Beiträge von henri

    Hallo mrbleil

    Es ist leider so wie bereits mehrfach geschrieben wurde, wenn er sich nicht helfen lässt, auf gutes Zureden nicht reagiert, kannst du weiter nichts machen.

    Es stellt sich sogar die Frage, ob er nicht das Recht hat, so zu leben wie er will, auch wenn er sich damit selber schädigt, seine Gesundheit ruiniert und auch früher stirbt. Es ist zwar für uns schwer vorstellbar, aber kann es nicht sogar sein, dass er so wie er jetzt lebt, zufriedener ist, als wenn er so leben muss, wie wir uns das vorstellen.

    Es ist ganz sicher keine zufrieden stellende Lösung, aber vielleicht kannst du ihn dadurch doch so akzeptieren wie er nun einmal ist.

    wünsche dir viel Kraft

    Henri

    Hallo Sanne

    Der Führerschein war wohl der Hauptgrund, warum er die Entziehungskur mitgemacht hat. Es passiert oft, wenn dieser Hauptgrund wegfällt, dass dann jemand rückfällig wird.

    Trotzdem sollte er wegen dir und deiner Ankündigung trocken bleiben können, wenn er es nicht für sich tut. Ich denke, du machst es im Moment richtig, gibst ihm die zwei Wochen Zeit. Das heißt aber, wenn er dann immer noch trinkt, wirst du dich von ihm trennen müssen oder du wirst für ihn unglaubwürdig werden, wobei die Trennung nicht für immer sein muss. Möglicherweise besinnt er sich erst danach. Jedenfalls muss er merken, dass es dir sehr ernst gemeint ist.

    Ich wünsche dir, dass er doch noch zur Einsicht gelangt

    Henri

    Hallo @All

    Ich denke, die Fragen von Kellerkind sind genügend beantwortet worden. Alles Weitere, ob hier jemand Recht hat oder nicht, oder ob der eine dem anderen etwas beweisen oder widerlegen soll, führt nur zu unnötigen Diskussionen. Daher schließe ich diesen Thread.

    Henri

    Hallo Stefan

    Durch eine Störung im Gehirn wird der Krampfanfall ausgelöst. Wie es im Einzelnen zu einem Krampfanfall kommt, ist m. E. noch nicht eindeutig geklärt. Fest steht allerdings, dass ein Krampfanfall meistens in der Entzugsphase auf auftritt. Das heißt, es passiert in der ersten Woche nach einem plötzlichen Alkoholentzug. Aber nur ca. 15% der Alkoholiker bekommen einen Krampanfall und es muss auch nicht zwangsläufig dazu kommen, dass es ein zweites und drittes Mal passiert. Das heißt, wenn du abstinent lebst, ist es unwahrscheinlich, dass du noch einmal ein Krampf bekommst, es sei denn es gibt noch andere Ursachen dafür. Wenn du hier im Forum liest, wirst du etliche Beiträge zum Thema Delir und Krampfanfall finden.

    Ich will auch nicht in Abrede stellen dass dein Unfall durch Unterzuckerung ausgelöst wurde. Es bleibt dann allerdings die Frage offen, wo der Muskelkater herkam. Ob noch andere Ursachen möglich sind, könnte dir ein Mediziner sicher besser und umfassender beantworten als ich. Zu denken gibt mir allerdings auch, dass dein Hausarzt schon in die Richtung von Entzug redet.

    Zu der Menge von 3 Glas Wein. Man kann diese 0,3‰ rückrechnen und erhält in etwa die Menge Alkohol die am Vorabend vorhanden sein musste. Ich habe im ersten Beitrag schon geschrieben dass die Gläser dafür größer als 0,1 l sein mussten und kann mich daher den Worten von Honda-Daddy nur anschließen. Zumindest für den Vorabend deines Unfalls trifft das zu.

    Gruß Henri

    Hallo Stefan und herzlich willkommen im Forum

    Mein erster Gedanke war diese Reihenfolge. 1. bewusstlos, 2. Sturz auf den Kopf 3. Kampf
    Der Muskelkater deutet sehr stark auf einen Krampf hin.

