Beiträge von liv

    Huhu klabund,

    komm gerade aus dem Freibad 8) .

    Zitat

    Komisch ist nur, dass ich in Trinkpausen damit weniger Probleme hatte, aber jetzt, wo ich mir eingestehe, dass etwas nicht stimmt, rennen die Gedanken los und klopfen die ganze Vergangenheit ab.

    Du setzt Dich jetzt natürlich ganz anders damit auseinander. Es ist eine ganz andere Ausgangslage. Da geht im Kopf soviel ab, dass ich gut verstehe, dass Du Schlafstörungen hast.
    Bei mir haben die ziemlich schnell nachgelassen, als ich selber ruhiger wurde.

    Ehrlichkeit, dem näheren Umfeld gegenüber ist wichtig, weil ich mir dadurch viele Hintertörchen schliessen. Mir wird kein Alkohol mehr angeboten (sollte zumindest :wink: ), zudem werde ich darauf angesprochen, falls ich doch mal wieder trinken will oder trinke. Es macht das "wieder-trinken" schwieriger, die Hemmschwelle ist höher.

    Auch wenn es den wenigsten von uns am Anfang gefällt :wink: , aber wir müssen lernen Geduld zu haben ... mit uns und dem Umfeld. Wenn ein Sohn zur Mutter kommt und sagt "ich bin Alkoholiker", ist das natürlich auch für diese hart zu akzeptieren. Da neigt das Umfeld gerne dazu zu verharmlosen, wohl auch um sich selber zu beruhigen. Trotzdem muss ich deutlich machen, dass ich trocken leben will und möglichst nicht mit Alkohol in Kontakt kommen will. Auch keine alkfreien Biere, alkfreien Sekt oder ähnlichen Mist!!

    Uff, was hast Du denn an diesem heissen Sommernachmittag gemacht? Fällt es Dir schwer, die Zeit, die Du vorher mit trinken verbracht hast zu füllen?

    gruss liv

    huhu klabund,

    die Sperre kommt, weil Karsten (der Admin hier) Urlaub macht und er daher eine Weile nicht online sein wird. Deshalb wird ab morgen vorerst niemand mehr für den offenen oder geschützten Bereich freigeschaltet.

    Ich selber habe auch die Erfahrung gemacht (und ich habe auch hier oft ähnliches gelesen), dass Angehörige und Bekannte, die Sache verharmlosen. "So schlimm war`s doch nicht", "eine richtige Alkoholikerin bist Du doch nicht", "ja mach mal eine kleine Pause und dann heben wir wieder einmal gemeinsam einen" sowas halt. Warum das so ist, habe ich eigentlich keine Ahnung ... hm.
    Aber die Reaktion Deiner Mutter finde ich schlussendlich gut.

    Indem ich mich irgendwo oute, halte ich auch unbewusst meinem Gegenüber einen Spiegel hin und er/sie wird sich fragen, wie es um seinen/ihren Konsum steht. Das ist nicht für alle angenehm.
    Du hast ja erkannt, dass es eine Stärke (und nicht immer einfach :wink: ) ist, Hilfe einzufordern und anzunehmen. Deine deutlichen Worte, die Du Deinem Freund gegenüber gefunden hast, waren sehr passend.

    Ich hatte schon ein wenig Bauchgrummeln, als ich Dir den Arztbesuch heute so stur aufgedrängt habe 8) - daher bin ich jetzt auch froh, dass Du es ebenfalls als Positive Erfahrung erlebt hast. *uff* :lol:

    Was die Tabletten angeht, kann ich Dir nicht weiterhelfen. Das musst Du mit Deinem Arzt zusammen entscheiden. Hast Du denn gesagt, dass Dir nicht wohl dabei ist? Oder kam das erst im nachhinein? Es wäre noch Zeit, ihn anzurufen, wenn Dich das bedrückt. :wink:

    gruss liv

    Huhu klarbund

    schön, Dich hier im offenen Bereich anzutreffen. Es erschien mir wichtig, dass Du noch vor der "Sperre" (ab morgen gibts ja für einige Tage keine Freischaltungen mehr) den Sprung hierrüber packst. Und da bist Du - dank Arztbesuch - nun. Freut mich :D . Ich wünsche Dir hier gewinnbringenden Austausch!

