Beiträge von liv

    Hi kommal :D

    Wenn auch etwas spät, möchte ich doch auch noch schnell gratulieren und Dir wünschen, dass Du Deinen Weg weiterhin so toll (zu zweit :wink: ) gehst!

    Alles Liebe und eine gute Nacht wünscht Dir liv

    Liebe Kerstin,

    auch ich wünsche Dir für den morgigen Tag ganz viel Kraft!

    Ich finde es ganz toll, dass Du Dir eine SHG suchst/gesucht hast. Mit Deinem Mann fällt ja wirklich irgendwie Dein engster Verbündeter weg - es ist sicher auch in seinem Sinne, dass Du Dir wieder Leute suchst, die Dich auf Deinem weiteren Weg begleiten.

    Hat die Frau denn heute angerufen? Und hattet Ihr ein gutes Gespräch?

    Also, ich werde morgen an Dich denken, wie wohl viele hier. Liebe Grüsse, liv

    Hi Arca,

    schön, dass Du Dich entschieden hast, hier (D)einen eigenen Thread zu eröffnen.

    Nein, eine Ganztagsbeschäftigung ist das Gassigehen wohl nicht :D , aber es bringt doch schon mal etwas Struktur in den Alltag. Als ich hier neu dazukam, hatte ich absolut null Struktur im Tag (ausser das wecken der Kinder und das kochen für die Familie) und noch weniger Bewegung an der frischen Luft. Auch heute habe ich damit noch meine Probleme, aber es bessert langsam, weil ich mich immer besser neu kennenlerne und erkenne, wo meine Interessen liegen könnten.

    Toll, dass Du die Stärke "Geduld" mitbringst. Da hapert es bei mir noch manchmal sehr. Oft glaube ich, ich müsste in meiner Trockenheitsarbeit schon viel weiter sein, als ich bin und als überhaupt realistisch ist.

    Das neue Bild von der Welt und Deiner Umwelt ergibt sich von ganz alleine. So wie Du Dich entwickelst und veränderst, verändert sich auch Dein Blick auf das "drumherum".

    Ich wünsche Dir einen schönen Tag. Liebe Grüsse, liv

    hi brigitte,

    wie geht es Dir?

    Stimmt, eine Demenz kommt ja nicht von einem Tag auf den nächsten völlig überraschend. Trotzdem finde ich es abolut klasse, dass Du Deine Mutter zuhause pflegst - es gibt ja genügend Fälle, wo es dann ganz anders aussieht. Aber es ist doch auch ein bisschen relevant, ob Du das nervlich gut durchstehst ... - zumindest ich finde es relevant. :wink:

    Ich denke nicht, dass ich besonderen Saufdruck habe. Die Drogengeschichte ist ja soweit abgeschlossen und mich plagt nur noch die Alkoholsucht, wie die meisten Kurzzeit-Nüchternen. Zu anderen Drogen zu greifen, kommt mir eigentlich gar nie in den Sinn. Aber mir geht es ja jetzt schon länger gut; was heisst, dass ich keinen Saufdruck habe, manchmal zwar leichte Verzichtsgedanken, aber das ist es momentan dann schon. Und damit kann ich gut leben .... .

    Zeitweise (wärend meiner letzten nüchternen Phase) trank ich gut und gerne 10 Liter Wasser täglich - da meinte dann mein Arzt, ich müsse das zurückschrauben. Es lässt auch immer mit den Wochen nach. Heute sind es bisher vielleicht drei Liter und vor dem Schlafen versuche ich immer weniger zu trinken, damit ich nachts nicht dauernd raus muss. :D Hattest Du denn, als Du neu nüchtern warst nicht auch irgendwie das Bedürfnis, immer was flüssiges reinzuschütten? Bei mir ist das so ein bisschen "Ersatz", damit mein gewohnter Griff zur Bierbüchse wenigstens nicht ganz ins Leere geht :wink: .

    Ich wünsche Dir einen gemütlichen Abend und grüsse Dich, liv

    hi Marlen,

    auch von mir ein herzliches Willkommen hier bei uns.

