Beiträge von henri

    Hallo Diandra

    Nach sechs Wochen Thera hat er sich bereits verändert und es werden noch sehr viele Kleinigkeiten kommen, die du von ihm anders gewöhnt bist. Anfangs wird er in manchen Dingen noch unsicher sein, doch mit der Zeit wird auch sein Selbstbewusstsein und sein Selbstwertgefühl größer werden. Das ist das Normale an so einer Therapie, hat aber auch zur Folge, dass ihr euch etwas fremd werdet und euch wieder neu kennen lernen müsst.

    Lieben Gruß
    Henri

    Hallo Anna und herzlich willkommen

    Wie du das beschreibst und auch die Art und Weise wie dein Vater abstreitet wieder zu trinken, lässt schon vermuten, dass er doch wieder trinkt. Jemand der nicht trinkt, wird eher voller Stolz erzählen, dass er jetzt so und solange keinen Alkohol angerührt hat, aber nicht so aggressiv reagieren.

    Ob er die gesamte Zeit bereits getrunken hat, lässt sich nicht sagen. Es muss nicht unbedingt eine Therapie gemacht werden um trocken zu bleiben. Es ist zwar von Vorteil, aber es gibt auch genug Leute, die es so geschafft haben. Am Sekt nur nippen, kommt mir schon bedenklich vor. Es ist nicht der Alkohol selbst, der Auslöser für einen Rückfall ist, sondern der Rückfall ist gedanklich schon längst vorher passiert.

    Da du jetzt nicht direkt eine Frage gestellt hast, wozu willst du nun einen Rat? Ich nehme aber mal an, dass du wissen willst, wie ihr euren Vater wieder vom Alkohol wegbekommen könnt. Da er abstreitet zu trinken, sieht er auch keine Veranlassung sich zu ändern. Ihr habt gesehen, wie aggressiv er auf solche Gespräche reagiert und deshalb habt ihr im Moment keine Chance ihm zu helfen. Selbst wenn ihr ihn beim trinken erwischen würdet, wäre es noch nicht sicher, dass er es zugeben würde.

    Es wird über kurz oder lang aber wieder die Trinkgewohnheiten von früher annehmen. Dann ist es eher möglich, ihn zu überzeugen, dass er etwas ändern muss.

    Lieben Gruß
    Henri

    Hallo Amine

    Das ist eine sehr gute Frage und ich kann mich nicht erinnern, dass diese Frage schon mal gestellt wurde. Wie es einem Co während der Zeit mit seinem Partner geht, ist schon öfter beschrieben worden, aber die Zeit nach der Trennung vom Abhängigen, wenn er also nicht mehr in das alltägliche Leben eingreift, ist eine sehr interessante Frage. Ich denke, dass es hier einige Co’s gibt, die über eine entsprechende Erfahrung nach der Trennung schreiben können.

    Lieben Gruß
    Henri

    Hallo Mango

    Ein oder zwei Glas hört sich nicht nach viel an, kann aber trotzdem mit der Zeit zur Abhängigkeit führen. Du musst jetzt für dich entscheiden, ob du das auf Dauer mitmachen willst und kannst oder nicht. Wenn nicht, bleibt dir nichts anderes übrig, als ihm das so zu sagen und entsprechende Konsequenzen anzukündigen. Dabei muss dir klar sein, dass du diese möglicherweise auch ausführen musst. Vorher würde ich doch noch einmal versuchen ihm klarzumachen, was sein trinken auch für dich bedeutet und wie schlecht du dich dabei fühlst. Vielleicht sieht er es doch noch ein.

    Lieben Gruß in das weit entfernte sonnige Land, in dem es angeblich Alkohol nur mit der Liquor Licence für Nichteinheimische zu kaufen gibt.

    Henri

    Hallo Sebastian und herzlich willkommen

    Wenn du ausziehst, bringt das gar nichts. Ich sehe keine Grund, warum sie sich daraufhin ändern sollte. Da wäre dein Vater in der besseren Position um Druck auszuüben. Ich sehe aber auch noch keine Notwendigkeit solche Maßnahmen zu ergreifen. Eine Trennung ist immer die letzte Möglichkeit die man in Betracht ziehen sollte.

    Du hast letzte Woche mit ihr gesprochen und sie hat dir versprochen, mit trinken aufzuhören. Dass sie das Versprechen nicht eingehalten hat wundert mich nicht. Sie ist abhängig und sie kann nicht aufhören wenn sie will. Der innere Drang zu trinken ist so groß, dass sie dem nicht widerstehen kann. Sie kann auch die feste Absicht gehabt haben, aber sie schafft es nicht, es ist einfach zu schwer für sie. Aber, und das ist das Positive daran, sie hat mehr oder weniger zugegeben, dass sie Alkoholikerin ist und das ist ein Ansatzpunkt, an dem ihr weitermachen könnt.

