

    Das mit dem Wochenende sehe ich so wie Lavendel und soll sie es doch mit dem Tuppes verbringen oder alleine, ist ihre Therapie und ihr Wochenende.

    Zu der Idee die Kinder zu sich zu holen reicht als Kommentar ein schlichtes NEIN.

    Nimm es nicht so persönlich hört sich bestimmt blöd an, aber
    ich denke es ist die Erwartung zwecklos von einem gestörten Menschen
    gesundes Verhalten zu erwarten.

    Beruhig dich, mach es dir bequem bis du deine Gelassenheit und Ruhe wieder hast . Mit dir ist alles in Ordnung.

    So long Smilla

    Hallo daniel,
    also ich habe das ein bisschen anders erfahren.
    Solange ich meinen Mann bedrängt habe im Sinne von: Ich möchte etwas von dir ,was du tun könntest wenn du nur wolltest oder verstehen würdest,
    bin ich gegen die Wand gelaufen b.z.w. ich hing wie der Fisch an der Angel.
    Tut sie's oder tut sie's nicht liegt dann nicht in deinem Einflussbereich , d.h. du bist abhängig von ihr.
    Ein Ultimatum ist gut ( nie als leere Drohung) ,aber und das ist der entscheidende Unterschied : das Ultimatum ist keine Forderung mehr sondern eine Mitteilung.Du hast dich damit unabhängig gemacht .
    Sie kann und darf solange Trinken wie sie will, aber dann nicht mehr mit dir.
    So behälst du deine Selbstachtung und gibst ihr das Recht auf eine eigene und freie Entscheidung.

    Du hast viel richtiges geschrieben in deinen letzten Beiträgen:
    Ja,lass deine Frau in Ruhe und kümmer dich um dich und die Kinder.

    Du hast ihr alles gesagt und wenn sie was nicht verstanden hat kann sie dich fragen.
    Sie merkt erst mal nur das du das alte System verändern willst und kann nicht anders reagieren. Sie ist süchtig - sie ist krank.Das ist erst mal nichts persönliches gegen dich. Soweit, das sie sich mitverändern will ist sie noch nicht. Darum ärgert sie sich erst mal und weil sie instinktsicher spürt das du noch um Entschlossenheit ringst, reicht es erst mal völlig aus dir die Tür vor der Nase zuzuschlagen.

    Sie wird dir erst glauben das du es ernst meinst, wenn du dir selber glaubst. Das ist (auch wenn der Vergleich hinkt) ein bisschen so wie bei Kindern die aufhören zu quengeln wenn sie merken dass wir einen unumstösslichen Entschluss gefasst haben.

    Mach dich nicht fertig! Entschlüsse fassen wir in unsrem eigenen Tempo,
    step by step und ab und zu einen step rückwärts.
    Du musst auch nicht den Berg vor dir zu hoch machen. Vielleicht gibt es nochmal einen Weg zusammen falls du es schaffst dich zu trennen und deine Frau vielleicht an ihren Tiefpunkt kommt und sich auf den eigenen Weg macht.

    Glaub mir, ich habe gut reden, denn ich war einer der Superlangsamlerner.
    Allein 10 Jahre habe ich gebraucht zu kapieren das man sich mit Betrunkenen nicht unterhält, von Loslassen ganz zu schweigen.

    Also geh einfach weiter,du bist auf dem richtigen Weg
    und schöne 4 Tage wünsche ich dir

    Herzlichst Smilla

    Lieber Stoffel,

    mir schwillt gerade so ein bisschen der Hals ob der emotionsgeladenen Worte von Daniel. Natürlich ist es auch gut so ein Thema in all seinen möglichen Aspekten zu beleuchten.

    Ich konnte bis jetzt nichts an deinen Worten finden ,was darauf schliessen lässt, das du deine Frau kontrollieren willst b.z.w. das du aus anderen Motiven handelst als aus Selbstfürsorge und Sorge um deine Kinder.

    Ob du letztendlich auf dem alleinigen Sorgerecht bestehst oder nicht, ist glaube ich hier erstmal sekundär.
    Es geht darum das einer einen klaren Kopf hat und festlegen darf was für die Kinder momentan am besten ist. Wer den Kindern zumuten will jetzt einen neuen Partner kennenzulernen oder alleine eine längere Fahrt anzutreten, hat diesen klaren Kopf nicht.