    Ich wollte Dir eigentlich nur kurz danken, denn Du hast eines meiner Probleme endlich in einem Wort ausgedrückt, was ich bisher nicht konnte. Mir geht es auch so, dass ich das Gefühl habe zu verstummen, wenn ich nüchtern bin. Ich fühle mich dann langweilig und alles andere als unterhaltend.

    Mir hilft es bei Suchtdruck, hier im Forum zu lesen. Danach fühle ich mich meist etwas besser und habe wieder Hoffnung, doch auch irgendwann eine zufriedene Trockenheit erlangen zu können.

    Ich wünsche Dir alles Gute auf Deinem Weg und grüsse Dich, liv

    Hi Brigitte,

    ich finde es toll, wie Du das mit Deiner Mutter hinbekommst. Jemanden mit Demenz zu pflegen braucht bestimmt unheimlich Geduld. Ich weiss nicht, ob ich dazu die Nerven hätte. Dass da bei Dir manchmal kurz der Wunsch nach Alkohol aufkommt, kann ich gut verstehen - hast Du dann keine Verzichtsgedanken? Kannst Du die Gedanken gut einfach wieder wegschieben? Nach fünf/sechs Monaten wärend meiner letzten Trinkpause, konnte ich sowas auch problemlos. Daher bin ich mit mir oft ungeduldig, wenn das noch nicht wieder so einfach klappt und ich wirklich Verzichtsgedanken habe.

    Aber wie Du ja auch schreibst, ist es ein angelerntes Verhalten dann nichts zu trinken, wie es auch ein angelerntes Verhalten war, dann zu trinken. Nur muss ich merken, dass der Weg aus der Sucht bei mir irgendwie langsamer geht, als in die Sucht. Ich war von allen, von mir konsumierten Suchtmitteln psychisch extrem schnell abhängig (beim Heroin brauchte das einen einzigen Konsum und von da an fixte ich täglich mehrmals :( ). So auch beim Alkohol, ich wusste ihn schnell gezielt einzusetzen und meinen "Nutzen" daraus zu ziehen.

    Ja, aus meinen Erfahrungen weiss ich auch, dass die Gier jetzt und sofort was trinken zu wollen, nachlässt und es etwas abebbt. Von daher, denke ich, kommt bei mir die wirklich kritische Zeit noch; die Zeit, in der ich eben diese Gier nicht mehr verspüre und sich bei mir womöglich wieder der Gedanke einschleicht, nun wieder geregelt trinken zu können :roll: . Für dieses mal aber habe ich mir wirklich vorgenommen, an mir und meinem Verhalten zu arbeiten, so dass ich das nächste mal gewappnet bin, mich nicht wieder von solchen "Übermuts-Gedanken", von meiner "Überheblichkeit" (zu denken, ich könnte es jemals in den Griff bekommen), wieder einlullen zu lassen. Anders bekomme ich es nicht auf die Reihe, ein zufriedenes, freies Leben zu führen.

    Zitat

    Das was deine Mutter mit dir gemacht hat, war vll. in der Situation sehr hart für dich, aber wahrscheinlich das einzige richtige. Wer weiß, aus Weisheit, Instink oder Verzweiflung. Vll. alles zusammen.

    Es war ganz klar das einzig richtige! Wie hart es im Moment, als ich rausflog, für mich war, weiss ich nicht mehr wirklich. Ich kann mich nur erinnern, dass es für mich auch eine unheimliche Erleichterung war, nun "frei" zu sein und ohne Kontrolle alles reinhauen zu können. Ich hatte es auch richtiggehend provoziert und dadurch, dass sie mich rauswarf und ich nicht einfach gegangen bin, hatte ich auch gleich noch einen Sündenbock parat; jemanden, auf den ich wütend sein konnte. Aber da konnte ich mir auch noch nicht vorstellen, was es heisst, obdachlos zu sein. Der Verdruss kam dann erst mit den Tagen/Wochen, als ich merkte, wie einsam ich war und wie hoffnungslos meine Zukunft aussah.

    Ob noch weiter vorne in meiner Kindheit/Jugend was falsch gelaufen ist, darüber mache ich mir (und ich glaube auch meine Mutter sich) keine Gedanken. Jede (naja fast jede) Mutter versucht doch ihre Kinder so zu erziehen, ihnen das mitzugeben, wovon sie denken, dass es richtig ist. Und da werden natürlich auch "Fehler" gemacht, wir sind ja alles nur Menschen ... .