    Du hast gemerkt, dass du mit reden, ohne ihr Vorwürfe zu machen, etwas erreichen kannst. Auf dieser Basis kannst du jetzt ein weiteres Gespräch mit ihr führen. Sie hat es letzte Woche nicht geschafft, also muss sie jetzt einsehen, dass sie etwas anderes unternehmen muss. Macht einen Termin bei einer Beratungsstelle, wie Amine es bereits vorgeschlagen hat und drängt sie notfalls mit dorthin zu gehen. Wenn sie etwas ändern will und wenn sie leben bleiben will, dann muss sie mitgehen.

    Lasst euch aber nicht darauf ein, dass sie alleine aufhören will. Wenn sie es schaffen würde, mit trinken aufzuhören, wäre das viel zu gefährlich. Ein „gesunder“ Alkoholiker kann dabei einen Krampfanfall oder sogar ins Delir fallen. Da sie bereits Herzoperationen hinter sich hat, ist es für sie noch viel gefährlicher. In dieser Phase spielt der Kreislauf verrückt und ob Ihr Herz das so ohne weiteres mitmacht ist die Frage. Aber vermutlich kann sie es wieder nicht schaffen und ihr wärt wieder da, wo ihr jetzt auch seid.

    Also mit ihr reden, dass sie etwas für sich tut, dann kann’s klappen.

    Wünsche dir viel Erfolg bei dem Gespräch und deiner Mutter, dass sie alles einsieht.

    Gruß Henri

    Hallo Janny

    Sorry, dass ich jetzt erst antworte. In meinem ersten Beitrag hatte ich geschrieben, dass vermutlich eine Beziehung zwischen deiner Essstörung und seiner Abhängigkeit besteht. Die Vermutung beruht auf der Überlegung, dass deine Essstörung eine psychische Krankheit ist und die Krankheit deines Freundes dich doch auch enorm belasten kann. Infolgedessen könntest du selbst auch wieder Probleme mit deiner Essstörung bekommen. Ich will nicht behaupten dass es so ist, aber die Möglichkeit besteht, dass ihr euch gegenseitig runterziehen könntet.

    Co-abhängiges Verhalten muss in diesem Fall anders definiert werden. Wenn im „normalen“ Fall von Co-abhängigem Verhalten gesprochen wird, dann ist damit gemeint, dass die Bezugsperson Arbeiten und Verantwortung des trinkenden Partners übernimmt, die dieser selbst erledigen sollte. In deinem Fall sehe ich das etwas anders. Es kann doch nicht sein, dass du Sachen für ihn erledigst, die du auch machen müsstest wenn er trocken wäre, und nur weil er trinkt, dieses ein co-abhängiges Verhalten sein soll. Da glaube ich sind wir grundsätzlich einer Meinung. Natürlich sollst du ihm nicht alles abnehmen, aber was er nun gar nicht auf die Reihe bekommen kann, ob er trocken oder nass ist, wirst du weiterhin machen müssen. Von ganz fallenlassen halte ich in seinem Fall auch nichts, da er nicht in der Lage ist die richtige Schlussfolgerung daraus zu ziehen und auch entsprechend richtig zu reagieren. Wenn fallenlassen, dann kann es nur auf die Art und Weise geschehen, dass anderweitig für ihn gesorgt wird.

    Wenn von betreutem wohnen die Rede ist, muss ich passen, weil ich nicht weiß ob dort dafür gesorgt werden kann, dass er seine Medikamente nimmt und wenn er sie nimmt, er auch keinen Alkohol bekommt. Dasselbe trifft auch zu, wenn er in ein Heim kommen sollte.

    Als erstes wirst du für dich entscheiden müssen, ob du das durchhalten kannst, wenn du ihn betreust. Da du das aber schon öfter gehört hast, will ich das hier nicht weiter vertiefen. Wie war das denn in den beiden langjährigen Phasen als er trocken war? Kannst du nicht versuchen die gleichen Bedingungen zu schaffen? Kannst du abschätzen, ob er dann in der Lage ist, wieder trocken zu werden? Einen besseren Rat habe ich auch nicht parat. Leider ist es sehr, sehr schwer zu raten, wenn jemand so wie er nicht in der Lage ist, sich selbst aktiv zu bemühen.