    Aus Angst heraus zu handlungsunfähig zu sein ist für uns Co's eine typische Verhaltensweise.
    Wir können aber nicht gleichzeitig eine Grenze ziehen und uns um die Gefühle eines anderen kümmern. Beides schliesst sich aus.

    Du bist jedenfalls in beindruckender Geschwindigkeit vom Selbstmitleidigen zum Selbstspürer geworden und darum ernenne ich dich mal zum Turbo-Stoffel .

    Liebe Grüsse Smilla

    Hallo Stoffel,

    eine Bahnfahrt von 7 u. 8 jährigen Mädchen finde ich persönlich indiskutabel.

    Bei mir war es früher so das ich meinem Ex gesagt habe, das er sich fest darauf verlassen kann dass ich ihm seine Tochter niemals vorenthalten werde, grössere Verabredungen jedoch erst mit mir besprochen werden und dann mit dem Kind. So ungefähr ab dem 10. Lebensjahr konnte sie sich jederzeit allein mit ihm verabreden.
    Da du jetzt der Verantwortliche bist bei dem die Kinder leben, finde ich es selbstverständlich das du erst mal gefragt wirst.

    Trau dich doch mal Regeln aufzustellen,du bist Cheffe!

    Übrigens bin ich nach meiner Trennung regelmässig zum Jugendamt marschiert und habe mir Rat geholt,so dass dieses beim Bericht b.z.w. Empfehlung zur Sorgerechtsfrage bestens (von mir) informiert war.

    Liebe Grüsse Smilla

    Liebe Ellie;
    Du zwingst deinen Mann mit deinem Ultimatum zu nichts.
    Der entscheidende Unterschied zu vorher ist der; früher wolltest du mit Drohungen oder Ultimaten erreichen dass dein Mann zu trinken aufhört.

    Jetzt bist an einem Tiefpunkt angekommen wo du für DICH neue Regeln aufstellst.

    Dein Mann darf weiter trinken wenn er das möchte, aber nicht mehr mit dir und den Kindern. Das ist ein Riesenunterschied. Du nötigst ihn nicht, sondern hast für dich neue Regeln aufgestellt,nach denen jemand der mit dir leben möchte, sich orientieren kann. Ist das nicht wunderbar?
    Damit bist du aus der Schuldnummer raus und bitte lass dich nicht beirren,

    ...ich bin stolz auf dich
    Gruss Smilla

    Liebe Lady Kim,
    KV siehe Elki und nochmal, mir hat es viel gebracht als Therapeuten einen Fachmann für Sucht und Co-Sucht zu haben.

    Übrigens hat mir mein (trockener) Mann gesagt das er nass ein Weltmeister im Lügen war und dass er was er sagte auch selber geglaubt hat.
    Man muss das
    also gar nicht so persöhnlich nehmen und kann sich sich das Gequassel etwas distanzierter betrachten wenn man weiss, der Süchtige kann gar nicht anders als mit allen Mitteln zu versuchen den Partner dahin zu bringen sich auf dem alten Karussel mit weiter zu drehen. Das mit den Telefonnummern sind alles Spielchen und in dem Maße wie du das nicht mehr mitspielst wirst du dich wie befreit fühlen. Ein wesentliches Merkmal der Co-Sucht ist ja das wir nicht wissen wo wir aufhören und der andere anfängt.
    Auf jeden Fall trägt jede Co-süchtige Verhaltensweise dazu bei, sein Leiden zu verlängern und wenn sich einer in dem alten System verändert, können alle anderen auch nicht mehr so weitermachen wie bisher.

    Den Partner weiter gewähren zu lassen ist nicht liebevoll, das muss man sich deutlich vor Augen halten wenn man Mitleid bekommt oder die typischen -aber ich liebe ihn doch- Gedanken.
    Du wirfst ihm jetzt nur sein Seilende zu, damit er sich selbst auf die Socken machen kann.

