Beiträge von henri

    Hallo lukas und herzlich willkommen

    Du machst dir mit Recht Gedanken über dein trinken. Die Gewohnheit ist es, die dich irgendwann abhängig macht. Jeden Tag ein Liter Bier, da bist du auf dem besten Weg abhängig zu werden. Irgendwann wird es nicht mehr bei dem einen Liter bleiben und ganz langsam wird es immer mehr werden und dann ist es eines Tages zu spät, um so ohne weiteres aufzuhören. Das Heimtückische an der Abhängigkeit ist, dass du es erst merkst, wenn es längst zu spät ist. Versuche in der Woche nichts zu trinken. Auch wenn ich jetzt hier Haue bekomme, an den WE ist es in dem Alter sehr schwer, in der Gesellschaft mit deinen Freunden ohne Alkohol auszukommen. Nur übertreibt es nicht. Nicht der, der am meisten verträgt ist der cleverste, sondern derjenige der weiß, wann er genug getrunken hat.

    Du hast dein ganzes Leben noch vor dir, mache es dir nicht jetzt schon mit saufen kaputt.

    Gruß Henri

    Hallo ewstenz und herzlich willkommen

    Das ist eine sehr schwierige Frage, die du stellst. Es wird nicht möglich sein, dir eine zufrieden stellende Antwort zu geben. Wenn dein Schwiegervater so weiter trinkt, dann wird er sicher nicht mehr jahrelang leben, aber mich auf eine bestimmte Zeit festzulegen, wäre etwas zu vermessen von mir. Da solltest du doch besser mit einem Arzt reden.

    Wünsche euch trotz allem, frohe Ostern

    Henri

    Hallo Lorena

    Da sprichst du ein Thema an, das m. E. nicht so einfach zu beantworten ist. Was ist eine Persönlichkeitsstörung? Bezeichnet man damit ein Verhalten, das nicht „normgerecht“ ist? Wenn dem so ist, dann stellt sich für mich die Frage, wer diese Norm festlegt und wie sie aussieht. Wie muss ich mich verhalten, damit ich nicht als persönlichkeitsgestört gelte?

    Ich weiß nicht, ob man nur durch lesen eines Buches sich eindeutig diese Antwort geben kann. Es spielen so viele Faktoren eine Rolle, sodass keine eindeutigen Rückschlüsse gezogen werden können, zumindest nicht von uns Laien. Du wirst das Buch lesen, weil die Neugier siegen wird und du sonst auch nicht zufrieden bist, würde mir jedenfalls so ergehen. Nimm aber deine Schlussfolgerungen nicht als feststehende Tatsachen an, sondern lediglich als Hinweise oder als Möglichkeiten und lass dich dadurch auch nicht verrückt machen. Wenn du dich jetzt okay und als normal fühlst, dann sollte sich das auch durch das lesen eines Buches nicht ändern. Wenn du dennoch zu einer anderen Überzeugung gelangst, dann ist das doch nicht durch das lesen passiert, sondern der Schaden ist im laufe der Jahre entstanden. In dem Fall solltest du mit einem Fachmann reden. Durch das lesen des Buches kann dir aber manches klar werden und lernst, manche Zusammenhänge zu verstehen.

    Fang doch einfach an zu lesen und wenn du merkst, dass es dich zu sehr belastet, dann kannst du doch wieder damit aufhören.

    Lieben Gruß
    Henri

    Hi Stroggo

    Find ich echt Mist, was du da machst, am Samstag krachst du dir das Zeug rein, dass du am ganzen Körper zitterst, also ausgewachsene Entzugserscheinungen hast und heute trinkst du schon wieder. Wenn du dir damit beweisen wolltest, dass du zu jeder Zeit mit trinken aufhören kannst, dann ist der Versuch aber heute voll in die Hose gegangen. Ein paar Tage nichts zu trinken, können viele Abhängige, aber dauerhaft abstinent bleiben ist dagegen schon sehr viel schwieriger. Wenn ich deine Beiträge so lese, dann fürchte ich, du bist auf dem besten Weg in die Abhängigkeit.

    Dass du in letzter Zeit schlecht geschlafen hast kann mit dem Alkohol zusammenhängen. Da kannst du auch nach vier Tagen ohne Alkohol nichts Genaues sagen, denn es dauert ca. 10 Tage bevor auch die Spuren des Alkohols aus dem Körper sind. Um da Klarheit zu bekommen, solltest du dich von einem Arzt untersuchen lassen.

    Übrigens würde die heutige Menge Asbach mit ein bisschen Timing ausreichen, um den Führerschein zweimal los zu sein. Das nur zum heutigen Trinken.

