Beiträge von liv

    Hallo Prinzessin,

    jetzt habe ich diesen ganzen Thread nochmals durchgelesen.

    Anfangs dachte ich, ja super, die Prinzessin ist offen und bereit, Einwände zu überdenken und jetzt plötzlich scheint keiner mehr Dich zu erreichen, ausser er spricht Dir nach dem Mund.

    Was hat sich am 3. und 4. plötzlich so verändert, dass Du Erfahrungen nicht mehr annehmen magst und schreibst, wir wollen Dir hier was aufdrücken?

    Zitat

    einstudierten "Glaubenssätzen"

    Die Grundbausteine, sind keineswegs einstudierte Glaubenssätze, es sind gelebte Erfahrungen, die sich durch viele Mitglieder hier im Forum immer wieder bestätigen. Sowohl im positiven als auch negativen Sinn! Wir haben hier schon unzählige Leute kommen und leider auch wieder gehen sehen, und alle wussten sie es besser; sie waren auch "individuell". Alle dachten, sie hätten nun nach ein paar Tagen den Durchblick und wussten es besser. Mit etwas Glück tauchen sie Jahre später wieder hier auf und beginnen von vorne. Denkst Du, wir würden uns die Mühe machen, Dir hier unsere Erfahrungen anzubieten, wenn wir Dir bloss was aufdrücken wollten? Was hätten wir denn davon? Wir sind hier keine Sekte und haben auch finanziell keinen Vorteil, wenn wir Dich hier wachrütteln wollen.

    Zitat

    Eigentlich brauche ich keine besondere Vorgehensweise. Ich lass keinen Alkohol meine Kehle runterrinnen. .

    Warum hast Du das denn nicht schon vor zwei Monaten gemacht? Was hat sich so schlagartig geändert, dass Dein Nicht-Wissen/Nicht-Können von vor zwei Wochen in überzeugtes Wissen und Können am heutigen Tage gewandelt hat?

    Du schreibst irgendwo anfangs:

    Zitat

    auf den Schlipps getreten fühle ist der, dass ich die gesellschafftliche Meinung "Säufer = assozial, dumm, Untermensch" immer so im angstvollem Hinterstübchen habe.

    und dann:

    Zitat

    ich habe auch während ich getrunken habe (immer nur abends - aber das kannst du ja in meiner Vorstellung lesen) eine Einrichtung geleitet, mehrere Ausbildungen gemacht, drei Kinder großgezogen. Nicht jeder Alkoholkranke Mensch ist rund um die Uhr besoffen, arbeitslos, assozial - aber gerade das solltest eigentlich du vertreten.

    Also bist Du eben doch auch anders, als die üblichen Alkoholiker? Erst schreibst Du, Du magst dieses Klischeedenken nicht und dann begründest Du Dein Anders-sein gerade durch dasselbe.

    Was denkst Du, mit wievielen Frischtrockenen wir diese Diskussionen führen/führten? Wieviel denken, sie seien halt nunmal anders. Sind stolz darauf, dass sie in trinkender Gesellschaft trocken bleiben können (anstatt einzusehen, dass es purer Leichtsinnigkeit ist und so rein überhaupt nichts mit Stärke zu tun hat)

    Du bist noch euphorisch (obwohl ich beim lesen Deiner letzten Beiträge das Gefühl habe, sie lässt langsam nach :wink: ) - was wenn sie erstmals ganz abklingt? Wenn das nicht-trinken keine Besonderheit mehr ist, sondern alltäglich wird.
    Ich finde es befremdlich, dass Du nach zwei Wochen denkst, Du hättest das trocken-bleiben schon total durchschaut. Es macht auf mich den Eindruck, dass Du plötzlich nur noch das annehmen möchtest, was bequem ist. Ich frage mich da ernsthaft, warum ich einen Erfahrungsaustausch versuche, wenn mich doch die Erfahrungen der anderen nicht betreffen.

    Ich bin etwas sprachlos. Aber es ist Deine Entscheidung die Erfahrungen von unzähligen die den Weg vor Dir gegangen sind anzunehmen, oder sie in den Wind zu schiessen.

    gruss liv

    Hey Prinzessin,

    find ich gut, dass Du bereit bist, genau bei Dir zu schauen. Anders geht`s wohl nicht, wenn ich wirklich trocken werden will.

