Beiträge von henri

    Hallo Romy

    Jetzt weißt du wie du dich fühlst, wenn du nüchtern lebst und du weißt auch, wie du dich fühlst, wenn du wieder anfängst. Im Nachhinein betrachtet, hat es sich schon ein paar Tage vorher angekündigt. Überleg dir nun, was in den Tagen anders war, als vorher. Ganz von vorne musst du jetzt nicht beginnen, denn du hast den Vorteil, du weißt, dass du es schaffen kannst. Gegen das Alleinsein kannst du etwas tun, geht aber auch viel leichter, wenn du nüchtern bist. Die Entscheidung ob mit oder ohne Alkohol, liegt immer wieder ganz alleine bei dir.

    Lieben Gruß

    Henri.

    Hallo Chiara

    Zu Polyneuropathie kann ich dir auch nur sagen, was ich mit Hilfe von Google gefunden habe. Es gibt so viele Ursachen für diese Krankheit, sodass sie hier nicht alle aufgeführt werden können. Das reicht vom Alkohol, über Medikamente bis hin zu Mangel an Vitamin E oder Vitamin B12.

    Also liebe Chiara, bevor da nichts Endgültiges feststeht, bitte nicht aufregen, weil es durchaus eine harmlose Ursache haben kann.

    Wünsche dir einen schönen Abend

    Henri

    Hallo Romy

    Was ist los mit dir? Wo ist das Selbstvertrauen der ersten Tage hin? Okay, du bist im Moment sehr unzufrieden mit allem, mit der Nachbarin, dem Nachbarn, doch am allermeisten mit dir selbst. Da hilft dir das Jammern allerdings auch nicht weiter, denn dadurch ändert sich doch nichts, sondern du bringst dich dadurch immer weiter ins Abseits.

    Du hast getrunken, geht es dir jetzt besser und bist du nun zufrieden mit dir? Wahrscheinlich nicht. Also kannst du doch genauso gut damit aufhören und behaupte nicht, dass du es wegen des Alleinseins nicht schaffst, das glaube ich dir nicht. Du glaubst es doch auch nicht, wenn du ehrlich mit dir bist. Mensch Romy, du hast es doch schon mal geschafft, es geht jetzt auch – trau dir mal mehr zu - und gegen die Angst hat der Arzt dir doch auch was gegeben, dann nimm doch mal davon, wenigstens anfangs.

    LG Henri

    Hallo Alexander und auch von mir herzlich willkommen

    Wenn noch jemand Zweifel hat, dann hat deine Geschichte wieder einmal gezeigt, dass „normales“ Trinken für einen Abhängigen nicht möglich ist. Es mag eine zeitlang möglich sein, aber auf Dauer gesehen, wird doch die ursprüngliche Menge und meistens noch mehr getrunken. Mancher muss erst selbst die Erfahrung machen, um zu dieser Einsicht zu gelangen. Wenn dann eingesehen wird, dass es tatsächlich nur die Möglichkeit gibt, absolut abstinent zu bleiben, dann kann diese Erfahrung wesentlich dazu beitragen, trocken zu werden und auch zu bleiben.

    Wünsche dir viel Erfolg

    Henri

    Hallo Andy und herzlich willkommen

    Sich mit einem Rückschlag anfreunden ist sicher nicht die richtige Methode um trocken zu bleiben. Es hört sich an, als ob du trinken und trocken bleiben willst, wie es dir im Moment zumute ist. Mit diesem Gedanken lässt du dir eine Hintertür sperrangelweit auf.

    Ein Rückfall ist sicher nicht das Ende des Lebens, da gebe ich dir Recht, aber das Aufhören wird danach auch nicht einfacher. Für eine Richtung wirst du dich allerdings entscheiden müssen. Entweder trinkst du weiter oder du hörst ganz auf, ein Zwischending gibt es nicht.

    Gruß Henri

    Hallo Romy

    Vielleicht solltest du doch das Medikament nehmen, das der Arzt dir verschrieben hat. Promethazin-neuraxpharm ist ein Mittel, das genau gegen die von dir beschriebenen Symptome eingesetzt wird. Angst-, Erregungs- und Spannungszustände, Schlafstörung usw. Ich bin zwar auch nicht so begeistert, Medikamente zu nehmen, aber hier denke ich, ist es doch angebracht. Es muss ja nicht zu einem Dauerzustand werden, aber in der ersten Zeit hilft es dir doch.

