Beiträge von henri

    Hallo Diandra

    Ist doch selbstverständlich, dass du dir Sorgen machst, würde doch jeder machen, wenn er vom Partner so lange nichts hört. Aber morgen fährst du ja hin und kannst alles mit ihm besprechen.

    Als ich in Therapie war, gab es auch Paargespräche, also beide Partner mit dem Therapeut. Habt ihr das auch schon gemacht? Es könnte dir helfen sein Verhalten zu verstehen. Aber auch du wirst möglicherweise Gewohnheiten angenommen haben, die nachher nicht mehr so recht in eure Beziehung passen. Es könnte also durchaus von Vorteil sein, auch über diese Möglichkeit nachzudenken.

    Wünsche dir für morgen ein gutes Gespräch

    Lieben Gruß
    Henri

    Hallo tringer

    Gratuliere, dass du heute so einfach mit trinken aufgehört hast. Jetzt musst du auf dich aufpassen. Eine halbe Flasche Wodka ist nicht gerade wenig und es können jetzt Entzugserscheinungen auftreten wie zittern, schwitzen, kalt-warm Gefühl usw. Durch den plötzlichen Entzug von Alkohol kann es sogar zu einem Krampfanfall oder Delir kommen, es muss nicht, aber es kann. Wenn die Entzugserscheinungen sehr stark werden, dann bitte sofort einen Arzt rufen. Die ersten Tage solltest du auch nicht allein bleiben, damit notfalls jemand einen Arzt verständigen kann.

    ich kann es auch nur bestätigen, die Suchtberatung ist kostenlos, kannst dich also dort über deine Möglichkeiten beraten lassen.

    Wünsche dir viel Erfolg

    Henri

    Hallo Sunas

    Eine Trennung ist immer das letzte Mittel, das man anwenden soll. Rede so mit ihm wie Karsten es dir geschrieben hat. Wenn dein Mann sagt: „Ich kann nicht…“ dann heißt das doch soviel wie, „er will nicht“. Aber, wenn er nicht in der Lage ist, wie er sagt, dann gibt es doch nur die eine Schlussfolgerung, er muss etwas dagegen tun und sich dabei helfen lassen. Es wird also darauf hinauslaufen, dass er eine Entgiftung machen muss und danach möglichst auch eine Therapie. Ich glaube, was da in Frage kommt muss ich dir nicht alles aufzählen, das weißt du selbst.

    Wenn dein reden mit ihm alles nichts nützt, erst dann kannst du dir eine Trennung überlegen. Darüber mach dir aber vorerst mal keine Sorgen, sondern probier erst mal mit ihm vernünftig zu reden.

    Lieben Gruß
    Henri

    Hallo Elki wenn auch etwas spät so doch auch von mir ein herzliches Willkommen

    Die Alkoholabhängigkeit ist eine Krankheit die nicht nur den Abhängigen selbst betrifft sonder auch die Bezugspersonen. Diese leiden unter dem Verhalten des Betroffenen und können dadurch auch psychisch krank werden. So ist nicht auszuschließen, dass deine Essstörung auch mit den Alkoholproblemen deines Bruders und besonders deines Vaters zu tun hat.

    Lieben Gruß
    Henri

    Hallo Kruemmelmonster und herzlich willkommen

    Aus dem Schreiben ist nicht zu ersehen, was für eine Art Entzug sie mitgemacht hat. Wenn es nur eine Entgiftung von 10 Tagen war, dann war nur der Körper frei von Alkohol, aber es hat keine Gespräche mit Therapeuten gegeben, die sie befähigt, nicht wieder in ihr altes Verhalten zurück zu verfallen.

    Aber egal, welcher Art Entzug es damals war, ihr könnt ihr jetzt nur gut zuzureden, damit sie wieder versucht trocken zu werden.

    Da werdet ihr nichts mehr machen können. Wenn ein Abhängiger nicht einsieht, dass er ganz mit trinken aufhören muss, kann ich das noch halbwegs verstehen, aber dass seine Frau sein Problem nicht sehen will, kann ich beim besten Willen nicht verstehen. Das liest sich doch fast so an, als ob sie nichts dagegen hat, wenn er sich tot trinkt. Wie bereits geschrieben, wenn er sein Problem nicht einsieht und nichts dagegen tun will, dann ist ihm nicht mehr zu helfen, denn mehr als mit ihm reden könnt ihr nicht tun.

