Beiträge von henri

    Hallo Ruffnek und ein herzliches Willkommen

    Wenn ihr schon so oft mit ihm geredet habt, dann bleibt nur noch als einziges Mittel, euch von ihm zu distanzieren, eine andere Idee habe ich auch nicht. So lange warten, bis es ihm gesundheitlich so schlecht geht, dass er aus diesem Grunde das Trinken aufgeben muss, ist sicher eine schlechte Alternative. Die Frage stellt sich, ob das für ihn genug Druck ist, um sich für euch und gegen sein trinken zu entscheiden. Das könnt ihr besser abschätzen als ich. Euch muss aber bewusst sein, dass der Ankündigung gegebenenfalls auch die Tat folgen muss und es dann nicht mit ein paar Tagen getan ist. Das kann sich dann über einen langen Zeitraum hinziehen und es wird auch für euch nicht einfach sein, das durchzuhalten.

    Eine professionelle Beratung könnt ihr euch auch bei der Suchtberatung kostenlos holen. Auch wenn er einsichtig ist und eine Therapie machen will, ist die Suchtberatung für die Antragstellung zuständig.

    Lieben Gruß
    Henri

    Hallo jean

    Acht Wochen ist schon mehr als ein Anfang, aber es ist noch zu kurz um dich endgültig damit abzufinden, krank zu sein. Schalter umlegen und plötzlich trocken sein klappt nicht, da wirst du Geduld mit dir haben müssen. Mit der Zeit wird „Nichttrinken“ fast genauso zur Gewohnheit wie früher das Trinken, aber es braucht seine Zeit.

    Deine Wohnung hast du frei von Alkohol gemacht. Wer dich also jetzt besuchen kommt, besucht dich und kommt nicht wegen des Alkohols. Genauso sollte es auch mit deinem Freund sein. Wenn nach deinem Gespräch die Freundschaft beendet sein sollte, dann ging es ihm in der Vergangenheit auch nicht um dich sondern nur ums gemeinsame trinken. Hmm, stellt sich dann die Frage, ob du dabei tatsächlich einen Freund verloren hast.

    Gruß Henri

    Hallo kenet

    Zuerst musst du die Entscheidung treffen, ob du dich totsaufen willst oder für dich akzeptierst, dass du abhängig vom Alkohol bist und das ändern willst. Bei der ersten Möglichkeit schaffst du das alleine und brauchst nichts zu ändern, bei der zweiten kannst du mit Hilfe rechnen, ob von hier, deinem Hausarzt, Suchtberatung usw.

    Es kommt nur auf dich an und du musst den ersten Schritt tun.

    Gruß Henri

    Hallo kenet und herzlich willkommen

    Du schreibst es selbst, entweder weiterhin trinken und dein Leben zerstören oder dir helfen lassen und ein neues Leben anfangen. Entweder oder, dazwischen gibt es nichts. Die Entscheidung liegt einzig und allein bei dir.

    Gruß
    Henri

    Hallo Luzi

    Zitat: Wenn er nüchtern ist, weiß er alles über Süchte. Wie man dahin kommt, wie man da weg kommt, was man darf und nicht darf. Nur anwenden kann er es offensichtlich nicht.

    Gründe für seine Abstürze hat er eigentlich nicht. Wenn ich frage, warum, dann lasse ich ihn zuviel allein (muss ich, denn ich gehe arbeiten) oder er hat zu wenig Freunde oder seine Kinder kümmern sich zu wenig um ihn (sind gerade 17 und 22 und haben anderes im Kopf) oder er hat mal wieder geglaubt, er sei doch kein richtiger Alkoholiker. Er weiß auch genau, wenn er anfängt zu trinken, ist es das Ende, aber er tut es trotzdem. Nüchtern meinte er mal, dass sei, als ob man ihn auf eine Schiene setzt.