    Lieben Gruß
    Henri

    Hallo nickylie und herzlich willkommen im Forum

    Täglich zwei bis drei Gläser Wein, liegt an der Grenze dessen, was die WHO als gesundheitlich unbedenklich für Frauen ansieht. Ein Glas Wein am Tag, wird tatsächlich von Medizinern als gesundheitsfördernd angesehen, da hat sie Recht.

    Du vermutest, dass sie tagsüber auch trinkt, weißt es aber nicht genau. Ich denke, du solltest das vorerst nicht überbewerten. Durch dein „Kontrollieren“ kann sich euer Verhältnis auch verschlechtern, was sicher nicht in deinem Sinn ist. Die Möglichkeit, dass sie von dieser Menge abhängig wird, ist nicht auszuschließen, aber auch nicht so sehr hoch. An deiner Stelle würde ich mir vorerst keine Gedanken machen.

    LG Henri

    Hallo Chiara

    Die Frage ist nicht dumm, aber vielleicht bekommst du jetzt eine dumme Antwort.

    Warum zählen viele die trockenen Tage? Anfangs ist jeder Tag den du geschafft hast ein besonderer Tag, ein Ereignis über das du dich freuen kannst. Jeder neue Tag ist eine Herausforderung und mit jedem geschafften Tag fühlst du dich in deinem Vorhaben bestätigt, merkst auch, dass du stolz auf dich bist und es spornt dich für den nächsten Tag aufs Neue an. Und dann ist es eine Woche, ein Monat, ein … und dann wird es so zur Gewohnheit, dass du das Zählen und sogar manchmal den Jahrestag vergisst.

    LG Henri

    Hallo Sonnenstern und auch von mir ein herzliches Willkommen

    Als erstes musst du dafür sorgen, dass du wieder in die Krankenversicherung kommst, also den ALG II Antrag stellen, du verschenkst doch sonst jeden Tag Geld. In die KV zu kommen, ist doch so wichtig, was willst du sonst bei einer normalen Grippe machen? Solange warten bis es zur Lungenentzündung gekommen ist? Auch wenn’s schwer fällt, du musst den Antrag stellen, unbedingt.

    Um auf deine Frage nach Krampf und Delirium aus deinem ersten Beitrag zu antworten, beim Krampf kannst du anfangs vielleicht noch merken, dass er kommt, aber nur dann, wenn du schon einmal einen gehabt hast. Der Krampfanfall sieht ähnlich aus wie Epilepsie und kann auch damit verwechselt werden. Beim Delir, um es einfach auszudrücken, fängt das Gehirn an verrückt zu spielen. Es kommt zu Unruhe- und Angstzuständen, Zittern später dann auch zu Sinnestäuschungen (sehen von weißen Mäusen usw.) und schließlich kommt es zum Verlust der zeitlichen und örtlichen Orientierung. Beides, Krampfanfall oder Delir treten aber so schnell auf, dass du keine Gegenmaßnahmen mehr treffen kannst. Aus diesem Grunde ist es so gefährlich, alleine zu entziehen.

    Du schreibst, dass du es neulich zwei Tage ohne Alkohol ausgehalten hast. Wenn du damals keine Entzugserscheinungen hattest, wie Zittern oder Schweißausbruch, dann ist anzunehmen, dass es jetzt auch nicht schlimmer kommen wird. Trotzdem, eine Garantie, dass nichts Schlimmes passieren wird, kann dir niemand geben.

    Hab auch herum experimentiert, um das Problem mit der versteckten Schrift herauszufinden, habe aber bis jetzt keine Erklärung dafür gefunden.

    LG Henri

    Hallo luisalane und willkommen im Forum

    Na prima, einem Alkoholiker Bier kaufen, wo bleibt denn da die Überlegung? Du hast vollkommen Recht, aber sie unterstützt ihn nicht, sondern sie bringt ihn doch eher um, das ist doch Mord auf Raten, was sie da macht.

    Wie es aussieht, sieht er zurzeit kein Alkoholproblem bei sich. Vermutlich hast du ihn schon zigmal darauf ohne Erfolg angesprochen. Eine Möglichkeit hast du. Wenn er betrunken ist, dann lass ihn einfach links liegen. Seine Aufgaben nicht übernehmen, sondern die muss er selbst erledigen. Auch wenn es dir peinlich ist, aber vertusche sein Trinken nicht vor anderen Leuten, denn die wissen es schon längst. Es muss ihm wehtun. Vielleicht merkt er dadurch, dass doch etwas mit seinem trinken nicht stimmt. Ihr müsst euch allerdings da auch einig sein, auch seine Mutter muss da mitziehen. Wenn du das alleine machst, dann wird er bald der Meinung sein, dass du ihm das nicht gönnst und damit wird euer Verhältnis noch angespannter sein als bisher.