    Wünsche dir viel Kraft, das durchzustehen

    Lieben Gruß
    Henri

    Hallo Kerstin und herzlich willkommen

    Fast fünf Jahre trocken ist eine Leistung, auf die du stolz sein kannst. Warum es dieses Jahr zu den beiden Rückfällen gekommen ist, wirst du herausfinden müssen, um die Gefahr in Zukünftig frühzeitig zu erkennen. Lag es alleine an der fehlenden Gruppe oder gab es sonst noch Gründe? Aber auch allzu vieles Grübeln hilft dir nicht weiter. Versuche mit der Gruppe zusammen deinen trockenen Weg zu finden.

    Wünsche dir noch viele trockene Tage, du schaffst das

    Henri

    Hallo Horst und herzlich willkommen

    Ein Rückfall sollte nicht, aber kann passieren. Das ist auch dann weiter nicht so tragisch, solange du wieder an die trockenen Zeiten anknüpfen kannst.

    Wünsche dir viele trockene 24 h

    Henri

    Hallo Wolf

    Willkommen zurück im Forum

    Das ist ein sehr guter Anfang und du hast jetzt auch ein entsprechendes Gefühl dafür bekommen, wie es dir ohne Alkohol geht. Wie ich aus deinem Beitrag lesen kann, wissen die Bekannten von deiner Krankheit. Das heißt nicht nur, dass von denen dir niemand mehr Alkohol anbieten wird, sondern was noch viel wichtiger für dich ist, du stehst zu deiner Krankheit, und der Wille nie mehr zu trinken ist da.

    Du hast in der Klinik gelernt, wie du ohne Alkohol auskommst, jetzt kannst du dein Wissen in der Praxis einsetzen und mit jedem Tag wird es dir leichter fallen

    Wünsche dir viele trockene 24h
    Henri

    Hallöchen zurück

    Bin sicher, dass du noch öfter erfreuliche Beiträge schreiben wirst. Deine Angst ist ganz natürlich und die wird auch erst allmählich mit der Zeit vergehen. Garantieren kann niemand dafür, dass er es schafft, aber alles was du von ihm erzählst, hört sich sehr gut an. Was mich dabei am meisten beeindruckt, er hat selbst die Initiative ergriffen.

    Lieben Gruß
    Henri

    Hallo Janny und herzlich willkommen

    Zwischen Essgestörten und Alkoholiker gibt es zwar Parallelen, aber dennoch kann der eine die Krankheit des anderen nicht so ganz richtig begreifen und verstehen. Allerdings besteht vermutlich zwischen deiner Essstörung und seiner Alkoholabhängigkeit eine Beziehung, sodass man nicht eine Krankheit für sich alleine sehen kann, sondern beides berücksichtigen muss. Wir werden uns bemühen, auf deine Beiträge die richtigen Antworten zu finden.

    Lieben Gruß
    Henri

    Hallo Lotte und herzlich willkommen

    Dein Mann hat nicht nur ziemlich sicher sondern ganz sicher ein Alkoholproblem, warum hätte er sonst einen Termin bei der Beratung gehabt. Es ist leider so, dass nicht nur er ein Problem hat, sondern auch du. Du wirst den ganzen Weg eines Co-Alkoholikers gegangen sein. Das fängt unmerklich an, indem du ihn anfangs entschuldigst, wenn er getrunken hat, vertuschst sein trinken vor anderen Leuten. Dann richtest du dein Leben immer mehr nach seinen Trinkgewohnheiten ein, scheust dich, zu bestimmten Gelegenheiten Gäste einzuladen usw. Danach wirst du mit ihm reden, glaubst seinen Versprechungen, nicht mehr soviel zu trinken, wirst enttäuscht, es kommt zum Streit, er schafft es auch ein paar Wochen nichts zu trinken, aber nicht länger. Es ist ein auf und ab der Gefühle bei dir, von Hoffnung bis hin zur Enttäuschung, von Verständnis für sein trinken bis hin zur Wut und Hoffnungslosigkeit. In dieser Phase scheinst du nun zu sein, deshalb auch dein Gefühl vom Chaos.

    Du kannst nur mit ihm reden, wenn er nüchtern ist. Da du das aber bereits gemacht hast und er sich nicht an sein Versprechen gehalten hat, wird es diesmal schwieriger. Zuerst muss dir klar sein, dass es kein „weniger trinken“ für ihn gibt, sondern nur absolute Alkoholabstinenz. Ein reduzieren kann er eine zeitlang schaffen, aber dann wird er zwangsläufig wieder seine alten Trinkgewohnheiten annehmen. Lass dich also da auf keinen Handel ein. Weder weniger trinken, noch nur an bestimmten Tagen trinken schafft er, schafft kein Abhängiger, das ist so.