    Vielleicht weiß er etwas über die Sucht, aber begriffen hat er nichts. Solange er solche Ausreden für sein Verhalten sucht und für sich gelten lässt, wird er es nicht schaffen, trocken zu werden. Da stellt sich die Frage, was er in den Therapien gelernt hat, wenn er nicht einmal so einfache Dinge beherzigt wie, Verantwortung für sich selbst übernehmen. Nicht nur in der Therapie die Zeit absitzen, sondern auch das Gehörte für sich umsetzen, kann zum Erfolg führen.

    Eine andere Frage die sich nicht nur bei euch immer wieder stellt, warum soll er aufhören? Er kann trinken und behält doch weiterhin alles andere. Das wird auch so weitergehen, bis du nicht mehr mitmachst oder er seine Gesundheit ruiniert hat. Erst dann, wenn es ihm wehtut, wird er vielleicht zur Einsicht kommen. Deshalb solltest du vielleicht eine vorläufige Trennung in Erwägung ziehen.

    Notarzt war zwecklos, weil er nicht mitgefahren ist. Die Polizei rufen, wird keinen Zweck haben, solange er nicht gegen geltendes Recht verstößt.

    Lieben Gruß
    Henri

    Hallo Bonnie

    Was wäre wenn. Du hast ihn geheiratet, weil er so lange trocken war und du konntest nicht wissen, dass er jetzt wieder anfängt, mach dir also deshalb keine Vorwürfe. Im Grunde genommen bist du jetzt wieder in derselben Lage wie vor 16 Monaten, nur mit dem Unterschied dass du ihn geheiratet hast, aber auch um eine, wenn auch schmerzliche Erfahrung reicher.

    Auch heute kann ich dir nicht viel anders schreiben als damals. Tu das, was Ayki in ihrem Beitrag geschrieben hat, gib ihm die letzte Chance. Entweder er tut was und hört auf, oder du setzt ihn vor die Tür. Dabei ist es nicht dein Problem, wo er unterkommt, das muss er dann selbst sehen. Bleib diesmal konsequent und lasse dich nicht zu was anderem hinreißen, nur weil er dir Leid tun sollte.

    Lieben Gruß
    Henri

    Hallo Penny

    Dazu fällt mir ein Satz ein, den cryin´daughter vor etwa einem Monat nach dem Tode ihrer Mutter in einem Beitrag geschrieben hat:

    Zitat

    Und der Redner hatte Recht. Er sagte, die Krankheit ist wie ein Anbruch der Dämmerung. Sie schleicht sich langsam und unmerklich in den Tag, bis es tiefe Nacht ist.

    Wer kann nun sagen, in welcher Minute es dunkel geworden ist? Scheint mir ein guter Vergleich zu sein.

    Lieben Gruß
    Henri

    Hallo swiss

    Stolz sein sollst du über dich und deinen Erfolg, freuen über Kleinigkeiten, es dir gut gehen lassen. Ist nichts einzuwenden und soll auch so sein, denn es hilft, die andere Seite schätzen zu lernen. Euphorie dagegen, also überschwängliche Freude, kann dazu führen, dass wir nicht mehr so ganz auf uns achten und dann spielt uns unserer Belohnungssystem einen fiesen Streich, jetzt zur Belohnung aber …, na was wohl? Genau das, was wir früher auch gemacht haben, ein leckeres Glas Bier, Wein, was auch immer und schon ist es passiert. Da denke ich, ist die Warnung angebracht, aber nicht nur bei „Frischlingen“, sondern es kann auch noch den „alten Hasen und Häsinnen (heißt das so?)“ passieren, da ist niemand sicher vor.

    Viele Grüße
    Henri

    Hallo GlorYa

    Dante hat diesen Druck zu trinken sehr gut beschrieben. Diese Zeit zu überstehen fällt dir leichter, wenn du weißt, dass der Druck auch wieder von selbst vergeht. Daher nicht allzu sehr dagegen wehren. Es ist mal mit einer Welle verglichen worden. Wenn du dich dagegen wehrst, gehst du unter, lässt du dich aber treiben, wird sie dich ans Ufer tragen und dort im Sande verlaufen.