    Eine weitere Möglichkeit besteht in einer Trennung von ihm, muss ja nicht für immer sein, hat auch schon manchmal Wunder bewirkt. Aber das ist auch schneller gesagt als getan.

    Versuche jedenfalls, dich nicht in die Rollte einer Co-Abhängigen drängen zu lassen. Auch Angehörige können sich Hilfe bei der Suchtberatung holen und es gibt auch Selbsthilfegruppen für Angehörige. Dort hast du wenigstens die Möglichkeit, dich mit anderen Leuten zu unterhalten, die das gleiche Problem wie du haben und dich verstehen.

    Wünsche dir viel Erfolg

    Henri

    Hallo Obele

    Wenn die Therapeutin meint, dass deine Freundin es nicht ohne stationäre Therapie schafft, dann sollten wir ihr das glauben. Du kannst nur versuchen, zu einer Zeit wenn sie nüchtern ist, sie von der Notwendigkeit einer Therapie zu überzeugen. Sie muss zuerst einsehen, dass sie es alleine nicht schafft und bereit sein, sich helfen zu lassen. Das schein zurzeit noch nicht der Fall zu sein. Es wird allerdings auch sehr schwierig für dich sein, sie zu überzeugen. Eine Zwangseinweisung ist hier in Deutschland nicht möglich. Es kann aber passieren, dass sich das Jugendamt wegen des Kindes der Sache annimmt. Das sollte sie sich bewusst machen.

    Eine zufrieden stellende Antwort, kann ich dir leider nicht geben. Versuche sie zu überzeugen, aber ob es dir gelingt, bezweifle ich.

    Wünsche euch alles Gute

    Henri

    Hallo Giger

    Du hast Recht, du kannst ihm nur helfen, wenn er deine Hilfe zulässt und vor allem er sich auch ändern will. Anscheinend will er aber keine Änderung. Merkt er vielleicht, dass sich alle von ihm abwenden und er mit Suiziddrohungen etwas erreichen will? Damit bringt er dich in eine sehr prekäre Situation. Lässt du ihn fallen und er macht seine Ankündigung wahr, dann machst du dir die größten Vorwürfe. Unterstützt du ihn aber, hat er erreicht was er will und trinkt weiter. Du kannst also machen was du willst, es ist nie richtig.

    Einzige Möglichkeit, wenn du mit ihm vernünftig reden kannst, dann mache ihm unmissverständlich klar, dass du ihn unterstützt, wenn er sich ändern will, ansonsten würdest du dich von ihm distanzieren. Damit hast du alles getan, was momentan für dich möglich ist. Letztlich ist er für sich verantwortlich und nicht du, wenn er also seine Suizidgedanken in die Tat umsetzen sollte, brauchst du dir keinesfalls Vorwürfe zu machen.

    Hoffe, dass es dir ein kleinwenig weiterhilft.

    Gruß Henri

    Hallo Mia

    Von einer frühzeitigen Entlassung aus der Therapie habe ich nur gehört, wenn jemand in der Therapie rückfällig geworden ist oder auf eigenen Wunsch. Dann gibt es auch noch die Möglichkeit, dass er sich als untherapierbar gezeigt hat und deshalb entlassen wurde. Eine frühzeitige Entlassung, weil erfolgreich therapiert, halte ich für sehr unwahrscheinlich.

    Nachdem, was alles bereits im Vorfeld passiert ist, ist dein Misstrauen angebracht. Es wird sich sehr bald herausstellen, was die Thera bewirkt hat. Solange bleib mal ruhig auf Distanz, gesundes Misstrauen hat noch nie geschadet. Vor allem, lass dich nicht durch Versprechen seinerseits zu etwas bewegen, das dir später leid tun kann. Er muss zuerst zeigen, dass er sich geändert hat und da reicht es nicht, wenn er ein paar Wochen trocken bleibt, sondern das muss schon länger sein.

    Wünsche dir alles Gute

    Henri

    Hallo ratlos

    Es wird sich nichts ändern, solange ihr nicht aktiv werdet. Ihr habt alles versucht, nur eines nicht, ihr habt eure Drohungen nicht wahr gemacht. Warum sollte er sich, aus seiner Sicht gesehen ändern, da er doch alles hat. Er hat seine Arbeit, wie lange noch ist die andere Frage, er hat euch, die alles für ihn erledigen und er kann trinken wie er will.