    Ich find`s stark, dass Du trotz allem noch heute den Weg zum Arzt gefunden hast. War`s so schlimm wie befürchtet? :wink:

    Wie waren denn die Reaktionen von Deinem Freund und Deinen Eltern? (Waren sie verharmlosend?)Und was hat das mit Dir gemacht?

    gruss liv

    hallo Old Flatterhand,

    ich wollte Dich nicht verunsichern oder provozieren.
    Die Meinungs-Unpässlichkeiten :wink: , die wir hatten,
    haben mich noch ein Weilchen beschäftigt. Damit
    auseinandergesetzt habe ich mich kurz im geschützten
    Bereich (und dabei war nicht Dein Verhalten an den
    Pranger gestellt, sondern mein "wieso fühle ich mich
    angegriffen und warum reagiere ich so .. naja kindlich?"
    war Thema).

    Seit ich das für mich so aufgebröselt habe, sehe ich die
    ganze Diskussion auch nicht mehr so eng und kann
    hier wieder "grollfrei" lesen :wink: .

    Falls ich Dir irgendwie auf den Schlips getreten bin, möchte
    ich mich dafür entschuldigen. Es war nicht meine Absicht; ich
    fühlte mich einfach persönlich angegangen, aber das ist
    ja grundsätzlich MEIN Problem.

    gruss liv

    hey Old Flatterhand (der Nick ist gut :wink: )

    ich mach jetzt mal soweit, wie ich Dich verstehen konnte :lol:

    Zitat

    Ist Sucht etwas das dich nicht oder nur sehr wenig
    treffen soll?


    Ich glaube, Sucht hat mich so gut getroffen, dass es mich beinahe umgehauen hat. Es hat die Hälfte meines bisherigen Lebens bestimmt. Aber irgendwann darf ich doch versuchen, da einen Abstand hinzubekommen. Damit dass da eine Sprosse auf meiner Leiter aus der Sucht Methadon war, dazu kann ich heute gut stehen. Ich lebe heute bis auf Kaffee, Tee und Zucker und sowas suchtmittelfrei.

    Früher sagten wir Dinge, wie "nur wer Heroin kalt entzieht, kann es schaffen ... man muss die Schmerzen ertragen, um sich lösen zu können". Meinst Du das damit? Entschuldige ich tue mich heute mit verstehen etwas schwer :lol:

    Das mit dem Hallo sagen ... könntest Du mir das genauer erklären, ich stehe auf dem Schlauch. :oops: Meinst Du damit, dass mich die Sucht wahrscheinlich irgendwann wieder einholt und überrollt?

    Ich befürchtete schon, dass das mit "weil meine Erfahrung anders ist" falsch ankommt. Ich schrieb bewusst "anders" ... ist sie doch. Nicht besser, nicht grösser einfach anders. Ich wollte mich mit Dir auf kein "ich kenn die Sucht besser"-Dingsbums stürzen und ich finde es schade, dass Du Dich dazu genötigt gefühlt hast, Dich diesbezüglich zu "rechtfertigen".

    Und den letzten Abschnitt mit dem Eishockey und Handball ... könntest Du mir das nicht einfach direkt erklären ... ist mir gerade auch etwas zu abstrakt und ich verstehe nicht, was Du mir damit sagen willst .... .

    gruss liv

    hallo Old Flatterhand,

    willkommen im Forum! :D

    Ich mag auch klare Linien, klare Worte und ehrliche Ansagen. Es freut mich, hier wieder so eine Person mehr an Bord zu wissen.

    Aber, es trifft mich etwas, wenn Depressiven quasi vorgeworfen wird, Tabletten dagegen zu nehmen. Was eine Depression bedeutet, verstand ich erst, als ich sie selbst erleben durfte. Dagegen nehme ich Anti-Derpessiva, weil ein Leben ohne für mich seit Beginn dieser Krankheit unerträglich war (hab`s oft genug versucht :roll: ).