    Pass auf dich auf

    Gruß Henri

    Hall Alex

    Die Menge, die du getrunken hast liegt etwas über der Grenze die für gesundheitsschädigend angesehen wird. Um abhängig zu werden, kommt es aber auch nicht nur auf die Menge an, die du getrunken hast, sondern auf die Regelmäßigkeit und das Warum.

    Wenn du seit 2,5 Wochen nichts mehr getrunken hast, und das jetzt weiterhin so durchhältst, dann kannst du selbst sehr leicht feststellen, ob du abhängig bist oder nicht. Wenn es dir schwer fällt nichts zu trinken oder wenn du oft an Alkohol denken musst, dann bist du entweder schon abhängig oder du bist nahe dran. Deinen Schilderungen nach zu urteilen vermute ich, dass du noch nicht abhängig bist. Es ist aber keine Garantie dafür, dass du es nicht doch werden kannst. Das geschieht auch nicht von heute auf morgen, sondern ganz langsam über Monate hinweg.

    Beobachte dich also selbst und wenn solche Anzeichen auftreten, wie oben beschrieben, dann bist du auf dem besten Weg, abhängig zu werden.

    Wünsche dir alles Gute und genieße deine Jugendzeit, das geht sogar ohne Alkohol.

    Gruß Henri

    Hallo Schorni

    Heute ist es nun auch bei dir soweit, sieben Jahre ohne Alkohol. Dazu gratuliere ich dir recht herzlich. Nach Karsten und mir bist du nun der dritte im Bunde der Siebenjährigen. Na, jetzt schaffen wir auch das achte Jahr.

    Viele Grüße
    Henri

    Hallo Gudi

    Heute ist der zweite und morgen der dritte Tag. Mach mal keinen Plan für Samstag, sondern erst einmal musst du morgen schaffen, das ist jetzt das Nächstliegende. Wenn das dann alles geklappt hat, dann entscheide am Samstag, ob du zur Party gehst oder nicht. Und setz dich nicht durch deine jetzige Zusage selbst unter Druck.

    Wünsche dir erst einmal für morgen trockene 24 h

    Henri

    Hi Thatgirl

    Wer lesen kann ist klar im Vorteil. Ich hatte das mit den zwei Leuten falsch gelesen, sorry.

    Ausfallerscheinungen müssen nicht unbedingt vorhanden sein, um bereits abhängig zu sein. Aber du hast nirgendwo geschrieben, dass jemand gemerkt hat, dass sie auch nur einmal betrunken war. Wenn sie abhängig ist, dann wäre das sicher schon mal vorgekommen, muss zwar nicht, wäre aber doch wahrscheinlich. Deshalb kann ich einfach nicht glauben, dass sie abhängig ist. Ich hoffe, dass ich dich ein wenig beruhigt habe.

    Lieben Gruß
    Henri

    Hallo thatgirl

    Du willst Gewissheit haben, ob deine Chefin alkoholabhängig ist oder nicht. Das wird dir hier niemand eindeutig sagen können. Nach allem was du geschrieben hast, gibt es nichts Greifbares das Veranlassung dazu gibt, dass sie Alkoholikerin ist. Okay, sie trinkt mittags gerne etwas zum Essen und du hast es schon mal riechen können. Das Zittern der Hände muss auch nicht zwangsläufig auf Alkohol zurückzuführen sein, das kann ganz andere Gründe haben. Was gegen die Theorie der Abhängigkeit spricht, sie hat noch nie Ausfallerscheinungen gehabt. Mir scheint, hier stellt sich die Frage, wie man beweisen kann, dass es etwas nicht gibt.

    Mag sein, dass ich jetzt voll daneben liege, aber kann es sein dass du dir fast wünschst, sie wäre abhängig, um ihr dann helfen zu können und um ihr dadurch deine Zuneigung zeigen zu können? Vielleicht schließt du den Gedanken mal in deine Überlegungen mit ein. Noch ein Gedanke, kann es sein, dass du jetzt ziemlich empfindlich reagierst, weil du ein paar für dich wichtige Menschen aufgrund von Alkohol verloren hast?

    Wünsche dir, dass dein Grübeln ein Ende findet und du zu einer klaren Erkenntnis kommst.