    Jetzt wird es Zeit, dass ihr eure Ankündigungen auch wahr macht. Eine Trennung, halte ich wie meine Vorposter, für die einzige Möglichkeit, die euch bleibt. Es muss nicht sofort die Scheidung sein, es kann erst einmal eine Trennung auf Zeit sein. Er muss auf sich alleine gestellt sein, um zu sehen, was er an euch verloren hat. Vielleicht kommt er dann zu der Erkenntnis, dass sein trinken doch nicht das richtige ist und dann wäre auch wieder eine Basis vorhanden, um ihm wieder beizustehen.

    Dass er bei dem Arbeitgeber deiner Mutter vorspricht, halte ich für eine leere Drohung. Und wenn? Was will er denn da erzählen? Wenn der Arbeitgeber deiner Mutter einigermaßen vernünftig ist, dann wird er erkennen, mit wem er es zu tun hat, was da gespielt wird und ihn vor die Tür setzen. Deshalb würde ich an Stelle deiner Mutter der Sache ganz gelassen entgegensehen. Dem Arbeitgeber schon vorher etwas sagen? Nicht unbedingt, würde da keine schlafenden Hunde wecken. Aber das kommt auch darauf an, wie das Verhältnis zu ihrem AG ist. Nur so wie bis jetzt kann sie es nicht weitermachen, das wird sie auf Dauer nervlich nicht aushalten.

    Aber wenn Trennung, dann ist ein anderer Aspekt noch nicht angesprochen worden. Wenn er so wenig geschäftsfähig ist, wie du schreibst, stellt sich doch auch die Frage, wie das Finanzielle aussieht. Wie könnt ihr verhindern, dass er da nicht mehr gutzumachende Fehler macht. Da kann ich dir nur den Rat geben, dich vorher zu erkundigen, was da machbar ist. Ich weiß aber nicht, wo man das am besten macht, bei einem RA wäre sicher eine Möglichkeit ist aber auch mit Kosten verbunden. Vielleicht kann aber auch die Suchtberatung und /oder Schuldnerberatung weiterhelfen. Da müsstest du dich vor Ort erkundigen.

    Wünsche euch einen Weg, um aus dem Schlamassel raus zu kommen.

    Henri

    Hallo Sophia

    Da bringst du mich tatsächlich richtig ans Nachdenken. Wie soll ich das erklären? Karsten hat es ziemlich genau beschrieben mit „ich springe auch nicht aus dem Fenster“. Es hängt auch damit zusammen, dass ich anfangs gesagt habe „ich darf nicht trinken“, dann „ich will nicht“ und heute „ich brauche nicht“. Diese Entwicklung wird jeder mitmachen. Dabei nützt es nichts, wenn ich mir das immer wieder vorsage. Vom Verstand her kann ich das auch anfangs verstehen und begreifen, aber das Gefühl, das Selbstverständliche keinen Alkohol zu trinken, kommt erst mit der Zeit. Dann bin ich auch so weit, dass ich mir keine Gedanken mehr darüber mache, aus welchen Gründen ich nicht trinke, es ist einfach so und dann auch der Spruch „zufrieden trocken“.

    Wenn in der letzten Zeit von einigen geschrieben wurde, ich zähle die Tage nicht mehr, dann sehe ich das als ein Schritt in dieser Entwicklung. Denn der/diejenige macht sich nicht mehr die Gedanken, wie das „Heute“ zu überstehen ist, macht sich also auch schon nicht mehr in dem Maße die Gedanken über das „warum trinke ich heute nicht“ sondern sieht es auch schon mehr als selbstverständlich an.

    Es ist nicht alles logisch zu erklären, sondern das Gefühl spielt dabei auch eine Rolle. Deshalb ist es auch so schwer, diese Gedanken mit Worten rüberzubringen.

    Lieben Gruß
    Henri

    Hallo romaja

    Es wird nicht nötig sein, dass du vorher noch zu einem Arzt gehst. Bei der Suchtberatung wird man dir schon mitteilen, was für eine Therapie alles notwendig ist. Also erst mal am Dienstag hin zur Beratung, alles andere ergibt sich dann.

    Mach weiter so, du schaffst das.

    Lieben Gruß
    Henri

    Hallo Sophia

    Deinen Spruch finde ich gut, habe auch drüber geschmunzelt. Aber er regt auch zum Nachdenken an und passt daher sehr gut hier ins Forum.

    Für mich gibt es keinen Grund zu trinken, also brauche ich mir demzufolge auch keine Gedanken zu machen, warum ich nicht trinke.

    Uns allen noch viele trockene Mo., Di., Mi., Do,. Fr,. Sa,. So,.

    Henri