Beiträge von henri

    Hallo Schorni

    Verstehe zwar nicht, was du mit „Halbheiten“ meinst und ich verstehe deine Entscheidung auch nicht.. Mir tut es leid, dass du das Forum verlassen willst, denn ich finde, dass deine Beiträge eine Bereicherung für das Forum sind.

    Für die Zukunft wünsche ich dir alles Gute und das du zurückbekommst, was du uns hier alles gegeben hast.

    Wenn dir danach ist, dann komm zurück. Du bist hier immer gerne gesehen.

    Lieben Gruß

    Henri

    Hallo Zicklein

    Nun wird’s schwierig. Das sieht so aus, als ob sein Selbstwertgefühl in Richtung 0 marschiert. Hmm, du kannst Recht haben, ein Ultimatum könnte bewirken, dass er sich selbst ganz aufgibt.

    Hört sich zwar jetzt scherzhaft an, aber gib ihm etwas von deinem Optimismus ab. Er muss wieder an sich und das Leben glauben. Vermittle ihm, dass du ihn brauchst, dass er gebraucht wird, dass sein Leben einen Sinn hat. Dafür wirst du aber sehr viel Geduld haben müssen, es wird nicht von heute auf morgen ein Erfolg zu merken sein.

    Vielleicht solltest du dich aber auch bei der Suchtberatung (Psycho-Sozialer Dienst) mal schlau machen. Die haben doch täglich mit solchen Problemen zu tun und könnten dir sicher die richtigen Tipps geben und die kennen eventuell auch einen Weg, auf den hier so schnell niemand kommt.

    wünsche dir, dass du deinen Optimismus nie verlierst.

    LG Henri

    Hallo Blumi und herzlich willkommen im Foum

    Hör auf deinen Verstand und schau, dass du da weg kommst. Was erwartet dich denn, wenn du bleibst? Er benutzt dich doch nur wie eine Sache und wenn er dich nicht mehr braucht, dann schmeißt er dich raus, hat er ja bereits angedroht. Gewalttätig ist er auch noch, toll, schönes Leben, das dir mit ihm bevorsteht.

    Lieben Gruß

    Henri

    Hallo Zicklein

    Wenn du sein trinken akzeptierst und er keinen Grund sieht aufzuhören, stellt sich doch die Frage, warum er aufhören soll? So ganz nehme ich dir nicht ab, dass du es akzeptieren kannst. Momentan ist das doch mehr oder weniger eine WE-Beziehung. Was ist aber, wenn du Nacht für Nacht neben einer Bierleiche liegst? Ist vielleicht übertrieben ausgedrückt, aber es ist sicher nicht angenehm für dich.

    Das erinnert mich an mich selbst. Ich habe auch immer versucht meine Probleme selbst zu lösen, ohne die Hilfe anderer Leute. Nur beim trinken, habe ich einsehen müssen, dass ich es eben nicht alleine schaffe. Da musste auch der bekannte „Tritt in den H…“ sein, damit ich einsah, dass es doch ohne Hilfe nicht ging. So ein Ultimatum von dir, könnte so ein Anstoß sein. Es heißt doch nicht, dass die Trennung für immer sein muss. Das Wichtige an deiner konsequenten Haltung besteht darin, dass du ihm dadurch seine Entscheidung erleichterst. Fair? Ist es fair von ihm, dir mit seinem Trinken weh zu tun? Natürlich soll er für sich trocken werden, aber Druck darfst du schon ausüben und das ist auch ihm gegenüber fair. Wenn hier von Trennung die Rede ist, dann ist das auch immer nur als letzten Ausweg gedacht. Zuerst kannst du doch mit ihm reden und ihm sagen, dass sein trinken dich sehr stört und dir auch sehr unangenehm ist.

    Er hat nur die Auswahl zwischen Trinken und Abstinenz, dazwischen gibt es nichts. Als Abhängiger schaffst du es nicht, nur eine bestimmte Menge oder nur an bestimmten Orten oder zu einer bestimmten Zeit zu trinken. Das kann eine zeitlang gut gehen, aber dann gibt es immer wieder Ausnahmen die sich mit der Zeit häufen und irgendwann ist wieder der alte Level erreicht. Meistens wird dann sogar noch mehr getrunken als früher.