    Lieben Gruß
    Henri

    Hallo Gudi

    Mittwoch und Donnerstag zusammen eine Fl. Wein, danach jeweils nur ein Glas, also ist heute schon der fünfte Tag mit sehr wenig Alkohol, bzw. heute noch nichts. Da glaube ich, dass keine Entzugserscheinungen mehr auftreten werden. Bei der geringen Menge, die du die letzten Tage getrunken hast, müssten sich sonst auch jetzt Entzugserscheinungen bemerkbar machen. Es ist vielmehr deine Angst davor, die eventuell das Herzrasen auslösen könnte. Versuche es doch einfach mal mit Beruhigungstee. Wenn dann das Herzrasen doch noch diese Nacht kommen sollte, kannst du immer noch dein Glas Wein trinken. Ich glaube auch nicht, wenn du es bis morgen früh schaffst, dass dann noch etwas passiert. Bis zum WE zu warten, ist zwar ein guter Gedanke von Maria, aber wie sie auch schon schreibt, es besteht die Gefahr, dass es nicht bei dem einen Glas bleibt.

    Lieben Gruß
    Henri

    Salü Jasmine und herzlich willkommen

    Da kommt bei dir einiges zusammen. Neben Bulimie und Magersucht auch noch das Problem mit Alkohol. Die Bulimie ist zwar im Moment nicht das aktuelle Problem, aber sicher auch noch nicht ganz geheilt. Wenn du bei normalen Portionen zu essen einen BMI von 17 hast, was viel zu niedrig ist, dann vermute ich, dass du jetzt noch niedriger liegst. Bei dem Gewicht täglich einen l Martini trinken kann nicht lange gut gehen und ich kann mich Marias Worten nur anschließen, das ist Selbstzerstörung-

    Was mir noch zu denken gibt, sind deine Worte im letzten Satz „mich spüren“. Das hört sich an, als ob du sonst eine große Leere in dir spürst. Es scheint mir, als ob du nicht nur körperlich vom Alkohol abhängig bist, sondern das es zum größten Teil psychisch bedingt ist. Die zwei Wochen Aufenthalt in der Kur-Klinik waren eindeutig zu wenig.

    Versuche doch mit der Suchtberatung zu reden, ob es nicht möglich ist, noch einmal eine Kur/Therapie zu bekommen, allerdings nicht nur für zwei Wochen, sondern eine für längere Zeit.

    wünsche dir alles Gute

    Henri

    Hallo Gudi

    Auch von mir ein herzliches Willkommen

    Es war das einzig Richtige, wie du es gemacht hast. Das Herzrasen war eine Entzugserscheinung, die durch das trinken vom Wein wieder weg gegangen ist. Das Reduzieren ist sehr schwer, aber es hört sich an, als ob du es geschafft hast. Falls wider Erwarten dennoch das Herzrasen einsetzt, dann kennst du ein Mittel dagegen. Wie meine Vorposter schrieben, mit dem Entzug ist nicht zu spaßen. In dem Fall besser einen Tag später ganz aufhören als unnötig ein hohes Risiko beim Entzug eingehen. Wenn du bis auf ein Glas runter bis, dann schaffst du das auch noch.

    Wünsche dir für heute die ersten trockenen 24 h.

    Henri

    Hallo Heinrich und herzlcih willkommen

    Das siehst du richtig, zwingen könnt ihr sie nicht, es wäre rechtlich auch nicht zulässig. Deine Mutter muss einsehen, dass sie es ohne fremde Hilfe nicht schafft. Erst dann, wenn sie für sich akzeptiert, dass sie es nicht alleine packt, wird eine Therapie etwas nützen. Sie muss bereit sein, diese Hilfe anzunehmen.

    Wie du schreibst, sind die Halluzinationen diesmal schlimmer gewesen als das letzte Mal. Das lässt den Schluss zu, dass es beim nächsten Mal nicht mehr so glimpflich ausgehen wird. Deshalb darf es nicht noch einmal zu diesen Halluzinationen kommen. Du schreibst, dass du etliches gelesen hast. Dann wirst du auch gelesen haben, dass bei so einem Vorfall das Gehirn Schaden nimmt. Das ist doch ein Argument, mit dem ihr deine Mutter auch überzeugen könnt.

    Wünsche euch bei dem Gespräch viel Erfolg

    Henri

    Hallo Inseläffchen

    Das Schwerste, der erste Tag ist geschafft und du hast gemerkt dass du den Alkohol nicht brauchst. Nicht nur das, sondern du hast auch schon erfahren, dass der Saufdruck verschwindet, wenn du Ablenkung hast und dich nicht dagegen wehren musst. Für dich ist also telefonieren, mit jemand reden das beste Mittel um den Saufdruck loszuwerden. Die wichtigste Erfahrung, die du gemacht hast ist aber, dass du den Alkohol nicht brauchst.

