Beiträge von henri

    Hallo Chris und herzlich willkommen

    Wenn es so mit deiner Mutter steht, dann ist es in der Tat für sie zu gefährlich, alleine zu bleiben. Ratschläge und Hilfe kannst du beim Psychosozialen Dienst, der Caritas oder der Diakonie erhalten, findest du in jeder Stadt. Dort kann man dir behilflich sein, betreutes wohnen oder ein Heim für sie zu finden. Eventuell wissen die auch noch eine andere Lösung.

    Unheilbar ist jeder Alkoholiker, denn er kann die Krankheit nur zum Stillstand bringen. Unheilbar in dem Sinn, wie du es meinst, ist sie bei niemand, aber derjenige muss selbst auch mitmachen, muss es auch selbst für sich wollen, muss bereit sein, Hilfe anzunehmen, dann kann er es schaffen. Wie du aber deine Mutter schilderst, ist sie weit davon entfernt das zu wollen. Sie müsste nach der Entgiftung im Krankenhaus, eine Therapie mitmachen und gleichzeitig auch die Medikamente wegen ihrer MD eingestellt bekommen. Wenn sie bereit ist, diese Hilfe anzunehmen und ernsthaft trocken werden will, kann sie es durchaus schaffen, aber es wird ein sehr hartes Stück Arbeit für sie werden.

    Lieben Gruß
    Henri

    Hallo Alkomato und herzlich willkommen

    Die Gynäkomastie sollte in dem Alter so langsam verschwinden, kann aber auch in seltenen Fällen sogar noch ein paar Jahre anhalten. Alkohol trinken wird dir dabei auch nicht helfen, im Gegenteil, durch das Östrogen das im Hopfen enthalten ist, wird sie durch Biertrinken noch verstärkt. Wenn die Gynäkomastie sich zu stark bemerkbar macht oder auch zu lange anhält, ist ein Besuch beim Hausarzt zu empfehlen. Es gibt sicher Medizin, die dir bei diesem Problem helfen kann.

    Da ich annehme, dass du nicht täglich trinkst, sondern nur dann, wenn ein Problem ansteht, sollte es für dich möglich sein, mit trinken aufzuhören, ohne dass größere Entzugserscheinungen auftreten. Versuche mal ein bisschen zu analysieren, wann und bei welchen Gelegenheiten du trinkst. Wenn dann so eine Situation bevorsteht, dann frag dich, was das Trinken bewirken soll. Das Problem an sich wird damit nicht gelöst, aber durch den Alk bist du nicht mehr in der Lage, es zu lösen. Wenn du dir das bewusst machst, sollte es möglich sein, genau in dieser Lage nicht zu trinken und die Gefühle auch auszuhalten. Probier es aus, du kannst es schaffen.

    Gruß Henri

    Hallo lotta

    Das ist doch eine sehr gute Mitteilung. Wenn er freiwillig weitermacht, es also für sich und nicht wegen euch macht, dann hat er den festen Willen sich zu ändern. Vor allem aber hat er sich eingestanden, abhängig zu sein. Das ist eine der wichtigsten Voraussetzungen um trocken zu werden und auch zu bleiben. Zweites KH, da vermute ich, dass es sich um eine qualifizierte Entgiftung handelt, in der auch Gespräche mit Therapeuten stattfinden. Ein Therapieplatz steht selten so schnell zur Verfügung. Es kann sehr schnell gehen, kann aber auch ein paar Monate dauern. Das wird darauf ankommen, wie dringlich es gemacht wird und ob Therapieplätze in den Kliniken zur Verfügung stehen.

    Lieben Gruß
    Henri

    Hallo Daniela

    Herzlichen Glückwunsch zu den 2 Monaten in Freiheit. Da du anfangs nicht nur mit dir selbst zu kämpfen hattest, sondern es dir auch noch sehr schwer gemacht worden ist, sind die zwei Monate viel höher zu bewerten und du kannst mit Recht sehr stolz auf dich sein. Zwei Monate sind schon mehr als ein Anfang und ich bin sicher, dass du es auch weiterhin schaffen wirst.

