Beiträge von henri

    Hallo Simone

    Danke für den Tipp. Hab den Film gesehen und ich finde die Betty Thomas hat das sehr gut gespielt. Besonders wie so ganz langsam die Einsicht kam, war realistisch dargestellt. Auch der Kommunikationsmangel zwischen den Schwestern wurde überzeugend gespielt. Alles in allem sehenswert, finde ich.

    Lieben Gruß
    Henri

    Hallo mariÄ und herzlich willkommen

    Worüber bist du wütend und wovon enttäuscht? Wütend über deinen Bruder, weil er es nicht schafft oder weil er nicht das macht, was du gerne von ihm sehen würdest? Enttäuscht von ihm, weil du mehr von ihm erwartet hast oder enttäuscht von dir selbst, weil du es nicht geschafft hast ihn zu überzeugen?

    Mit Vorwürfen erreichst du nichts, hast du bereits gemerkt. Du kannst nur versuchen, ihn von der Notwendigkeit zu überzeugen, ohne Alkohol zu leben. Wenn er das aber nicht einsieht oder nicht darauf reagiert, dann kannst du leider nichts weiter tun. Es ist sein Leben und hast du ein Recht, ihn gegen seinen Willen zu ändern? Versuche das für dich zu akzeptieren, dann wirst du nicht mehr wütend oder enttäuscht sein, aber sehr traurig.

    Wünsche euch alles Gute

    Lieben Gruß
    Henri

    Hallo Zimbo und herzlich willkommen

    Sorry dafür, dass du erst jetzt eine Antwort erhältst, aber es nicht ganz einfach eine Lösung zu finden.

    Ehrlich gesagt, ich weiß auch keine zufrieden stellende Antwort. Es sieht so aus, als ob deinem Bruder alles egal ist und er sich auch aufgegeben hat. Es ist aber nur möglich ihm zu helfen, wenn er selbst etwas tut und auch Hilfe zulässt. Ich kann mir vorstellen, dass er jetzt auch sehr einsam ist, hat vielleicht keine Freunde die zu ihm stehen. Das ist nicht die beste Voraussetzung um vom Alkohol wegzukommen. Kann er nicht bei euch wohnen? Um wieder einen Anfang zu schaffen, wäre das jedenfalls wesentlich besser, als alleine zu wohnen.

    Wünsche euch viel Erfolg

    Gruß Henri

    Hallo und herzlich willkommen

    Kinder bekommen davon immer viel mehr mit, als wir Erwachsene denken. Besonders bei den eigenen Eltern haben Kinder ein sehr feines Gespür für Veränderungen. Es ist also zwecklos, alles von ihm abschirmen zu wollen.

    Durch solche Schönrederei manövrierst du dich selbst in eine Abhängigkeit. Abhängig davon, sein trinken vertuschen zu wollen, nicht nur vor dem Sohn, sondern auch vor den Bekannten. Das nennt man dann ganz einfach Co-Abhängigkeit. Dadurch kannst du nur alles verschlimmern, denn was ihm unangenehm ist, dass jemand merkt wenn er getrunken hat, hältst du von ihm fern. In gewissem Sinn förderst du sogar dadurch sein trinken.

    Du kannst ihn nur in einem Gespräch überzeugen, dass er so nicht weitermachen kann. Er muss selbst einsehen, dass er zuviel trinkt, sonst wird er nie etwas dagegen tun. Erzähl ihm, wie unangenehm sein trinken für dich und den Sohn ist. Kannst auch versuchen, wenn er trinkt ihn links liegen zu lassen. Das tut ihm weh und kann ihn zum Überlegen bringen. Dann soll er mit dem Arzt über sein Alkoholproblem reden. Oft genug kommen auch die psychischen Probleme erst durch das viele trinken. Wenn sein Arzt aber nichts davon weiß, dann kann er ihn auch u. U. nicht richtig behandeln.

    Lieben Gru0
    Henri

    Hallo November und herzlich willkommen im Forum

    Genau wo Honey aufgehört hat kann man weitermachen. Sie schreibt zum Schluss: „… es muss ja auch von ihm kommen aufzuhören „. Da merkt man bei ihm allerdings nicht viel von. Dass ein Arzt zu ihm sagt, er könne trinken was er wolle, sorry , aber das ist doch Schwachsinn. Soweit ich das beurteilen kann, ist dein Freund noch meilenweit vom Trockenwerden entfernt. Wenn er trocken werden will, dann darf es kein Tabu-Thema zwischen euch sein. Er müsste eher froh sein, dass du Verständnis für das Problem hast und er mit jemand darüber reden kann. Ich denke, du solltest so handeln, wie honey es geschrieben hat. Wenn er es ernst mit dir meint, dann darf er dich jedenfalls nicht so vera….