    Ich war einmal dabei als jemand einen Entzugskrampf bekommen hat. Als erstes, wir standen beieinander, sprach er davon, dass er wohl einen Krampf bekommen würde. Dann dauerte es nur sehr kurz, bis ich merkte, dass mit ihm etwas nicht stimmte. Sein Blick ging ins Leere und dann sank er mir auch schon in die Arme. Habe ihn dann noch langsam auf den Boden legen können, bevor er anfing zu krampfen. Das ganze Geschehen hat sich vielleicht innerhalb einer Minute abgespielt. Wie es für mich aussieht, hat er es zwar gemerkt, dass ein Krampf kommen würde, war aber unfähig, darauf zu reagieren.

    Krampfanfall und Delir treten meistens beim Entzug auf. Das würde auch erklären, dass es bei dir passiert ist, als nur noch 0,3‰ Alkohol vorhanden waren. Wenn du am nächsten Tag noch 0,3‰ hattest, dann müssen die Gläser am Vorabend allerdings größer als die üblichen 0,1 l gewesen sein.

    Der Krampfanfall kann sich jederzeit wiederholen. Vermeiden kannst du ihn, indem du abstinent lebst. Soviel mir bekannt ist, ist die Ursache für Migräne nicht geklärt. Es könnte also bei abstinentem leben, eine Verbesserung eintreten. Das solltest du einmal alles mit deinem Hausarzt besprechen.

    wünsche dir alles Gute

    Henri

    Hallo Inge

    herzlich willkommen im Forum.

    Eine Flasche Wein pro Abend, na ja, kein Wunder dass du erst am Mittag wieder fit warst. Die Entgiftung dauert normalerweise bis zu 10 Tagen. Die Schlafstörungen können also noch eine Form von Entzugserscheinung sein. Sollte sich das aber nicht die nächsten Tage normalisieren, solltest du doch besser zum Hausarzt gehen.

    Wünsche dir weiterhin ein viel Erfolg

    Henri

    Hallo

    Im Zusammenhang mit der SHG schreibt Rainer

    Zitat

    für mich ist die SHG auch nicht sooo wertvoll. Das Treffen ist nur einmal wöchentlich. Da weiß ich, dass ich abends dort hingehe, habe dann auch nie Saufdruck gehabt. Was ist aber an den anderen Tagen, wenn man dieses Ziel nicht hat?

    Wenn es nur hilft, um an diesem Tag trocken zu bleiben, muss ich dir Recht geben, dann ist die SHG tatsächlich keine große Hilfe. Es wird dann über kurz oder lang zu einem „Muss“ für dich werden. Ob es dann noch sinnvoll für dich ist hinzugehen, bezweifle ich, denn dann bringt es dir mehr, dich an den PC zu setzen und dich hier im Forum zu beschäftigen.

    Ich könnte es aber auch so interpretieren, dass du nicht für dich, sondern wegen der Gruppe trocken bleibst. Das würde erklären, warum du von der SHG an den anderen Tagen keinen Vorteil für dich siehst. Ich für meinen Teil sehe schon einen Vorteil für mich. Es ist das Zusammengehörigkeitsgefühl, ein gemeinsames Ziel, das mich motiviert und das nicht nur an dem Gruppenabend, sondern auch an den anderen Tagen. Aber, wie ich schon weiter oben in einem Beitrag schrieb, die SHG ist keine Garantie dafür, dass ich trocken bleibe.

    wünsche uns 24 trockene Stunden

    Henri

    Hallo Olli

    Das hört sich doch schon viel besser an als diese Nacht. Hast schon die richtige Einstellung, immer das Positive sehen, und das Gerede von den Nachbarn kann dir einfach am A… vorbeigehen oder erwartest du von denen Hilfe? Also, Augen zu und durch.

    Drei Monate hast du es geschafft, du schaffst es auch jetzt wieder.

    Gruß Henri

    Hallo Fietje

    herzlich willkommen im Forum.

    Fange ich in deinem Beitrag am Ende an, du schreibst:

    Zitat

    Warum bin ich eigentlich auch diesmal wieder aufgewacht?Möchte am liebsten weiterschlafen.

    Meinst du nicht, dass würde einem Weglaufen und sich der Verantwortung entziehen gleichkommen? Dadurch würdest du doch die Leute noch mehr von dir enttäuschen. Ich meine, sich heimlich davonstehlen ist die schlechteste Lösung, die es gibt.