    Zuallererst musst du dir darüber klar werden, was du dir gefallen lässt, also Grenzen festlegen. Da er schon einmal zur Suchtberatung gehen wollte, wäre hier ein Ansatzpunkt. Bestehe drauf, dass er hingeht. Am besten gehst du gleich mit und hörst dir alles an, sonst erzählt er dir nachher doch nur das, was ihm gefällt und ihr seid nicht weiter als jetzt. Im Vorfeld musst du dir Konsequenzen überlegen für den Fall, dass er nichts unternimmt. Aber, nicht nur ankündigen, sondern du musst auch bereit sein, deine Ankündigungen umzusetzen.

    Dann achte mehr auf dich, für dich bist du die wichtigste Person, nicht er. Vermutlich hast du viel zu viel Rücksicht auf ihn genommen, hast auch Verantwortung von ihm übernommen, hast viele Kleinigkeiten für ihn erledigt. Lass ihn das in Zukunft wieder selbst machen, Er muss lernen selbst die Verantwortung für sich zu übernehmen.

    Wünsche dir viel Erfolg

    Lieben Gruß
    Henri

    Hallo Angie, hallo Amine

    Das interessiert nicht nur Amine und mich sondern alle die, diesen Thread lesen. Ein Forum kann ohne Moderation auskommen, auch eine zeitlang ohne Admin (Karsten und alle Mods mögen mir verzeihen), aber nicht ohne die Beiträge der Beteiligten aus dem realen Leben. Es lebt von den Erfahrungen und Beiträgen aller, und nur so kann es seinem Zweck „Hilfe durch Selbsthilfe“ gerecht werden. Deshalb, bitte weiterhin schreiben, nicht nur wegen unserer Neugier, sondern auch um dir und anderen zu helfen.

    Liebe Grüße an euch beide
    Henri

    Hallo Lin

    Auch mal eine gute Nachricht und ich freue mich für euch. Das hört und liest sich doch sehr gut an und es scheint ihm sehr ernst mit der Therapie zu sein. Mit der Hilfe, die er an dir hat kann er es sicher schaffen. Auch wenn du während der Entgiftung kaum Kontakt zu ihm haben wirst, so hilft ihm doch das Wissen, dass jemand auf ihn wartet und ihm vertraut.

    Wünsche euch, dass alles so läuft, wie ihr euch das vorstellt.

    Henri

    Hallo Schalker und herzlich willkommen

    Wenn du verunsichert bist, dann frag doch deine Freundin. Sobald sie sich die Krankheit selbst eingestanden hat, ist sie auch in der Lage, darüber zu reden. Mir als Betroffener ist es damals so ergangen, dass ich manchmal gerne geredet hätte, aber gemerkt habe, mein Gegenüber hat zu viele Hemmungen. Ihr wird es ähnlich ergehen, wenn du also unsicher mit etwas bist, dann frag sie. Eines solltest und darfst du nie machen, sie in Sachen Alkohol bevormunden. Beispielsweise wäre es schon ein bisschen verletzend für sie, wenn du die Getränke mit der Bemerkung bestellst, dass sie keinen Alkohol trinkt. Das meine ich mit bevormunden, lass sie die Entscheidung selbst treffen, keinen Alkohol zu bestellen. Du meinst es zwar gut, aber es wird anders aufgefasst. So gibt es viele Kleinigkeiten, an die man natürlich nicht immer denkt. Aber, auch ein Abhängiger ist nicht sooooo empfindlich. Wenn ihr euch wirklich versteht, dann wird sie dir schon sagen, was ihr nicht passt. Verhalte dich ihr gegenüber normal und natürlich, dann kann nichts schief gehen.

    Gruß
    Henri

    Hallo wishandhelp und herzlich willkommen

    Für Co-Abhängige gilt dasselbe wie für den Abhängigen, sie müssen bereit sein Hilfe anzunehmen. Das scheint aber bei deinen Eltern nicht der Falle zu sein. Einerseits unterstützen sie deinen Bruder finanziell, andererseits haben sie Angst, Bekannte einzuladen, sehen also ein, dass er ein Alkoholproblem hat. Wenn sie nichts unternehmen, bleibt dir nur übrig, selbst mit deinem Bruder zu reden. Ob er sich daraufhin ändert, wage ich zu bezweifeln, da du nicht in der Lage bist, auch entsprechenden Druck auf ihn auszuüben. Da wären die Eltern in einer besseren Position. Es wird dir deshalb nichts anderes übrig bleiben, als immer wieder mit den Eltern zu reden.