    Lieben Gruß
    Henri

    Hallo fingerhut und herzlich willkommen

    Den Kontakt abzubrechen hilft ihr auch nicht weiter. Nach fünf Jahren einen Rückfall zu haben, wird sie nicht so leicht verkraften, denn je länger jemand trocken ist, je schwerer trifft ihn so ein Rückfall und es macht sich auch Hoffnungslosigkeit breit, es nicht zu schaffen. So ein Rückfall kann auch nach jahrelanger Abstinenz noch passieren. Redet morgen vernünftig mit ihr, wie sie sich vorstellt, dass es weitergeht. Weiterhin trinken kann sie auch nicht für sinnvoll halten. Wenn sie an die Zeit vor dem trinken anknüpfen kann, dann kann sie es auch weiterhin schaffen trocken zu bleiben. Da sie allerdings in den letzten Jahren schon öfter eine Therapie deswegen gemacht hat, dann scheint sie doch noch nicht so gefestigt zu sein, wenn sie solche „Kleinigkeiten“ gleich umhauen. Eine Entgiftung und eine erneute Therapie wären also nicht so abwegig.

    Ihr könntet auch versuchen, jemand aus ihrer Gruppe dazu zu bitten. Die- oder derjenige hat Ahnung vom Alkoholismus, kennt deine Mutter und hat deshalb vielleicht auch ein bisschen Einfluss auf sie. Vor allem aber kann er besser abschätzen, ob eine Therapie ihr was bringt, hier aus der Ferne ist das doch etwas schwieriger.

    Lieben Gruß
    Henri

    Hallo Cassy

    Es gibt noch die Möglichkeit, dass du immer wenn er betrunken ist, ihn einfach nicht beachtest und ihn links liegen lässt. Das hat eine gewisse Wirkung auf ihn und es tut ihm auch weh. Wenn er aber dauernd betrunken ist, dann wird ihm das gar nicht so sehr auffallen und es hat doch nicht die erwünschte Wirkung. Sonst führt es dazu, dass er sich doch Gedanken macht. Es fehlt ihm etwas und er wird vor die Wahl gestellt, trinken aber ohne dich oder nicht trinken und aber du bist für ihn da. Es hätte aber für dich den Vorteil, dass du wieder etwas mehr Selbständigkeit zurückbekommst. Bau dir deinen eigenen Freundeskreis auf, tu etwas für dich und finde dich damit ab, dass du ihm nicht helfen kannst. Du kannst aber auch zur Suchtberatung gehen. Dort kannst du dir auch Hilfe holen, denn die beraten nicht nur die Abhängigen sondern auch die Angehörigen.

    Du kannst es nicht ganz vermeiden, aber pass auf, dass du nicht zu sehr in die Co-Abhängigkeit hineingerätst. Dein täglicher Ablauf darf sich nicht nach ihm richten, sondern nach deinen Bedürfnissen und Wünschen.

    Lieben Gruß
    Henri

    Hallo Shalimar und herzlich willkommen

    Hast du schon mit deinem Mann über sein Problem geredet? Wenn nicht, dann mach ihm klar, dass er nicht nur sich körperlich, sondern auch dich seelisch fertig macht. Das musst du allerdings mit ihm bereden wenn er nüchtern ist, betrunken lässt er sich sowieso nichts sagen.