    Wird dann an diesen Festtagen bei Euch überhaupt kein Alkohol getrunken? Weiss der Besuch bescheid über Deine Krankheit?
    Ich will jetzt nicht fies sein :wink: , aber der Sucht in Dir wäre es ziemlich egal, ob Kinder mit dabei sind. Das hielte sie nicht davor zurück, zuzuschlagen.
    Ich habe in letzter Zeit hier im Forum einfach zu viele Rückfälle "gesehen", um mit gutem Gewissen nicht danach zu fragen.

    Gruss liv

    Hallo anonymous,

    Ich schätze, das hat was mit der "Verbindlichkeit" zu tun. Sobald ich anfange zu meiner Alkoholsucht zu stehen und den Willen äussere, trocken zu leben, werden auch (vielleicht ungewollte) Erwartungen in mich gesetzt, die ich ja enttäuschen könnte.
    Wenn ein Freund weiss, dass ich trockene Alkoholikerin bin, wird er mich darauf ansprechen, falls er mich trinken sieht oder davon hört. Weiss es keiner, bastle ich noch für mich alleine an der Trockenheit herum, kann ich wieder saufen und keinem wird mich darauf ansprechen. Das sind riesige Hintertürchen, die mir den Draht zum Alkohol warm behalten.

    Es braucht Mut, sich zu outen und Hilfe anzunehmen. Aber so ganz alleine zuhause (auch trotz Forum) trocken zu bleiben, ohne, dass ich sonst Veränderungen im Leben vornehme, ist in meinen Augen unmöglich. Es ist ja nicht nur genau der isolierte Moment des Trinkens, den die Alkoholsucht ausmacht. Es ist nicht die Bewegung der Hand, die das Glas an die Lippen führt, die abtrainiert werden muss.
    Es sind in grossem Masse das Denken, die Gedankenspiralen, die Einstellung, der Alltag, schlichtweg die Sucht. Und die geht zu tief, als dass sie halbmotiviert angegangen werden könnte. Sie lässt uns einfach nicht überall die Möglichkeit, den bequemen Weg zu wählen.

    Du schreibst, Du hast noch nicht kapituliert. Siehst Du Dich denn nicht als Alkoholikerin? Denkst Du, es gibt noch einen Weg zurück zum normalen Trinken? Ich meine die Fragen nicht rhetorisch, sondern ehrlich interessiert.

    Ich wünsche Dir alles Gute!

    gruss liv

    Hallo Prinzessin,

    da gibt`s schon einen kleinen Trick :wink: . Wenn Dein Antwortfeld aufgeht und Du etwas nach unten scrollst erscheinen da die letzten Beiträge. Dort kannst ebenfalls noch runterscrollen. Versuch`s mal :wink: .

    Du schreibst:

    Zitat

    Es gibt also kaum Plätze oder Gruppen die ich meiden muss/soll. Bis auf mein Zuhause.


    Das lese ich hier öfters bei frisch Trockenen. Ich denke, auch wenn ich hauptsächlich zuhause getrunken habe, macht es was mit mir, wenn ich Leuten beim trinken zusehe. Jedes Bier am Nachbartisch im Restaurant hat mich am Anfang - manchmal erst unmerklich - in seinen Bann gezogen. Mir war`s in dem Moment manchmal nicht mal bewusst, aber Tage später hatte ich plötzlich Saufdruck und ich fiel aus allen Wolken. Daher finde ich es sehr sinnvoll, dass hier oft geraten wird, im ersten Jahr keine Veranstaltungen, wo getrunken wird (Geburtstage/Silvester) aufzusuchen. Danach sind viele soweit, dass sie gar kein Interesse mehr daran haben, sich mit angetrunkenen Menschen auseinanderzusetzen.

    Hast Du schon Pläne für die Festtage und Silvester/Neujahr?

    gruss liv

    Hallo anonymous,

    ich bin hier im Forum, um eben genau im Notfall "zerpflückt" zu werden, um Meinungen und Gedanken anderer zu hören. Ich bin hier, um trocken zu werden und zu bleiben. Um genau hinzuschauen und dazu sogar noch gratis tolle Hilfe zu haben :wink: .

    Und ja, ich fände es sinnvoll hier meinen Tagesablauf genau anzugucken, wenn ich zweimal rückfällig geworden wäre. Das ist doch Zeichen, dass was nicht optimal läuft in meinem Alltag oder meiner Trockenheit; dass da noch Stolpersteine liegen, die ich vielleicht besser auf die Seite räume.
    Nach meinem Rückfall war ich ganz erpicht darauf, herauszufinden, wie das "geschehen" und wie ich ein weiteres Trinken verhindern konnte. Das herauszufinden, war mir wichtiger, als "nicht zerpflückt zu werden". Da gab es keinen Schein-wahren mehr. Es ging um meine Trockenheit, um mein Leben.