    Nie mehr Bier trinken, ist für ihn nicht vorstellbar, weil es für ihn mit einem Verzicht zusammenhängt, was es aber letztlich doch nicht so ist. Abstinent leben ist mit so vielen Vorteilen verbunden, dass er im Nachhinein nicht verstehen wird, warum er soviel trinken konnte.

    Wünsche euch beiden eine glückliche Zukunft

    Henri

    Hallo Hunde

    Unruhe und schwitzen können Entzugserscheinungen sein, Angst auch. Du schreibst nicht, wie viel und wie oft du trinkst, aber ich tendiere fast dahin, dass diese Symptome eine andere Ursache haben. Wenn auch die Unruhe nach dem einen Kümmerling weg ist, so muss das doch nicht auf die Wirkung des Alkohols zurückzuführen sein. Allein die Angst vor einer Epilepsie kann dich nervös und unruhig machen. Dann schreibst du auch, dass du ein Nervenbündel bist. Das kann doch auch schon zu solchen Symptomen führen.

    Mach dich erst mal nicht verrückt mit dem Gedanken, alkoholabhängig zu sein. Statt eines Kümmi, nimmst du dir die Zeit, machst dir eine Tasse Tee und trinkst die in aller Ruhe. Dann schaust du mal, ob deine Unruhe nicht auch damit weg ist. Epilepsie, beim Alkoholiker sind das Krampfanfälle, die von ihrem Erscheinungsbild leicht mit Epilepsie verwechselt werden, bekommst du, bei plötzlichem Absetzen des Alkohols. Dafür musst du aber mehr als ein paar Kümmis pro Tag getrunken haben, sonst passiert das nicht. Ich kann mir nicht vorstellen, dass du zurzeit so sehr gefährdet bist wie du glaubst. Wie du schon schreibst, Alkohol gegen deine Probleme einsetzen bringt nichts, dazu muss ich also nichts mehr schreiben.

    Nun lass dir mal für alles ein wenig mehr Zeit, es gibt keinen Grund für dich nervös zu sein und das scheint dein Hauptproblem zu sein.

    LG Henri

    Hi Kerstin

    Das ist echt zum [Blockierte Grafik: https://beispiel.rocks/beispiel.rocks/img233.imageshack.us/img233/2561/mauer3oz.gif], aber das traurige daran ist, dass du nichts daran machen kannst und deine Mutter könnte, tut aber nichts.

    „Auf die Schnauze fallen“, ist nicht zu hart geschrieben, aber selbst das würde wahrscheinlich nichts nützen. Warum sollte er sich ändern, er bekommt doch alles was er will. Warte mal ab, bis das Geld der Mutter alle ist, was dann passiert. Hoffentlich denkt er nicht daran, auch noch zu der Oma zu ziehen.

    LG Henri

    Hallo Zicklein und herzlich willkommen

    Dein Freund widerspricht sich doch. Wenn er sich nicht mehr im Griff hat, wie will er dann ohne Hilfe aufhören. Gibt es für ihn wirklich keinen Grund aufzuhören? Was ist mit dir, ist das nicht Grund genug.

    Als erstes musst du dir darüber klar werden, ob du ihn als trinkenden Partner akzeptieren kannst oder nicht. Wenn ja, na ja, dann …

    Wenn nicht, dann rede mit ihm wenn er nüchtern ist und mache ihm klar, dass du das so nicht akzeptieren wirst. Du wirst ihn unterstützen, wenn er mit trinken aufhört und sonst wirst du dich von ihm trennen. Wenn er dich mag, dann wird er sich für dich entscheiden. Wenn nicht, dann trenn dich von ihm, vielleicht ändert er dann seine Meinung.

    LG Henri

    Hallo Janine

    Verstehen kann ich das auch nicht, dass er seit 20 Jahren, trotz seiner Beschwerden, so viel trinken kann. Der wohl bekannteste Wert, der bei Alkoholmissbrauch untersucht wird, ist der Gamma-GT. Der kann sich sehr schnell wieder normalisieren, allerdings scheinen mir 5 – 6 Tage doch viel zu kurz dafür. Besonders deshalb, weil bei Bauchspeicheldrüsenentzündung(Pankreatitis) dieser Wert auch erhöht ist. Ich kann mir die Aussage des Arztes nur so erklären, dass nur solche Werte untersucht wurden, die nicht durch Alkoholmissbrauch erhöht waren. Um aber genaueres zu erfahren, müsste man einen Arzt fragen und die Krankenunterlagen einsehen.