    Hallo allab und herzlich willkommen

    Gelbe Hautfarbe deutet immer darauf hin, dass die Leber nicht mehr oder nicht mehr richtig arbeitet. Der Hausarzt hat vollkommen Recht, wenn er nicht mit trinken aufhört, dann spielt er mit seinem Leben. Eine Leberzirrhose kann zwar durch völlige Alkoholabstinenz zum Stillstand gebracht werden, aber die Teile der Leber, die bereits vernarbt sind, können sich nicht mehr regenerieren. Im Krankenhaus hat man erkannt, dass nicht nur die Leber angegriffen ist, sondern vermutlich auch andere Organe, aber ein Alkoholproblem hat er nicht, na prima. Ich vermute allerdings, dass er das so interpretiert hat, aber von den Ärzten doch nicht so gesagt wurde.

    Für ihn gibt es nur noch eine Lösung, er muss mit trinken aufhören. Da er das aber nicht so ohne weiteres schaffen wird, ist eine Therapie zu empfehlen. Das größte Problem besteht allerdings darin, dass er nicht einsieht, dass er zuviel trinkt. Solange er aber nicht überzeugt ist, dass sein Trinken ein Problem für ihn ist, wird er auch nichts dagegen tun. Ihr könnt ihm also nur helfen, indem ihr ihn überzeugt, dass er absolut keinen Alkohol mehr trinken kann. Nur, wenn seine Familie dabei nicht mitzieht und alles beschönigt und vertuscht, dann werdet ihr das nicht schaffen.

    Ihr habt bis jetzt alles getan, was in eurer Macht stand und habt gesehen welchen Erfolg ihr hattet. Wenn er also nicht bereit ist, Hilfe anzunehmen und weder er noch jemand aus der Familie auf eure guten Ratschläge hört, dann habt ihr weiter keine Möglichkeit ihm zu helfen. Ihr könntet zwar eine Meldung an das Jugendamt machen, aber ob die etwas erreichen können, ist mehr als fraglich.

    Viele Grüße
    Henri

    Hallo Diandra

    Dass die Therapie nicht leicht sein wird, war von Anfang an bekannt. Auch wenn es jetzt so eine Achterbahnfahrt mit deinen Gefühlen war, dann bist du doch trotzdem froh, dass er die Therapie macht. So wie früher willst du ihn doch wahrscheinlich nicht zurück haben.

    Hoffe, du kommst bis Mittwoch ohne Baldrian aus und kannst deinen heiß geliebten [Blockierte Grafik: https://beispiel.rocks/beispiel.rocks/img124.imageshack.us/img124/2964/c045ls5.gif] trinken.

    Lieben Gruß
    Henri

    Hallo Kaleigh

    Wenn auch verspätet, so doch noch ein herzliches Willkommen.

    Wie ihr es vorhabt und durchziehen wollt, wird die einzige vernünftige Vorgehensweise sein. Nicht nur, dass die Mutter abhängig ist, auch ihr seid in gewisser Weise abhängig geworden und aus dieser Abhängigkeit seid ihr euch jetzt am befreien. Das hat nichts mit hängen lassen oder abschreiben zu tun, sondern ist die einzige Möglichkeit, sie dazu zu bewegen, sich Hilfe zu holen. Im KH war sie oft genug und wenn sie nicht bereit war, nachher etwas zu tun, dann wird sie das auch in Zukunft nicht. Einzige Möglichkeit, sie bleibt mit ihren Problemen auf sich alleine gestellt und muss zwangsläufig einsehen, dass sie es so nicht schafft. Erst dann kann sie zur Einsicht kommen, dass sie sich Hilfe holen muss. Euer jetziges Handeln kann also nur dazu beitragen, dass sie früher zu dieser Erkenntnis kommt. Von Verantwortungslosigkeit kann also keine Rede sein.

    Die Hoffnung gebe ich im Gegensatz zu dir noch nicht auf. Du schreibst, dass sie maximal eine Woche durchhält, ich drücke es anders aus, sie ist in der Lage bis zu einer Woche durchzuhalten. Es ist also noch ein bisschen Wille da, es zu schaffen. Wenn sie soweit kommt, dass sie Hilfe zulässt, sich also überwinden kann, nach einem erneuten KH-Aufenthalt eine Therapie zu machen, sehe ich eine reale Chance, dass sie es schaffen kann. Dazu ist aber euer jetziges Vorgehen notwendig, zieht es also voll durch.


