Beiträge von henri

    Hallo Netti und herzlich willkommen

    Seit Oktober hat er also jeden Monat einen Rückfall gehabt, von Trinkpausen zu reden wäre sicher richtiger. Je öfter er in die Klinik kommt, desto schwerer wird es ihm fallen nicht zu trinken, denn er traut sich selbst nichts mehr zu. Es wird immer schwerer für ihn werden. Jedenfalls solltest du ihn davon überzeugen, dass es so nicht weitergehen kann. Es ist doch nur noch ein Wechsel zwischen trinken und Krankenhaus. Du schreibst von ambulanter Therapie begonnen. Hat er die abgebrochen oder wie ist das zu verstehen? Er sollte jedenfalls den Kontakt noch mal aufnehmen, denn alleine wird er es nicht schaffen.

    Wünsche euch, dass er den Absprung schafft

    Lieben Gruß
    Henri

    Hallo Daniela

    Ich antworte mal lieber hier auf deine Frage aus dem anderen Thread, weil das andere Unterforum eher nur für die Vorstellung gedacht ist.

    Wenn ich das richtig gelesen habe, dann sollst du für ca. 10 - 14 Tage zur Entgiftung in eine Klinik und danach eine ambulante Therapie machen. Eine Entgiftung dauert ca. 10 Tage, danach ist der Körper frei von Alkohol. Gespräche mit Psychologen werden kaum stattfinden, das wird nur gemacht, wenn der Aufenthalt länger dauert. Wenn du es auch so schaffst, zwei Wochen oder länger ohne Alkohol auszukommen, dann hat es die gleiche Wirkung wie der Aufenthalt in der Klinik. Somit erübrigt sich die Entgiftung in der Klinik. Ich nehme an, dass du das der Therapeutin bei der Suchtberatung nicht erzählt hast, sonst hätte sie entsprechend reagieren können. Auf die die ambulante Therapie sollte es dennoch keine Auswirkung haben, denn da ist „nur“ Voraussetzung, dass du entgiftet bist. Vielleicht rufst du die Therapeutin an und erklärst ihr das. Möglicherweise kann dadurch der Termin für den Beginn der ambulanten Therapie vorverlegt werden. Aber wenn du anrufst, musst du dir auch sicher sein, dass du die zwei Wochen auch alleine schaffst.

    Wünsche dir viel Erfolg

    Lieben Gruß
    Henri

    Hallo Arielle, wenn auch verspätet, so doch ein herzliches Willkommen von mir.

    Sie hat dir zwar versprochen weniger zu trinken, aber sie will es nur für dich und die Kinder tun, nicht für sich und so wird das nichts. Ich bin überzeugt davon, dass sie ihre Worte auch ernst gemeint hat. Ihr ist nur noch nicht bewusst, dass sie bereits abhängig ist. Solange sie das aber nicht erkannt hat, wird es immer wieder solche Szenen geben, Wenn sie anfängt, kann sie nicht mehr aufhören, bis sie betrunken ist. Es ist das Heimtückische an der Krankheit, dass man sie hat ohne es zu merken.

    Das soll aber jetzt nicht heißen, dass du dich damit abfinden sollst. Im Gegenteil, wenn du sie nicht an den Alkohol verlieren willst, dann mach genauso weiter wie du angefangen hast. Mache ihr klar, dass du ihr trinken in Zukunft nicht akzeptieren wirst. Der Brief ist genau das richtige Mittel, ist sogar noch besser als ein Gespräch, denn den kann sie sich immer wieder durchlesen. Lass dich nur nicht auf ein Versprechen ein, dass sie nur noch ab und zu trinkt. Das wird sie nicht einhalten, denn sie kann es nicht, kein Abhängiger kann das auf Dauer. Es gibt nur für sie die Möglichkeit, ganz vom Alkohol wegzukommen oder solange zu trinken, bis sie nicht mehr kann. Es wird auch nicht bei der jetzigen Menge bleiben, sondern es wird immer mehr werden.

