Beiträge von liv

    Hey MaryLou,

    herzlich willkommen im Forum!

    Nach ganz kurzer Trockenheit kam ich auch auf die Idee, übrig gebliebene volle Bierdosen auszuleeren.
    Das war ein Fehler. Der Geruch hat mir ziemlich übel mitgespielt. Es entstand unnötig Suchtdruck, der auch hätte zum Rückfall führen können.
    Heute würde ich auch die vollen Dosen wegwerfen oder jemand anderen bitten, sie wegzuschütten, wenn ich nicht anwesend bin.

    Alles Gute! Gruss liv

    Hey OF,

    da gratuliere ich natürlich lieben gerne zu diesem genialen Jubiläum!! :D

    Es ist schön, dass Du hier bei uns bist und an Deinen Gedanken teilhaben lässt!

    gruss liv

    Hallo jamor,

    genau sowas zu lesen ohne dass mein Blutdruck steigt und es dann einfach links liegen lassen,
    weils mich schlichtweg nicht interessiert, ist ein Teil meiner Trockenarbeit.
    Und der angesprochene Thread liess mich erkennen,
    dass ich mich immer weiter entwickle. Lässt mich sowas von kalt :lol: .

    gruss liv

    Huhu Hartmut und Kim

    Hartmut, ich wusste, dass das kommt :lol: .

    Niemals würde ich einen Rückfall verharmlosen - meiner zumindest war ganz ganz schrecklich und ekelerregend. Ich war wie wohl alle hier ernsthaft auf dem Weg und gab mir die grösste Mühe alles richtig zu machen. Nur habe ich mich dabei total verstrickt. Nun ist der Rückfall damals passiert. Wie soll ich denn im Nachhinein mit einem Rückfall umgehen? Es gibt ja dann nur zwei Wege: Entweder ich akzeptiere das Geschehene, stehe sofort wieder auf und ziehe meine Schlüsse daraus ... oder ich sauf gleich weiter.

    Ich muss mich nachher ja irgendwie arrangieren und wenigstens das draus ziehen, was ich draus ziehen kann - oder ich kann mich solange selbstkasteien, bis mir das Saufen als kleineres Übel erscheint. Ich schreibe hier im Forum öfters von meinem Rückfall, um den Lesenden die Illusion zu nehmen, die ich selber damals hatte: nämlich, dass Trinken mir Erleichterung verschaffen könnte und mich abschalten lässt. Das versprach ich mir davon - erhalten hatte ich aber ein elendes, dreckiges Gefühl. Das angetrunken-sein fühlte sich so eklig an, dass ich versuchte mich zu übergeben, um das Gift so schnell wie möglich wieder aus dem Körper zu bekommen. Wirklich unschön. DIE Desillusion schlechthin.

    Nun gut, die Frage "wusstest Du das nicht vorher?" kann ich nur beanworten mit "ich hab`s vergessen ...verdrängt, mich von der Sucht blenden lassen".

    Ich bin und war mir bewusst, dass es ein heikles Thema ist über einen Rückfall und die Schlüsse daraus zu schreiben. Vielleicht lasse ich es in Zukunft besser - dann bin ich auf der sicheren Seite, dass keiner mein Geschriebenes so verstehen könnte, dass ich den Rückfall als was positives betrachte.

    gruss liv :wink:

    Hi Kim,

    ich habe im April 2009 zwei Jahre Abstinenz für 5 oder 6 Biere in den Sand gesetzt. Hat mich anfangs extrem gewurmt und geärgert. Wäre das nicht gewesen könnte ich bald mein 5-jähriges feiern. Aber schlussendlich macht es heute ja keinen Unterschied, ob`s nun drei oder fünf Jahre sind. Das Heute zählt. Mein Rückfall damals hat mich vieles gelehrt. Ich darf nicht mehr in meine Gedankenspiralen reingeraten und darin aus Angst verharren. Du hast aus Deinem Rückfall mitgenommen, wie wichtig es ist, eine alkfreie Wohnung zu haben.

    Ich würde niemals sagen, ein Rückfall gehört dazu und ist kein Unglück. Trotzdem hat mich mein Rückfall dahingehend weitergebracht, dass ich erleben und spüren durfte, wie mies es ist, nochmals von vorne zu beginnen.

