Beiträge von henri

    Hallo Tina

    Auch die Angehörigen leiden unter der Abhängigkeit und verändern ihr Verhalten. Wenn deine Mutter ihm Bier besorgt, dann kann sie damit bezwecken, dass sie Ruhe vor ihm hat und sie versucht gleichzeitig, die Menge zu kontrollieren. Ich denke aber, sie hat es mittlerweile aufgegeben, ihn ändern zu wollen und hat sich in ihr Schicksal ergeben. Es wird also nötig sein, sie zu motivieren, damit sie ihren Teil auch dazu beitragen kann.

    Wie du schreibst, sieht dein Vater ein, dass er abhängig ist, hat aber keinen Plan, wie er von seiner Sucht wegkommt. Gut ist zu wissen, dass er nicht ganz abblockt. Mach ihm ruhig klar, dass er nicht mehr lange zu leben hat, wenn er so weitermacht. Das kann ihn ruhig hart treffen, je eher ist er bereit etwas zu tun.

    Wenn er bereit ist sich zu ändern, dann wird er nicht daran vorbeikommen, eine Entgiftung im KH zu machen. Durch das jahrelange trinken hat der Körper sich so an den Alkohol gewöhnt, dass ein plötzliches Absetzen des Alkohols zu gefährlichen Entzugserscheinungen bis hin zu Krampfanfall und Delir führen könnte. Das sollte dann auch in Absprache mit dem Hausarzt, der eine Einweisung schreiben muss, geschehen. Mit der reinen Entgiftung ist es aber auch nicht getan, denn dadurch ist nur der Körper frei vom Alkohol. Sein Verhalten und seine Lebensweise muss er auch zusätzlich noch ändern, sonst ist er genauso schnell wieder in dem alten Rhythmus drin. Deshalb sollte er auch zur Suchtberatung gehen um sich wenigstens dort beraten zu lassen. Eine Therapie, ob nun ambulant oder stationär ist sicher zu empfehlen. Das soll er aber mit der Suchtberatung abmachen.

    Wenn du ihn dazu bringst, zur Suchtberatung zu gehen, dann ist das schon die halbe Miete. Das schwerste für ihn ist der erste Schritt, sich aufzuraffen, irgendwo hinzugehen und einzugestehen, dass er Hilfe braucht. Wenn dieser Schritt getan ist, dann ergibt sich das weiter fast von selbst.

    Wünsche dir viel Erfolg

    Lieben Gruß
    Henri

    Hallo Klaudia und herzlich willkommen

    So traurig es ist und so hart es sich anhört, aber momentan könnt ihr nichts anderes für ihn tun, als ihn sich selbst überlassen. Er ist nicht bereit, seine Leben zu ändern und mit trinken aufzuhören. Vor drei Jahren wollte er nicht in die Entgiftung, hat es aber euch zum Gefallen gemacht und so wird es bis jetzt geblieben sein. Nicht weil er sich ändern wollte, sondern weil ihr es wolltet, hat er das alles mitgemacht. Aber, solange er sich nicht ändern will, bringen alle Maßnahmen, weder Entgiftung noch die beste Therapie ihm etwas.

    Es muss ihm noch viel schlechter gehen, der Leidensdruck muss noch viel größer werden bis er begreift, dass er für sich etwas tun muss. Erst dann, wenn er aus eigenem Antrieb aufhören will, wenn er für sich Verantwortung übernimmt, kann er auch auf Dauer trocken bleiben, es muss seine Entscheidung sein.

    Es ist für euch eine schwere Entscheidung, aber wie bereits öfter im Forum geschrieben wurde, ist hier auch keine Hilfe die beste Hilfe. Erst wenn er soweit ist, dass er aus eigenem Antrieb mit trinken aufhören will, dann könnt ihr ihm wieder behilflich sein. Bei allem, was ihr vorher macht, überlegt euch zuerst, ob es tatsächlich eine Hilfe für ihn ist oder ob dadurch der Zeitpunkt an dem er es begreift, nur weiter hinausgezögert wird.

    Lieben Gruß
    Henri

    Hallo Anna und herzlich willkommen

    Du hast deiner Freundin dein Wort gegeben es niemandem zu erzählen und das musst du auch halten. Es würde auch deiner Freundin nichts nützen, wenn du es jemand erzählen würdest. Wenn sie aufhören will, dann muss das von ihr kommen, sie muss es wollen, du kannst ihr dabei nur behilflich sein.