    Dir muss aber klar sein, dass du selbst auch co-abhängig bist, da du dein Verhalten aufgrund seines Trinkens bereits geändert hast. Die Gefahr für dich besteht, dass du dich zu viel davon beeinflussen lässt und deine Lebensqualität dadurch sinkt. Dasselbe kann deinen Eltern und auch der Freundin deines Bruders passieren.

    Wünsche euch alles Gute
    Henri

    Hallo Caruso

    Es kommt immer auf den heutigen Tag drauf an, heute trinke ich nicht. Wenn es einem anfangs noch nicht so leicht fällt, ist ein Tag ein übersehbarer Zeitraum, den man schaffen kann. Dabei motiviert es, wenn du auf so viele Tage, Wochen, Monate zurückblicken kannst, die du schon geschafft hast Irgendwann wird es zur Gewohnheit, du registrierst wenn wieder einmal ein Jahr vorbei ist, aber die Zahl Jahre hat nicht mehr die Bedeutung für dich.

    Gruß Henri

    Hallo Werner

    Die Idee, einen Brief zu schreiben finde ich sehr gut. Wenn du mit ihm redest, kann er sofort abblocken und es kann schwierig für dich sein, die richtigen Worte immer auf Anhieb zu finden. Den Brief kann er sich öfter durchlesen und er bleibt auch vielleicht besser in Erinnerung. Probier es einfach, falsch machen kannst du damit nichts. Selbst wenn er den Brief wegwirft, ist weiter nichts passiert als dass du dir die Arbeit damit gemacht hast und es wird trotzdem ein Wenig davon bei ihm hängen bleiben. Soweit du das in deinem Beitrag geschrieben hast, ist auch der Inhalt ganz in Ordnung, keine Vorwürfe machen und wenn er aufhören will, Hilfe anbieten.

    VG Henri

    Hallo Lin

    Da steckst du in einer Zwickmühle. Ich habe auch die gleichen Überlegungen wie du. Er sollte entscheiden, wem er von seiner Abhängigkeit etwas erzählt, andererseits muss es aber auch nicht sein, dass du für ihn lügst. Da deine Schwester und dein Schwager es bereits wissen, nehme ich an, dass es auch nicht geheim geblieben ist und dass es bereits mehrere von der Familie wissen. Eine mögliche Lösung wäre die Antwort, dass dein Freund nicht mitkommen kann, weswegen er verhindert ist, musst du nicht sagen und es geht auch niemand etwas an.

    In meiner damaligen Lage war ich froh, wenn ich merkte, dass ein Gesprächspartner von meiner Abhängigkeit wusste, brauchte ich es ihm nicht mehr selbst zu erklären. Vielleicht wird es deinem Freund ähnlich ergehen und es ist nicht schlimm, wenn du es erzählst. Vergleiche hinken zwar meistens, aber würdest du davon erzählen, wenn er eine andere Krankheit, z.B. Diabetes hätte? Ich denke deshalb, dass du es in der jeweiligen Situation aus dem Bauch heraus entscheiden musst.

    Lieben Gruß
    Henri

    Hallo Muschel und herzlich willkommen

    Eine Lösung habe ich auch nicht anzubieten. Einzelne Lösungsansätze gibt es zwar scheitern aber alle daran, dass sie nicht mit sich reden lässt und ihre Abhängigkeit auch nicht sehen will. Ein bisschen habe ich den Eindruck, dass sie mit ihrem Mann nie glücklich war, sie nicht mehr allzu viel vom Leben erwartet und sich deshalb auch nicht ändern will.

    Ein weiteres Problem, das vielleicht ebenso groß werden kann, sehe ich auf dich zukommen. Deine Überlegungen und Grübeleien ziehen dich doch schon sehr runter. Du musst aufpassen, dass du selbst nicht wieder in Depressionen gerätst und selbst wieder Hilfe benötigst.

    Wenn du mit reden bei ihr nichts erreichst, hast du keine weiteren Möglichkeiten ihr zu helfen. Auch wenn du es nicht wahrhaben willst, alle Gefühle von Wut bis Hilflosigkeit durchlebst, es sehr wehtut, wird dir nichts anderes übrig bleiben, als für dich zu akzeptieren, dass du nichts ändern kannst. Du kannst sie nicht ändern, sondern nur sie alleine kann das.

    Lieben Gruß
    Henri