    Lieben Gruß
    Henri

    Hallo Mary und herzlich willkommen

    Wenn er mit diesen Symptomen kein Alkoholiker ist, dann gibt es keinen. Dir Vorwürfe zu machen, hast du keinen Grund. Deinen Schilderungen nach, trank er zuerst wenig und wie sollst du daraus schließen, dass er sich später zum Alkoholiker entwickelt. Es ist zwar ein schlechter Trost für dich, aber es passiert relativ häufig, dass der zweite Partner ebenfalls abhängig ist.

    Was sollen wir dir raten? Du siehst selbst, wie weit es mit ihm gekommen ist und von selbst wird er nicht aufhören. Entweder siehst du zu, wie er sich zu Tode trinkt, oder du versuchst ihn dazu zu bringen aufzuhören. Wenn ein Gespräch mit ihm dich nicht weiterbringt und er nichts tun will, wird dir nichts anderes übrig bleiben, als ihm die Trennung anzukündigen und gegebenenfalls auch durchzuziehen.

    Hast du mit deinen Kindern darüber geredet und was sagen die dazu? Sie könnten dir eine wertvolle Stütze sein. Lass es auf keinen Fall zu, dass er dein Leben kaputt macht, das hast du nicht verdient.

    Lieben Gruß
    Henri

    Hallo Schorsch,

    Zunächst freut es mich, dass du es bis jetzt geschafft hast. Dann aber sofort die Frage, was der halbe Kasten Bier noch im Keller macht. Du brauchst das Bier doch nicht mehr oder ist es dir doch nicht ganz so ernst gemeint? Für deine Besucher brauchst du es auch nicht, denn die werden hoffentlich wegen dir und nicht wegen des Bieres zu dir kommen.

    Positiv ist es, dass deine Frau von deinem Vorhaben weiß, ich unterstelle mal, du hast es ihr gesagt. Da wird der Ehrgeiz geweckt, es ihr und dir zu zeigen, dass du es kannst. Und wenn es heute Abend schwer fällt, dann immer nur, „jetzt nicht“ und nicht in zu großen Zeitabständen denken.

    Von Entzugserscheinungen wie Zittern, Schweißausbruch hast du nichts geschrieben. Wenn du davon nichts gemerkt hast, dann ist anzunehmen, dass auch nicht mehr viel kommen wird. Morgen ist der dritte Tag und wenn dann nichts zu merken ist, wird auch nichts mehr nachkommen und auch die Gefahr eines Krampfes oder Delir ist sehr gering.

    Wünsche erstmal für heute Abend viel Erfolg
    Henri

    Hallo EinzigEine

    Freue mich für euch, dass dein Mann es bis heute geschafft hat. Sicher hat er es auch zum Teil dir zu verdanken und darauf kannst du sehr stolz sein. Es ist jetzt schon weit mehr als ein Anfang, und ich glaube, es ist das schönste Weihnachtsgeschenk, das er dir machen kann.

    Lieben Gruß und einen guten Rutsch ins neue Jahr
    Henri

    Hallo Schorsch und herzlich willkommen

    Wäre schön, wenn es Ratschläge geben würde, durch die man für alle Zeit trocken wird. Wir können dir zwar Tipps geben, aber du musst doch dein eigenes Programm für dich finden.

    Anfangs viel trinken, Mineralwasser, Tee usw. Das hilft, das Verlangen nach Alkohol zu vermindern und hilft auch den Wasserhaushalt zu regulieren. Dann hast du sicher schon gelesen, dass es nicht reicht, nur mit trinken aufzuhören, sondern du musst auch einiges in deinem Tagesablauf umstellen. In den Zeiten, in denen du sonst getrunken hast, lenke dich ab, Hobby, Sport, Wandern, alles was dir Spaß macht und wobei es schwer ist an Bier zu kommen. Dann nimm dir nicht zu große Zeiträume vor. Es reicht, wenn du es heute schaffst und wenn es schwer wird, dann nur die nächste Stunde. Der Druck zu trinken geht auch wieder von selbst weg.