    Wünsche euch viel Erfolg und denkt dabei auch an euch selbst

    Lieben Gruß
    Henri

    Hallo Jogi

    Mach dir erst einmal nicht so viele Gedanken um morgen. Es ist ein guter Entschluss von dir und zieh das jetzt durch, es wird dir nicht Leid tun. Die Entgiftung dauert so um die 10 Tage, sollten Drogen mit entgiftet werden, dann dauert es etwas länger, deshalb vielleicht auch die Angabe 15 Tage.

    Es kommt bei der Entgiftung darauf an, wie stark der Körper sich bereits auf den Alkohol eingestellt hat, dementsprechend hart sind die Entzugserscheinungen. Da du aber im KH bist, kann man dir entsprechende Medikamente geben, die das ganze doch erträglich machen.

    Nach der Entgiftung wird es sicher schwierig werden, aber es ist zu schaffen. Du hast jetzt bereits gemerkt, wie oft du mit Alkohol konfrontiert wirst, das dir früher nicht aufgefallen ist. Aber auch ein Kobes hat sich schon daran gewöhnt, dass nicht alle Bier trinken. Wenn du später mal aufpasst, dann wird dir auffallen, dass es doch sehr viele Leute gibt, die keinen Alkohol trinken, da bist du immer in guter Gesellschaft. Es passiert mir heute sehr selten, dass ich der einzige bin, der keinen Alk trinkt, und ich habe das Gefühl, dass es immer mehr Nichtalkoholiker werden.

    Wünsche dir für die nächsten 10 Tage viel Erfolg und schreib danach mal, wie es war.

    Viele Grüße
    Henri

    Hallo jane und herzlich willkommen

    Mit einem Krampfanfall ist nicht zu spaßen, denn es handelt sich dabei um eine lebensbedrohende Situation und es wäre vernünftig gewesen, wenn sie ins Krankenhaus gekommen wäre. Wenn der Alkohol plötzlich abgesetzt wird, kann es zum Krampfanfall kommen und beim nächsten Mal muss es nicht so glimpflich ausgehen wie beim letzten Mal.

    Lieben Gruß
    Henri

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    Thema Krampfanfall
    Krampfanfall

    Hallo Alco1

    Über kontrolliertes Trinken ist hier schon einiges geschrieben worden, deshalb hier nur ganz kurz. Ein Abhängiger kann nicht kontrolliert trinken, das schafft er für einige Zeit, aber dann wird er doch wieder auf demselben Level landen wie früher.

    Wir Alkoholiker sind zwar, wenn es um unser trinken geht noch nie um Ausreden verlegen gewesen, aber was dein Mann da von sich gibt ist wohl das saublödeste (sorry für das Wort), was ich bis jetzt gehört habe. Er wirft dir vor, dass du nicht trinkst und das soll für ihn ein Grund sein?

    Jetzt schreibst du nicht, ob er sich ändern will oder ob er so weitermachen will. Es wird aber darauf ankommen, wie er sich zu seinem Problem stellt. Wenn er aufhören will, dann denke ich, kannst du ihm eine Chance geben, andernfalls solltest du die Trennung durchziehen. Wenn also die Ehe tatsächlich vor dem Ende steht, wie du schreibst, frage ich mich, warum du ihn mit Samthandschuhen anfassen sollst. Du hast doch auch bis jetzt unter seinem Verhalten zu leiden gehabt und das jetzt immer noch. Die Krankheit betrifft nicht nur ihn, sondern du hast doch auch psychisch darunter gelitten, wahrscheinlich sogar mehr, als du selbst bemerkst und da sollst du ihn immer noch „liebevoll“ behandeln, dich unterordnen, auf manches verzichten?

    Deshalb, stell dich selbst mal mehr in den Vordergrund, achte darauf, dass es dir gut geht, denn wenn er nicht will, kannst du ihm doch nicht helfen. Vor allem aber lasse dir von ihm nicht einreden, dass du an seinem Trinken schuld sein sollst. Er ist ganz alleine für sich verantwortlich und es steht ihm frei, zu trinken oder es zu lassen.

    Vielleicht schreibst du doch noch etwas darüber, ob die Trennung bereits feststeht oder nicht.

    Lieben Gruß
    Henri

    Hallo Bemme

    Wenn ich von Fachpersonal geschrieben habe, dann meine ich damit nicht das Pflegepersonal, sondern eine Fachkraft, die sich mit dem Problem Drogen und Entzug auskennt. Wenn du dort niemand erreichen kannst, dann probier es bei der Suchtberatung(Stichwort: Diakonie, Caritas, psychosomatische Dienst). Dort gibt es Leute, die sich auf diesem Gebiet auskennen und die dich beraten können.