    Du kannst nur versuchen, vernünftig mit ihr zu reden und ihr deinen Standpunkt zu erklären. Für dich wird es sonst zuviel, denn mit deinen zwei Kindern bist du ausgelastet, ohne dass du dir auch noch um deine Freundin Sorgen machen musst.

    Wünsche euch alles Gute und ihr, dass sie ein Einsehen hat.

    Lieben Gruß
    Henri

    Hallo barcelona

    Zitat

    Ihr seid beide freie Menschen


    Und genau das ist der Punkt, beide und nicht nur er ist ein freier Mensch. Es kann doch nicht sein, dass sie Jahre oder sogar Jahrzehnte auf ihre eigenen Wünsche und Bedürfnisse verzichten soll und dadurch auch noch sein trinken fördert. Also warten, das brave Hausmütterchen sein, bis sie psychisch zusammenbricht und er körperlich und geistig nur noch ein Wrack ist. Danke, das kanns ja wohl nicht sein. Sie hat ein Recht auf ihr eigenes Leben und das muss sie sich nicht kaputt machen lassen, auch nicht von ihrem eigenen Mann.

    Henri

    Hallo Daniela

    Irre ich mich, oder ist da eine gewisse Erleichterung bei dir zu spüren?

    Der Ablauf ist so ähnlich wie bei mir damals, nur dass ich zuerst zum Arzt war und dann zur Suchtberatung und nach ein paar Monaten ohne erst eine Entgiftung zu machen, in de LZT.

    Also ist jetzt der nächste Schritt zu deinem Hausarzt. Die Untersuchung ist kein Problem, bisschen Blut wird er gerne von dir haben wollen und nach ein paar Tagen liegt das Ergebnis vor.

    Wenn die Zeit es zulässt, kannst du dich auch mit der Gruppe bekannt machen. Von „nicht hintrauen“ ist doch wohl jetzt keine Rede mehr. Wer zur Suchtberatung gegangen ist, für den ist der Gang zur Gruppe eine Kleinigkeit. Ist doch überhaupt kein Problem, wenn es dir bei der Gruppe nicht passt, dann kannst du doch jederzeit wieder gehen.

    Lieben Gruß
    Henri

    PS. Auch wenn es nicht neu für mich ist, so freut es mich doch, wenn so eine Rückmeldung kommt.

    Hallo Mopp

    Die „normalen“ Entzugserscheinungen sollten nach spätestens 10 Tagen nicht mehr zu merken sein. Die jetzigen Symptome können verschiedene Ursachen haben. Unausgewogene Ernährung, niedriger Blutdruck, Unterzuckerung sind nur einige Ursachen. Die große Umstellung des Körpers auf die neue Situation kann auch jetzt noch dazu beitragen, dürfte aber nicht so große Auswirkungen haben. Deshalb ist eine Untersuchung durch einen Arzt doch empfehlenswert, trotz Arztphobie.

    Gruß Henri

    Hallo AllBeOn

    Bist du sicher, dass du hier im richtigen Forum bist? Schreibst hier großartig, dass du säufst, Halluzinationen hattest (hattest ?), aber kein Wort davon, ob du nun vom Alk weg willst oder nicht. Auch in den Beiträgen, die du in anderen Threads gepostet hast, bagatellisierst du das Trinken. Wenn dann noch gute Vorschläge gemacht werden, dann äußerst du deine Bedenken dagegen, hast aber selbst keine Alternative zu bieten. Was soll das also? Willst du dich gerne in Aktion sehen, oder willst du als Profi den Feierabendalkoholikern eine Lehrstunde erteilen? Jeder, der es geschafft hat trocken zu werden, kann bessere Ratschläge geben als du.

    Henri

    Hallo Daniela

    Wenn du morgen von der Suchtberatung zurückkommst, weißt du doch schon, dass so ein Gespräch nicht so schlimm ist. In der Gruppe sind nur Leute, die das gleiche oder ein ähnliches Problem haben wie du. Wenn du dich genierst hinzugehen, dann rufe doch vorher dort an. Damit ist ein erster Kontakt hergestellt, und es wird dir leichter fallen.

