Beiträge von henri

    Hallo Leila und herzlich willkommen

    Eine Alkohol-Entgiftung dauert ca. 10 Tage. Dazu benötigst du eine Einweisung deines Hausarztes in ein Krankenhaus. Die Entgiftung erfolgt dort unter ärztlicher Aufsicht und die Entzugserscheinungen können durch Medikamente gelindert werden. Die Kosten werden von der Krankenkasse übernommen.

    Die qualifizierte Entgiftung dauert länger (ca. 3 Wochen) und es finden zusätzlich zur Entgiftung auch noch therapeutische Gespräche statt. Das wird aber nur in einem KH gemacht, in dem auch das entsprechende Personal zur Verfügung steht.

    Mit der reinen Entgiftung ist es aber nicht getan. Um trocken zu werden und auch zu bleiben, musst du auch dein Verhalten ändern, musst Strategien entwickeln, damit du das auch schaffen kannst. Um das zu lernen, gibt es die stationäre oder ambulante Therapie.

    Lieben Gruß
    Henri

    Hallo Lin

    Das tut mir sehr Leid für euch, aber ich kann dir auch keinen besseren Vorschlag machen. Er hat seine Chance gehabt, du hast sie ihm gegeben. Nun ist es Zeit, dass du an dich und deinen Sohn denkst. Deshalb kann deine Entscheidung nur richtig sein. Ihm bleibt immer noch die Möglichkeit, die Entgiftung zu machen, es liegt nach wie vor nur an ihm.

    Wünsche dir alles Gute und der kleine Zwerg kann stolz sein, so eine Mama zu haben.

    Lieben Gruß
    Henri.

    Hallo Chrisse

    Keine Angst, eine SHG werde ich dir nicht vorschlagen, denn die ist auch nur gut für dich, wenn du dich damit identifizieren kannst. Wenn du aber nicht gerne hingehst, dann bringt sie dir nichts.

    Das Wichtigste ist, dass du nicht planlos einfach mit trinken aufhörst, sondern dir eine Strategie festgelegt hast. Für den Anfang ist das eine sehr gute Idee. Das muss ja nicht bedeuten, dass du alle Punkte davon rigoros einhalten musst. Es kann durchaus sein, dass du für dich noch etwas anderes findest, das noch effektiver ist.

    Wünsche dir viel Erfolg, den Grundstein dafür hast du jetzt selbst gelegt

    Henri

    Hallo wf und herzlich willkommen

    Deine Fragen weichen alle von dem Alltäglichen ab. Bevor ich deshalb Antworten gebe, bei denen ich nicht von der Richtigkeit überzeugt bin, lasse ich es lieber ganz. Die Besonderheiten sind die Stichpunkte, Rentner, Lebensalter und Beamter, bzw. wer übernimmt die Kosten.

    Im „Normalfall“ stellt die Suchtberatung den Antrag auf Kostenübernahme bei der Rentenversicherung. Weil aber die damalige Therapie wie du schreibst, vom Arbeitgeber organisiert wurde, also die Suchtberatung nicht eingeschaltet wurde, vermute ich, dass es da eine Sonderregelung für Beamte gibt. Um das gewahr zu werden, frag erst mal bei der Suchberatung (Suchbegriffe sind Caritas, Diakonie, psychosomatischer Dienst oder auch Suchtberatung) nach. Auch der Hausarzt könnte das wissen.

    Von der Suchtberatung weiß ich, dass die Kliniken vorschlagen, von denen man sich dann eine aussuchen kann. Natürlich muss dort dann auch ein Platz frei sein.

    Ob sich hier im Forum jemand mit der rechtlichen Seite auskennt, ist mir nicht bekannt, aber wenn, dann wird er sicherlich etwas dazu schreiben. Vorsicht ist bei eigenen Erfahrungen geboten, da in den letzten Jahren immer wieder durch Gesundheitsreformen geändert wurde.

    Wenn eine stationäre Therapie für ihn nicht in Frage kommt, dann könnte es trotzdem noch die Möglichkeit einer ambulanten Therapie geben. Kann aber auch alles bei der Suchtberatung geklärt werden.