    Fragst Du mich ernsthaft, was ich Dir damit sagen möchte, dass Du nur einen von zwei Rückfällen zeitnah berichtet hast?
    Es ist Dein gutes Recht, Rückfälle hier zu verschweigen. Aber das macht auf mich schon etwas den Eindruck, dass Du hier nur Halbwahrheiten berichtest. Und dass das dann Misstrauen weckt, finde ich verständlich.

    Zitat

    keine Probleme ohne Alkohol weiter zu Leben


    Meinst Du das im ernst? Seit wann ist das denn so?

    Bei mir in der Realen wird von den "Alten", die alle mehrere Jahrzehnte trocken sind, oft gesagt: Es gibt keine passive Nüchternheit. Und das denke ich auch. Wenn ich trocken werden und bleiben will, muss ich etwas dafür tun; muss ich bereit sein, genau hinzugucken und je nach Bedarf Veränderungen in meinem Alltagsleben vornehmen. Ich muss auch da hingucken, wo`s nicht so angenehm und bequem ist. Ich bin ehrlich in meiner realen SHG und hier (dies hier ist meine wichtigste und zielführendste SHG!), sonst kann ich mir den Besuch dort ja ersparen. Ich bin hier und in der Realen, um meine Schwachstellen durch die intensive Auseinandersetzung mit meiner Sucht zu erkennen.

    Ich bin seit mehr als fünfeinhalb Jahren hier und berichte noch immer ehrlich über mich, versuche Kritik anzunehmen und auszuhalten und nicht um hier umhätschelt zu werden. Es wurde noch keiner trocken-gestreichelt.
    Aber, ich schreibe hier wohl gegen Windmühlen und will Dich ja nicht noch mehr ärgern. Wenn meine Hilfeversuche unerwünscht sind, lass ich es lieber :wink: .

    Ich wünsche Dir alles Gute!

    gruss liv

    PS: Habe erst jetzt gesehen, dass schon eine Menge mehr Beiträge da sind.
    Ich habe hier nur einmal gelesen, dass Dir vermeintlich unterstellt wurde, Du würdest nach wie vor trinken.

    Hallo Nyana,

    willkommen im Forum!

    Ich habe heute noch immer (hm, wenn ich genau nachdenke zwar schon länger nicht mehr ...) manchmal Alkoholträume. Aber ich denke, das ist absolut normal und hat nichts mit Vernachlässigung der Trocken"arbeit" oder zu geringem Abstand zum Alkohol zu tun. Heute machen sie mir einfach keinen grossen Eindruck mehr. Und natürlich wurden sie viiiiel weniger.

    Meine Kapitualtion ... schwierig .... bei mir war das nicht ein Ereignis, das mich von heute auf morgen geläutert hat. Es war ein schleichender Prozess, die Summe all der negativen Auswirkungen und Erlebnissen: Die andauernde Zermürbung, das tägliche Scheitern meiner Vorsätze, die Schuldgefühle mir selber und meinen Kindern gegenüber, die Unfähigkeit so einer geregelten Arbeit nachzugehen (da meine Entzugserscheinungen morgens einfach zu augenscheinlich gewesen wären), das permantente Vergessen von gesagtem, versprochenem, vereinbarten, immer die Sorge, ob ich noch genug Bier im Haus habe, das tägliche Versagen, die Übelkeit, die Entzugserscheinungen, die Scham, das scheinbare "keine Wahl haben", ... (ich könnte ewig so weitermachen :wink: ).

    Wenn ich heute zurückdenke, sind da schon bestimmte Erlebnisse, die mich zwar in genau dem Moment nicht vom Saufen abhalten konnten, die sich mir aber ins Gehirn gebrannt haben. Das sind Gefühle und Bilder, auf die ich jederzeit Zugriff habe; die ich auch gar nicht vergessen möchte, weil sie abschreckend auf mich wirken. Zu oft habe ich mir bewiesen, dass ich den Kampf gegen den Alkohol nicht gewinnen kann. Ich kann`s immer und immer wieder versuchen oder den Kampf beenden und dem Alkohol den Rücken kehren.