    Mein Wille und Substitution (Methadon) haben mir damals, als ich noch an der Nadel hing, wahrscheinlich das Leben gerettet. Ich bin heute nicht mehr dagegen, dass Süchtige substituiert werden, solange kein Beikonsum vorhanden ist. Substitution ist ja nicht das Endziel ... nur bleibt es leider sehr oft Dauerlösung.

    So sehe ich gewisse Dinge halt anders, weil meine Erfahrung anders ist.

    gruss liv

    hey zusammen,

    mir grummelts ganz arg im Magen, wenn ich hier bei Euch lese. Den Ausdruck "mein eigener Alki" empfinde ich (als trockene Alkoholikerin) als enorm abwertend, verniedlichend. Es klingt wie ein Statussymbol, das man sich erworben hat und worauf man fast ein bisschen stolz ist.

    Und auch sonst verwirrt es mich, was ich hier zu lesen bekomme. Ist Co-Abhängigkeit ein Spiel, eine Krankheit oder von beidem etwas? ICH weiss es nicht, ich bin`s nicht und mein Bild das ich bisher hatte, scheint diesem Thread zu widersprechen.
    Kann mich jemand aufklären, worum es hier geht?

    gruss liv

    Liebe Jean,

    schön, mal wieder etwas von Dir zu lesen ... weniger schön, die Umstände ... .

    Vor meinem Rückfall vor zwei Jahren hämmerten die Gedanken an Alkohol so stark und erbarmungslos in meinem Kopf, dass ich manchmal dachte, ich müsste laut schreien, um mal etwas anderes zu hören. Was ich im Nachhinein anders machen würde, als ich es getan habe, war, nicht mit den Gedanken zu spielen. Ich dachte da, ich müsste mich nur genug damit auseinandersetzen und alle Hirngespinste analysieren. Doch durch dieses zusätzliche hinschauen, nahm es noch mehr Platz in meinem Kopf ein. Daher kann ich nur raten, die Gedankenspiralen so schnell wie möglich abzublocken. Sie können uns so quälen. Auch die Spielereien, wie "mal im Geschäft durch die Alkohol-Abteilung gehen", "mal wieder am Bier riechen", "alte (nasse) Plätze aufsuchen" ... das waren für mich ganz klar Vorläufer für den Rückfall.

    Ich hatte mir das Trinken in Gedanken so toll vorgestellt - und was wars? Nix. Einfach *ppfffft*. Weder der erste Schluck noch die vier Büchsen Bier danach verspürte ich die erhoffte/erwartete Erleichterung und Sorglosigkeit. Das Bereuen war danach dafür unschön. Ich fand nicht mal das leichte "Bedusselt-sein" toll. Ich fand diesen Zustand so ekelhaft und wollte nur so schnell wie möglich wieder nüchtern sein. Glaub mir, es lohnt sich nicht. Aber das weisst Du ja selber .... .

    Wie wäre es wieder mit dem Forum als Selbsthilfegruppe?

    Dir noch einen schönen Abend und alles Liebe!

    gruss liv

    Lieber Frank,

    lass Dich mal (für Dich wahrscheinlich unbekannterweise) drücken!

    Mir fehlen da etwas die Worte, aber ich möchte Dir ganz klar meinen Respekt dafür aussprechen, wie Du diese Situation annimmst und mit ihr umgehst. Ich hoffe, die Trauer überrollt Dich nicht gänzlich und Dir bleibt in jedem Moment etwas Luft zum Atmen.
    Und Du weisst ja: Alles kommt und alles geht! Auch der Schmerz ... .

    Alles Liebe und herzliche Grüsse, liv

    Hey Suchti (warum nennst Du Dich Suchti?)