    Bei ihrem Versuch aufzuhören, sollte sie ihre Wohnung frei von Alkohol machen, dann auch zumindest anfangs alles vermeiden womit sie mit Alkohol in Berührung kommen kann. Wenn sie zu bestimmten Zeiten getrunken hat, dann kannst du ihr helfen, indem du bei ihr bleibst und sie abgelenkt wird. Überhaupt, wenn sie allein ist, kann es schwer für sie werden, dem Druck zu widerstehen, doch zu trinken. Für solche Fälle soll sie viel Flüssigkeit trinken, Wasser, Saft, Tee usw. das hilft, den Druck trinken zu müssen, zu verringern und sorgt auch für einen ausgeglichenen Flüssigkeitshaushalt, der anfangs auch durcheinander geraten kann.

    Jetzt weiß ich nicht, wie weit sie schon körperlich abhängig ist. Weil du aber nicht bemerkt hast, dass sie schon mal betrunken war, wird sie doch noch nicht so tief drin stecken. Sollten die Entzugserscheinungen aber doch zu stark werden, sofort einen Arzt rufen, weil das auch lebensbedrohende Ausmaße annehmen kann.

    Allzu viel wirst du also nicht machen können. Die größte Hilfe für sie ist, dass du zu ihr hältst und dass sie sich auf dich verlassen kann.

    Wünsche euch, besonders aber deiner Freundin viel Erfolg

    Henri

    Hallo Doria

    Du kannst mit ihr über ihr Problem reden, aber das darf nicht zu einem Dauerzustand werden. Wie du schon schreibst, du musst auch an dich selbst denken. Es kann nicht sein, dass du ihr Kindermädchen sein sollst. Es würde auf Dauer auch nichts bringen. Nicht du, sondern sie selbst ist für sich verantwortlich und sie selbst muss für sich entscheiden, ob sie trinkt oder nicht. Zu überlegen ist aber auch, ob sie nicht professionelle Hilfe in Anspruch nehmen sollte. Sie hat bereits mit trinken angefangen, wehrt sich zwar noch dagegen, ist aber auf dem besten Weg wieder in das alte Trinkverhalten zu rutschen. Auch wenn du sehr oft mit ihr reden würdest, dann verzögerst du das ganze wahrscheinlich nur, aber kannst es doch nicht aufhalten. Du müsstest also jetzt nach dem nächsten Gespräch abschätzen, ob sie es schaffen kann und sonst darauf drängen, dass sie sich Hilfe bei der Suchtberatung holt.

    Lieben Gruß
    Henri

    Hallo FalureWhite und herzlich willkommen

    Es ist nicht selbstverständlich, dass sich jemand in deiner Situation für das Kind entscheidet, deshalb erst einmal ein Riesenkompliment an dich.

    Wie ich das sehe, hast du gleich mit mehreren Problemen zu tun. Du erhältst zwar finanzielle Unterstützung vom Vater deines Sohnes, aber ist die auch gesichert, oder zahlt er nur auf freiwilliger Basis? Da solltest du jedenfalls drauf achten, dass die Unterhaltszahlung geregelt ist und dass dir laufend ein Betrag zugeht.

    Ich gehe davon aus, dass Sascha der Vater deines Sohnes ist. Erst trennst du dich, weil du ihn nicht mehr liebst, aber jetzt führst du, wie du schreibst, offiziell eine Beziehung mit ihm. Da kann ich mir vorstellen, dass diese Art von Beziehung für dich doch sehr belastend ist. Das ist doch nichts Halbes und nichts Ganzes. Nur eine Beziehung aufrechtzuerhalten, nur weil er der Vater deines Sohnes ist, na ich weiß nicht, das kann doch auf Dauer weder für dich noch für ihn eine zufrieden stellende Lösung sein.

    Die Menge Bier die du trinkst ist schon mehr als ein wenig zuviel, da sag ich dir sicher nichts Neues. Ein Problem wurde durch dein Trinken auch nicht gelöst und du weißt auch wohin das führt, wenn du so weiter trinkst. Hast du dir schon mal überlegt, dass dein Sohn, er müsste fast drei sein, dein trinken mitbekommt. Es wird sicher für ihn nicht angenehm sein, aber als Kind kann er sich nicht dagegen wehren. Von den Drogen bist du weggekommen, was sicher nicht einfach war und du hast schon soviel in deinem Leben geschafft, vom Alkohol kommst du auch weg. Wenn du es nicht ohne trinken aushalten kannst, dann ändere die Voraussetzungen, weswegen du meinst trinken zu müssen, aber trinken ist sicher der falsche Weg.