    Wenn ich von Mai an die drei Monate rechne, dann ist der Rückfall doch erst ein paar Tage her. Du weißt doch jetzt wie man sich ohne Alkohol fühlt und willst auch wieder davon weg. In den drei Monaten hast du dir doch bewiesen, dass du ohne auskommst. Warum soll das jetzt nicht auch wieder funktionieren? Ich denke, du hast vor dem Rückfall noch nicht wahr haben wollen, dass du abhängig bist. Das sollte jetzt anders aussehen. Versuche es doch jetzt noch einmal mit dieser Einstellung. Rückfall oder nicht, es gibt keinen Grund für dich zu resignieren.

    Zur SHG noch paar Worte. Eine SHG ist sehr hilfreich. Alleine das Gefühl der Zugehörigkeit zu Gleichgesinnten, hilft trocken zu bleiben. Wenn die Gruppe in der du warst, dir nicht gefallen hat, dann suche dir eine andere aus. Es muss eine Gruppe sein in der es dir gefällt, und in der du mit den Leuten parat kommst.

    Wünsche dir 24 trockene Stunden

    Henri

    Hallo MissSmarty

    Dein Beitrag ist mit „Wesensänderung nach Entzug“ überschrieben. Ob diese Wesensänderung vom Entzug oder vom Gehirnschlag herrührt, lässt sich meines Erachtens nicht sagen. Ich denke aber, dass beides dazu beigetragen haben kann.

    Bei einem Bekannten habe ich es miterlebt, dass er sich nach einem schweren Gehirnschlag (anfangs fast keine motorischen Fähigkeiten mehr vorhanden) sehr verändert hat, und das nicht zu seinem Vorteil. Er hat sich auch ähnlich verhalten, wie du es von deinem Vater schreibst.

    Bei deinem Vater kommt noch hinzu, dass er seitdem er iom KKH war, auch abstinent lebt. Das ist eine zusätzliche Umstellung. die er auch verkraften muss. So könnte sein Verhalten zu erklären sein.

    Eine Lösung, wie ihr ihn dazu bringt, sich zu verändern, habe ich leider nicht anzubieten. Ich weiß auch nicht, ob das Verhalten sich nach einer gewissen Zeit wieder normalisiert. Erkundige dich einmal, ob es eventuell eine Möglichkeit gibt, dass er eine Therapie mitmachen kann. Das ist das Einzige, was ich dazu sagen kann.

    LG Henri

    Hallo Germangirl

    Das hört sich aber nicht ganz überzeugend an. Wenn du es nur versuchen willst, hört sich das für mich so an, als ob es nichts ausmacht, wenn du es nicht schaffst. Wenn du es packen willst, dann darfst du dir von Anfang an nicht solche Hintertüren offen lassen.

    Du schreibst, dass es dir nach einer Woche Abstinenz besser geht. Das ist doch ein Grund, um noch einen Tag dran zu hängen, anstatt wieder zu trinken. Als erstes trink mal diese Woche nichts und dann entscheidest du ganz einfach Tag für Tag neu. Wirst sehen, es ist nicht so schwer wie du dir das vorstellst.

    Drück dir die Daumen

    Henri

    Hallo Kräuterhannes

    Kann mich den Worten meiner Vorposter nur anschließen.

    Ob der Pegeltrinker es schwerer hat als die anderen, will ich allerdings nicht behaupten. Ich selbst war Pegeltrinker und habe eine 12wöchige stationäre Therapie mitgemacht. Nach der Therapie ist es mir nicht schwer gefallen, trocken zu bleiben. Auch so etwas wie Saufdruck hatte ich nie. Ich nehme an, dass das Nichttrinken in den 12 Wochen schon so zur Gewohnheit geworden war, sodass es dadurch nachher für mich leichter war, trocken zu bleiben. Ohne Therapie hätte ich es sicher nicht geschafft, da bin ich mir heute ziemlich sicher.

    Ob du nun eine Therapie mitmachen sollst, kann ich dir nicht sagen, das wirst du selbst entscheiden müssen. Vorteil bei der stationären, du bekommst die ersten Wochen/Monate leichter rum, als wenn du das alleine für dich schaffen willst.

    wünsche dir 24 trockene Stunden

    Henri

    Hallo Bommi

    von mir auch herzlich willkommen

    Mehr als ein Jahr trocken, prima. Wenn das die erste Angstattacke nach deiner Thera war, würde mich das erst einmal nicht so übermäßig aufregen. Passiert das allerdings öfter, solltest du dir überlegen, wie du dagegen etwas tun kannst. Es hilft dir vielleicht schon, wenn du hier schreiben kannst und das Gefühl bekommst, dass du nicht allein mit deinem Problem bist.