    Nur leider kann man nicht erzwingen als festen Partner angenommen und geliebt zu werden. Da nützen alle Argumente nichts. Es passt für beide Seiten oder es passt nicht.
    Im Moment wird er eh damit beschäftigt sein, zuerst mal mit sich selber zurecht zu kommen, sich selber neu kennen und finden zu lernen. Zuviel Druck von aussen, denke ich, würde mich in dieser Situation in dir Flucht schlagen.

    Ich kenne mich mit Co-Abhängigkeit aber nicht aus.

    gruss liv

    Liebe Suchti,

    es ist unmöglich Dir hier irgendwelche Vorhersagen und Partnerschaftseinschätzungen zu geben.

    Jemanden lieb haben oder jemanden lieben ... da ist für mich schon ein grosser Unterschied. Aber wie es Dein "Bekannter" meint, kann hier doch keiner wissen.

    So ohne grossen Einblick und nur auf Dein Geschriebenes bezogen, kommt es mir so vor, als würdest Du an einer "Art Beziehung" festhalten wollen, die gar nie eine richtige war.

    Ob die Ex Deinem Bekannten gut tut oder nicht, können wir wohl alle nicht einschätzen und ebenfalls nicht, ob diese Beziehung eine Zukunft haben kann ... . Ich kann mir denken, welche Antworten Du Dir hier erhoffst, aber ich kann sie Dir so einfach nicht geben. Alles kommt mir irgendwie kindlich vor.

    Nach zwei Monaten kann man, meiner Meinung nach, noch nicht wirklich von Trockenheit sprechen. Dass er sich noch verändert, ist anzunehmen. Aber in welche Richtung das in Bezug auf Dich geht ... hm. Und wann er wie rückfallgefährdet ist ... wie gesagt, ich kann Dir diese Antworten nicht geben. Bei mir waren es anfangs viele verschiedene Situationen, wo ich Gefahr lief, rückfällig zu werden.

    Tut mir leid, hätte Dir gerne gesagt, dass er Dich liebt, sich prima verändert, seine Ex vom Acker zieht, ... aber es geht nicht.

    Dir alles Liebe!

    gruss liv

    Hey Frank

    kann es sein, dass Du gerade (nicht zu knapp) angetrunken bist und Dich nun verabschieden willst, weil Du ja verreist nach Amerika ... . Aber uns verlässt Du ja nicht ... verstehe ich nicht ganz :? ? gruss liv

    Hi Poster,

    Deine Situation jetzt hier mit Christian erinnert mich etwas an meine Anfangszeit hier. Als ich hier ankam, war ich auch sehr kritisch. Ich dachte, wie Christian, dass mich meine Erfahrung (wie Chr. bin ich cleaner Ex-Junkie) ja doch schon ganz erfahren sein lässt. Trotzdem wusste ganz offensichtlich nicht, wie ich erfolgreich trocken bleiben kann - sonst hätte ich es ja schon längst getan. Vieles, was mir hier gesagt wurde, stellte ich in Frage. Mir war es lieber alles zu zerpflücken, als damit zu beginnen irgendwas ernsthaft umzusetzen. In dieser Zeit gesellten sich so ein paar andere "frisch-trockene" dazu und wir unterstützten uns gegenseitig verbal. Solche Grüppchen finden sich hier immer wieder. Und ich hoffe immer, dass einige davon es schaffen, vom hohen Ross runterzukommen und den Tatsachen ins Auge zu gucken.

    Ich bin dabei geblieben, die anderen sind weg. Warum ich mit Hilfe des Forums trocken werden durfte und die anderen nicht, liegt wohl einfach daran, dass ich bereit war, auch andere Gedanken zuzulassen, anstatt sie unsachlich wegzuklatschen. Ich wollte es wenigstens versuchen. Das war mein Glück!

    Ich hoffe nun für Dich, dass der Weggang von Christian auch eine Chance für Dich sein kann. Eine Chance, den Menschen zuzuhören, die von Erfahrung sprechen und nicht denen, die versuchen ihre unbestätigten Versuche als Weisheiten zu verkaufen.

    Bleib dran!

    Gruss liv

    PS: Dieser Beitrag soll keineswegs als Angriff gegen konkrete Personen gewertet werden!!