    Wenn du das Trinken nicht in den Griff bekommst, dann gibt es auch noch die Suchtberatung, bei der du dir Hilfe holen kannst. Für die anderen Probleme gibt es die „Pro Familia“ die dich beraten wird. Immer ein Problem nach dem anderen angehen, dann schaffst du es.

    Lieben Gruß
    Henri

    Hallo Doria

    Deinen Schilderungen nach zu urteilen, ist sie abhängig. Wenn sie jetzt wieder angefangen hat, dann wird sie immer mehr und immer mehr trinken, bis sie wieder auf der damaligen Menge ist. Es ist bei mir auch der Eindruck entstanden, als ob sie sich überfordert fühlt und auch von niemand Hilfe erwartet. Rede mit ihr, aber ohne ihr Vorwürfe zu machen und vielleicht kannst du ihr auch das Gefühl vermitteln, dass du für sie da bist, aber nicht, wenn sie trinkt. Da sie bereits früher wegen der Bauchspeicheldrüse ins KH musste, spielt sie mit ihrem Leben wenn sie weiterhin trinkt, das muss ihr auch bewusst werden. Auch wenn noch einiges auf sie zukommt, wie die erwähnten Gerichtstermine, so hilft doch Alkohol auch nicht dabei, im Gegenteil. Wenn es finanziell nicht so gut aussieht, dann verschlimmert ihr trinken auch nur die Lage. Es gibt also genug Gründe für sie, sofort mit trinken aufzuhören.

    Wie steht ihr Freund zu ihrem Problem, es kann ihm doch auch nicht verborgen geblieben sein? Vielleicht redest du auch mal mit ihm, da er auch einen gewissen Einfluss auf sie hat.

    Wünsche euch viel Erfolg und deiner Mutter, dass sie es schafft

    Lieben Gruß
    Henri

    Hallo Tina

    Zuerst mit der Mutter reden, damit ihr die auf eure Seite bekommt. Es wird so noch schwer genug, euren Vater zu überzeugen. Wenn sie dabei nicht mitzieht, dann werdet ihr wenig Erfolg haben. Ich denke, sie sollte dann auch bei dem Gespräch mit eurem Vater dabei sein, denn sie muss auch wissen, wie er sich zu der Angelegenheit stellt. Sie ist es schließlich auch, mit dem er sich anschließend unterhalten wird und da sollte sie schon über alles Bescheid wissen.

    Stellt euch das aber nicht so vor, dass es einfach für euch wird ihn zu überzeugen. Er wird sehr viele Gründe anführen, die beweisen sollen, dass er nicht abhängig ist, trinkt nur zu bestimmten Zeiten, trinkt keine harten Sachen, trinkt nicht mehr als andere usw. Selbst wenn ihr ihn überzeugt habt, dann wird er regelrecht mit euch verhandeln, dass er weniger trinkt oder nicht mehr so oft. Lasst euch da aber nicht darauf ein. Wenn er abhängig ist, dann kann er so ein Versprechen zwar für einige Zeit einhalten, aber auf Dauer wird er doch wieder in sein altes Trinkverhalten zurück verfallen.

    Wünsche euch viel Erfolg

    Lieben Gruß
    Henri

    Hallo Josef und auch von mir ein herzliches Willkommen

    Viel trinken, Wasser, Saft, Tee usw., hilft den Saufdruck zu mindern. Dann nicht zu sehr dagegen wehren, sondern einfach abwarten, der Druck geht auch wieder von selbst weg.

    Wünsche dir viel Erfolg

    Henri

    Hallo ninsch und herzlich willkommen

    Wenn man halbe/halbe rechnet, trinkt deine Mutter eine Fl. Wein pro Tag. Das ist ein Vielfaches, was medizinisch als unbedenklich angesehen wird. Ob sie abhängig ist, ist schwer zu beurteilen, wenn nicht, ist sie auf dem besten Weg es zu werden.

    Rauchen und dann diese tägliche Menge Alkohol, ist für einen Gesunden schon nicht gut, aber nach einem Schlaganfall ist das vorsätzlich die Gesundheit ruiniert.