    Mich hat nach meinem Rückfall im April vor allem schockiert, dass der extreme Saufdruck echt wochenlang anhielt und ich fürchte, dass sowas wieder kommen könnte. Am Montag hatte ich einen Durchhänger, wo ich mit dem Gedanken spielte (aber nicht ernsthaft!!), wie es wäre jetzt ein Bier zu trinken. Doch schon gestern ging es wieder bergauf. Ich glaube am Anfang ist es vor allem auch schwierig diese Stimmungsschwankungen einfach anzunehmen und zu akzeptieren.

    Wenigstens hat sich das mit dem Wasser-trinken wieder in einem einigermassen normalen Mass eingepegelt. Ich denke, ich trinke heute etwa fünf Liter Flüssigkeit am Tag; war auch schon bedeutend mehr - so dass mein Arzt fand, ich müsse etwas bremsen. Aber ich bin es halt gewohnt, immer etwas Trinkbares neben mir zu haben (nun halt einfach Wasser u.ä. vorher war es das Bier).

    So, ich wünsche Dir einen schönen, zufriedenen Tag und grüsse Dich, liv

    PS: Es tut mir leid, dass meine Antwort erst jetzt kommt. Ich lese mich ja gerade in der Geschlossenen ein und bleibe meist dort hängen. Zudem läuft es gerade auch sonst relativ turbulent zuhause ab.

    Hi Brigitte,

    es tut mir leid, dass ich erst jetzt antworte - das tolle Wetter zieht mich wie automatisch nach draussen. Zudem versuche ich mich ja gerade im geschlossenen Bereich etwas einzulesen.

    Ach ja, die Blumen konnte ich (respektive meine Mutter) noch auftreiben - sonst hätte ich halt eine Wiese geplündert .... :D .

    Eine so alte und kranke Mutter zu pflegen, kostet bestimmt vie Energie. Ich könnte mir auch sehr gut vorstellen, meine Mutter später mal zu uns zu nehmen, aber da weigert sie sich strikte - sie möchte uns nicht belasten oder uns irgendwann lästig sein. Sie hat sich schon vor Jahren nach einem passenden Altersheim umgesehen (auch wenn sie heute noch physisch und psychisch sehr fit ist). Mir macht der Gedanke irgendwie weh, aber ich weiss, dass ihr die Vorstellung, später mal ins Altersheim zu ziehen sogar etwas gefällt.

    Ja, ich freue mich ja gerade, dass ich das wochenlange "Tief" nüchtern überstanden habe und spüren durfte, wie ich wieder "normal" denken konnte. Da hatte ich wirklich schlicht und einfach Saufdruck, der total übermächtig wurde und der Rückfall schon fast programmiert war. Hätte ich dieses Frorum nicht gefunden, ich denke nicht, dass ich es geschafft hätte, die Finger vom Alk zu lassen. Aber ich bin mir auch klar bewusst, dass noch viele solche Tiefs folgen werden, nur hoffe ich, dass sie schwächer werden. Oder dass ich damit besser umgehen kann ... . Hast Du auch noch manchmal Saufdruck oder ist das für Dich kaum mehr ein Thema?

    Ich wusste schon vor dem Gespräch, dass auch meine Mutter gewisse Schuldgefühle hatte. Sie hat mich ja irgendwann raus auf die Strasse gestellt (was ich natürlich ohne Ende provoziert habe und ich war dann fast froh, dass es endlich soweit kam), hat mir die Polizei ins Haus bestellt und ähnliches. Ich versuchte ihr zu erklären, dass alles so genau richtig war und ich ohne diese z.T. drastischen Massnahmen vielleicht gar nie meinen "Tiefpunkt" erlebt hätte und der Wunsch, da irgendwie wieder rauszukommen vielleicht noch gar nicht gekeimt wäre.

    So, ich grüsse Dich herzlich und wünsche Dir ein tolles Wochenende, liv

    so, liebe annax,

    gestern hatte ich keine Verbindung zum Netz, sonst hätte ich mich gestern schon gemeldet. Es freut mich, dass Du Dich zum Thema meldest - denn es scheint ja nicht besonders viele zu betreffen (glaube ich zwar fast nicht :wink: ), oder ich habe den Thread nicht gut "platziert".

