Beiträge von henri

    Hallo Chrissy und herzlich willkommen

    Es scheint hier niemand das gleiche Schicksal zu haben wie du, da noch niemand geantwortet hat. Du hast mit schreiben abgebrochen, vielleicht ergibt sich etwas Neues wenn du weiter schreibst. Für heute deshalb nur die Fragen, hast du schon einmal mit ihr vernünftig über ihr Alkoholproblem gesprochen, wenn sie nüchtern war und hast du eine Vorstellung, wie es jetzt weitergehen soll?

    Lieben Gruß
    Henri

    Hallo Angie und herzlich willkommen

    Eine Woche ist ein guter Anfang, aber eben auch nur ein Anfang. Nur jetzt nicht meinen, dass du es geschafft hast, das dauert seine Zeit, bis du dich an das Nichttrinken gewöhnt hast. Ich habe den Eindruck bekommen, dass du früher wegen deiner Familie probiert hast und nicht für dich. Das scheint mir jetzt anders zu sein und um es mit deinen Worten zu sagen, du bist diesmal um das Loch herum gegangen.

    Wünsche dir viel Erfolg und mach weiter so, du schaffst es.

    Henri

    Hallo Zicklein

    Prinzipiell hast du Recht, wenn ich für jemand anderen aufhören soll, kann ich das ganze gleich vergessen, dann wird das nichts.

    Wenn mir ein Ultimatum gestellt wird, dann höre ich nicht für den anderen auf, sondern für mich selbst, denn ich hätte sonst einen Verlust. Ich muss mich zwischen trinken und meinem Partner entscheiden. Wenn der mir nun lieb und teuer ist, dann werde ich mich für ihn und gegen den Alkohol entscheiden.

    Lieben Gruß
    Henri

    Hallo Mausy

    Hab auch schon ein paar Tage nicht mehr geraucht, aber solche Symptome wie du sie beschreibst, hatte ich nicht und habe auch von niemand so etwas gehört. Das könnte ich mir vorstellen, wenn du jede Menge Süßkram als Ersatz in dich hineingestopft hättest. Wenn das nicht der Fall ist, dann solltest du tatsächlich lieber zum Doc gehen.

    Unruhe ist denke ich normal. Die ersten paar Monate habe ich immer dahin gegriffen, wo früher die Zigaretten waren. Erst dann fiel mir wieder ein, „ich rauche ja nicht mehr“ und dann war’s auch schon wieder gut bis zum nächsten Griff, hab da manchmal über mich selbst lachen müssen. Hat sich aber mit der Zeit gegeben und heute bin ich froh, dass ich davon weg bin.

    Lieben Gruß
    Henri

    Hallo nobodyspezial und herzlich willkommen

    Wieso kannst du mit niemand reden? Du hast doch deine Mutter mit der du reden kannst. Gerade sie müsste dich am besten verstehen können, da sie doch mit dem gleichen Problem zu kämpfen hatte. Hast du in den letzten sechs Jahren schon einmal mit deiner Mutter über ihr trinken gesprochen. Vielleicht hilft es dir auch, kannst von ihren Erfahrungen profitieren und hättest jemand, mit dem du auch über dein Problem reden kannst.

    Lieben Gruß
    Henri

    Hallo Fabian

    Eine Fl. Schnaps am Abend, heißt dass du mindestens um die 3‰ hast. Wenn du das schaffst, ohne umzukippen, muss dein Körper sich bereits an den Alkohol gewöhnt haben. Dann nach vier Tagen das Bedürfnis, dich wieder zu betrinken.

    Es ist nicht kurz vor 12 Uhr, sondern es ist bereits 12 Uhr.

    Gruß Henri

    Hallo Sabrina

    Zitat: "Er hat die Absicht aufzuhören". Das hört sich an, als wenn er es vor sich herschieben will. Heute muss er aufhören, jetzt, nicht morgen, sonst wird das nichts. Sprich mit ihm. Wenn er es nicht alleine schafft, dann muss er sich Hilfe holen. Er hat es bereits zweimal geschafft und das für etliche Jahre, das kann er auch jetzt wieder.