    Lieben Gruß
    Henri

    Hallo Morgaine

    Hass, Liebe, Unverständnis, Angst, alles Gefühle, die du deinem Vater gegenüber nicht richtig einordnen kannst. Es war ganz sicher keine schöne Kindheit, die du hattest. Hast du auch schon mal überlegt, wie dein Vater sich in all den Jahren gefühlt hat. Nur weil er getrunken hat, trinken musste, hat er dich doch nicht weniger geliebt. Hat er es nur durch sein trinken nicht so zeigen können? Okay, du hast dich oft für ihn geschämt, aber wenn du ganz tief in dich hineinhörst, dann merkst du doch, dass du ihn im Grunde deines Herzens doch geliebt hast und immer noch liebst, sonst ergibt manches was du schreibst keinen Sinn.

    Vielleicht solltest du auch mal überlegen, ob er eine reelle Chance hatte, mit trinken aufzuhören, hat er diese Chance bekommen?. Nicht jeder hat das Glück, dass er zum richtigen Zeitpunkt die richtigen Leute trifft, die ihm die richtige Hilfe anbieten. Du weißt selbst, wie schwer es ist, vom Alkohol wegzukommen. Weil er es nicht geschafft hat oder auch nicht versucht hat, ist jedenfalls kein Grund, ihn zu verurteilen. Was also bleibt, ist das Gefühl, vom Leben ungerecht behandelt worden zu sein. Bist du das tatsächlich? Wenn ja, kann dein Vater das dann nicht auch sagen?

    Lieben und auch nachdenklichen Gruß
    Henri

    Hallo Jinny

    Das hört sich doch von dir schon etwas hoffnungsvoller an als am Samstag. Da du nichts Gegenteiliges geschrieben hast, nehme ich an, dass dein Mann nicht mehr getrunken hat. Es hört sich an, als ob er es diesmal ernsthaft vorhat. Meinst du mit „Therapie“ die Abende beim Blauen Kreuz oder habe ich irgendwo etwas überlesen? Wie dem auch sei, stell dir nicht vor, dass er es jetzt schon geschafft hat, es wird ihm noch sehr, sehr schwer fallen und das Tag für Tag.

    Morgen, 11:00 Uhr werde ich „Däumkes drücken“, (Däumkes, sagt man so in Westfalen?), und wünsche euch, dass er es schafft.

    Lieben Gruß
    Henri

    Hallo Romy

    Freu mich mit für dich, dass du durchgehalten hast. Hmm, das Durcheinander war natürlich auch schon vorher da. Na, wenn dich das stört, dann räum doch einfach auf, nicht alles zusammen, sondern immer nur ein Teil nach dem andern, step by step, wie es hier so oft zu lesen ist. Wegen der Therapie drück ich dir mal die Daumen, hilft vielleicht ein Kleinbisschen.

    Lieben Gruß
    Henri

    Hallo Mareike, auch von mir ein Willkommen

    Lies dir deinen Beitrag durch und achte mal auf Sätze wie „…und sie meinten alle ich hätte ein Alkoholproblem…“ oder … nur abends was getrunken, jetzt habe ich sehr oft schon vormittags den drang… aber ganz besonders der Satz “ Wenn ich mal daran denke heute einfach nichts zu trinken, versetzt es mich fast in panik…“ dann entscheide selbst, ob das jemand schreibt, der kein Problem mit Alkohol hat. Wenn du ehrlich bist, dann hast du bereits entschieden, willst es aber noch nicht so recht wahrhaben.

    Mit 23 ein Alkoholpoblem, weshalb nicht? Sehr viele, vielleicht sogar die meisten, sind in diesem Alter noch nicht einsichtig genug, um ihr Problem zu erkennen und machen vorerst so weiter. Wenn es dann nicht mehr geht, sei es, dass manche Organe nicht mehr mitmachen oder es auch gesellschaftlich nicht mehr geht, dann wird es sehr, sehr schwer wieder ein normales Leben zu führen. Deshalb lass es nicht so weit kommen. Geh zum Arzt und lass dich beraten, tu dir den Gefallen.

