Guten Tag,
auch auf die Gefahr hin, dass meine "Eingebungen wieder völlig ins Leere laufen" und ich das Thema "null, nix " treffe, wage ich es trotzdem nochmal mich zu Wort zu melden
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Ich denke, wir machen oft vieles zu kompliziert, denn ich glaube, grundsätzlich reden wir alle in etwa von demselben. Ich bin bereit, Hilfe anzunehmen. Unter Hilfe hier verstehe ich das Angebot Informationen zu bekommen. Ich bin jedoch frei zu entscheiden, was mir hilfreich erscheint. Das Angebot trifft dies natürlich nicht immer 100%ig. Da wähle ich gerne für mich aus. Daher kann ich mit mahnenden Worten im "Du musst" -Stil nichts anfangen. Es macht einfach einen Unterschied, ob jemand sagt "hier ist mein Kuchen, wenn Du magst, nimm ein Stück" oder wenn jemand mir einhämmert "iss sofort von meinem Kuchen, oder Du verhungerst". Daher hat eindringlich angebotene (aufgedrängte) Hilfe, meiner Ansicht nach, nichts mit "mehr einfühlen" zu tun - im Gegenteil, das empfinde ich als selbstsüchtig und arrogant; der Empfänger wird zu eigenen Zwecken benutzt.
Ebenfalls glaube ich, dass jeder, der hier jemand anderem schreibt mitfühlt. Ich bin überzeugt, jeder Mensch fühlt immer was. Sich einfühlen läuft zumindest bei mir immer ab, was nicht heisst, dass ich alle verstehen kann und will!!
Wenn ich jemandem schreibe, dann denke ich mir ja was dabei. Durch mein Mitfühlen, überdenke ich meine eigenen Erfahrungen dazu, wähle eine passende und biete die dann an. Dies hilft mir, durch das "erinnern" und "nicht vergessen" und dem anderen eventuell, da er sich verstanden fühlt und vielleicht sogar mit meinen Erfahrungen was anfangen kann.
Aber so läuft`s ja hier im Forum tagtäglich in jedem Thread ab.
Gefühle anderer zu übernehmen und für sie zu tragen, ist mir jedoch suspekt. Sowas habe ich noch nie erlebt ... zumindest nicht auf gesunder Ebene. Gefühle sosehr nachfühlen, mich sosehr einfühlen, dass ich die Gefühle übernehme das schon, aber dem anderen gänzlich abnehmen ... das übersteigt meinen Realtiätssinn.
gruss liv