    Es tut mir leid, dass Du eine ähnliche Odyssee hinter Dir hast, wie ich. Dein Gewichts-Tiefststand entspricht etwa meinem (damals!) Es war für mich mit eine der extremsten Süchte überhaupt. Es drehte sich alles, aber wirklich alles nur um`s essen/nicht-essen. Aber das kennst Du ja.

    Dass ich ein Alkoholproblem habe, weiss ich eigentlich schon seit Jahren; aber ich habe mich selber dermassen in Selbstmitleid ertränkt, dass ich gar nicht daran denken konnte (wollte?), dass es nur an mir liegt und dass mich da keiner, ausser ich selber, rausziehen kann.

    Ob mein Suchtverhalten vordergründig mit Gefühlen (Beziehungen) in Verbindung steht, kann ich nicht sagen, da ich seit bald 11 Jahren denselben Partner habe und vorher nie einen ernsthaften Versuch (nicht mal wärend der Langzeittherapie, die galt es einfach zu "überstehen") gestartet hatte, von allem loszukommen. Diese Beziehung, die ich führe, bringt selten neue Gefühle hoch, die mein Suchtverhalten gross beeinflussen könnten.

    Darf ich mal fragen, warum Du eher Mühe hast, das trinken zu lassen, wenn Du verliebt/liiert bist? Oder ist das vor allem bei Deinem jetztigen Partner (Ex-Partner? Aus der Ferne glaube ich mitbekommen zu haben, dass da nicht alles sooo rund läuft!?) so? Geht es Dir dann, wenn Du frisch verliebt bist, so gut, dass Du das ganze mit Alkohol noch "abrunden" möchtest? Ich neige ja auch oft dazu, genau dann trinken zu wollen, wenn`s mir gut geht. Oder habe ich Dich da irgendwie falsch verstanden?

    Tja, mit dem Rauchen aufzuhören, habe ich noch nie versucht. Aber der Gedanke daran, mir das auch nur vorzustellen :wink: , kommt jetzt manchmal. Aber erst möchte ich mich noch etwas in der "Nüchternheit" üben, um mich nicht gleich total zu überfordern und einen Alk-Rückfall zu riskieren. Ist vielleicht verkehrtes Denken!?!

    Was Du da mit Deinen Gruppen machst, klingt interessant und ich finde es toll, dass Du das für Dich entdeckt hast - ich glaube, das wäre nicht so "mein Ding", da ich es eh nicht so habe mit Gruppen. Ich habe schon Mühe, mit anderen zusammen was zu singen, im Chor zu rufen oder irgendwas, wo alle (mehr oder weniger gleichzeitig) dasselbe machen. Für mich käme da eher wieder die Meditation in Frage, welche wir wärend meiner Langzeittherapie viiiel machen mussten. Da ging es ja auch darum, Gefühle anzunehmen, zu durchleben, um sie dann "loszulassen".

    Ich hoffe, Du bist heute gut und trocken durch den Tag gekommen, wünsche Dir eine gute Nacht (naja, ist noch ein bisschen früh :D ) und grüsse Dich herzlich, liv

    Au Backe, jetzt suchte ich nach etwas in meinen Beiträgen (um zu wissen, ob ich hier oder nur anderswo über ein Thema geschrieben habe) und ich musste die Übung abbrechen. Zu peinlich sind mir gewisse Sätze von mir entgegengesprungen. Ich habe oft Mühe meine älteren Posts zu lesen, vor allem, wenn sich in dieser Zeit gedanklich ein bisschen was geändert hat oder mein Gemütszustand anders ist.

    Nun egal, ob ich hier das Thema schon mal angesprochen habe: Meine Schuldgefühle meiner Mutter gegenüber, für alles, was ich ihr wärend meiner Drogenzeit angetan und an den Kopf geworfen habe.