    Bei der Suchtberatung bist du nicht die Einzige die hinkommt und die 30 Jahre lang getrunken hat, sondern die meisten Leute werden bereits in dem Alter sein, also nichts Ungewöhnliches. Ist jedenfalls kein Grund für dich, rot zu werden.

    Lieben Gruß und wünsche dir alles Gute für morgen

    Henri

    Hallo Mimi

    Eine Trennung tut immer weh und du wirst auch einige Zeit brauchen, um das zu verkraften. Es ist einiges was ihr miteinander erlebt habt und das wirst du von heute auf morgen nicht so einfach vergessen können. Für dich kann es nur der richtige Weg sein. Ohne die Trennung wärst du auch irgendwann auf dich alleine angewiesen gewesen, allerdings mit noch einem Problem mehr.

    Lieben Gruß
    Henri

    Hallo trozkopf

    Wie weit das Gehirn bereits geschädigt ist, lässt sich nicht so einfach sagen. Fest steht allerdings, dass durch unmäßigen Alkoholgenuss Hirnzellen absterben. Auf Dauer führt das dazu, dass Ausfallerscheinungen auftreten. Es kann soweit kommen, dass er nicht mehr nachhause findet. Es treten ähnliche Symptome auf wie bei der Altersdemenz oder Alzheimer. Bekannt ist auch das Korsakow-Syndrom. In jedem Fall aber zum Hausarzt gehen.

    Lieben Gruß
    Henri

    Hallo Angie

    Zwei Wochen ist ein guter Anfang und heute schreibe ich auch nicht, dass es nur ein Anfang ist, sondern du kannst mit Recht stolz auf die 14 Tage sein. Die 10 Klinikaufenthalte waren also doch nicht umsonst und sie haben dir vielleicht mehr gebracht, als dir bewusst ist.

    Diese Frau, die du getroffen hast, wird sich nur selbst helfen können. Wenn sie es in der Klinik schafft, müssen zuhause also Umstände vorhanden sein, die es ihr unmöglich machen, trocken zu bleiben. Dort sollte sie vielleicht ansetzen, um etwas zu ändern. Lässt sich aber von hier schwer abschätzen.

    Dir einen lieben Gruß und mach weiter so
    Henri

    Hallo Gerd

    Schau im Tel.-Buch unter Psychosozialer Dienst nach, das ist die von dir angesprochene Suchthilfe, kann auch unter Caritas oder Diakonie zu finden sein. Dort sollte ein professioneller Ansprechpartner zu finden sein.

    In der Selbsthilfegruppe oder auch hier im Forum, wird niemand eine Rechtsauskunft geben können. Es können aber die eigenen Erfahrungen mitgeteilt werden, die manchmal doch helfen können.

    Gruß Henri

    Hallo Synthia, welcome back

    Natürlich der Freundin erzählen. Dabei geht es nicht nur darum, dass du jemand hast, mit dem du über das Problem reden kannst, sondern auch, dass du dir damit eine Hintertür zumachst. Wenn du das alleine für dich machst, kannst du jederzeit wieder mit trinken anfangen und alles ist so wie gehabt. So hält es dich doch etwas mehr von einem Rückfall ab und du weißt doch, geteilte Freude ist doppelte Freude.

    Anfangs hast du die Zeit, in der du früher getrunken hast übrig. Aber nicht lange, dann fallen dir so viele Aufgaben auf, die du machen kannst, dass du plötzlich zuwenig Zeit hast. Es ist eine Umstellung in deinen Gewohnheiten, im Tagesablauf, an die du dich erst gewöhnen musst.

    Lieben Gruß
    Henri

    Hallo JohnDoe und herzlich willkommen

    Wie bei allem, so wird auch hier die Wahrheit in der Mitte liegen. Im Internet surfen, kann zur Sucht werden, da haben die Leute vom Meeting sicher Recht. Wenn es aber im Rahmen bleibt, dann ergänzen sich die Meetings und das Internet sehr gut. Dabei sollte man aber auch trotzdem nicht vergessen, unter die Leute zu gehen.