    Ich wünsche Dir auf Deinem Weg alles Gute!

    gruss liv

    Hey Old Flatterhand,

    da schluck ich jetzt schon etwas, wenn ich Deine Worte

    Zitat

    Wer kann meinen Kummer, mein Leid und meinen Schmerz verstehen ?
    In tiefer und dunkler Nacht

    lese. Ich gebe zu, ich kann nicht immer allen Deinen Gedanken folgen; aber das brauch ich auch nicht. Du wirst sie verstehen und das reicht mir. Wie schon einmal erwähnt, hatte ich zu Beginn so meine Problemchen mit Dir und Deiner Schreibe. Da hatte ich das Gefühl, dass ich selber meine Wertigkeit und meine Daseinsberechtigung in Deinem Thread daran zu messen habe, ob ich alles verstehe oder nicht. Heute bin ich davon frei, denn ich bin überzeugt, dass es da um DICH geht und ich keine Tritte von hinten erwarten muss.

    Mich schmerzts jetzt etwas, dass ich Deine zitierten Worte nicht gänzlich einordnen kann. Ich mag Dich hier unterdessen sehr gerne und möchte natürlich nicht, dass es Dir in irgend einer Weise schlecht geht. Da ich aber eben nicht ganz folgen kann, fehlen mir etwas die Worte.

    Aber sie könnten eh nichts anderes ausdrücken, als ich jetzt halt einfach mit einem virtuellem Drücker rüberbringen möchte.

    Ich wünsche Dir von Herzen alles Gute!!

    gruss liv

    Guten Tag OF

    "Nur heute
    möchte ich spüren das die Essenz der Welt Stille ist."

    Mir wurde in letzter Zeit oft bewusst, wie wertvoll, schützenswert und gehaltvoll das stille,ruhige doch ist. Ich mag plötzlich meine sehr ruhige Seite. Laut war ich zu nassen Zeiten zur genüge.
    Danke für Deine Gedanken!

    Dir und allen hier herzliche Grüsse

    Liebe Melinak,

    für mich persönlich ist Stolz auf mich nicht dasselbe wie Zufriedenheit mit mir. Zufriedenheit mit mir selber ist für mich (!) etwas sehr "stilles", etwas für mich ganz alleine, ein kleiner Schatz. Wenn ich stolz bin, lege ich wert darauf, dass meine Leistung auch von Aussen geachtet wird.

    Aber ich denke, das sind mal wieder Spitzfindigkeiten :lol: . Auch für das Wort Demut habe ich anscheinend nicht die gleiche Auslegung wie andere.

    gruss simi

    Hey Old Flatterhand

    ich möchte Dir, wenn auch reichlich spät :oops: , noch fürs Neue Jahr nur das allerbeste wünschen.
    Ist das eine Untat nach dem 6. Januar? Weiss gar nicht ... hm.
    Da es aber von Herzen kommt, ist ja wohl nichts verwerflich daran.

    Die "Geschichte" vom Karl und Fritz hat mich wirklich zum schmunzeln gebracht.
    Passt alles so prima ... die Bibliothek :wink: .

    Liebe Grüsse, liv

    Hallo Jil,

    keinesfalls würde ich nach 8 Wochen Abstinenz (auch sonst wahrscheinlich nicht :wink: ) eine solche Veranstaltung besuchen. Härtetest ... was hast Du von einem Härtetest, wenn Du dafür nachher womöglich wieder säufst? Würdest Du einem frisch cleanen Junkie raten einen Abend in einer Wohnung zu verbringen, wo alle um ihn herum ihr Heroin oder Kokain spritzen? Fändest Du das eine tolle Übung oder eine sinn- und bodenlose Leichtsinnigkeit? :wink:

    Leider ist es nicht immer so, dass nach einem schwierigen Tag (einem Tag mit viel Saufdruck) automatisch ein "besserer" folgt. Ich bekam normalerweise erst nach solchen unsinnigen Aktionen Saufdruck. Am Abend, in der Situation konnte ich immer trocken bleiben, aber ich musste es dann Tage später bitter büssen - und es war wohl viel Glück dabei, so keinen Rückfall ausgelöst zu haben. Heute tue ich mir sowas freiwillig nicht mehr an. Ich wüsste nicht wieso.

    gruss liv

    PS: An den Weihnachtsfeiertagen und Silvester/Neujahr ist hier im Forum (wahrscheinlich) der Feiertags-Chat, wo auch Leute aus dem Offenen Bereich mitchatten können. Das ist meist kurzweilig und gesellig. Nur so als Tip.