    Wünsche dir allzeit ein trockenes Heute
    Henri

    Hallo Feuerkind

    Wenn jemand schon mittags mit Biertrinken anfängt, dann hat er zweifellos ein Alkoholproblem. Lass dir also von ihm und seinen Freunden nichts einreden. Du weißt, dass du mit deiner Meinung Recht hast, aber sie nicht überzeugen kannst. Deshalb lass dich auf keine Diskussion mit ihnen ein, denn gegen Uneinsichtigkeit kommst du nicht an.

    Wünsche dir alles Gute

    Henri

    Hallo Siggi

    Es wird nicht ganz einfach werden, dein Leben umzustellen. Was du in deinem Leben mitgemacht hast, kannst du nicht ungeschehen machen und auch nicht vergessen, sondern nur lernen, mit der Vergangenheit abzuschließen und ein neues Leben anzufangen. Dabei wird es immer wieder die Angst geben, dass die Vergangenheit dich einholt. Es wird jetzt sehr viel für dich neu zu lernen sein, zuviel, um das alles in der kurzen Zeit zu verarbeiten. Du musst jetzt Geduld mit dir haben. Die Sicherheit, dich in deiner neuen Umgebung zurechtzufinden wird schon mit der Zeit kommen. Mach erst mal so weiter, wie du angefangen hast, dann wird das mit der Angst auch langsam aufhören.

    LG Henri

    Hallo Nicole

    Es wird dir hier niemand sagen können, wie hoch die Lebenserwartung deines Onkels ist. Nach deinen Schilderungen zu urteilen (gelbes Farbe, Wasser in den Beinen), ist die Leber schon sehr geschädigt. Wenn er sich entsprechend ernährt und ganz auf Alkohol verzichtet, dann kann er durchaus noch sehr lange leben.. Tut er das aber nicht, dann kann es auch sehr schnell gehen. Es kommt dabei natürlich darauf an, wie weit die Leber noch ihre Arbeit tun kann.

    Momentan wird er durch den Krankenhausaufenthalt und die Symptome öfter an den Tod denken und vielleicht auch depressiv sein. Da kommt sehr schnell der Gedanke, dass er nicht mehr lange zu leben hat.

    Dass er immer wieder aufhören kann ist nicht komisch, sondern es gibt Leute, die so genannten Quartalstrinker, die mehrere Wochen oder Monate nichts trinken. Er muss natürlich jetzt etwas gegen seinen Alkoholkonsum tun. Mit einem Entzug ist es leider nicht getan. Wenn er ernsthaft aufhören will, dann muss er auch seine Lebensweise umstellen. Vielleicht hat der KH-Aufenthalt ihm doch zu denken gegeben und es fällt ihm jetzt leichter, dauerhaft abstinent zu leben. Dabei soll er sich aber Hilfe holen, zur Suchtberatung gehen, eventuell eine Entwöhnungstherapie mitmachen, Selbsthilfegruppe besuchen.

    LG Henri

    Hallo Gänseblume und herzlich willkommen im Forum

    Das hört sich für mich nach „nur Hausfrau“ an, die den Sinn ihres Lebens nicht sieht oder warum geht es dir so besch… und warum bist du so schlecht drauf? Vielleicht solltest du da mal mit deinen Überlegungen ansetzen.

    LG Henri

    Hallo Mia

    Irgendwie kann ich deinen Gedankengang nicht vergessen, dass er sich im Moment für seine Vergangenheit schämt und aus diesem Grund niemand aus seinem Bekanntenkreis sehen will.

    Wenn er wie ich vermute, sich erst zu der Therapie entschlossen hat, nachdem du den Geldhahn zugedreht hast, dann war er zu dieser Zeit nicht unbedingt von der Notwendigkeit überzeugt und hat sich auch nicht als Abhängigen gesehen. Das würde auch erklären, dass er mit seiner Meinung im Gegensatz zu der der Therapeuten stand und deshalb die Rede von „den Therapeuten nach dem Mund reden“.

    Jedenfalls hat er sich schon verändert und es hört sich an, als ob er seine Gedanken und sein Verhalten neu am sortieren ist. Vielleicht will er erst einmal mit sich ins Reine kommen, bevor er wieder den Kontakt zu dir und seiner Mutter aufnimmt. Er fängt als quasi bei Null an und ist wieder alles für sich am aufbauen. Warte erst einmal die nächsten paar Wochen ab, dann wirst du sein Verhalten besser abschätzen können.

    Die Möglichkeit, dich direkt mit seinem Therapeuten in Verbindung zu setzen bleibt dir auch noch. Allerdings würde das bedeuten, dass du das ohne sein Wissen machst, also nur als letzten Ausweg zu empfehlen. Es bleiben ihm noch immerhin zwei Monate, in denen noch viel passieren kann.

    Wünsche dir viel Geduld und dass alles zum Guten ausgeht

    LG Henri