    Gestern telefonierten wir, wie sehr oft, miteinander und da erzählte ich ihr von diesem Forum hier und was es mir bedeutet (sonst ist das Thema Sucht bei uns ja ein eher unangenehmes). Sie ist total darauf eingestiegen, war kein bisschen skeptisch und meinte, dass sie das toll findet. Und als wir dann schon so beim Thema waren, druckste ich etwas herum und sagte ihr, dass es mich bedrückt, dass ich mich nie wirklich bei ihr für alles entschuldigt habe. Sie reagierte (wie ich es erwartet hatte) gleich mit "das ist doch auch nicht nötig". Sie wisse ja (und wusste es schon immer), dass ich die Dinge nie aus Boshaftigkeit getan hätte und sie sei mir deswegen nie böse gewesen. Sie sagte dann, dass sie ja selber auch Schuldgefühle habe, welche ich ihr auszureden versuchte. Schlussendlich haben wir beschlossen, dass das Wort Schuld zwischen uns nicht existiert. Es war das beste Gespräch, welches ich wohl je hatte. Es war so befreiend und erleichternd. Ich hätte wärend und danach heulen können, so glücklich war ich. Besonders freut es mich, dass meine Mutter anscheinend weiss, wie sehr ich sie liebe und achte. Sie meinte, sie könne nicht sagen, wie sehr sie es schätze, dass ich mich so um sie kümmere, sie oft anrufe, um zu fragen, wie`s geht, einfach, dass sie die Gewissheit habe, ich wäre jederzeit für sie da, heute schon und auch wenn sie alt wird oder mal irgendwas wäre.

    Dieses Gespräch hat mich um ein paar schwere Brocken, die mir auf den Schultern lagen, erleichtert. Hatte gestern richtiggehend emotionale "Höhenflüge" :D .

    Wollte das nur erzählt haben, weil es ja (wahrscheinlich hier) schonmal Thema war und ich Euch auf dem Laufenden halten will.

    So, ich grüsse Euch alle von Herzen und wünsche noch einen tollen Nachmittag/Abend. Uhh, da fällt mir wieder ein, morgen ist Fronleichnam und meine Kleine muss wieder mit dem weissen (1.Kommunion-) Kleid in die Kirche. Vorher kam sie gerade damit an, dass sie noch einen Blumenstrauss aus Blumen mit drei verschiedenen Farben mitbringen müsse. Die kommen auch mal wieder früh damit ... :D . Weiss doch nicht, wo ich hier jetzt noch solch einen Blumenstrauss herzaubern soll. Aber da finde ich schon noch eine Lösung ... .

    Also bis später, liv

    hi Brigitte,

    uppps, wollte aus Deiner Katze keinen Hund machen! (Stell Dir mal die Kosten für so eine OP vor! :wink: - hmmm, wäre vielleicht eine neue Geschäftsidee "ich mache ihre Katze zum Hund, psychologische Beratung betreffend der Angleichung inbegriffen" oder so :D )

    Ist denn Deine Mutter schwer pflegebedürfig oder ist es eher "Betreuung"?

    Das stimmt, der kurze Blitzgedanke, ich könnte doch das ganze (nur für heute! :roll: ) wegsaufen, wird wohl (zumindest lange) noch bleiben. Es tut aber gut zu wissen, dass die Gier nachlässt, dies gleich zu tun. Als ich hier neu dazukam, ist ja noch nicht lange her, war eben diese Gier so stark und präsent, dass ich keinen klaren Gedanken mehr fassen konnte. Es schrie mich richtiggehend an und hielt Tage/Wochen an - ich war fix und alle. Mir tut die Zeit, hier im Forum zu lesen und sich auszutauschen, sehr gut.


    Zitat

    Ich bin bis jetzt immer wachsam geblieben und schaue mir die Gefahr an.

    Ich denke, mit der Zeit, Erfahrung und Reflektion kann man solche Gefahren auch schon früher erkennen. Bei mir bahnt sich ja so ein Rückfall immer schon Tage vorher an. Erst sind es lose Gedanken, die sich nach und nach verfestigen, bis ich den Plan dermassen fix im Kopf habe, dass ich kaum mehr nüchtern aus der Affaire rauskomme. Wenn ich das dann danach genau angucken kann, kann ich das nächste mal vielleicht früher eingreifen und den Strudel unterbrechen. Darum suchte ich dieses Forum auf; ich spürte genau, dass sich der Strudel immer schneller dreht und wusste nicht, wo ich sonst noch Hilfe/Tips erfahren könnte. Warum, ich diesen Studel wieder stoppen konnte, weiss ich nicht - ich weiss nur, dass ich es ohne Forum wohl ziemlich sicher nicht gekonnt hätte.