    Lieben Gruß
    Henri

    Ach stupsi

    Heute gönne ich es dir, dass du dich schlecht fühlst. Nicht weil ich es schlecht mit dir meine, sondern weil das eine Erfahrung ist, die du durch dieses schlechte Gefühl so schnell nicht wieder vergisst. Na gut, was hilft’s, du machst weiter und das ist das Positive daran. Nicht aufgeben, durch so einen Zwischenfall dich nicht aus der Richtung bringen lassen. Du hast jetzt gemerkt wie schwer es ist, in solchen Situationen standhaft zu bleiben, hast aber gleichzeitig auch viel daraus gelernt. Alles in allem, doch wieder positiv.

    Morgen fühlst du dich wieder besser.

    Lieben Gruß
    Henri

    Hallo mayra

    Deine Idee mit der ambulanten Betreuung finde ich sehr gut. Für dich fällt gar nichts Kirchliches weg. In den meisten Gegenden haben Diakonie oder Caritas die Aufgabe der Suchtberatung übernommen. Das sind zwar Institutionen der Kirche, aber um die Dienste in Anspruch zu nehmen, musst du nicht einmal einer Konfession angehören. Ich bin auch damals bei der Caritas gewesen. Dort, sowie auch später im Kreuzbund, ist nie über meinen Glauben gesprochen worden, also frag ruhig dort nach.

    Ein Glück, dass du keine perfekte Mami bist, das wäre für Sohnemann und dich viel zu langweilig. Was wären wir ohne unsere Fehler? Nur durch unsere Fehler haben wir doch unsere Lernbereitschaft entwickelt.

    Lieben Gruß
    Henri

    Hallo Thomas

    Ich sehe du lernst sehr schnell oder doch nicht? Kaum hier im Forum, suchst für dich noch nach Antworten, gibst du hier aber schon Ratschläge.

    Zitat: „ ... daß sich dein Mann absolut für nichts schämen muß".. Stolz muss er aber auch nicht auf sein trinken sein.

    Also sehr starkes Schwitzen ist noch harmlos? Soll Jinnys Mann dir zum Gefallen einen Krampfanfall oder Delir bekommen oder warum verharmlost du das Schwitzen?

    In eine Klinik zum Entzug gehen und wenn man sich nicht wohl fühlt, geht man wieder. Na toll, so etwas zu raten. Deine Erfahrung besteht doch daraus, in eine Klinik zum entgiften zu gehen und weil es dir aus einem Grunde nicht gepasst hat, wieder zu verschwinden. So wird das aber ganz sicher nichts. Ein Entzug, auch in einer Klink ist sicher nichts, bei dem man sich wohl fühlt. Es ist zwar zu schaffen, aber doch ein hartes Stück Arbeit, ob Zuhause oder in einer Klinik. Sorry, ich kann nicht verstehen, wie du das nur so verharmlosen kannst.

    Ganz anonym in eine Klinik gehen, sich alles anschauen, die Patientenzimmer begutachten um beurteilen zu können, ob es einem da passt oder nicht. Fehlt nur noch, dass man da eine Nacht Probeliegen macht, um dann zu entscheiden, ob man die zehn Tage Entgiftung dort macht oder nicht. Wovon träumst du sonst noch?

    Hallo Jinny, weil ich gerade so in Rage bin, kriegste auch gleich dein Fett weg

    Übertrag doch einige Aufgaben an deinen Mann. Was steht denn dem im Wege, dass er sich um den Hund kümmert und den Haushalt kann er doch wohl auch teilweise machen. Damit wärst du doch entlastet und er hätte eine vernünftige Aufgabe.

    Alles Gute für euch

    Henri

    Hallo Jinny und herzlich willkommen

    Zur Selbsthilfegruppe zu gehen, ist ein Anfang, aber ein kleiner. Das Zittern kommt vom Entzug und es scheint ziemlich stark zu sein. Wenn er wirklich aufhören will, dann sollte sein erster Weg jetzt zu seinem Hausarzt sein. Der kann ihm entsprechende Medikamente geben, die den Entzug erleichtern oder ihn auch zur Entgiftung in ein Krankenhaus einweisen. (keine Angst, macht der Arzt nur, wenn dein Mann damit einverstanden ist). Weiterhin kann er mit der Suchtberatung (Caritas, Diakonie) reden. Dort gibt es Fachleute für Alkoholabhängigkeit, bei denen er sich auch Hilfe holen kann. Mit denen ist auch zu überlegen, ob er eine Therapie mitmachen soll.

    Wegen des Hauses, würde ich an eurer Stelle mit der Bank reden. Es muss doch möglich sein, den Tilgungsplan so zu ändern, dass ihr das auch schaffen könnt.

    Das wichtigste ist allerdings, dass dein Mann wieder gesund wird. Wünsche euch viel Erfolg.