    Viele Grüße
    Henri

    Hallo Diandra

    Solange es ein gutes Ende nimmt, darfst du mich ruhig erschrecken.

    Klein wenig euphorisch darfst du schon sein, er ist doch auf dem besten Weg, aber es dauert seine Zeit und es geht halt nicht so schnell wie du es erwartest oder wie du schreibst: „In der Ruhe liegt die Kraft“ oder wie es im

    rheinischen Jrundjesetz heißt:
    § 1 Et es wie et es
    § 2 Et kütt wie et kütt
    § 3 Et hätt noch immer jot jejange
    § 4 Wat fott es, es fott
    § 5 Nix bliev wie et wor
    § 6 Kenne mer nit, bruche mer nit, fott domet

    Scheint zwar aus dem Karneval zu sein, aber auch da steckt immer etwas Wahrheit drin.

    Lieben Gruß
    Henri

    Hallo BigJackson

    Als erstes möchte ich dir mein Beileid zum Tode der Oma ausdrücken.

    Wie du schreibst, hatte sie einen Schlaganfall und hätte möglicherweise nicht mehr viel von ihrem Leben gehabt. Es ist immer traurig, wenn man einen Menschen aus der Familie verliert, aber manchmal kann der Tod auch eine Erlösung sein.

    Wünsche dir und deiner Familie für die Zukunft alles Gute.

    Viele Grüße
    Henri

    Hallo Iris und herzlich willkommen

    Sechs bis acht Flaschen Bier ist schon sehr heftig. Wenn sie nicht mit sich über das Thema reden lassen, wie wäre es, wenn du ihnen das, was du hier geschrieben hast, als Brief gibst. Es zeigt, welche Gefühle bei dir und deinem Bruder durch ihr trinken ausgelöst werden. Das können sie sich auch mehrere Male in aller Ruhe durchlesen und sich dann ihre Gedanken machen. Das wäre eine Möglichkeit, ohne dass du es außerhalb der Familie bekannt machst und die doch effektiv sein kann. Probier es einfach aus und schreib dann bitte noch mal, ob es was bewirkt hat.

    Viele Grüße
    Henri

    Hallo ihr beiden und herzlich willkommen

    Den Schulabschluss nicht zu schaffen ist sicher geeignet, depressiv zu werden und seine Gefühle mit Alkohol zu betäuben. Wenn diese Phase nicht allzu lange anhält, ist das sich nicht weiter schlimm. Wenn es aber über Monate anhält, dann besteht schon die Gefahr, dass er sein Leben nicht so schnell wieder in den Griff bekommt. Ihr könnt ihm momentan nur gut zureden und ihm klarmachen, dass trinken seine Problem nicht löst.

    Wenn das zu keinem Ergebnis führt, dann besteht noch die Möglichkeit, mit seinen Eltern zu reden. Die sind in einer besseren Position, um mit ihm zu reden.

    Wünsche euch viel Erfolg
    Henri

    Hallo maxine

    Dann danke ich dir recht herzlich für das dicke Lob an die Moderatoren. Aber so ganz darf ich das Lob nicht annehmen, denn es ist nicht nur ein Geben sondern immer auch ein Nehmen dabei. Indem ich mich mit den Problemen anderer Leute beschäftige, lerne ich auch immer etwas für mich, so uneigennützig wie man meint, ist das also auch nicht. Daher gebe ich den Dank an alle die weiter, die hier schreiben und wenn es auch nur ein Beitrag ist.

    Wenn du meinst, dass immer dieselben Fragen kommen, dann stimmt das nicht ganz. Es sieht zwar oft so aus, aber wenn man dann genauer liest, gibt es doch immer wieder Unterschiede, sodass man bei dem einen mit „weiterhin gut zureden“ antwortet, dem nächsten aber eher zur Trennung rät. Dabei ist auch das was ein Mod schreibt, immer nur eine Meinung von vielen und es muss noch lange nicht die einzig absolut richtige Antwort sein.

    Wünsche uns viele trockene Tage und den Co’s, dass ihre Partner trocken werden und auch für immer bleiben.