    Ich bin wirklich noch oft zu ungeduldig mit mir selber.

    Zitat

    Ich kann nur immer wieder sagen. Was ist, das ist. Wichtig ist, wie gehe ich damit um.

    Stimmt, genau darauf kommt es an!

    Ich danke Dir für Deine Beiträge und grüsse Dich herzlich, liv

    .... war gestern das Thema im Themenchat. Ich habe mir den Tag danach ausgerichtet, dass ich dabei sein kann (Kinder extra früh gebadet, Nachtessen bezeiten gemacht, ....) und kam dann nicht recht in den Chat. :roll::D

    Da dieses Thema mich aber ganz besonders betrifft, würde ich mich freuen, wenn ich hier Euere Meinung und Erlebnisse dazu lesen dürfte.

    Bei mir ist es so, dass ich mit etwa 14 begann Alkohol zu trinken, dann auf Tabletten (mit Alkohol) umgestiegen bin, dann über lange dauernde Umwege mit Cannabis, Heroin, Kokain, Methadon ... (naja, die ganze Bandbreite) gegangen bin, bis ich schlussendlich, ein halbes Leben später, wieder beim Alkohol gelandet bin.

    Bisher dachte und hörte ich "klasse, Du hast die Drogen hinter Dir lassen können" - doch jetzt ist mir klar geworden, dass dem gar nicht so ist. Dass ich nie auch nur eine einzige Drogensucht hinter mir gelassen habe und meine Süchte, nun einfach mit Alkohol am Leben erhalte. Ich dachte echt, ich hätte da schon etwas hinbekommen - und nun merke ich, dass das gar nicht so ist. Heute bin ich gerade mal schlappe 6 Wochen nüchtern. Bei mir schleicht sich aber in jeder Trockenphase die Magersucht wieder ein und auch mein Koffeinkonsum übertrifft weit ein normales Mass. Vom Zigarettenrauchen will ich schon gar nicht anfangen .... .

    Ich bin anfällig auf jede Art von Sucht und mir ist noch nicht klar, wie ich das durchbrechen kann. Kennt Ihr das auch? Und wenn ja, wie habt Ihr dem entgegengewirkt (oder wie habt Ihr vor, das zu tun)?

    Ich glaube auch, dass ich es einfach nicht zulassen kann, dass es mir selber mal einfach gut geht. Dass ich mich immer krampfhaft "unten" halte ... .

    gruss liv

    hi Brigitte,

    und, war Dein Wochenende stressfrei?

    Da bin ich aber froh, dass Dein Anton wieder auf den Beinen ist. Dann ist bei Dir eine Hunde-Frauchen-Diät angesagt? Ich hätte noch etwas "Gemüsesüppchen" im Haus ... ich schiebe Euch gerne ein Schälchen davon rüber ... . Das Fleisch muss sich Moritz halt dazudenken. :wink:

    Momentan glaube ich wirklich daran, dass die Gier, Alkohol jetzt und sofort trinken zu wollen, nachlässt. Das war bei meiner letzten Trinkpause auch so ... und doch hat es mir nach 9 Monaten wieder den "Ärmel reingenommen". Ich hoffe, dieses mal besser darauf gefasst und vorbereitet zu sein, dass mich die Sucht nicht wieder kalt erwischt. Respektive, dass ich die "Vorboten" besser wahr- und ernstnehme.

    Bei mir hielt sich der Süssigkeitenverschleiss bis vor ein/zwei Wochen im Rahmen (da bei mir ja auch noch die Magersucht ein Wörtchen mitredet :oops: ), doch seit ich die Magersucht etwas loslassen kann, nimmt mein Schokoladenverbrauch ziemlich zu. Aber das belastet mich gerade nicht besonders.

