Hallo blondie,
es ist natürlich schwierig so viel in Worte zu fassen, was uns passiert ist. Ich will mal kleine Schritte gehen. Zu einzelnen kannst Du mir gerne noch Fragen stellen.
Kennenlernen 1998, Erstes Kind 1998 (Sie sagte ihr Frauenarzt meinte Sie könne im Moment nicht schwanger werden, da ihr Körper noch von Ihrer Bullemie/Magersucht geschwächt sei), Zusammenziehen 1998, vor dem Kind. Sie will heiraten, ich noch nicht, wahrscheinlich, weil ich selbst ein Scheidungskind bin. Sie macht Mutter-Kind-Projekt (Sozialhilfe) um finanziell unabhängig von mir zu sein, da ich Sie ja jederzeit verlassen könnte (Nach ihren Gedanken). Ich wohnte aber trotzdem bei Ihr.
2000/2001 Geburt unseres 2.Kindes. Da unsere Wohnung zu klein wurde kündigten wir den Mietvertrag bekamen aber so schnell keine andere. Zogen zu meinen Eltern für ca.3-5 Monaten (Die trinken gern und regelmäßig) Dann eigene Wohnung immer noch Mutter-Kind Projekt.
2002 Ich trinke unregelmäßig ein Feierabendbier, Sie auch. Dann merkte ich plötzlich, das Sie mehr trank. Ich schrieb ich einen Brief in dem Ich Ihr meine Beobachtung mitteilte und ihr die Wahl ließ. Falls Sie Probleme damit hat solle Sie es mir sagen, wenn es nur im Moment für Sie eine schwierige Zeit ist, dann brauche Sie mir nichts zu sagen. Ich wollte Sie nicht in die Enge treiben. Sie sagte nichts.
2003 Heirat und 3. Kind. Alles offiziell nun. Mein Vater hat uns die Gelegenheit (finanziell + geschenktes Grundstück) gegeben um zu bauen.
2005 Ein Jahr Baustelle. Ich abends heim dann auf den Bau. Wir haben uns gemeinsam für diesen Weg entschieden und wussten das wir in diesem Jahr nicht viel von einander haben werden.
2006 Einzug. Wir tranken regelmäßig. Ich 1 Bier Sie ein Bier. Am Abend. Sie schlief meist bei den Kindern. Wenn ich Sie darauf ansprach, sagte Sie immer, das noch ein Kind wach geworden wäre und Sie bei ihm eingeschlafen sei. Keine/kaum noch Intimes.
22.12.2006 Unser erstes Weihnachtsfest im eigenen Haus steht vor der Tür.
Ich merkte am Morgen, das beim Bierkasten insgesamt 9 Flaschen leer waren. Eine davon hatte ich getrunken............. Ich sagte ihr, ich müsse dringend mit Ihr reden, Sie könne sich aber noch aussuchen ob vor oder nach Weihnachten. Sie meinte nach Weihnachten.
1.Weihnachtsfeiertag. Meine Frau hat einen Nervenzusammenbruch. Ich eine Nierenentzündung. Sie eröffnet mir nun, das Sie seit Geburt unseres 2.Kindes trinkt. Ich bin geschockt. Sie wolle aber nun von sich aus etwas an dieser Situation ändern und eine Entgiftung und anschließend Therapie machen.
Wir haben die Jahre über viel gestritten, meist nicht über uns sondern über Kinder, Familie........... Ich habe viele Erniedrigungen, Demütigungen Ihrerseits geschluckt, weil ich glaubte, so kann doch kein Mensch sein. Die Hoffnung stirbt zuletzt. Nun weiß ich warum, Sie wenn Sie getrunken hat immer so in Diskutierlaune war. Ihre Art war dann verletzend. Ich zog mich auch zurück, wenn es mir zuviel wurde.
Ich habe nun bestimmt viel weggelassen oder nicht viel aus Ihrer Sicht heraus aufgezeigt.
Ach ja, Ihre Mutter und Ihr Onkel sind beide trockene Alkoholiker. Wie gesagt meine Familienseite trinkt auch und regelmäßig.
TROTZDEM:::::::::::: ICH WILL MEINE FRAU ZURÜCK
Ich weiß, ich bekomme Sie so nicht wieder, aber das will ich auch nicht. Aber wir haben noch nie die Chance gehabt uns überhaupt richtig kennenzulernen zu dürfen. Es ging alles so schnell. Ich weiß im Grunde meines Herzens, das Sie ein guter Mensch ist, denn ich ja so an ihr schätze.
Und jetzt: Dieser Patient dort hat es einfach, Er ist 31, aus Stuttgart und Single.
Ich habe ihr gestern bei unserem Telefonat mitgeteilt, dass es mir sehr Ernst ist mit Ihr. Auch habe ich Sie gefragt, was denn der "Andere" so meint zur Situation. Er sagt, er könne mich verstehen. (Ich bin innerlich fast ausgeflippt, wohl gemerkt innerlich).
Unsere Kinder sind, seit Sie weg ist m.E. ruhiger geworden, da doch auch hier viel falsch lief. Ich glaube, wir kommen zurecht. Uns fehlt nur allen die "Mama" bzw. mir meine Frau.
Zum Schluß: Als ich Sie hingefahren habe, sagte Sie sie wolle gleich wieder zurück. In den ersten 2-3 Wochen dort, sagte Sie immer wieder, Sie habe Heimweh.
Und jetzt: Ich frage mich gerade, ob Ich Ihr Heimweh hätte richtig einschätzen sollen. Ich dachte, das wäre normal. Mein Fehler´, vielleicht.
Wer gerne zu einer Sache mehr wissen möchte, soll gerne Fragen, ich versuche alles zu erklären.