    Lieben Gruß

    Hallo Diandra

    Puuh, hatte bei deinem ersten Satz schon das schlimmste erwartet, kannst einen aber auch erschrecken, wenigstens das ist nicht eingetroffen. Langzeittherapie heißt auch, sich viel mit sich selbst zu beschäftigen und mit Gleichgesinnten umzugehen. Da kann das Leben draußen ungewohnt wirken, aber auch das wird er lernen müssen und er wird auch erfahren, dass er sich manchmal anpassen muss und nicht nur andere Leute auf ihn Rücksicht nehmen. Du hast Recht, es ist eine Gratwanderung für euch, aber auch du musst dich ihm nicht immer anpassen und auch du darfst mal schlechte Laune haben. Erfreulich ist, dass er durchgehalten hat, also sooo schlecht war der Tag doch auch wieder nicht.

    Lieben Gruß
    Henri

    Hallo BigJackson

    Als erstes solltet ihr dem Pflegepersonal im Krankenhaus sagen, dass die Oma vermutlich Alkoholikerin ist. Wenn Entzugserscheinungen auftreten, weiß das Personal wenigstens wovon diese herrühren und können entsprechende Medikamente geben.

    Ob die Inkontinenz vom Alkohol herrührt oder altersbedingt ist, lässt sich von hieraus nicht eindeutig sagen. Nach deinen Schilderungen zu urteilen, hängt aber ihr heutiger Zustand wesentlich mit dem Genuss von Alkohol zusammen.

    Wie jetzt die Vorgehensweise aussieht, lässt sich nicht so einfach sagen. Unter Umständen wird die Oma nach ein paar Tagen aus dem Krankenhaus entlassen und es geht im Heim weiter wie gehabt. Nächste Möglichkeit, sie bleibt zur Entgiftung im KH, also ca. eine Woche bis zu 10 Tage. Danach ist dann zu überlegen ob sie eine Therapie mitmacht. Voraussetzung dafür ist, dass sie das geistig noch erfassen kann und auch selbst vom Alkohol weg will. Das müsste dann aber Vorort geklärt werden.

    Hoffe, dass es dir ein wenig weitergeholfen hat.

    Gruß Henri

    Hallo darkened und herzlich willkommen

    Darüber, dass dein Freundin abhängig ist, sind wir sicher einer Meinung und darüber, dass sie das nicht einsieht, auch. Wie du merkst, findet sie für sich immer eine Rechtfertigung für ihr trinken. Das wird sich auch so schnell nicht ändern. Selbst die Gespräche und die Vorwürfe an dich, sind doch wieder Anlass genug, weiterhin zu trinken. Es ist dann fast so etwas wie eine Bestätigung für sie. Daher ist zu überlegen, ob du ihr mit deinen Gesprächen über ihren Alkoholkonsum tatsächlich hilfst oder das Trinken sogar noch förderst. Genutzt hat es jedenfalls bis jetzt nichts.

    Da ihr getrennte Wohnungen habt, ist eine vorläufige Trennung zu überlegen. Wenn ihr viel an dir liegt, wird sie wieder auf dich zukommen. Allerdings bist du dann in der Position, ihr deine Bedingungen zu stellen und eine davon wird sein, dass sie mit trinken aufhört.

    Es ist immer schwer so eine Entscheidung zu treffen und dann auch durchzuhalten. Aber in ihrem und auch in deinem Interesse halte ich es für das Beste, wenn du das so durchziehst.

    Wünsche dir dazu viel Kraft
    Henri

    Hallo Sunas und herzlich willkommen

    Über die Form des Forums musst du dir nicht allzu viele Gedanken machen. Es geht hier nicht so sehr um die Form, sondern hauptsächlich um deine Sorgen. Hier wirst du viele Leute finden, die ähnliches mitgemacht haben wie du zurzeit. Aber nicht nur du, sondern auch deine Tochter leidet unter dem Verhalten deines Mannes bzw. ihres Vaters. Bei allen Fragen und Antworten muss also auch an sie gedacht werden.

    Lieben Gruß
    Henri

    Wenn du folgendes Rezept meinst, dann sehe ich nicht, wo da Alkohol drin sein könnte.