    Wenn er einsieht, dass er zuviel trinkt und damit aufhören will, dann macht sofort einen Termin beim Hausarzt und am besten auch bei der Suchtberatung. Da er schon sehr abhängig ist, ist eine Entgiftung im Krankenhaus ratsam. Ein plötzlicher Entzug zuhause kann zu schweren Entzugserscheinungen führen, wogegen sein morgendliche zittern nur ein kleiner Anfang davon ist. Im Krankenhaus kann er Medikamente gegen die Entzugserscheinungen bekommen, die das ganze erträglicher machen. Eine Entgiftung allein reicht aber nicht aus, denn er muss auch sich und seine Gewohnheiten ändern. Deshalb ist anschließend eine Therapie, ambulant oder stationär zu empfehlen. Diese wird von der Suchtberatung beantragt. Dort werdet ihr auch beraten, welche Art von Therapie für ihn in Frage kommt.

    Wenn er aber nichts ändern will und so weitermacht wie bisher, dann kannst du dir auch bei Suchtberatung Hilfe holen, denn die sind auch für die Beratung der Angehörigen da. Mach dich dann schon mit dem Gedanken vertraut, dass du dich von ihm trennen musst, ob für immer oder nur zeitlich begrenzt wird sich zeigen müssen.

    Lieben Gruß
    Henri

    Hallo Cassy

    Dann mach ihm mal klar, dass du das nicht mehr so mitmachst. Da er aber nicht mit sich reden lässt, nicht einmal zugibt dass er trinkt, wirst du dir überlegen müssen, ob du dir das weiterhin gefallen lässt oder ob möglicherweise eine Trennung in Betracht kommen wird. Aber, wenn du davon etwas zu ihm sagst, dann musst du bereit sein, das auch so durchzuziehen. Eine andere Möglichkeit sehe ich im Moment nicht.

    Lieben Gruß
    Henri

    Hallo Sünni

    Fast eine Flasche pro Tag, wie Lilly von ausgeht, erscheint mir so viel, dass dein AG das schon längst nicht mehr mitgemacht hätte. Vier bis 5 Flaschen je Monat gleichmäßig auf alle Tage verteilt (25 g Alk.), wäre so wenig, dass du jederzeit noch mit dem Auto fahren könntest. Warum du dann aber eine Entziehung im Krankenhaus machen willst, verstehe ich nicht. Irgendwie scheinen da doch noch Infos zu fehlen.

    Gruß Henri

    Hallo mitsch und herzlich willkommen

    Wenn dein Vater 16 Jahre trocken war, dann rückfällig wurde, dann wird ihn das ganz besonders hart treffen und er hat das Gefühl, die 16 Jahre waren umsonst. Wenn er es schafft, wieder an die Zeit vor seinem Ausrutscher anzuknüpfen, dann sollte er es auch weiterhin schaffen trocken zu bleiben. Um aber auch moralische Unterstützung zu bekommen ist es vorteilhaft, wenn er in eine Selbsthilfegruppe gehen würde. Dort kann er mit Leuten reden, die dasselbe Problem haben wie er. Dort wird er auch erfahren, dass es immer wieder Leute gibt, die auch nach so langer Zeit wieder mal rückfällig werden und dass er also keine Ausnahme ist.

    Wenn er aber eine Therapie mitmachen will, dann muss er zur Suchtberatung, die auch den Antrag dafür stellt. Dort weiß man auch wo es entsprechende Kliniken gibt. In Eußerthal war ich damals und es hat mir dort sehr gut gefallen, wäre nur ca. 30 km von euch weg. Überlegt euch das mit der Klinik, es sieht dramatischer aus, als es ist. Wenn er guten Willens ist, dann kann er das auch mit etwas Hilfe von einer SHG oder auch von der Suchtberatung ohne weiteres schaffen, dann kann man die 2 Wochen auch als Ausrutscher und nicht als Rückfall ansehen.