    Das machst du bis jetzt ganz gut! :D

    Hallo Lady Kim,

    zu den Panikattacken kann ich dir aus eigener Erfahrung sagen,dass mir
    ein Fernsehbericht sehr weitergeholfen hat. Meine Panikattacken hielten
    sich am hartnäckigsten beim Autofahren und in diesem Bericht wurde
    erklärt das die körperlichen Symptome der Attacke durch extreme Adrenalinausschüttung zustande kommt und dass wenn es verbraucht ist
    nach wenigen Minuten die Symptome abklingen. Das hat mir etwas die Angst davor genommen ich könnte gleich ohnmächtig werden oder irgendetwas noch schrecklicheres könnte passieren. Das hat mir jedenfalls weitergeholfen.

    Eine Therapie habe ich auch gemacht, dafür habe ich bei der kassenärztlichen Vereinigung meines Wohnortes angerufen und nach einem Therapeuten für Alkoholsucht und Co-Abhängigkeit gefragt.

    Zu dem Mitleid mit deinem Mann kann ich dir erzählen,dass ich von meinem 1 Jahr getrennt war, bis er in eine 3 monatige LZ-Therapie gegangen ist. Voraussetzung dafür war dass ich beschlossen hatte,dass
    unser zuhause keine Trinkeranstalt ist und auch keine Entzugsanstalt und dass unsere Kinder und ich ein RECHT darauf haben nach Hause zu kommen ohne Angstgrummeln im Bauch.
    Ich habe ihm gesagt er muss nicht aufhören zu trinken,aber wenn er nicht in eine LZ geht werde ich nicht mehr mit ihm leben.Punkt.

    An dieser Stelle waren wir schon 13 Jahre zusammen, aber endlich hatte ich aufgehört zu versuchen ihn zu überzeugen, sondern hatte mich überzeugt.

    Bleib eisern, du schaffst das! :D

    Liebe ellie,
    du kannst dich verändern, die Anmeldung in diesem Forum ist doch schon mal ein Anfang! :)
    überleg doch mal was du alles in den Jahren alleine gestemmt hast,
    du kannst alles schaffen was du du dir vornimmst, wenn der richtige Zeitpunkt gekommen ist. Das kann erfahrungsgemäss ein bisschen dauern
    aber eigentlich müssten wir Co-abhängige doch schon fürs blosse Überleben gelobt werden oder?

    Das Leiden der Kinder war für mich ein starker Motor auf dem Weg zum Handeln;
    ebenso als mir jemand klarmachte das es lieblos und nicht Liebe war meinen Mann so weitermachen zu lassen,weil ich ihn ja dabei unterstützte sich weiter zugrunde zu richten.
    Vo dieser Seite hatte ich das vorher noch nie betrachtet.

    L.g. Smilla

    Hallo Leominda,
    habe gerade deinen ganzen Thread gelesen weil mich dein letzter Beitrag so aufgeregt hat,aber Gott sei Dank hat Lilly12 schon sehr gut und besser als ich es könnte, geantwortet.
    Da ich selber meine Geschichte noch nicht erzählt habe (kommt bald) will ich mich kurz fassen.
    Du hast mal zwischendurch gefragt ob du co-abhängig bist - ja bist du.
    Ich weiss ganz genau wie es in dir aussieht und die letzte Herumeierphase meiner Beziehung ( so ungefähr in der Art wo du jetzt bist ) hat mindestens 4 Jahre gedauert - mach das bloss nicht nach.

    Aber egal ob 4 Jahre oder 4 Monate,
    wenn ich die viele verlorene Zeit,Gesundheit und verschwendete Energie noch mal für mich und meine Kinder hätte.........
    ..... und täusche dich nicht darüber was für gesundheitliche Folgen die Co-Sucht hat. Die Co-Abhängigkeit ist eine ebenso tödliche Erkrankung wie der der Alkoholismus und ich habe mal gehört das unbehandelte Co-Süchtige statistisch gesehen eine kürzere Lebenserwartung haben als
    Alkoholiker.


    Du hast schon ganz tolle Ansätze, jetzt musst du "nur" noch Loslassen
    lernen.


    :oops: Allerliebste Grüsse Smilla

    Hallo white und Lavendel,

    noch habe ich nicht so den Mut hier offen über mein Leben zu schreiben,
    aber werde ich auf jeden Fall bald machen.

    Mein Liebster ist seit 10 Tagen wieder trocken und möchte es auch bleiben.
    Seit gestern ist er wieder zu Hause( wir haben eine Vereinbarung,dass er im
    Fall eines Rückfalls sofort die Wohnung verlassen muss für 2-3 Wochen).