    Die 10 Tage im Krankenhaus ohne Medikamente, wie gesagt, ich muss bei meinen Antworten immer die Vergleiche zu Alkohol anstellen. Ich kann mir nur vorstellen, dass es so gewollt ist, denn nach der Entlassung aus dem KH muss sie auch ohne Drogen auskommen, da ist das im KH doch ein guter Test dafür, ob sie es schaffen kann. Ob sie nach der Entlassung noch Medikamente bekommt um den Suchtdruck zu dämpfen weiß ich nicht, wäre aber denkbar.

    Weiß leider auch nicht mehr zu diesem Thema zu sagen

    Viele Grüße
    Henri

    Hallo Bemme und herzlich willkommen

    Mit Drogen habe ich keinerlei Erfahrung, weiß aber, dass es viele Parallelen zum Alkohol gibt. Deshalb kann ich meinen Beitrag nur aus der Sicht eines Alkoholabhängigen schreiben und hoffe, dass der Beitrag trotzdem auf dein Problem passt.

    Wenn sie nicht mehr will und jede Hilfe ablehnt, kann ihr nicht geholfen werden, denn nur sie selbst kann aus der Abhängigkeit einen Weg finden. Denkbar ist es, dass sie momentan in einem Tief steckt und sie deshalb auch keine Hoffnung mehr hat. Du kannst nur versuchen sie zu motivieren, doch durchzuhalten und anschließend auch die Therapie zu machen. Also, mit ihr reden, ihr Hoffnung machen, auf das was sie schon in den vier Wochen geschafft hat hinweisen, ihr Mut machen durchzuhalten. Wenn sie jetzt aufgibt, fängt sie später wieder vorne an und die vier Wochen waren umsonst.

    Hast du schon mit dem Fachpersonal in der Klinik geredet? Hat sie Gespräche mit Therapeuten, wenn ja, dann rede auch mal mit denen, wie du dich verhalten sollst. Das sind so meine Gedanken dazu, hoffe aber, dass noch jemand, der Erfahrung mit Drogen hat, noch ausführlicher dazu schreiben wird.

    Viele Grüße
    Henri

    Hallo tringer und herzlich willkommen

    Wenn du mit trinken aufhören willst, dann wirst du sicher Hilfe benötigen, denn wie du merkst, schaffst du es nicht alleine. Da du nicht krankenversichert bist, stellt sich die Frage, wer die Kosten übernimmt. Ich weiß nicht, wie das rechtlich aussieht, es kann sein, dass in Ausnahmefällen das Sozialamt die Kosten übernimmt. Am besten wendest du dich erst einmal an die Suchtberatung. Die sollten wissen, wie das mit der Kostenübernahme aussieht. Fest steht nur, dass du etwas unternehmen musst, denn es wird mit der Zeit immer schlimmer werden und es wird dir auch immer schwerer fallen, dir HIlfe zu holen.

    Viele Grüße
    Henri

    Hallo Leila

    Es könnte also mit einer Woche Arbeitsausfall hinkommen, wenn Beginn und Ende jeweils auf ein WE gelegt wird. Aber stell es dir nicht zu leicht vor. Nach der Entgiftung kommt das Schwierigste. Eventuell kannst du eine ambulante Therapie machen, das sollte auch für dich machbar sein, denn es sind immer nur Stunden, die du bei der Arbeit ausfällst. Vielleicht lässt sich so ein Termin auch in die Abendstunden legen. Überleg dirs einfach mal.

    Lieben Gruß
    Henri

    Hallo Lotta

    Ich kann mich Freund nur anschließen mit einer Ergänzung. Es geht nicht ganz genau aus deinem Beitrag hervor, wie schlimm die Entzugserscheinungen sind. Du schreibst, dass er wirr redet. Wenn das bei ihm früher nicht so deutlich war, dann solltest du den Notarzt rufen, denn dann kann es sich um den Anfang des gefürchteten Delir handeln. Aber, wenn er keine Hilfe will, dann wird nicht viel mehr passieren als früher, er kommt aus dem KH und fängt wieder an zu trinken. Ihr könnt nur versuchen, ihn davon zu überzeugen, dass er einsieht, dass es so nicht weitergehen kann. Wenn ihr damit nichts erreicht, werdet ihr nichts weiter machen können, denn zwingen könnt ihr ihn zu nichts.

    Lieben Gruß
    Henri