Beiträge von liv

    Hallo Susanne,

    es geht hier nicht darum, jemanden zu massregeln. Es ist, finde ich, eine Frage der Verantwortung. Also ich könnte nicht damit leben, jemandem den Tip gegeben zu haben "probiers aus :) ", er es dann ausprobiert, scheitert und sich daraufhin (im schlimmsten Fall) womöglich zu Tode trinkt, weil er den Ausstieg nicht nochmal schafft. Ich finde, wir müssen uns hier unserer Verantwortung einfach bewusst sein. Zudem lesen hier wahrscheinlich noch viele andere Alkoholiker aus dem www mit und könnten sich von Deiner Aufforderung "probier`s aus" im Irrglauben gestärkt fühlen, dass alkoholfreies Bier gefahrlos zu konsumieren sei. Und das könnte - ohne dass wir das je erfahren - viele zurück in die Sucht begleiten.

    Meine Ansicht. Das ist ja nichts gegen Deine Person an sich ... es geht lediglich um diese Aussagen.

    gruss simi

    Hi Heiko,

    diese Worte von Dir und der dazugehörige Smiley

    Zitat

    ein sogenanntes "ALKOHOLFREIES" Bier :oops:

    sagt mir, dass Du ganz genau weisst, dass es nicht ok ist. Wenn ich wieder alkoholfreies Bier trinken würde, täte ich das nicht aus dem Grund, dass mir Bier halt so unheimlich gut schmeckt, sondern weil es wieder eine gewisse Verbindung zu meiner Alkzeit heraufbringen würde. In meiner Alkvergangenheit fühle ich mich sicher, das ist bekanntes Terrain ... die Trockenheit ist Neuland und kann daher gewisse Angst machen und den Wunsch auslösen noch so ein bisschen Vergangenheit (und sei`s nur in Geschmack) aufleben zu lassen. So wär das bei MIR.

    Wenn ich ein alkoholfreies Bier mit meinem Wissen (dass es eben nicht gänzlich alkoholfrei ist) trinken würde, dann wäre das für mich klar ein Rückfall.

    Gruss simi

    PS: ausprobieren, es draufankommen lassen finde ich bei einer tödlichen Krankheit etwas gewagt ....

    Hi Uwe,

    herzlich willkommen hier bei uns im Forum :D .

    Ich kann verstehen, dass es Dir schwerfällt, Dich hier so zu öffnen und Du erstmal eine gewisse Sicherheit suchst. Es ist aber von unserer Seite her auch schwer nachzufragen oder zu antworten, wenn wir nicht viel konkretes über Deine Situation wissen (wissen dürfen). Es erscheint mir schon etwas trotzig (und ich mein das nicht böse :wink: ), wenn Du schreibst

    Zitat

    warum redet kiener mit mir,ist mir langsam auch egal,war wohl das falsche portal.

    . Du bist hier für Dich. Ich für mich. Wenn sich unsere Wege kreuzen, wie jetzt, ist das prima, aber ich werde meine Trockenheit nicht daran festmachen, dass ich täglich soundsoviele Antworten bekomme.

    Hier im Selbsthilfeforum, geht es eben in erster Linie darum, sich selber zu helfen ... die Verantwortung für meine Trockenheit nicht abgeben, sondern das in die eigene Hand nehmen. Wenn ich schreibe "nun gut, dann hau ich wieder ab ... seid ganz selber schuld" - bestrafst Du damit keinen anderen als Dich selber. Natürlich kommt da bei mir kurz das Gefühl hoch, was verbockt zu haben, aber da jeder für sich selber verantwortlich ist, gehe ich danach meinen trockenen Weg weiter und der einzige Leidtragende wärst in dem Fall dann Du; weil Du Dir durch einen trotzigen schnellen Abgang die riesige Chance nimmst, die dieses Forum uns bietet. Denn das tut es, glaub mir :D .

    Ich bin auch im Geschützten Bereich und freue mich, Dich dann dort auch weiterlesen zu können.

    Das mit dem sich-öffnen, ist wohl von Mensch zu Mensch verschieden und auch etwas Übungssache. Im Geschützten Bereich fällt es mir auch wesentlich leichter, schonungslos ehrlich über mich und meine Gedanken zu schreiben.

    Erzähl doch mal von Deinen Gründen zu trinken und den Gründen für`s nichttrinken. Wär doch schonmal interessant und das aufschreiben alleine löst bei mir schon sehr oft viele Erkenntnisse aus.

    Gruss simi

    Hi Espoir,

    ich antworte Dir jetzt einfach hier. Ich habe im offenen Bereich nur einen schon längst verschollenen Thread (den ich aber auch aus Schamgründen :lol: nicht neu erwecken möchte). Sonst bin ich halt meistens nur im geschützten Bereich.