    Wünsche euch viel Erfolg

    Gruß Henri

    Hallo Katrin

    Nach wie vor halte ich ihre Depression für das Hauptübel, woraus dann ihr trinken resultiert. Es würde jedenfalls erklären, warum eine Therapie, die sich vermutlich hauptsächlich mit dem Alkoholproblem befasst hat, erfolglos war. Hat sie nie etwas gesagt, warum sie so depressiv ist, wo das herkommen kann? Solange die Depression noch vorhanden ist, wird sie versuchen, diese mit Alkohol zu bekämpfen um anschließend dadurch noch depressiver zu werden. Wenn schon eine Therapie, dann muss beides behandelt werden. Versucht aber mal herauszufinden, warum sie immer so depressiv ist, um dann da ansetzen zu können.

    Lieben Gruß
    Henri

    Hallo Cassy und herzlich willkommen

    Dass dein Mann ein Problem mit Alkohol hat, kann nicht bestritten werden. Wenn er regelmäßig alle drei Wochen trinkt, dann ist er ein so genannter Quartalstrinker. Das kann jahrelang so weitergehen, bis dann doch die Abstände zwischen dem Trinken immer kürzer werden und er ständig einen bestimmten Alkoholpegel habe muss. Dass er bereits morgens trinkt, ist ein weiteres Zeichen für eine Abhängigkeit.

    Wie du jetzt vorgegangen bist, dich aus dem gesellschaftlichen Leben zurückzuziehen, daheim zu bleiben, nur damit er nicht in Versuchung kommt zu trinken, bringt nichts, wie du bereits gemerkt hast. Er ist abhängig und er besorgt sich seine Menge, da kannst du ihn kaum dran hindern.

    Er wird erst aufhören, wenn die Nachteile durch sein trinken zu groß werden und er davon überzeugt ist, dass es so nicht weitermachen kann. Das wird dann sein, wenn er seine Gesundheit ruiniert hat oder aber auch, wenn du nicht mehr mitmachst. Beides wird ihn dazu bringen, sich wenigstens Gedanken zu machen. Hast du bereits mit ihm über das Problem geredet? Wenn nicht, dann sag ihm wie du unter seinem trinken leidest und dass du das nicht mehr länger mitmachen willst. Dann wird er sich weinigstens mal GEdanken machen müssen.

    Lieben Gruß
    Henri

    Hallo Mephistoo und herzlich willkommen

    Du schreibst, dass sie die Realität nicht mehr erkennt, wenn sie getrunken hat. Nicht beachten, links liegen lassen, ist eine Möglichkeit, die ihr versuchen könnt. Das kann sehr wehtun und kann sie zum Nachdenken bewegen. Dazu muss sie das aber spätestens dann registrieren, wenn sie wieder nüchtern ist. Ein Versuch ist es allemal wert.

    Versucht aber auch, euch bei der Suchtberatung zu erkundigen, welche Möglichkeiten ihr noch habt. Vorort ist da manches leichter und schneller zu klären, welche Hilfen speziell bei euch angeboten werden.

    Viele Grüße
    Henri

    Hallo Katrin und herzlich willkommen

    Da sie ohne weiteres ein paar Wochen ohne Alkohol auskommt, bin ich nicht überzeugt, dass sie abhängig ist und ihr größeres Problem eher ihre Depressionen sind, als der Alkohol an sich. Wie ich das sehe, hat sie keinerlei Aufgaben und das gibt ihr doch sicher das Gefühl für nichts mehr gebraucht zu werden. Was bleibt, ist dann trinken, um das alles nicht mitzubekommen.

    Was würde passieren, wenn sie eine Aufgabe bekommt, mit der sie täglich zu tun hat? Dadurch würde sie das Gefühl bekommen, gebraucht zu werden und würde ihr Selbstwertgefühl steigern und ihre Depressionen würden vielleicht auch verschwinden.

    Das ist so ein Gedanke von mir, ob es funktioniert ist die Frage, aber ein Versuch wäre es vielleicht doch wert. Wenn es nicht klappt, dann gibt es die Möglichkeit, sie erst mal sich selbst zu überlassen. Wenn es ihr dann schlecht genug geht, kommt vielleicht doch die Einsicht, Hilfe bei einem Arzt zu suchen.