    LG Henri

    Hallo Kerstin

    Im Freundeskreis spricht niemand gerne über dieses Thema. Es ist ein Tabu-Thema, zum einen, weil mancher selbst oder jemand aus der Familie zuviel trinkt und sich dadurch nicht bloßstellen will, zum anderen, weil niemand sich damit wirklich befasst hat und sich daher sehr unsicher bei diesem Thema fühlt. Das ist hier im Forum anders, weil jeder anonym bleibt, wenn er will. Wenn du hier schreiben willst, dann tu es, wann immer du wilslt. Es tut manchmal gut, einfach nur seine Gedanken mitzuteilen und zu wissen, es ist jemand da, der dich versteht.

    Lieben Gruß

    Henri

    Hallo Kerstin

    Wenn reden nicht hilft, dann hast du keine weiteren Mittel, um etwas zu erreichen. Mit „vor die Tür setzen“ wird sich über kurz oder lang von selbst erledigen. Wenn das Konto jetzt schon im Minus ist, dann wird es soweit kommen, dass die Bank keinen weiteren Kredit gewährt, die Miete nicht mehr bezahlt wird und der Vermieter wird dann schon versuchen, die Wohnung leer zu bekommen. In Mietfragen kenne ich mich nicht aus, aber ich denke, da dein Bruder nicht der Mieter ist, wird es dem Vermieter nicht allzu schwer fallen, ihn vor die Tür zu setzen.

    Es hört sich so an, als ob du dich mehr für deinen Bruder verantwortlich fühlst, als er selbst. Meinst du nicht, dass du genug Verantwortung für dich und die vier Kinder zu tragen hast, ohne dich auch noch mit deinem Bruder zu belasten. Helfen wollen und für einen anderen da sein ist schön und gut, aber der andere muss es zulassen und du musst merken, dass deine Hilfe angenommen wird. Wenn das aber nicht der Fall ist, dann ist auch der Punkt erreicht, an dem man sich sagen muss, dass jede weitere Bemühung umsonst ist und dich nur mit hinein ziehen kann, so bitter das auch ist. An erster Stelle müssen du und deine Kinder stehen, erst dann kommt alles andere.

    Lieben Gruß

    Henri

    Hallo Kerstin und willkommen im Forum

    Du hast zwar keine direkte Frage gestellt, aber ich denke, du willst wissen, wie deinem Bruder geholfen werden kann. Reden, reden, reden, ist alles was du machen kannst.

    Reden mit deinem Bruder, dass er mit Trinken aufhört, sich Arbeit sucht und für sich selbst sorgen kann.
    Reden mit deiner Mutter, dass sie ihm kein Geld fürs Trinken gibt.
    Reden mit deiner Oma, dass sie ihm auch nichts mehr gibt.

    Leider wird das Reden nicht viel nützen, solange er sich um seinen Unterhalt keine Sorgen machen muss. Warum soll er sich ändern, es geht ihm doch gut?

    Es hört sich so an, als ob deine Mutter sich nicht durchsetzen kann und auch jedem Gespräch aus dem Wege geht. Mach ihr trotzdem klar, dass dein Bruder sich zu Tode säuft, wenn er so weitermacht. Wenn sie ihm Geld für Alkohol gibt, dann ist das moralisch gesehen doch so etwas wie Beihilfe zum Selbstmord. Was sie bis jetzt gemacht hat, war doch nur, dass sie deinen Bruder am selbständig werden gehindert hat. Da sie im Minus ist, bleibt ihr doch sowieso nichts anderes übrig, als ihr Konto zu sperren. Sie ist auch die einzige, die Druck ausüben kann und das muss sie tun, wenn sie ihm helfen will.