    Ich möchte Dir hier aber versichern, dass mein Rückzug bei Pia nicht im Geringsten mit Dir zu tun hat. Ich habe einfach das Gefühl, ich bin da in ein fremdes Territorium eingedrungen (das hart verteidigt wird) und dass ich Pia mit meinen Fragen zu nahe trete. Es scheint nicht mein Thema zu sein, wo ich mich wirklich auskenne. Ich kann das schlicht und einfach so in dem Masse nicht nachvollziehen und möchte ja nicht wie ein Trampeltier auf fremden Seelen herumstampfen. Ich habe das Gefühl, meine Fragen werden abgeschmettert, bevor sie zuende gelesen sind und da bringts ja wirklich gar nichts, da noch Seiten zu füllen.

    Es ist, hart gesagt, nicht mein Problem und möchte es auch nicht zu meinem machen.

    Ich wünsche Dir noch einen schönen Abend und ein sonniges Wochenende, gruss simi

    Hi Yvonne ...

    ... ich persönlich erlebe Dich hier als sehr ehrliche Frau, die die Probleme direkt ansprechen kann, sich dabei aber auch sehr sanft und vorsichtig ausdrückt. Du achtest darauf, niemandem auf die Füsse zu treten ... aber wenn`s wirklich brennt (harte Worte nötig sind), machst Du Dich lieber unbeliebt, als dass Du Dich zurückhälst. Find ich gut. Und Du bist schon etwas die Forums-Mama ... aber das ist ja auch seeehr liebenswert.

    "Bin ich ein Weichspüler?" ... hört sich so negativ an für mich. Das Wort Weichspüler (in diesem Zusammenhang) klingt in meinen Ohren wie jemand, der etwas (das Forum) "untergräbt, unterspült und wegschwemmt" ... aber frag mich nicht, wieso da in meinem Kopf dieser nicht sehr logische Zusammenhang ist :lol: .

    Bleib so wie Du bist ... das passt so wunderbar.

    Ich denke auch, dass gerade die Vielfalt der Mitglieder und deren ganz persönliche Art zu schreiben und sich zu verhalten das Forum so gut macht. Da ist jeder wichtig und richtig.

    Gruss simi

    Hi Ute,

    ich hab Dich gerade eben erst im offenen Bereich entdeckt :oops: .

    Was mir in den Sinn gekommen ist: Gibt`s bei Euch in Deutschland nicht so "Tier-Tafeln" ... wo Leute mit wenig Geld, kostenlos Futter und sonstiges für ihre Tiere beziehen können? Vielleicht gäb`s da ja was in Deiner Nähe ... . Wäre wenigstens eine kleine Entlastung.

    Ich freue mich, dass es Dir in der Klinik so gut ergangen ist. Habe jetzt diesen Thread im Schnelldurchlauf gelesen und bin schon sehr betroffen.

    Ich wünsche Dir weiterhin viel Kraft und Zuversicht!

    gruss simi

    Hi Tanja,

    schön, mal wieder von Dir zu lesen :D .

    Nachträglich noch herzliche Gratulation zum "Zweijährigen".

    Stell Dir vor, meine Grosse fängt gerade erst an Teenagerallüren zu bekommen ... und der Kleine wird auch noch dahinkommen. Du hast wenigstens schon einen guten Teil des Weges geschafft :lol: .

    gruss simi

    Hi Mario,

    und ich jetzt auch noch :roll::lol: .

    Das Wort Saufkumpel ist mir auch gleich ins Auge gestochen. Ein Treffen mit einem Saufkumpel kann sehr viel mit uns machen ... auch noch nach weit mehr als drei Wochen ohne Alkohol. Aus den Erfahrungen meiner Trinkpausen kann ich erzählen, dass ich zwar meistens an diesen Treffen stur trocken geblieben bin und das als totalen Erfolg wertete. Tage später aber bekam ich immer massiven Saufdruck, dem ich dann manchmal nicht widerstehen konnte.

    Ich kenne zwar seinen Zustand und Euere Freundschaft nicht, aber grundsätzlich rate ich vor so einem Treffen ab. Kannst Du Dir sicher sein, dass er in Deiner Gegenwart dann keinen Alkohol trinkt, dass keine alten lustigen Saufgeschichten durchgenommen werden, dass er bereit ist, mit Dir ganz offen über Deine Sucht zu sprechen und zu akzeptieren, dass auch er, falls er Dein Freund bleiben möchte, von Deinen Änderungen im Leben tangiert wird?

    Ich find`s ein Risiko und ich wüsste heute noch nicht, ob ich stabil genug wäre.