    Lieben Gruß
    Henri

    Hallo Stupsi

    Ist doch super, kannst du mit Recht stolz auf dich sein und heute schaffst du es auch, sind ja nur noch ein paar Stunden. Das Gespräch mit Sohnemann muss doch für dich Motivation pur gewesen sein. Freue mich riesig für dich.

    Lieben Gruß
    Henri

    Hallo Blumi

    Das tückische an der Krankheit ist, dass alles so langsam nach und nach abläuft, bis es zu spät ist. Das geschieht beim Alkoholiker selbst, es kann niemand den Zeitpunkt nennen, an dem er abhängig wurde, und es geschieht beim Co-Abhängigen. Tag für Tag, Monat für monat gibst du ein wenig mehr von dir auf, nimmst immer mehr Rücksicht auf den Partner und merkst dabei nicht, dass du selbst auch immer mehr an Lebensqualität verlierst. Das geht dann so lange, bis einer von beiden zusammenbricht. Der Kranke, weil er es selbst nicht mehr aushält, oft genug bricht er körperlich zusammen, oder der Partner, weil der es nervlich nicht länger verkraftet. In der Zeit bis zu diesem Punkt wird vieles für den Partner so zur Selbstverständlichkeit, sodass er es irgendwann nicht mehr vermisst. Erst wenn er seine Freiheit wieder hat, merkt er, auf wie viel er doch unnötigerweise verzichtet hat.

    Wünsche dir viel Glück und das der Umzug reibungslos funktioniert.

    Lieben Gruß
    Henri

    Hallo Thomas und herzlich willkommen

    Du siehst das alles richtig. Die einfache Entgiftung, ca. 10 Tage, bewirkt, dass der Körper alkoholfrei wird. Wenn du es schaffst sogar mehrere Monate ohne Alkohol auszukommen, dann ist so eine Entgiftung nicht nur überflüssig, sondern kostet auch nur unnötigerweise Geld.

    Was für dich besser ist, ambulant oder stationär kann ich dir auch nicht sagen, lässt sich vielleicht auch nicht so pauschal sagen. Vermutlich kann ich mich als Spiegeltrinker auch nicht so unbedingt richtig in die Situation eines Quartaltrinkers versetzen. Die Unterschiede hast du richtig beschrieben. Die ambulante hätte den Vorteil, dass sie länger dauert und du während des kritischen Zeitpunktes auch einen direkten Ansprechpartner hättest. Die stationäre ist intensiver, das siehst du richtig, dauert aber nicht so lange, sehr grob geschätzt zwischen 8 und 16 Wochen, wobei dir Tendenz seit Jahren, zu immer kürzeren Therapien geht. Wird leider immer mehr zur Kostenfrage. Möglich ist u. U. auch stationär und anschließend weiterhin ambulant, müsstest dich danach aber am Mo. erkundigen. Sehr hilfreich sind aber Selbsthilfegruppen, die du besuchen kannst, auch jetzt schon.

    Bei der Suchtberatung am Montag wirst du das aber auch besprechen können. Der Suchtberater kann das sicher vor Ort besser abschätzen als wir hier. Dafür muss er natürlich alles von dir wissen, Trinkmengen, Zeitraum, haben sich die Zeiten des Nichttrinkens verkürzt, weshalb willst du aufhören usw., hört sich aber schlimmer an als es ist.

    Wünsche dir viel Erfolg, den Anfang hast du gemacht.

    Gruß Henri

    Hallo mayra

    Um erst einmal auf eine frühere Frage einzugehen. Benzodiazepine werden auch gegen Epilepsie eingesetzt. Dein Arzt hat dir also das richtige für den Entzug empfohlen. Daher musst du dir also keine Sorgen wegen eines Krampfanfalls machen, das zu deiner Beruhigung.

    Erwarte jetzt nicht zuviel von dir. Der Entzug dauert seine Zeit und die musst du abwarten, nur Geduld. Wenn dein Sohn so selbständig ist, wie du schreibst, dann wird er bei einem gefüllten Kühlschrank nicht verhungern. In den paar Tagen wird er schon zurechtkommen. Schau du erst einmal nach dir und dass es dir besser geht. Zwei Tage hast du doch schon geschafft und heute packst du auch, mehr nimm dir heute erst einmal nicht vor, das reicht.

    Und denk nicht daran deinen Sohn irgendwo anders hinzugeben. Ihr braucht euch, er dich und du brauchst ihn auch. Hey, wieso sagst du, dass du allein bist? Du hast doch deinen Sohn und jetzt hast du auch noch uns gefunden, willkommen also in der Familie.

    Lieben Gruß
    Henri