    Angenommen, er würde einsehen, dass er mit trinken aufhören muss, dann wird er das kaum allein schaffen. Vermutlich wird es nicht ohne Therapie gehen. Da stellt sich dann wieder die Frage, wer die Kosten übernimm. Ist zwar nicht deine Aufgabe, aber es wird sonst niemand von euch dazu in der Lage sein. Frag mal bei der Suchtberatung/Psychosozialer Dienst nach, die sollten dir das beantworten können.

    Zum Schluss noch, hast du dir mal überlegt, dass er auch dein Geld vertrinkt? Oder erhältst du auch freie Wohnung und entsprechende Zuwendungen von deiner Mutter?

    Wünsche euch alles Gute

    Lieben Gruß

    Henri

    Hallo Haldir und willkommen im Forum

    Den Ausführungen von Weibi64 kann ich mich nur anschließen. Nur eine Therapie wird ihm noch helfen können. Diese Halluzinationen, die er bereits hatte, gehören zum Delir, das lebensbedrohend ist. Es zeigt, wie tief er in der Abhängigkeit drin hängt und dass auch vermutlich schon körperliche und geistige Schäden vorhanden sind.

    Was ihr mit ihm bereden könnt, hat Weibi64 bereits geschrieben und dem kann ich auch nichts hinzufügen. Ich fürchte nur, es kommt nicht zu so einem Gespräch, weil ihm die Einsicht fehlt. Ihr habt ja schon probiert, mit ihm zu reden und es kam nichts bei heraus.

    Ihr könnt versuchen, immer dann, wenn er betrunken ist, ihn nicht zu beachten, einfach links liegen lassen. Das kann ihm wehtun und ihn zum Nachdenken bringen. Vielleicht dämmert es ihm dann doch, dass sein trinken nicht normal ist.

    Wenn das alles nichts hilft, wäre ein weiteres, aber auch das letzte Mittel, sich von ihm zu trennen. Er muss sich dann für euch oder für sein trinken entscheiden. Der Schuss kann natürlich auch nach hinten losgehen, falls er sich dann selbst aufgibt. Nur, so wie jetzt kann es auch nicht mehr lange gut gehen.

    Wünsche euch, dass ihr die richtige Entscheidung trefft, es wird nicht einfach werden.

    Henri

    Hallo Ramona

    Da haben mir wohl bei meinem ersten Beitrag einige Infos gefehlt. Die Entgiftung hatte ich da nicht berücksichtigt, trotzdem, der Rückfall wäre tatsächlich nicht so tragisch, wenn er einsehen würde, dass er abhängig ist und auch die Absicht zeigen würde, wieder aufzuhören. Aber nachdem was du jetzt alles geschrieben hast, ist es ein typisches Verhalten eines Abhängigen, der noch mitten drin steckt und noch gar nichts gelernt hat. „Ihr seid schuld, wenn er trinkt“, lasse ich kommentarlos so stehen.

    Er sieht sich als Wochenendtrinker? Das würde man dann als „Quartalssäufer“ bezeichnen. Abers selbst wenn es so wäre, dann wäre er auch abhängig. Er kann es drehen und wenden wie er will, er kommt nicht dran vorbei, er ist abhängig.

    Was könnt ihr jetzt tun? Mit ihm reden, habt ihr getan. Kontrollieren bringt nichts, habt ihr bereits gemerkt. Nach den Verstecken suchen und den Alkohol vernichten nützt nichts, weil er sich sofort neuen besorgt.

    Was bleibt, ist ein Gespräch, aber dann, wenn er nüchtern ist. Er kann doch nicht leugnen, dass er tagelang getrunken hat. Also kann er seine Einstellung, die Therapie nicht zu brauchen, doch nicht mehr beibehalten. Das Wichtigste ist jetzt, dass er zu dieser 4-monatigen Therapie geht. Von der Notwendigkeit muss er überzeugt werden. Heißt aber auch, dass er einsieht, es nicht allein zu schaffen.

    Was auch schon bei anderen geraten wurde, wenn er betrunken ist, lasst ihn links liegen, einfach nicht beachten, kann ihm ganz schön wehtun. Das hilft, ihn zu der Überlegung bringen, dass er doch etwas ändern muss.

    Und ganz wichtig, nicht immer nur an ihn, sondern auch an euch selbst denken.