    Lieben Gruß
    Henri

    Salü Alaska und herzlich willkommen

    Ob dein Mann bereits abhängig ist, lässt sich von hier aus nicht eindeutig sagen. Bei der Menge die er regelmäßig trinkt, ist er aber auf dem besten Weg es zu werden. Grob gerechnet wird er zeitweise um die 2 ‰ erreichen. Da er die vereinbarte Menge nicht eingehalten hat, lässt das auf eine Abhängigkeit schließen. Ein Abhängiger trinkt die Menge, die er braucht um seinen Alkoholpegel zu halten, weniger kann er auf Dauer nicht durchhalten. Er schafft es auch nicht, nur zu bestimmten Zeiten zu trinken. Es ist also sinnlos, wenn er z.B. nur am WE trinken will, das hält er eine zeitlang durch, um dann doch wieder in sein altes Trinkverhalten zurückzufallen. Für ihn gibt es nur noch die absolute Alkoholabstinenz. Das hört sich im ersten Moment hart an, ist es aber doch nicht.

    Eine Trennung ist immer das letzte Mittel, wenn vorher alles andere nicht gewirkt hat. Er hat dir doch schon eingestanden, dass er labil ist und mit Alkohol nicht umgehen kann. Das hört sich doch an, als ob er etwas ändern will, aber nicht weiß, wie er das anfangen soll. Da denke ich, kannst du ihm eine große Hilfe sein. Versucht doch, mit einer Suchtberatungsstelle Kontakt aufzunehmen, um zu erfahren welche Möglichkeiten es für ihn gibt. Ich denke da an Entgiftung im Krankenhaus und einer anschließenden Therapie. Wie das in der Schweiz geregelt ist, besonders die Kostenfrage, kann ich nicht sagen, sollte aber die Suchtberatung wissen.

    Wenn er da mitmacht, und trocken werden will, für sich trocken werden will, dann kann er es auch schaffen. Über eine Trennung brauchst du dir also im Moment noch keine Gedanken zu machen. Erst dann, wenn es sonst keine Möglichkeit mehr gibt, dann erst kommt eine Trennung in frage, die dann auch noch nicht endgültig sein muss.

    Lieben Gruß ins Alpenland
    Henri

    Hallo Caludine und herzlich willkommen

    Um es noch mal kurz zu formulieren. Gesucht wird ein Therapeut zu dem dein Bruder in Behandlung gehen will und für einen Zeitraum von mindestens 8 Wochen wird ein Physiotherapeut gesucht, der die Praxis deines Bruders weiterführt.

    Wenn sich hier niemand findet, der einen Therapeut in dem Raum Freiburg kennt, dann wende dich mal an die Suchtberatung. Dort könnte sich sogar schon ein Ansprechpartner für deinen Bruder finden lassen. Zumindest können die dir Therapeuten nennen, die sich auch mit Alkoholabhängigkeit befassen.

    Zu den acht Wochen die Frage/Bemerkung. Ist es sicher, dass dein Bruder die acht Wochen die Paxis nicht führen kann. Es gibt doch auch ambulante Therapien, die zwar über einen längeren Zeitraum gehen, aber er könnte doch seine Praxis selbst weiterführen. Aber auch das kann bei der Suchtberatung abgeklärt werden.

    Lieben Gruß
    Henri

    Hallo Didi und herzlich willkommen

    Alkoholiker oder gefährdet? Die Frage lässt sich so ohne weiteres nicht beantworten, da es keine klare Grenze zwischen beidem gibt. Seine Aggressivität, sobald das Thema auf sein trinken kommt, lässt vermuten, dass er sich dabei angesprochen fühlt und Hunde die man tritt, bellen bekanntlich.