    Ich grüsse Dich und wünsche Dir morgen einen tollen Start in die Woche, gruss liv

    hi zusammen,

    heute bin ich drei/vier mal fast erschrocken, weil ich mich mal wieder laut habe lachen hören. Das kann ich in letzter Zeit, vor allem mit den Kindern, wieder öfter und aus vollem Herzen. Ist schon irgendwie seltsam, dass das eigene Lachen mich erstaunt. Aber es fühlt sich guuut an! :D

    So, lese jetzt noch ein Weilchen hier und wünsche Euch allen einen guten Start ins (nüchterne) Wochenende, Gruss liv

    Ach so ja, ist ja mein Thread und ich hatte mir doch vorgenommen hier täglich was über mich zu schreiben.

    Nun, es geht mir momentan, was meine Alkoholsucht anbelangt, recht gut. Ich habe kaum bis keinen Saufdruck und auch sonst habe ich keine grösseren Probleme. Mir fällt in den letzten Tagen immer abends, wenn ich meine Medikamente (AD`s und was wegen dem Cholesterin) einnehme, auf, dass ich den ganzen Tag über nicht einmal daran gedacht habe, ich könnte doch jetzt ein Bier trinken. Die Tage, an welchen es anders ist, werden wohl auch wieder kommen, aber gerade geniesse ich die Ruhe sehr.

    Mehr fällt mir gerade nicht ein .... :D .

    An alle Mitlesenden (und Mitschreibenden sowieso) ein herzliches Dankeschön und einen schönen Abend, gruss liv

    hi Volker und Brigitte,

    Volker, es freut mich, dass Du auch was dazu schreibst. Habe gerade mit meinem Partner darüber gesprochen und er meint, es wäre für ihn absolut kein Problem, den Whisky wegzugeben. Mal gucken, was wir machen werden.

    Brigitte, och der arme kleine Kerl (Kater). :? Ich hoffe, er torkelt nicht mehr und ist wieder einigermassen fit. Ebenso hoffe ich natürlich, dass auch Du wieder etwas zur Ruhe gekommen bist. Toll, dass Du bei den ganzen Sorgen nicht daran gedacht hast diese mit Alkohol "abzuschwächen" (oder eher sie zu verdoppeln).

    So, melde Dich wieder, wenn Du Lust darauf hast. Bis dahin wünsche ich Dir (und Volker natürlich auch!) einen schönen Abend und eine gute Nacht. Liebe Grüsse, liv

    hi Brigitte,

    es freut mich, dass Du Dich durch den Thread nicht "durchquälen" musstest :D, und es interessant fandest.

    Also dann hast Du schlussendlich die Tabletten mit Alkohol "runtergespült"? Das war so meine erste "echte" Sucht. (bei mir) Benzodiazepine mit Alkohol. Die Sucht nach diesen zwei Stoffen zusammen, empfand ich als eine der deftigsten. Ich habe früher oft gesagt, dass es mir wohl das Leben gerettet hat, dass ich davon auf Heroin umgestiegen bin. Die Tabletten und der Alkohol machten mich fix und fertig. Natürlich war die "Ruhe" nur vorübergehend und schlussendlich machte es keinen Unterschied.

    Es erschreckt mich etwas, wenn ich bei Dir (und anderen) lese, dass sie Jahrzehnte ohne (substanzbezogene) Sucht lebten und dann wieder rückfällig wurden oder in eine andere Sucht rutschten. Ich weiss von mir, dass ich anfällig für Süchte jeglicher Art bin. Zwei Themen bei mir sind ja noch die Magersucht und Dermatillomanie ( :wink: Sucht "Pickel", Poren und ähnliches auszudrücken, was unschöne Narben hinterlässt). Ersteres hat sich aber, als Nebenerscheinung von meinem lesen hier (?), eingeschränkt. Seit ich hier mitlese halte ich mein Gewicht und nehme nicht mehr ab - und das seltsame daran: es stört mich nicht!

    Du hattest 10 Jahre lang eine Psychotherapie? Immer beim gleichen Psychologen? Könntest Du Dir vorstellen, wieder eine Therapie zu "machen"? Ging es in der Therapie denn hauptsächlich um Deine Sucht?