    Lieben Gruß

    Henri

    Hallo Andy

    Um zum eigentlichen Thema zurück zu kommen,
    bist du sicher, dass du ein starkes Schlafmittel bekommen hast? Es gibt Medikamente, die die Entzugserscheinungen und das Verlangen nach Alkohol dämpfen. Dazu gehört aber sicher kein starkes Schlafmittel. Da du schreibst, dass du deinem Arzt von deiner Unruhe während des Nichttrinkens erzählt hast, weiß dein Arzt also von deinem Alk-Problem. Deshalb verstehe ich nicht, dass er dir ein Schlafmittel gegeben haben soll.

    Du kannst dich jetzt das WE damit behelfen, aber frag am Montag doch lieber mal bei deinem Arzt etwas genauer nach. Vielleicht kann er dir bei dieser Gelegenheit auch Adressen von Selbsthilfegruppen geben.

    Wünsche dir einen schönen Abend

    Hallo Andreas

    So außergewöhnlich ist es nicht, dass jemand Wasser oder sonstige alkoholfreie Getränke trinkt. Weil es für uns so neu und so ungewöhnlich ist, meinen wir, jeder würde auf uns schauen, wenn wir etwas anderes als Alkohol trinken. Schau dich heute Abend um und du wirst sehen, dass es viel mehr Leute gibt, die auch nicht trinken, als du gedacht hast.

    Wenn du angesprochen wirst, erklärst du halt, dass du keinen Alkohol trinkst. Eine Erklärung, weshalb, bist du niemand schuldig. Achte mal darauf, wie sich die Leute nach einigen Bier im Laufe des Abends verändern, die Beobachtung kann ganz interessant sein.

    Wünsche dir viel Vergnügen auf der Feier.

    Gruß Henri

    Hallo Ramona und herzlich willkommen

    "Befindet sich in Therapie bzw. wartet auf den Therapiebeginn" Ich gehe davon aus, dass er jetzt bei der Suchtberatung zur Therapie geht, aber die eigentliche stationäre Therapie erst beginnen soll. Wenn das so ist, dann sollte man das heutige trinken nicht überbewerten. Es sind viele, wenn nicht sogar die meisten, die bis zum Beginn der stationären Therapie trinken.

    Vielleicht hilft dir folgende Überlegung. Wenn er es jetzt schon schaffen würde, nichts zu trinken, warum sollte er dann eine 4-monatige Therapie machen? So viel reduzieren wie möglich, aber wenn er es nicht immer schafft, ist das auch nicht tragisch. In der stationären Therapie lernt er doch erst, ohne Alkohol auszukommen.

    Lieben Gruß

    Henri

    Hallo Andy

    Und was sagt die Mathematik und die Naturwissenschaft dazu.

    Alkohol ist chemisch gesehen ein Zellgift. Jedes Lebewesen gewöhnt sich mir der zeit an dieses Gift. Um den gleichen Erfolg zu haben, muss also das Gift höher dosiert werden. Jetzt reicht eine Flasche Wein dafür aus. Die Frage stellt sich aber, wenn du irgendwann bei einer Flasche Wodka angelangt bist, ob deine Seele dann immer noch schwingt oder dich das ganze ank…

    Mensch Andy, du bist wieder so nahe am trinken dran, hol dir Hilfe, du schaffst es nicht alleine.

    Gruß Henri

    Hallo Andy

    Okay, vielleicht nicht mathematisch und naturwissenschaftlich, aber logisch.

    • Je öfter du es schaffst, zu trinken und wieder aufzuhören, je großer wird anschließend die Bereitschaft, wieder zu trinken. Logisch, denn du hast das Aufhören schon wieder geschafft.
    • Je größer die Bereitschaft wieder zu trinken ist, je eher wirst du es auch tun.
    • Je eher du trinkst, je kürzer ist der Zeitraum des Nichttrinkens.
    • Je kürzer die Phase des Nichttrinkens gegenüber dem Trinken wird, desto kleiner wird die Bereitschaft aufzuhören.
    • Folge: Die Phase des Nichttrinkens wird 0. Ergebnis = du sitzt in der Sch…


    Ist vielleicht nicht alles mathematisch und logisch aber es wird sich so abspielen.