    Dir einen Rat zu geben ist sehr schwer. Sie müsste mit trinken und mit rauchen aufhören, das wissen wir, aber wie macht man es ihr klar. Du hast bereits mit ihr geredet und du hast nichts erreicht. Mit einem weiteren Gespräch kannst du nur Erfolg haben, wenn du alleine mit deiner Mutter sprichst. Wenn beide zusammen sind, ist es für sie viel leichter alles abzublocken, weil sie sich gegenseitig unterstützen werden und dagegen kommst du auch mit den besten Argumenten nicht an.

    Wenn du mit einem Gespräch nichts erreichst, dann wird sie nur durch eigene Erfahrung klug werden. Eine andere Möglichkeit sehe ich nicht. Lass aber auch das ganze nicht zu nahe an dich heran. Du meinst es zwar gut mit ihr, aber verantwortlich bist du nicht für sie und du kannst sie auch nicht zu etwas zwingen, das sie nicht selbst will.

    Lieben Gruß
    Henri

    Hallo bini und herzlich willkommen

    Während der Therapie bist du unter Gleichgesinnten und dein tägliches Leben läuft sehr geschützt ab. Nach der Entlassung ist es jedoch nicht so einfach, wie manche sich das vorstellen. Es reicht nicht, nur Therapie zu machen und dann bin ich automatisch trocken. In der Therapie lerne ich zwar Strategien, wie ich trocken bleiben kann, aber diese müssen dann in der Praxis auch umgesetzt werden und dabei sind Gespräche mit dem Suchtberater und auch anderen Betroffenen sehr wichtig. Anscheinend hat dein Mann das nicht ernst genug genommen. Da reicht es schon, wenn er mit einem Glas anfängt, um dann sehr schnell wieder in das alte Trinkverhalten zu verfallen.

    Für dich und die Kinder ist es im Moment ein Zustand, den ihr so nicht länger ertragen könnt. Es macht dich nervlich fertig und du wirst das auf Dauer auch nicht durchhalten. Besonders aber die Kinder werden leiden und in dem Alter können sie sich nicht dagegen wehren.

    Wie es aussieht, wird es für dich nur zwei Möglichkeiten geben. Die erste, du redest mit ihm und er versucht trocken zu werden. Das wird er aber nicht so ohne weiteres schaffen, sondern er wird wieder Hilfe brauchen. Als erstes müsste er dann mit dem Suchtberater reden. Ob nach so kurzer Zeit noch mal eine Therapie bewilligt wird, wäre zu klären.

    Die zweite wäre, eine Trennung von ihm in Betracht zu ziehen. Für die Kinder ist es sicherlich besser, ohne Vater aufzuwachsen, als mit einem Vater der andauernd nur betrunken ist. Die Trennung kann bei ihm bewirken, dass er sich der Ernsthaftigkeit seiner Lage erst bewusst wird und dann doch trocken wird.

    Wünsche euch alles Gute und dass er ein Einsehen hat.

    Lieben Gruß
    Henri

    Hallo mmmkris und herzlich willkommen

    Du schreibst in deinem ersten Satz, „Ich habe ein Problem“, Das ist tatsächlich so, du hast das Problem weil du dir Gedanken über das Trinken deiner Mutter machst. Sie selbst macht sich die Gedanken nicht und sieht deshalb auch nicht ein, dass sie etwas ändern müsste.

    Du kannst versuchen mit ihr zu reden, wenn sie nüchtern ist. Mache ihr klar, dass sie auf dem besten Weg ist, abhängig zu werden, vielleicht ist sie das auch bereits schon. Auch wenn sie ihre Probleme im betrunkenen Zustand nicht merkt, lösen muss sie sie deshalb trotzdem und meistens werden die Probleme durch Hinauszögern auch noch größer.

    Wenn sie das nicht einsieht, kannst du noch versuchen, immer dann wenn sie betrunken ist, dich von ihr zu distanzieren. Vielleicht merkt sie dann, dass sie sich durch ihr trinken ins Abseits manövriert und auch noch zusätzliche Probleme bekommt.

    Das scheint mir alles zu sein, was du im Moment tun kannst. Versuche aber auch, es nicht zu sehr dein Problem werden zu lassen. Auch du leidest unter ihrem trinken und es kann dich sogar psychisch krank machen.

    Lieben Gruß
    Henri

    Hallo Bloody Moon und herzlich willkommen

    Es muss nicht sein, dass beim plötzlichen Absetzen schwere Entzugserscheinungen auftreten. Es wird hier immer vor dem plötzlichen Alkoholentzug gewarnt, weil es hin und wieder zu Krampfanfall und Delir kommen kann und das dann lebensgefährlich ist. Du bist noch jung und der Körper hat das wahrscheinlich noch ohne nennenswerte Schäden überstanden.