    Hui, das wurde länger als geplant :lol: . Sorry! :wink:

    gruss liv

    Hallo anonymous,

    ich finde es gefährlich allzu salopp mit einem Rückfall umzugehen. Hier im Thread schreiben sich seit Tagen viele die Finger wund, machen sich Gedanken und sinnieren, nur von Dir lese ich keine konkreten Pläne, keine gezielte Auseinandersetzung mit den Rückfällen. Einfach mehr Fernseh gucken wird wohl der Sucht in Dir keinen grossen Eindruck machen ... .

    Was mich auch etwas irritiert ist, dass Du schreibst, Du hattest in letzter Zeit zweimal Bier getrunken. Habe ich im Thread einfach zu wenig weit zurückgeforscht? Hast Du über Deinen ersten Bierkonsum hier berichtet? Ich kann, so auf die Schnelle, nichts dazu finden.

    Gruss liv

    Hallo Lito

    Zitat

    dass meinem Denken und Fühlen, lange bevor !!! mich das erste Glas runterzieht wie eine Lawine, größte Beachtung geschenkt werden muss.

    Auch wenn schon alles gesagt wurde, möchte ich das nochmals unterstreichen. Schon lange vor meinem Rückfall im 09 liess ich zuviele Gedanken an Alkohol zu. Ich dachte ich bekämpfe sie, wenn ich sie durchlebe, mich quasi total hindurchdenke. Ich stellte mich auf Proben, wie, im Supermarkt ein Bier in die Hand zu nehmen, nur um mir zu beweisen, dass ich es wieder zurückstellen kann (wenn ich jetzt darüber nachdenke, ein absoluter Blödsinn :roll: ). Öfters hatte ich Suchtdruck und überlegte, wie ich mich während und nach einem Rückfall verhalten würde. Heute denke ich, dass es für mich nicht gut ist, jeden Alkgedanken zu analysieren; ich lasse mich nicht mehr auf Gedankenspiele ein, die schlussendlich in der Gedankenspirale enden. Irgendwann nämlich war ich damals über den Punkt hinaus, ich konnte die Gedanken nicht mehr stoppen und von da ab war`s quasi ein Selbstläufer.

    Darum achte ich heute sehr gut auf meine Gedanken. Und ich versuche sie sofort zu stoppen, wenn ich merke, dass sie in eine falsche Richtung gehen; wenn sie zu alk-lastig werden. Es fällt mir schwer, genau zu erklären was ich meine ... :oops: . Naja, was soll`s? :lol:

    gruss liv

    Ok liebe Linde,

    dann mach ich mal den Anfang. Also ich könnte am 25.12. von 18:00 bis 20:00 und am 26.12. von 20:00 bis 22:00.

    Wie jedes Jahr würde ich mich freuen, wenn sich noch jemand dazugesellt; aber ich mach`s sonst auch alleine.

    gruss liv

    Hallo Jonas,

    nein, kenne ich nicht. Ist hier auch nicht mein Dringendstes. :wink:
    Mit Deinen eigenen Worten könnte ich wahrscheinlich noch mehr viel anfangen, fände ich authentischer. Aber jeder, wie er will.

    Ich will hier auch nicht lange herumdiskutieren, denn das bringt uns eventuell beiden nichts. Ich verstehe Selbsthilfe einfach ungefähr so (auch wenn das sicher nicht einwandfrei korrekt ist), dass jeder, wenn er will, seine Erfahrung zum Thema (und auch sonst) beisteuert und ich das für mich herausziehen kann, was mir etwas bringt. Nichts anderes versuchte ich. Es waren meine Erfahrungen, Du kannst nehmen davon was Du willst und in die Tonne kloppen was Du nicht gebrauchen kannst.

    Alles Gute! :D

    gruss liv

    Huhu Jonas,

    Zitat

    Was sich mir nicht erschließt: obwohl du selbst nicht "theoretisierst", hälst du es für gefährlich und leitest sogar mögliche negative Folgen aus dem "Theoretisieren" ab. Analog: obwohl ich Kirschkuchen überhaupt nicht kenne, bevorzuge ich Pfirsichkuchen, denn ich halte Kirschkuchen für gefährlich, weil er sich hinter Apfelstrudel versteckt.

    Du schreibst über mich, analysierst mich, stellst meinen Beitrag in Frage. Das meine ich ungefähr, wenn ich schreibe, dass sich hinter Theorien und Gedankenkonstrukten, leicht verstecken lässt. Aber egal. Nur in einem muss ich Dir widersprechen, ich theoretisiere nicht, es ist meine Erfahrung, die ich Dir hier angeboten habe. In so ein paar Jährchen Forum sieht man vieles .. und manches immer und immer wieder :wink: .