    Ich nehme mir oft vor, wieder mit Meditation zu beginnen. Wir "mussten" ja in der Langzeittherapie (wo ich 10 Monate war - da war ich knapp 18 Jahre alt. uff, ist das schon 15 Jahre her? :shock: ) täglich zweimal ca. 45-60 Minuten meditieren und nach anfänglicher Abwehr, genoss ich die Zeit manchmal auch. Ich denke, es hat mir viel gebracht, was "Gefühle annehmen und aushalten/durchleben/akzeptieren" angeht. Aber ich habe momentan irgendwie einfach die Ruhe (in mir) dazu nicht - oder wahrscheinlich bin ich einfach nur zu faul. :wink:


    Zitat

    Nur wenn man sein eigenes Verhalten, Gefühle etc. überprüft, kann man es beleuchten und sich klar machen.

    Dem ist nichts hinzuzufügen.

    Mein Alkoholentzug war praktisch keiner. Ich zitterte (aber das tat ich sonst ja jeden Morgen auch), war sehr dünnhäutig und schwitzte natürlich. Aber das war`s dann in etwa auch schon. Jedesmal, wenn ich eine Trinkpause eingelegt hatte, wartete ich auf einen Entzug, wie ich ihn vom Heroin her kannte. Glücklicherweise musste ich vom Alkohol keinen solch schrecklichen Entzug durchmachen wie Du und sicher viele andere hier! Und ich möchte es auch nie erleben.

    Die Lösung Deine Mutter und Dich gleichzeitig zu hospitalisieren, war schlau. Du pflegst Deine Mutter immer noch?

    Es ist auch nicht so, dass mich die Schuldgefühle meiner Mutter und meinen Kindern gegenüber fast auffrisst. Mir kommt das einfach hin und wieder, wenn ich meiner Mutter gegenübersitze plötzlich in den Sinn - aber eben, ich bin mir sicher, sie weiss, wie leid es mir tut. Und daher hat es auch (noch) keinen Sinn, mich und meine Mutter (welcher es auch nicht angenehm wäre) zu diesem Gespräch zu zwingen.

    Und wie Du schreibst, es nützt ja nichts, wenn ich mich von dem schlechten Gewissen fertig "machen lasse". Sowas brauche ich gerade überhaupt nicht - da beschäftige ich mich lieber anders (lesen hier, ....).

    Ich musste laut lachen, als ich las, wie Du Dir vorgestellt hast, wie ich da aus dem Mund sabbernd das Bier verabschiedete und fast Trauerworte sprach :lol: Nein, es war ja auch keine grosse Sache. Das ging ratzfatz - nur der Geruch .... . Er hat mich angeekelt und doch hätte ich am liebsten was davon getrunken.

    So, ich wünsche Dir alles Liebe und grüsse Dich, liv

    Hi Micha,

    ja, dass das Bier weg ist, ist gut. Das war, wie gesagt, meine fetteste Leiche im Keller und ich fühle mich hier jetzt nicht mehr so "verlogen" und uneinsichtig. Ich habe jetzt auch nicht, wie "normalerweise", wenn ich kein Bier im Haus hatte, dauernd den Gedanken, ich müsste mir was für den Notfall holen. Es gibt ja keinen Notfall, den man mit Alkohol entschärfen könnte ... .

    Tja, das mit dem Whisky meines Partners ist so eine Sache. Er bekommt alle zwei/drei Jahre mal einen teuren Whisky von seinen Freunden geschenkt, von welchem er sich alle paar Monate mal was gönnt. Den wegzuleeren oder wegzugeben würde ihm wohl das Herz brechen :D - nein, so tragisch ist es nicht, aber das ist schon ein bisschen "sein Heiligtum". Naja, kommt vielleicht noch, dass ich mir selber klar werde, dass es besser ist, wenn er (der Whisky :wink: ) weg kommt.

    Den erweiterten Forenzugang habe ich beantragt und schon einbezahlt. So werde ich dann dort mehr auch über mein Hobby und so schreiben, was hier meine Anonymität unter Umständen gefährden könnte (auch wenn es natürlich unwahrscheinlich wäre.

    Ich grüsse Dich herzlich, liv

    hi Micha und Brigitte,

    finde gerade irgendwie die Ruhe nicht, um hier geordnet was zu schreiben - ich melde mich dann spätestens morgen wieder.

    Ich wünsche Euch eine gute Nacht (naja, ist ja noch Abend) und grüsse Euch von Herzen, liv