    Für mich habe ich leider wenig getan,beim zweiten Rückfall habe ich zeitweise voll den co-abhängigen Depri gehabt und alle meine schönen Nägel abgekaut, jetzt gehts schon wieder besser.

    :D Danke für euer herzliches Willkommen

    L.G. smilla

    Hallo funnie,
    du sollst dich ruhig wehren.....nur nicht mehr dieses Taktieren.
    Wenn du überlegst a) er liebt sein Kind und b) wenn er sein Kind
    nicht mehr sehen darf wird ihn das so schmerzen dass er eine Therapie
    macht........

    ich übertreibe und vereinfache jetzt mal bewusst,
    dann klappt das nach meiner Erfahrung nicht .

    Bei mir hat es sehr lange gedauert bis ich begriffen hatte:
    -mit Trennung drohen um eine Therapie zu erzwingen, klappt nicht
    -auf die Liebe zum Kind setzen um Einsicht zu erreichen, Klappt nicht
    -eindringlich erklären was er uns alles antut damit auch nicht

    Erst in dem Moment wo ich mir gesagt habe,dass es sein Recht und seine
    Entscheidung ist zu Tun was er glaubt tun zu müssen und ich begriffen
    habe:
    -das ich MIR verständlich machen musste wie es mir damitgeht
    -das ich ein Recht darauf hatte ein Zuhause ohne Betrunkenen oder
    Entgiftenden zu haben,ebenso die Kinder
    -das ich ihm ein Ultimatum gesetzt habe bis zu dem er sich in LZ-
    Therapie begeben musste oder wir sind weg und ihn noch am gleichen
    Tag vor die Tür gesetzt habe
    -das diese tödliche Krankheit nichts persöhnliches gegen mich ist

    da war ich endlich frei --es hat dann noch Monate gedauert bis er dort
    war,aber das hatte nichts mehr mit: sieht er denn nicht, oder er sollte,
    müsste,könnnte zu tun sondern mit loslassen..Natürlich habe ich gehofft
    das er geht,aber ich habe nicht mehr geklammert und er konnte über nichts mehr mit mir verhandeln und ich habe ihn zu nichts gezwungen.
    So eine veränderte Haltung wird vom Partner gespürt und er kann das
    alte System nicht mehr aufrechterhalten weil DU nicht mehr mitspielst..

    Habe ziemlich lange gebraucht dafür..... ich glaube du bist eine starke
    Frau und du schaffst das

    L.G. Smilla

    Liebe Funny,
    da wo du jetzt stehst war ich auch mal und darum weiss ich wie du dich fühlst. Du willst deine Kinder schützen,das ist sehr gut.Sie sollen ihren Vater nicht betrunken sehen und er kann sie auch nicht alleine sehen.
    Aber...... solange du eure Kinder als Druckmittel einsetzt,versuchst du zu kontrollieren und zu manipulieren.
    Dazu hast du kein Recht und leider funktioniert das auch nicht . Bei mir hat es lange gedauert bis ich verstanden habe das ich jede Entscheidung um meiner selbst Willen oder um meine Kinder zu schützen treffen muss.

    Wenn du Therapie erzwingen willst,dann wirst du kontrolliert,will sagen du begibst dich in die Abhängigkeit von demjenigen von dem du etwas willst.


    Liebe Grüsse Smilla

    Hallo alle , ich bin 51 Jahre alt und lebe mit Mann und zwei fast erwachsenen
    Kindern und jungem Hund . Ich bin, wer weiss wie lange schon Co-abhängig.
    Mein Vater war Alkoholiker, mein erster Ehemann auch und der jetzige, welcher die grosse Liebe meines Lebens ist, ebenso.
    Vor drei Jahren wachte ich eines morgends auf und wusste dass ich das
    keinen einzigen Tag mehr mitmachen werde und nach Trennung und LZ- Therapie war er jetzt 2 Jahre trocken.
    Nun in kurzer Zeit zwei Rückfälle.
    Bin traurig und besorgt, weil ich erstmals gesundheitlich gar nicht fit bin
    und erstmals in meinem Leben wirtschaftlich nicht unabhängig.

    Bald mehr ,liebe Grüsse Smilla