    Gruss liv

    Hallo Jonas,

    Dein Thread macht mir irgendwie Angst :shock::lol:.

    Ich lese Unmengen an Fremdwörtern, die mir das Gefühl geben intellektuell auf dem Stand eines minderbemittelten Goldfisches zu sein.
    Natürlich könnte ich alles nachschlagen; aber ich mach bequemlichkeitshalber lieber eine für mich wichtige Übung
    in "nicht alles und jeden verstehen zu wollen/müssen/können" daraus :wink: .
    Daher nur kurz von mir:

    Mir persönlich hat es auf meinem Weg in die Trockenheit sehr geholfen, ganz klar bei mir zu schauen; zu gucken,
    wie kann ich lernen trotz vorhandener Sucht zufrieden abstinent zu leben.
    Theorie xy ist vielleicht nett zu verstehen und zu diskutieren, aber "trocken-denken" funktioniert bei mir nicht -
    daher halte ich mich ans Alltägliche, an meine Sucht, meine Stärken und Schwächen, das Erkennen und Verstehen meiner persönlichen Gefahrenquellen,
    den direkten Austausch über meine Sucht. Ich stehe im Leben nicht in einem Buch oder einer Fachzeitschrift.

    Zu viel Theoretisieren empfinde ich zu Beginn einer Abstinenz als gefährlich, weil es mir geradezu anbietet,
    mich hinter Theorien und ausweichenden Antworten zu verstecken. Doch eben ganz genau bei mir hinzuschauen und,
    vor allem, auch die Gefühle klar zu benennen hat sich bei mir bisher bewährt.

    Ich wünsche Dir weiterhin alles Gute!

    gruss liv

    Hallo Angela,

    es tut mir wirklich sehr leid.

    Aber Du weisst selber, dass zu saufen überhaupt nichts besser macht. Im Gegenteil.
    Ich weiss nicht, ob Du schon mal einen Rückfall hattest. Ich schon und kann Dir nur sagen,
    dass sich der Tag danach (und nicht nur der) ganz elend anfühlt. Ich hab`s unglaublich bereut.
    Ich wünsche Dir sehr, dass Du diese Erfahrung nicht machen musst!

    Wie schon x-fach geschrieben hilft meistens viel Wasser trinken tatsächlich sehr.
    Es ist auch wichtig, finde ich, die Trauer zuzulassen. Zu weinen. Zu schimpfen oder schreien. Hier zu schreiben. Tun, wonach Dir ist ... ausser saufen natürlich.
    Mir gefallen auch die Gedanken von Pleja sehr:

    Zitat

    Ich persönlich hätte in deiner Situation die Einstellung: Ich saufe jetzt erst Recht nicht, denn damit würde ich das Andenken an meinen geliebten Hund zerstören.
    Als mein treuester Begleiter über soviele Jahre hat er es mehr als verdient, dass ich seinen Tod mit klarem Kopf und in aller Intensität betrauere

    Tu Dir was zuliebe, bleib trocken.

    Alles Gute!!

    gruss liv

    Hallo Steffi,

    ich hatte vor drei Jahren auch einen eintägigen Rückfall. Der Saufdruck hat sich damals über Wochen aufgebaut - ich sah keine Ausweichmöglichkeit. Ich weiss nicht, wie ich damals wirklich drumherum gekommen wäre; aber dieser Rückfall hat mir die Augen so richtig geöffnet. All das, was ich mir vom wieder-trinken erhofft hatte, war ganz anders. Nichts mit wohligem Gefühl, keine Erleichterung, keinen Moment der Zufriedenheit und Unbekümmertheit. Es war einfach nur "kalt, hart, eklig und düster". Diese Erfahrung steckt mir heute noch in den Knochen und in der Erinnerung. Trinken hat für mich jeglichen Reiz verloren.

    Nun gut, Du hast wieder getrunken. Nun kommt es darauf an, wie es für Dich weitergehen soll. Hast Du schon irgendwelche "Pläne"? Ideen, was Du anders angehen musst, worauf Du Dein Augenmerk richten solltest?

    Ich wünsche Dir alles Gute!

    gruss liv

    Lieber zerfreila,

    auch ich möchte Dir nachträglich noch ganz herzlich zu diesen Deinen vier trockenen Jahren gratulieren und Dir weiter auf Deinem Weg von Herzen alles Gute wünschen!!

    Ich find`s klasse, Dich hier im Offenen weiterhin manchmal lesen zu können :D .

    gruss liv