    Wenn du trocken bleiben willst, dann lass mal deine Gedanken an das „immer wieder aufhören können“ fallen. Das funktioniert eine zeitlang, aber die Erfahrung anderer zeigt, dass es auf Dauer nicht geht und die Fehler anderer musst du ja nicht unbedingt noch mal machen.

    Gruß Henri

    Hallo Vanessa, auch von mir ein herzliches Willkommen

    Ich vermisse, dass ihr versucht habt, dein Vater und du, mit deiner Mutter über ihr Problem zu reden und zwar zu einem Zeitpunkt, als sie nüchtern war. Du schreibst, dass sie auch schon Phasen hatte, in denen sie nichts getrunken hat. Das ist doch ein Zeichen, dass sie zu diesem Zeitpunkt auch ihr Problem erkannt hatte. Zu einem Zeitpunkt mit ihr reden, wenn sie betrunken ist, bringt nichts, das habt ihr bereits gemerkt. Vorwürfe werden nichts nützen, aber wenn ihr erzählt, wie ihr euch fühlt und wie sehr ihr trinken euch belastet, wird das viel mehr bewirken. Wenn sie sich bei diesem Gespräch einsichtig zeigt, kann man ihr vorschlagen sich Hilfe zu holen, Selbsthilfegruppe, Suchtberatung, Therapie usw. Das ist ein Weg, den sie gehen könnte.

    Wenn sie sich allerdings nicht einsichtig zeigt, dann ist der Rat, euch von ihr zu distanzieren, den du von den AA hast, der richtige. Momentan hat sie noch alles, ihr trinken und sie hat euch. Wenn ihr sie aber links liegen lasst, wenn sie getrunken hat, dann wird ihr das wehtun und sie wird sich doch ihre Gedanken machen. Dabei muss dein Vater aber auch mitmachen, du alleine wirst damit nicht viel ausrichten können.

    Weiter hilft es, wenn ihr nach außen hin nichts vertuscht, auch wenn’s schwer fällt. Die Bekannten und Nachbarn wissen eh alle, dass sie trinkt, da müsst ihr euch nichts vormachen, auch wenn nichts davon gesagt wird. Kontrollieren was sie trinkt? Lass es sein, es bringt nichts, ganz im Gegenteil, wer will schon gerne kontrolliert werden. Es würde nur dazu führen, dass sie ihr Vertrauen zu euch verliert und jede noch so gut gemeinte Hilfe von euch abblocken würde. Dasselbe passiert, wenn ihr den Alkohol vernichtet. Sie würde sich doch sofort wieder welchen besorgen.

    Was aber auch wichtig für dich ist, lass es nicht zu, dass dein Leben durch ihr trinken zu sehr beeinflusst wird. Ganz vermeiden wirst du es nicht können, aber pass da ein bisschen auf dich auf. Auch du hast ein Recht auf ein normales Leben. Du kannst zwar versuchen ihr zu helfen, aber verantwortlich bist du nicht für sie, aber für dich selbst.

    Wünsche dir/euch viel Erfolg

    Lieben Gruß

    Henri

    Hallo Jolene

    Die Reaktion deines Vaters kann ich verstehen. Das trinken deiner Mutter nervt ihn genauso wie dich und diese Nacht hat er sich nicht mehr unter Kontrolle halten können, wundert dich das?

    Sprich erst einmal mit deinem Freund in aller Ruhe. So wie bis jetzt kann es nicht weitergehen, es ist weder für dich und deinen Vater ein Leben, noch für deine Mutter. In jeder Stadt gibt es einen Psycho-Sozialen Dienst, bei dem ihr euch beraten lassen könnt. Versuche, dort mit jemand zu reden. Es gibt sicher Möglichkeiten, euch zu helfen.

    Andere Frage, hast du heute auch noch Kopfschmerzen und mit erbrechen zu tun? Wenn ja, dann kann es sich um eine Gehirnerschütterung handeln und du solltest zu einem Arzt gehen. Der Hausarzt ist übrigens auch für euer Problem eine Ansprechperson.

    Wünsche euch alles Gute und melde dich wieder.

    Lieben Gruß

    Henri