    Ob er Alkoholiker war, dann eine Unterbrechung von drei Jahren und jetzt wieder? Zuerst allgemein etwas dazu. Wenn jemand alkoholabhängig ist, dann bleibt er es auch zeitlebens. Er kann zwar abstinent leben, aber wenn er wieder anfängt, dann ist er wieder sehr schnell da, wo er früher war. Wenn dein Freund also früher bereits abhängig war, dann wird er es kaum geschafft haben über diesen langen Zeitraum nur ganz wenig zu trinken. Aber wenn er es damals noch nicht war, dann kann er es trotzdem in der Zwischenzeit sehr schnell geworden sein.

    Wenn ich deinen zweiten Beitrag lese, dann stellt sich doch die Frage, ob du mit ihm glücklich werden kannst. Wenn du bereits deine Freunde durch ihn verloren hast, dann wird das in Zukunft ein einsames Leben für dich werden. Du wirst selbst besser abschätzen können, ob du erreichen könntest, dass er sich ändert. Wenn er sich aber nicht ändern will, dann solltest du doch ernsthaft eine Trennung in Betracht ziehen.


    Lieben Gruß
    Henri

    Hallo Petra und herzlich willkommen

    Wen du mit ihm redest, dann muss er nüchtern sein, sonst bringt es nichts. Wenn er aber auch dann nicht mit sich reden lässt, dann bleibt dir nur übrig, dich ihm gegenüber entsprechend zu verhalten. Eines musst du dir bei allen Überlegungen vor Augen halten, solange er durch sein trinken keinen Nachteil merkt, hat er keine Veranlassung sich zu ändern, warum auch?

    Ein wirksames Mittel ist, wenn er betrunken ist, ihn links liegen zu lassen, ihn einfach nicht zu beachten, das kann wehtun und er wird sich seine Gedanken machen. Dann pass auf, dass du nicht zu sehr in die Co-Abhängigkeit gerätst. Das heißt, bei allem was du tust überlegen, ob du damit seine Sucht fördern könntest. Das fängt damit an, dass du Kleinigkeiten für ihn erledigst, sein trinken nach außen hin beschönigst und vertuschst, für ihn Verantwortung übernimmst.

    Ganz wirst du nicht alles vermeiden können, aber lass ihn alles so wie früher machen, auch wenn er es nicht schaffen sollte. Er muss merken, dass er durch sein trinken Probleme hat. Nur wenn er einsieht, dass sein trinken ihm schadet und er von sich aus aufhören will, kannst du ihm wieder helfen.

    Lieben Gruß
    Henri

    Hallo Hope und herzlich willkommen

    Ob dein Kumpel nun süchtig ist oder nicht, kann wahrscheinlich nur er sagen. So ohne weiteres kann man das nicht von jemand behaupten. Sein trinken ist allerdings so, dass er auf dem besten Weg ist, abhängig zu werden, wenn er es nicht schon ist.

    Helfen kannst du ihm, indem du mit ihm über sein Problem redest, schilderst, wie du sein Verhalten erlebst. Im Grunde genommen könntest du ihm deinen Beitrag vorlesen, denn da steht alles drin, was du mit ihm reden kannst, auch über deine Befürchtung, dass es noch schlimmer wird. Dann hast du noch die Möglichkeit, dich von ihm zu distanzieren, kannst ihm das auch schon im Voraus ankündigen. Ob das etwas bei ihm bewirkt und er sich ändert, kommt drauf an, wie tief er da schon drin hängt.

    Wünsche euch alle Gute
    Henri

    Hallo Diandra

    Das ist ja eine tolle Überraschung, und ich freue mich auch für dich. Aber gleichzeitig fange ich doch an ein bisschen zu bremsen. Stell dir nicht vor, dass das jetzt für immer so ist, er ist erst am Anfang der Therapie und du wirst auch noch manchmal von ihm enttäuscht werden. Trotzdem sieht die Welt doch schon wieder viel freundlicher für dich aus.

    Lieben Gruß
    Henri