    Wenn es dir so leicht gefallen ist aufzuhören, sollte es dich freuen, aber ich gebe dir Recht, es besteht die Versuchung, weil es so leicht war, wieder anzufangen. Das ist mir auch nicht anders ergangen. Nach der Therapie habe ich auch nie Saufdruck gehabt und es ist mir nicht schwer gefallen, auf den Alkohol zu verzichten. Ich glaube aber, weil wir darüber nachdenken und uns einerseits der Gefahr bewusst sind und andererseits merken, dass es uns ohne Alkohol viel besser geht, ist die Gefahr eines Rückfalls dadurch doch schon minimiert. Ganz sicher werden wir nie sein können, kann allerdings sonst auch niemand, aber wir sollten uns deshalb doch nicht selbst verrückt machen.

    Wir werden das schon weiterhin schaffen.
    Henri

    Hallo Hilfe und herzlich willkommen

    Ich habe deinen Beitrag von dem anderen Thread gesplittet, da sich sonst die Antworten doch zu leicht vermischen.

    Du schreibst, dass er monatelang ohne Alkohol auskommen könnte, aber ich vermute, dass er es jetzt lange nicht mehr gemacht hat. Das mag lange Zeit für ihn machbar gewesen sein, aber im Laufe der Zeit geht diese Fähigkeit verloren und dann schafft er das nicht mehr. Ihm den Alkohol zu verstecken bringt nichts, denn er wird sich anderweitig neuen besorgen und es führt nur dazu, dass er meint, deine Mutter würde ihm etwas wegnehmen und ihm den Alkohol nicht gönnen. Ihr könnt nur dann, wenn er nüchtern ist versuchen, vernünftig mit ihm zu reden und ihn zu überzeugen, dass er etwas ändern muss. Wenn das nichts nützt, dann könnt ihr versuchen, ihn immer dann, wenn er betrunken ist, einfach links liegen zu lassen. Nicht beachtet zu werden kann sehr wehtun und er wird sich seine Gedanken darüber machen, warum ihr das tut. Das letzte Mittel, das ihr zur Verfügung habt, wäre die Trennung von ihm. Aber versucht zuerst die anderen Möglichkeiten, Trennung sollte erst als letztes angewendet werden.

    Gruß Henri

    Hallo S.O.S. und herzlich willkommen

    Rede mit deinem Vater und sag ihm alles, was du auch hier geschrieben hast. Er muss einsehen, dass er so nicht weitermachen kann, denn nur er kann sich helfen. Du kannst nur versuchen, ihn davon zu überzeugen. Wenn er es einsieht, dann soll er auch bereit sein, sich Hilfe zu holen, denn alleine wird es sehr schwer für ihn sein, vielleicht sogar unmöglich. Deshalb, wenn er einsichtig ist, soll er zur Suchtberatung gehen und sich über alles weitere beraten lassen.

    Viele Grüße
    Henri

    Hallo tabaluga8a

    Hoffnungslos, also ohne jede Hoffnung, gibt es das? Ich glaube ein bisschen Hoffnung kann man bei jedem haben. Er muss „nur“ einsehen, dass er abhängig ist und nicht normal trinken kann, dann kann ihm auch geholfen werden. Wenn du mit ihm redest, dann nicht um den heißen Brei drum herum reden, sondern auch ruhig die Wörter „Alkoholiker“ und „abhängig“ verwenden. Es muss ihm klar werden, dass er Alkoholiker ist und das auch für den Rest seines Lebens bleiben wird. Er kann die Krankheit stoppen aber nicht heilen. Wenn er das eingesehen und sich verinnerlicht hat, dann hat er auch eine sehr gute Chance, dass eine Entgiftung und anschließende Therapie im helfen wird.

    Wie oft die Krankenkasse die Kosten für eine Entgiftung zahlt ist mir unbekannt. Wenn es sich aber um einen Notfall handelt, bei dem sein Leben auf dem Spiel steht, dann muss ein Krankenhaus ihn aufnehmen und die Krankenkasse zahlt dann auch. Es kann aber anders aussehen, wenn er alle paar Wochen freiwillig zur Entgiftung geht. Da könnte die KK doch irgendwann die Zahlung verweigern, kann ich aber nichts Konkretes zu sagen, weil die Richtlinien mir nicht bekannt sind.