    Es ist allerdings sehr schwer für ihn, besonders da er so lange trocken war. Da hat er ein Gefühl als ob diese lange Zeit ganz umsonst gewesen ist und er hat deshalb auch Angst wieder zu versagen. Da kannst du ihm helfen, indem du ihm Mut machst, es zu wieder zu versuchen. Eben weil er so lange trocken war, kann er es doch wieder schaffen. Er hat sich doch bewiesen, dass er es kann. Wenn er aber meint, er kann das nicht alleine, dann soll er ruhig noch mal einen Entzug in einer Klinik machen.

    Lieben Gruß
    Henri

    Hallo Sabrina

    Diese Wahl kannst du nur stellen, wenn du ihm etwas bedeutest, es somit ein Verlust für ihn ist. Was passiert, wenn du ihn nicht vor die Wahl stellst, ist leichter zu beantworten. In dem Fall wird er mit Sicherheit weiter trinken, weil es keinen Grund für ihn gibt aufzuhören. Entscheidet er sich fürs trinken, besteht immer noch die Möglichkeit, dass er es später bereut und doch noch aufhört. Trennung ist allerdings meistens das letzte Mittel, das man anwendet.

    Lieben Gruß
    Henri

    Wally hat nicht behauptet, dass er im Notfall keinen Arzt rufen würde. Es war nur die Rede davon, dass er ihr keinen Alkohol besorgt. Der Arzt und die Beratungsstelle haben ihm mehr oder weniger diese Vorgehensweise empfohlen, sehe ich auch als richtig an. Was würde es bringen, wenn Wally auszieht, wohlgemerkt mit den Kindern, dann wäre sie alleine zuhause und niemand wäre da, um notfalls einen Arzt zu rufen. Sie per einstweilige Verfügung aus dem Haus zu weisen, falls das rechtlich machbar ist, würde dazu führen, dass sie in der Gosse landet.

    Verantwortung hat Wally, wird auch nicht abgestritten, nur wenn sie sich nicht helfen lässt, dann bleibt ihm nichts anderes übrig, als diesen Weg zu gehen. Es muss jetzt zu einer Entscheidung kommen, entweder sie macht so weiter und trinkt sich tot, oder sie lässt sich vorher helfen. Sorry, aber ich finde er hat die Jahre über genug getan und schließlich muss er auch an sich und nicht zuletzt die beiden Kinder denken, von denen übrigens hier kaum gesprochen wurde und die auch seelischen Schaden davontragen werden. Für die hat er in jedem Fall die Verantwortung zu tragen. Es bleibt ihm also nichts anderes übrig, als jetzt die harte Tour zu fahren und abzuwarten bis sie an ihrem Tiefpunkt angelangt ist oder doch noch vernünftig wird.

    Henri

    Hallo wally

    Man merkt dir an, wie wütend du im Moment bist. Bedenke, es ist nicht mehr deine Frau die so handelt, sondern es die Sucht nach Alkohol. Sie kommt nicht dagegen an und hat auch im Moment keine Chance. Trotzdem hast du Recht, du kannst im Moment nicht viel für sie tun, Arzt rufen, in ein KH einweisen lassen, bringt nichts. Im KH war sie ja bereits und hat dort den Entzug abgebrochen. Du kannst sie jetzt nur beobachten. Wenn sie einen Krampfanfall bekommt oder ins Delirium fällt, dann sofort den Notarzt rufen.

    Wünsche dir viel Kraft und bleib stark

    Henri

    Hallo moehre

    Und da will er noch behaupten, dass er kein Problem hat? Wenn er keine zwei Tage ohne Alkohol schafft, kannst du davon ausgehen, dass er bereits abhängig ist.

    Es bleibt dir nur übrig, sein trinken zu akzeptieren oder du machst ihm klar, dass du dir das nicht mehr gefallen lässt. Wenn du ihm allerdings dabei Konsequenzen ankündigst, musst du auch bereit sein, diese durchzuziehen, ein Zurück gibt es dann nicht mehr für dich.