    Zutaten:
    200 g Weinblätter in Salzlake, 250 g Paella Reis, 40 g Pinienkerne, 40 Rosinen, 50 g Zwiebeln, Salz, 2 El glatte Petersilie, fein gehackt, 2 El Minze, fein gehackt, 4 El Zitronensaft, 12 El Olivenöl, Pfeffer, 500 ml Geflügelfond, 1 Zitrone

    und hier auch nicht:

    Zutaten für vier Portionen
    20 eingelegte (oder junge frische) Weinblätter
    8 Frühlingszwiebeln
    1 große Zwiebel
    18 EL Olivenöl
    180 g Rundkornreis
    Salz
    1 Bund Dill
    1 Bund frische oder 1 TL getrocknete Minze
    Saft von 2 Zitronen
    Pfeffer


    wünsche guten Appetit

    Henri

    Hallo helpless

    Bleib du selbst, das ist das wichtigste. Nicht zuviel überlegen und nachdenken was du tun kannst oder sollst, dadurch verkrampfst du und es bringt euch nichts. Dir jetzt schon auszudenken, wie du dich in welcher Situation verhalten sollst, halte ich nicht viel von, da es doch immer anders kommt als man denkt. Lass mal alles auf dich zukommen und entscheide dann spontan. Wenn er über sein Problem reden will, ist das okay, aber zwinge ihm das Gespräch nicht zu oft auf.

    Was nach der Entgiftung geschieht, am besten wäre eine Therapie. Da dein Freund aber mit den Betreuern reden will, wird in dem Gespräch das Beste für ihn überlegt werden. Du misstraust dem Braten noch? Gesundes Misstrauen ist vielleicht angebracht, weil sein Entschluss so plötzlich und überraschend kam. Seine Pläne mit AA und mit den Betreuern zu reden, lässt allerdings auf ein ernstes Vorhaben seinerseits schließen.

    Wenn noch Alkohol im Haus ist, dann kannst du ihn entsorgen, könnt ihr aber auch gemeinsam machen wenn er wieder zurück ist, wäre dann auch für ihn ein Abschied vom Alkohol.

    Wünsche euch, dass er weiter durchhält.

    Lieben Gruß
    Henri

    Hallo Mango

    Wenn er bereits abhängig ist, was ich von hier aus nicht beurteilen kann, dann wird er das nicht lange durchhalten. Denn ein Abhängiger schafft es auf Dauer nicht, nur zu bestimmten Zeiten zu trinken oder sein Trinken zu reduzieren. Aber, diese Erfahrung müsst ihr wohl selbst machen. Positiv ist jedenfalls, dass er sich nicht ganz dagegen sträubt und ihr miteinander darüber reden könnt. Um es sich leichter zu machen, sollte er in der Zeit, in der er sonst getrunken hat, eine Beschäftigung suchen um sich abzulenken und da kannst du ihm sicher behilflich sein.

    Lieben Gruß
    Henri

    Hallo Taty und herzlich willkommen

    Wenn du schon mit ihr geredet hast und sie sich so abweisend verhalten hat, dann will sie sich nicht ändern. Du kannst tun und lassen was du willst, sie wird nicht einsehen, dass sie zuviel trinkt. Es bleibt dir nichts anderes übrig, als dich abends wenn sie trinkt, von ihr zu distanzieren und für dich alleine zu bleiben, wie du es bereits jetzt tust. Dich von ihr fernhalten ist die einzige Möglichkeit für dich, dafür zu sorgen, dass du nicht selbst mit hineingezogen wirst. Es ist zwar ein schlechter Trost für dich, aber eine Chance bekommst du, wenn sie gesundheitliche Probleme wegen ihres Trinkens bekommt. Bis dahin versuche zu akzeptieren, dass du nicht helfen kannst.

    Gruß Henri

    Hallo Wuschel

    Sorry, aber hast du immer noch genug von ihm? Ein Anruf von ihm und du würdest wieder alles für ihn tun und wenn er von dir genug hat, geht er wieder zu seiner Freundin zurück. Willst du dir das antun? Er hat sich für seine Freundin entschieden und nicht für dich und du bist nicht für ihn verantwortlich.

    Lieben Gruß
    Henri