    Ich wünsche Dir gute Entscheidungen und alles Liebe! Gruss simi

    Hi Mario,

    ich hab`s Dir zwar schon einmal geschrieben, aber ich möchte Dir nochmal sagen, dass ich finde, Du machst das wirklich richtig gut. Dich zu lesen gibt mir ein gutes Gefühl. Es motiviert mich, auch weiterhin dranzubleiben und mich auf die Grundbausteine zu besinnen. Es macht Freude, jemanden, der noch so am Anfang ist, so sehr auf einem guten Weg zu sehen.

    Weiter so! :wink:

    gruss simi

    Hey Lefty,

    hier will ganz sicher niemand, das Du den Bückling machst. Ich empfinde Deine Einträge zum Teil schon als etwas angriffig (nicht gegen mich persönlich, aber so gegen uns alle. Auch in Deinem Eintrag an Mario vorher). Du musst Dir einfach bewusst sein, dass jeder, der Dir hier schreibt (auch wenn`s sehr deutliche, klare Worte sind), dies in erster Linie für sich und seine Trockenarbeit tut, in zweiter Linie aber, weil er Dich hier nicht umfallen sehen will. Es schreibt Dir hier niemand aus Bosheit oder einer perversen Genugtuung heraus, andere zu schikanieren. Hier ist ein Erfahrungsaustausch ... und alle, die Dir hier schreiben meinen es grundsätzlich gut mit Dir. Sie nehmen sich ihre freie Zeit um Dir zu schreiben und Dir Hinweise zu geben. Mein Rat: Achte darauf, dass Du nicht in einem Frust drin, hier Rundumschläge gegen die Forenmitglieder austeilst. Sowas kommt meistens nicht gut auf Dauer. Ups, das klingt ja wie eine Drohung :lol: ... ist nicht so gemeint; ich habe einfach viele hier kommen sehen, die hier arg angeeckt sind mit ihrer Art auszuteilen und dann leider auch schnell wieder gegangen sind ... wohin denn auch immer ... und das finde ich schade.

    So, muss jetzt noch bis 21 Uhr zur Arbeit :roll: .

    gruss simi

    PS: Du brauchst darauf auch nicht zu antworten. Nur mal durch den Kopf gehen lassen und dann abbuchen als "für mich brauchbar" oder "für mich nicht brauchbar" :wink: .

    Hi Mario,

    auch von mir noch ein "herzliches Willkommen hier"! Schön, dass Du hergefunden hast.

    Ich finde, Du hast die ersten Schritte ja schon ganz, ganz gut gemeistert :D . Deine Gedanken gefallen mir. Ich find sie sehr "gesund". Ich würde auch sagen, dass Du Dich jetzt verwöhnen solltest. Lass es Dir gut gehen, aber ohne Alkohol. Viiiiel Wasser (oder Tee) trinken hilft mir oft, wenn es mir psychisch nicht so gut geht, wenn ich hibbelig und nervös bin.

    Zitat

    Wenn ich ehrlich bin, ich habe etwas Angst vor dem Leben ohne Alkohol. Ich weis das wird mit Sicherheit nicht immer leicht.

    Ich hatte am Anfang auch Angst vor dem "trockenen Leben". Ich dachte, dass das eine staubtrockene, langweilige und verzichtsvolle Zeit wird. Ich kannte es ja nicht. Ich wusste nicht, ob mir denn dieses Leben überhaupt gefallen wird. Ich weiss auch nicht, ob es mir in Zukunft gefallen wird; aber heute gefällt mir das sehr gut. Mein Leben wurde bunter und viel interessanter. Ich bin frei, jederzeit spontan was zu unternehmen, ohne in Nachschubbedrängnis zu kommen. Die Freiheit, nicht mehr trinken zu müssen, geniesse ich sehr.

    Und glaub mir: es wird mit der Zeit wirklich einfacher und besser! :D

    Ich wünsche Dir viel Kraft, Durchhaltevermögen, Geduld und Zuversicht!

    gruss simi

    Hi Lefty,

    ich habe jetzt Deinen anderen Thread nicht gelesen, aber ich möchte jetzt trotzdem kurz was dazu sagen.

    Ich schreibe hauptsächlich im geschützten Bereich. Es gibt aber immer wieder Leute im offenen, die ich zumindest lesend begleite und mich zu Wort melde, wenn mir was dazu einfällt. So wie jetzt Du.

    Mir wurde, als ich hier im Forum noch neu und total frustriert war, oft geraten, mich nach draussen zu begeben; einen kleinen Spaziergang zu machen ... vielleicht auch nur einen kleinen Umweg beim Einkaufen. Ich fands am Anfang irgendwie affig ... aber mir ging es jeweils wirklich besser, wenn ich kurz draussen war. Vielleicht täte es Dir ja auch gut, wenn Du gezielt an die frische Luft gehen würdest?!?