    Hab in dem anderen Thread gesehen, dass du eine Selbsthilfegruppe suchst. Für deinen Ort ist hier im Forum keine angegeben. Schau mal hier unter diesem Link. https://beispiel.rocks/beispiel.rocks…SHG/frechen.htm Es steht nicht dabei, ob es Gruppen für Angehörige sind oder für Betroffene, müsstest du einfach mal da anrufen und dich erkundigen.

    Lieben Gruß
    Henri

    Hallo moehre und herzlich willkommen

    Wenn dein Mann keine Probleme mit Alkohol hat, dann ist es doch ein Leichtes für ihn, einfach mal ein paar Monate darauf zu verzichten. Es stimmt sicher, dass du durch die Erlebnisse mit deinem Vater empfindlicher reagierst, aber trotzdem ist deine Besorgnis nicht grundlos. Wenn er diese Menge innerhalb von ein paar Stunden trinkt, dann wird er ca. 2 ‰ Blutalkohol haben. Mediziner gehen davon aus, dass mehr als 40 g Alkohol bei Männern und 20 g bei Frauen pro Tag zu sich genommen, auf Dauer gesundheitsschädlich ist. Der Alkoholgehalt der sechs bis acht Bier entspricht mindestens der dreifachen Menge. Daran erkennst du, dass du keineswegs übertrieben reagierst.

    Lieben Gruß
    Henri

    Hallo Marion und herzlich willkommen

    Durch Alkoholmissbrauch sterben viele Gehirnzellen ab. Weil das aber kontinuierlich über einen langen Zeitraum geschieht, merkt man davon lange Zeit nichts. Dafür, dass es bei deinem Vater so plötzlich zu einer Verschlechterung der Gehirntätigkeit gekommen ist, habe ich keine plausible Erklärung.

    Denkbar wäre, dass es bei dem Blutverlust zu einer Unterversorgung des Gehirns mit Sauerstoff gekommen ist und dadurch Zellen geschädigt wurden. Möglich ist auch, dass durch den hohen Alkoholgenuss, die Organe nicht mehr voll leistungsfähig sind. Besonders wenn die Leber die Giftstoffe nicht mehr entsorgen kann, werden alle Organe, besonders aber das Gehirn in Mitleidenschaft gezogen. Unter Umständen hat er durch den Entzug einen Krampfanfall gehabt, bei dem auch Gehirnzellen absterben. Das sind allerdings jetzt nur Vermutungen und Spekulationen, die deinem Vater nicht helfen werden.

    Durch eine Reha-Maßnahme könnte deinem Vater vielleicht geholfen werden. Du müsstest dich dafür bei einem Arzt erkundigen. Gehirnschäden sind zwar nicht reparabel, aber andere Gehirnzellen können bei entsprechendem Training, die verloren gegangenen Funktionen teilweise wieder ersetzen.

    Wünsche dir Erfolg und deinem Vater gute Besserung

    Henri

    Hallo Fiona

    Die Situation deines Freundes (ich nenne ihn der Einfachheit halber so) glaube ich, hast du ganz gut analysiert. Wenn er viel verträgt, ist das ein Zeichen dafür, dass seine Alkoholtoleranz bereits erhöht ist, heißt, er hat sich bereits an den Alkohol gewöhnt und brauch schon mehr als anfangs, um die gleiche Wirkung zu erzielen. Ob er bereits abhängig ist lässt sich nicht sagen, aber er ist sicher auf dem besten Weg dazu.

    Es ist leider so, dass in so einer Klicke jeder meint, dass er das meiste verträgt und es ist auch schwer, sich in so einer Gruppe auszuschließen. Sorgen machst du dir zu Recht, auch wenn er nur am Freitag trinkt, die Gedanken sind bereits in der Woche daran vorhanden und lenken ihn vom lernen ab. Es ist also kein Wunder, dass die Leistungen in der Schule nicht so doll sind.