    Viele Grüße
    Henri

    Hallo liebhabmaus und herzlich willkommen

    Auch ganz kurz, setze ihn vor dir Tür, wenn er nicht aufhört, alles andere bringt nichts.

    Ein Alkoholiker kann nicht kontrolliert trinken, hat sich wieder einmal bewiesen. Es bleibt dir nur, ihm eine Grenze zu setzen. Es gibt für ihn nur den Weg mit seinem Hausarzt und der Suchtberatung gemeinsam ein Programm zu entwerfen, wie er wieder da raus kommt. Entweder er macht das oder er trinkt weiter, dann aber ohne dich. Wenn er nichts gegen sein trinken tut, dann bleibt dir nichts anders übrig als dich von ihm zu trennen, es muss ja nicht für immer sein. Das ist dann für ihn die beste Hilfe, die er von dir bekommen kann. Alles andere verzögert das ganze nur so lange, bis einer von euch beiden zusammenbricht. Entweder hält er es körperlich nicht aus oder du brichst psychisch zusammen. Du bist schon nahe dran, denn deine Depression hat sicher auch etwas mit seinem trinken zu tun.

    Wünsche dir die nötige Kraft um konsequent zu bleiben

    Lieben Gruß
    Henri

    Hallo Pico und herzlich willkommen

    Eine Entmündigung ist nicht so ohne weiteres zu erwirken. Dafür müsste sie geistig so daneben sein, sodass sie nicht mehr in der Lage ist, sich selbst zu versorgen. Das wird schon der Punkt sein, an dem die Sache scheitern wird. Wenn du es aber doch tun willst, dann erkundige dich bei einem Rechtsanwalt, den wirst du dann brauchen. Der Antrag wird bei Gericht gestellt und ein Richter wird darüber urteilen. Weiter muss dabei entschieden werden, wer die Vormundschaft übernimmt. Das kann jemand von euch tun, es kann aber auch ein vom Gericht bestellter Betreuer sein.

    Im Titel gibst du an, dass du deine Mutter zurück haben willst. Ob eine Entmündigung der richtige Weg dafür ist? Wenn sie in ein Heim kommt, erreichst du, dass sie nicht mehr trinkt, hoffentlich. Du nimmst ihr aber dafür die freie Entscheidung, zu tun und zu lassen was sie will. Ich kann mir vorstellen, dass sie damals nach der Scheidung auf sich selbst angewiesen und mit zwei kleinen Kindern total überfordert war, dann vielleicht niemand, mit dem sie hätte reden können. Gibt es denn keinen Weg, dass du heute vernünftig mit ihr reden kannst? Allerdings nützt es alles nichts, wenn sie ihr Problem nicht einsieht und sich nicht helfen lässt.

    Ich denke, ich kann dich verstehen. An deiner Tochter siehst du jetzt, was dir in der Kindheit entgangen ist. Deine Gefühle müssen im Moment so ein bisschen Achterbahn fahren. Es sieht so aus, als ob du die Ereignisse aus deiner Kindheit auch noch nicht verarbeitet hast. Hast du dir schon mal überlegt, dass du selbst auch Hilfe holen solltest, um damit fertig zu werden?

    Viele Grüße
    Henri

    Hallo Sky und herzlich willkommen

    Eine halbe Fl. Gin bedeutet so um die 2‰, also nicht eben wenig. Gesundheitliche Schäden müssen noch nicht vorhanden sein, werden aber entstehen, wenn du so weitermachst. Es wird voraussichtlich in Zukunft nicht bei dieser Menge bleiben, sondern es wird immer mehr werden.

    Beim Entzug von Alkohol kann es zu ernsthaften Problemen kommen, Da du aber schreibst, dass du keine Entzugserscheinungen hast, wenn du mal einen Tag nichts getrunken hast, denke ich, dass das Risiko doch nicht allzu hoch ist. Versuche abends zu der Zeit in der du gewöhnlich trinkst, deine Gewohnheiten umzustellen Suche dir irgendeine Beschäftigung, die dir Spaß macht, um dich vom trinken abzulenken.

    Wünsche dir viel Erfolg
    Henri