    Zitat

    Schön, dass Dir die Frustration auffällt. Ich gehöre leider (noch) nicht dieser Gilde hier an, die schon ein Schild vor der Brust trägt: "Ach, ist das Leben schön."

    Die Frustration bei Dir ist auch schlecht zu übersehen :wink: . Ich glaube, niemand von uns trägt pausenlos so ein Schild vor der Brust. Es braucht einfach wirklich Durchhaltevermögen und den Mut etwas zu ändern. Der Wille alleine bringt da nichts, da muss auch gehandelt werden. Veränderungen müssen her.

    Auch ich hatte am Anfang als ich hier war keine Arbeit, keine Ausbildung und auch keine Aussicht auf sowas. Jetzt zwei Jahre später habe ich eine tolle Festanstellung und einen Studienplatz für 2010. Es geht! Es hat mich unheimlich Überwindung gekostet, es einfach zu wagen. Was habe ich Bewerbungen geschrieben ... . Schlussendlich aber war ich froh, dass ich mein Praktikum erst begonnen hatte, nachdem ich 1 Jahr trocken war. Dieses Jahr hatte ich gut Zeit an mir zu arbeiten, mich zu wappnen, mein Selbstwertgefühl wieder ein bisschen hochzuschrauben. Es muss nicht ab dem ersten trockenen Tag Schlag auf Schlag gehen. Oft braucht es ganz schön Geduld und Gelassenheit.

    Ich wünsche Dir beides!

    gruss simi

    Hi Lefty,

    wie ich sehe hast Du es geschafft, hier im offenen einen Thread zu eröffnen :wink: .

    Ich seh jetzt Deine Aussagen (noch :wink: ) nicht so kritisch. Am Anfang war zumindest bei mir auch viel Verzweiflung, Hoffnungslosigkeit, Pessimissmus ... aber vor allem auch viel Angst. Angst und Fragen, wie "was kommt da mit dieser sogenannten Trockenheit alles auf mich zu?", "kann ich es dieses mal wirklich schaffen oder beweise ich mir nur wieder, dass ich es eben nicht kann?", "lohnt es sich überhaupt?", "kann mir die Trockenheit überhaupt gefallen oder ist das so ein langweiliges Dahinsiechen mit Dauerverzichtsgefühl?", "werd ich dann zum totalen Aussenseiter der Gesellschaft?", "was werden andere von mir denken?" ... .

    Ich kannte ja den Zustand "trocken sein" nicht. Klar hab ich mal Trinkpausen eingelegt (musste mir doch hin und wieder beweisen, dass ich es doch könnte :roll: ), aber mir hat es da an viel Information gefehlt, obschon ich schon meine Sucht nach harten Drogen und Tabletten überwunden habe. Ich habe hier gelernt, dass es mir leichter fällt trocken zu bleiben, wenn ich gewisse Dinge befolge. Das sind unter anderem die "Grundbausteine" und der rege Austausch mit ebenfalls Betroffenen. Am Anfang war ich täglich stundenlang hier. Das hat mir geholfen, Tag für Tag trocken zu bleiben. Und es ist einfach so, die Zeit arbeitet da für uns. Mit zeitlichem Abstand und Arbeit an uns selber, lässt der Druck nach. Es wird definitiv einfacher, anders halt.

    Ich schätze, Dein Alter ist hier so der (eher untere) Durchschnitt. Also keinesfalls bist Du ein alter Mann, für den es sich eh nicht mehr lohnt :wink: . Lass Dich ganz auf das Abenteuer Trockenwerden ein. Früher stellte ich mir das staubtrocken, todlangweilig und zermürbend vor - es ist aber die bunteste, interessanteste Zeit, seit Jahrzehnten.

    Ich wünsche Dir alles, alles Liebe und grüsse Dich, simi

    PS: Hab gerade den letzten Eintrag von Lil gelesen. Sie hat schon recht, was Du keinesfalls gebrauchen kannst, ist dieses (uns wohl allen wohlbekannte) Selbstmitleid. Das klingt böser, als es gemeint ist. Sich gedanklich im eigenen Elend zu suhlen, verhindert uns irgendwie die Sicht auf mögliche Lösungen unserer Probleme.

    Hi Vogel,

    das ist bitter, das verstehe ich. Aber stell Dir vor, wie doppelt mies Du Dich heute fühlen würdest, wenn Du gestern auch noch getrunken hättest. Es lohnt sich auf dem Weg zu bleiben!

    Mehr fällt mir dazu gerade irgendwie nicht ein ... ausser vielleicht noch, dass mir bei mir selber aufgefallen ist, dass es mir leichter fällt, schwere Momente trocken zu überstehen, als sehr freudige. Ich wünsch Dir alles Liebe und viel Kraft!

    Gruss simi