    Hoffen wir, dass er doch bald ein Einsehen hat

    Lieben Gruß
    Henri

    Hallo Kira und herzlich willkommen

    Eine Trennung ist immer der letzte Ausweg und wirst dir diesen Schritt auch nicht einfach gemacht haben. Aber wenn du schilderst, dass dein Mann schon mehrere Therapien gemacht hat und doch wieder trinkt wie vorher, dann ist es der beste und letztlich auch der einzig richtige Weg für dich und die Kinder. Kinder leiden oft noch mehr unter diesem Zustand, als man ihnen anmerkt. Deinem Mann kann die Trennung auch zu denken geben und er versucht doch noch ernsthaft vom trinken wegzukommen.

    Wünsche dir und den Kindern für die Zukunft alles Gute

    Lieben Gruß
    Henri

    Hallo snowbunny

    Wenn du zu ihr darfst, dann gehe zu ihr und lass dein Herz sprechen und sag ihr wie gern du sie hast. Erst muss sie sich etwas erholen, bevor du mit ihr über eine Änderung ihres Lebens reden kannst. Aber wenn sie merkt, dass sie nicht allein ist, du sie nicht im Stich lässt, wird ihr das gut tun und vielleicht bekommt sie dadurch auch wieder neuen Lebensmut. Es kann auch der Punkt in ihrem Leben sein, an dem sie selbst erkennt, dass sie doch etwas ändern muss.

    Lieben Gruß
    Henri

    Hallo Snowbunny

    Von hier aus kann ich natürlich nicht sagen, wie es mit deiner Mutter aussieht und ob sie die nächsten Tage überleben wird. Ich will dir jetzt keine unberechtigte Hoffnung machen, aber warum soll ein Psychologe mit ihr reden, wenn es so schlecht mit ihr steht.

    Ihr habt oft genug mit ihr über ihr trinken gesprochen, habt versucht ihr zu helfen. Ihr müsst euch also keine Vorwürfe machen. Sieh es vielleicht auch mal anders, für sie wird es bisher nicht einfach gewesen sein und für sie ist der Alkohol ein Mittel um sich von ihren Sorgen abzulenken. Für uns ist es natürlich kein schönes Leben, so vom Alkohol abhängig zu sein, aber ihr ist es dadurch vielleicht lebenswerter erschienen und auf ihre Art ist sie auch vielleicht etwas zufriedener dadurch gewesen. Dass sie dafür einen sehr hohen Preis bezahlt, ist uns klar, aber ändern können wir es doch nicht. Wenn ihre Organe also so angegriffen sind, dass sie das nicht überlebt, dann ist es doch eher eine Erlösung als wenn sie noch sehr lange leiden müsste.

    Aber, warte erst einmal die nächsten Tage ab, ob sich ihr Zustand nicht doch verbessert.

    Wünsche euch alles Gute und gute Besserung für deine Mutter.

    Lieben Gurß
    Henri

    Hallo Diandra

    Da hatte ich eher an die Zeit vor seiner Thera gedacht. Es gib sicher ganz simple Sachen, wie z.B. eine Rechnung überweisen, die du für ihn erledigt hast, die er aber später wieder selbst machen will oder er fühlt sich bevormundet. So gibt es sicher viele Kleinigkeiten, die ihm sehr wichtig sein werden, dir aber weiter nicht auffallen. An so Dinge hatte ich bei „Gewohnheiten angenommen“ gedacht.

    Nun wünsche ich dir aber endgültig eine gute Nacht.

    Lieben Gruß
    Henri

    Hallo tabaluga8a

    Wenn er weder im nüchternen noch im betrunkenen Zustand mit sich reden lässt, bleibt nur die Zeit, in der er wieder die Entgiftung macht. Die reine Entgiftung bringt ihm nicht viel, der Körper ist zwar frei von Alkohol, aber sein Verhalten ändert sich dadurch nicht. Es wäre also notwendig, dass er nicht nur die Entgiftung, sondern auch eine Therapie mitmacht.

    Das alles hat aber auch nur dann Sinn, wenn er nicht mehr trinken will und es auch ernsthaft vorhat. Wenn er keine Hilfe annimmt, dann wird es so mit ihm weitergehen, bis er an seinem persönlichen Tiefpunkt angekommen ist oder er gesundheitlich nicht mehr kann.

    Wünsche euch, dass er doch noch auf euch hört

    Lieben Gruß
    Henri