    Ich weiß nicht, ob wir dir viel helfen können, denn du hast das alles richtig erkannt. Er muss zuerst vom Alkohol wegwollen, bevor du ihm helfen kannst. Wenn es noch schlimmer wird, zweifle ich allerdings, dass du ihn zur Suchtberatung bekommst, da wird er nicht mitmachen. Du könntest aber sogar jetzt schon mit seinen Eltern reden. Wenn er aber nicht so reagiert, wie du dir das vorstellst, dann mach dir bitte keine Vorwürfe. Du bist nicht für ihn verantwortlich und es muss auch nicht sein, dass du ihm helfen kannst.

    Lieben Gruß
    Henri.

    Hallo Fiona und herzlich willkommen

    Du bist mit Recht auf deine Mutter stolz, denn es ist nicht immer einfach, das so durchzuhalten. In etwa kannst du das ja nachempfinden, da du dein Problem mit SVV auch sicher nicht ganz so schnell in den Griff bekommen hast. Freut mich aber, dass du das im Moment zu gut hinbekommst. Du wirst jetzt nicht nur auf deinen Freund, sondern auch auf dich aufpassen müssen. Lass dich nicht durch ihn wieder runterziehen. Wenn du auch seit 4 Monaten clean bist, so kann ich mir doch vorstellen, dass du da wieder sehr schnell drin sein kannst.

    Lieben Gruß
    Henri

    Hallo Wuschel und herzlich willkommen

    In den Zwölf Jahren war sicher nicht alles schlecht, sondern es gab auch schöne Zeiten und deshalb ist es doch normal, wenn du ihn auch heute noch magst.

    So richtig glaube ich, verstehe ich allerdings deine Frage nicht. Vielleicht schreibst du dazu noch etwas.

    Lieben Gruß
    Henri

    Hallo Skorpion und herzlich willkommen

    Er hat kein Problem mit Alkohol, aber er säuft wie ein Loch. Es ist die typische Logik eines Quartaltrinkers, ich kann aufhören, wenn ich will, also bin ich nicht abhängig und deshalb kann ich ab und zu trinken.

    Deine Frage ist: „ Bin ich co-abhängig“. Da du ihm immer wieder eine Chance gibst und dabei glaubst dass er weniger trinkt, ist die Frage eindeutig mit „ja“ zu beantworten. Du hast es bereits gemerkt, dass es nicht besser, sondern immer schlimmer mit ihm wird.

    Da er auch noch handgreiflich wird, kann ich dich nicht verstehen, dass du diesem Spiel nicht schon längst ein Ende gemacht hast. Aus Erfahrung solltest du wissen, dass er sich freiwillig nicht ändert, sondern dass du ihm schon seine Grenzen zeigen musst. Es ist die Frage, was du dir alles gefallen lassen willst. Wenn ich von Handgreiflichkeiten lese, dann reagiere ich ziemlich empfindlich, entweder er lässt das saufen oder er kann gehen, wäre für mich die einzige Konsequenz.

    Lieben Gruß
    Henri

    Hallo Mimi

    Wenn von zeitlicher Trennung die Rede ist, dann sicher nicht nur von ein paar Wochen oder einem Monat, sondern von mehreren Monaten, eventuell auch ein Jahr. Du musst dir sicher sein, dass er trocken geworden ist und das geht nicht in ein paar Wochen. Vorher wirst du das auch nicht abschätzen können, sondern das wird sich im Laufe der Zeit ergeben.

    Momentan reagiert er wie so viele Alkoholiker, er sieht die Tragweite seines Trinkens nicht ein und versucht das alles zu bagatellisieren. Wenn er aber sieht, dass es dir ernst ist mit der Trennung, kann es sein, dass er sich doch Gedanken macht. Er wird auch Hilfe brauchen, denn alleine ist es für ihn sehr schwer, vermutlich zu schwer. Momentan denkt er nicht daran sich Hilfe zu holen, das wird er erst tun, wenn ihm nichts anderes übrig bleibt und du ihm keine andere Wahl lässt.

    Lass dich nur nicht von ihm zu etwas anderem überreden, bleib konsequent.

    Ich wünsche dir viel Erfolg und drücke dir die Daumen

    Henri