    VG Henri

    Hallo Salt&Pepper

    Deinen Überlegungen kann ich mich nur anschließen. Wie man zwischen den Zeilen lesen kann, ist die Wohnungssuche nur eines ihrer Probleme. Wenn sie jetzt gezwungen wird, etwas gegen ihr Alkoholproblem zu tun, hat sie noch ein Problem zu bewältigen. Hinzu käme auch noch die Angst, ihre Arbeitsstelle möglicherweise zu verlieren. Von dieser Sicht her denke ich auch, dass es für sie nicht von Vorteil ist wenn du sie zusätzlich belastest.

    Ein Aspekt sollte dabei trotzdem noch bedacht werden. Sind ihre Probleme durch ihren Alkoholkonsum entstanden, wäre es unter Umständen doch sinnvoll, dass du mit ihr redest. Möglicherweise könnten sich einige Probleme von selbst erledigen, wenn sie ihr trinken in den Griff bekommt. Ich denke, dass durch diese Überlegung deine Entscheidung, wie du dich verhältst, leider auch nicht einfacher geworden ist. Wie wäre es, wenn du nicht als Chef, sondern als Freund mit ihr reden würdest? Es wäre ein Kompromiss. Leider kann ich als Außenstehender dir bei deiner Entscheidung nicht viel helfen, da ich ganz sicher die Sachlage nur zu einem kleinen Teil sehe. Es sind eben nur Gedanken, die vielleicht ein klein wenig helfen können.

    Wünsche dir, dass du die richtige Entscheidung triffst und ihr, dass sie ihre Probleme lösen kann.

    Henri

    Hallo Salt&Pepper

    Bei der Person gehe ich im Folgenden von einem „Er“ aus. Das Einfachste um herauszubekommen, ob er morgens schon trinkt, sprich morgens mit ihm. Du wirst dann riechen und auch an seinem Benehmen merken, ob er getrunken hat. Wenn du nun feststellst, dass er regelmäßig morgens schon getrunken hat, dann rede mit ihm und lege ihm nahe, etwas gegen seinen Alkoholkonsum zu tun. Falls er abhängig ist, wird er es nicht lange schaffen und er ist wieder auf seinem gewohnten Level. Dann bestehe in einem weiteren Gespräch darauf, dass er eine ambulante oder stationäre Therapie mitmacht. Dabei kannst du ihm deine Hilfe anbieten. Andernfalls müsst ihr euch trennen. Es stellt sich die Frage, ob er vorher eine Abmahnung erhalten muss, gesetzlich sicher, aber weil doch ein freundschaftliches Verhältnis besteht, ist es vielleicht nicht notwendig.

    Ein Seminar über Suchtkrankheit ist zwar eine gute Idee, wird aber bei ihm nicht viel bewirken, da er sicherlich nicht einsieht, dass er Alkoholprobleme hat. Jeder andere hat damit Probleme, nur der Abhängige selbst nicht.

    Gruß Henri

    Hallo Gast

    willkommen hier im Forum.

    Deine Therapeutin hat Recht, du hast momentan genug mit dir selbst zu tun, ohne dich auch noch um Probleme anderer Leute zu kümmern. Anscheinend hat deine Mutter auch kein Problem. Kein Problem deshalb, weil sie sich keine Gedanken um ihre Trinkerei macht. Wenn jemand sie dazu bringen kann, über sich nachzudenken, dann wird das doch ihr Lebensgefährte sein. Du wirst mit einem Gespräch nichts erreichen, da gebe ich dir Recht, zumal auch euer Verhältnis anscheinend nicht das Beste ist. Du erreichst aber vielleicht, dass du dich selbst in eine missliche Lage hineinmanövrierst, aus der du wieder schwer herausfindest. Damit ist letztlich auch niemandem geholfen. Außerdem bist du nicht für deine Mutter verantwortlich, sondern das ist sie immer noch selbst. Du bist nur für dich selbst und nicht zu vergessen, auch für deine Kinder verantwortlich. Ein schlechtes Gewissen brauchst du also nicht zu bekommen, wenn du nicht versuchst mit ihr ein Gespräch zu führen.

    VG Henri