    Es hilft auch viel, wenn du dich mit Leuten unterhältst, die das gleiche Problem haben. Es motiviert unwahrscheinlich, wenn man sich in der Gemeinschaft über seinen Erfolg unterhalten kann. Hier im Forum hast du tagtäglich die Möglichkeit dazu.

    Das A und O aber ist, dass du es für dich tust und merkst, dass es dir von Tag zu Tag immer besser geht.

    Wünsche dir viel Erfolg
    Henri

    Hallo Dette und herzlich willkommen

    An deiner Entscheidung gibt es nichts auszusetzen. Für dich und auch für dein Kind ist es mit Sicherheit die richtige Entscheidung gewesen. Mir kommt es nur so vor, als wenn ihm deine Entscheidung ganz gelegen kam, da er so schnell mit der Ausreise einverstanden war. Also nicht zu enttäuscht sein, wenn er deinem Wunsch, eine Therapie zu machen, nicht nachkommt.

    Lieben Gruß
    Henri

    Hallo Sven und herzlich willkommen

    Wenn sie alle Gespräche so aggressiv abblockt, wobei ich davon ausgehe, dass sie dabei nüchtern war, dann könnt ihr vorerst nicht viel tun. Ihr könnt euch von ihr distanzieren, um ihr zu verdeutlichen, dass ihr das Trinken nicht akzeptiert. Inwieweit das hilft, lässt sich nicht genau sagen, es wird ihr aber wehtun und sie wird sich doch ihre Gedanken machen, ob sie sich für euch oder fürs trinken entscheiden soll. Jedenfalls ist es ein Versuch wert und solange sie nicht mit sich reden lässt, sehe ich keine andere Möglichkeit.

    Versucht aber auch, es nicht zuviel zu eurem Problem zu machen. Es ist und bleibt ihr Problem und nur sie kann es lösen.

    Viele Grüße
    Henri

    Hallo Rudi

    Wenn du hier im Forum angemeldet bist - oben in diesem Fenster auf "Chat" klicken - ein neues Fenster geht auf und dort in der Chatauswahl auf "Weihnachtschat" klicken - etwas abwarten und dann siehst du, wie es im Chat weitergeht. Ein Passwort brauchst du nicht.

    Henri

    Hallo Belly und herzlich willkommen

    Bei der Menge bleibt es nicht aus, dass deine Mutter abhängig geworden ist. Auch wenn sie eine Woche oder auch zwei ohne Alkohol auskommt, heißt das noch lange nicht, dass sie nicht abhängig ist. So genannte Quartalstrinker schaffen das sogar ein paar Monate lang. Rede zuerst mit deinem Vater, denn es nützt nichts, wenn ihr nicht alle einer Meinung seid. Sie wird euch sonst nur gegenseitig ausspielen. Dein Vater ist auch derjenige, der mehr Druck ausüben kann als du und auf den sie eher hören wird.

    Macht ihr erst einmal klar, dass sie es ohne Hilfe nicht schafft. Den Beweis hat sie ja nun geliefert, indem sie es nicht länger als eine Woche geschafft hat. Dann versucht, ihr die Angst zu nehmen, sie ist nicht alleine mit der Krankheit und sie braucht sich auch nicht zu schämen. Als erstes sollte sie zu ihrem Hausarzt oder zur Suchtberatung gehen. Dort kann mit ihr beraten werden, wie sie es am besten schaffen kann. Ob eine Therapie, stationär oder ambulant in Frage kommt oder ob eine Entgiftung im Krankenhaus ausreicht, kann dort geklärt werden. Wichtigste Voraussetzung ist aber, dass sie es für sich will.

    Lieben Gruß
    Henri