    Hi Linde,

    dann übernehme ich
    1. Feiertag 18:00-20:00 und
    2. Feiertag 16:00-18:00

    (aber ich bin über die Weihnachtstage relativ frei und kann auch herumgeschoben werden :wink: )

    Und wie jedes Jahr, würde ich mich freuen, wenn jemand Lust hätte, die Zeitfenster mit mir zu teilen ... z.B. jemand aus dem "Co-Bereich".

    gruss simi

    Hi schnuffig,

    ich bin auch ein Mensch der totalen Extreme. Ich mache etwas entweder gar nicht oder dann extrem. Es hat sich in den Jahren der Abstinenz zwar abgeschwächt, aber ist immer noch ausgeprägt. Schön, dass Du das innert so kurzer Zeit "in den Griff" bekommen hast. Ich muss da wohl noch etwas geduldiger mit mir sein :wink: .

    gruss liv

    Guten Abend Old Flatterhand,

    seit Tagen will ich Dir schreiben, dass es mich freut,
    dass Du Dich hin und wieder bei Deinem Text an mich erinnert hast.
    Ich fürchtete schon, dass wir da ganz zu Anfang zu sehr aufeinander-
    geklatscht sind und ich einen schlechten Eindruck hinter-
    lassen habe :lol: .

    Ich komme bisher mit lesen aber einfach nicht über
    die Seite drei hinweg. Deine Texte gehen bei
    mir sowas von tief :shock: - die Parellelen sind dermassen
    gravierend. Es ist überwältigend. Deine Einträge rufen
    in mir Erinnerungen hoch, die ich weggeschoben habe. Und
    plötzlich sehe ich zahllose Situationen wieder glasklar vor mir.
    Ich spüre die Emotionen wieder, habe den Geruch in der
    Nase und ich höre die Geräusche wieder.

    Wenn ich zurückdachte, empfand ich vieles als unwichtig,
    aber wenn ich jetzt ganz ähnliches
    bei Dir lese, erscheint es mir plötzlich wichtig und prägend.
    Dies jetzt so zu lesen ist für mich schwere Kost.

    So freue ich mich, mich hier weiter in gemächlichem Tempo durch
    Deinen Thread durchlesen zu dürfen.

    Alles Gute!

    gruss liv

    Hi Old Flatterhand,

    bin grad ziemlich berührt - Du erzählst hier so grosse Teile meines Lebens :shock: .
    Mir fehlen etwas die Worte! Schön, dass ich Dich hier jetzt auch so lesen darf.

    gruss liv

    Hi mezzanine,

    dann rate ich Dir, nun schlafen zu gehen und gleich morgen früh zu gucken, dass Du so bald wie möglich in die Klinik kannst.
    Hier gross austauschen macht mit Alkohol intus wohl keinen Sinn.
    Und ob es für Deine Tochter besser zu verkraften ist, wenn Du säufst, als wenn Du mal einen Termin absagst, sei mal dahingestellt.

    gruss liv

    huhu Xenica,

    jahrelang habe ich mit dem Alkohol Kämpfe ausgetragen. Ich habe versucht ihn auszutricksen und kontrollieren. Meine Kapitulation sehe ich in dem Befreiungsschlag, den Kampf niederzulegen und Alkohol "aus dem Weg" zu gehen. Ich habe für mich genug oft ausprobiert, ein Leben mit Alkohol zu führen - klappt nicht. ICH kann`s einfach nicht. Daher sehe ich es als Befreiung nicht als Niederlage an.

    Ich kämpfe nicht mehr und sehe mich auch nicht als Siegerin. Mir wurde einfach klar, dass ich ein zufriedenes Leben nur abseits von Alkohol führen kann. Ich kapitulierte davor, es immer und immer wieder zu versuchen.

    gruss liv